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Robert
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Boonen gewinnt 103.Paris-Roubaix
Mit 24 Jahren eine Legende
ROUBAIX, 10.04.05 (rsn) - Der Belgier Tom Boonen (Quick Step) stand mit 22 Jahren das erste Mal auf dem Podium von Paris-Roubaix. Genau zwei Jahre später triumphierte er am Sonntag bei der 103.Ausgabe des Kopfsteinklassikers nicht nur, sondern holte dabei auch noch das seltene Double mit Siegen bei Flandern-Rundfahrt und Roubaix. In einem Alter, in dem die meisten gerade ihre ersten Schritte als Profi tun, ist Boonen bereits halbwegs eine Legende. Nach 259 km und langen sechseinhalb Stunden im Rennsattel behielt Boonen im Velodrom von Roubaix die Ruhe und setzte sich im Sprint eines Trios durch vor George Hincapie (USA/Discovery) und dem Spanier Juan Antonio Flecha (Fassa Bortolo). |
(www.radsportnews.com)
War ein spannendes Rennen. Mehr dazu folgt später.
mfg Robert |
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Robert
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Boonen gewinnt 103.Paris-Roubaix
Mit 24 Jahren auf dem Weg zur Legende
ROUBAIX, 10.04.05 (rsn) - Der Belgier Tom Boonen (Quick Step) stand mit 22 Jahren das erste Mal auf dem Podium von Paris-Roubaix. Genau zwei Jahre später triumphierte er am Sonntag bei der 103.Ausgabe des Kopfsteinklassikers nicht nur, sondern holte dabei auch noch das seltene Double mit Siegen in Flandern und Roubaix. In einem Alter, in dem die meisten gerade ihre ersten Schritte als Profi tun, ist Boonen bereits halbwegs eine Legende. Nach 259 km und langen sechseinhalb Stunden im Rennsattel behielt Boonen im Velodrom von Roubaix die Ruhe und setzte sich im Sprint eines Trios durch vor George Hincapie (USA/Discovery) und dem Spanier Juan Antonio Flecha (Fassa Bortolo).
"Natürlich ist (Boonen) mein Nachfolger. Ich habe nie das Double geholt", zeigte sich selbst Johan Museeuw beeindruckt über den Auftritt seines jungen Landsmanns. Der "Löwe von Flandern" war 30, als er das erste Mal in Roubaix gewann... "Flandern und Roubaix in diesem Alter zu gewinnen ist wirklich beeindruckend. Ich hätte das bis letzten Sonntag nicht für möglich gehalten. Nach der Ronde habe ich meine Meinung geändert. Tom ist der Stärkste und er fährt auch sehr intelligent. Er kann den Rekord von Roger de Vlaeminck (4 Siege in Roubaix) brechen." Renndirektor Jean-Marie Leblanc staunte über einen "superben Sieger" und meinte: "Der Junge ist geboren fürs Rad."
Boonen, Flecha und Hincapie waren die letzten Verbliebenen aus einer Fluchtgruppe, die sich 80km vor Schluss abgesetzt hatte. Der schwedische Vorjahressieger Magnus Backstedt wurde hinter dem Trio Vierter, während der Sieger von 2003, Peter Van Petegem nach einem Sturz bereits früh ausschied. Der Belgier kämpfte sich zur Rennhälfte wieder an die Favoritengruppe heran, stieg dann aber 100 km vor dem Ziel doch vom Rad. Verletzungen an Hand und Ellenbogen stoppten den Flamen, dem vor zwei Jahren das letzte Klassiker-Double gelang.
Die Quick Step-Mannschaft, die ganz auf Boonen ausgerichtet war, eröffnete 80km vor dem Ziel eingangs des pavé-Sektors in Hornaing den Kampf der Favoriten. Sieben Rennfahrer (Boonen, Backstedt, Hincapie, Michaelsen, Van Bon, Flecha, Cancellara) setzten sich in der Folge aus dem Feld ab und holten 30km später auf dem Kopfsteinpflaster von Mons-en-Pévèle die letzten aus einem frühen "TV-Ritt" (Barredo, S. Berges, Brard, Coyot, Thijs) ein. Der Holländer Leon Van Bon musste nach einem Platten reißen lassen, ebenso erging es dem Schweizer Fabian Cancellara.
Mitfavorit Steffen Wesemann, der Roubaix-Zweite von 2002, verpasste die vorentscheidende Attacke und organisierte dann die Verfolgung in einer siebenköpfigen Gruppe letzten Endes ohne Erfolg. "Ich war an jedem Pflasterstück in vorderer Position. Ausgerechnet als Boonen attackierte, lag ich an etwa 25. Stelle und konnte nicht schnell genug reagieren", bedauerte Wesemann sein Pech. Sein T-Mobile-Co-Kapitän Erik Zabel hatte einen Platten kurz bevor Boonen und Co. wegfuhren. 20 Km später stürzte der Berliner auch noch, verletzte sich an der Hüfte und am Arm, beendete das Rennen aber noch.
Boonen nervenstark
Ein Antritt von Flecha an der berühmten Carrefour de l'Arbre 15km vor dem Ziel brachte Michaelsen und Backstedt ("Ich habe mich bei meiner Attacke vielleicht überschätzt") in Schwierigkeiten. Für Boonen konnte es gar nicht besser laufen: "Damit waren die (sprint-)schnellsten Männer weg. Danach konnte ich mit Hincapie und Flecha zusammenarbeiten", sagte der Belgier, der sich auf seine Sprinterqualitäten verließ und überrascht war, dass ihn die anderen nicht noch attackierten auf den letzten Kilometern. Am Ende fiel die Entscheidung nach insgesamt 54,7km auf holprigen und dreckigem Kopfsteinpflaster im Bahnsprint auf dem herausgeputzten Oval des Velodroms von Roubaix. Boonen, der stärkste Sprinter der drei, zeigte dabei keine Nerven, ließ seinen Mitausreißern keinerlei Chance und setzte sich nach einem Antritt in der letzten Kurve durch. Der junge Antwerpener ist der neunte Fahrer in der Radsportgeschichte, der das Double mit aufeinanderfolgenden Klassikersiegen in Flandern und Roubaix schaffte. Flecha, der sich am Mittwoch bei Gent-Wevelgem um den Sieg betrogen fühlte, blieb wieder nur ein Ehrenplatz. Hincapie kam in Roubaix zum sechsten Mal hintereinander (!) unter die ersten Zehn.
"Ich bin immer ruhig und das macht sicherlich einen Unterschied", sagte Boonen. "Ich wusste im Finale heute mit Hincapie und Flecha, dass ich am wenigsten nervös sein würde. Hincapie hat noch nie ein großes Rennen gewonnen. Flecha die Meisterschaft von Zürich, aber für ihn ist so eine Situation trotzdem neu. Bei einem solchen Finale ist es ungeheuer wichtig, ruhig und kühl zu bleiben."
"Ich freue mich über den zweiten Platz für George. Es ist unser bestes Teamergebnis hier. Wir sind aber auch ein bißchen enttäuscht", sagte Discovery-Teamchef Johan Bruyneel, der vergeblich darauf gehofft hatte, dass Boonen "einen Fehler macht oder sich überschätzt". Nun müsse man auf nächstes Jahr hoffen und darauf, dass Boonen nicht starte, so Bruyneel, bei dem Boonen sein Profidebüt gab. Nach seinem sensationellen Roubaix-Ergebnis von 2002 aber wollte der junge Belgier - trotz gültigem Zweijahresvertrag - unbedingt zu Museeuws Quick Step-Team wechseln.
Haussler mit starkem Debüt
Die deutschen Teams mussten sich wie immer in der bisherigen Saison mit Nebenrollen begnügen. T-Mobile-Kapitän Steffen Wesemann erreichte das Velodrom in der ersten Verfolgergruppe als 16. und bester deutscher Starter knapp vier Minuten nach Boonen. Joseph Fischer bleibt der einzige deutsche Sieger des mörderischen Rennens - der Münchner gewann die Premiere 1896, als Kopfsteinpflaster noch der ganz normale Straßenbelag war. Die Bonner Magentatruppe, die mit dem 36 Jahre alten Rolf Aldag (15 Starts in 15 Jahren!) den erfahrensten Roubaix-Fahrer im 191-köpfigen Peloton stellte, wartet weiter auf ihren ersten Saisonsieg 2005. "Wir hoffen jetzt auf die restlichen Frühjahrs- Klassiker", sagte T-Mobile-Manager Walter Godefroot.
Sebastian Lang vom Gerolsteiner-Team hatte lange ebenfalls zu der frühen achtköpfigen Spitzengruppe, die zum Teil 14 Minuten Vorsprung hatte, gehört. Der lange Erfurter ließ reißen, kurz bevor seine Mitausreißer 50 km vor dem Ziel von der Verfolgergruppe um Boonen eingeholt wurden. Lang gab das Rennen schließlich nach langer Alleinfahrt entkräftet auf. Eine bemerkenswerte Roubaix-Premiere gelang Langs jungem Teamkollegen Heinrich Haussler auf dem 25.Platz. "Heinrich ist wirklich ein Riesenrennen gefahren. Sein Antritt noch einmal im Finale war schon beeindruckend. Ihn werden wir für die Zukunft weiter aufbauen. Er hat gezeigt, dass er dieses Rennen sicherlich bestimmt mal sehr gut beenden kann", meinte Teamchef Hans Holczer. Haussler ist 21 Jahre alt. Für einen Roubaix-Sieg hätte er also noch Zeit - selbst nach Boonen-Maßstäben...
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(www.radsportnews.com)
Schade für Hincapie, aber dennoch hat die Hölle des Nordens mit Tom Boonen einen mehr als würdigen Sieger. Glückwunsch!!!
mfg Robert |
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Robert
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Tom Boonen will jetzt hoch hinaus. Kein Wunder nach diesen beiden Erfolgen. Hier ein Interview mit dem Sieger von Mailand-San Remo und der Flandern Rundfahrt:
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Interview mit Tom Boonen
"Meine Ziele sind Grünes Trikot und WM-Titel"
ROUBAIX, 10.04.05 (rsn) - Innerhalb einer Woche hat Tom Boonen nun mit Flandern- Rundfahrt und Paris-Roubaix zwei der wichtigsten Frühjahrsklassiker gewonnen. Doch die Gefahr, dass er sich auf seinen Lorbeeren ausruht, besteht wohl nicht, wie der 24-Jährige nach seinem Triumph am Sonntag andeutete.
Wie haben Sie das Rennen aus Ihrer Sicht erlebt?
Boonen: Es war zunächst erforderlich, die zwei schnellsten, Michaelsen und Backstedt, abzuschütteln. Das klappte prima, denn als Flecha am (Kopfsteinpflasterabschnitt von) carrefour de l'arbre attackiert hat, mussten sie reißen lassen. Danach konnte ich mit Hincapie und Flecha zusammenarbeiten, wenn ich auch ein bißchen nervös war, als wir aufs Velodrom kamen. Ich habe mich doch nicht so gut gefühlt, wie ich dachte. Ich war ein bißchen müde. Aber niemand hat attackiert auf den letzten 5 Kilometern und im Sprint lief alles perfekt für mich.
Sie haben nun Flandern und Paris-Roubaix gewonnen. Welche Ziele bleiben jetzt für Sie noch?
Boonen: Erst einmal gehe ich in den Urlaub. Meine ersten drei Ziele, Harelbeke, Flandern und Paris-Roubaix habe ich geschafft. Ich bin optimistisch, was die weitere Saison angeht. Ich werde um das Grüne Trikot kämpfen und vielleicht um den WM-Titel in Madrid.
Sie waren heute genauso wie letzte Woche sehr ruhig und abgeklärt. War das mitentscheidend?
Boonen: Ich bin immer ruhig und das macht sicherlich einen Unterschied. Ich wusste im Finale heute mit Hincapie und Flecha, dass ich am wenigsten nervös sein würde. Hincapie hat noch nie ein großes Rennen gewonnen. Flecha die Meisterschaft von Zürich, aber für ihn ist so eine Situation trotzdem neu. Bei einem solchen Finale ist es ungeheuer wichtig, ruhig und kühl zu bleiben.
Sie haben ihren ersten Roubaix-Sieg mit 24 Jahren geholt. Das ist viel jünger als Johan Museeuw bei seinem ersten Sieg war oder Andrea Tafi, der gerade mit 38 Jahren sein letztes Roubaix fuhr. Bringt Sie das nicht auf Gedanken?
Boonen: Klar will ich jedes Jahr gewinnen. Aber 14 Jahre hintereinander wird es sicherlich nicht klappen... Tafi und Museeuw haben später gewonnen. Ich glaube nicht, dass ich solange in dieser Form Rennen fahren kann wie sie. Mal schauen, was in fünf, sechs Jahren ist.
Sie waren jetzt zum vierten Mal bei Paris- Roubaix. Welches war das schwerste Rennen?
Boonen: Bei meiner zweiten Teilnahme (2003) habe ich am meisten gelitten, denn wenn man nicht um den Sieg mitfährt, tut es am meisten weh (er kam 2003 auf Platz 23, 2004 auf den 9.Rang). Aber heute war es auch schwer mit der frühen Attacke.
Was machen Sie mit Ihrer Siegertrophäe?
Boonen: Ich habe zuhause gar keinen Platz für alle Pokale. Mal schauen, sicherlich wird sie neben die von Flandern kommen.
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(www.radsportnews.com)
mfg Robert
Edit by me: ??? Was ist in der Überschrift bloß in mich gefahren??? Tom Boonen ist natürlich der Sieger der Klassiker von Flandern und Paris-Roubaix und nicht Mailand - San Remo wie fälschlich von mir behauptet. |
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Robert
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Teams drohen mit Giro-Boykott
ProTour-Premiere droht zur Farce zu werden
BERLIN, 13.04.05 (rsn) - Die Premiere der ProTour, die der scheidende UCI-Präsident Hein Verbruggen letztes Jahr in aller Eile und mit allen Mitteln durchboxte, kann man jetzt schon als misslungen bezeichnen. Die absurde Arithmetik der Teamwertung ist da nur noch ein Detail angesichts der Tatsache, dass die wichtigsten Rundfahrten und Klassiker zwar im Kalender der Serie stehen, aber eigentlich gar nicht zur ProTour gehören (wollen). Das Hickhack zwischen Veranstaltern einerseits und ProTour- Teams sowie UCI andererseits erreichte jetzt einen neuen Tiefpunkt: Mit dem Segen der UCI droht der Teamverband dem Giro d'Italia einen Monat vor dem Start mit Boykott, wie am Dienstag beim ersten Treffen des neuen ProTour-Rates bekannt wurde.
Der neue "Conseil de l'UCI ProTour", der den bisherigen "Conseil du cyclisme professionnel" (CCP) beerbt, kam am Dienstag in Brüssel erstmals zusammen. Dieses Gremium, das (bis auf Dopingfragen) für praktisch alles rund um die ProTour verantwortlich ist, stellte sich demonstrativ hinter eine Giro-Boykottdrohung des Verbands der Rennställe (AIGCP), bei dem es vordergründig um Meinungsverschiedenheiten in finanziellen Fragen geht. "Vertreter der (...) AIGCP haben den Rat gebeten, die Verpflichtung zur Teilnahme (am Giro), wie es das UCI ProTour-Reglement vorsieht, aufzuheben, falls weiterhin Uneinigkeit besteht", hieß es in einer Erklärung des Weltverbands.
Die Boykottdrohung gegen den Giro ist im Zusammenhang zu sehen mit dem Streit zwischen den großen Organisatoren ASO (u.a. Tour de France, Paris-Nizza, Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne, Wallonischer Pfeil, Paris -Tours etc.), RCS (Giro d'Italia, Tirreno-Adriatico, Mailand-San Remo, Lombardei-Rundfahrt etc.) und Unipublic (Vuelta), der seit letztem Spätsommer schwelt. Die Veranstalter der drei großen Rundfahrten lehnen die ProTour ab. Man einigte sich im Winter auf einen Minimalkonsens, in dem sich die großen Organisatoren bereit erklärten, den 20 ProTour-Teams "ein Startrecht" zu gewähren. Formell zu der Serie wollen Tour de France, Giro usw. aber nicht gehören. Patrice Clerc, Chef der Tour de France-Muttergesellschaft ASO, spricht sogar davon, die ProTour sei ein "Phantom" der UCI. Die Frage, wer nun wo und warum Startrecht oder Startverpflichtung hat, wird zunehmend unübersichtlich. So hatte sich das ProTour-Erfinder Verbruggen, dem eine geschlossene (zentral vermarktbare) Liga vorschwebte, sicherlich nicht vorgestellt.
Keine zusätzlichen Rennen
Es ist immer noch völlig offen, ob und wie sich Tour de France und die anderen großen Rennveranstalter in Zukunft an der ProTour beteiligen. Beim ProTour-Rat hieß es am Dienstag, man sei zuversichtlich, bald eine endgültige Lösung zu finden. Das könnte aber auch Zweckoptimismus sein. In jedem Fall soll die ProTour auch im nächsten Jahr maximal 157 Renntage umfassen. Mehr könne man mit 25- bis 28-köpfigen Kadern nicht bewältigen, sagen die Teams. "Dieses Limit (157 Renntage) sollte auch in den kommenden Jahren nicht überschritten werden", hieß es in einer Erklärung des ProTour-Rates, der sich am Dienstag hauptsächlich mit dem Thema Rennkalender 2006- 2008 beschäftigte.
"Eine Integration von neuen Rennen aus der großen Zahl derer, die ihr Interesse an einer Aufnahme in die UCI ProTour bekundet haben, ist nur möglich, wenn der derzeitige Kalender der UCI ProTour modifiziert wird", hieß es. Also: Neue Rennen nur, wenn bisherige ProTour-Rennen gestrichen werden - oder verkürzt. Eine mögliche Verkürzung durch die ProTour befürchten die dreiwöchigen Rundfahrten. Die Vorbehalte von Giro und Vuelta, die ansonsten von der ProTour profitieren, speisen sich auch aus der Angst vor einer Kürzung, die mit einem Bedeutungsverlust gleichgesetzt wird.
Im neuen ProTour-Rat haben die großen Veranstalter nun erst einmal keinen Sitz. Das Gremium umfasst zwölf Mitglieder. Sechs Sitze stellt das Leitungskomitee der UCI, zwei Sitze hat die Fahrergewerkschaft CPA, zwei der Teamverband AIGCP und zwei der Verband der Rennveranstalter AIOCC, wobei der nur Mitglieder schickt, die auch ganz formell der ProTour angehören. Verständlicherweise sperrten sich die anderen ProTour-Veranstalter dagegen, in dem Rat vertreten zu werden von Kollegen, die das ganze ablehnen. Der ProTour-Rat schrieb in seine Satzung dennoch schon einmal vorsorglich, dass einer der beiden AIOCC-Sitze von einem Klassiker-Organisator besetzt werden müsse. Eine Garantie, dass am Ende nicht doch wieder Giro- und Tourchef (wie im CCP) die Plätze einnehmen, ist das nicht. ASO und RCS veranstalten schließlich nebenbei auch noch die wichtigsten Klassiker. So leicht kommt man an den großen Organisatoren eben nicht vorbei in der kleinen Radsport-Welt, die durch die Reform noch kleiner zu werden droht.
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(www.radsportnews.com)
Musste das denn wirklich sein Mister Verbruggen??? Der Plan einer Pro-Tour war zu undurchdacht, um ihn tatsächlich schon in die Tat umzusetzen. Der Grundgedanken dahinter war schon gut, die Ausführung ist aber leider nur eine reine Katastrophe. Bleibt bloß zu hoffen, dass der Radsport keinen Schaden daraus zieht.
mfg Robert |
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Maxine
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Gerolsteiner-Profi droht Karriereende
Auch Hondos B-Proben positiv
Im Dopingfall "Danilo Hondo" haben auch die B-Proben ein positives Resultat gebracht.
Den Befund des verbotenen Wirkstoffs Carphedon bestätigte der Radsport-Weltverband (UCI) am Donnerstagnachmittag (14.04.05) gegenüber Hondos Rennstall Team Gerolsteiner.
Der frühere Deutsche Meister, der am 19. März noch einen zweiten Platz bei Mailand-San Remo feierte, wurde daraufhin mit sofortiger Wirkung entlassen. Dem in der Schweiz lebenden Brandenburger droht nun eine Zweijahres-Sperre und eine weitere zweijährige Sperre innerhalb der ProTour-Teams.
Dieses würde laut Lehner "einem Berufsverbot gleichkommen" und für den 31-Jährigen "praktisch das Karriereende" bedeuten. "Ein solches Strafmaß war ja schon in den verschiedensten Fällen, zum Beispiel dem der Sprinterin Katrin Krabbe, zum Scheitern verurteilt", sagte der Jurist. Zumindest brauche es für eine Sperre, die über den Zeitraum von zwei Jahren hinausgehen soll, den eindeutigen Nachweis eines Vorsatzes. Hondo bestreitet jede wissentliche Manipulation.
Schweizer Verband zuständig
Allerdings bestreitet Hondo-Anwalt Michael Lehner aus Heidelberg einen Automatismus. "Jetzt muss der für Hondo zuständige Schweizer Verband ein Verfahren einleiten. Dabei werde ich Herrn Hondo vertreten", erklärte Lehner, der auch Olympiasieger Dieter Baumann bei dessen Doping-Fall vertreten hatte.
"Unser Unternehmen begrüßt die unverzügliche Kündigung durch den Rennstall. Wir bedauern den persönlichen Fall Danilo Hondo sehr, stehen aber für die konsequente Unterstützung aller Maßnahmen gegen Doping, was sich auch in unseren vertraglichen Vereinbarungen widerspiegelt", sagte Stefan Göbel, der Leiter der Unternehmenskommunikation des Mineralwasser-Herstellers Gerolsteiner.
Tiefschlag für deutschen Radsport
Für Teamchef Holczer war bereits mit den positiven A-Proben am 31. März "eine Welt zusammengebrochen": "Dies ist seit Gründung 1999 in sieben Jahren unser erster Dopingfall. Wir mussten uns trennen, denn das Team Gerolsteiner steht weiter für einen sauberen Sport."
Der 31-Jährige war bei der Murcia-Radrundfahrt Anfang März zweimal positiv getestet worden. Die B-Proben wurden wie zuvor die A-Proben im IOC-Labor Madrid analysiert. |
(sport.ard.de)
Keine Macht Den Drogen!! Was ist nur mit dem Sport passiert!? |
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Es ist wichtig, die Chance zu erkennen und zu ergreifen. Wenn man es nicht tut dann geht die Chance nicht verloren, nur vorbei. Wie ein Sessellift oder ein Bus [...] Aber man bekommt nie die gleiche Chance wieder. |
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Robert
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| Maxine wrote: |
| Keine Macht Den Drogen!! Was ist nur mit dem Sport passiert!? |
Muss dir da natürlich absolut zustimmen. Dennoch ist für mich Hondo noch nicht wirklich schuldig. Okay, vor Gericht sieht es sicher sehr schlecht für ihn aus, einen Freispruch wird er bei derzeitiger Beweislage sicher nicht erhalten. Dennoch gibt es zwei wichtige Fragen. 1.) Hat er das Mittel wissentlich eingenommen? Dazu müsste man natürlich Genaueres über das illegale Präparat, und seine Leistungssteigernden Auswirkungen, wissen.
2.) Wenn er es bewusst eingenommen hat, wusste er ob er dadurch über irgendeinem verbotenen Grenzwert landen würde? Jeder Radfahrer dopt 'legal' soweit es ihm möglich ist und die Regeln gestatten. Wer nicht überall, im Training und der Medizin, an die Grenzen geht, der hat schon von vorhinein verloren. Dazu ein bekannter Satz im Radsport: "Wer behauptet, noch nie in seinem Leben gedopt gewesen zu sein, der lügt!" Und wenn man dann genau in so einer Situation unglücklicherweise ertappt wird, dann kann man sonst noch so sauber gewesen sein. Pech gehabt!
Trotz alldem darf man natürlich nicht vergessen, dass es genügend Radfahrer gab und sicher auch jetzt noch gibt, die sich mit bewussten Doping, zb Epo, Vorteile gegenüber der Konkurrenz herausschlagen zu versuchen. Berühmtester, bewiesener Fall: David Millar.
mfg Robert |
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Robert
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Dauphiné-Rundfahrt vorgestellt
Ventoux, Armstrong (und Ullrich?) die Attraktionen
LYON, 15.04.04 (rsn) - Die 57.Auflage des "Critérium du Dauphiné Libéré" (5.-12.Juni), die am Freitag vorgestellt wurde, verspricht spannend zu werden. Bei der wichtigsten Rundfahrt nach den drei "großen" sind Lance Armstrong und der Mont Ventoux die Attraktionen. Auch Jan Ullrich liebäugelt mit einem Start beim traditionellen Tour-Vorbereitungsrennen durch die Alpen.
Ein Peloton mit 168 Fahrern aus 21 Mannschaften, (20 ProTour-Teams plus Ag2r) geht an den Start der diesjährigen "Dauphiné Libéré", die am 5.Juni mit einem 7,9km langen Prologzeitfahren in Aix-les-Bains in den Savoyer Alpen beginnt. Der baskische Vorjahressieger Iban Mayo, der letztes Jahr sein Pulver zu früh verschoss und bei der Tour de France unterging, wird diesmal fehlen. Dafür deutet sich aber ein Start von Jan Ullrich an, der erstmals die Dauphiné fahren will statt bei der Tour de Suisse. Der Trubel um den Deutschen ist in Frankreich - zumal wenn auch Armstrong da ist... - deutlich geringer, was dem notorisch scheuen Ullrich gefällt. Für einen Ullrich-Start spricht auch, dass er so das ProTour-Teamzeitfahren in Eindhoven, das am letzten Tag der Schweiz-Rundfahrt stattfindet, als Tourvorbereitung mitnehmen könnte.
Fest zugesagt bei der Dauphiné hat bereits Lance Armstrong, der das Rennen 2002 und 2003 gewann und sich hier traditionell den letzten Schliff für die "große Schleife" holt. Die sieben schweren Etappen durch Alpen und Provence bieten dazu ein ideales Terrain. Auch das Zeitfahren der 3.Etappe über 46,5 Kilometer rund um Roanne ist mit einem Berg der 3.Kategorie anspruchsvoll. Die vierte Etappe endet mit einer Bergankunft am legendären Mont Ventoux. Die Königsetappe ist der 6.Teilabschnitt zwischen Albertville und Morzine-Avoriaz mit den Pässen von Forclaz, Croix-Fry, Colombière (1.Kategorie) und Joux-Plane (Ehrenkategorie). Zu Ende geht die siebentägige Rundfahrt in Sallanches.
Die Etappen (5.-12.Juni):
Prolog in Aix-les-Bains (EZF 7,9 km)
1.Etappe: Aix-les-Bains - Givors (224 km)
2.Etappe: Givors - Chaufailles (187 km)
3.Etappe: Roanne (EZF 46,5)
4.Etappe: Tournon-sur-Rhône - Le Mont-Ventoux (182 km)
5.Etappe: Vaison-la-Romaine - Grenoble (219 km)
6.Etappe: Albertville - Morzine-Avoriaz (155 km)
7.Etappe: Morzine-Avoriaz - Sallanches (115 km)
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(www.radsportnews.com)
Ullrich bei der Dauphinee? Tja, dann gibt's wohl überhaupt nichts mehr, das es auf dieser Welt nicht gibt. Eigentlich unvorstellbar, dass Ullrich mal nicht bei 'seiner' Schweizrundfahrt antreten würde. Ich glaub das ehrlich gesagt nicht wirklich, dafür liebt er die Tour de Suisse zu sehr. Das Einzige, was wirklich für ein Antreten bei der Dauphinee spricht, ist halt das Teamzeitfahren, das sie so unter Rennbedingungen üben könnten. Wir werden ja sehen.
mfg Robert |
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Robert
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Di Luca gewinnt 40.Amstel Gold Race
Aus dem Nebel kommt ein stärkerer Sinkewitz
BOOGERD WIRD ZUM DRITTEN MAL HINTEREINANDER GESCHLAGEN AM
VALKENBURG, 17.04.05 (rsn) - Danilo di Luca hat bewiesen, dass ein Südländer mitunter auch bei nordischem Schmuddelwetter aufblühen kann: Der Italiener gewann das Amstel Gold Race - ein Rennen mit Sichtweiten von unter 100 Metern.
"Das war wirklich kein sehr angenehmes Wetter zum Radfahren", sagte Patrik Sinkewitz, der als bester Deutscher auf Rang sechs radelte. "Bei solchen Nebelbänken sollte man immer weit vorne fahren - und das macht das Rennen zu einer enormen Belastung für den Kopf. Man muss sich sechseinhalb Stunden lang konzentrieren. Das ist hart", schilderte der Youngster aus dem belgischen Quick-Step-Team die Tücken dieser Witterung. Das mit dem "vorne fahren" hat der 24-Jährige aus Fulda hervorragend hingekriegt; in Finale der 250,7 km langen Hatz sogar besser als erwartet. Sinkewitz: "Mit so einem Resultat hatte ich gar nicht gerechnet. Ich hab' immer gedacht, dass diese kurzen Anstiege nicht so mein Ding sind."
Das halbe Feld macht einen Cross-Einlage nach einem Masssenturz
Doch der Reihe nach. Zunächst war es ein Quartett, das - schemenhaft - an der Spitze des Rennens zu sehen war: eine Ausreißergruppe, die bei der Hälfte der Distanz stolze zwölf Minuten Vorsprung aufs Hauptfeld hatte. Sie bestand aus dem Franzosen Christophe Moreau (Crédit Agricole), dem Ukrainer Andrej Grivko (Domina Vacanze), Fluchtspezialist Erwin Thijs (MrBookmaker.com) - der Belgier zählte bereits bei Paris-Roubaix zu den Unverwüstlichen - und dem Niederländer Alain van Katwijk. Der trägt das blaue Jersey des Shimano-Teams, dessen stärkster Akteur letztlich der deutsche Vizemeister Stefan Schumacher war. Dieser beendete den einzigen niederländischen Frühjahrsklassiker auf Rang 15 - ein überaus respektables Ergebnis für den Schwaben, der die deutschen Konkurrenten aus den Top-Teams Gerolsteiner und T-Mobile damit glatt in den Schatten stellte.
Für Matthias Kessler begann das Rennen am Sonntag mit einem großen Schrecken. Schon nach 100 Metern wurde der T-Mobile-Profi von einem Begleit-Motorrad angefahren. Der Nürnberger, in den vergangenen Jahren Fünfter und Sechster, blieb unverletzt, sein Rad wurde aber beschädigt. Kessler erhielt vorerst provisorischen Ersatz. Die Mechaniker reparierten seine ursprüngliche Maschine innerhalb von 20 Minuten, sodass der Franke dann nach 64 km wieder umsteigen konnte.
Die am häufigsten fotografierten Shimano-Akteure waren dennoch Yukihiro Doi und Tomoya Kano: Das japanische Duo überstand die 251 Kilometer im südlichen Zipfel der Provinz Limburg zwar nicht, sorgte aber allein durch seine Anwesenheit für Aufmerksamkeit und sammelte eifrig Sympathiepunkte. Ob er gewinnen werde, wurde Yukihiro Doi vor dem Start auf dem Maastrichter Marktplatz gefragt. "Klar", antwortete er keck - und hatte die Lacher auf seiner Seite. Ein solch eindeutiges Statement war von den wahren Größen des Pelotons freilich nicht zu erhaschen. Die hielten sich bedeckt - vor dem Start und dann auch auf den ersten 200 Kilometern des holländischen Zickzack-Kurses.
50 Kilometer vor dem Ziel kam dann aber Bewegung ins Hauptfeld. Leon van Bon (Davitamon-Lotto) attackierte zunächst erfolglos - da fehlte ihm wohl noch der richtige Partner - und versuchte es gleich darauf ein zweites Mal. Dieses Mal setzte Steffen Wesemann nach und schmolz mit van Bon zum Ausreißerduo zusammen. Der T-Mobile-Routinier, 2004 Sieger der Flandernrundfahrt, suchte sein Heil also in der Offensive. Wahrscheinlich dachte er, dass er nicht das einzige Amstel-Ass in seinem unter gehörigem Erfolgsdruck stehenden T-Mobile-Team war. Erik Zabel, der das Amstel 2000 gewonnen hatte, fuhr an den Steigungen oft in vorderen Positionen, Matthias Kessler schien ebenfalls ein Aspirant auf eine sehr gute Platzierung zu sein. Beide Trümpfe stachen jedoch nicht. Zabel wirkte zwar bei der zweiten von drei Cauberg-Passagen - der 1000 Meter lange Anstieg fungierte auch als Schlussprüfung - noch recht locker, kam letztlich aber in einer abgehängten Gruppe ins Ziel. Kessler wurde 22. und erklärte später mit trauriger Stimme, dass er schlichtweg nicht das umsetzen konnte, was er sich vorgenommen hatte. Insofern ging auch Wesemanns Kalkulation schief, im Finale noch einem von hinten kommenden Teamkollegen helfen zu können.
Trotzdem hatte das Kraftpaket "Wese" einen großen, weil kämpferischen Tag. Er ließ sich nicht davon bremsen, dass sein Fluchtunternehmen mit van Bon bald wieder passé war und schloss sich prompt den nächsten Ausreißern an: Karsten Kroon (Rabobank), Marc Lotz (Quick Step), David Etxebarria (Liberty Seguros) und der Wahl-Schweizer aus Sachsen-Anhalt zogen nun ihre Kreise. Das Tandem Christophe Moreau / Erwin Thijs, das 200 Kilometer durch Zähigkeit durch das nebelverhangene Hügelland geprescht war, war nun Geschichte. Ihre Begleiter Grivko und van Katwijk hatten das Ausreißerunternehmen ohnehin längst ausgegeben. Jetzt machten die Favoriten die Musik - denn hinter Wesemann & Co. sammelte sich eine elfköpfige Formation, in der sich die Creme de la Creme dieses Rennens über 31 steile Hügel versammelte.
Fluchtgruppe hin, Verfolgergruppe her: Im Finale lief alles wieder zusammen, und am Ende sprintete ein fast 40-köpfiges Hauptfeld den durchschnittlich acht Prozent steilen Cauberg hinauf. In vorderster Position: der oft grandios fahrende, aber allzu oft unglücklich taktierende Niederländer Michael Boogerd (Amstel-Sieger 1999). An seinem Hinterrad, schlau auf seine Chance wartend: Vorjahressieger Davide Rebellin (Gerolsteiner). Und mit dem besten Punch auf den letzten Metern zwei weitere Italiener: Danilo di Luca (Liquigas) und Mirko Celestino (Domina Vacanze).
Keine Frage: Di Luca war der Stärkste in diesem Finish in Valkenburg. Der 29-Jährige Dauerbrenner demonstrierte, wie zuletzt bei der Baskenland-Rundfahrt, seine Allrounderqualitäten, holte den wertvollsten Sieg seiner Karriere und jubelte schließlich vor Boogerd, der sein Heimrennen zum dritten Mal in Folge als Zweiter beendete (sein 6. Podiumsplatz seit seinem Sieg 1999). Auf Rang drei kam Celestino vor Rebellin und Phonaks spanischem Mitfavoriten Miguel Perdiguero. Und dann war auch schon Patrik Sinkewitz im Ziel, der sich eine halbe Stunde nach dem Rennen noch immer über seine guten Beine wunderte. "Die waren vielleicht sogar besser als Platz sechs. Wenn ich ein bisschen weiter vorne und ein bisschen selbstbewusster in diesen letzten Berg hineingefahren wäre...", sagte Sinkewitz und musste den Satz gar nicht zu Ende sprechen. Nun freut er sich auf Lüttich-Bastogne-Lüttich am kommenden Sonntag. Eine Bonus-Portion Selbstbewusstsein hat er sich im niederländischen Nebel ja auf jeden Fall geholt. (kh)
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Wahnsinns Antritt zum Schluss von Di Luca. Das war einfach klasse, wie er die Konkurrenz einfach so stehen hat lassen. Großes Kompliment!
mfg Robert |
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Robert
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Georgia-Rundfahrt ab Dienstag
Armstrong vor heimischem Publikum
AUGUSTA, 18.04.05 (rsn) - Augusta im US-Bundesstaaat Georgia ist eine eher beschauliche Stadt, die einmal im Jahr erwacht, wenn hier ein weltberühmtes Golf-Turnier stattfindet. Am Dienstag stehen Radpofis - allen voran Lance Armstrong - im Mittelpunkt, wenn in Augusta die Georgia-Rundfahrt beginnt.
Am Vorabend der sechstägigen "Tour of Georgia" gibt Armstrong am Montag eine mit Spannung erwartete Pressekonferenz. Seine Ankündigung, er werde "etwas wichtiges" sagen, sorgte für viele Spekulationen. Wird er die Hochzeit mit Popstar Sheryl Crowe ankündigen? Oder seinen Rücktritt nach der Tour? Für die Radrundfahrt im Süden der USA war das alles natürlich kostenlose Werbung.
Für Lance Armstrong, der als "Titelverteidiger" antritt, sind die 1.040 Kilometer durch Georgia eine gute Gelegenheit zu sehen, wie weit er nun ist in seiner Vorbereitung auf die Tour de France. Die bisherigen Auftritte des Amerikaners in Europa waren nicht schlecht, aber auch nicht berauschend. Bei Paris-Nizza gab er vorzeitig auf, bei der Flandern-Rundfahrt betätigte er sich als Helfer für Teamkollegen.
16 Mannschaften, darunter sechs ProTour-Teams (Discovery, Credit Agricole, CSC, Saunier Duval, Phonak, Gerolsteiner), bilden das Peloton der mäßig besetzten Georgia-Rundfahrt, bei der Paris-Nizza-Sieger Bobby Julich der zweite prominente Name im Feld ist. Ein 29,9km langes Zeitfahren in Rome am Donnerstag und eine Bergankunft am Bald Mountain am Samstag bilden die Höhepunkte der Rundfahrt, die am Sonntag in Alpharetta endet.
Die Etappen:
Dienstag: 1.Etappe: : Augusta-Macon (207,4 km)
Mittwoch: 2.Etappe: Fayetteville-Rome (197,5 km)
Donnerstag: 3.Etappe: Rome-Rome (EZF 29,9 km)
Freitag: 4.Etappe: Dalton-Dahlonega (214,7 km)
Samstag: 5.Etappe: Gainesville-Brasstown Bald Mountain (182,4 km)
Sonntag: 6.Etappe: Blairsville/Union County-Alpharetta (201,5 km)
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Tja, auf seine Ankündigung bin ich irgendwie weitaus mehr gespannt, als auf die Rundfahrt selbst. Hochzeit? Möglich! Rücktritt nach der Tour? Wahrscheinlich! Aber wir werden ja sehen.
mfg Robert |
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Robert
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Jetzt ist es raus! Und auch ein eingeschossener Armstrong Fan wie ich es bin nimmt die Nachricht gleichzeitig mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Lance hört auf. Mit der diesjährigen 'großen Schleife' geht eine Dynastie zu Ende. Hier ein Artikel dazu:
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"Ob ich gewinne oder verliere"
Armstrong hört nach der nächsten Tour auf
Armstrong will ungeschlagen abtreten
AUGUSTA, 18.04.05 (rsn) - Lance Armstrong wird nach der nächsten Tour de France seine Karriere beenden. Das erklärte der sechsfache Toursieger am Montag bei einer Pressekonferenz in Augusta (USA) am Vorabend der Georgia-Rundfahrt, die nun Armstrongs Abschiedsrennen in seiner Heimat sein wird.
"Die Tour de France wird mein letztes Rennen als Profi", sagte der 33-jährige Amerikaner, der seit 1999 bei der "Großen Schleife" ungeschlagen ist. Die Pressekonferenz war mit großer Spannung erwartet worden, nachdem Armstrong zu ihr eingeladen hatte mit dem Hinweis, er werde "etwas wichtiges" verkünden. Von Anfang an war spekuliert worden, dass Armstrong seinen Rücktritt erklären werde, sodass man kaum von einer Überraschung sprechen kann. Dennoch ist sein Rücktritt das, was man eine "Weltnachricht" nennt. Selbst CNN war das eine "breaking news"-Einblendung wert. Mehrere hundert (!) Journalisten waren bei der Pressekonferenz.
"Es wird meine letzte (Tour de France), egal ob sie gewinne oder verliere. Jetzt wo ich das sage, bin ich optimal motiviert, den siebten Sieg zu holen", sagte Armstrong, der mit dem Comeback nach überstandener Krebserkrankung ein zweites Leben als Radsportler begann. Vor der Krankheit war er ein guter Klassikerfahrer, gewann 1993 den Weltmeistertitel. Nach der Krankheit dominierte er die Tour de France wie noch kein Rennfahrer der Radsportgeschichte. Er gewann sie sechs Mal hintereinander und will nun ungeschlagen abtreten.
"Einige sagen mir, ich könne noch immer leiden. Aber andere sagen, es sei jetzt für mich, nach Hause zu gehen", sagte Armstrong, der (auch) familiäre Motive hatte für seinen Rücktritt. Nach der Scheidung von seiner Ehefrau und Mutter seiner Kinder kann er seine Zwillingstöchter und den kleinen Sohn nur noch sehen, wenn er in den USA ist. Nach Europa begleitete ihn jetzt seine neue Partnerin, Rockstar Sheryl Crow. "(Die Kinder) sind jetzt in einem Alter, in dem sie sich täglich, wennn nicht stündlich weiterentwickeln. Ich war einen Monat weg und war verblüfft, was ich verpasst habe. Ich will die Schlüsselmomente meiner Kinder nicht mehr verpassen", so Armstrong.
"Irgendwann muss ein Athlet abtreten. Meine Stunde ist jetzt da", sagte Armstrong, an dessen Seite Discovery-Teamchef Johan Bruyneel saß. Das Team werde es auch nach Armstrong geben. "Vielleicht können wir wieder einen Toursieger entwickeln", meinte der scheidende Star des Teams. "Ich bin mir 100 Prozent sicher. Die Entscheidung ist endgültig", betonte der Radstar, der im September 34 Jahre alt wird. "Radsport ist kein Altherren-Sport. Ich kann das nicht ewig machen."
Dopingvorwürfe, wie sie gegen ihn in den letzten Wochen einnmal mehr laut wurde, hätten "absolut keine" Rolle gespielt bei seiner Entscheidung, so Armstrong: "Diese Fragen und diese ganze Sucherei hatten wir doch sechs Jahre lang und ich bin noch immer da." Ein Rücktritt vom Rücktritt - wie etwa Basketball-Superstar Michael Jordan vor einigen Jahren - schließt Armstrong aus. "Wenn ich in fünf Jahren zuhause in Texas bin und es findet gerade ein lokales Mountainbike-Rennen statt, bin ich dabei. Aber nur als Hobbyfahrer. Meinen Ehrgeiz muss ich ja irgend wo austoben."
Am Dienstag startet Armstrong bei der Georgia-Rundfahrt, die er im Vorjahr gewann. Im Mai will er zur weiteren Tour- Vorbereitung wieder nach Europa kommen. Den letzten Schliff für die Tourform will er sich bei der Dauphiné-Rundfahrt (5.-12.Juni) holen. Armstrong unterschrieb zum Ende der vergangenen Saison einen Zwei-Jahres-Vertrag bei seinem neuen Team- Sponsor Discovery Channel, in dem er sich zu mindestens einem Tourstart verpflichtete. Nach langem Zögern hatte Armstrong im Winter seinen Start 2005 erklärt, was bereits ein Indiz dafür war, dass er ans Aufhören denkt. Von zuvor angesprochenen großen anderen Zielen (Klassiker, Giro, Stundenrekord) war plötzlich gar nicht mehr die Rede.
Tour de France-Chef Jean-Marie Leblanc sagte am Montag in einer ersten Reaktion, er habe die Entscheidung erwartet. Leblanc sah bei Armstrong eine "Müdigkeit im Kopf", die auch mit seiner familiären Situation zu tun habe. Der Tourdirektor, der im übrigen auch nach dieser Ausgabe aufhört, erwartet zwar einen starken Armstrong bei der nächsten Tour. "Aber man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass (Armstrong) den Bogen überspannt. Er wird bestimmt in Form sein, dafür sorgt schon sein Stolz. Aber es ist ein Fahrer am Ende seiner Karriere und wenn er angegriffen wird..."
Kein Armstrong-Effekt im US-Radsport
Während bei der Tour de France immer neue Helden geboren werden, wird Armstrongs Rücktritt im US-amerikanischen Radsport eine nicht zu schließende Lücke hinterlassen. Der Texaner wäre auch mit zehn Tour de France-Siegen nie so berühmt geworden, wenn da nicht die epische Krankheitsgeschichte gewesen wäre, die so recht nach dem Geschmack der chronisch optimistischen Amerikaner war. Eine neue Generation von großen Radrennfahrern, die von Armstrong inspiriert wurden, gibt es in den USA nicht. "Ich sehe keinen, das ist das Problem. nach uns 32, 33, 34-Jährigen kommt erst mal nichts", sagte Paris-Nizza-Sieger Bobby Julich. Arstrongs letztjähriger Leutnant Floyd Landis übte sich in Fatalismus: "Vor elf Jahren dachten viele, Lance überlebt nicht. Man weiß nie, was passiert."
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Armstrongs Rücktrittsankündigung
Der Lame Duck-Effekt
BERLIN, 19.04.05 (rsn) - Wenn sich amerikanische Präsidenten dem Ende ihrer zweiten Amtsperiode nähern, nach der sie nicht wiedergewählt werden können, nennt man sie in der US-Politik "lame duck", eine lahme Ente. Ihre Kompetenzen sind an sich nicht geringer geworden, doch ihre Autorität leidet angesichts des sich abzeichnenden Abtritts. Ähnlich ist die Situation nun nach der Rücktrittsankündigung von Lance Armstrong. Noch ist er da, er will im Juli um den siebten Tour de France-Sieg kämpfen, doch hinter ihm beginnt schon das Gescharre der potenziellen Nachfolger. Und viele können träumen - nach dem Ende der Äras von Armstrongs Vorgängern gab es meist ein "Interregnum" bevor der nächste Große kam.
Armstrongs ewiger Herausforderer Jan Ullrich, der dem Amerikaner in Paris vier Mal unterlag, saß am Montagabend in seinem Haus in der Schweiz zusammen mit seinem Betreuer Rudy Pevenage, als er die Nachricht aus Georgia hörte. "Ich bin ein bisschen überrascht, dass er nun wirklich aufhört", sagte der Belgier. Vom angekündigten Karriere-Ende des Jahrhundert-Radsportlers erhofft sich Pevenage nun auch einen Motivations-Schub für Ullrich: "Das könnte ihm noch ein Mal einen Kick geben, denn er weiß, er hat nur noch eine Chance, ihn endlich zu bezwingen." Ullrich muss sich so oder so beeilen, wenn er die Tour ein zweites Mal gewinnen will. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass es nie lange dauerte, bis der nächste Große kommt.
Jan Ullrich (1997) war nach Bjarne Riis (1996) und vor dem unglücklichen Marco Pantani (1998) einer von Dreien, der nach der Ära Miguel Indurain die Tour de France gewann. Zwischen den fünffachen Toursiegern Jacques Anquetil (letzter Sieg 1964) und Eddy Merckx gab es vier verschiedene Sieger (Gimondi, Aimar, Pingeon, Janssen). Vor der Ära Bernard Hinault, dem nächsten im Fünferclub, gab es nur drei Sieger (zwei Mal Thévenet und Van Impe). Zwischen Hinault und Indurain waren es drei (zwei Mal LeMond, Roche, und Delgado). Wenn sich die Geschichte so fortsetzt, dann gibt es nach Armstrong für "normalsterbliche" Fahrer nur wenige Gelegenheiten, bevor der nächste ganz Große daherkommt.
Natürlich würde Jan Ullrich am allerliebsten Armstrong schlagen, solange er noch da ist - so wie er mit Riis zusammen 1996 das Ende der Indurain-Ära besiegelte. "Seine Rücktrittsankündigung motiviert mich noch mehr", sagte der inzwischen 31-Jährige, von dem man 1997 annahm, er sei der, der nach Indurain die nächste Ära prägt mit fünf, sechs Toursiegen. Ullrich wurde dem mit vier weiteren zweiten Plätzen (nach dem von 1996) nur zum Teil gerecht.
Heute scheint es ganz selbstverständlich, dass sich eine Ära ganz über Tour-Siege definiert. Das war nicht immer so. Erst in den letzten Jahrzehnten hat die Bedeutung der Tour de France immer mehr zugenommen. Lemond und Indurain waren die ersten, die ihre Saison ganz auf die "grand boucle" ausrichteten, was damals noch heftige Kritik auslöste. Heute klingt das nur noch zum Teil an, wenn etwa Tour de France-Chef Leblanc Armstrong als "Champion der Tour und weniger Champion des cyclisme" bezeichnet. Der Amerikaner, der seine Karriere als solider Klassikerfahrer begann, konzentrierte sich - wie sein ewiger Rivale Jan Ullrich - ausschließlich auf die Frankreich-Rundfahrt. Das wiederum lädt zu Spekulationen ein: Wie oft hätte wohl ein Eddy Merckx die Tour gewonnen, wenn er sich ganz auf sie konzentriert hätte?
Wer wird nun der nächste große Tour de France-Grande? Armstrong hat schon einige im Blick. "Ich möchte nach meiner Karriere meine Erfahrungen weitergeben. Vielleicht können wir in unserem Team den nächsten Toursieger heranziehen. Ich habe zwei, drei Namen im Kopf", so der Amerikaner vielsagend bei seiner Rücktrittspressekonferenz.
Kandidaten, die als "Übergangssieger" a la Bjarne Riis in Frage kommen, gibt es einige. Der 31 Jahre alte Alexandre Vinokourov gehört dazu, der Kasache war 2003 schon mal Dritter. Der letztjährige Zweite Andreas Klöden (29) könnte dazu gehören, wenn er wollte und der Millionär nicht lieber sein Leben genießen würde, statt hart zu arbeiten. Der Spanier Roberto Heras (31), dreifacher Vueltasieger, fällt einem ein. Und natürlich der 31 Jahre alte Jan Ullrich. Allen gemeinsam ist, dass sie wegen ihres Alters bestimmt keine Ära mehr prägen werden. Der Italiener Ivan Basso, Dritter im Vorjahr, und der Baske Iban Mayo (6./2003) sind mit 27 Jahren ein bißchen jünger, doch als der neue Armstrong kann man sich die beiden auch nicht recht vorstellen. Der Blick muss auf die Jüngeren fallen.
Cunego: Wie Armstrong - oder wie Ullrich?
Der Spanier Alejandro Valverde ist 25 Jahre alt und war bei einer großen Rundfahrt schon zwei Mal (Vuelta-Dritter 2003, 4./2004) vorne dabei. Er zeigte seine Grenzen, doch er ist in einem Alter, in dem er sein Limit noch nicht erreicht hat. Der Italiener Damiano Cunego, der mit 22 Jahren den Giro d'Italia gewann, ist derzeit derjenige, dem man es am meisten zutrauen würde, den Radsport in Zukunft zu prägen wie ein Indurain und ein Armstrong. Die Radsportnation Italien würde schier verrückt, wenn sie einen fünfmaligen Toursieger hätte. Man mag sich nur an das Spektakel um Pantani erinnern. Doch niemand weiß, ob Cunego diesen Erwartungen jemals gerecht werden kann. In diesem Jahr fährt der 23-Jährige erstmals die Tour de France. Gewinnen wird er sie wohl kaum, zu groß sind noch seine Defizite im Zeitfahren. Die Zukunft wird zeigen, ob Cunego ein neuer Armstrong wird oder ein neuer Ullrich, der mit Anfang Zwanzig seinen Zenit erreicht hat. Armstrongs letztjähriger Superhelfer Floyd Landis brachte es auf den Punkt: "Vor elf Jahren hat man gedacht, dass Lance nicht mal überlebt. Man weiß nie, was die Zukunft bringt."
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91.Lüttich-Bastogne-Lüttich
Vino erlöst T-Mobile: Sieg vor "Boeing" Voigt
LÜTTICH, 24.04.05 (rsn) - Autatmen beim deutschen T-Mobile-Team, das am Sonntag - endlich! - zu seinem ersten Saisonsieg kam. Der Kasache Alexandre Vinokourov, von dem ein Teamsprecher der Magentatruppe vor dem Rennen vorsichtshalber gesagt hatte, er schone sich "im Hinblick auf die Tour de France", feierte bei Lüttich- Bastogne- Lüttich den größten Triumph seiner Karriere. Der von seinem Mitausreißer im Sprint geschlagene Berliner Jens Voigt (CSC) stand dagegen wie bereits beim Wallonischen Pfeil auch bei der "Doyenne" am Ende wieder mit leeren Händen da nach einem großartigen und mutigen Rennen.
Ich hätte gerne gewonnen, aber ich schäme mich nicht für diesen zweiten Platz, erst recht nicht, wenn man gegen einen großartigen Rennfahrer wie Vinokourov verliert", sagte Jens Voigt "Ich habe am Mittwoch (beim Wallonischen Pfeil) viele Körner gelassen, das habe ich heute im Finale ein bißchen gemerkt. Es war sehr hart", so der Berliner, der jetzt ebenso wie Vinokourov einige Wochen Rennpause einlegt, bevor er in einem Monat seine Tour de France-Vorbereitung beginnt. Die Pause wird aber dennoch ereignisreich werden. Seine Frau erwartet in zwei Wochen ihr viertes Baby. "Da ist es schön, dass ich zuhause bin", sagte Voigt.
"Seit ich Profi bin, habe ich davon geträumt hier zu gewinnen", sagte "Vino", der bei den anderen Ardennenklassikern zwar gar nicht schlecht gefahren war, dennoch enttäuschende Resultate hatte. "Lüttich ist sehr schwer zu gewinnen. Ich wollte nicht warten bis zum Finale, denn die anderen Favoriten wie Boogerd, Rebellin waren sehr stark. Als ich sah, dass Voigt attackierte, dachte ich: Alles oder Nichts. Wir hatten hinten außerdem ja noch Kessler", so der Kasache, der seinem Mitausreißer in höchsten Tönen Respekt zollte: "Voigt ist unglaublich. Wenn er vorne fährt, ist er wie eine Boeing."
Der 31 Jahre alte Tour de France-Dritte von 2003, der zum ersten Mal in seiner Karriere einen großen Klassiker gewann, erlöste seine T-Mobile-Mannschaft im Lütticher Vorort Ans nach 260km durch die Ardennen im Sprint vor Jens Voigt. Der Holländer Michael Boogerd, der langsam wirklich der "Poulidor der Ardennenklassiker" wird und zum vierten Mal in Ans auf dem Podium stand, führte mit dem wiedererstarkten Paolo Betttini ("Vierter ist besser als ich dachte") die Verfolger ins Ziel.
Jens Voigt war 55km vor dem Ziel am Anstieg der Côte de la Vecquée angetreten. Vinokourov stiefelte sofort hinterher. Die Verfolger machten sich zunächst noch keine Sorgen. An der Redoute 32km vor dem Ziel, wo das Rennen normalerweise erst in die entscheidene Phase geht, hatte das Spitzenduo 30 Sekunden Vorsprung. Doch die Verfolger waren sich nicht einig. "Wir haben viel zu spät reagiert", sagte Boogerd. "Als Voigt attackiert hat, waren in der Gruppe dahinter noch alle großen Mannschaften gut vertreten. Da hättte man reagieren müssen. Als Voigt und Vino ihren Vorsprung vergrößern konnten, wusste ich, das wird schwer sie zu holen. Dahinter waren wir einfach schlecht organisiert", so der Rabobank-Kapitän. Bei Vinokourov hatte sich Optimismus, wie er hinterher sagte, schon recht früh eingestellt. "Nach der Redoute wusste ich, dass wir durchkommen können."
Vinokourov und Voigt waren ein Duo der Superlative: Zwei echte Lokomotiven. Beide kraftvoll, beide tempofest, und vor allem: beide mit großem Kämpferherz und einer schier unerschütterlichen Moral. Ein Blick auf die Zeitabstände an den drei letzten Bergen spricht für sich: An der Redoute, jener 2300 Meter langen Legende hinter dem Örtchen Remouchamps, schmolz ihr Vorsprung von mehr als 60 auf unter 30 Sekunden. Eine halbe Minute nur - konnte das gut gehen? Es konnte, denn "Vino" und "Voigte" blieben beharrlich. Beharrlich schnell. Im Tal der Ourthe, 25 Kilometer vor dem Ziel, waren es plötzlich wieder 1:17 Minuten.
Dann der Cote de Sart Tilman - und wieder nur wurde das Zeitpolster kleiner. Nur noch 45 Sekunden, die sich vor der berüchtigten Steigung in St. Nicolas allerdings erneut ausdehnten. Mit gut einer Minute nahm das Spitzenduo dieser berühmt-berüchtigten Nagelprobe in Angriff. Auch danach, fünf Kilometer vor Ultimo, waren es noch 40 Sekunden. Damit war das Rennen entschieden, damit hatten sie ihren Verfolgern ein Schnippchen geschlagen - und zwar nicht an den Bergen, sondern auf den Flachpassagen und Abfahrten.
Dabei handelte es sich nicht um "irgendein" jagendes Feld, sondern um eine veritable Ansammlung jener Cracks, die mit Siegesambitionen in die Ardennen gekommen waren. Vorjahressieger Rebellin (Gerolsteiner), Shootingstar Cunego (Lampre), der überzeugende Spanier Perdiguero (Phonak), Mirko Celestino (Domina Vacanze), das Liverty-Seguros-Duo Vicioso/Jaksche, der überraschend stark auftrumpfende Ex-Magenta-Mann Cadel Evans (Australien/Lotto) und der niederländische Klassikerspezialist Michael Boogerd, der letztlich Dritter wurde - dies sind nur einige der prominenten Namen, die Vinokourov und Voigt hinterherwetzten. Auch Danilo di Luca (Liquigas) zählte zu den Verfolgern. Der Führende der ProTour-Wertung, Sieger beim Amstel Gold Race und beim Wallonischen Pfeil, war jedoch schon an der Redoute in Schwierigkeiten geraten und musste letztlich mit Rang 27 Vorlieb nehmen, verteidigte aber die ProTour-Führung.
T-Mobile-Rechnung geht auf
Kessler: Kritik hat uns hart getroffen Fotos: Roth
Mittendrin im Feld der Favoriten steckte auch Matthias Kessler, der zusammen mit Vinokourov die T-Mobile-Doppelspitze bildete. Er hatte schon vor dem Start angekündigt, dass er so unauffällig wie möglich fahren wollte und sich bis zum letzten Berg in Geduld üben wolle. Dies tat er mit Bravour, musste aber schlussendlich seinem Kumpel Vinokuorov die Show überlassen. Was der Franke natürlich gerne tat. Bei den T-Mobile-Profis ist die Freude über diesen Sieg gewaltig; schließlich mussten sie ungewöhnlich lange auf ein Erfolgserlebnis warten. Nur Teamchef Walter Godefroot wollte vom Schlüsselwort "Erleichtung" nichts wissen. "Wir selbst hatten keinen Druck", sagte der Mann aus Gent und meinte dies nicht einmal ironisch, "wir haben nur Druck von außen bekommen. Doch wenn man 40 Jahre im Geschäft ist, dann hat man schon zu viel erlebt, um sich davon nervös machen zu lassen".
Matthias Kessler bestand derweil darauf, dass sein Team "immer gefightet" habe, das ganze Frühjahr durch. "Deshalb hat uns die Kritik auch hart getroffen", sagte Kessler, "schließlich geht kein Profi in ein Rennen, ohne alles zu geben".
Bei Lüttich-Bastogne-Lüttich hätte dies ohnehin niemand in Frage gestellt - unübersehbar war die Arbeit, die die gesamte Equipe leistete. Am Anfang des Rennens rackerten die Youngsters wie Christian Werner und der Österreicher Bernhard Kohl; dann kam die große Zeit von Steffen Wesemann.
Fast 150 Kilometer fuhr der Wahl-Schweizer ganz vorne, bildete zunächst mit Walter Beneteau (Bouygues), Benjamin Noval (Discovery), Koen De Kort (Liberty-Seguros) und Johan Verstrepen (Landbouwkrediet) eine Spitzengruppe und war dann zur Stelle, als Vinokourov von hinten kam. "Genau so war das ja auch gedacht", sagte Wesemann, "ich habe ja nicht attackiert, um das Rennen zu gewinnen." Bei T-Mobile hat in den Ardennen also ein Rädchen ins andere gegriffen - vom Start inmitten Lüttichs bis zum Zielsprint in Ans, einem Vorort der ostbelgischen Industriemetropole. "Unsere Rechnung ist aufgegangen", brachte Matthias Kessler die Sache auf den Punkt. (kv/kh)
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War echt ein tolles Rennen. Schön für Wino und T-Mobile, schade für Voigt und sein CSC Team. Dennoch Gratulation zu dieser hervorragenden Leistung.
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ANZERE, 29.04.05 (rsn) - Nach Alessandro Petacchi, der im letzten Jahr neun von 20 Giro-Etappen gewann, zeigte sich auch der "andere" Giro-Sieger in Form beim Aufgallopp in der Westschweiz. Der Italiener Damiano Cunego (Lampre) gewann am Freitag die erste Bergetappe der Tour de Romandie. Der 23-Jährige setzte sich am Ende des dritten Teilstücks über 146,5km von Aigle nach Anzere im Spurt einer Spitzengruppe durch vor dem Russen Denis Menchov und dem Kolumbianer Santiago Botero (Phonak), der die Führung im Gesamtklassement übernahm.
Das Gelbe Trikot hat die Schweizer Phonak-Equipe bei ihrem zweiten Saisonhöhepunkt zurückgeholt, doch die Mannschaft machte am Freitag mitunter den Eindruck, als wüsste sie selbst nicht, welche Taktik sie fährt und warum. Nachdem zunächst eine vierköpfige Gruppe wegfuhr, schickten die Eidgenossen Steve Zampieri am ersten von drei Bergen 56km vor Schluss auf eine Konterattacke. Nachdem sich der Tessiner dann mit dem Spanier Ruben Lobato an der Spitze wiederfand, machte Phonak im Feld weiterhin Tempo. Dem fielen eine ganze Reihe von Favoriten zum Opfer: Roberto Heras verlor am Ende 1:39 Minuten, Paolo Savoldelli 4:55, Stefano Garzelli 4:55, David Moncoutie 5:40... Soweit prima für Phonak. Allerdings musste auch Kapitän Oscar Pereiro reißen lassen, wurde am Ende 20. und hat keine Chance mehr auf den Gesamtsieg.
"Aber Botero ist doch in Gelb!", sagte Phonak-Sportdirektor Jacques Michaud auf die Frage nach der Taktik. "Botero war unser Joker. Er ist der beste Rouleur von den Erstplatzierten. Wir haben Tempo gemacht, um eine Selektion herbeizuführen, um Favoriten abzuschütteln."
Der frühere Zeitfahr-Weltmeister Botero, der nach zwei verkorksten Jahren bei T-Mobile zu Phonak wechselte und dort ähnlich wie Bobby Julich bei CSC wieder aufzublühen scheint, hat im Gesamtklassement jetzt 2 Sekunden Vorsprung auf Cunego. Der junge Italiener wäre jetzt im Gelben Trikot, wenn er nicht beim Prologzeitfahren in Genf (117.) technische Probleme (Kette sprang ab) gehabt hätte. "Ich kam gar nicht her, um aufs Gesamtklassement zu fahren. Ich wollte mich testen. Ich bin sehr zufrieden. Der Sieg heute gibt mir große Moral", so der Giro-Sensationssieger vom letzten Jahr.
Der größte Rivale für Botero im Kampf um den Gesamtsieg ist sicherlich der Russe Denis Menchov. Seine Rabobank-Teamkollegen Erik Dekker und Joost Posthuma waren taktisch klug eine frühe Attacke gefahren, die Menchovs Gegner beantworten mussten.
Die ersten schweren Berge nach zwei welligen Etappen fanden derweil ihre Opfer. Der Baske Joseba Beloki, bei dem Zweifel angebracht sind, ob er jemals wieder zur alten Form zurückfinden wird, verlor 18:29 Minuten. Neben Sprintern wie Olaf Pollack (T-Mobile/Aufgabe) und Robert Förster (Gerolsteiner/nicht am Start) ist auch der Italiener Davide Rebellin (Gerolsteiner) nicht mehr dabei. "Davide wird seit vier Tagen (wegen einer Bronchitis) mit Antibiotika behandelt, aber es ist keine nennenswerte Besserung bei ihm eingetreten. daher ist er heute nach dem ersten Anstieg aus dem Rennen gegangen", sagte Gerolsteiner-Sportdirektor Theo Maucher.
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War ein geiles Rennen. Cunego war unschlagbar, aber Santiago Botero, der das Gelbe Trikot übernahm, könnte sich als eigentlicher Sieger herausstellen. Nicht nur der Rundfahrt, die aufgrund des 20 Kilometer Zeitfahrens am Vorschlusstag schon an ihn vergeben zu sein scheint. Vielmehr konnte er sich zum ersten Mal seit über zwei Jahren wieder so richtig in Szene setzen und überzeugen. Gratulation!
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Tour de Romandie
Contador verbucht weiteren großen Erfolg
LES PACCOTS, 30.04.05 (rsn) - Die junge Generation bestimmt die Tour de Romandie. Der 22 Jahre alte Spanier Alberto Contador (Liberty), vor vier Wochen Sieger der Katalanischen Woche, gewann am Samstag die vierte und vorletzte Etappe der Traditions-Rundfahrt durch die Westschweiz. Nach 147km auf einem mit mehreren schweren Bergen gespickten Kurs zwischen Châtel St-Denis und Les Paccots gewann der junge Madrilene vor dem italienischen Routinier Leonardo Piepoli (Saunier) und dessen 23-jährigen Landsmann Damiano Cunego (Lampre), der das Gelbe Trikot eroberte.
Cunego kämpft gegen Botero
Rang drei reichte Vortagessieger Cunego ("Ich will mich hier nur für den Giro testen") bei der Bergankunft am Samstag zur Übernahme der Führung im Gesamtklassement. Vor dem abschließenden Einzelzeitfahren am Sonntag in Lausanne über 20,4 Kilometer hat der Italiener drei Sekunden Vorsprung vor dem bisher führenden Santiago Botero (Phonak). Der Kolumbianer, Zeitfahr-Weltmeister von 2002, hat aber gute Chancen Cunego am Sonntag noch abzufangen und sich nach zwei verkorksten Jahren bei Telekom/T-Mobile im Phonak-Trikot wieder zurückzumelden. Zeitfahren ist die (einzige) Schwäche des italienischen Youngsters.
Botero wollte allerdings nichts davon wissen, nun Favorit genannt zu werden. "Alle reden von meinen Zeitfahr-Qualitäten, dabei bin ich seit meinem Weltmeistertitel nicht ein gutes Zeitfahren gefahren. Ich bin daher nicht 100 Prozent optimistisch. Im Moment bin ich einfach froh darüber, wo ich bin und dass ich eine Chance habe", meinte der Kolumbianer.
Die Etappe am Samstag hatte nicht wie die vorherigen Teilstücke allein die Heimmannschaft Phonak bestimmt, sondern auch Cunegos Lampre-Team, das seinen Jungstar abgeschirmt in den Schlussanstieg hineinbrachte. Auf den letzten drei Kilometern lieferten sich die Erstplatzierten im Gesamtklassement den erwarteten Schlagabtausch vor dem Zeitfahren.
Den von Beginn an umkämpften und schnellen Tagesabschnitt am Samstag gewann Contador nach 3:40:49 Stunden. Der 22-Jährige, dessen Karriere letztes Jahr wegen einer lebensgefährlichen Gehirnerkrankung schon vorbei schien, hatte auf dem letzten Kilometer die größten Kraftreserven und konterte eine Attacke von Piepoli, der im Ziel schließlich vier Sekunden Rückstand hatte. Cunego gewann elf Sekunden nach dem Sieger den Spurt der Verfolger vor seinem Landsmann Stefano Garzelli, Miguel Angel Martin Perdiguero (Spanien) und Botero. Im Zweikampf mit Botero konnte Cunego insgesamt fünf Sekunden gut machen und seinen Zwei-Sekunden-Rückstand in eine knappe Führung verwandeln. Dritter ist der Russe Denis MEnchov (Rabobank) mit 13 Sekunden Rückstand.
Bester Deutscher auf der vorletzten Etappe war Jörg Jaksche (Ansbach) vom Team Liberty Seguros auf dem 19. Platz mit 37 Sekunden Rückstand auf seinen siegreichen Teamgefährten Contador, der sich sogar den Gesamtsieg zutraut. "Ich bin jetzt Vierter. Mal sehen, was morgen beim Zeitfahren passiert. Ich werde alles tun, um den Gesamtsieg zu holen", sagte Contador. Oder sollte doch Cunego die Riesenüberraschung im Kampf gegen die Uhr gelingen?
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Heute gibt's die abschließende Etappe, das Zeitfahren, ab 14:15 live im DSF. Da geht's um alles. Mein Tipp: Santiago Botero gewinnt die Rundfahrt. Wird aber sicher spannend. Also anschauen!!!
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59.Tour de Romandie
Santiago Botero meldet sich zurück
LAUSANNE, 01.05.05 (rsn) - Der Kolumbianer Santiago Botero (Phonak) hat sich nach zwei völlig verkorksten Saisons wieder zurückgemeldet mit einem großen Sieg bei der Tour de Romandie. Ähnlich wie Paris-Nizza-Sieger Bobby Julich bei CSC blühte der Südamerikaner erst wieder auf, nachdem er T-Mobile den Rücken kehrte. Am Sonntag gewann der 32-Jährige erstmals seit seinem Weltmeistertitel 2002 wieder ein Zeitfahren. Mit der Bestzeit im abschließenden Kampf gegen die Uhr über 20,4 km in Lausanne eroberte Botero das Gelbe Trikot von Damiano Cunego zurück und machte für sein Team den Heimsieg in der Westschweiz perfekt.
"Ich habe doch so lange nichts mehr gewonnen!", hatte Botero vor dem Zeitfahren die Favoritenrolle von sich gewiesen. Doch am Sonntag in Lausanne zeigte der kletterstarke Rouleur wieder die alte Klasse, die ihn bis vor zwei Jahren zu Triumphen bei Weltmeisterschafts- und Tour de France-Zeitfahren führte. Botero verwies mit der Zeit von 26:29 Minuten den Australier Bradley McGee (26:54) deutlich auf den zweiten Platz.
26:29 Minuten - das war ironischerweise genau die selbe Zeit, mit der Tyler Hamilton 2004 auf dem 20,4km-Kurs in Lausanne gewonnen hatte und den zweiten Gesamtsieg perfekt gemacht hatte. Inzwischen ist Hamilton, dessen Dopingaffäre Phonak an den Rand des Aus brachte, gesperrt. Doch Botero machte bei seiner neuen Mannschaft den Amerikaner vergessen. Die Phonak-Teamführung hatte nichts dem Zufall überlassen und an sechs Stellen die Abstände zu den Rivalen gemessen. Botero war an allen Punkten der Schnellste und auch der junge spanische Gesamtvierte Alberto Contador (Liberty), der nach seinem Sieg am Samstag Morgenluft gewittert hatte, stellte keine Gefahr dar (15. Platz.) Botero gewann auch die Sonderwertung "A Travers Lausanne" für den Schnellsten auf den letzten 5km.
Lampres Jungstar Damiano Cunego (27:04), dessen einzige Schwäche das Zeitfahren ist, kam am Sonntag auf einen durchaus starken vierten Platz hinter dem spanischen Rouleur Pereiro (Phonak), doch das reichte dem Italiener nicht, das bei der Bergetappe am Vortag eroberte Gelbe Trikot zu verteidigen. Der Girosieger war nach dem Etappensieg am Freitag dennoch zufrieden mit seinem "Formtest" (Cunego) bei der Schweizer Traditions-Tour. Im abschließenden Gesamtklassement belegt er mit 32 Sekunden Rückstand Platz 2 vor dem Russen Denis Menchov (Rabobank). Die deutschen Teams und Fahrer spielten bei dem zur ProTour-Serie zählenden Rennen Nebenrollen. Bester Deutscher war Jörg Jaksche auf dem 13.Platz.
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Riesengroße Gratulation an Santiago Botero! Er hat es sich nach all der Zeit des stetigen Falls verdient, wieder ganz oben zu stehen.
Damiano Cunego hat ebenfalls sehr überzeugt. Wird wohl schwer sein, ihn heuer beim Giro zu schlagen.
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Radsport
Zabel schafft das "Turm-Triple"
Ein historischer Sieg für Erik Zabel.Das hat noch keiner vorher geschafft: Als erster Fahrer gewinnt Erik Zabel zum dritten Mal den Radklassiker "Rund um den Henninger Turm". Der T-Mobile-Fahrer siegte am Sonntag den Sprint einer mehrköpfigen Ausreißergruppe.
BildergalerieRund um den Henninger Turm
Der Vize-Weltmeister, der sich lange nicht von einem Fersenbeinbruch aus dem Vorjahr erholt hatte, setzte sich nach 211,3 km im Schlussspurt einer Ausreißergruppe durch und verwies Alejandro Borrajo (Argentinien) und Gerolsteiner-Profi Markus Zberg (Schweiz) auf die Plätze.
Der 34-jährige Zabel beendete damit eine 344-tägige Durststrecke und bescherte seinem Rennstall binnen einer Woche den zweiten Sieg in dieser Saison. Bereits 1999 und 2003 hatte Zabel am Henninger Turm gesiegt. In 44 Jahren gelang das vor ihm keinem Fahrer. Rund 1,5 Millionen Zuschauer an der Strecke machten den Zabel-Sieg zum Volksfest. "Das ist wunderschön für so einen alten Sack wie mich. Ich hatte mir vorgenommen, 300 Meter vor dem Ziel anzugreifen. Die Zeiten, dass ich mich auf die letzten 100 Meter verlassen kann, sind vorbei", sagte Zabel.
21 Mannschaften am Start
Zabel setzte sich im Schlussspurt einer Ausreißergruppe durch.Um 10.50 Uhr hatte der neu gewählte Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer, Rudolf Scharping, den Startschuss für die 44. Auflage des Rennens gegeben. Insgesamt gingen 21 Mannschaften mit jeweils 8 Fahrern auf die Rundstrecke, die von Frankfurt durch den Taunus wieder zurück nach Frankfurt führte. Nach Ansicht des ehemaligen Verteidigungsministers könnte das Rennen ab 2007 mit dem ProTour-Status rechnen. Vorsichtshalber haben sich die Organisatoren schon für nächstes Jahr darum beworben.
Nachdem erste Ausreißversuche mehrerer Fahrer scheiterten, führte eine Attacke um Kilometer 50 zu einer zeitweise neunköpfigen Gruppe. Der Vorsprung der Fahrer - darunter Gerolsteiner-Profi Fabian Wegmann und T-Mobile-Fahrer Matthias Kessler - betrug zeitweise rund zwei Minuten. Bei der ersten Überfahrt des Mammolshainer Bergs bei Königstein mit einer maximalen Steigung von 26 Prozent brach die Gruppe dann auseinander.
Nach 110 Kilometern waren neben Kessler und Wegmann nur noch die beiden Deutschen Stefan Schumacher (Shimano) und Linus Gerdemann (AKUD) sowie Vorjahressieger Karsten Kroon vom Rabobank-Team dabei. Bei Kilometer 170 wuchs die Spitze auf 23 Fahrer, darunter auch der spätere Gewinner von "Rund um den Henninger Turm" Erik Zabel.
Die Plazierungen
1. Erik Zabel (Unna/Team T-Mobile) 5:10:34 Stunden
2. Alejandro Borrajo (Argentinien/Panaria)
3. Markus Zberg (Schweiz/Gerolsteiner)
4. Mirko Celestino (Italien/Domina Vacanze)
5. David Kopp (Rheinbach/Wiesenhof)
6. Petr Bencik (Tschechien/System ZVVS)
7. Cezary Zamana (Polen/Intel Action)
8. Holger Sievers (Hannover/Lamonta)
9. Stefan Schumacher (Nürtingen/Shimano)
10. Christophe Brandt (Belgien/Davitamon-Lotto) 11. Corey Sweet (Australien/Comnet Senges)
12. Erwin Thijs (Belgien/Bookmaker Sportstech), 13. Gerhard Trampusch (Österreich/Arnolds Sicherheit)
14. Karsten Kroon (Niederlande/Rabobank)
15. David George (USA/Barloworld)
16. Jörg Ludewig (Steinhagen/Domina Vacanze)
17. Fabian Wegmann (Freiburg/Gerolsteiner)
18. Steffen Wesemann (CH-Küttigen/T-Mobile) gleiche Zeit, Serge Baguet (Belgien/Davitamon-Lotto)
20. Igor Astarloa (Spanien/Barloworld)
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Mal was Neues probieren"
Zabel startet beim Giro d'Italia
BONN, 02.05.05 (rsn) - Erik Zabel (T-Mobile) brennt vor Tatendrang nach seinem ersten Saisonsieg bei "Rund um den Henninger Turm" am Sonntag. Wie seine Mannschaft am Montag bekanntgab, entschloss sich der 34-jährige Berliner kurzfristig für einen Start beim Giro d'Italia, der am kommenden Samstag in Reggio di Calabria beginnt. "Es läuft momentan hervorragend und ich bin der Meinung, dass der Giro sehr gut ins Programm passt", so der Sprintstar, der sich in Italien einrollen will für die Tour de France. "Bisher war der Mai immer mein wettkampffreier Monat", sagt Zabel. Nun wolle er "nach 14 Jahren der immer gleichen Vorbereitung etwas neues probieren".
Die Entscheidung für den Giro fiel Stunden nach Zabels Sieg in Frankfurt. Eigentlich war geplant, dass der 34 Jahre alte Sprinter nach dem Hennninger eine mehrwöchige Wettkampfpause einlegt und erst wieder Ende Mai bei der Bayern-Rundfahrt ins Renngeschehen eingreift. Nun aber "sind seine Fahrräder schon auf dem Weg nach Italien", wie T-Mobile-Sportdirektor Mario Kummer sagt. Mit der Entscheidung habe er „Eriks persönlichen Wunsch“ erfüllt, so der Teamchef.
Beim Giro hat Zabel mit Olaf Pollack und Andre Korff sprintstarke Helfer zur Seite. In Italien trifft der Berliner auf den derzeit in einer eigenen Klasse fahrenden Alessandro Petacchi. Zabel scheut sich offensichtlich nicht vor dem Duell mit dem Ligurier, der im vergangenen Jahr neun von 20 Etappen gewann. Dass der Giro eine gute Tour de France-Vorbereitung sein kann, hat derweil in den letzten Jahren Robbie McEwen bewiesen. Der Australier, der auch in diesem Jahr wieder beim Giro am Start ist, war allerdings immer (nach Etappensiegen) vor den hohen Bergen ausgestiegen.
Für Zabel stellt der Giro ebenfalls nur ein Zwischenziel dar. Den zwölften Start bei der Tour de France, den Team-Kollege Andreas Klöden im Winter öffentlich zur Diskussion gestellt hatte, hat der Berliner fest im Blick. Der künftige T-Mobile-Teammanager Olaf Ludwig deutete an, dass Zabel sicherlich wieder dabei sein wird in Frankreich. Zur Giro-Entscheidung von Zabel und Kummer sagte Ludwig, "als einer der möglichen Tour -Starter" solle Zabel weiter seine Form aufbauen. Mario Kummer hatte sich am Sonntag zu dem Thema diplomatisch wie immer geäußert: "Eriks Sieg war auf jeden Fall ein positives Zeichen, mit dem er sich und der Welt bewiesen hat, dass er es noch kann. Unsere Tour-Nominierung ist noch nicht gemacht - das ist ein fließender Prozess. Einige stehen fest, andere kommen hinzu." Nach der Tour de Suisse sollen die Namen Ende Juni genannt werden.
Nach seinem umjubelten und souveränen Sieg in Frankfurt hatte Zabel das Thema Tour zurückhaltend, aber deutlich angesprochen. "Alexander Vinokourov dürfte sich durch seinen Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich ins Tour-Team gefahren haben. Ich müsste mich mit meinem Erfolg bei 'Rund um den Henninger Turm' auch in diese Richtung bewegt haben." Auch für die anstehenden Vertragsverlängerung war der erste Saisonsieg ein starkes Argument.
Bei den Verhandlungen um eine Art Rentenvertrag ist jetzt Zabels Ehefrau Cordula, die die Familien-Finanzen managt, gefragt. Der Gatte glaubt, ihr durch seinen dritten Sieg in Frankfurt nach 1999 und 2002 dafür «gute Argumente» an die Hand gegeben zu haben. «Es geht auch um eine weitere Bindung an das Team über die sportliche Karriere hinaus. Das könnte ein ausschlaggebender Punkt sein. Bei Telekom hatte ich eine solche Vereinbarung getroffen, aber mein Chef heißt ja jetzt nicht mehr Ron Sommer», sagte Zabel, der dem Bonner Team, in dem er 1993 sein Profi-Debüt gab, die Treue halten will. Andere Möglichkeiten hatte Zabel, der sich im Siegestaumel am Sonntag etwas kokett als «alter Sack» bezeichnete, schon abgewehrt: «Ein Wechsel zu Gerolsteiner wäre dumm».
T-Mobile beim Giro:
Erik Baumann, Matthias Kessler, André Korff, Daniele Nardello (Italien), Olaf Pollack, Jan Schaffrath, Bram Schmitz (Niederlande), Christian Werner und Erik Zabel. Sportlicher Leiter: Valerio Piva.
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Interessante Idee, nur fürchte ich wird 'Ete' keine Etappe gewinnen können. Nicht gegen diesen Petacchi. Der ist wohl im Moment in Sprintankünften einfach unschlagbar!
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88.Giro d'Italia
Rosa Zeiten des Ciclismo
REGGIO CALABRIA, 05.05.05 (rsn) - Mit einem Mini-Prolog über 1,15km beginnt am Samstagabend in Reggio di Calabria ganz unten an der Spitze des italienischen Stiefels der Giro d'Italia. Die 88.Ausgabe der "Corsa Rosa" verspricht die aufregendste seit Jahren zu werden. Die ProTour lehnen die Giro-Organisatoren zwar ab und im Mutterblatt des Rennens, der Gazzeta dello Sport wird das "P-Wort" nach Möglichkeit vermieden. Doch die Italien-Rundfahrt verdankt der Reform, dass sie erstmals in einem Jahrzehnt wieder wirklich internationale Bedeutung hat und alle Topteams am Start sind. Auch der junge Titelverteidiger Damiano Cunego, in dem Italien den neuen Pantani zu sehen hofft und der sich nun beweisen muss, sorgt für den besonderen Reiz dieses Giro.
Cunego muss in den nächsten drei Wochen beweisen, ob er den riesigen Erwartungen gerecht werden kann, die sich an ihn knüpfen, seit er im vergangenen Jahr sensationell im Alter von 22 Jahren den Giro gewann auf Kosten seines verdutzten Teamleaders Gilberto Simoni. Der sympathische Youngster aus Verona, der im Oktober gleich auch noch das Klassikermonument Lombardei-Rundfahrt gewann, hat das Zeug dazu, die Radsportnation Italien zu verzaubern wie einst Marco Pantani. Cunego startet in diesem Jahr als einer der Topfavoriten, seine Form ist pünktlich da, wie er am Ende der Frühjahrssaison in Lüttich und mit einem zweiten Platz bei der Tour de Romandie bewies.
Interessant wird sein, wie Cunego mit dem Rollenwechsel vom unbekümmerten Außenseiter, der seinen eigenen Kapitän überrascht, zum Gejagten zurechtkommt. Eine Handvoll anderer Favoriten will Cunego zeigen, dass für ihn die Bäume zumindest noch nicht in den Himmel wachsen. Der 33 Jahre alte Gilberto Simoni, der zwei Mal den Giro gewann, möchte nicht noch einmal zum Helfer eines zehn Jahre jüngeren degradiert werden. Bei der Appenin-Rundfahrt am vorletzten Sonntag gewann Simoni und sagte, der Sieg gebe ihm "große Moral für den Giro". Fragen nach der Rollenverteilung bei Lampre wich er aus. Das Rennen wird die Antwort geben.
Ivan Basso vom dänischen CSC-Rennstall muss sich im Gegensatz zu den Lampre-Stars keine Gedanken machen um Teamloyalitäten. Das Bjarne Riis-Team ist ganz auf den Tour de France-Dritten ausgerichtet, der natürlich zu den Sieganwärtern zählt nach seinem starken Auftritt bei der letzten Frankreich-Rundfahrt, wo er in den Bergen oft als einziger Armstrong Paroli bieten konnte. Der Kampf ums Rosa Trikot beim 88.Giro beginnt bei der achten Etappe am 15.Mai mit dem 41km-Zeitfahren nach Florenz. Eigens dafür hat Basso sein Training umgestellt, an seinen Zeitfahr-Qualitäten gearbeitet. "Wir haben seine Technik geändert und wir haben gute Ergebnisse erzielt. Wir haben auch einige Details feinjustiert und alle möglichen Laufräder ausprobiert", schildert CSC-Teamchef Bjarne Riis die akribische Vorbereitung. Bassos großes Ziel ist in diesem Jahr das Rosa Trikot.
Die Kletterer werden vier Tage nach dem Zeitfahren bei der ersten großen Bergetappe (11.Etappe/Marostica - Zoldo Alto, 150km) zurückschlagen können. Die 13.Etappe zwischen Mezzocorona und St. Ulrich (218 km) mit sechs harten Bergen wird der Schlüssel für den Gesamtsieg sein. Vor den zwei weiteren Kletteretappen und der welligen 17.Etappe in Ligurien könnte das Gesamtklassement dann bereits vorläufig stehen. Die Entscheidung fällt beim zweiten Zeitfahren zwischen Chieri und Turin (34km) drei Tage vor der Ehrenrunde nach Mailand.
Die erste Woche des Giro gehört derweil den Sprintern, allen voran Alessandro Petacchi (Fassa Bortolo), der sich anschickt, seinen Rekord vom letzten Jahr (9 von 20 Etappen!) zu wiederholen. Zu den Gegnern des San Remo-Triumphators, der keine Schwächen zu haben scheint, zählen Robbie McEwen (Davitamon-Lotto), der beim letzten Giro als einziger Petacchi gefährlich werden konnte, und überraschend auch Erik Zabel (T-Mobile), der sich kurzfristig und überraschend für einen Giro-Start entschloss. Kaum einer traut "Ete" zu, dass er wie in alten Tagen gegen Petacchi gewinnt. Aber vielleicht versucht sich Zabel bei seinem Giro-Debüt auch weniger als Sprinter und mehr als Puncheur. "Die Zeiten, in denen ich mich auf die letzten 100 Meter verlassen kann, sind vorbei", so Zabel vielsagend nach seinem Sieg am Henninger Turm am Sonntag. Stunden später entschloss er sich für den Giro-Start.
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Etappen des 88. Giro d'Italia
7. Mai: Prolog Reggio Calabria 1,15 Km
8. Mai: 1. Etappe Reggio - Tropea 208 Km
9. Mai: 2. Etappe Cantanzaro - Santa Maria del Credo 182 Km
10. Mai: 3. Etappe Diamante - Giffone 205 Km
11. Mai: 4. Etappe Giffone - Frosinone 211 Km
12. Mai: 5. Etappe Celano - l'Aquilla 223 Km
13. Mai: 6. Etappe Viterbo - Grosseto 153 Km
14. Mai: 7. Etappe Grosseto - Pistoia 211 Km
15. Mai: 8. Etappe Lamporecchio - Florenz 45 Km (Zeitfahren)
16. Mai: 9. Etappe Florenz - Ravenna 139 Km
17. Mai: Ruhetag
18. Mai: 10. Etappe Ravenna - Rossano Veneto 212 Km
19. Mai: 11. Etappe Marostica - Zoldo Alto 150 Km
20. Mai: 12. Etappe Alleghe - Rovereto 178 Km
21. Mai: 13. Etappe Mezzocorona - St. Ulrich 218 Km
22. Mai: 14. Etappe Egna - Livigno 210 Km
23. Mai: 15. Etappe Livigno - Lissone 205 Km
24. Mai: Ruhetag
25. Mai: 16. Etappe Lissone - Varazze 210 Km
26. Mai: 17. Etappe Varazze - Limone Piemonte 194 Km
27. Mai: 18. Etappe Chieri - Turin 34 Km (Zeitfahren)
28. Mai: 19. Etappe Savigliano - Sestriere 190 Km
29. Mai: 20. Etappe Albese con Cassano - Mailand 119 Km
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(www.radsportnews.com)
Meine Tipps: Damiano Cunego für das Gesamtklassement, Alessandro Petacchi für die meisten Etappensiege.
mfg Robert |
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Rückkehr zum Giro d'Italia
Basso: "An die Tour denke ich nach dem Giro"
REGGIO DI CALABRIA, 07.05.05 (rsn) - Der Italiener Ivan Basso kehrt am Samstag nach fünf Jahren Abstinenz wieder zum Giro d'Italia zurück. Groß wurde der Lombarde bei der Tour de France, bei der er letztes Jahr Dritter wurde und in den Bergen Armstrong mitunter alleine Paroli bot. Nun will er den Sieg bei seiner Heimatrundfahrt.
Seit 2001 konzentrierte sich Basso immer auf die Tour, bei der er sich kontinuierlich steigerte bis zum Mitfavoriten. 2002 war er Gesamtelfter und errang das Weiße Trikot des besten Jungprofis, 2003 war er in Paris Siebter. Letztes Jahr gelang ihm der große Durchbruch mit dem Sieg bei der Etappe nach Mongie und dem Podiumsplatz auf den Champs-Elysées.
"Letztes Jahr gab es bedeutende Veränderungen für mich. Ich bin in ein neues Team (von Fassa Bortolo zu CSC) gekommen und dann war da diese Tour, die mir großes Selbstvertrauen gegeben hat. Ich habe heute größere Ziele", sagte ein entspannt wirkender Basso am Vorabend des Giro, den er erst zwei Mal zu Beginn seiner Karriere (Aufgabe 1999, 52./2000) fuhr. Mit 27 Jahren kehrt er nun zurück mit dem Gesamtsieg im Blick. "Der Giro ist nicht die Tour, das weiß ich", sagt Basso. "In Frankreich läuft das Rennen nach Armstrong und man muss auf ihn schauen und sehen, ob er einen schwachen Tag hat. Beim Giro werde ich anders fahren und nicht auf andere schauen."
Die Schlüsseletappen des Giro kennt Basso, im Training erkundete er beide Zeitfahr-Kurse und die großen Berge der zweiten Hälfte der Rundfahrt. Nur den Stelvio, das 2700 Meter hohe "Dach" des Giro, konnte er sich nicht anschauen wegen Schneefalls im Frühling. "Ich bin kein Zeitfahrspezialist und auch kein reiner Kletterer", sagt Basso, der aber auf beiden Feldern auch keine großen Schwächen hat. In diesem Jahr war von Basso noch nicht viel zu sehen. Einen Sieg konnte er noch nicht verbuchen. Das aber beunruhigt ihn gar nicht. "Das war genau so geplant, dass ich einen ruhigen Saisonstart fahre. Meine Ziele sind Giro und Tour de France. Ich habe keine Sorgen".
Auf die Frage nach der Konkurrenz, vor allem in Person des Lampre-Duos Damiano Cunego und Gilberto Simoni antwortet Basso zurückhaltend. "Ich fahre mein Rennen. Ich schaue nicht auf andere", sagt er. Die Mannschaft könnte aber mit zwei Leadern überfordert sein, deutet er an: "Lampre hat zwei Fahrer, die den Giro gewinnen können. Sie werden oft arbeiten müssen." Und wer ist der gefährlichste Gegner? Antwort: "Der Giro ist schwer. Die Straße entscheidet." Mit seinem zweiten großen Ziel will sich Basso noch nicht beschäftigen: "An die Tour de France denke ich, wenn der Giro vorbei ist."
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(www.radsportnews.com)
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Giro d'Italia: Die Strecke
Den italienischen Stiefel ganz rauf
88.Giro d'Italia
REGGIO DI CALABRIA, 07.05.05 (rsn) - Mit einem nächtlichen Mini- Prolog über 1150 Meter auf der Meerespromenade von Reggio di Calabria, die der schillernde italienische Lyriker Gabriele d'Annunzio einmal schwärmerisch - und ein bißchen übertrieben - den "schönsten Kilometer Italiens" nannte, beginnt am Samstagabend der diesjährige Giro d'Italia. Dem ersten Kilometer, der für die Favoriten sicher ohne Konsequenzen bleibt, schließen sich in 20 Etappen 3497 weitere an, bei denen 22.040 Höhenmeter zu bewältigen sind. Nächstes Jahr wird der Giro wieder weitab seines Heimatlands in der Wallonie beginnen. Diesmal bleibt er - bis auf 30km auf Schweizer Territorium bei der 15.Etappe - ganz in Italien, das von Süd nach Nord durchquert wird.
Organisationschef -Chef Castellano vor der Karte des Giro 2005 Foto: Roth
Nach dem kuriosen Prolog, wie es ihn bereits 1986 in Palermo (Urs Freuler gewann ein 1000 Meter-Zeitfahren) einmal gab, werden die Sprinter auf den ersten Etappen im Mittelpunkt stehen, bevor es für die Favoriten ernst wird. Zehn Teilstücke sind nach Veranstalterangaben "Sprinter-Etappen", doch das ist nur Theorie. Schon die erste Etappe nach Tropea hat im Finale einen knackigen Anstieg, der Attackierer einladen wird, den Sprintern um Alessandro Petacchi ein Schnippchen zu schlagen. Die 7.Etappe nach Pistoia in der Toskana mit dem Sammome (553 m/6 km mit 8 %) ist ohnehin gemacht für Fahrer wie Lokalmatador Paolo Bettini, der sich das Teilstück in der Vorbereitung genau angeschaut hat.
Am vorletzten Tag kann alles passieren
Die Kletterer kommen ab dem 11.Teilstück, wenn es in die Dolomiten geht, auf ihre Kosten. Und wie! Der neue und spektakuläre Anstieg des Colle Finestre bei der 19. und vorletzten Etappe nach Sestriere bildet den Höhepunkt der Kletterei: 18,5km lang und im Schnitt 9,2 Prozent steil, führt die Straße aus dem Tal 1694 Höhenmeter (!) hinauf auf den 2178 Meter hoch gelegenen Pass. Die ersten 10km sind asphaltiert, der Rest ist ein besserer Waldweg. Und von der Passhöhe aus sind es nur noch 25km ins Ziel, vor dem nach kurzer Abfahrt auch nochmal ein 16km langen Schlussanstieg zu erklettern ist. Hier am vorletzten Tag des Giro kann noch alles passieren. Hier kann ein Träger des Rosa Trikot noch alles verlieren.
Nach dem Prolog, der eigentlich viel zu kurz ist für Spezialisten, gibt es zwei große Zeitfahren, bei denen Rouleurs Boden gutmachen können auf die Kletterer. Das erste (45km) steht nach der ersten Woche in der Toskana zwischen Lamporecchio und Florenz, der Heimatstadt des großen "campionissimo" Gino Bartali an. Ein zweites folgt zwei Tage vor Schluss auf einem 34km-Kurs zwischen Chieri and Turin, dem Austragungsort der nächsten Olympischen Winterspiele im kommenden Februar. Bei beiden Zeitfahren steht ein Anstieg der 3.Kategorie im Profil: Beim ersten in der Toskana der Pinone (8,5km lang), beim zweiten in Piemont der Superga (7,5 km).
Drei Bergankünfte gibt es beim Giro 2005. Die erste am Zoldo Alto (11.Etappe), dann Limone Piemonte (17.Etappe) und schließlich Sestrière mit dem fürchterlichen Colle Finestre bei der 19.Etappe, der nur noch die traditionelle Ehrenrunde nach Mailand folgt. Der 88.Giro hat sich wieder seinen Wurzeln besonnen und ist der bergigste der letzten Jahre. Insgesamt sind über 22.000 Höhenmeter (gegenüber 18.700 m im letzten Jahr) zu absolvieren. Die 13.Etappe führt über drei Zweitausender in den Dolomiten. Am nächsten Tag führt die Etappe nach Livigno unweit der Schweizer Grenze über den 2758 Meter hohen Stelvio, der die "Cima Coppi", das Dach des Giro bildet.
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88.Giro d'Italia - 1.Etappe
Bettini nach erstem Giro-Etappensieg in Rosa
TROPEA, 08.05.05 (rsn) - Der italienische Olympiasieger Paolo Bettini (Quick Step) gewann am Sonntag in Tropea die erste Etappe des Giro d'Italia und übernahm das Rosa Trikot des Gesamtbesten. Bettini attackierte auf dem letzten Kilometer an einem kurzen, aber giftig steilen Anstieg und gewann mit einigen Sekunden Vorsprung vor dem großen Feld. Den Sprintspezialisten blieben nur die weiteren Plätze: Zweiter war der Australier Robbie McEwen vor dem italienischen Sprint-Star Alessandro Petacchi und einem weiteren "Aussie", Baden Cooke.
Der 31 Jahre alte Bettini, der wegen Krankheiten eine verkorkste Frühjahrssaison hatte und erst Ende April in Lüttich (Vierter) wieder große Form zeigte, feierte seinen ersten Saisonsieg bei der Etappe, die von vornherein für einen Fahrer wie ihn prädestiniert war. Für die kleine "Grille" aus der Toskana war es auch der erste Etappensieg beim Giro, an dem der Klassikerspezialist in den letzten beiden Jahren nicht teilgenommen hatte. "Es ist das erste Mal,dass ich eine Etappe des Giro gewinne. Und dann hole ich gleich auch noch die Maglia Rosa!", strahlte Bettini. "Ich musste neun Jahre als Profi darauf warten, dieses Trikot zu tragen. Das werde ich jetzt nicht einfach so hergeben."
In der Gesamtwertung führt Bettini nach der ersten Etappe jetzt mit 12 Sekunden vor McEwen und 14 Sekunden vor Petacchi; beide könnten mit einem Etappensieg (20 Sekunden Zeitgutschrift) Bettini die Führung wieder abjagen. McEwen und Petacchi, die einen starken Eindruck hinterließen, dürften sich bei den folgenden (wirklichen) Flachetappen ein heißes Duell liefern, während Erik Zabel (am Sonntag Sechster) auf ein kleines Wunder hoffen muss; im Sprint hat der 34-jährige Berliner, der Cipollinis Knall-auf-Fall-Rücktritt bewunderte ("So mache ich es vielleicht auch mal"), wohl keine Chancen mehr gegen die Besten der Zunft, die bei seinem einzigen Saisonsieg in Frankfurt fehlten. Der kleine Anstieg 600 Meter vor dem Ziel zwischen Strand und der Innenstadt des kleinen Badeorts Tropea hätte für Zabel die Chance geboten, bei seinem Giro-Debüt seine Qualitäten als Puncheur auszuspielen, doch da ist eben dann ein Bettini noch stärker.
Aus dem unter der flamme rouge wie an einer perlenschnur aufgereihten Feld attackierte Bettini genau nach Plan an der steilsten Passage (15 Prozent!) des Anstiegs, fuhr 50 Meter Vorsprung heraus und brachte seinen Vorsprung ins Ziel. "Dieser Anstieg heute war perfekt für mich", sagte Bettini. "Am letzten Freitag habe ich mir den Kurs angeschaut und sofort hatte ich den Etappensieg als Ziel. Auch das Rosa Trikot war im Hinterkopf. Ich bin sehr, sehr glücklich, dass es mir gelungen ist. Ich habe den Giro vermisst und ich wollte mich mit etwas besonderem zurückmelden", so Bettini mit einem ansteckenden Lachen im Gesicht.
Zu den Geschlagenen musste sich Danilo di Luca zählen, der Puncheur, der bei den Ardennnenklassikern Amstel Gold und Wallonischem Pfeil an ähnlich steilen Schlussanstiegen alle abgehängt hattte. "Ich war schlecht platziert. Es war im Finale sehr gefährlich, da sind einige volles Risiko gefahren. Unter diesen Umständen bin ich (mit dem 7.Platz) zufrieden. Bravo an Bettini, das war eine Nummer, die er gebracht hat. Ich denke jetzt an die Etappe nach Aquila (Donnerstag). Das ist nicht weit weg von mir zuhause und der Kurs liegt mir", so der aus den Abbruzzen stammende Süditaliener.
Die 208km lange Auftaktetappe nach dem schrillen nächtlichen Mini- Prolog in Reggio am Samstag- abend hatte ein Aureißer- Quartett mit den Italienern Leonardo Scarselli und Stefano Zanini, dem Holländer Thorwald Veneberg und Gerolsteiner-Youngster Sven Krauss aus Herrenberg geprägt. Die Vier waren in der ersten Stunde weggefahren und kamen auf einen maximalen Vorsprung von elf Minuten, wurden dann aber vom Peloton nach und nach wieder gestellt. Sven Krauss, beim Prolog Zehnter, holte sich unterwegs bei den Zwischenspurts das Blaue Intergiro-Trikot. Das war kein Zufall: Seine Mannschaftskollegen hatten interne Wetten laufen, dass Krauss bei diesem Giro "irgendwann" mal das blaue Trikot tragen wird...
Der italienische Mitfavorit Ivan Basso war derweil der Verlierer des Tages, obwohl er als 20. über die Ziellinie rollte. Im aufgerissenen Feld saß der Tour de France-Dritte fest und büßte fünf Sekunden auf seine Rivalen Cunego und Simoni (beide 4 Sekunden hinter Bettini) ein. Die erste Aufgabe des Giro war bereits zu verzeichnen. Der Franzose Didier Rous, der in der Nacht bereits an einer Magenverstimmung litt, stieg nach wenigen Kilometern vom Rad.
Nach dem Zeitfahren, das keines war und einer Flachetappe, die auch keine war, folgt am Montag nun eine eindeutige Sprinteretappe. Das zweite Teilstück zwischen Catanzaro Lido und Santa Maria del Cedro (182 km) endet auf einer 4000 Meter langen Zielgeraden auf einer Promenade am Thyrrenischen Meer.
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88.Giro d'Italia - 2.Etappe
Frösi vor Petacchi...
88.Giro d'Italia
SANTA MARIA DEL CEDRO, 09.05.05 (rsn) - Robbie McEwen (Davitamon) gewann am Montag den heftig umkämpften ersten Massensprint des 88.Giro d'Italia und eroberte dank der Zeitgutschrift das Rosa Trikot des Gesamtbesten. Bei dem zweiten Teilstück über 182km zwischen Catanzaro Lido und Santa Maria del Cedro setzte sich der Australier durch vor dem Spanier Isaac Galvez. Der Leipziger Robert "Frösi" Förster (Gerolsteiner) fuhr - für viele nicht überraschend - auf einen dritten Platz und ließ dabei sogar Italiens Sprinterstar Alessandro Petacchi hinter sich.
McEwen, vor der Etappe Gesamtzweiter, bekam für den Etappensieg 20 Sekunden Zeitgutschrift und nahm Vortagessieger Paolo Bettini (Quick Step) das Rosa Trikot wieder ab. Der Olympiasieger liegt nun acht Sekunden hinter dem Australier, der zum sechsten Mal in seiner Karriere einen Giro-Etappensieg feierte. Der in Belgien lebende 32-Jährige hatte bei allen seinen Giro-Teilnahmen mindestens eine Etappe gewonnen und war vor den Bergen ausgestiegen, um sich für die Tour de France zu schonen.
Für Petacchi, der im Vorjahr neun der 20 Giro-Etappen gewonnen hatte, endete die Spurtentscheidung mit einer Enttäuschung, nachdem ihn sein Team wie immer nach Lehrbuch auf die lange Zielgerade gebracht hatte. Doch Petacchi ließ sich in der rustikalen Sprintentscheidung einklemmen.
Förster, der im Gewusel zunächst sogar leicht bremsen musste, fand am Ende eine Lücke und trat kraftvoll an. Zeitweise sah es sogar aus, als ob ihm die ganz große Überraschung gelingen würde. Der 27 Jahre alte Sachse, der exklusiv für RADSPORT-NEWS.COM in einem Rennfahrer-Tagebuch berichtet, fährt bei seiner dritten Giro-Teilnahme erstmals auf eigene Rechnung. Letztes Jahr war er als Anfahrer für den inzwischen zu T-Mobile gewechselten Olaf Pollack eingesetzt worden. Der Kolkwitzer kam am Montag als zweitbester Deutscher auf Platz 13, während sich Erik Zabel (153.) ganz aus der Entscheidung heraushielt.
Überschattet wurde der Tagesabschnitt vom Sturz des Basken Alberto Lopez de Munain vom Euskatel-Team, der aus dem Tritt geriet, nachdem er das Rad des Vordermanns touchierte. Er stürzte mit dem Kopf gegen eine Leitplanke, verlor kurzzeitig das Bewußtsein und wurde per Ambulanz ins Krankenhaus von Cetraro gebracht. Sein Zustand ist nicht kritisch laut der ersten Diagnose. Ein befürchteter Schädelbruch und eine Verletzung der Wirbelsäule wurden nach dem Röntgen ausgeschlossen. Der 33-Jährige kam mit Rippen- und Schlüsselbeinbrüchen letztendlich noch glimpflich davon.
Bestimmt wurde das Renngeschehen in Kalabrien lange Zeit von einer sechsköpfigen Spitzengruppe (Schnyder, Bichot, Sentjens, Schmitz, Di Biase, Krauss) , die sich nach 34 Kilometern abgesetzt hatte. Zu dem Sextett gehörte auch wieder Gerolsteiner-Youngster Sven Krauss aus Herrenberg, der mit einen Sieg beim einzigen Zwischensprint ("Intergiro") das am Sonntag in einer ähnlichen Flucht erkämpfte Blaue Trikot des Intergiro-Führenden verteidigte. Etwa 20 km vor dem Ziel war die Ausreißergruppe, die zeitweise 7 Minuten Vorsprung hatte, gestellt worden und es kam erwartungsgemäß zur ersten Sprintentscheidung der Rundfahrt.
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(www.radsportnews.com)
Der unschlagbar scheinende König des Sprints, Alessandro Petacchi, ist geschlagen. Dennoch: Wenn im Sprint nicht alles gegen ihn läuft wie diesmal, kann ihn noch immer keiner schlagen. Und das wird er gewiss auch bald beweisen. Abwarten!
Dennoch natürlich herzlichen Glückwunsch an McEwen der sich den Sieg verdient hat. Vielleicht kann er ja während des Giros noch einen drauflegen.
mfg Robert |
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88.Giro d'Italia - 3.Etappe
Di Luca wie in den Ardennen - Cunego fleißig
GIFFONI VALLE PIANA, 10.05.05 (rsn) - Der Italiener Danilo Di Luca (Liquigas) gewann am Dienstag im kampanischen Giffone die dritte Etappe der Italien- Rundfahrt im Sprint einer Spitzengruppe knapp vor seinem Landsmann Damiano Cunego (Lampre). Der Vorjahressieger und Giro- Favorit machte dank der Zeitgutschrift für den zweiten Platz 12 Sekunden auf seine Rivalen gut. Das Rosa Trikot trägt derweil vorerst wieder Olympiasieger Paolo Bettini (Quick Step), der die Gesamtführung, die er am Vortag an Etappensieger Robbie McEwen verloren hatte, zurückeroberte. Bei dem 205km langen Teilstück am Dienstag stand 10km vor Schluss ein Berg im Profil, der die Sprintspezialisten ausbremste.
In der letzten Kurve, 250 Meter vor der Ziellinie, war Di Luca angetreten, nachdem er eigentlich zunächst den Spurt für seinen Teamkollegen Garzelli (3.) anziehen wollte. "Heute morgen haben wir abgesprochen, für Stefano zu fahren, aber er konnte 500 Meter vor Schluss nicht mein Hinterrad halten, da bin ich selbst gesprintet. Er hat sich auch für mich gefreut. Und in den Bergen fahre ich für ihn", sagte Di Luca, der einen knappen Vorsprung auf Cunego rettete. Der Jungstar aus Verona zeigte schon seit dem Prolog, dass er seinen Vorjahressieg unbedingt wiederholen will. Am Dienstag wäre er beinahe zu seinem ersten Etappensieg gekommen, doch der 23-Jährige agierte zu vorsichtig in der letzten Kurve, was ihn den Etappensieg kostete. "Ich war nah an Di Luca dran, Nur ein bißchen hat gefehlt", sagte Cunego, der dennoch zufrieden war, seinen Rivalen erneut ein paar Sekündchen abgenommen zu haben. Man kan nie wissen, ob diese nicht irgendwann entscheidend sind.
"Ich habe die gleiche Form wie bei den Ardennenklassikern", sagte Danilo di Luca, der seit seiner Siegesserie im April mit Triumphen bei der Baskenland-Rundfahrt und den Ardennenklassikern Amstel Gold Race und Wallonischer Pfeil das Weiße Trikot des ProTour-Leaders trägt, das bei einer großen Rundfahrt noch gewöhnungsbedürftig ist zwischen all den anderen Wertungstrikots. Di Luca hat den ProTour-Gesamtsieg im Blick (fährt auch die Tour de Suisse um zu punkten), aber beim Giro will er es am liebsten loswerden: "Ich will jetzt das Rosa Trikot holen. Am Donnerstag habe ich die Chance mit einem Etappensieg", sagte er am Dienstag. Der 29-Jährige aus den Abbruzzen feierte zum dritten Mal einen Giro-Etappensieg nach Peschici 2000 und Montevergine im Jahr darauf. Im Gesamtklassement liegt Di Luca jetzt neun Sekunden hinter Bettini, der als Sechster über die Ziellinie rollte. Cunego ist nun bereits Gesamtdritter mit 17 Sekunden Rückstand. "Ich fühle mich gut. Der Giro hat ja erst angefangen", sagte Cunego.
Paolo Bettini freute sich derweil über die Rückeroberung der maglia rosa. "Meine Mannschaft hat heute gearbeitet, als ob ich es tragen würde. Am Anstieg hatten wir die gleichen Interessen wie Di Lucas Team", sagte Bettini, der im Sprint "einen kleinen Fehler" machte. "So ist das Rennen! Ich freue mich über das Rosa Trikot. Ich will es jetzt so lange wie möglich behalten. Vielleicht bis nach Hause in die Toskana? Das wäre großartig."
Di Luca und seine Teamkollegen (Cioni, Noè, Garzelli) hatten das Tempo verschärft am Anstieg von Santa Tecla wenige Kilometer vor dem Ziel. Der Berg der 2.Kategorie erwies sich erwartungsgemäß als zu schwer für die reinen Sprintspezialisten wie McEwen und Alessandro Petacchi, die mit einer Minute Rückstand ins Ziel kamen. In der 50 Mann starken Gruppe um Di Luca hielt sich neben allen Giro-Favoriten wie Ivan Basso, Gilberto Simoni, Stefano Garzelli und Paolo Savoldelli auch der junge Gerolsteiner-Profi Markus Fothen. Der Bauernsohn aus Westfalen belegte als bester Deutscher Platz 13. Sein 22 Jahre alter Teamkollege Sven Krauss verteidigte das blaue Intergiro-Trikot. Bei der einzigen Zwischenwertung holte sich der Herrenberger die Punkte hinter dem Solo-Ausreißer des Tages.
Die 205km lange Etappe zwischen Kalabrien und Kampanien im Süden von Neapel hatte der Australier Russell Van Hout geprägt mit einer langen Flucht. Der Profi vom kolumbianisch-italienischen "Selle Italia"-Team war nach 8km davongefahren und führte zeitweise mit 17 Minuten Vorsprung. 30km vor dem Ziel war sein "TV-Ritt" vorbei. Das ganze Rennen zu Ende ist derweil für die Belgier Christophe Detilloux (Knieschmerzen) und Tom Steels (Magenverstimmung). Beide stiegen in der ersten Hälfte des Rennens vom Rad.
Am Mittwoch folgt die vierte Etappe, bei der der Giro weiter seinen Weg gen Norden fortsetzt. Das Teilstück zwischen Giffoni Valle Piana und Frosinone südlich von Rom ist 211km lang und ganz flach. Auf der 700 Meter langen Zielgeraden wird eine Sprintankunft erwartet.
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88.Giro d'Italia - 4.Etappe
Deklassierter Bettini wütend: "Nie irregulär!"
FROSINONE, 11.05.05 (rsn) - Der im Rosa Trikot fahrende Paolo Bettini (Quick Step) sprintete am Mittwoch in Frosinone südlich von Rom bei der vierten Etappe des Giro d'Italia als erster über die Ziellinie, doch seinen zweiten Etappensieg konnte er nicht feiern. Die Jury deklassierte den Olympiasieger, der nach Ansicht der Schiedsrichter im Spurt nach 211km den Australier Baden Cooke (FdJeux) 75 Meter vor Schluss an die Bande gedrängt hatte. Zum Sieger erklärt wurde der zweitplatzierte Italiener Luca Mazzanti (Panaria).
Im Zielsprint war Bettini vorne fahrend 120 Meter vor Schluss leicht nach innen gezogen. Baden Cooke versuchte genau dort den Italiener zu überholen und kam an der Bande spektakulär zu Fall. Der Australier verletzte sich nicht und machte eine kleine Show daraus, wie er trotzig zu Fuß ins Ziel ging. Hinter der Ziellinie trafen sich die beiden Kontrahenten. Bettini sprach Cooke an, doch der machte nur eine abfällige Geste. Nach Ansicht der Jury ist Bettini irregulär gesprintet und der Italiener wurde auf Platz 4 zurückgesetzt hinter "Sieger" Luca Mazzanti, Dario Cioni und Michele Scarponi. Quick Step legte vergeblich gegen die Entscheidung Protest ein.
Bettini war wütend nach der Jury-Entscheidung, die er - wie mancher Beobachter auch - für eine Fehlentscheidung hielt, weil er vorne fuhr und damit eigentlich "Vorfahrt" genießt. "Ich bin 300 Meter vor Schluss angetreten. Wie alle Sprinter dieser Welt es tun, bin ich dann etwas zur Seite gefahren. Im Sprint ist meine Kette gesprungen, ich habe überhaupt nicht mitbekommen, was hinter mir vorgeht. Wenn das irregulär war, dann kann ich auch gleich nach Hause fahren", schimpfte Bettini.
Das Rosa Trikot verteidigte Bettini auch nach dem vierten Platz. Wegen der Kontroverse und den erhitzten Debatten bekam die "Grille" das "Maglia Rosa" schließlich erst 40 Minuten nach dem Rennen. Ein Rekord... Auf dem Podium war Bettini trotzdem immer noch wütend. Die Flasche Sieger -Spumante stellte er demonstrativ weg, statt wie sonst die Zuschauer damit zu bespritzen. "Ich bleibe im Giro, aber nur fürs Team!", grummelte Bettini später.
Die 220km lange Etappe (wegen einer leichten Streckenänderung neun Kilometer länger als eigentlich ausgewiesen) war durch ein Fluchtduo mit dem Franzosen Cédric Vasseur und dem Italiener Marco Pinotti geprägt worden, die sich nach 24 km abgesetzt hatten. Die Ausreißer fuhren bis zu fünf Minuten Vorsprung heraus, doch 28km vor Schluss waren sie wieder eingeholt. Bereits vor dem turbulenten Geschehen auf der Zielgeraden war es 13 km vor dem Ziel zu einem schweren Sturz gekommen, in den rund ein Dutzend Fahrer verwickelt waren. Danach war das Hauptfeld in mehrere Gruppen zersplittert worden. Ein Opfer wurde Mitfavorit Paolo Savoldelli, der dadurch 40 Sekunden verlor. Vorne war eine 50 Mann starke Gruppe übrig und Bettini wusste, dass das Finale mit einem kleinen Anstieg perfekt sein würde für ihn. Die meisten Sprinter waren entweder gar nicht mehr dabei und konnten auf der kurzen Abfahrt ins Ziel auch nicht mehr nach vorne aufschließen. Oder sie hatten wie Zabel (7.), MCEwen (9.) und Petacchi (20.) nach dem herben Finale nicht mehr die Beine, um ihre Endschnelligkeit auszuspielen. Alles sah nach einem Bettini-Sieg aus - bis zu Cookes wildem Überholversuch und der anschließenden umstrittenen Jury-Entscheidung.
"Über den Sieg heute freue ich mich nur halb, denn Paolo ist mein Freund", sagte Luca Mazzanti, der als erster Starter beim Prolog die 88.Italien-Rundfahrt eröffnet hatte und nun zu einem unverhofften ersten Giro-Etappensieg kam. Bettini hatte ihn im Sprint klar hinter sich gelassen. Zu der Jury-Enstcheidung wollte er sich nicht äußern ("Ich hatte die Augen auf der Straße und habe nichts gesehen") Der 31-Jährige aus Bologna ist seit 1997 Profi und feierte seinen größten Erfolg. Für die kleine Panaria-Mannschaft, eine von zwei Nicht-ProTour-Teams im Feld, war es bereits der zweite Etappensieg, nachdem der Australier Brett Lancaster den Prolog gewonnen hatte.
Auch am Donnerstag werden die Sprintspezialisten keine Chance bekommen. Die fünfte Etappe führt über 223km von Celano nach Aquila über ein welliges Terain durch den Nationalpark Abruzzen, wo zwei Berge der zweiten Kategorie auf die Fahrer warten. 60km vor dem Ziel folgt der 845m hohe Monte Urano, ein kurzer (4,4km), aber steiler (9,6 Prozent) Berg der ersten Kategorie. Die Ziellinie liegt am Ende eines 1300 Meter langen Anstiegs (erst 500 m mit 8 %, dann 800 m mit 6 %) im Herzen der Abruzzen-Städtchen Aquila. Besonders heiß wird Danilo di Luca sein, der aus der Region stammt und dem der Kurs auf den Leib geschrieben zu sein scheint.
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88.Giro d'Italia - 5.Etappe
Di Luca macht die Hausaufgaben
L'AQUILA, 12.05.05 (rsn) - Das wellige Profil und der gut einen Kilometer lange Schlussanstieg der fünften Etappe des Giro d'Italia über 223km zwischen Celano und L'Aquila in den Abruzzen waren (wie) gemacht für Danilo di Luca, der aus der Region stammt. Der Liquigas-Profi löste die gestellte Aufgabe am Donnerstag bravourös und quasi mit Ansage. Auf den letzten 50 Metern setzte sich Di Luca durch vor Marzio Bruseghin (Fassa Bortolo). Nach seinem zweiten Etappensieg konnte der Italiener auch das weiße ProTour-Leader-Trikot gegen das Rosa Trikot eintauschen, das er dem unglücklichen Quick Step-Star Paolo Bettini, dem am Vortag ein (mehr oder weniger) regulärer Sieg versagt wurde, abnahm.
Di Luca setzte sich durch am Ende des 1300 Meter langen Schlussanstiegs, der ein bißchen an die Finals der Ardennenklassiker Amstel Gold und Wallinischer Pfeil erinnerte, die der starke Puncheur im April in ähnlicher Manier gewonnen hatte. Bereits vor zwei Tagen hatte Di Luca die Etappe in Giffoni gewonnen, das begehrte Maglia Rosa da aber verpasst. Die nächsten Plätze gingen am Donnerstag an Bruseghin, der am Ende 300 Meter vor Schluss die Initiative ergriff, mit zwei Sekunden Rückstand gefolgt vom Kolumbianer Mauricio Ardila und dem Belgier Bjorn Leukemans. Die Favoriten Ivan Basso und Damiano Cunego dahinter in Lauerstellung. Bester Deutscher war Markus Fothen (Gerolsteiner) aus Kaarst auf Platz 27. Im Gesamtklassement belegt Di Luca dank der 20 Sekunden Zeitgutschrift für den Sieg die erste Position vor Bettini (+ 3 Sekunden) und dem Italiener Luca Mazzanti (Panaria/+ 25 Sek.)
Bei der längsten Etappe des Giro war Paolo Bettini der Verlierer des Tages. Mit Wut im Bauch nach dem kontroversen Finale am Vortag fuhr der kleine Toskaner offensiv und war in einer 21 Mann starken Ausreißergruppe dabei, die sich in mehreren Wellen formierte und 180km lang das Geschehen bestimmte.
"Ich bin die Flucht nicht wegen dem, was gestern in Frosinone passiert ist, gefahren", behauptete Bettini, was man ihm aber sicher nur bedingt abnehmen mag. "Es war interessant, weil wir einige Mann waren und keine Fahrer dabei waren, die auf den Gesamtsieg fahren. Aber Liquigas wollte die Etappe", sagte Bettini, dessen starker Leistung auch Di Luca Respekt zollte: "Bettini war fabelhaft heute. 200km vorne! Ich habe ihm gratuliert, als wir wieder rankamen."
Im Feld hinter den Ausreißern reagierte zunächst Cunegos Lampre-Team, als der Vorsprung fast neun Minuten erreichte (KM 103). Am Anstieg des Monte Urano 60km vor Schluss war das Feld bereits wieder bis auf zwei Minuten heran und es war da schon klar, dass Bettini und Co. nicht durchkommen werden. Der 23 Jahre alte Venezuelaner José Rujano attackierte an dem ersten Berg der 1.Kategorie. Acht seiner Mitausreißer schlossen in der Folge auf (Parra, Van Huffel, Gil, Wegelius, Eltink, Bettini, Rodriguez).
Die dezimierte Fluchtgruppe versuchte noch einmal alles und 40km vor Schluss war der Vorsprung wieder leicht angewachsen. Doch Di Lucas Liquigas-Mannschaft führte im Finale das Feld wieder heran. 16km vor Schluss stemmten sich vier aus der Gruppe (Eltink, Parra, Petrov, Gil) gegen das unausweichliche, doch 4km vor dem Ziel waren auch sie gestellt. Die Entscheidung fiel am Schlussanstieg. Während Bettini am Ende 39. wurde, gewann Di Luca genauso, wie er es vor zwei Tagen versprochen hatte und unter den Augen seiner zu Tränen gerührten Mamma
Der 29 Jahre alte Danilo Di Luca, der im April die Führung im ProTour-Klassement mit einer Siegesserie (Bakenland, Amstel, Wallonischer Pfeil) eroberte, feierte zum vierten Mal in seiner Karriere einen Giro-Etappensieg. "Letztes Jahr war ich am Boden und dieses Jahr ist einfach fantastisch. Ich bin nur glücklich. Das Rosa Trikot war mein Ziel. Und ich habe die Etappe in den Abruzzen geholt. Meinen Giro habe ich schon gewonnen", sagte Di Luca, der keine Siegambitionen beim Giro hat und in den hohen Bergen als Helfer von Mitfavorit Stefano Garzelli agieren will.
Am Freitag kehrt der Giro wieder ans Thyrrenische Meer zurück. Die sechste Etappe über 152km von Viterbo nach Marina di Grosseto führt über ein nur leicht welliges Terrain und auf der 350 Meter langen Zielgeraden nach drei 6km-Schlussrunden könnten mal wieder die Sprinter das Sagen haben, die bei diesem Giro bisher wenige Gelegenheiten hatten.
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