| Author |
Message |
Woody
Regisseur
Gender:
Age: 58
Joined: 12 Aug 2003
Posts: 2106
Location: The Matrix
|
| www.faz.net wrote: |
Südostasien
Flutwellen töten mehr als 10.000 Menschen
26. Dezember 2004 Die Zahl der Toten in Folge des verheerenden Erdbebens und schwerer Flutwellen in Südasien ist auf etwa 7.500 gestiegen. Allein auf Sri Lanka vor der Ostküste Indiens starben nach neuesten Informationen japanischer Medien rund 3.200 Menschen. In Indien wurden etwa 2.000 und in Indonesien mehr als 1.800 Tote beklagt, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press in der Nacht zum Montag. Im Süden Thailands starben über 310 Menschen und mehr als 5.000 wurden verletzt. Die meisten Opfer gab es nach Behördenangaben in den Touristenzentren des Landes. Allein von der Ferieninsel Phuket wurden 66 Tote gemeldet, aus der Nachbarprovinz Phang-Nga weitere 86 (Bangen um 8.000 deutsche Urlauber in Katastrophenregion).
Das Zentrum des ersten Erdstoßes lag 40 Kilometer unter dem Meeresgrund vor der Nordwestküste der Insel Sumatra. Das Beben um 2.00 Uhr (MEZ) hatte nach Messungen amerikanischer Seismologen eine Stärke von 8,9 auf der Richterskala und war damit das schwerste seit 1964 (Südasien: „Eines der weltweit größten Beben”).
Zweites Beben im Golf von Bengalen
Das zweite Beben nahe den Andaman- und Nicobar-Inseln löste im Golf von Bengalen eine Flutwelle aus, die allein in Sri Lanka nach Angaben aus Regierungskreisen über 3.200 Menschen tötete. In den Bezirken Muttur und Trincomalee waren die Krankenhäuser nicht mehr in der Lage, Verwundete aufzunehmen. Die Regierung sprach von einer nationalen Katastrophe und ersuchte internationale Hilfe bei der Bewältigung der Folgen.
In Indien verloren nach Angaben der Regierung über 2.000 Menschen an der Südostküste ihr Leben - darunter 700 bis 800 im Unionsstaat Tamil Nadu und etwa 200 in Andhra Pradesh. An den Stränden von Madras, der Hauptstadt von Tamil Nadu, wurden mindestens 100 Leichen geborgen; aus der Küstenstadt Cuddalore wurden 150 Tote gemeldet.
Erdbebenzentrum im indischen Ozean
Dem Zentrum des ersten Erdbebens am nächsten lag die indonesische Provinz Aceh, wo nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 408 Menschen ums Leben kamen. Weite Teile der Region wurden überflutet. Aceh ist seit Jahren Schauplatz eines Bürgerkriegs zwischen der Unabhängigkeitsbewegung und der Regierung in Jakarta.
In Thailand brach die Flutwelle über mehrere Touristenregionen im Süden ein, wo Tausende von Ausländern ihren Weihnachtsurlaub verbrachten. Mindestens 168 Menschen kamen nach Angaben der Regierung ums Leben, mehr als 1.900 wurden verletzt. Betroffen war auch die Ferieninsel Phuket. Im nahegelegenen Phang Nga suchten die Menschen auf Hausdächern Zuflucht vor dem Wasser.
Hauptinsel der Malediven zu zwei Dritteln unter Wasser
Unter den zahlreichen Verletzten im Krankenhaus Watcharat von Phuket waren nach Angaben eines Kliniksprechers auch viele ausländische Touristen aus den Hotels an den beliebten Stränden Kamala und Patong. Der Flugverkehr mit Phuket wurde eingestellt. Zum Zeitpunkt der Flutwelle befanden sich nach Berichten von Augenzeugen auch mindestens 30 Boote mit Touristen auf dem Meer.
Aus Malaysia wurden mindestens 28 Tote gemeldet, darunter auch mehrere ausländische Touristen. Hier brach die Flut mit fünf Meter hohen Wellen über die Ferieninsel Penang herein. Auch der internationale Flughafen der westlich von Sri Lanka gelegenen Malediven mußte wegen der Flutwelle geschlossen werden. Nach Angaben eines Regierungssprechers stand die Hauptinsel Male zu zwei Dritteln unter Wasser.
EU stellt Soforthilfe bereit
Die Europäische Union (EU) hat für die Opfer des schweren Seebebens in Südasien drei Millionen Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt. „Wir tun alles Erdenkliche, um sicherzustellen, daß die Hilfe diejenigen erreicht, die am schwersten betroffen sind”, sagte der für Entwicklungshilfe zuständige EU-Kommissar Louis Michel am Sonntag in Brüssel.
In engem Kontakt mit den Mitarbeitern in der Region und Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz versuche die EU die Hilfe dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten benötigt werde. Wenn das ganze Ausmaß der Katastrophe feststehe, könne die EU weitere Hilfe zur Verfügung stellen, hieß es in einer Erklärung.
Die Katastrophe hat auch Europas größten Reisekonzern TUI alarmiert: „Alle unsere Gäste auf Sri Lanka sind in Sicherheit, auch zu den meisten Inseln der Malediven haben wir Kontakt”, sagte Sprecher Mario Köpers am Sonntag in Hannover. Alle gebuchten Reisen in die betroffene Region wurden storniert. Sämtliche TUI-Urlauber können auf Wunsch so bald als möglich nach Hause geflogen werden, versicherte der Sprecher.
Krisenstab des Auswärtigen Amtes
Das Auswärtige Amt in Berlin hat einen Krisenstab eingerichtet. Bisland gibt es noch keine Hinweise auf deutsche Opfern. Für Angehörige wurde eine Hotline freigeschaltet. Die Telefonnummer lautet: (030) 5000 1000.
Vor genau einem Jahr waren ebenfalls am Zweiten Weihnachtsfeiertag bei einem Erdbeben im iranischen Bam etwa 35.000 Menschen getötet worden. |
OMG!! Die armen Menschen!!! Und meine Nichte ist auch in Thailand atm!!!
hf Woody  |
_________________
"The only thing necessary for the triumph of evil is for good men to do nothing "-- Edmund Burke
May the force be with you! |
|
     |
 |
Selina
Kameramann
Gender:
Joined: 04 Mar 2003
Posts: 340
Location: am Bodensee
|
O Gott das ist so schrecklich!!
Meine Mutter hat heute morgen im Radio gehört wie sich deutsche Touristen beschwert haben dass sie nicht gut informiert wurden und die Bedingungen des Rückfluges schlecht waren etc etc, und mich kotzt das so an dass die nur an sich denken! So viele Menschen sind gestorben, so viel Leid, und die beklagen sich über so was! Dabei können sie so dankbar sein dass ihnen nix passiert ist. Mann, wie blöd kann man eigentlich sein??!?!?! |
_________________
Max: Oh, a gentleman!?!
Too bad I'm not a lady!!!!
(Throws him against the wall) |
|
   |
 |
schwarzweiss
Kameramann
Gender:
Joined: 19 Apr 2003
Posts: 311
Location: Sonnenbühl
|
| Quote: |
Opferzahl nach Seebeben steigt weiter an
Verletzte werden geborgen
(Foto: Keystone)
Die Zahl der Toten in Folge der verheerenden Flutwelle in Asien ist nach einem Bericht des indischen Nachrichtensenders NDTV auf knapp 24 000 gestiegen.
12 000 Menschen seien auf Sri Lanka getötet worden, meldete NDTV. Nach Angaben des staatlichen indischen Fernsehsenders Doordarshan stieg die Zahl der Toten in Indien auf mehr als 6900. Tausende Menschen wurden noch vermisst.
Die Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen (UNO) sehen sich einer «Katastrophe ohne Beispiel» gegenüber. «Eine solches Ausmass hat es zuvor noch nie gegeben», sagte Yvette Stevens, zuständige Leiterin des UNO-Büro für die Koordination humanitärer Hilfseinsätze (OCHA).
Von der «schlimmsten Naturkatastrophe in der jüngsten Geschichte» sprach auch der für die UNO-Hilfseinsätze zuständige Koordinator Jan Egeland.
Am wichtigsten sei es nun, für sauberes Trinkwasser zu sorgen, da Seuchengefahr bestehe, erklärten OCHA-Experten in Genf. Auch würden Helikopter benötigt, um Menschen aus abgelegenen Gegenden oder von Inseln zu bergen.
Das verheerende Seebeben im Indischen Ozean hinterliess auch an der weit entfernten Küste Afrikas und auf der Inselgruppe der Seychellen Verwüstungen. Eine riesige Flutwelle liess den Wasserspiegel dort plötzlich um mindestens zwei Meter ansteigen und überschwemmte Strände und Küstenregionen.
Mindestens vier Menschen kamen nach ersten Berichten in Kenia und auf den Seychellen ums Leben. Zahlreiche andere wurden verletzt oder galten als vermisst. (sda)
|
|
_________________
Wenn Engel hassen
stürzen sie wie Steine aus dem Himmelszelt;
wenn Engel hassen
fliegen sie als dunkle Vögel in die Welt;
wenn Engel hassen
landen sie als schwarzer Schatten der uns quält
und nehmen Rache
an den Menschen, die gefallen sind wie sie. |
|
   |
 |
Woody
Regisseur
Gender:
Age: 58
Joined: 12 Aug 2003
Posts: 2106
Location: The Matrix
|
| www.handelsblatt.com wrote: |
1600 schwedische Touristen werden vermisst
Ausmaß der Flutkatastrophe weiter unabsehbar
Zwei Tage nach der verheerenden Flutkatastrophe in Asien gehen Schätzungen inzwischen von 40 000 Toten und noch einmal 40 000 Vermissten aus. Diese Zahlen nannte die französische Regierung am Dienstag. Nach unbestätigten Berichten sind mindestens 700 Ausländer unter den Toten.
HB TOKIO. Das Auswärtige Amt in Berlin geht unterdessen Gerüchten nach, in dem thailändischen Badeort Khao Lak sei eine große Zahl deutscher Touristen ums Leben gekommen. Bislang sind nach Angaben der deutschen Botschaft mindestens zehn Deutsche der Flutwelle in Kaoh Lak und Puket zum Opfer gefallen. Die Tui berichtete von 80 vermissten Deutschen in Khao Lak. Der Reiseveranstalter Thomas Cook hat keinen Kontakt zu etwa 300 Gästen in der Region Phuket. Bundesaußenminister Joschka Fischer kündigte für 13 Uhr eine Stellungnahme in Berlin an.
Das überwiegend mit deutschen Touristen belegte Sofitel-Hotel „Magic Lagoon Khao Lak“ rund 50 Kilometer nördlich von Phuket ist nach einem französischen Radiobericht durch die Flutwelle „völlig zerstört“ worden. In dem 319-Zimmer-Hotel waren zum Zeitpunkt der Katastrophe nach Angaben der Hotelgruppe Accor etwa 350 Gäste sowie 200 bis 250 Mitarbeiter. Die Mehrheit der Hotelgäste seien „deutscher Herkunft“ gewesen, sagte Accor-Chef Jean-Marc Espalioux dem Fernsehsender LCI.
Rund 1 600 schwedische Touristen werden einem Rundfunkbericht zufolge noch in der Flutregion Südasiens vermisst. Die Zahlen seien von mehreren schwedischen Reiseveranstaltern zusammengestellt worden, berichtete der Rundfunk am Dienstag. Zu den Vermissten würden alle gerechnet, mit denen die Veranstalter noch keinen Kontakt gehabt hätten. Ministerpräsident Göran Persson sagte am Montag, mindestens zehn Schweden seien von der Flutwelle getötet worden. Rund 10 000 Schweden könnten sich in der Region aufgehalten haben.
Nach neuesten Angaben dürfte sich vor allem in Indonesien die Zahl der Opfer weiter drastisch erhöhen. „Wir haben keine bestätigten Daten, aber ich denke zwischen 21 000 und 25 000 Menschen“ könnten allein in Indonesien getötet worden sein, sagte der Vizepräsident des Landes, Yusuf Kalla. Bisher war Indonesien von etwa 5000 Toten ausgegangen. Allein auf den indischen Inseln Andaman und Nicobar in der Bucht von Bengalen wurden 3 000 Todesopfer beklagt. Dort werden noch 3 000 Menschen vermisst. Insgesamt stieg die Zahl der Toten in Indien auf mehr als 7 000. Mehr als 100 Menschen sind auch im ostafrikanischen Staat Somalia nach Regierungsangaben von der Flutwelle getötet worden.
|
Oh Mann! Das ist schon seltsam mit dem 2.Weihnachtsfeiertag! Letztes Jahr das schwere Erdbeben im Iran, mit 30.000 Toten und dieses JAhr das! Hammer!
hf Woody  |
_________________
"The only thing necessary for the triumph of evil is for good men to do nothing "-- Edmund Burke
May the force be with you! |
|
     |
 |
Maestro
Produzent
Gender:
Joined: 01 Jan 2003
Posts: 21975
Location: GOG
|
Jo extrem was da passiert ist, glaube niemand hat damit gerechnet das es soviele Opfer geben wird, ich dachte ja schon am Sonntag das es verdammt viele sind, aber die Zahlen steigen leider immer weiter!
Achja, hier nochmal eine etwas kuriose Meldung dazu:
| Quote: |
Musik- und Radiosender nehmen Julis "Perfekte Welle" aus dem Programm
Die Flut-Katastrophe in Südostasien bewegte mehrere deutsche Radiosender sowie Musiksender den Song "Perfekte Welle" der Gruppe Juli aus dem Programm zu nehmen, wie DWDL auf Anfrage erfuhr.
Die verheerende Naturkatastrophe in Südostasien erreicht auch in ungewohnter medialer Form Deutschland. In diesen Tagen, in denen Bilder von überfluteten Landschaften, Leichenbergen und Rettungsmannschaften die Fernsehnachrichten dominieren, nehmen eine Vielzahl deutscher Radio- und Fernsehsender den Song "Perfekte Welle" der Gruppe Juli aus dem Programm.
Ungewollt weckt der Song nach Ansicht mehrere Programmverantwortlichen Assoziationen mit dem Unglück in Asien. In dem Song heißt es u.a.: "Jetzt kommt sie langsam auf dich zu, das Wasser schlägt dir ins Gesicht, siehst dein Leben wie ein Film, du kannst nicht glauben, dass sie bricht." Radio NRW-Sprecher Annette Schmiedel bestätigte gegenüber DWDL, dass der Song seit Montag nicht mehr im Programm läuft.
"Wir passen das gesamte Musikprogramm der Themenlage an", so Schmiedel. Ähnlich hatten Radiosender auch bereits nach dem Terror-Anschlag vom 11. September reagiert. Beim Kölner Musiksender VIVA wollte man das Video zunächst weiter ausstrahlen. Es würde, so ein Sprecher des Musiksenders gegenüber DWDL, ohnehin nur noch sehr selten laufen und der Inhalt des Videos zudem verdeutlichen, dass nicht primär eine Wasserwelle gemeint sei.
VIVA reagiert nach DWDL-Anfrage
Nur Minuten nach der DWDL-Anfrage dann doch die Entscheidung der Musikdirektion: Ab sofort taucht das Video zu Julis "Perfekte Welle" auch nicht mehr in den Programmen von VIVA und VIVA Plus auf. Beim Westdeutschen Rundfunk verzichtet man ebenfalls aus Pietätsgründen auf das Spielen dieses Songs und das schon seit Sonntag, wie ein Sprecher des Senders WDR Eins Live gegenüber DWDL bestätigte.
Auch der Schwestersender WDR 2 würde auf den Song verzichten, ebenso wie auch auf "Die Flut" von Heppner. Darin heißt es: "Wann kommt die Flut? Wann kommt die Pforte, in ein anderes großes Leben - irgendwo?" Anderen Presseberichten zufolge verzichten auch die Radiosender HR3, SWR3, der Norddeutsche und Mitteldeutsche Rundfunk, Radio SAW und Radio Hamburg auf mißverständliche Titel, besonders auf "Perfekte Welle".
(dwdl.de) |
MfG
Maestro |
_________________
"Being President is easy: You just point the army and shoot." - Homer J. Simpson
webmaster of
-> www.jmazone.de
-> www.darkangel-fan.com |
|
   |
 |
Woody
Regisseur
Gender:
Age: 58
Joined: 12 Aug 2003
Posts: 2106
Location: The Matrix
|
| www.reuters.de wrote: |
Schröder: Hunderte deutsche Todesopfer zu befürchten
Mittwoch 29 Dezember, 2004 15:50 CET
Berlin (Reuters) - Unter den Todesopfern der Flutkatastrophe in Asien sind nach Einschätzung der Bundesregierung wahrscheinlich mehrere hundert Deutsche. Rund 1000 deutsche Urlauber werden noch vermisst.
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sagte am Mittwoch nach einer Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung in Berlin: "Auch deutsche Urlauber - das ist mittlerweile traurige Gewissheit - sind unter den Toten." Bisher seien 26 deutsche Tote identifiziert worden. Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe sei aber eine "deutlich dreistellige Zahl" deutscher Todesopfer zu befürchten. Für die Bundeseinrichtungen wurde Trauerbeflaggung angeordnet. Die Bundesregierung erhöhte ihre Soforthilfe für die betroffene Region auf 20 Millionen Euro. Zudem schlug Schröder ein Schuldenmoratorium für Indonesien und Somalia im Pariser Club vor. Schröder forderte, den von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen durch großzügige Spenden zu helfen. Die Wirtschaftsverbände riefen die Unternehmen zu finanzieller Unterstützung der betroffenen Länder auf.
Schröder, der wegen der Katastrophe seinen Weihnachtsurlaub abgebrochen hatte, sprach von einer "der schlimmsten und verheerendsten Naturkatastrophen seit Menschengedenken" und sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. "Das Ausmaß der Katastrophe übersteigt unser aller Vorstellungskraft", sagte er. Die genaue Zahl der Opfer werde erst in den nächsten Tagen klar werden. Durch die zusammengebrochenen Telefonsysteme sei es noch schwieriger, Vermisste zu finden. Durch die von einem Seebeben ausgelösten Flutwelle sind am Wochenende möglicherweise mehr als 100.000 Menschen ums Leben gekommen, darunter viele ausländische Touristen. Die meisten der 3500 vermissten Ausländer kommen aus Skandinavien, allein 1500 aus Schweden. Schröder sagte, er habe Schwedens Ministerpräsident Göran Persson Unterstützung bei der Bergung seiner Landsleute zugesagt.
Außenminister Joschka Fischer sagte, das Lazarett-Flugzeug "Medivac" der Bundeswehr, das am Dienstag aus Deutschland gestartet war, um Schwerverletzte aus dem Krisengebiet zu holen, werde so oft wie nötig eingesetzt. Ein weiteres Flugzeug stehe in Bereitschaft. Das Bundeskriminalamt sandte fünf Experten zur Identifizierung von Opfern nach Sri Lanka. 29 BKA-Beamte sind bereits in Thailand tätig. Innenminister Otto Schily (SPD) wurde an seinem Urlaubsort in Italien auf dem Laufenden gehalten. Fischer sagte, neben den oft traumatisierten Opfern müssten wohl auch die Helfer später auf psychologische Betreuung zurückgreifen. Selbst erprobtes Personal "erlebt Furchtbares in diesem Augenblick".
Schröder betonte, die internationalen Hilfsaktionen müssten auch die betroffenen Bewohner der Krisenregion im Auge haben. Dabei müsse die internationale Gemeinschaft eng zusammenarbeiten. "Es geht uns auch um die Menschen dort", sagte der Kanzler. Wasser- und Gesundheitsversorgung, Schulen, Wohnungen und Straßen müssten wieder aufgebaut werden. Die Bundeswehr werde Lazarette und Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung auch für längere Zeit zur Verfügung stellen. "Wir werden alle unsere Ressourcen nutzen, um dort hilfreich zu sein." Das Deutsche Rote Kreuz rechnet damit, dass der Einsatz vor Ort mehrere Jahre dauern wird.
SCHRÖDER FORDERT SCHULDENMORATORIUM FÜR INDONESIEN
Die Bundesregierung werde bei der nächsten Sitzung des Pariser Clubs der wichtigsten Gläubigerstaaten am 20. Januar vorschlagen, die bei den Staaten des Clubs anstehenden Schulden auszusetzen. Dies betreffe Indonesien und Somalia. Schröder sagte, es handele sich dabei "nicht um gewaltige Summen". Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums hat Indonesien beim Pariser Club 1,5 Milliarden Euro Schulden. Die Höhe der Schulden Somalias sei derzeit unklar, da die Verhandlungen mit dem Club wegen der unklaren Regierungssituation in Somalia ausgesetzt seien. Andere von der Flut betroffenen Länder wie Thailand, Sri Lanka und Indien nannte Schröder in Zusammenhang mit dem Schuldenmoratorium nicht. Er forderte, die Entschuldung der ärmsten Länder der Welt müsse weitergeführt werden. Mit den 20 Millionen Euro Soforthilfe aus dem Etat des Auswärtigen Amtes sollen auch Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz oder die Welthungerhilfe unterstützt werden.
Schröder forderte, für die Region des Indischen Ozeans müsse wie im Pazifik ein Frühwarnsystem für Seebeben und die aus ihnen entstehenden Flutwellen eingerichtet werden.
Am Mittwoch berät das Kabinett in einer Sondersitzung über die Lage nach der Flutkatastrophe und mögliche weitere Maßnahmen. Schröder sprach sich gegen Reisen von Politikern aus den Heimatstaaten der betroffenen Touristen in die Krisenregion aus. Dies würde "Ressourcen in Anspruch nehmen, die besser eingesetzt werden können." "Das wäre ein falsches Signal."
|
100.000 Tote!!! Nicht zu fassen Was für eine Schei... ist das!!!
Meine Nicht war auch in Thailand, zum Glück an der andren Küste und eine meiner Tarinerinen hat die Malediven 12h vor der Katastrophe verlassen! So nah liegt das oft beisammen...
Woody  |
_________________
"The only thing necessary for the triumph of evil is for good men to do nothing "-- Edmund Burke
May the force be with you! |
|
     |
 |
Maestro
Produzent
Gender:
Joined: 01 Jan 2003
Posts: 21975
Location: GOG
|
| Quote: |
ZDF-Spendengala: 40 Millionen Euro Spenden, sechs Millionen Zuschauer
Eine Rekordsumme von mehr als 40 Millionen Euro an Spenden ist am Dienstag bei der ZDF-Spendengala "Wir wollen helfen" zusammengekommen. Auch die Quote war mit 6,29 Millionen Zuschauern gut.
Schon die von SAT.1 intiierte Spendengala am Montag zeigte sich aufgrund der hohen Spendensumme als ein großer Erfolg. Doch die am Dienstagabend vom ZDF und der BILD-Zeitung veranstaltete Spendenshow "Wir wollen helfen" übertraf alles bisher dagewesene.
Selbst die Einschaltquoten der von Johannes B. Kerner und Steffen Seibert moderierten Gala waren sehr gut. 6,29 Millionen Menschen schauten zu, der Marktanteil lag bei 19,1 Prozent. Von den 14-49-Jährigen waren 1,6 Millionen (11,8 Prozent Marktanteil) dabei.
Wichtiger bei einer derartigen Sendung ist jedoch die Spendensumme. Die ZDF-Gala zugunsten der Opfer der Flutkatastrophe im Indischen Ozean erbrachte ein Rekordergebnis von mehr als 40 Millionen Euro.
BILD-Chefredakteur sprach angesichts dieser Summe von einer überwältigenden Spendenbereitschaft, die zeige, "wofür die Menschen in unserem Land einstehen". Allein die Deutsche Bank stellte zehn Millionen Euro zur Verfügung, der Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher will zehn Millionen Dollar spenden.
SAT.1-Spendengala: Riesige Summe, durchschnittliche Quoten
10,25 Millionen Euro kamen bei der Spendengala zugunsten der Flutopfer zusammen, die Quoten waren aber nur Durchschnitt
Am Montagabend sendete SAT.1 die kurzfristig ins Programm genommene Spendengala "Deutschland hilft - Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe". Der große Quotenerfolg wurde es nicht, doch das dürfte an diesem Tag auch nebensächlich gewesen sein, wurde die fast dreistündige Live-Sendung doch sogar ohne Werbeunterbrechungen gesendet.
Insgesamt sahen im Durchschnitt 3,36 Millionen Zuschauer zu, in der Spitze wurden bis zu viereinhalb Millionen gezählt. Der Marktanteil belief sich auf 10,1 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren 1,64 Millionen mit dabei, was 11,6 Prozent Marktanteil entsprach.
Trotz dieser nur durchschnittlichen Zahlen konnten die Moderatoren Kai Pflaume und Thomas Kausch sowie SAT.1-Geschäftsführer Roger Schawinski am Ende der Show eine gigantische Spendensumme von 10.137.530 Euro verkünden, die die ProSiebenSAT.1 Media AG noch auf 10,25 Millionen Euro aufstockte. Das Geld wird der "Aktion Deutschland Hilft" zur Verfügung gestellt, einem Zusammenschluss von zehn Hilfsorganisationen.
(dwdl.de) |
MfG
Maestro |
_________________
"Being President is easy: You just point the army and shoot." - Homer J. Simpson
webmaster of
-> www.jmazone.de
-> www.darkangel-fan.com |
|
   |
 |
Maestro
Produzent
Gender:
Joined: 01 Jan 2003
Posts: 21975
Location: GOG
|
Posted:
06.02.2005 12:03 |
 |
| Quote: |
Mehr als 240.000 Flutopfer in Provinz Aceh
Jakarta/Manila - Sechs Wochen nach der Flutkatastrophe in Asien ist die Zahl der Toten oder Vermissten im schwer getroffenen Norden der Insel Sumatra auf mehr als 240.000 gestiegen. 113.785 seien bestätigte Todesfälle, während das Schicksal von 127.749 Menschen weiter unklar sei, teilte die indonesische Nationale Agentur für Katastrophenschutz am Sonntag in Jakarta mit.
Am Samstag seien in der Provinz Aceh mehr als 900 weitere Leichen gefunden worden. Unterdessen erschütterte ein Beben der Stärke 6,9 auf der Richterskala in der Nacht zum Sonntag den Süden der Philippinen und versetzte zahlreiche Menschen in Panik. Zunächst habe es aber keine Berichte über Opfer oder Schäden gegeben, wie das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie am Sonntag mitteilte. Das Epizentrum habe tief unter dem Meeresboden, rund 150 Kilometer westlich der Stadt General Santos gelegen.
(web.de) |
Mehr als 240.000 alleine in dieser Provinz, da fehlen einem die Worte.
MfG
Maestro |
_________________
"Being President is easy: You just point the army and shoot." - Homer J. Simpson
webmaster of
-> www.jmazone.de
-> www.darkangel-fan.com |
|
   |
 |
|
|
|
View next topic
View previous topic
You cannot post new topics in this forum You cannot reply to topics in this forum You cannot edit your posts in this forum You cannot delete your posts in this forum You cannot vote in polls in this forum
|
© 2003-2026 TV-Community.de :: pictures and trademarks are property of their respective owner :: comments are property of their posters
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
:: Home
:: Contact
:: Imprint
:: all-inkl.com
:: All times are GMT + 1 Hour
|