KrazyKraut
Kameramann
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Posted:
01.06.2006 09:36 |
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"Napoleon Dynamite" ist ein Befreiungsschlag für das in den letzten Jahren auch im Komödienbereich äußerst einfallslose amerikanische Independentkino, der fast aus dem Nichts zu kommen scheint. - critic.de
Dt.Start: 18. Mai 2006 | Premiere: 17. Januar 2004 (Sundance Film Festival, USA)
FSK: o.A. Genre: Komödie, Drama
Länge: 95 min Land: USA
Regie: Jared Hess
Drehbuch: Jared Hess, Jerusha Hess
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Cast:
Jon Heder (Napoleon Dynamite), Jonathan Gries (Onkel Rico), Aaron Ruell (Kip), Efrem Ramirez (Pedro), Tina Majorino (Deb), Diedrich Bader (Rex), Haylie Duff (Summer Wheatly), Trevor Snarr (Don), Shondrella Avery (LaFawnduh), Ellen Dubin (Ilene), Emily Kennard (Trisha), Sandy Martin (Großmutter), Carmen Brady (Starla)
Plot:
Der Außenseiter Napoleon Dynamite lebt zusammen mit seiner Großmutter, seinem bemitleidenswerten 32-jährigen Bruder Kip und seinem in der Vergangenheit hängen gebliebenen Onkel Rico in einer Kleinstadt in Idaho. Er trägt Moonboots und praktiziert die geheime Ninja-Kampfkunst der Regierung, weshalb er allerorts belächelt und verarscht wird. Als er seinem besten Freund Pedro bei der Kandidatur für das Amt des Schülersprechers hilft und die im Fotostudio arbeitende Debbie kennen lernt, scheint es mit seinem Leben unerwartet bergauf zu gehen.
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Prädikat Film des Jahres 2006!!!
"Napoleon Dynamite", man könnte auch annehmen dieser Name würde für einen richtig derben Superheld stehen und irgendwie ist er das auch...
Der wohl coolste Nerd aller Zeiten hat es endlich in die deutschen Kinos geschafft und zeigt uns seine außergewöhnlich absurde kleine Welt.
Wir tauchen also ein, irgendwo in den tiefen eines Staates, der scheinbar nur aus endlosen Feldern zu existieren scheint und irgendwie ist dort die Zeit stehen geblieben.
Moderne Dinge scheinen bekannt, wie das Internet oder auch Montainbikes, doch der Rest kommt wie eine absurde Reise in die 80er Jahre vor.
Während bei uns Retrowellen losgetreten werden um neue Trends zu setzen, scheint dort dieses Lebengefühl nie verloren gegangen zu sein.
Der Film ist einfach eine fantastische Orgie an skurril witzigen Einfällen, die geprägt werden von einer unglaublichen Situationskomik.
Hier ist alles ein wenig anders.
Auf dem Abschlußball werden mal so 80er Jahre Klassiker von Cindy Lauper oder Alphaville wie selbstverständig gespielt, die Frisuren sind allesamt furchtbar und irgendwie sind nicht mal die coolen Vorzeigekids cool, aber genau daraus bezieht dieser Film seine ganz eigene Atmosphäre und macht das alles zu einem fantastischen Ereignis!
Die eigentliche Story ist auch keine wirkliche Story, es ist ein kurzer Blick in die Welt Napoleons, der Blick in eine ganz andere Welt, mehr nicht, aber die ganzen Liebenswerten Figuren fesseln einen wirklich.
Und genau das macht diesen Film so liebenswert, diese wirklich uncoole Art aller Beteiligten.
Da hätten wir zum einen unseren Antiheld schlechthin, diesen weißen Schluck inner Kurve, unseren Napoleon Dynamite.
Der ist schon wieder so uncool, dass er auf seine ganz eigene Art schon wieder cool ist, nur merkt das keiner.
Napoleon ist ein unglaublicher Typ, ein weißer mit nem Afrolook, Cowboy-Stiefeln, viel zu engen Jeans, und ner richtig derben Pilotenbrillen. Retro vom Allerfeinsten. Eben nen ganz normaler Highschool Schüler, der fantastisch zeichnen kann und Tiere erfindet wie den "Löger", dazu dieser stagsige Gang und immer dieser fragende grenzdebile Blick.
Zusammen lebt er mit seinem Bruder Kip, ein Dauerchattender "Frauenaufreißer", der ständig mit seiner Flamme chattet.
Kip ist der Hammer und richtig zum Schreien wirds, wenn dann endlich seine Flamme "La Fundah" im Hause Dynamite ankommt und real vor ihm steht.
Dazu kommt noch Onkel Rico, dieser steht plötzlich vor der Tür, um auf die beiden aufzupassen, und wenn man schon glaubte Napoleon sei anders, dann schießt Rico nochmals den Vogel ab, denn eben dieser lebt ganz bewusst nur in der Vergangenheit.
Ein Familie zum Liebhaben. Hinzu gesellen sich noch haufenweise andere skurille Figuren, über die man noch ewig weiter schreiben könnte, und eigentlich könnte jeder der hier vorkommenden Charaktere im Zentrum eines eigenen Films stehen, doch die Zeit reicht einfach nicht aus, um hier wirklich alle beleuchten zu können, das müsst ihr schon selbst tun.
Nun gut, der Film mag sicherlich spalten, denn das Teil ist nichts für Jedermann, der eine wirds hassen, der andere dagegen lieben, was dazwischen gibts nicht. Aber wer ein wenig anders sein möchte, und sich auf diese wunderbare Freakshow einlässt, der wird nicht enttäuscht werden, denn es wird das beste sein, was du in den letzten Jahren gesehen hast!
Ich bin einfach restlos begeistert von diesem kleinen Indie-Meisterwerk und liebe diesen Film abgöttisch. Man muss nur mal bedenken wie dieser Film eingschlagen hat, gerade mal ein Budget von knapp 400.000 US Dollar standen zur Verfügung, Hauptdarsteller Jon Heder wurde gerade mal mit 1000 Dollar entlohnt und der Film spielte mal locker über 40 Millionen US Dollar ein. Allein durch Mundpropaganda und lobender Worte vieler Kritiker zeigte sich einmal mehr, dass nur eine wunderbaren Idee von Nöten ist, um etwas wirklich gorßes zu schaffen. Da könnten sich viele in Hollywood mal ein Biespiel dran nehmen... Nun gut. Also Leute, gebt dem Meisterwek eine Chance und schaut es euch an.
Fazit:
Eine Freakshow der wirklich wunderbaren Art, skurril und äußerst witzig, mit einer wunderbaren Situationskomik.
"Napoleon Dynamite" ist wirklich der Feldherr aller Freaks und der wohl beste Film der letzten Jahre!
p.s. Den Abspann abwarten, es folgt der wohl längste Nachschlag überhaupt und total poetisch ist der auch noch!
KayKay |
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Es gibt Nutoka & Nutella, öffentliche Schulen & private. Dinge zerfallen in teuer und billig.
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