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Das "Ende" von VIVA View next topic
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Forum: Serien, Shows & Sender · Replies: 21
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Maestro
Produzent


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PostPosted: 25.11.2004 18:46 Reply with quoteBack to top

Quote:
Elf Jahre, ein Monat und das Aus: VIVA nimmt Abschied

Nein, eingestellt wird VIVA nicht. Allein weil man weiter Klingeltöne, Handylogos und mobile Spiele bewerben kann, bleibt der Kölner Sender für MTV sehr sinnvoll. Für den Zuschauer allerdings stirbt VIVA im Januar: Sarah Kuttner und ihre Show, die Nachmittagssendung „Interaktiv“ und die „VIVA News“ sind nur einige der Formate, die gestrichen werden. Übrig bleibt ein Sender ohne Gesicht und Profil.

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Vor zwei Wochen war es noch ein Scherz: Bei der fünfzigsten Sendung von „Sarah Kuttner – Die Show“ ratterte die wortgewaltige Gastgeberin Zahlen und Fakten zur Sendung herunter. Dann ein kleiner Seitenhieb, dessen Bedeutung jetzt, nur wenige Tage danach, deutlich wird: Kuttner scherzt: „Wieviel eine Sendung kostet? Nee, nein das sagen wir nicht. Aber da könnt ihr Catherine Mühlemann von MTV fragen, die rechnet gerade"

Frau Mühlemann hat in der Tat gerechnet - und für sie rechnet sich Kuttner offenbar nicht. Ab Januar fliegt Sarah Kuttner mit ihrer erfrischenden PrimeTime-Show ebenso aus dem Programm, wie alle anderen VIVA-Formate, die dem Sender sein Gesicht gaben.

„Interaktiv“, die große Nachmittagsshow der 90er Jahre? Sie fliegt. Die täglichen „VIVA News“? Sie fliegen. Anlässlich der fünfzigsten Kuttner-Sendung hatte VIVA die wortgewandte Moderatorin noch als „große Hoffnung des deutschen Fernsehens“ gefeiert. Frau Mühlemann sieht das offenbar anders.

Roche und Kuttner: Zwei Aushängeschilder abgesägt

Dabei geht es nicht nur Sendungen an den Kragen, die eine große Redaktion benötigen. Bereits am Sonntag rechnete Charlotte Roche in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ mit VIVA und MTV ab. Obwohl für ihre Show „Fast Forward“ neben ihr nur zwei Mitarbeiter tätig waren, wurde sie aus Kostengründen eingestellt.

Darüber hinaus habe man ihr oft erklärt, dass ihre Stunde „Fast Forward“ die Tagesdurchschnittsquote des Senders drücke, welche im Kampf zwischen MTV und VIVA die harte Währung war. Nach der Übernahme gab es in der neuen Senderfamilie aber offenbar keinen neuen Familiensinn.

Frau Mühlemann hat auch hier entschieden: Ein VIVA-Gesicht muss gehen. Erst Tage nach der Entscheidung und dem verheerenden Presse-Echo, wird man in Berlin ganz kleinlaut. Von neuen Sendungen für Roche und Kuttner, vielleicht Specials - höchstens wöchentlich - ist in MTV-Kreisen die Rede.

Eisiges Verhältnis zwischen Köln und Berlin

Schon beim Aus für „Fast Forward“ wollte ein VIVA-Sprecher in Köln nicht viel sagen: „Entscheidungen werden in Berlin getroffen“. Das schlechte Klima innerhalb der so perfekten Senderfamilie wird spätestens dann klar, wenn die Berliner fast schon sarkastischerweise beim Thema VIVA nach Köln verweisen. Dort allerdings, in der Schanzenstraße in Köln-Mülheim, wird es ab Januar recht einsam: Die Anzahl der Entlassungen ist noch nicht bekannt, aber sie dürfte beachtlich ausfallen.

Was Dieter Gorny vor elf Jahren als deutsche Alternative zum damals noch englischsprachigen MTV gestartet hatte, wird von Frau Mühlemann derzeit sehr effektiv zerschlagen. Ein Konzept in ihrem Handeln lässt sich nicht erkennen. Für den deutschen Fernsehmarkt kann man nur hoffen, sie besitzt eines. Derzeit jedenfalls lässt sich für keinen der vier Kanäle der Senderkette eine Perspektive erkennen, die Hand und Fuß hat.

Der Untergang der Marke VIVA

Die Marke VIVA, mit der Gründer Dieter Gorny in den 90er Jahren einen großen Anteil an der deutschen Musik-Kultur hatte, verkommt zum Aufkleber auf einem Abspielkanal für Musikclips und „Big Brother“-Wiederholungen, die künftig zur besten Musik-Sendezeit um 16 Uhr zu sehen sein werden. VIVA als Triebfeder der Musikmesse Popkomm, VIVA als Gastgeber des Medienpreises Comet, VIVA als Inbegriff für Jugendfernsehen, VIVA als Sprungbrett für Heike Makatsch, Stefan Raab und Oliver Pocher?

Für Frau Mühlemann ist dies keinen Cent wert. Sie soll die Erlöse der Sender optimieren. Da mag man keine Kuttners, keine Roches, die nur Kritiker-Lob aber keine Kohle bringen. Und so geht es ab Januar nicht nur VIVA an den Kragen, auch MTV verliert einige Sendungen, für die es bekannt wurde: „MTV Spin“ mit Markus Kavka und „Select MTV“ tauchen im Programm für 2005 nicht mehr auf.

Von Nilpferden und Fröschen oder: Was Mühlemann wichtig ist

„Vorläufig“ seien diese Programmpläne, die in diesen Tagen die Werbetreibenden erreichen. Damit allerdings verkauft man seine Zuschauer für dumm: Man wird kaum diejenigen mit falschen Plänen informieren, die mit den Buchungen von tausendfachen Werbespots wichtiger sind als der Geschmack der Zuschauer.

MTV, der Sender, der sich immerhin „Music Television“ nennt, wird dann also 2005 zwischen 13:30 Uhr und 23 Uhr nicht viel mehr Musik im Programm haben als ein paar Klingeltöne in der Werbung. Stattdessen laufen englischsprachige Trashformate. Man könnte denken Frau Mühlemann würde, wenn sie könnte, ihr Programm gleich ganz von einem debilen Nilpferd und einem bekloppten Frosch moderieren lassen. Vielleicht sagt dies am Meisten aus, über den neuen Kurs einer Senderfamilie, in der so gar nichts familiär ist.

(dwdl.de)


Ich war zwar nie ein großer Fan von VIVA, aber so ein Ende ist wirklich hart. Ist ja fast wie damals nach der Wende, als die Betriebe übernommen und dann kaputtgewirtschaftet wurden. Tja, da kann man wohl nichts machen.

MfG

Maestro

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Blauling
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PostPosted: 25.11.2004 22:05 Reply with quoteBack to top

hmm.. schade.. da wird das tape wo ich mal gast bei interaktiv war ja richtig was wert biggrin

naja.. ich schau schon lang kein viva mehr,egal wann man einschaltete liefen nur werbespots,bis auf die s. kuttner-show-die war richtig gut,sehr schade,dass man da so ein "aufgehendes lichtchen" gleich wieder ausknipst rolleyes
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Tontechniker


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PostPosted: 26.11.2004 14:30 Reply with quoteBack to top

Kuttner hab ich mir nie angetan war immer der Meinung sie hat eine dumme Art von Humor, über den irgendwie nur sie lachen kann von daher! Ich hab auch schon seit Jahren nicht mehr wirklich intensiv MTV geschaut, da sich mein Musikgeschmack auch geändert hat, seh ich lieber MTV, zumal da auch die VMAs und so weiter kommen.
MTV ist meiner Meinung nach noch qualitativer, wobei ich nie mit dem Aus von VIVa gerechnet hätte...^^

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TimoGoebel
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PostPosted: 26.11.2004 19:52 Reply with quoteBack to top

bin dagegen abgelehnt
IDIOTEN!

Also... ich bin der Meinung, dass sich MTV damit keinen gefallen tut.
Ich schaue schon seit einiger Zeit keine "Musik"sender mehr, da micht die Klingelton Werbungen und die vielen Shows nerven.
Die nehmen ja schon bald RTL2 qualität an.
Ich bin dagegen.
Musik werden wir dann allerdings verstärkt auf MTV2 & Viva Plus sehen können (haben die ja was anderes gezeigt?). Aber warscheinlich nur mit irgendwelchen SMS Chats.

Sollen wir nicht unseren eigenen Musiksender gründen? wink

MTV hätte Viva nie übernehmen dürfen.
Warum hat sich da das Bundeskartellamt nicht eingeschaltet?

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KrazyKraut
Kameramann


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PostPosted: 26.11.2004 20:04 Reply with quoteBack to top

Naja, ich würde mal sagen, noch is nichts verloren... neutral
Mittlerweile merkt man den deutlichen Gegenwind bei MTV, wegen der Pläne, die man dort ausgeheckt hat.
Naja, entweder man nimmt das nun alles so hin als Zuschauer oder man versucht was dagegen zu tun, mit Aktionen, Protesten etc. und versucht so wenigstens einen kleinen Teil der guten Programme, welche jetzt noch laufen zu erhalten.

IHR HABT DIE MACHT!!!

Und wer nicht unbedingt nen neues Viva plus Fiasko erleben will, der tut bitte schön auch was.

K.K.

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Maestro
Produzent


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PostPosted: 27.11.2004 11:07 Reply with quoteBack to top

Quote:
UPDATE: Entlässt Viva knapp 200 Mitarbeiter? Sarah Kuttner: Doch nicht am Ende?

Gibt es neue Hoffnung für alle Fans der Sendung «Sarah Kuttner-Die Show»? So hörte sich zumindest das an, was Sarah Kuttner gestern sagte. "Es ist durchaus auch im nächsten Jahr damit zu rechnen, dass Sarah Kuttner weiter auf diesem Sender nerven wird", sagte die Berlinerin in ihrer Donnerstagssendung. In welcher Form dies allerdings geschehen wird, ist zur Zeit vollkommen unklar. Insider vermuten allerdings, dass es auf keinen Fall in der bisherigen, umfangreichen Form weitergehen wird. So meldet der Branchendienst «kress.de», dass ausnahmslos alle Formate, die eine Redaktion im Hintergrund haben, gestrichen werden und durch neue, "weibliche" Sendungen ersetzt werden. Geplant sind Shows wie «Loveline» oder «Siebzahn». Linzenz-Formate wie «South Park» seien ebenfalls aus dem Programm gestrichen worden. Auch das Magazin «Fast Forward», das von Charlotte Roche präsentiert wird, wird nicht fortgeführt. Stattdessen werden die Wiederholungen der RTL II-Soap «BigBrother» den Sender wechseln. Bislang auf MTV2Pop zu sehen, laufen diese ab 2005 auf Viva. MTV hingegen will mehr auf englischsprachige Trash-Formate setzen und zeigt u.a. «Roomraiders» und «Pimp my Ride». Somit verschwindet Musik zwischen 13.30 Uhr und 23.00 Uhr fast vollständig aus dem MTV-Programm.

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, hat die MTV-Geschäftsführerin Catherine Mühlemann die Aufgabe, die Gewinne der neuen Senderfamilie "deutlich" zu erhöhen. Offiziell hieß es bislang, man werde in die Marken mehr investieren. Diese Aussage steht allerdings im krassen Gegensatz zu dem, was der Betriebsrat des Senders berichtet. Dieser geht von Massenentlassungen in der Schanzenstraße aus. Thomas Diekmann, der Vorsitzende des Betriebsrats, erklärte sich am Freitag gegenüber der Presse und ließ verlauten, dass das Viva-Team die Entlassungen bis Februar erwarte. Nach dem Programmreformen brauche man wohl nur noch rund 10 Prozent der momentanen Mitarbeiter - und selbst die könnten von MTV zu Viva wechseln. Im Feburar findet die Viva-Media Hauptversammlung statt auf der der US-Konzert «Viacom» dann entgültig das Ruder des Kölner Senders in die Hand nimmt. Momentan deutet alles darauf hin, dass das Boot einen schlechten Weg einschlägt und dass viele Menschen das Schiff «MS Viva» verlassen (müssen).

(quotenmeter.de)


MfG

Maestro

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Maxine
Darsteller


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Joined: 26 Jul 2003
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PostPosted: 27.11.2004 15:33 Reply with quoteBack to top

LeShow.de wrote:
Sarah bleibt
Wie ich aus vertraulicher Quelle erfahren durfte, wird Sarah nach der Winterpause, die am 16. Dezember beginnt, ihre Show fortsetzen. Allerdings könnten die vier Folgen pro Woche auf zwei zusammengestrichen werden.

Unterdessen hat Martin Schindler eine Petition (SKdS - Du bleibst da!) gestartet, in die sich einzutragen sicher nicht verkehrt ist.


Auf jedenfall die geplanten 140 Folgen werden noch abgedreht und ausgestrahlt - das hat Sarah auf ihrer Seite im Forum verkündet!!! Zum Glück biggrin



Hier noch paar Artikel:

Quote:
Fernsehen
MTV läßt Viva ein bißchen Sarah Kuttner - vielleicht
Von Stefan Niggemeier

26. November 2004 Viva hat auf die Proteste von Mitarbeitern und Zuschauern reagiert und rettet seine Vorzeigemoderatorin Sarah Kuttner - ein bißchen. Vielleicht. Ihre Personality-Show, die zur Zeit täglich um 21 Uhr läuft und nachts und nachmittags wiederholt wird, werde fortgesetzt, teilte der Musiksender mit. Allerdings wird der Umfang von „Sarah Kuttner - Die Show” deutlich reduziert.


Am Donnerstag abend hatte Viva noch davon gesprochen, die Sendung werde „wie gehabt” auf Viva laufen. Näher an der Wahrheit ist wohl die Formulierung in einer internen Mail des Vorstandes an die Viva-Mitarbeiter, in der es heißt, die Show werde nach der Winterpause „voraussichtlich” zweimal wöchentlich zu sehen sein.

Ursprünglich hatte Viva für das kommende Jahr ohne Kuttners Show geplant. Die Sendung wird vor Publikum und mit Studioband und Live-Auftritten von Künstlern im Stil einer Late-Night-Show produziert. Das ist teuer - zu teuer für das neue Management des Senders. Gegen die Überlegung, ihre Show nur einmal wöchentlich auszustrahlen, hatte sich Sarah Kuttner dem Vernehmen nach gewehrt. So gesehen bedeuten die zwei Sendungen pro Woche ein Minimalziel. Sie sollen an noch unbekannten Sendetagen um 21 Uhr laufen. Auf dieser Zeitschiene sind sonst für das nächste Jahr überwiegend Billig-Formate wie „Trash Top 100” und „Retro Top 10” vorgesehen.

„MTV Spin” wird eingestellt

MTV bestätigte unterdessen, daß die renommierte Sendung „MTV Spin” mit Musik jenseits des Mainstreams eingestellt wird. An ihre Stelle sollen dreimal wöchentlich einstündige Genre-Sendungen treten, die nach 23 Uhr laufen. In den Stunden vorher wird MTV in einem noch größeren Maß als heute aus deutsch untertitelten amerikanischen Sendungen bestehen, die zeigen, wie amerikanische Jugendliche sich gegenseitig erschrecken, miteinander flirten, Mutproben bestehen oder zu Cheerleadern ausbilden lassen. Diese billigen Reality-Formate werden endlos wiederholt.

Mit Charlotte Roche, deren renommierte tägliche Sendung „Fast Forward” Viva zum Ende des Jahres kippt, verhandelt der Sender nach eigenen Angaben über eine weitere Zusammenarbeit. Die stünde allerdings, wie bei Sarah Kuttner, unter der Voraussetzung, dem Umfang deutlich zu reduzieren. Die Einstellung der Hip-Hop-Sendung „Mixery Raw Deluxe” und der Hardrock-Show „Hell's Kitchen” hat Viva bis heute nicht bestätigt.

Kein Platz für Ali G.

Für die ansehnlichen Importe „South Park” und „Da Ali G. Show” ist im Viva-Programm 2005 offensichtlich auch kein Platz mehr, dafür aber für die tägliche Wiederholung der RTL-2-Containershow „Big Brother”. Viva bestätigte die Einstellung der „Viva News” zum Jahreswechsel, teilte jedoch kryptisch mit, daß der „Bereich News auf anderen Plattformen behandelt” werde - ob damit MTV gemeint ist, das Internet oder gar der Videotext, bleibt offen.

Seit dem Sommer gehört Viva mehrheitlich Viacom, der Muttergesellschaft von MTV. Anfang 2005 sollen MTV und Viva formell verschmolzen werden. In der Praxis läuft es auf die Abwicklung von Viva hinaus: Nur zwanzig bis dreißig der knapp dreihundert Mitarbeiter würden von MTV übernommen und nach Berlin umziehen, fürchtet der Betriebsrat, der Rest müsse gehen. Am Standort Köln werde von Viva nichts bleiben außer der Produktionstochter Brainpool („TV Total”, „Ladykracher”). Deren Geschäftsführer Jörg Grabosch arbeitet einem Bericht des Branchendienstes „Kress Report” zufolge daran, seine Firma aus dem Besitz von Viacom zu lösen und gemeinsam mit Partnern zurückzukaufen.


Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2004, Nr. 278 / Seite 45
Bildmaterial: dpa





Quote:
"Ich hab's noch gar nicht kapiert"

Fast Forward-Moderatorin Charlotte Roche und Sarah Kuttner äußern sich zur aktuellen Situation bei VIVA.

Köln (joga) - Bei VIVA geht es derzeit drunter und drüber. Seitdem der MTV-Konzern Viacom die Kölner Firma erworben hat, regiert die Angst um den Arbeitsplatz bei dem Musiksender. Dass Viacom zwar bereits neuer Eigner ist, aber noch nicht weisungsberechtigt, verschlimmert das Durcheinander noch. Und wenn, wie die Kölner Rundschau berichtet, der noch amtierende Chef und VIVA-Gründer Dieter Gorny E-Mails mit dem Subject "Kommunikation Betriebsschließung" verschickt, bessert das auch nicht gerade die Stimmung.
In einem solchen Klima der Angst fallen Spekulationen auf fruchtbaren Boden. Die FAZ hatte gestern berichtet, die Sarah Kuttner-Show stünde vor dem Aus, und obwohl der Produzent der Sendung noch am selben Tag dementierte, beschäftigte Sarah Kuttner sich in ihrer Sendung am Abend mit der eigenen Zukunft: Fakt sei, dass die "Zusammenlegung für unglaublich konfuse kuddelmuddel-berechtige Ängste auf der Jobebene unter den Angestellten, Unsicherheiten, Sorgen machen usw. Das finden wir doof. Das find ich schlecht. Es wird nicht vernünftig kommuniziert, nicht in den Häusern, nicht nach draußen."

Anders als die Angestellten, die sich von Leuten "mit dickem Geld und Akten in der Tasche" wie Sachen hin und her schieben lassen müssten, könnten die Zuschauer sich aber wehren: "Man kann sich zu einer Horde Eier-werfender junger Menschen gruppieren und seine Meinung kund tun. Ich habe heute tatsächlich eine Mail bekommen in der drinstand: 'Würde es Dir etwas ausmachen, wenn wir uns dagegen wehren, dass deine Show eingestellt wird?' Natürlich nicht! Man muss um das Recht nicht bitten, eine Demonstration zu machen. Insofern: Geht auf die Straße wie früher, BHs aus, Brüste raus …"

Anders als die noch nicht endgültig abgesägte Sarah Kuttner muss Charlotte Roche kein Blatt mehr vor den Mund nehmen. Sie habe es noch gar nicht richtig kapiert, dass es ihre Sendung nicht mehr gebe, sagte sie im Interview mit der FAZ und zeigte sich auch sehr enttäuscht von der Programm-Politik des Senders: "Die Viacoms dieser Welt verstehen nicht, warum man eine kulturelle Sendung haben soll oder irgendwas, das kommerziell scheinbar unerfolgreich ist. Wenn man diesen ganzen Chefs gegenübersitzt, guckt man in blanke Gesichter. Man muss ihnen erklären, warum das Sinn hat, wenigstens in einer von vierundzwanzig Stunden etwas Spezielles zu zeigen, etwas Unbekanntes, auch wenn man damit nicht die Massen erreicht. Die sitzen dann da und sagen: Ja, aber da könnten wir doch Geld verdienen in der Zeit. Gegen solche Argumente ist man machtlos."

In der derzeitigen Situation sei es auch nicht möglich, neue Pläne zu schmieden: "So ist das gerade bei Viva: Fast jede Redaktion ist panisch und hat Zukunftsangst. Und wenn die Leute im Büro anrufen, um mit ihren Chefs Termine zu kriegen, bekommen sie zu hören, wartet mal, ich weiß selber nicht, ob ich noch einen Job habe. Alle warten." (laut.de)





Quote:
Betriebsrat erwartet Kündigung für alle 192 Mitarbeiter

Während über die Zukunft einzelner VIVA-Formate gerungen wird und man aus der Schanzenstraße in Köln-Mülheim offiziell tapfere Durchhalte-Parolen hört, sieht es auf geschäftlicher Seite noch düsterer aus. Nach Einschätzung des Betriebsrates des Musiksenders, steht das Unternehmen VIVA vor dem Aus. Allen 192 Mitarbeitern werde wohl gekündigt. Nach einer Neugründung benötige man dann nur noch eine kleine Truppe um das zu betreuen, was von VIVA übrig geblieben ist.


Die Heiterkeit einer Sarah Kuttner will in diesen Tagen bei vielen VIVA-Mitarbeitern nicht ansteckend wirken: Während die Moderatorin vor laufender Kamera ihre Scherze über den "kleinen aber feinen Kuddelmuddel auf der MTV/VIVA/Viacom-Front" macht, bestätigten bereits mehrere Mitarbeiter des Musiksenders gegenüber DWDL, dass die Stimmung im Haus auf dem Tiefpunkt ist. Für 192 Mitarbeiter des Senders geht es um mehr als die Frage, ob das Programm noch attraktiv bleibt.

Wie der Betriebsratsvorsitzende Thomas Diekmann am Freitag gegenüber der Presse verlauten ließ, drohe wohl spätestens im Februar allen Mitarbeitern des Unternehmens die Kündigung. Für den Betrieb des Musiksenders auf Sparflamme benötigt man dann nach Einschätzung Diekmanns maximal zehn Prozent der bisherigen Belegschaft, die Viacom dann neu einstellen kann. Den VIVA-Mitarbeitern in Köln muss es da wie Hohn vorkommen, wenn im Zusammenhang der Übernahme noch einmal der Begriff "Senderfamilie" fällt.

"Ablauf Kommunikation Betriebsschließung"

VIVA-Gründer und Noch-Chef Dieter Gorny hatte den Mitarbeitern am Donnerstag den Zeitplan für die Abwicklung erläutert: Nach der VIVA Media-Hauptversammlung im Februar und dem In-Kraft-Treten des so genannten Beherrschungsvertrags, hat der neue Eigentümer Viacom endgültig die volle Entscheidungsbefugnis über das, was übrig bleibt. Bereits in der vergangenen Woche hatte Gorny übrigens laut Presseberichten eine eMail an die Mitarbeiter verschickt, der versehentlich den Titel "Ablauf Kommunikation Betriebsschließung" trug.

Vor diesem Hintergrund wirken Heiterkeit und Zuversicht von VIVA-Mitarbeitern gegenüber den Zuschauern und der Öffentlichkeit doppelt tragisch: Sie müssen Konzepte und Strategien verteidigen, die sie nicht geplant haben und die sie ihren Job kosten. Da stammelte auch die wortgewandte Sarah Kuttner am Donnerstagabend: "Fakt ist ja tatsächlich, dass all diese ganze Zusammenlegung für unglaublich konfuse kuddelmuddel-berechtige Ängste auf der Jobebene unter den Angestellten, Unsicherheiten, Sorgen machen usw. Das finden wir doof. Das find ich schlecht. Es wird nicht vernünftig kommuniziert, nicht in den Häusern, nicht nach draussen." Sarah Kuttner hat gesprochen. (dwdl.de)





Quote:
|Betriebsrat rechnet mit Schließung
Viva: "Ablauf Kommunikation Betriebsschließung"

Was wird aus Sarah Kuttner und ihrer Show? Foto: AP
Hamburg/Berlin (rpo). Beim Musiksender Viva in Köln gehen die Lichter aus. Nachdem sich Betriebsratsvorsitzender Thomas Diekmann am Freitag erstmals öffentlich geäußert hat, deutet alles auf ein nahendes Ende hin: "Die Indizien sprechen dafür", sagte er auf Anfrage.


Seit Tagen verdichteten sich die Hinweise, dass dem früheren MTV-Konkurrenten der Hahn abgedreht wird. Im neuen - stets als vorläufig angekündigten - Sendeplan sind bisherige Zuschauerzugpferde nicht mehr berücksichtig.

So wird die "Sarah Kuttner Show" auf alle Fälle nicht mehr wie bisher fünf Mal die Woche laufen, das Magazin "Interaktiv" wird durch die News-Show "Siebzehn" ersetzt. Charlotte Roches Sendung "Fast Forward" wird ganz eingestellt. Und auch die "Viva News" werden zum Jahresanfang eingestampft, um "auf anderen Plattformen" behandelt zu werden, ließ Viva verkünden.

Kündigungswelle im Februar?

Trotz der Änderungen erfuhren die Mitarbeiter in Köln bislang nichts Konkretes. Auf einer Betriebsversammlung am Donnerstag habe Noch-Viva-Chef und Gründer Dieter Gorny lediglich darauf verwiesen, dass die neuen Eigentümer Viacom nach der Hauptversammlung im Februar und dem In-Kraft-Treten des so genannten Beherrschungsvertrags Entscheidungsbefugnis hätten, sagte Diekmann und fügte hinzu: "Bis Mitte Februar wird nix passieren." Dann aber rechnet er mit einer Kündigungswelle.

Der Betriebsratschef geht davon aus, dass Viacom erst einmal allen 192 Mitarbeitern kündigen wird. Für den Betrieb einer Viva-Hülle, die mit Videoclips und billigen US-Reality-Formaten gefüllt werden könnte, würden dann einige Mitarbeiter übernommen. Der Betriebsrat schätzt, dass dafür lediglich zwischen fünf und zehn Prozent der bisherigen Viva-Crew notwendig sind. Und aus der Berliner MTV-Deutschland-Zentrale sei bereits verlautet, dass ohnehin nur 25 bis 30 Leute noch Platz hätten.

Sollte sich Diekmanns Prognose bewahrheiten, hätte sich der deutsche Markt der Musikkanäle selbst bereinigt - durch eine nicht gerade freundliche Übernahme. Als MTV dank Viacom im Sommer Viva dazukaufte, versicherte der Präsident von MTV Networks International, Bill Roedey, der deutsche Musik-TV-Markt sei der größte außerhalb der USA und außerordentlich wichtig für das Unternehmen. "Ich sehe hier ein enormes Wachstumspotenzial", verkündete er vollmundig.

Und MTV-Europe-Geschäftsführerin Catherine Mühlemann versicherte, von der Übernahme würden sowohl MTV als auch Viva profitieren. Für das Publikum sollte die Fusion eine größere Bandbreite des Musikangebots versprechen.

Werbekunden verunsichert

Die Werbekunden reagieren auf die Diskrepanz zwischen Ankündigung und Realität offenkundig verunsichert. Die "Financial Times Deutschland" zitierte am Freitag einen "Mitarbeiter", demzufolge die Werbeeinnahmen im vierten Quartal dieses Jahres unter den Erwartungen liegen. Und in der Vermarktung seien die Sekundenpreise für Werbezeiten bei Viva und MTV schon identisch. Dies wäre ein weiteres Indiz für die Verschmelzung der Sender.

Viva-Zugpferd Charlotte Roche verhandelt laut "Kölner Stadtanzeiger" sicherheitshalber schon mal mit MTV über die Fortsetzung ihrer Sendung beim früheren Konkurrenten.

Und auch Gorny selbst ließ bereits unfreiwillig seine Perspektive durchsickern. Laut Zeitung "Die Welt" schickte er vergangene Woche per Intranet eine Mail an die Mitarbeiter. Diese habe versehentlich den Titel getragen: "Ablauf Kommunikation Betriebsschließung" (bbv-net.de)

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PostPosted: 06.12.2004 14:45 Reply with quoteBack to top

Quote:
VIVA-KRISE

Charlotte Roche tritt in TV-Streik

Das Chaos um die Übernahme der Kölner Viva Media AG durch den amerikanischen Medienkonzern Viacom hat einen neuen Höhepunkt erreicht: "Fast Forward"-Moderatorin Charlotte Roche ist trotz laufender Verträge in TV-Streik getreten. Viacom räumt derweil "schlechte Kommunikation" ein.

Hamburg/Köln - Die Grimme-Preisträgerin kam der zum 2. Januar geplanten Absetzung ihrer Show "Fast Forward" zuvor und ist seit vorigem Montag im TV-Streik: "Ich fand es bekloppt, mich vor die Kamera zu stellen mit diesem wahnsinnigen Frust", sagt Roche, die von der geplanten Absetzung eher beiläufig und spät am Telefon erfahren hat. "Keiner redet mit mir, so verhält man sich nicht." Roche sieht ihren Haus-Sender nach der Übernahme durch den MTV-Mutterkonzern Viacom derzeit "absolut führungslos - alle haben Angst wie die Hasen, auch in den Chefetagen". Der Betriebsrat des Kölner Musik-TV-Imperiums greift derweil zu einem ungewöhnlichen Mittel: Er hat vor dem Kölner Arbeitsgericht eine einstweilige Verfügung beantragt, um den Vorstand zu einer offenen Informationspolitik über geplante Stellenstreichungen und Standortverlagerungen in Richtung der MTV-Zentrale in Berlin zu zwingen.

Der amerikanische Medienkonzern Viacom weist indes die Gerüchte zurück, dass im Zuge der Übernahme von Viva bis zu 95 Prozent der Mitarbeiter der Kölner Fernsehgruppe entlassen werden sollen. Das sei "völlig absurd", betont MTV-Europa-Geschäftsführer Simon Guild im Interview mit dem SPIEGEL. Zwar ergebe sich aus der "schlechten wirtschaftlichen Lage von Viva", dass es "nicht ohne Personaleinsparungen gehen kann". Allerdings gebe es "viele Mitarbeiter, auf deren Know-how wir angewiesen sind", so Guild, der die Übernahme für Viacom operativ betreut.

Gleichzeitig gestand Guild "schlechte Kommunikation" ein und bedauerte, dass durch Verzögerungen bei der Übernahme "ein Vakuum" entstanden sei: "Wir können noch nicht so, wie wir wollen." Viva solle aber "auf jeden Fall" langfristig erhalten bleiben, betonte Guild gegenüber dem SPIEGEL, und sich "wieder an den eigenen Wurzeln orientieren: lokaler, jünger, anders eben als MTV".


(spiegel.de)


Hoffentlich geht diese Übernahme wegen schlechter Kommunikation nicht in die Hose und die besten VJ's verlieren ihre Sendung bzw. Arbeitsplatz!!? Aber streiken wie Charlotte Roche find ich gut!! biggrin

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PostPosted: 12.12.2004 11:39 Reply with quoteBack to top

Quote:
Catherine Mühlemann erklärt ihre neue Musik-Welt

Lange hörte man nichts aus der Berliner MTV-Zentrale: Jetzt hat Catherine Mühlemann erstmals erklärt, wie sie sich Musikfernsehen in Deutschland vorstellt. Dabei sieht sie sich selbst in Bedrängnis: Erst wenn VIVA im Januar offiziell übernommen wird, hat sie das Sagen. Solange muss sie bei VIVA-Fragen auf Köln verweisen: „VIVA hat ein Management“. Dennoch: Neues OnAir-Design und eine Sendung, die das Aus nicht mehr zu befürchten hat, sind erste Details.

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Vor über zwei Wochen berichtete DWDL erstmals über die Programmpläne für den Kölner Musiksender VIVA. Im Visier des Unmuts seitdem: MTV-Chefin Catherine Mühlemann, die ab Anfang 2005 auch die Leitung für VIVA und VIVA Plus übernehmen soll. Das Aus für „Sarah Kuttner – Die Show“ und VIVA-Marken wie „Interaktiv“ waren selbst der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ einen ausführlichen Artikel wert.

VIVA-Gründer und Noch-Chef Dieter Gorny hatte den Mitarbeitern am 24. November den Zeitplan für die Abwicklung erläutert: Nach der VIVA Media-Hauptversammlung Anfang 2005 und dem In-Kraft-Treten des so genannten Beherrschungsvertrags, hat der neue Eigentümer Viacom endgültig die volle Entscheidungsbefugnis über das, was übrig bleibt. Dann darf auch erst Catherine Mühlemann offen über das sprechen, was bereits durchgesickert ist. Solange verweist die MTV-Chefin auf die Souveränität der Kölner.

Weiter Verwirrung um Sarah Kuttner

Foto: VIVA.tvIn einem Interview verriet sie jetzt allerdings doch bereits Details, die aufklären sollen aber meist verwirren. Meldungen über ein Aus für „Sarah Kuttner – Die Show“ bezeichnet sie so gegenüber Kollegin Sigrid Eck von „W&V“ als „schlichtweg falsch“. Nach ihrer Darstellung bleibt die wortgewaltige Moderatorin auf Sendung – allerdings nur zweimal wöchentlich. Fraglich jedoch ob Kuttner überhaupt noch will: Sie hat vor einigen Tagen intern klar gestellt, dass sie sich „keinen Alexander Klaws auf die Bühne stellen lasse“. Nach DWDL-Informationen ist die Zukunft von Kuttner bei VIVA weiterhin offen. Ob man sie lässt oder ob sie selbst es überhaupt so will, sind eben zweierlei Fragen.

Frau Mühlemann findet nette Worte für die nach ihrer Darstellung reduzierte Ausstrahlung der Kuttner-Show: „Qualität ist wichtiger als Quantität“. Doch offenbar gilt diese Sichtweise nicht immer, so kontert sie in anderem Zusammenhang inhaltliche Kritik mit Gewinnmargen: „Als VH-1 geschlossen wurde, gab es ähnliche Proteste. Heute ist MTV2Pop profitabel“, sagte die MTV-Chefin im Interview mit der „W&V“. Mühlemann bleibt ganz die kühle Rechnerin.

MTVs neueste Innovation: "Pimp my Fahrrad"

Foto: MTVEntwarnung gibt es für Fans der Sendung MTV Spin: Das Magazin kommt künftig gar noch häufiger. Von montags bis donnerstags um 23 Uhr widmet sich MTV zu später Stunde alternativer Musik von Rock bis HipHop. Neu im MTV-Programm ab 2005: Ein Spin-Off der erfolgreichen Sendung „Pimp my ride“ namens "Pimp my Fahrrad". Chartsendungen will Mühlemann aus dem Programm von MTV verbannen und bei VIVA unterbringen. Mühlemann weiter: "Eine interaktive Sendung auf VIVA genügt, deshalb nehmen wir „Select MTV“ aus dem Programm". Bei VIVA soll "17" die bisher bekannte Nachmittagssendung "Interaktiv" ersetzen.

Zu hören ist auch die bereits oft ausgegebene Marschrichtung: MTV für die Jungs, VIVA für die Mädchen. Im Nachsatz erklärt sie VIVA zur Chefsache: „VIVA zu positionieren, finde ich die spannendste Aufgabe, die vor mir steht“, so Mühlemann im „W&V“-Interview. MTV werde den Fokus auf den Bereich Rock/Alternative sowie R&B/HipHop setzen. Wann dies allerdings geschehen soll, erklärt sie nicht. Im Tagesprogramm von MTV bleibt kaum mehr Platz für Musiksendungen. Reality TV soll das Programm des Music Television dominieren.

VIVA-Betriebsrat froh über großes Presseecho

Logo: VIVADies sei laut Mühlemann übrigens keine Sparmaßnahme: „Eine Staffel „Real World“ kostet auch zwölf Millionen Dollar“, führt sie an und verschweigt dabei aber, dass diese dann auch weltweit vermarktet wird – anders als für Deutschland produzierte Programme, die ihr offenkundig künftig zu teuer sind. Mehr Details zum Programm verrät sie nicht. Da schwingt im Hause MTV und VIVA wie auch bei jeder Anfrage durch DWDL in der Antwort der „Beherrschungsvertrag“ mit. Hinter vorgehaltener Hand sind allerdings viele Mitarbeiter gesprächsbereit und der VIVA-Betriebsrat in Köln ist hoch erfreut über das große Presseecho. Man merke, „wir sind nicht allein“, zitiert der „Kölner Stadtanzeiger“ ein Mitglied des Betriebsrates.

Immerhin gibt es ein Datum, an dem sich vieles klärt: Ab dem 17. Januar kann Fernseh-Deutschland sehen, wie sich Catherine Mühlemann zukunftsfähiges Musikfernsehen vorstellt. Sie hat uns vorher wissen lassen: Es muss nicht schön sein, nur profitabel, so wie schon bei VH-1 und MTV2Pop. Wenn der Inhalt also schon für Verstimmung sorgt, muss wenigstens die Verpackung stimmen: MTV bekommt am 17. Januar ein völlig neues Erscheinungsbild, so Mühlemann. „Und die Kollegen in Köln arbeiten auch an einem neuen OnAir-Design.“ Schöner Schein.

(dwdl.de)


Pimp my Fahrrad? Soll das ein Witz sein oder meinen die das ernst? Wenn das wirklich ernst gemeint ist, dann gute Nacht.

MfG

Maestro

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schwarzweiss
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PostPosted: 12.12.2004 12:24 Reply with quoteBack to top

Pimp my Fahhrad, allso bitte, ich glaube nicht das das viele sehen wollen, und wenn doch was kommt denn dann las nächstes? " Pimp my shoe" oder Pimp my Inline Skates"?
Ich meine Pimp my ride ist ja noch ganz cool, da kann man ja auch wirklich was verändern aber an einem Fahhrad?????

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eilien
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PostPosted: 12.12.2004 17:31 Reply with quoteBack to top

Pimp my Fahrrad?? lach lach Ouch, dass kann nich deren Ernst sein...ich mein alleine klingt das schon dumm...wenn würden sie's wohl Pimp my bike nennen oder so...aber nee....dass ist zu blöd um wahr zu sein... Und überhaupt..nur Reality TV-Shows auf MTV?! Was soll denn der Scheiß? Wozu werden denn dann MTV Awards verliehen, wenn auf MTV kaum noch Musik gespielt wird, und wenn nur ausgewählte Sachen und keine Charts...Das ist ein Schwachsinn, den die da gerade fabrizieren.. boese

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Maxine
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PostPosted: 04.01.2005 17:32 Reply with quoteBack to top

Quote:
Nach elf Jahren und einem Monat: VIVA nimmt Abschied

Nein, eingestellt wird VIVA nicht. Aber für den Zuschauer stirbt VIVA, so wie man es kennt, im Januar.

Vor zwei Wochen war es noch ein Scherz: Bei der fünfzigsten Sendung von „Sarah Kuttner – Die Show“ ratterte die wortgewaltige Gastgeberin Zahlen und Fakten zur Sendung herunter. Dann ein kleiner Seitenhieb, dessen Bedeutung jetzt, nur wenige Tage danach, deutlich wird: Kuttner scherzt: „Wieviel eine Sendung kostet? Nee, nein das sagen wir nicht. Aber da könnt ihr Catherine Mühlemann von MTV fragen, die rechnet gerade"

Frau Mühlemann hat in der Tat gerechnet - und für sie rechnet sich Kuttner offenbar nicht. Ab Januar fliegt Sarah Kuttner mit ihrer erfrischenden PrimeTime-Show ebenso aus dem Programm, wie alle anderen VIVA-Formate, die dem Sender sein Gesicht gaben.

„Interaktiv“, die große Nachmittagsshow der 90er Jahre? Sie fliegt. Die täglichen „VIVA News“? Sie fliegen. Anlässlich der fünfzigsten Kuttner-Sendung hatte VIVA die wortgewandte Moderatorin noch als „große Hoffnung des deutschen Fernsehens“ gefeiert. Frau Mühlemann sieht das offenbar anders.

Roche und Kuttner: Zwei Aushängeschilder abgesägt

Dabei geht es nicht nur Sendungen an den Kragen, die eine große Redaktion benötigen. Bereits am Sonntag rechnete Charlotte Roche in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ mit VIVA und MTV ab. Obwohl für ihre Show „Fast Forward“ neben ihr nur zwei Mitarbeiter tätig waren, wurde sie aus Kostengründen eingestellt.

Darüber hinaus habe man ihr oft erklärt, dass ihre Stunde „Fast Forward“ die Tagesdurchschnittsquote des Senders drücke, welche im Kampf zwischen MTV und VIVA die harte Währung war. Nach der Übernahme gab es in der neuen Senderfamilie aber offenbar keinen neuen Familiensinn.

Frau Mühlemann hat auch hier entschieden: Ein VIVA-Gesicht muss gehen. Erst Tage nach der Entscheidung und dem verheerenden Presse-Echo, wird man in Berlin ganz kleinlaut. Von neuen Sendungen für Roche und Kuttner, vielleicht Specials - höchstens wöchentlich - ist in MTV-Kreisen die Rede.

Eisiges Verhältnis zwischen Köln und Berlin

Schon beim Aus für „Fast Forward“ wollte ein VIVA-Sprecher in Köln nicht viel sagen: „Entscheidungen werden in Berlin getroffen“. Das schlechte Klima innerhalb der so perfekten Senderfamilie wird spätestens dann klar, wenn die Berliner fast schon sarkastischerweise beim Thema VIVA nach Köln verweisen. Dort allerdings, in der Schanzenstraße in Köln-Mülheim, wird es ab Januar recht einsam: Die Anzahl der Entlassungen ist noch nicht bekannt, aber sie dürfte beachtlich ausfallen.

Was Dieter Gorny vor elf Jahren als deutsche Alternative zum damals noch englischsprachigen MTV gestartet hatte, wird von Frau Mühlemann derzeit sehr effektiv zerschlagen. Ein Konzept in ihrem Handeln lässt sich nicht erkennen. Für den deutschen Fernsehmarkt kann man nur hoffen, sie besitzt eines. Derzeit jedenfalls lässt sich für keinen der vier Kanäle der Senderkette eine Perspektive erkennen, die Hand und Fuß hat.

Der Untergang der Marke VIVA

Die Marke VIVA, mit der Gründer Dieter Gorny in den 90er Jahren einen großen Anteil an der deutschen Musik-Kultur hatte, verkommt zum Aufkleber auf einem Abspielkanal für Musikclips und „Big Brother“-Wiederholungen, die künftig zur besten Musik-Sendezeit um 16 Uhr zu sehen sein werden. VIVA als Triebfeder der Musikmesse Popkomm, VIVA als Gastgeber des Medienpreises Comet, VIVA als Inbegriff für Jugendfernsehen, VIVA als Sprungbrett für Heike Makatsch, Stefan Raab und Oliver Pocher?

Für Frau Mühlemann ist dies keinen Cent wert. Sie soll die Erlöse der Sender optimieren. Da mag man keine Kuttners, keine Roches, die nur Kritiker-Lob aber keine Kohle bringen. Und so geht es ab Januar nicht nur VIVA an den Kragen, auch MTV verliert einige Sendungen, für die es bekannt wurde: „MTV Spin“ mit Markus Kavka und „Select MTV“ tauchen im Programm für 2005 nicht mehr auf.

Von Nilpferden und Fröschen oder: Was Mühlemann wichtig ist

„Vorläufig“ seien diese Programmpläne, die in diesen Tagen die Werbetreibenden erreichen. Damit allerdings verkauft man seine Zuschauer für dumm: Man wird kaum diejenigen mit falschen Plänen informieren, die mit den Buchungen von tausendfachen Werbespots wichtiger sind als der Geschmack der Zuschauer.

MTV, der Sender, der sich immerhin „Music Television“ nennt, wird dann also 2005 zwischen 13:30 Uhr und 23 Uhr nicht viel mehr Musik im Programm haben als ein paar Klingeltöne in der Werbung. Stattdessen laufen englischsprachige Trashformate. Man könnte denken Frau Mühlemann würde, wenn sie könnte, ihr Programm gleich ganz von einem debilen Nilpferd und einem bekloppten Frosch moderieren lassen. Vielleicht sagt dies am Meisten aus, über den neuen Kurs einer Senderfamilie, in der so gar nichts familiär ist.


(dwdl.de)


Schrecklich! Einfach nur schrecklich... wieso kann man nicht alles so lassen wie es war?? Keine Sarah... keine Charlotte.... sad

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PostPosted: 04.01.2005 18:01 Reply with quoteBack to top

Also dieser Post kommt mir doch arg bekannt vor (nach ganz oben schau)! rolleyes

MfG

Maestro

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PostPosted: 05.01.2005 00:10 Reply with quoteBack to top

Oje, ich dachte "Pimp my Fahrrad" wäre nen Gag, aber hab ich mich wohl geirrt!

Quote:
'Pimp my Fahrrad' ist die konsequente Antwort auf die MTV-Erfolgsshow 'Pimp My Ride'. Es gibt nur ein paar kleine entscheidende Unterschiede: Bei 'Pimp my Fahrrad' werden keine Autos, sondern klapprige Drahtesel zu High-Tech getunten Feuerfahrrädern aufgemotzt! Durch die Sendung führt nicht der Rapper Xzibit, sondern der Hamburger Rapper „Das Bo“. Die Tuning-Experten sind nicht die kalifornischen Auto-Schrauber von „West Coast Custom“, sondern die Hamburger Fahrrad-Rocker vom „Juniors-Club“, genannt die: „Elbcoast Psycles“, die gekonntes Special-Tuning absolvieren: abnehmbare Tätowiermaschinen, MP3-Player mit ausklappbaren Boxen, Unterbodenbeleuchtung mit Fernbedienung, Rahmen mit Leopardenfellbezug, Totenkopfventilkappen, Reifen mit Flammenprofil oder Deko-Auspuff mit Qualmfunktion. Bitte Bo, 'Pimp my Fahrrad'!

Sa 22:30-23:00


MfG

Maestro

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PostPosted: 10.01.2005 14:15 Reply with quoteBack to top

Samstags um 22.30Uhr könnt ihreuch jamalPimpmy Fahrradansehen. Hab's zwarselber nicht gesehen aber einige meiner Klassenkameraden, und was die darübersagen..... nein es sollte verboten werden so was zu denden

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PostPosted: 01.03.2005 10:59 Reply with quoteBack to top

rundschau-online wrote:
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In Köln bleibt von Viva nur ein Rumpf übrig
Von TORSTEN SÜLZER
28.02.2005 22:02 Uhr

So ziemlich das komplette deutsche Musikfernseh-Geschäft wird sich in absehbarer Zukunft in Berlin konzentrieren. Denn die Befürchtungen der Kölner Viva-Mitarbeiter haben sich gestern bestätigt: Der Musikkanal Viva wird aus Köln weggeholt und nach Berlin verbracht.

120 Mitarbeiter werden gekündigt, 90 auslaufende Verträge werden nicht verlängert. „Wir werden diesen Mitarbeitern sehr, sehr faire Angebote machen, die deutlich über denen liegen, die bislang bei Viva gezahlt worden sind“, sagte eine MTV-Sprecherin dieser Zeitung. Knapp 50 Viva-Kollegen sollen an die Spree wechseln können. Macht rund 250 Arbeitsplätze, die in Köln wegfallen. Andere Kollegen sollen innerhalb des Hauses und innerhalb des Standortes Köln neue Beschäftigung finden.

Die Maßnahmen sollen bereits „im Frühsommer“ abgeschlossen sein. Das wäre erstaunlich zeitig, findet Sonja Eckmann, Betriebsrätin bei Viva Plus: „Ein ziemlich sportlicher Plan.“

Dass zumindest die Firma Brainpool mit ihren rund 300 Beschäftigten in Köln-Mülheim ansässig bleibt, ist nur ein kleiner Trost, denn deren Umzug stand eigentlich nie wirklich zur Debatte. Auch Viva Plus (rund 20 Mitarbeiter) wird seinen Unternehmenssitz in der Domstadt behalten. Neu in Köln angesiedelt wird sogar das „MTV Networks Europe Department für Business Development und Network Relation“ mit Viva-Gründer Dieter Gorny an der Spitze. Dem Vernehmen nach sollen dort neue Geschäftsfelder entwickelt werden.

Das klingt alles halb so schlimm, zumal es in einer Pressemittelung heißt, dass Viacom den „Entertainment-Bereich“ in Köln konzentrieren will. Aber ein Minusgeschäft bleibt es für die Domstadt trotzdem. Nicht nur, was den Verlust der Arbeitsplätze angeht. Auch für den „Medienstandort Köln“ ist die Umsiedlung an die Spree ein herber Schlag ins Kontor.

Aber das Sagen hat nun mal Viacom, und deshalb war es auch MTV-Chefin Catherine Mühlemann, die gestern die Neuigkeiten nach einer Sitzung des Aufsichtsrats in Köln mitteilte. Mühlemann selbst wurde gestern in den Viva-Vorstand berufen.

Circa 50 Arbeitsplätze sollen bei Viva und Viva plus in Köln bleiben, weitere 50 Mitarbeiter sollen mit nach Berlin ziehen, hieß es aus MTV-Kreisen. Diese Zahlen halten die Betriebsräte von Viva und Viva Plus, Thomas Diekmann und Sonja Eckmann, allerdings für unrealistisch und übertrieben. „Nach unseren Berechnungen werden 30 Mitarbeiter mit nach Berlin gehen und 20 hier bleiben.“ Mehr sei schon aus rein praktischen Gründen nicht möglich: „Ich konnte mich in Berlin schon umsehen. Da sind 35 Arbeitsplätze vorbereitet. Mehr nicht“, sagte Sonja Eckmann.

Immerhin: Die hoch gelobte „Sarah Kuttner Show“ soll erst einmal weiter in Köln produziert werden, sagte eine MTV-Sprecherin, ebenso das Format „17“. Allerdings gibt es für die Kuttner-Show zurzeit nur einen Vertrag bis Ende Juni dieses Jahres. „Wir hoffen aber, dass es danach weiter gehen wird - von Köln aus.“

Sowohl Viva als auch Viva Plus werden weiterhin aus Köln gesendet - die Landesregierung hatte im Vorfeld mit dem Entzug der Sendelizenzen gedroht, falls der Standort Köln komplett aufgegeben werden sollte.




dwdl.de wrote:
Medien-Wirtschaft
Die Musik spielt in Berlin: Standortfrage von MTV und VIVA geklärt

(28. Februar 2005) Für mehr als die Hälfte der festen Mitarbeiter von VIVA und VIVAplus bedeutet die Übernahme der Sender durch Viacom der Verlust des Arbeitsplatzes. Dennoch bleibt der Kölner Standort in einem ähnlichen Umfang wie bisher erhalten.

Was der VIVA-Betriebsrat bereits im vergangenen November vermutet hat, wurde nun von Viacom, dem neuen Eigentümer der VIVA Media AG, bestätigt: Ein Großteil der Mitarbeiter der Musiksender VIVA und VIVAplus muss sich einen neuen Job suchen. 120 der 192 festen Mitarbeiter der Kölner Sender werden entlassen. Weitere 90 befristete Verträge werden nicht verlängert.

Die Kontrolle über die beiden Sender wird künftig vollständig bei der deutschen MTV-Chefin Catherine Mühlemann liegen, die zu diesem Zweck ab dem 1. März Vorstandsmitglied der VIVA Media AG ist. In abgespeckter Form wird jedoch auch weiterhin Musikfernsehen in Köln-Mülheim produziert. So soll die Sendeabwicklung beider Sender und der Unternehmenssitz von VIVAplus in der Domstadt bleiben. Auch die wichtigsten VIVA-Formate sollen weiterhin in Köln produziert werden.

Nach DWDL-Informationen betrifft dies die Sendungen "Sarah Kuttner -Die Show", "17", "Liebe, Sex & Videos" und "Loveline". In Berlin, dem neuen Unternehmenssitz von VIVA, kümmert man sich künftig um die anderen VIVA-Sendungen wie etwa "Film ab", "Feat.", die Chartshows und eingekaufte Formate. Darüber hinaus stehen momentan neue VIVA-Shows in der Entwicklung. Das Entertainment-Geschäft rund um die hauseigene Produktionsfirma Brainpool ("TV Total", "Mein neuer Freund", "Die 10...") wird auch in Zukunft in Köln bleiben. Ein Umzug bleibt auch Dieter Gorny erspart. Er wird an der Kölner Schanzenstraße das neue MTV Networks Europe Department für Business Development und Network Relation leiten.

MTV hat der nordrhein-westfälischen Landesregierung zudem zugesichert, die Musikförderung in NRW auszubauen, um den deutschen Nachwuchs mehr zu fördern. So soll es einen neuen Musikpreis geben, mit dem vorrangig nationale Musikkünstler geehrt werden. Das neue Konzept soll auf der Basis des bisherigen VIVA-Preises "COMET" erfolgen. Ob der Name erhalten bleibt, ist derzeit noch fraglich. Weniger Aufwand soll bei dem neuen Award aber keinesfalls betrieben werden, sagte MTV-Sprecherin Marie-Blanche Stössinger im Gespräch mit DWDL. "Rund um den Musikpreis ist eine ganze Event-Woche geplant", verriet sie mit Blick auf die Aktivitäten, die es jedes Jahr im Vorfeld der MTV Europe Music Awards gibt.


nein lach

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Maxine
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PostPosted: 08.04.2005 09:34 Reply with quoteBack to top

Quote:
„MTViva“ will wachsen

Mit einer Vielzahl neuer Programme wollen die Musiksender MTV und Viva ihre Marktposition weiter ausbauen und um neue Zuschauer werben. Das kündigte Catherine Mühlemann, Leiterin des Fernsehgeschäfts von MTV und Viva, gestern in Berlin an.
Viva soll mit vorwiegend deutschen Stars und Popmusik ein junges Publikum begeistern. Bei MTV werden vor allem internationale Stars, Musikmagazine und Comedy-Shows ihren Platz haben.

Nach der Übernahme von Viva durch den MTV-Mutterkonzern Viacom hatten die Programmverantwortlichen angekündigt, die beiden Musiksender in Deutschland neu auszurichten und jeder Marke ein klareres, individuelleres Profil zu geben.

Die Idee dahinter: Statt um dieselben Zuschauer zu konkurrieren, sollen die Sender sich ergänzen, um eine breitere Zielgruppe abzudecken und zusätzliche Zuschauer zu gewinnen. Die neue Senderfamilie wird künftig von Viacom Brand Solutions vermarktet. MTV wolle in Deutschland wieder „Ecken und Kanten“ zeigen und als Trendsetter zu den Ursprüngen zurückkehren, sagte Mühlemann. Dazu gehörten neue Comedy-Shows und Musikmagazine für bestimmte Genres. Auch Viva plane neue Formate und setzte auch weiter auf erfolgreiche Moderatoren wie Sarah Kuttner und Oliver Pocher.

Viva Plus soll in der neuen Senderfamilie seine Positionierung als interaktiver Musiksender beibehalten. Die Zuschauer können das Programm weiter mitgestalten.

Nick soll mit einem breiten Spektrum an Vorschul- und Teenagerformaten Vielfalt ins Kinderfernsehen bringen. Geplant sind Klassiker wie „SpongeBob“ oder „Jimmy Neutron“. Nickelodeon ist die weltweit einzige Unterhaltungsmarke ausschließlich für Kinder. Inzwischen erreicht sie mit zahlreichen Sendern und Ablegern rund 283 Millionen Haushalte in 163 Ländern.

(rundschau-online)
Keine schlechte Idee das MTV2 durch Nickelodeon ersetzt wird! bin dafür
Hier gibt es noch einen zweiten Artikel dazu.

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JMAFan
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PostPosted: 08.04.2005 16:15 Reply with quoteBack to top

Waaahnsinn! Habs ja kaum geglaubt, aber scheint wirklich wahr zu sein, dass Nickeloden wieder nach Deutschland kommt!
*laola*
...mensch ist das lange her... das hab ich früher immer geguckt biggrin

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Nein, ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur. *fegen*

The show must go on,
The show must go on
Inside my heart is breaking
My make-up may be flaking
But my smile still stays on...
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Maxine
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PostPosted: 14.04.2005 08:52 Reply with quoteBack to top

Quote:
Mehr deutsche Gesichter
Musikfernsehen: Viva war nach der Übernahme durch Viacom schon totgeglaubt, hat aber nach einer Roßkur elf Prozent Plus gemacht.

Berlin - Eine verblüffende Wendung ist dieser Tage auf dem deutschen Musikfernsehmarkt eingetreten. Bis vor kurzem noch hatte die Medienbranche spekuliert, daß der US-Konzern Viacom die Kölner Musiksender Viva und Viva Plus im vergangenen Jahr nur gekauft habe, um sie platt zu machen und somit lästige Konkurrenz für die eigenen Sender MTV und MTV 2 Pop auszuschalten. Doch nichts dergleichen ist passiert: Aushängeschild Sarah Kuttner bleibt weiterhin bei Viva auf Sendung, inzwischen reduziert auf zweimal pro Woche. "Sarah ist eine außergewöhnlich talentierte Moderatorin, die ihr Potential zur Zeit unter Garantie bei weitem noch nicht ausgeschöpft hat", sagt Programmdirektor Elmar Giglinger. Auch Oliver Pocher bleibt dem Sender mit "Trash Top 100" erhalten. Sogar eine Rückkehr von Ex-Viva-Star Charlotte Roche erscheint möglich. Die Tür stehe ihr offen, orakelte der Programmchef vergangene Woche in der Berliner Unternehmenszentrale.

Allerdings hatte Catherine Mühlemann, Geschäftsführerin aller vier deutschen Viacom-Musikkanäle, den Verlustbringer Viva zum Jahresanfang einer Roßkur unterzogen. Markantes und Sperriges wie "Fast Forward" mit Charlotte Roche und "Mixery Raw Deluxe", die einzige moderierte Musikshow für das HipHop-Genre, ist dem Sparzwang zum Opfer gefallen. Doch der Verzicht auf Minderheitenprogramme und die Ausrichtung von MTV und Viva auf klare Zielgruppen hat sich mit gestiegenen Zuschauerzahlen bemerkbar gemacht.

Viva spricht inzwischen eher die weiblichen Teenies an und MTV mit Formaten wie "Pimp my Ride" eher eine etwas ältere männliche Klientel, während junge SMS- und Klingeltonfans bei Viva Plus im wahrsten Sinne des Wortes auf ihre Kosten kommen. Um durchschnittlich elf Prozent konnten Viva, Viva Plus und MTV ihre Marktanteile in der Zielgruppe der 14- bis 29jährigen Zuschauer im ersten Quartal 2005 gegenüber dem Vorjahr steigern.

Nur MTV 2 Pop hat drei Prozent Marktanteil verloren und wird deshalb ab 12. September zum Kindersender Nick umfunktioniert. Viacom will mit Nick - der Sender war in Deutschland als Nickelodeon bereits 1995 bis 1998 zu sehen - auch in Deutschland jenseits der Musikfernsehsparte Fuß fassen. International laufen Nickelodeon und seine weltbekannten Lizenz-Programme wie "Sponge Bob Schwammkopf", "Blues Clues" und "Jimmy Neutron" sehr erfolgreich, ein weiterer Ableger in Deutschland läßt sich wohl mit relativ geringen Zusatzkosten stemmen. Das setzt finanzielle Mittel frei, die den verbleibenden drei Musikkanälen zugute kommen sollen. MTV soll progressiver und subversiver werden mit weiteren Formaten im Stil von "Pimp my Ride".

Vor allem aber soll in Viva investiert werden. Mehr deutsche Musik und deutsche Gesichter kündigt Programmchef Giglinger an. Neun neue Formate sind laut Berliner Sendezentrale für Viva in Vorbereitung, darunter eine Karaokeshow, eine Reality-Doku und eine Datingshow. Die Formate sollen überwiegend von der Viva-Tochter Brainpool in Köln produziert werden. Den Kölner Viva-Mitarbeitern nützt die Programmoffensive allerdings nicht mehr: Von den einst 292 Mitarbeitern werden fast alle ihre Arbeitsplätze verlieren.

(hamburger-abendblatt)

Schön für DIE deutschen Gesichter aber schlecht für DIE einst 292 Mitarbeiter!! Kein Wunder das wir 5,6 Millionen Arbeitslose haben naja

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bta98
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PostPosted: 17.04.2005 01:18 Reply with quoteBack to top

Ab sofort gibt es die Möglichkeit sich mit Hilfe einer Online-Petition FÜR den digitalen Erhalt von MTV2POP einzusetzen.

-> www.rettetmtv2pop.net
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Maxine
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PostPosted: 18.04.2005 08:33 Reply with quoteBack to top

bta98 wrote:
Ab sofort gibt es die Möglichkeit sich mit Hilfe einer Online-Petition FÜR den digitalen Erhalt von MTV2POP einzusetzen.

-> www.rettetmtv2pop.net


Also ich bin eher dafür das MTV2Pop durch Nickelodeon ersetzt wird!! MTV, Viva und VivaPlus reichen doch als Musiksender!?

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Kamikazekatze
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PostPosted: 18.04.2005 11:04 Back to top

Maxine wrote:
Also ich bin eher dafür das MTV2Pop durch Nickelodeon ersetzt wird!! MTV, Viva und VivaPlus reichen doch als Musiksender!?


Kann mich hier kompromißlos Maxine anschließen.

mit 3 Musiksender sind wir schon ausgesorgt (auch wenn ich die Sender seit den neusten Errungenschaften menschl. Denkens [der bekloppte Frosch, Sweety, etc.] nimmer leiden kann ;P).

ciao
Kamikazekatze
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