Maxine
Darsteller
Gender:
Joined: 26 Jul 2003
Posts: 589
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Posted:
18.06.2004 18:21 |
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BIOGRAPHIE
Fefe Dobson
Felicia Dobson, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, ist eigentlich eine ganz normale Frau. Vielleicht gerät ihr Einstieg ins Showbusiness mit 18 Jahren für gewöhnliche Verhältnisse etwas früh, aber bis dahin verläuft ihre Kindheit und Jugend in mehr oder weniger unspektakulären Bahnen.
Zur Welt kommt sie am 28. Februar 1985 in Kanada. Genauer in Scarborough im Staate Ontario. Sie ist das Kind der Schottin Laura Lynn und einem Jamaikaner, der sich jedoch bald nach ihrer Geburt dezent verkrümelt, so dass sie mit ihren Geschwistern alleine bei ihrer Mutter aufwächst. Der Daddy lässt sich für ein kurzes Gastspiel erst wieder blicken, als sie bereits neun Jahre alt ist. So plötzlich er wieder in ihr Leben tritt, so schnell ist er auch wieder verschwunden. Die negativen Erfahrungen mit ihrem Erzeuger verarbeitet sie später im Song "Unforgiven".
Ihrer älteren Schwester Tanya verdankt sie ihre Affinität zu harter Rockmusik, die auch im Kontext ihrer eigenen Songs immer wieder ihren Platz findet. Während sich Tanya nämlich in ihr Zimmer zurück zieht, um den Klängen von Nirvana zu lauschen, sitzt klein Fefe vor der Tür und hört gespannt dem Trara zu, was da aus dem schwesterlichen Kämmerlein dringt. Ihre Musik ist jedoch nicht vom Rock alleine beeinflusst. Von ihrer Mum, einer begeisterten Disco-Hörerin, hört sie sich eine gute Portion Tanzbarkeit ab, die sie ebenso in ihre Lieder einfließen lässt.
Zum elften Geburtstag schenkt ihre Mutter ihr eine Karaoke-Maschine, mit der sie dann auch ausgiebigst übt. Auf den Tapes, die sie dabei besingt, finden sich Pop-Nummern von Mariah Carey, Madonna und Janet Jackson wieder. An Selbstvertrauen kann es ihr nicht mangeln, denn sie beginnt damit, selbst Songs zu schreiben und die Aufnahmen davon an verschiedene Plattenfirmen zu verschicken.
Nach dem Besuch der Grundschule und dem Abschluss der Junior High School, geht sie auf die Wexford High School for the performing arts in ihrer Heimatstadt Scarborough. Das Klavier hat es ihr dabei besonders angetan, und so nimmt sie vier Jahre Unterricht an selbigem. Ihre Fähigkeiten reichen allemal, ihre zwei jüngeren Brüder Sheldon und Cullen zu unterhalten, aber mit der musikalischen Richtung, die sie letztendlich einschlägt, hat das jedoch reichlich wenig zu tun.
Das wollen jedoch die kanadischen Vertreter der Plattenfirma Jive (Britney Spears, Justin Timberlake, R. Kelly) nicht so recht wahrhaben, sie bieten ihr einen Plattenvertrag an, bei dem sie jedoch lediglich nette Popsongs singen soll. Das ist ihr jedoch nicht genug. Nicht viel später meldet sich der Musikriese Universal, nachdem einer deren Manager Fefe in einer Bar singen hört, gerade als sie glaubt, am Tiefpunkt angelangt zu sein. Ihre Performance haut Lyor Cohen, so der Name des Geschäftsmannes, derart vom Hocker, dass er sie vom Fleck weg engagiert und sie aus ihrem Vertrag mit Jive rausboxt.
Universal erklären sich bereit, ihr die künstlerischen Freiheiten zu lassen, die sie gerne hätte. Zur Seite stellen die Plattenbosse ihr das Produktionsteam Levine und McCollum, die in Zusammenarbeit mit Fefe an einem Debüt-Album schrauben, das im Dezember 2003 in Kanada und den USA auf den Markt kommt. Bevor die selbstbetitelte Platte in den Läden steht, erscheinen im September 2003 "Take Me Away" und "Bye Bye Boyfriend" als Singles, mit denen sie in Nordamerika Staub aufwirbeln kann. Bis sie das deutsche Publikum ins Visier nimmt, dauert es noch eine Weile. Erst im Juni 2004 kommt Teutonien in den Genuss ihrer energiegeladenen Rocksongs. |
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Im Booklet zeigt das süße Häschen mit dem Finger auf mich. Die will mich. Geil! Gehen wir zu mir oder zu dir? Diese Frage hätte ich ihr nach dem ersten Song fast gestellt. Der Punkrock-Feger "Stupid Little Love Song" wartet nämlich mit netten Green Day-Anleihen auf, die man einem Küken wie Fefe Dobson nicht unbedingt zutraut. Auf abgeschmackte Bridges greift sie zwar auch zurück, aber für einen Opener knallt das Teil schon recht amtlich. Mit dem zweiten und gleichzeitig stärksten Streich "Bye Bye Boyfriend" ist es aber denn auch schon wieder aus mit der Dobson'schen Herrlichkeit.
In ein Rock-Korsett gezwängtes Poptrallala kennzeichnet den größten Anteil ihres Materials, entsprechend glatt in Szene gesetzt von Knöpfchendreher Jay Levine, der etwaige Ecken und Kanten schon im Ansatz auszubügeln weiß. Angenehm zu sehen, dass sie ihre Songs selbst schreibt, dies alleine macht einen Star jedoch noch nicht aus und so mupfelt eine Nummer wie "Everything" komplett langweilig vor sich hin.
Ein überraschtes Augenbrauenzucken ruft höchstens noch "Rock It Till You Drop It" hervor, bei dem der gute alte "Funky Cold Medina"-Tone Loc mit seinem unverkennbaren Reibeisen-Organ den Songnamen aufsagt. Helfen tut's indes nicht die Bohne, denn sogleich verliert sich der Sound in Boygroup geschwängerten Belanglosigkeiten. Den einzigen Unterschied macht die verzerrte Gitarre.
Die unvermeidliche Ballade schmockt schließlich auch noch um die Ecke. "Julia" sowie "8 X 12" und der nicht in der Trackliste auftauchende Abschluss-Song geben dem geneigtesten Hörer den Rest. Gute Ansätze hat Fefe Dobson zwar auch zu bieten, aber es bleibt eben bei diesen, ohne dass sie ihr zweifelsohne vorhandenes Talent gebührlich ausdrücken kann. So gehst du denn am besten alleine zu dir nach Hause, liebe Fefe, ich hab' keinen Bock.
TRACKLISTE
1. Stupid Little Love Song
2. Bye Bye Boyfriend
3. Take Me Away
4. Everything
5. Rock It Till You Drop It
6. Revolution Song
7. Kiss Me Fool
8. Unforgiven
9. We Went for a Ride
10. Give It Up
11. Julia
12. 8 X 10 |
Offizielle Hompage (mit Videos, Musik, persönliche Message von Fefe, Bilder und vieles mehr - es lohnt sich!!) |
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Es ist wichtig, die Chance zu erkennen und zu ergreifen. Wenn man es nicht tut dann geht die Chance nicht verloren, nur vorbei. Wie ein Sessellift oder ein Bus [...] Aber man bekommt nie die gleiche Chance wieder. |
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