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Robert
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PostPosted: 18.02.2005 00:21 Reply with quoteBack to top

Quote:
TAS bestätigt Dopingsperre
Millar kann ab 23.Juni 2006 wieder Rennen fahren

Foto: Roth
LAUSANNE, 17.02.05 (rsn) - Der britische Dopingsünder David Millar hat vor dem internationalen Sportgerichtshof in Lausanne einen Teilerfolg errungen mit der Berufung gegen seine zweijährige Sperre. Er könnte - theoretisch - bereits bei der Tour de France 2006 wieder dabei sein.


Der Tribunal arbitral du sport (TAS) wertete zwar die zweijährige Dopingsperre gegen den 28-jährigen Briten, dem der Weltmeistertitel im Zeitfahren aberkannt worden war, nachdem er bei Polizeivernehmungen im Rahmen der Cofidis-Affäre von 2004 EPO-Doping zugeben musste, als "angemessen". Doch gab das Gericht Millar am Donnerstag Recht, was den Start der Sperre angeht. Der britische Verband sperrte ihn ab dem 5.August. Der Rennfahrer hatte nun in seiner Berufung gefordert, dass der Beginn der Zwei-Jahressperre auf den 24.Juni 2004 datiert werden müsse. Dem folgte das Gericht.

Der TAS stellte fest, dass Millar nach seiner Verhaftung im Juni 2004 "nicht mehr an Wettbewerben teilnehmen konnte" und er zudem "unverzüglich und freiwillig" seinen Rückzug aus dem britischen Olympia-Team erklärt habe. "Als Folge haben die Richter des TAS entschieden, dass die zweijährige Sperre ab dem 24.Juni 2004 berechnet werden muss, wie von Millar gefordert und am 23.Juni 2006 endet", hieß es in einer Erklärung des Gerichts.

Millars Sperre wird nun eine Woche vor der Tour de France 2006 ablaufen. Doch einem Start bei der "großen Schleife" steht doch noch einiges im Wege. Der Brite müsste erst einmal ein Team finden (Stichwort Antidopingcharta der ProTour-Teams). Noch fraglicher ist aber, wie Millar ganz ohne Rennpraxis die Form finden will, um am wichtigsten Rennen der Welt teilzunehmen.



Ist zwar noch ne Weile hin, bis er wieder an den Start gehen kann, ist aber sicherlich interessant zu beobachten, wie er sich nach der Rückkehr in den Rennzirkus so schlagen wird. Schließlich wurde er auf dem Höhepunkte seiner Karriere (selbstverschuldet!!!) da rausgerissen und ohne Epodoping wird er niemehr nur annähernd an diese Leistungen anknüpfen können. Wer seine Fahrt zum jetzt aberkannten WM Titel 2003 gesehen hat, weiß wovon ich rede. Da wusste man beim Zuschauen bereits, dass der da irgendwo ziemlich nachgeholfen haben musste. Schließlichlich waren die anderen ja auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen.

mfg Robert
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Robert
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PostPosted: 21.02.2005 23:27 Reply with quoteBack to top

Hier mal ein kurzer (zugegebenermaßen etwas älterer) Artikel zur diesjährigen Tour de France und ihrem Streckenplan:

Quote:
Karlsruhe und Pforzheim sind Etappenorte

Karlsruhe und Pforzheim sind bei der kommenden Tour de France Etappenorte. Das wurde am Donnerstag (28.10.04) in Paris bei der Vorstellung der Strecke bekannt gegeben.

Die Tour führt durch Deutschland.

Auf deutschem Boden legt die Tour-Karawane auf der 7. und 8. Etappe 178 km zurück. Die 92. Tour beginnt am 2. Juli in Fromentine in Westfrankreich am Atlantik und endet nach 3500 km am 24. Juli in Paris.

Neben dem besonderen Highlight für die deutschen Radsport-Fans, die einmal mehr auf ein Duell zwischen Rekordsieger Lance Armstrong (USA/1999-2004) und T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich (1997) hoffen, bietet die "Große Schleife" weniger topographische Höhepunkte als in den Jahren zuvor. Mit insgesamt 3584 km ist die Tour im 102. Jahr ihres Bestehens aber so lang wie seit 2000 (3662 km) nicht mehr.

Nur ein langes Zeitfahren

Nach dem Auftaktzeitfahren am 2. Juli von Fromentine auf die
Atlantikinsel Noirmoutier (19 km) haben die Streckenplaner bis zur Ankunft am 24. Juli auf den Champs-Elysees in Paris nur ein langes Einzelzeitfahren am vorletzten Tourtag (St. Etienne/55 km), ein Mannschaftszeitfahren sowie drei Bergankünfte in Courchevel (Alpen), Ax-les-Thermes/3-Domaines und Saint-Lary-Soulan (beides Pyrenäen) vorgesehen. In den vergangenen Jahren hatte Armstrong seine Siege stets in den Bergen sowie im Kampf gegen die Uhr manifestiert.

Turnusgemäß verläuft die Tour 2005 wieder im Uhrzeigersinn und damit auch erst in die Alpen und später in die Pyrenäen. Nach zwei Stippvisiten in den beiden vergangenen Jahren steht Alpe d'Huez diesmal nicht auf dem Etappenplan. Neben den reduzierten Hochgebirgsetappen bietet die Strecke mit der Fahrt durch die Vogesen und durchs französische Zentralmassiv weitere anspruchsvolle Teilstücke.



(sport.ard.de)

mfg Robert
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PostPosted: 21.02.2005 23:43 Reply with quoteBack to top

Jetzt hab ich mir noch etwas mehr Mühe gegeben und eine 'brauchbareren' und vor allem genaueren Artikel rausgesucht. Hier ist er:

Quote:
Tour de France 2005 kommt nach Deutschland
Tour-Organisatoren machen es Armstrong schwerer

Tour de France 2005

PARIS, 28.10.04 (rsn) - Die Tour de France 2005 könnte das Ende der Ära Lance Armstrong einläuten. Der Kurs der nächsten "großen Schleife", der am Donnerstag in Paris offiziell vorgestellt wurde, ist nicht für den sechsfachen Toursieger gemacht. Noch nie unter der Ägide von Renndirektor Jean-Marie Leblanc gab es so wenig Zeitfahrkilometer. Deutsche Fans können sich auf die 7. und 8.Etappe freuen, wenn die Tour einen 178km langen Abstecher nach Deutschland macht.

Die nächste "Große Schleife" beginnt am 2. Juli mit einem 19km langen Zeitfahren auf der Atlantik-Urlaubsinsel Noirmoutier in Westfrankreich und endet drei Wochen später am 24.Juli traditionell auf den Pariser Champs Elysées. Die Rennfahrer erwartet gut 3500 Kilometer in 21 Etappen. Es wird drei Bergankünfte geben, eine in den Alpen (Courchevel), zwei in den Pyrenäen (Ax-3 Domaines und Saint-Lary-Soulan). Daneben wird der Kurs durch die Mittelgebirge der Vogesen und des Zentralmassivs führen. Das einzige große Zeitfahren findet am vorletzten Tag in Saint-Etienne auf einem welligen und anspruchsvollen Kurs statt.

Nach dem Auftakt mit zwei Etappen in der Vendée geht es ins Tal der Loire. Am 5.Tag steht mit dem Teamzeitfahren zwischen Tours und Blois das erste Highlight auf dem Programm. Bei dem Mannschaftszeitfahren wird das umstrittene neue Reglement mit den Zeitdeckelungen beibehalten. Weiter geht es dann Richtung Osten über Troyes und Nancy nach Deutschland, wo die Frankreich-Rundfahrt erstmals seit 2002 wieder zu Gast ist. Die 7.Etappe am 8.Juli führt von Luneville nach Karlsruhe (225km). Tags darauf beginnt die Etappe in Pforzheim. Beide Städte waren bereits 1987 Tour-Etappenorte.

Stimmen

Ivan Basso, Tourdritter 2004: "Ich denke, dass der Favorit nächstes Jahr wieder Lance sein wird, einfach, weil er immer noch sehr stark ist. Allerdings hoffe ich, dass ich nächstes Jahr noch ein bißchen stärker sein werde."
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Rudy Pevenage, Ullrich-Betreuer: "Wie immer sehr anspruchsvoll. Das lange Zeitfahren zu Beginn und der Deutschland-Abstecher sprechen für Jan."


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Hans-Michael Holczer, Gerolsteiner- Manager: "In den Pyrenäen hat die Strecke wieder einige Sägezähne. Das Profil erscheint schwer."


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"Ich hoffe, die UCI ist ein gutes Mädchen und bestraft uns nicht." Jean-Marie Leblanc zu dem Umstand, dass die 92.Tour etwas länger ist als das eigentlich vom internationalen Radsportverband vorgeschriebene Limit von 3500 Kilometern.


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Laurent Jalabert, Ex-Profi und TV-Kommentator: "Die nächste Tour ist etwas für komplette Fahrer, etwa für einen Mann wie (Alexander) Vinokourov. Offensive Allrounder wie er werden die besten Chancen haben."


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Eddy Merckx: "Die Tour 2004 war schwerer. Es gibt weniger Zeitfahren und die Berge sind auch weniger hart. Das Rennen dürfte offener werden. Trotzdem: Ein Armstrong in der Form von letztem Jahr ist nicht zu schlagen. Ich sehe jedenfalls derzeit keinen, der das schaffen könnte."


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Christel Augenstein, Oberbürgermeisterin von Pforzheim: "Wir haben die Chance, uns als Stadt einem Millionenpublikum weltweit zu präsentieren."

"Wir kommen gerne nach Deutschland, denn dort ist das Zuschauer-Interesse immer sehr groß", sagte Tour-Chef Leblanc. Karlsruhe kostet das Tour-Gastspiel 250.000 Euro. "Jeder Euro, der in die Tour investiert wird, kommt zehnfach wieder zurück, meinte Karlsruhes Oberbürgermeister Heinz Fenrich. "Wir wollen uns mit Freiburg und Saarbrücken messen, wo 2002 eine Million Menschen an der Strecke standen."

In den Vogesen wird nächstes Jahr wieder der 1.171m hohe Ballon d'Alsace (9.Etappe) gefahren - 100 Jahre nachdem der Berg zum ersten Mal bei der Tour im Programm war. Nach dieser ersten Bergetappe folgt ein Transfer per Flugzeug nach Grenoble, wo der erste Ruhetag verbracht wird.

In den Alpen bilden Cormet de Roselend (1.968m) und der Schlussanstieg nach Courchevel (2.004m) bei der 10.Etappe und einen Tag später Madeleine und Galibier die härtesten Anstiege. Der 2645m hohe Galibier, der von der schwersten Seite aus erklommen wird, bildet das "Dach" der Tour. Nach einer schnellen Übergangsetappe in Südfrankreich (Montpellier) geht es in die Pyrenäen. Zwei Bergankünfte erwarten die Rennfahrer dort. Die 14.Etappe, die über den schweren Anstieg des Pailhères führt, an dem Armstrong vor zwei Jahren einbrach, endet in Ax-3 Domaines. Das 15.Teilstück ist noch schwerer mit sechs Bergen (Portet d'Aspet, Mente, Portillon, Peyresourde, Val Louron-Azet, Schlussanstieg Saint-Lary-Soulan). Nach einem weiteren Ruhetag in Pau folgt die letzte Hochgebirgsetappe mit dem Aubisque. Von hier aus geht es durchs Zentralmassiv über Saint-Etienne Richtung Paris.

An der 92.Tour de France werden "21 oder 22 Teams" teilnehmen, wie Renndirektor Jean-Marie Leblanc erklärte. Bei der Zeremonie im Pariser Kongreß-Palais fehlten die größten Stars: Weder Lance Armstrong noch Jan Ullrich hatten ihren Urlaub unterbrochen. Auch Andreas Klöden war nicht gekommen. Dafür saßen im Saal Saisonsensation Damiano Cunego und sein italienischer Landsmann Ivan Basso, der Tourdritte, Fahrer, die hoffen die Ära Armstrong/Ullrich vielleicht bald schon beenden zu können. Der 23-jährige Cunego wird nächstes Jahr sein Tourdebüt geben.




(www.radsportnews.com)

Wird sicher wieder interessant werden, auch wenn das Profil nicht ganz so hart wie in den letzten Jahren zu sein scheint. Aber eins ist klar: Das Profil kommt eher Leuten wie Winokurov, Basso, Valverde, Cunego entgegen, die überall stark sind, aber das Zeitfahren ihre einzige wirkliche 'Schwäche' ist. Ullrich und Armstrong wurden somit einiger ihrer Chancen auf den zweiten bzw. siebten Toursieg beraubt. Aber eins ist auch noch klar: Wenn Armstrong nochmal so zur Tour kommt wie letztes Jahr, spielt ein potentielles 'Anti-Armstrong-Profil' auch nicht die Geringste Rolle. Denn dann gibt es sowas wohl nicht.

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PostPosted: 27.02.2005 22:53 Reply with quoteBack to top

Tolle Auftakt für das neue Discovery Team und vor allem Armstrong-Touredelhelfer George Hincapie.

Quote:
58.Kuurne-Brüssel-Kuurne
Hincapie gewinnt eisige Het Volk-Revanche

KUURNE, 27.02.05 (rsn) - Der Amerikaner George Hincapie (Discovery Channel) gewann am Sonntag den Halbklassiker Kuurne- Brüssel -Kuurne. Nach 190km setzte er sich im Sprint durch gegen Mitausreißer Kevin Van Impe (Chocolade Jacques) aus Belgien. Dritter mit 10 Sekunden Rückstand war mit Bert Roesems (Davitamon-Lotto) ein weiterer Einheimischer. Bester Deutscher war wie schon am Samstag beim Frühjahrsklassikerauftakt Het Volk der Münchner Andreas Klier (T-Mobile), während Flandern-Rundfahrtsieger Steffen Wesemann nicht am Start war.

Widrige Wetterbedingungen mit einem eiskalten Wind und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt machten den Frühjahrsklassiker zum "Winterklassiker". Im Finale des sehr spannenden Rennens, bei dem es viele Attacken gab, setzte sich Kevin Van Impe zusammen mit Hincapie aus einer Spitzengruppe ab. Die beiden fuhren die letzten fünf Kilometer zusammen dem Ziel entgegen und machten den Sieg im Sprint unter sich aus. Hincapie setzte sich kraftvoll durch nach einem Antritt 300 Meter vor der Ziellinie. Roesems hatte am Ende einen Konter versucht, kam jedoch nicht weiter als einige hundert Meter an das Spitzenduo heran.

Der 31 Jahre alte Hincapie, Sieger beim Klassiker Gent-Wevelgem 2001, wird bei der Flandern-Rundfahrt im April einer der Favoriten sein. Auch sein Teamkollege Lance Armstrong wird bei der "Ronde" dabei sein.



(www.radsportnews.com)

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PostPosted: 27.02.2005 22:57 Reply with quoteBack to top

Zuerst Hui, dann Pfui! So könnte man das Schicksal des schon etwas in die Jahre gekommenen Shootingsstars, Santiago Perez, aus Spanien beschreiben. Einst für seine unglaubliche Leistung bei der Vuelta 04 in den Himmel gelobt, dann in luftigen Höhen fallengelassen und nun wohl endgültig am harten Boden der Realität angekommen.

Quote:
Doping mit Bluttransfusion
Spanier Santiago Perez für zwei Jahre gesperrt

MADRID, 27.02.05 (rsn) - Der Spanier Santiago Perez, der nach einigem Hin und Her nach einem positiven Dopingbefund (Bluttransfusion) im Winter beim Phonak-Rennstall keinen neuen Vertrag bekommen hatte, ist vom spanischen Radsportverband für zwei Jahre gesperrt worden. Nach Madrider Medienberichten wurde der Rennfahrer bereits formell über die Sperre unterrichtet.

Perez war die große Überraschung bei der letzten Spanien-Rundfahrt, bei der der asturische Kletterer - praktisch aus dem Nichts kommend - drei Etappen gewann und Gesamtzweiter wurde. Die Dopingfahnder der UCI wurden mißtrauisch und fanden auffällige Blutwerte. Unter einem Vorwand war Perez dannn im Herbst an den Sitz der UCI in Aigle (Schweiz) gerufen worden. Dort wurde der verblüffte Spanier mit der Aufforderung zum Dopingtest konfrontiert. Dabei wurde er ebenso wie zuvor sein damaliger Phonak-Teamkollege Tyler Hamilton des Dopings per Bluttransfusion überführt. Die beiden spektakulären Dopingfälle bzw. der Umgang des Teams damit hatte für den Schweizer Phonak-Rennstall beinahe das Aus bedeutet.

Der 27 Jahre alte Perez hat angekündigt, Rechtsmittel einzulegen gegen die Sperre, die sehr wohl sein Karriereende bedeuten könnte.



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PostPosted: 01.03.2005 23:46 Reply with quoteBack to top

Quote:
Murcia-Rundfahrt ab Mittwoch
Nach Ullrich sagte auch Valverde ab


MADRID, 01.03.05 (rsn) - Der Murcia-Rundfahrt, die am Mittwoch beginnt, sind die Stars ein bißchen davongelaufen. Nach Jan Ullrich (Trainingsrückstand nach Grippe) verzichtet auch der Spanier Alejandro Valeverde auf einen Start in Südspanien.

Valverde, der in Murcia letztes Jahr gewann, verzichtete auf eine mögliche Titelverteidigung und startet stattdessen ab Sonntag bei Paris-Nizza als Leader seines Balearen-Teams. Ullrich hatte bereits vorige Woche Murcia abgesagt. Im vergangenen Jahr hatte der empfindliche deutsche Tourstar dort einen für seine Verhältnisse geradezu sensationell ruhigen Saisonstart erlebt ohne größere Rückstände. Dieses Jahr trainiert Ullrich wieder, nachdem er wegen einer Grippe sein Trainingslager in der Toskana Anfang Februar zunächst nicht wie geplant beginnen konnte. "Ein Rennen wie Murcia macht noch keinen Sinn," hatte T-Mobile-Teamarzt Lothar Heinrich zum Startverzicht Ullrichs gesagt. Die Magentatruppe wird nun in Murcia mit Fahrern wie Baumann und Burghard, Guerini, Kohl und Yakovlev eher nicht im Mittelpunkt stehen.


Der zweite deutsche ProTour-Rennstall ist ebenfalls in Murcia am Start. Bei der Mineralwassertruppe steht das Debüt des kalifornischen Neuzugangs Levi Leipheimer im Mittelpunkt. Der Amerikaner wird sich in Ruhe auf größere Aufgaben einrollen. während Danilo Hondo langsam reif ist für einen ersten Saisonerfolg. "Ich hoffe, unter meiner Leitung glückt uns der erste Sieg", sagte Gerolsteiner-Sportdirektor Udo Bölts.

Insgesamt 16 Mannschaften starten bei der 25. Murcia-Rundfahrt. 642km in fünf Etappen, darunter ein Einzelzeitfahren am Donnerstag, stehen auf dem Programm. Die meisten Teilstücke haben nur kleinere Berge im Profil und stehen Sprintspezialisten wie Gerolsteiners Danilo Hondo offen. Die Königsetappe ist das Teilstück am Samstag mit einer Bergankunft am Collado de Bermejo in 1150 Metern Höhe, die man zum Gedenken an das vor einem Jahr verstorbene Radidol "Cima Pantani" getauft hat. Die Passstraße war noch am Montag wegen Schneefalls gesperrt, was im sonnigen Südspanien auch nicht alle Jahre vorkommt. Die Organisatoren hoffen jedoch, dass sich das Wetter in den nächsten Tagen normalisiert und nicht wie bei der Valencia-Rundfahrt letzte Woche die Königsetappe wegen Schnees gestrichen werden muss.



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PostPosted: 04.03.2005 01:40 Reply with quoteBack to top

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Unterstützung der Pariser Olympiabewerbung
Tour de France schließt 22.Einladung nicht aus

PARIS, 03.03.05 (rsn) - Die Organisatoren der Tour de France haben bisher immer noch nicht die Liste der teilnehmenden Mannschaften bekanntgegeben und ließen bei der Präsentation der anderen Rennen der Tourveranstalterin ASO am Donnerstag ausdrücklich offen, ob neben den automatisch startberechtigten 20 ProTour-Teams nun eine oder zwei "Wildcards" vergeben werden.

Nach dem Reglement der UCI müssen die großen Rundfahrten eigentlich spätestens am 1.März die Liste der teilnehmenden Mannschaften bekanntgeben. Die Tour de France (2.-24.Juli), die wegen der ProTour derzeit auf Kriegsfuß mit dem Weltverband steht, hat dies bisher nicht getan. Offiziell ist bisher lediglich die Einladung der französischen "Professional Continental"-Equipe Ag2r. Die Einladung eines weiteren Teams behielt sich die Tour vor. Beim Giro d'Italia gibt es dieses Jahr ein Peloton mit 22 Mannschaften (20 ProTour-Teams plus 2 Einladungen).

Unterdessen kündigte Tour de France-Chef Jean-Marie Leblanc am Donnerstag die Unterstützung der Pariser Olympiabewerbung für 2012 an. Bei Paris-Nizza, das wie die Tour ebenfalls der Amaury Sport Organisation gehört, werden am Sonntag viele Transparente für "Paris 2012" zu sehen sein. Die Wahl der Olympiastadt 2012 durch das internationale Olympische Komitee erfolgt am 6.Juli. Sollte die französische Hauptstadt zum Zuge kommen, will die Tour de France dies nach der 5.Etappe feiern.



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PostPosted: 19.03.2005 20:31 Reply with quoteBack to top

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Hondo wird Zweiter beim 96.Mailand-San Remo

Petacchissimo

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SAN REMO, 19.03.05 (rsn) - San Remo, 17:55 Uhr: Eine dicht gedrängte Menschenmenge verstopft die Straße vor dem Kino Ariston. Was aber nichts mit dem Film "Hitch" zu tun hat und auch nichts mit "Million Dollar Baby". Sondern mit einen millionenschweren Radsportstar, der in irgendeinem Nebensaal gerade eine Pressekonferenz gibt und in tausend Worten erklärt, wie er soeben das wichtigste Rennen seines Lebens gewonnen hat und dass ihn dies zum glücklichsten Menschen der Welt macht: Alessandro Petacchi hat beim Frühjahrsklassiker Mailand - San Remo seinen Ruf als schnellster Sprinter der Gegenwart gefestigt. Zweiter wurde Danilo Hondo vom Team Gerolsteiner - der stille Star des Tages. Doch auch sein Auftritt hat einen Radsport-Oscar verdient.

Bei trübem Wetter und Temperaturen von bestenfalls 15 Grad war die Classicissima 2005 zwar nicht die viel zitierte Fahrt in den Frühling; besonders die dramatische Schlussphase des 294 Kilometer langen Radsport-Monuments wurde den Erwartungen aber vollauf gerecht. Nicht nur, dass eine Vielzahl taktischer Konstellationen für reichlich Spannung sorgte. Es waren die großen Stars der Szene, die dem Rennen ihren Stempel aufdrückten. Die nämlich waren hellwach, als es auf den letzten 20 Kilometern auf die beiden Hügel Cipressa und Poggio ging. Ersterer wurde in Rekordtempo bewältigt, Zweiterer hätte um ein Haar einen Massensprint vereiltelt.

Zunächst war da ein gewisser Paolo Bettini. Der Olympiasieger aus der Quick-Step-Mannschaft elektrisierte seine italienischen Landsleute mit einem energischen Antritt, dem nur der Kasache Andrej Kascheckin (Crédit Agricole) Paroli bieten konnte. Und da waren Davide Rebellin und Alexander Vinokourov, die am Poggio di San Remo wechselweise attackierten und mit ihren Vorstößen dafür sorgten, dass in dieser entscheidenden Phase eine Spitzengruppe das Weite suchte. Doch dem Italiener aus dem Gerolsteiner-Team und dem Kasachen im T-Mobile-Dress ging es wie zuvor Bettini: Sie wurden wieder gestellt. Zu groß das jagende Feld, zu energisch die Nachführarbeit von Petacchis Equipe Fassa Bortolo.

Große Gefühle nach langem Arbeitstag

Schließlich das Grande Finale auf der Via Roma: Alles war dabei, was Rang und Namen hatte. All die schnellen Männer, die zu Favoriten und Mitfavoriten gestempelt worden waren. Petacchi, Freire, O'Grady, Cipollini, Boonen - und auch die beiden deutschen Asse Hondo und Zabel. Dem lebenden T-Mobile-Denkmal jedoch fehlte letztlich der Punch. Der vierface San-Remo-Sieger Zabel, geschwächt von einer Grippe und wohl auch noch von seinem Fersenbeinbruch im vergangenen Jahr, kam über den 14. Rang nicht hinaus. Andreas Klier wurde als zweitschnellster Magenta-Mann 18., Alexander Vinokourov und Steffen Wesemann kamen am Schwanz der 39 Fahrer zählenden Kopfgruppe ins Ziel.


Viel weiter vorne holte sich Alessandro Petacchi den Lohn eines mehr als siebenstündigen Arbeitstages ab (Siegerzeit: 7:11,39 Stunden) - mit großen Gesten und großen Gefühlen. Er gewann den Sprint so klar, dass er reichlich Zeit zum Jubeln hatte, und er wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte: Laut schluchzend umarmte er seine Teamkollegen, die ihn bravourös ins Ziel geleitet hatten. Ohne Petacchis verblüffende Endschnelligkeit wäre dieser Aufwand jedoch für die Katz gewesen: Fast spielerisch schüttelte der 31-jährige Petacchi seine Rivalen ab und verwies Hondo und den Norweger Thor Hoshovd auf die Plätze. Weltmeister und Vorjahressieger Oscar Freire Gomez blieb hinter Stuart O'Grady nur der fünfte Platz. Dem Spanier hatten viele Experten zugetraut, nach einem zermürbenden 300-Kilometer-Ritt schneller sein zu können als Petacchi. Doch der erwies sich bei der 96. Austragung des italienischen Frühjahrsklassikers als schlichtweg überragend und holte seinen zwölften Saisonsieg.

Petacchis Leistung anzuerkennen - damit hatte Hans-Michael Holczer nicht das geringste Problem. Der Chef der Gerolsteiner-Mannschaft konzentrierte sich auf seine eigenen Jungs und freute sich über Hondos zweiten Silberplatz bei einem Weltcup- respektive Protour-Rennen (nach Paris-Tours 2004) und über eine perfekte Team-Performance. "Wir haben das ganze Rennen über auf zwei Karten - Hondo und Rebellin - gesetzt und uns dabei hervorragend aus der Affäre gezogen. Und das ausgerechnet bei Mailand - San Remo - einem Rennen, bei dem wir bisher immer nur herumgewürgt haben..." (kh)





(www.radsportnews.com)

Hab das Rennen, zumindest was im ARD live übertragen wurde, gesehen. War ziemlich gut, auch wenn der Schlusssprint von Beginn an Vorbereitet zu sein schien. Aber Petacchi hat sich den Erfolg sicher auch verdient. Wer seinen Schlussspurt gesehen hat, der weiß wovon ich rede. Er ist im Moment einfach der Schnellste und den Schnellen.

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PostPosted: 21.03.2005 10:23 Reply with quoteBack to top

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42.Katalanische Woche ab Montag
Heras startet in die Saison

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MADRID, 20.03.05 (rsn) - Der Spanier Roberto Heras (Liberty), der seit seinem Sieg bei der letzten Spanien- Rundfahrt kein Rennen mehr gefahren ist, startet bei der am Montag beginnenden Katalanischen Woche in die Saison.

Der dreifache Vueltasieger hat den Winter und das bisherige Frühjahr mit Training zuhause bei seiner Familie verbracht. In der Saison 2005 hat sich Heras viel vorgenommen für die Tour de France. Der Spanier, der sich in Frankreich bisher nur als früherer Armstrong-Helfer in Szene setzen konnte, will unbedingt zeigen, dass er nicht nur zuhause bei der Vuelta triumphieren kann. Schon bei der bis Freitag gehenden "Semana Catalana" möchte Heras Akzente setzen.

"Ich gehe bei jedem Rennen motiviert an den Start, noch mehr wenn es ein schönes Rennen wie die Semana ist, die ich gut kenne. Ich will mich zeigen. Wenn ich trainieren will, bleibe ich zuhause", sagte Heras. Bei Liberty ist er in Katalonien ohnehin der alleinige Kapitän nachdem seine Landsleute Igor Gonzalez de Galdeano (Virus) and Joseba Beloki (Grippe) absagen mussten.

Bei der Katalanischen Woche, bei der im vorigen Jahr Jan Ullrich am Start war, ist dieses Mal keines der deutschen Teams. Zu den Stars zählen neben Heras die Italiener Gilberto Simoni (Lampre) und Dario Frigo (Fassa Bortolo) sowie der Baske Iban Mayo (Euskaltel).

Teams am Start: Liberty, Euskaltel, Saunier Duval, Baléares (ESP), Fassa Bortolo, Lampre (ITA), Discovery Channel (USA), Phonak (SUI/alle ProTour); Valencia, Relax, Kaiku, Spiuk (ESP), Barloworld (GBR)

Etappen (Montag bis Freitag):

1.Etappe: Lloret de Mar - Lloret de Mar, 165,5 km
2.Etappe: Lloret de Mar - Empuriabrava, 168,8 km
3.Etappe: Castello d'Empuries - Baga, 157 km
4.Etappe: Baga - Palau Solita i Plegamans, 162 km
5.Etappe: Palau Solita i Plegamans, EZF 17 km



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PostPosted: 24.03.2005 00:16 Reply with quoteBack to top

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Start bei Flandern-Rundfahrt sicher
Armstrong-Comeback bei Paris-Camembert


BERLIN, 23.03.05 (rsn) - Lance Armstrong (Discovery) wird am kommenden Dienstag beim Halbklassiker Paris-Camembert sein Comeback geben, wie am Mittwoch aus seinem Umfeld verlautete.

Der sechsfache Tour de France-Sieger war bei seinem Saisondebüt Paris-Nizza am 9. März nach der dritten Etappe ausgestiegen wegen einer beginnenden Erkältung. Seitdem ist der Amerikaner kein Rennen mehr gefahren. Armstrong trainiert derzeit in Gerona/Spanien, wo er sein europäisches Domizil hat.

Zunächst wollte Armstrong bereits am Osterwochenende bei den belgischen Rennen GP E3 (Samstag) und dem "Pfeil von Brabant" (Sonntag) wieder ins Renngeschehen eingreifen. Nun wird er sein Comeback am Dienstag bei Paris-Camembert, geben. Armstrong war bei dem Halbklassiker schon des öfteren am Start, 2000 war er dort Zweiter. Bei dem Rennen ins Land des berühmten Käse hat der Discovery-Star am Dienstag seine Leutnants Jose Azevedo und Chechu Rubiera an der Seite.

Bei der klassischen Flandern-Rundfahrt am 3.April will Armstrong wie geplant antreten - allerdings ohne jede Ambitionen, wie man in seinem Umfeld betont. Anschließend kehrt der 33-Jährige in die USA zurück, wo er an der Georgia-Rundfahrt (19.-24.April) teilnimmt.



(www.radsportnews.com)

Die neue Discovery-Dress sieht auch ziemlich gut aus. <siemirgewissdiesensommerzuleg> wink

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PostPosted: 25.03.2005 10:14 Reply with quoteBack to top

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Start bei Flandern-Rundfahrt sicher
Armstrong fährt doch "Brabantse Pijl"

BERLIN, 24.03.05 (rsn) - Lance Armstrong (Discovery) wird nun doch schon am Sonntag beim "Pfeil von Brabant" in Belgien sein Comeback geben. Der Amerikaner gab am Mittwochabend kurzfristig seine Startzusage. Zunächst war aus dem Umfeld des Radstars verlautet, Armstrong werde am Wochenende noch trainieren und dann am Dienstag bei Paris-Camembert wieder ins Renngeschehen zurückkehren.

Die Organisatoren des "Brabantse Pijl" gaben am Mittwochabend den Start von Armstrong bekannt. Der belgische Discovery Channel-Teamchef Johan Bruyneel bestätigte das gegenüber der Nachrichtenagentur Belga. "Nachdem eine frühere Zusage (Armstrongs) beim Brabantse Pijl aus Gesundheitsgründen zurückgezogen werden musste, konnte das Organisationskomitee (...) Lance Armstrong überzeugen, zum Brabantse Pijl zu kommen, um wieder ins Renngeschehen einzugreifen", sagte Organisator Pascal Demol.

Der sechsfache Tour de France-Sieger war bei seinem Saisondebüt Paris-Nizza am 9. März nach der dritten Etappe ausgestiegen wegen einer beginnenden Erkältung. Seitdem ist der Amerikaner kein Rennen mehr gefahren. Armstrong trainiert derzeit in Gerona/Spanien, wo er sein europäisches Domizil hat.

"Lance fühlt sich nach einer schwächeren Phase jetzt wieder fit genug, um Rennen zu fahren. Der Brabantse Pijl ist eine ideale Gelegenheit, um seine Form weiter zu verbessern", sagte Discovery-Chef Bruyneel. Der "Pfeil von Brabant" ist ein typisches belgisches Frühjahrsrennen mit Kopfsteinpflaster und mehreren Anstiegen (Alsemberg, Bruineput, Lindenberg).

Am Dienstag fährt Armstrong bei Paris-Camembert. Bei dem Halbklassiker war er vor fünf ahren einmal Zweiter. Bei dem Rennen ins Land des berühmten Käse hat der Discovery-Star am Dienstag seine Leutnants Jose Azevedo und Chechu Rubiera an der Seite.

Bei der klassischen Flandern-Rundfahrt am 3.April will Armstrong wie geplant antreten - allerdings ohne jede Ambitionen, wie man in seinem Umfeld betont. Anschließend kehrt der 33-Jährige in die USA zurück, wo er an der Georgia-Rundfahrt (19.-24.April) teilnimmt.



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Saisonstart am 5.April
Ullrich: "Training läuft gut, Gewicht okay"

BERLIN, 28.03.05 (dpa) - Jan Ullrich macht um deutsche Rennen bis zum Tour-Start am 2. Juli einen Bogen. Auch bei «Rund um den Henninger Turm» am 1. Mai in Frankfurt wird es kein Heim-Debüt für ihn geben. In Ullrichs Wettkampfplan bis zum Beginn der Frankreich-Rundfahrt werden vorerst einheimische Rennen gemieden. Saison-Einstand bei der Sarthe-Rundfahrt in Frankreich in der übernächsten Woche, dann Aragon- und Katalonien-Rundfahrt in Spanien, danach die Tour de Suisse: Das sind Ullrichs grobe Eckdaten bis zur Tour de France.

«Er war von vornherein für Frankfurt nicht vorgesehen», sagte T- Mobile-Manager Olaf Ludwig, der am Wochenende bei den Rennen in Belgien und Frankreich vergeblich auf die große Wende hoffte: Das Bonner Team stand vor Rund um Köln noch immer ohne Saisonsieg da - das gab es zuletzt 1994.


Ullrich drehte auch über Ostern weiter seine Trainings-Runden in der Toskana und bereitet sich auf seinen Saisonstart beim Circuit de la Sarthe am 5. April vor. Die Strecken führen zum Teil über Terrain der kommenden Tour de France. Danach steht ab 14. April für ihn die Aragon-Rundfahrt auf dem Programm.

«Das Training läuft gut, sein Gewicht ist okay. Wir fahren von der Toskana in der übernächsten Woche direkt nach Frankreich. Mal sehen, wie Jan die ersten Rennen verkraftet. Am zweiten Tag bei der Sarthe- Rundfahrt steht gleich ein 9 Kilometer langes Zeitfahren auf dem Programm», erklärte Ullrich-Betreuer Rudy Pevenage, der das Training in Italien leitet.

«Wenn er sich gut fühlt und die Mannschaft verstärken kann, ist immer Platz für Jan. Wir müssen seine ersten Rennen abwarten. Normalerweise ist für Frankfurt ein Team um Erik Zabel und Steffen Wesemann geplant», sagte Ludwig. Die bisherige Erfolglosigkeit führt der Manager auch auf die geänderte Charakteristik der Rennen zurück, die, je nachdem, ob sie ProTour-Status genießen oder nicht, zum Teil anders gefahren werden als früher. «Wir sind nicht zufrieden bisher», meinte Ludwig.



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"Ich opfere mich für Devolder"
Armstrong: Bei Flandern-Rundfahrt nur Helfer

ZAVENTEM, 27.03.05 (rsn) - Ein austrainiert wirkender Lance Armstrong stand am Sonntag am Start des belgischen Halbklassikers "Pfeil von Brabant". In einer Woche bestreitet der sechsfache Toursieger die große Flandern-Rundfahrt. Nur als Helfer, wie der Amerikaner betonte.

"Die Flandern-Rundfahrt ist ein glanzvolles Rennen, aber erwartet von mir keine glanzvolle Rolle. Ich stelle mich ganz in den Dienst der Mannschaft", sagte Armstrong bei der Unterschrift in die Startliste des "Pfeils". Die Rolle als Helfer sei für ihn ganz normal. "Warum soll ich damit ein Problem haben? Ich fahre für George Hincapie und vor allem auch für Stijn Devolder. Der Junge ist zu gebrauchen. Für ihn werde ich mich im Anlauf ins Finale ganz opfern", sagte Armstrong den Belgiern, was diese ebenso gerne vernahmen wie das Lob des Amerikaners für das "radsportverrückte" Land. "Hier fährt man immer gern als Rennfahrer", so Armstrong.

Auf die Frage nach seiner Form nach dem verunglückten Saisonstart bei Paris-Nizza (Aufgabe wegen Erkältung) sagte Armstrong: "Ich weiß es nicht. Nach dem Brabantse Pijl kann man das vielleicht schon beantworten." Der sechsfache Toursieger, der vorige Woche einige Tage "sehr ernsthaft" auf den Kanarischen Inseln trainiert hat, wird am Dienstag den Halbklassiker Paris-Camembert fahren. Nach der Flandern-Rundfahrt am 3.April kehrt er erst einmal in die USA zurück, um an der Georgia-Rundfahrt (19.-24.April) teilzunehmen. Armstrong wird im Juli versuchen, zum siebten Mal die "Große Schleife" zu gewinnen.



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Und beim Interview hat Armstrong auch gleich bewießen, dass ihm trotz bis jetzt zumindest teils missglückter Vorbereitung sein bekannter Humor geblieben ist:

"Partys gefeiert, Pizza gegessen und Bier getrunken. Und ich habe noch ein paar absurde Dinge in People gelesen"
Armstrong auf die Frage eines Journalisten, was er gemacht habe seit Paris-Nizza.

Tja, auf dumme Fragen kommen eben auch dumme Antworten! wink

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PostPosted: 30.03.2005 22:26 Reply with quoteBack to top

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Pressekonferenz am 18.April
Spekulationen um Armstrong-Rücktritt


BERLIN, 30.03.05 (rsn) - Der amerikanische Radstar Lance Armstrong hat die Weltpresse zu einer Pressekonferenz am 18.April eingeladen. Er wolle "etwas wichtiges" verkünden, so der Discovery-Star.

Der sechsfache Toursieger startet am 19.April bei der Georgia-Rundfahrt im Süden der USA. Am Vorabend des Rennens gibt er eine Pressekonferenz. "Wenn ich Sie wäre, würde ich zur Georgia-Rundfahrt kommen. Ich habe etwas wichtiges zu sagen", machte es Armstrong spannend. Sofort wurde spekuliert, Armstrong werde seinen Rücktritt am Saisonende erklären.

Einiges spricht dafür, dass der 33 Jahre alte Armstrong nach der nächsten Tour de France endgültig vom Rad steigt. "Sicher ist derzeit nur, dass ich die nächste Tour fahre, sofern ich nicht einen Unfall oder ähnliches habe. Es kann sein, dass es meine letzte Tour ist", sagt der Texaner. In seinem Vertrag mit seinem neuen Sponsor Discovery Channel steht, dass er mindestens einmal die Tour fahren muss in den nächsten zwei Jahren. Nach langem Zögern entschied sich Armstorng für die nächste "Grand boucle".

Armstrong betont, dass er immer noch "pleasure" habe am Rennfahren. Doch er macht auch keinen Hehl daraus, dass er das Reisen und ständige Unterwegssein satt hat und lieber mehr Zeit zuhause und mit seinen Kindern verbringen würde. In einem langen Interview mit dem Pariser Figaro betonte Armstrong seinen Willen, unbedingt aufzuhören, solange er noch "top" ist. Darin verglich sich der Amerikaner mit Formel 1-Star Michael Schumacher, der zu Saisonbeginn Niederlagen hinnehmen muss. "Das ist ein Killer, der beste (...), der intelligenteste (...). Der kommt wieder", so Armstrong. Er werde "der Welt" ankündigen, wenn er aufzuhören gedenke.

Der Rekord-Toursieger macht nach seinem mißglückten Saisonauftakt beim winterlichen Paris-Nizza ("Start war vielleicht ein Fehler") inzwischen wieder einen sehr soliden Eindruck. Nach einem Trainingsaufenthalt auf den Kanarischen Inseln startete er am letzten Sonntag beim Pfeil von Brabant und am gestrigen Dienstag beim Halbklassiker Paris-Camembert. Bei beiden Starts zeigte er zwar keine Ambitionen, aber sehr ordentliche Form. Armstrong will sich am nächsten Sonntag beim Klassiker Flandern-Rundfahrt als Helfer seines belgischen Teamkollegen Stijn Devolder betätigen. Anschließend reist er zurück in die USA.



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Scheint ja einiges für einen Rücktritt Armstrongs zu sprechen. Verdient hätte er es sich nach all der langen Zeit des Triumphes aber auch des Leides und des Kampfes (nicht nur sportlich bezogen) ja auch. Wir werden sehen.

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PostPosted: 01.04.2005 20:31 Reply with quoteBack to top

Oje, oje! Schlechte Nachrichten für Deutschlands Radsport. Der momentan eindeutig beste deutsche Sprinter konnte einer positiven Dopinkontrolle überführt werden und hat aus diesem Grund von seinem Team Gerolsteiner heute den Laufpass bekommen. Leider kein Aprilscherz! nein

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Gerolsteiner suspendiert Sprinter-Star
Danilo Hondo war zwei Mal positiv

BERLIN, 01.04.05 (rsn) - Der deutsche Radsport steht vor dem größten Dopingfall seit Jahren: Sprint-Star Danilo Hondo steht nach zwei positiven Proben unter Doping-Verdacht und ist von seinem Team Gerolsteiner suspendiert worden, wie dieses am Freitag bekanntgab.

Am Donnerstag informierte die UCI den Gerolsteiner-Rennstall darüber, dass Hondo bei der Murcia-Rundfahrt in Spanien zwei Mal positiv war bei Dopingkontrollen. Es wurde nach Angaben von Gerolsteiner eine stimulierende Substanz nachgewiesen. Das Team suspendierte Hondo sofort. "Die unverzügliche Suspendierung in einem entsprechendem Fall ist Gegenstand bestehender Verträge", hieß es in einer Pressemitteilung. Hondo gewann bei der Murcia-Rundfahrt zwei Etappen, darunter das Zeitfahren.

"Das Ergebnis der Proben muss ich zunächst als Fakt ansehen, auch wenn ich wie vor den Kopf geschlagen bin. Ich werde in den nächsten Tagen versuchen, die Ursachen für das Zustandekommen wissenschaftlich zu ergründen. Ich bitte daher um Verständnis, dass ich mich erst bei Vorlage der Fakten wieder öffentlich äußern werde", so Danilo Hondo in einem schriftlichen Statement. "Danilo hat geschworen, dass er sich das Ergebnis nicht erklären kann", sagte Gerolsteiner-Teammanager Hans-Michael Holczer.

Hondo droht eine zwei-jährige Sperre, wenn sich das Ergebnis in der B-Probe bestätigt. Da Hondo im Tessin lebt und mit eidgenössischer Lizenz fährt, ist der Schweizer Radsportverband zuständig in einem Disziplinarverfahren. Nach der Ethik-Charta der ProTour-Teams darf ein positiver Fahrer auch nach Ablauf einer Sperre zunächst nicht mehr bei einem der Topteams engagiert werden. Hondos Karriere wäre zu Ende.

Der 31-jährige Cottbuser, der letzes Jahr von Telekom zu Gerolsteiner gewechselt war, war in diesem Jahr besonders motiviert, nachdem der einstige Zabel-Helfer 2004 in die Weltspitze gefahren war. Seine Ziele seien Mailand-San Remo, Tour de France und Weltmeisterschaft, hatte Hondo im Januar erklärt. In San Remo war er Zweiter hinter Alessandro Petacchi. Bei den Drei Tagen von De Panne stieg Hondo diese Woche wegen einer Erkältung aus und sagte seinen Start bei der Flandern-Rundfahrt am Sonntag ab. "Er war wirklich krank. Das hatte mit seiner positiven Analyse nichts zu tun", sagte am Freitag Gerolsteiner-Sprecher Mathias Wieland. Die Nachricht von der positiven Dopingprobe spielte aber zumindest bei Hondos Flandern-Absage eine wesentliche Rolle.

Teamchef Hans-Michael Holczer erklärte zum ersten spektakulären Dopingfall im deutschen Radsport: "Die Ursache, bzw. das Zustandekommen der positiven Proben werden im Moment im Interesse einer lückenlosen Aufklärung intensiv untersucht. Sämtliche weiterführende Aussagen wären zum jetzigen Zeitpunkt daher reine Spekulation. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, werden wir diese veröffentlichen." Stefan Göbel vom Hauptsponsor Gerolsteiner bedauerte den Dopingfall "zutiefst", begrüßte jedoch "die konsequente Vorgehensweise des Teammanagements".

Ludwig: Großer Schaden für deutschen Radsport

Für den Rennstall des Mineralwasser-Herstellers, der 2003 erstmals bei der Tour de France dabei war und in die laufende Saison allein wegen Hondo erfolgreicher als Rivale T-Mobile gestartet ist, bedeutet die Nachricht dennoch einen erheblichen Imageschaden. Neben Hondo muss sich auch Mannschafts-Kapitän Davide Rebellin weiter gegen Dopingvorwürfe verteidigen. Gegen den Italiener, der im Vorjahr mit Siegen bei drei Klassikern innerhalb einer Woche glänzte, gibt es noch ein schwebendes Verfahren. Die Anschuldigungen stammen vom Giro d'Italia 2001. Rebellin fuhr seiner Zeit beim damaligen Liquigas-Team, das nicht als das sauberste der Branche galt.

Olaf Ludwig, Teamchef bei Team T-Mobile, zeigte sich betroffen vom Fall Hondo: "Wenn Danilo schuldig ist, fügt dies dem Image des deutschen Radsports großen Schaden zu. In diesem Feld gibt es keinen Wettbewerb zwischen (den deutschen Topteams)."



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Tom Boonen gegen den Rest der Welt!

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89.Flandern-Rundfahrt
Klier "fuchst" es bei Boonens Meisterstück

MEERBEKE, 03.04.05 (rsn) - Sie nennen ihn Tornado-Tom: Belgiens Velo-Youngster Tom Boonen hat sich durch seinen Sieg bei der Flandernrundfahrt in neue Sphären katapultiert. Zwar hat er auch schon in der vergangenen Saison großartige Erfolge gefeiert - doch erst der Triumph beim wichtigsten Klassiker seiner Heimat hievt den 25-Jährigen auf eine Stufe mit Museeuw, van Petegem & Co. Eine formidable Vorstellung hat auf den 256 Kilometern auch das Team T-Mobile abgeliefert. Zum ganz großen Coup hat's zwar nicht gereicht, zu einigen dicken Sympathie- und Respektpunkten aber allemal.

Da war zum einen Andreas Klier. Der Wahl-Belgier war einer der stärksten Fahrer im Peloton, musste sich aber mit Platz zwei zufrieden geben. Und dann war da Erik Zabel. Der kam hinter Boonen, Klier und Peter van Petegem auf den vierten Rang, überzeugte aber durch Angriffslust und Allrounderqualitäten. Was Zabel in der finalen Rennphase leistete, war wirklich beeindruckend - so ritt er auf den letzten 60 Kilometern eine Attacke nach der anderen. "Mein Papa guckt die Flandernrundfahrt immer im Fernsehen an und hat sich mal darüber beklagt, dass man mich nie sieht", scherzte Zabel im Ziel in Meerbeke, "deshalb hab' ich ihm jetzt, bei meiner zwölften Teilnahme, einfach mal den Gefallen getan und mich gezeigt." Nunja. Eigentlich hatte Zabels offensive Fahrweise natürlich einen taktischen Hintergrund - und der hatte wiederum mit Andreas Klier zu tun. "Es war klar, dass Andreas sehr, sehr stark fahren würde. Mein Ziel war deshalb: vorne sein, wenn Andreas von hinten kommt."

Letztlich sorgten Zabels Angriffe zwar nicht dafür, dass er ganz allein die Spitze bildete. Aber sie trugen maßgeblich dazu bei, dass sich die entscheidende Kopfgruppe des Tages herausschälte: Die Italiener Ballan (Lampre) und Petito (Fassa Bortolo), die Belgier van Petegem (Davitamon-Lotto) und Boonen (Quick Step) und die beiden Magenta-Asse Zabel und Klier. So hatte das Team T-Mobile also seine Doppelspitze, auf die es so sehr gesetzt hatte. Sie hieß zwar nicht Klier/Wesemann (der Vorjahressieger musste nach 111km mit Magenproblemen aufgeben), aber auch mit dem Duo Klier/Zabel ließ sich prima arbeiten und taktieren.

Dabei machten Zabel allerdings die zwei letzten der 17 Hellingen zu schaffen, jener garstigen Hügel, die der Flandernrundfahrt ihr Gesicht geben. An der berühmt-berüchtigen Mauer von Geraardsbergen (17 Kilometer vor dem Zielstrich) und am Bosberg (12 Kilometer) mussten Zabel und Petito jeweils abreißen lassen. Die beiden schlauen Füchse dosierten ihren Effort aber exakt, fuhren sich an den Steilstellen keineswegs k.o. und schafften beide Male den Anschluss auf den folgenden flachen Passagen.

Keinem aber gelang es, dem neuen belgischen Radsportstar Paroli zu bieten. Tom Boonen trat neun Kilometer vor dem Ziel an und fegte unwiderstehlich dem Ziel entgegen. Seine Fahrweise strotzte auch nach der all der flämischen Schinderei noch vor Kraft; auch in der Ebene ging Boonen ein ums andere Mal aus dem Sattel, um noch ein paar Sekunden zwischen sich und die Verfolger zu bringen. Deren 40 waren es am Ende - ein Meisterstück der souveränen Art. Nach 6:22,00 Stunden erreichte ein überglücklicher Boonen das Ziel und machte Flanderns größtes Radsportfest zu einer Sternstunde für seine zu Zigtausenden an die Strecke gepilgerten Landsleute.



"Ich konnte es nicht auf einen Sprint gegen Zabel und einen seiner Teamkollegen ankommen lassen. Deshalb habe ich attackiert. Als Nachwuchsfahrer habe ich oft so taktiert", sagte Boonen, der Vergleiche mit Museeuw zurückweist: "Wir sind verschiedene Fahrer." Doch wie früher der "Löwe von Flandern" hat auch der Youngster aus Antwerpen, dem letztes Jahr (Sieg bei Gent-Wevelgem, zwei Tour-Etappen) der große Durchbruch gelang, ein Auge auf Paris-Roubaix geworfen: "Natürlich ist ein Sieg in Flandern etwas ganz Besonderes, weil es meine Heimat ist. Aber mein Herz schlägt auch für Roubaix."

Andreas Klier, der 2003 Gent-Wevelgem (im Sprint gegen Boonen...!) gewann, konnte sich über seine ausgezeichnete Platzierung bei dem Klassiker nicht so recht freuen. Er haderte mit sich selbst. Das blanke Ergebnis sei natürlich erfreulich, seine eigene Form im Finale weniger. "Mein Plan war, am Bosberg zu attackieren. Doch das ging voll in die Hose", sagte der 29-Jährige. Zudem war er auch noch ausgerechnet in seinem Heimatort Denderwinbeke, drei Kilometer vor dem Ziel, fast abgehängt worden. "Das fuchst mich", sagte Klier hinterher. Und überhaupt: "Am Ende war ich nicht mal der zweitbeste Fahrer. Eher der siebtbeste." Bescheidenheit ist auch eine Tugend. Und doch ist der Silberplatz bei dem von Brügge nach Meerbeke führenden Traditionsrennen Kliers größtes Ergolgserlebnis seit seinem Sieg bei Gent-Wevelgem 2003.


Armstrongs letzte Flandern-Rundfahrt?

Für Gesprächsstoff sorgten auch andere Rennfahrer, die sich ganz vorne zeigten. So streckte zum Beispiel ein gewisser Lance Armstrong die Nase in den Wind. Der sechsfache Tour de France- Champion war in Vlaanderen allerdings nicht der "Big Boss", ganz im Gegenteil. Armstrong war als Helfer einer Discovery Channel- Mannschaft am Start, die plötzlich zu einem Faktor bei den berüchtigten Kopfsteinpflaster- Klassikern in Belgien und Frankreich geworden ist - in Armstrongs amerikanischem Landsmann George Hincapie, dem Engländer Roger Hammond und den beiden Belgiern Leif Hoste und Stijn Devolder hatten die US-Postal-Nachfolger gleich vier Podiumskandidaten in ihren Reihen. Doch das US-Team enttäuschte; allenfalls Hincapie (7.) wurde den hohen Ansprüchen gerecht. Armstrong selbst kam als 28. ins Ziel - nicht schlecht für einen Domestiken...

Bester Pedaleur der deutschen Gerolsteiner-Mannschaft war der Däne Frank Hoj, der auf Rang 28. kam. "Die Flandernrundfahrt war noch nie unser Rennen", sagte Teamchef Hans-Michael Holczer, den wegen des Dopingfalls Hondo derzeit ohnehin ganz andere Sorgen plagen. Ein Sonderlob gab es allerdings für den jungen Heinrich Haussler, der bei seinem Flandern-Debüt als 89. ins Ziel kam und sich damit fast so gut schlug wie sein Neoprofi-Kollege Marcus Burghardt (T-Mobile), der sich zeitweise an der Spitze des Geschehens zeigte und letztlich 65. wurde. (kh)



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PostPosted: 03.04.2005 20:46 Reply with quoteBack to top

Jetzt noch zu der traurigeren Seite des Radsports:

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Sprinterstar vor totalem Absturz
Hondo: "Ein Albtraum"


BERLIN, 03.04.05 (rsn) - Danilo Hondo steht vor dem Fall ins Bodenlose. Sein Team Gerolsteiner bleibt wie geplant bis 2008 am Leben, wie der Sponsor versicherte. Mit seinem Dopingfall hat der 31-jährige Sprinter dem deutschen Radsport dennoch schweren Schaden zugefügt

Hondos Verteidigungsargumente klingen vertraut: «Ich habe nicht gedopt, ich bin doch nicht bescheuert. Es frisst mich auf, es geht um meine Existenz - das ist der Albtraum. Wir müssen prüfen, wo das gefundene Mittel herkam, aus einem Nahrungs-Ergänzungsmittel oder einem Regenerations-Präparat». Wird Hondos Verfehlung mit dem B- Proben-Ergebnis bestätigt, wartet auf den jungen Familienvater laut Teamchef Hans Holczer die «Kündigung seines Arbeitsverhältnisses».

"Natürlich schafft das ein Imageproblem, aber es ist gut zu wissen, dass die Regeln funktionieren."
BDR-Präsident Rudolf Scharping zum Fall Hondo

An ein B-Proben-Wunder glaubt keiner. «So weit ich weiß, gab es noch nie ein von der A-Probe abweichendes Ergebnis», meinte Enrico Carpani, der Sprecher des Weltverbandes UCI, der das Strafmaß des im Falle Hondo zuständigen Schweizer Verbandes - sein Wohnsitz Ascona ist ausschlaggebend - nach Bekanntwerden der B-Proben-Analyse absegnen muss. Dem Sprinter vom Team Gerolsteiner, der 2005 so viel vorhatte, um endlich aus dem Schatten seines früheren Team-Kollegen Erik Zabel zu treten, droht eine Sperre von zwei Jahren. Eine Anstellung im Anschluss daran in einem ProTour-Team ist für weitere zwei Jahre ausgeschlossen.

Hondo steht vor dem Karriereende, wenn seine Schuld hieb- und stichfest bewiesen ist. Am Montag soll der Analyse-Bericht der A- Probe, die ein verbotenes Aufputschmittel nachweist, vorliegen. Danach kann sich Hondo, in diesem Jahr zweifacher Etappensieger in Murcia und Zweiter beim ersten Frühjahrs-Klassiker Mailand-San-Remo, um die B-Probe bemühen. Der zur Selbstdarstellung neigende Lausitzer hat dafür in einem Institut seiner Wahl fünf Tage Zeit.

"Einzelfall"

«Wir gehen von einem Einzelfall aus und nicht von einer Team- Angelegenheit. Deshalb steht unser Engagement nicht zur Disposition», erklärte Stefan Göbel, Kommunikationsleiter des Mineralwasser- Herstellers Gerolsteiner, der es der Teamleitung, Hondo und Mannschaftsarzt Jacobs überlässt, Licht ins Dunkel der Affäre zu bringen. «Wir sind mit Hochdruck dran, die Konsistenz des Präparats zu prüfen und zu klären, warum er an dem Tag, an dem er in Murcia ins Leadertrikot fuhr, beim Test negativ war und danach zwei Mal positiv. Von Doping-Mythen oder Manipulations-Theorien halte ich nichts», sagte Teamchef Holczer, der als Quereinsteiger und ehemaliger Mathematiklehrer zum Image des bisher unbescholtenen Teams aus der Vulkaneifel passt.

Nach den neuen Richtlinien der ProTour musste Gerolsteiner, bisher in der Öffentlichkeit in seinem Radsport-Engagement als zielstrebig, sauber und eher leise als laut wahrgenommen, mit der sofortigen Suspendierung reagieren.Die Erschütterung, die die Affäre hinterlassen hat, war Holczer auch 36 Stunden später noch anzumerken: «Es ist schlimm und nicht das, wofür wir seit sieben Jahren stehen.»



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Traurig! Traurig! Sieht echt nicht gut aus, für den Danilo. Wünsche ihm alles gute und hoffe für ihn mal auf ein B-Probenwunder.

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PostPosted: 06.04.2005 08:14 Reply with quoteBack to top

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Nahrungsergänzungmittel sauber
Hondo findet keine Entlastungsbeweise

KÖLN, 05.04.05 (dpa/rsn) - Der des Dopings verdächtigte Danilo Hondo vom Team Gerolsteiner hat am Dienstag die Eröffnung der B-Probe beantragt. Das bestätigte der Sprinter, der bei der Murcia-Rundfahrt im März in Spanien mit zwei A-Proben positiv auf ein Aufputschmittel getestet worden war. Das Kölner Anti-Doping-Labor untersucht laut Hondo zur Zeit die Zusammensetzung mehrerer «Nahrungs-Ergänzungsmittel und Regenerations-Präparate», die der 31-Wahlschweizer zu sich nimmt. «Ich hoffe, die finden was, das mich entlastet», sagte Hondo am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht.

Drei Fragen an Danilo Hondo
Wo kommt der Stoff her, der in zwei A-Proben während der Murcia- Rundfahrt für ein positives Doping-Ergebnis sorgte?

Hondo: «Ich warte. Ich habe noch nichts. Das Labor in Köln untersucht die Zusammensetzung der Nahrungsergänzungsmittel und Regenerations-Präparate, die ich, wie wahrscheinlich jeder Profi, nehme. Das habe ich immer gemacht, da kam zuletzt nicht irgendetwas Neues hinzu. Ich hoffe, die finden was, das mich entlastet.»

Ihr Teamchef Hans-Michael Holczer sagte, er glaubt nicht an Doping-Mythen und Manipulations-Geschichten. Fühlen Sie sich von Ihrem Team, das Sie satzungsgemäß suspendiert hat, noch unterstützt?

Hondo: «Ja, sie haben mir Hilfe angeboten. Zusammen mit unserem Teamarzt Jacob fliege ich noch in dieser Woche zur Eröffnung der B- Probe in das selbe Institut in Madrid, das die A-Proben-Analyse vornahm.»

Ihre Erklärungsversuche kommen bekannt vor. Viele ertappte Doper servieren Geschichten von Nahrungsergänzungen etc. Wie erklären Sie sich ihre positive Analyse?

Hondo: «Ich kann es nach wie vor nicht. Ich habe nicht gedopt. Ich weiß, dass sich meine Erklärungsversuche vielleicht bescheuert anhören, aber ich weiß nicht, wie das Zeug in meinen Körper kam. Ich durchlebe zur Zeit einen Albtraum. Nicht mal meine kleine Tochter kann mich aufheitern.»
(dpa)

Bei dem in den positiven A-Proben von Hondo festgestellten verbotenen Stimulanzmittel handelt es sich um den Wirkstoff Carphedon, wie der Gerolsteiner-Rennstall am Dienstag bekanntgab. Nach den Rechercheergebnissen des leitenden Teamarztes Dr. Ernst Jakob ist dieser Wirkstoff offensichtlich in keinem am Markt verfügbaren Medikament enthalten. „Der Wirkstoff ist relativ unbekannt", so Dr. Jakob. Bei der Untersuchung eines von Danilo Hondo selbst erworbenen und benutzten Nahrungsergänzungsmittels wurde auch keine Dopingsubstanz festgestellt. Vom Teamarzt Alexander Iablounovski in Spanien verabreichte Medikamente sind ebenfalls ohne Befund. Dr. Jakob: „Damit scheiden diese Möglichkeiten einer Erklärung aus.

Der nach der A-Probe überführte und daraufhin von seinem Team sofort suspendierte Hondo wird bei der B-Proben-Analyse in Madrid, wo auch die A-Probe untersucht wurde, dabei sein. «Ich fliege mit unserem Mannschaftsarzt Ernst Jacob dahin», sagte der Lausitzer, der noch die «Unterstützung des Teams fühlt». Ein Termin für die Untersuchung stehe noch nicht fest.

Allerdings dürfte sich der in diesem Jahr schon zwei Mal erfolgreiche Sprinter kaum Hoffnungen machen, dass die B-Probe ein anderes Ergebnis als die A-Probe ergibt. «Das gab es meines Wissens noch nie», sagte dazu Enrico Carpani, der Sprecher des Weltverbandes UCI. Nach wie vor sagt der im Moment nach Jan Ullrich und Erik Zabel wohl bekannteste deutsche Radprofi: «Ich habe nicht gedopt.»

Hondo, der mit seinem Team gerade in vielversprechenden Vertragverhandlungen stand, droht der Fall ins Bodenlose. Wird er endgültig des Dopings überführt, droht ihm die sofortige Entlassung und eine zweijährige Sperre. Zwei weitere Jahre darf der Familienvater dann nicht mehr von einem ProTour-Team engagiert werden. Damit wäre Hondo vier Jahre aus dem Verkehr des großen Radsports gezogen. «Das wäre dann sicher mein Karriere-Ende», meinte der in Ascona lebende Cottbuser, der als bester Deutscher der ProTour-Wertung vor der Flandern-Rundfahrt auf Rang drei lag.

Bei einer Überführung Hondo muss der Rennstall seine gesamte Strategie für die kommende Tour de France überarbeiten. Hondo wollte sich auf Etappensiege und das Grüne Trikot konzentrieren.



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PostPosted: 06.04.2005 22:23 Reply with quoteBack to top

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Sarthe-Rundfahrt
Ullrich zufrieden mit erstem Formtest
53.Circuit de la Sarthe

ANGERS, 06.04.05 (dpa/rsn) - Mit knapp 21 Sekunden Rückstand auf den französischen Sieger Florent Brard (Agritubel) war T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich am Mittwoch in Angers nach dem 8,8 Kilometer langen Zeitfahren bei der Sarthe- Rundfahrt «sehr zufrieden».

Pech hatte Ullrich mit seiner neuen Zeitfahrmaschine gleich am Start: Sekunden vor dem ersten Antritt hatte der Vorderreifen einen Platten und musste schnell noch getauscht werden. Trotzdem zeigte sich der Spezialist im Kampf gegen die Uhr zufrieden: «Das neue Rad ist gut. Aber nach den ersten beiden Abschnitten geht es doch noch etwas schwer. Es fehlt noch an Luft und Kraft», gab Ullrich zu, der auf Rang 13 fuhr. Bester Deutscher war der junge Gerolsteiner-Profi Markus Fothen aus Kaarst auf dem dritten Platz.

Ullrichs ehemaliger Edelhelfer Udo Bölts, der den gebürtigen Rostocker seinerzeit mit den legendären Worten «Quäl dich, du Sau» zum Toursieg getrieben hatte, findet die Form des Olympiasiegers von Sydney allerdings schon beachtlich. «Aus meiner Sicht ist Ulle jetzt schon viel weiter als vor einigen Jahren um diese Zeit», befand Bölts. Ullrich-Betreuer Rudy Pevenage, der im Auto hinter seinem Schützling fuhr, sagte: «Alles, was unter 30 Sekunden Rückstand ist, ist gut für Jan.»

Die Führung in der Gesamtwertung eroberte mit dem guten Kampf gegen die Uhr auf dem zweiten Teilabschnitt am Mittwoch der im Zeitfahren zweitplatzierte Franzose Sylvaine Chavanel. Allerdings protestierte Tagessieger Brard gegen diesen Entscheid, weil ihm am Vormittag wegen Windschattenfahrens eine Zeitstrafe von 20 Sekunden auferlegt worden war. Im ersten Teilstück der Etappe über 92 Kilometer nach Angers war Ullrich am Vormittag mit dem Hauptfeld ins Ziel gerollt. Ullrich wurde in der gleichen Zeit notiert wie Sprint-Sieger Andy Flickinger (Frankreich).



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Schaut mal gar nicht so schlecht aus, wie die Vorbereitung Ullrichs bis jetzt verläuft. Wir werden ja sehen!

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PostPosted: 07.04.2005 20:22 Reply with quoteBack to top

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Ullrich besteht ersten Formtest
"Er sah gut aus beim Zeitfahren"


Noch nicht asketisch - aber Formtest bestanden

ANGERS, 07.04.04 (dpa) - Lance Armstrongs glatzköpfiger Spion staunte, und auch Udo Bölts war angenehm überrascht: Jan Ullrichs Start in die Saison 2005 beim 53. Circuit de la Sarthe an der französischen Atlantik-Küste lief reibungslos und - gemessen am eher geringen Anforderungsprofil - erfolgreich. «Er sieht besser aus als in den vergangenen Jahren bei Telekom. Das betrifft sowohl das Zeitfahren als auch die erste Etappe über 197 Kilometer, in der er im Feld auch bei Seitenwind dem hohen Tempo immer mühelos folgen konnte», lobte Ullrichs ehemaliger Edelhelfer Bölts, der dem Fahrerfeld als Interims-Teamchef bei Gerolsteiner hinterher fuhr.

Ullrich selbst ging nach den ersten Renn-Kilometern nach monatelangem Training in Südafrika, auf Mallorca und in der Toskana kritischer mit sich ins Gericht: «In punkto Kraft und Luft fehlt mir noch viel. Mit meinem neuen, auf meine Maße konzipierten Zeitfahrrad, das eine etwas andere Geometrie hat und etwas leichter ist, bin ich sehr zufrieden», sagte der Toursieger von 1997, der seinen ersten kleinen Härtest - ein Zeitfahren über 8,8 Kilometer - als 13. mit 21 Sekunden hinter Tagessieger Florend Brard aus Frankreich beendete. Armstrongs Tour-Bodyguard, der Belgier Serge Brollée, beobachtete Ullrichs ansprechenden Einstand mit erstaunter Miene.


«Er sah gut aus beim Zeitfahren, obwohl es vorher wegen eines platten Reifens bei der Anfahrt auf die Startrampe noch Aufregung gegeben hatte», urteilte T-Mobile-Teamchef Mario Kummer, der im Begleitwagen mit Ullrich-Betreuer Rudy Pevenage folgte. Die neue Öffnungs-Politik des T-Mobile-Teams zum einst verstoßenen Pevenage wird allerdings nur temporär sein. «Bei der Tour darf ich nicht im Wagen sitzen», sagte der 51-jährige Belgier, der sich vor knapp drei Jahren den Unmut des Team-Managers Walter Godefroot zugezogen hatte, als er Telekom Hals über Kopf verließ, um seinem langjährigen Schützling Ullrich zum Team Coast zu folgen.

Asketisch neben einem als Schwein Verkleideten

Der durchtrainiert wirkende T-Mobile-Kapitän, der sich zum Start der 2. Etappe von einem als Schwein Verkleideten umarmen ließ und daneben fast asketisch wirkte, mache laut Pevenage «mindestens einen so guten Eindruck wie 2003». Vor zwei Jahren stieg der Olympiasieger von Sydney ebenfalls an der Sarthe in die Saison ein und legte das Fundament für das damals kaum für möglich gehaltene Tour-Comeback nach über einjähriger Zwangspause. Im Juli 2003 rückte er Armstrong bei der Frankreich-Rundfahrt als Zweiter mit 61 Sekunden Rückstand so dicht auf den Pelz wie nie.

Die letzte Etappe seiner Tour-Vorbereitung wird Ullrich im Juni wie üblich bei der Tour de Suisse oder bei der Dauphiné Libéré in Frankreich absolvieren, wo er auf Armstrong treffen könnte. «Er fährt gerne in der Schweiz, weil er dort wohnt und voriges Jahr gewann. Aber auch die Dauphiné hat ihre Vorteile: Er hätte da sicher mehr Ruhe und würde im Wettkampf einige Bergpassagen der Tour fahren», sagte Pevenage.

Im Disput um die Tour-Teilnahme Erik Zabels brach Ullrich eine Lanze für den Berliner Routinier und widersprach seinem Freund Andreas Klöden, der sich öffentlich mehrmals für einen Zabel-Verzicht in Frankreich ausgesprochen hatte: «Es fahren die neun Stärksten, und wenn Erik dabei ist, gibt es keine Diskussion.» Klöden hat im Moment ohnehin mehr Probleme mit der eigenen Form. Am Mittwoch brach der Tour-Zweite die Baskenland-Rundfahrt ab. Am Montag wird er sich in der Uni-Klinik Freiburg einem Leistungs-Check unterziehen.



(www.radsportnews.com)

Auch ohne Topgewicht schon in anständiger Form. Die Vorbereitung läuft scheinbar gut, auch wenn Ulle bis zum Tourauftakt (siehe Bild oben) sicher noch um die zehn Kilo abnehmen sollte.

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Paris-Roubaix am Sonntag
Le Nord schämt sich nicht mehr seiner Straßen


PARIS, 07.04.05 (rsn) - Der Klassiker Paris- Roubaix, der am Sonntag zum 103. Mal ausgetragen wird, drohte vor Jahren seinen typischen Charakter zu verlieren. Die pavés, das Kopfsteinpflaster der ärmlichen Straßen im Norden Frankreichs, wurden immer rarer, mussten Asphaltwegen weichen. Zwischen Compiegne und Roubaix war man durchaus nicht stolz auf die "reine des classiques", die "Königin der Klassiker". Die pavés sah man als Symbol für die Rückständigkeit der Heimat und ausgerechnet die machte das Rennen weltberühmt. Heute hat sich die Situation gründlich gewandelt. Pavés sind modern geworden und werden liebevoll restauriert.

Jean-Marie Leblanc, Chef der Tour de France-Organisation, die auch Roubaix veranstaltet, hat eine besondere Beziehung zu dem Kopfsteinpflaster-Klassiker. Er kommt aus dem Norden, sein Heimatort Fontaine-au-Bois liegt nur ein paar Kilometer von der Rennstrecke entfernt. Mit "großer Erleichterung" nimmt er die veränderte Mentalität in seiner Heimat wahr, nachdem er viele Jahre um sein Lieblingsrennen bangen - und kämpfen - musste.

"Bis in die Achtziger Jahre hinein hat der Begriff der 'Hölle des Nordens' die örtlichen Politiker unheimlich irritiert. Jedes Jahr hat man bei le nord an das schwarze Kopfsteinpflaster von Paris-Roubaix gedacht. Sie haben uns angefleht, etwas anders zu suchen, nicht von der 'Hölle des Nordens' zu sprechen", erinnert sich Leblanc. Der Begriff L'Enfer du Nord war in den fürchterlichen Kämpfen des Ersten Weltkriegs entstanden. "Alle Liebhaber von Paris-Roubaix waren damals in großer Sorge, denn jedes Jahr verschwanden pavés. Sie mussten Asphaltwegen, dem TGV oder Umgehungsstrassen weichen. Eine Gegenbewegung begann sich zu formieren, die darin resultierte, dass ich 1981 ein Buch schrieb. Es gründete sich der Verein der Freunde von Paris-Roubaix, dem sich sehr schnell die Stadt Roubaix und die Organisatoren anschlossen", schildert der heutige Renndirektor den Beginn einer Entwicklung.

Anfang der Neunziger Jahre begannen die Paris-Roubaix-Freunde mit der Lobbyarbeit dafür, das Kopfsteinpflaster unter Denkmalschutz zu stellen. "Wir haben gesagt: Es geht nicht nur um Paris-Roubaix, dies sind Zeugen der Zivilisation, sie sind ein Erbe aus der Vergangenheit, das erhalten und geschützt werden muss. Dann gab es einen Wechsel im zuständigen Umweltministerium und es geschah erst einmal nichts. Aber der Wind hat sich zu drehen begonnen", erzählt Leblanc.

1996 feierte Paris-Roubaix seinen 100. Geburtstag. Bei dem Jubiläum wurde deutlich, dass sich die Mentalität bei den Leuten und den Politikern im Norden gründlich geändert hatte. Es wuchs die Überzeugung, dass das große Radspektakel, das Hunderttausende an die Strecke lockt und dessen Bilder um die Welt gehen, gar nicht so schlecht ist für die Region - im Gegenteil, dass es eine einmalige Chance bietet zur Darstellung und Geld in die Region spült. Leblanc: "Man ist erwacht. Und man hat jetzt gesagt: Wir müssen uns nicht schämen, wir können stolz sein auf unsere Heimat."

Als besonderes Zeichen für den neuen Stolz auf die pavés führt Leblanc gern ein gemeinsames Unternehmen mit örtlichen Gartenbau-Akademien an. Die Studenten nehmen an Projekten teil, in denen Kopfsteinpflaster-Abschnitte liebevoll restauriert werden. Sorge um die Zukunft der "Königin der Klassiker" und ihrer pavés hat Leblanc heute nicht mehr. Bei Paris-Roubaix am Sonntag gibt es 54km Kopfsteinpflaster. "Mehr als in den letzten Jahren", sagt Leblanc. Und auch der "Wald von Arenberg", der berühmteste pavé-Sektor, der in diesem Jahr fehlt, wird 2006 definitiv wieder gefahren. Die Straße dort wird derzeit für eine Viertelmillion Euro restauriert. Frankreichs Norden ist sein Kopfsteinpflaster heute lieb und teuer.

Paris-Roubaix 2005: Die 26 Pavé-Sektoren
Die Sektoren werden in Kategorien 1 (leicht) bis 5 (am schwersten) eingeteilt. Dabei werden Beschaffenheit der pavés, Länge und auch die Position im Rennen berücksichtigt.

N.26 (Troisvilles, Km 97,5): 2200 m de pavés (Kategorie 3)
N.25 (Viesly, Km 103,cool: 1800 m (3)
N.24 (Quiévy, Km 106,4): 3700 m (4)
N.23 (Quiévy à Saint-Python, Km 111,1): 1500 m (2)
N.22 (Escarmain, Km 122,7): 1500 m (1)
N.21 (Vertain, Km 126,9): 1900 m (3)
N.20 (Le Buat, Km 133,6): 1700 m (3)
non numéroté: (Préseau, Km 143,cool: 2000 m (1)
N.19 (Aulnoy-lez-Valenciennes, Km 149,7): 2600 m (5)
N.18 (Famars, Km 153): 1200 m (3)
N.17 (Artres à Querenaing, Km 155,cool: 1400 m (3)
(Querenaing à Maing, Km 157): 2500 m (3)
N.16 (Monchaux-sur-Ecaillon, Km 160,9): 1600 m (3)
N.15 (Haveluy, Km 172,4): 2400 m (4)
N.14 (Hornaing à Wandignies, Km 178,5): 3700 m (3)
N.13 (Warlaing à Brillon, Km 186): 2400 m (4)
(Tilloy à Sars-et-Rosières, Km 189,5): 2400 m (3)
N.12 (Orchies, chemin des Prières et chemin des Abattoirs, Km 200,4): 1700 m (3)
N.11 (Auchy-lez-Orchies à Bersée, Km 206,5): 2600 m (3)
N.10 (Mons-en-Pévèle, Pavé de la Croix, Km 212): 3000 m (5)
N.9 (Mérignies, rue de la Rosée, Km 218): 700 m (2)
N.8 (Pont-Thibaut, Km 221,4): 1400 m (3)
N.7 (Templeuve, l'Epinette, Km 226,7): 200 m (1)
(Moulin de Vertain, Km 227,3): 500 m (3)
N.6 (Cysoing à Bourghelles, Km 233,6): 1400 m (4)
N.5 (Camphin-en-Pévèle, Km 239,9): 1800 m (4)
N.4 (Carrefour de l'Arbre, Km 242,6): 2100 m (5)
N.3 (Gruson, Km 244,cool: 1100 m (2)
N.2 (Hem, Km 251,4): 1400 m (1)
N.1 (Roubaix, espace Charles-Crupelandt, Km 257,6): 300 m (1)


(www.radsportnews.com)

'Die Hölle des Nordens', eines der wichtigesten und populärsten Radrennen der Saison steht wieder vor der Türe. Wer sich das Spektakel des größten Radklassikers der Saison live ansehen will, hat dazu von 15:05-17:00 im ARD die Gelegenheit. Nicht verpassen!

mfg Robert
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Das Klöden-Syndrom
Volles Konto - leere Beine

Foto: Roth

BERLIN, 08.04.05 (rsn) - Andreas Klöden feierte im Jahr 2000 große Triumphe und verdiente sich einen hochdotierten Vertrag. Dann kam erst einmal gar nichts. Erst letztes Jahr meldete er sich mit dem zweiten Platz bei der Tour de France zurück, holte sich eine satte Gehaltserhöhung. Und jetzt scheint der Zyklus wieder von vorn zu beginnen.

siehe auch...

Fahrerdatenbank: Andreas Klöden

Bei der Baskenland-Rundfahrt, die Klöden vor fünf Jahren im Anschluss an den Sieg bei Paris-Nizza als erster Deutscher gewann, ging der gebürtige Sachse diesmal sang- und klanglos unter. Er stieg am Mittwoch erschöpft aus. T-Mobile-Sportdirektor Franz van Looy sprach von "leeren Beinen", Klöden sei "müde". Der 29-Jährige wird nicht wie geplant bei den Ardennenklassikern starten. Sein Rennprogramm wird komplett umgekrempelt.

Klöden, der bereits bei der Valencia-Rundfahrt im Februar vorzeitig ausgestiegen war, läßt sich jetzt in Freiburg untersuchen. Am Montag soll an der Uniklinik mit Leistungstests herausgefunden werden, woran es liegt. Man rätselt, weil Klöden im Januar noch gute Werte aufwies. Ein Höhentraining auf Teneriffa könnte Klödens Formprobleme verursacht haben, meint T-Mobile-Teamchef Olaf Ludwig: "Bei manchem Fahrer fruchtet die Höhe nicht so, wie man sich das wünscht."

Mit der Höhe hat Andreas Klöden im doppelten Sinn seine Probleme. Mit seinem riesigen Talent ist er zu großartigen Triumphen in der Lage wie der amtierende Deutsche Meister mit seinem sensationellen zweiten Platz bei der letzten Tour hinter Lance Armstrong unterstrich. Danach neigt er aber dazu, sich zurückzulehnen. Der größte Fan von Andreas Klöden heißt Andreas Klöden. Schon nach seinen Erfolgen von 2000 maulte Klöden schon mal gerne herum, was einer wie er überhaupt bei diesem oder jenem Rennen zu suchen habe. Und in diesem Winter stellte sich Klöden ins Fernsehen und erklärte, einen Erik Zabel solle man dieses Jahr besser nicht mit zur Tour de France nehmen, als ob Zabel irgendein kleiner Helfer wäre. Nun muss Klöden selbst zusehen, dass er bis Juli in Form kommt, sonst wird er zuhause bleiben müssen. "Noch machen wir uns bei Klöden keine Sorgen um die Tour", sagt Ludwig.



(www.radsportnews.com)

Ja, hoffe mal, dass Klödi wieder in Form kommt, denn er ist mir bei weitem sympathischer als Ulle.

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103.Paris-Roubaix
Stürze, Schmerzen, Sensationen

PARIS, 08.04.05 (rsn) - Geliebt oder gehasst - die "Königin der Klassiker" weckt nur große Gefühle. Am Sonntag steht zum 103. Mal der Kopfsteinklassiker Paris-Roubaix auf dem Programm, dessen Premiere der Münchner Joseph Fischer 1896 gewann. 259 Kilometer, 54,7km "pavés" in 26 Sektoren sind die nüchternen Zahlen hinter denen sich wieder zahlreiche kleine und große Dramen abspielen werden. Zu den großen Favoriten bei dem anachronistischen Spektakel zählt der junge Belgier Tom Boonen, dessen Fans über die Grenze nach Nordfrankreich strömen werden. Sie hoffen auf ein Flandern-/Roubaix-Double, das in der langen Geschichte erst acht Fahrern gelang.


Die pavés, die bis in die Neunziger hinein immer weniger wurden, weil sie moderneren Strassen weichen mussten, sind heute in Nordfrankreich wieder en vogue. Man schämt sich nicht mehr für die ärmlichen Strassen, man ist stolz auf das Erbe der Vergangenheit und stolz auf den weltberühmten Klassiker. Der berüchtigteste Kopfsteinpflaster-Abschnitt im Wald von Arenberg fehlt in diesem Jahr. Er wird derzeit für viel Geld restauriert und wird erst im nächsten Jahr wiederkommen. Trotzdem gibt es am Sonntag mehr pavés als in den letzten Jahren. Für Arenberg wurde Ersatz gefunden. Der erste von 26 Sektoren steht 97km nach dem Start in Compiegne an, von da geht es Schlag auf Schlag...

Der große Favorit ist Tom Boonen. Bei der Flandern- Rundfahrt am letzten Sonntag zeigte sich der junge Antwerpener in eindrucksvoller Form und Roubaix liegt dem "neuen Museeuw" noch mehr: Hier zeigte er 2002 im zarten Alter bereits mit einem sensationellen dritten Platz, was in ihm steckt. Für Boonen spricht auch sein Team: Die Quick Step-Mannschaft von Patrick Lefevere war in den letzten zehn Jahren (früher als Mapei) bei der "Königin der Klassiker" oft dominierend und sie will das auch diesmal sein (u.a. mit Knaven, Nuyens und Pozzato). Lefevere weiß aber natürlich, dass bei Roubaix immer alles passieren kann, zumal bei schlechtem Wetter. Am Sonntag ist Regen vorhergesagt. Damit haben zwar die meisten im Feld das Rennen bereits am Start im Kopf abgeschrieben, doch Roubaix-Liebhaber blühen da richtig auf. "Im Regen von Roubaix spürst Du, dass Du lebst", sagte der Däne Frank Hoj kürzlich in einem Interview mit RADSPORT- NEWS.COM. Wenn er einen guten Tag - mit schlechtem Wetter! - erwischt, kann der im Gerolsteiner-Trikot fahrende Hoj gewinnen.

Boonens größe Herausforderer sind Landsleute von ihm, angefangen mit dem routinierten Peter Van Petegem, der 2003 in Roubaix gewann und mit einem kompakten Davitamon-Team (Van Bon, Mattan, Steels) startet. Magnus Backstedt, der letztes Jahr als erster Schwede im Velodrom von Roubaix triumphierte, hat sich auch gut vorbereitet. Die Schweizer, die wie Deutschland erst einmal und vor langer Zeit den Sieger bei dem Rennen stellten, hoffen auf den jungen Fabian Cancellara, der letztes Jahr (Vierter) seine Liebe zu Roubaix entdeckte. Die Spanier drücken ihrem Juan-Antonio Flecha die Daumen, der sich am Mittwoch um den Sieg bei Gent-Wevelgem betrogen fühlte. Gemeinsam bilden Cancellara und Flecha ein starkes Duo im Fassa Bortolo-Team, das eine Hauptrolle spielen könnte.

Der Bonner T-Mobile-Rennstall, der noch nie in seiner Teamgeschichte so lange auf einen ersten Saisonsieg warten musste, geht mit gedämpften Erwartungen an den Start, obwohl die Magentas bei der Flandern-Rundfahrt mit Andreas Klier und Erik Zabel glänzten. Doch Klier stürzte bei Gent-Wevelgem schwer und sagte Roubaix ab. Steffen Wesemann, der in der "Hölle des Nordens" in den letzten Jahren immer nahe dran war, als zweiter Deutscher nach Joseph Fischer zu gewinnen, geht angeschlagen ins Rennen. Magenprobleme zwangen ihn zur Aufgabe in Flandern. Unter der Woche trainierte er zuhause und verzichtete auf Gent-Wevelgem. Wenn sich "Wese" am Sonntag gut fühlt, gehört er zweifellos zu den Favoriten und auch ohne Klier hat er ein starkes Team zur Seite mit Zabel, den Routiniers Ivanov und Aldag sowie dem jungen Markus Burghardt, der in den letzten Wochen sehr vielversprechende Leistungen zeigte.

Während Lance Armstrong ebenso wie Jan Ullrich traditionell einen großen Bogen um die pavés macht, hat sein Discovery-Team, das bei der "Klassikeretappe" der letzten Tour de France eine Demonstration ablieferte, gute Chancen mit dem Russen Viatcheslav Ekimov und vor allem dem Amerikaner George Hincapie, der zehn Mal schon Roubaix fuhr und bei seinen letzten fünf Starts seit 1999 immer unter die ersten Zehn kam. "Man muss dran glauben. Irgendwann schaffst Du es dann", sagt der New Yorker mit amerikanischem Optimismus.

Erfahrung und Geduld zahlen sich aus bei der "Königin der Klassiker", bei der oft Männer weit jenseits der Dreißig gewannen. Der Franzose Gilbert Duclos-Lassalle ging sogar auf die 40 zu, als er 1993 zum zweiten Mal hintereinander gewann. So alt ist diesmal der Italiener Andrea Tafi, dessen Karriere mit Roubaix eng verknüpft ist. 1999 gewann er hier und 1995 war er Teil des legendären Mapei-Trios (mit Ballerini und Museeuw), das die ersten Plätze nach Stallorder belegte. Für Tafi wird es das letzte große Rennen.

Jung oder alt - die Erfolgsformel für den kuriosen Klassiker ist für alle gleich. Der Belgier Roger de Vlaeminck, der bei Paris-Roubaix den Siegrekord hält (4 Erfolge zwischen 1972 und 1977) fasst diese so zusammen: "Man muss über die pavés springen und man muss aufpassen, nicht hinten im Feld in der Falle zu sitzen. Und man braucht den Willen, sich trotz Stürzen, Platten und und Schmerzen durchzukämpfen." Klingt doch gar nicht so schwer...



(www.radsportnews.com)

Da sagt noch einer mal: Vorfreude ist die schönste Freude. Na wenn das hier auf nur einen der Fahrer zutrifft, dann ist der wohl schon zu oft auf den Kopf gefallen. happy Und trotz allem liebt man dieses Rennen! ja

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Paris-Roubaix-Favorit George Hincapie
Vom Central Park in die Hölle des Nordens

PARIS, 08.04.05 (rsn) - Das anachronistische Radspektakel Paris-Roubaix, eines der wenigen Rennen, das in den USA live übertragen wird, machte sich gut für eine Dokumentation im Discovery Channel. Das um so mehr, als das gleichnamige Team am Sonntag mit George Hincapie einen der Favoriten stellt.

Vor der Saison schien es fast, als habe sich das Team des sechsfachen Tour de France- Siegers 2005 vor allem auf Paris- Roubaix ausgerichtet, als ob man beim Kopfsteinpflaster- Abstecher der letzten Tour de France, bei dem die Armstrong-Mannschaft eine Demonstration ablieferte, Geschmack gefunden hätte. Mit dem Briten Roger Hammond und dem Belgier Leif Hoste kamen der letztjährige Roubaix- Dritte und -Zwölfte neu in das Team. Armstrong selbst liebäugelte mit einem Start bei der "Königin der Klassiker", bei dem Discovery-Sportdirektor Dirk Demol 1988 der große Überraschungssieger war.

In den letzten Wochen und Monaten geriet für Discovery aber einiges durcheinander, was die Roubaix-Ambitionen angeht. Im Februar erklärte Armstrong, er werde sich wieder auf die Tour de France konzentrieren und doch keine Klassiker fahren. Im März kam Krankheits- und Verletzungspech hinzu bei Max van Heeswijk und Leif Hoste. Und letzten Mittwoch stürzte dann auch noch Roger Hammond bei Gent-Wevelgem und verletzte sich. Der Brite wird mit großer Wahrscheinlichkeit Roubaix absagen müssen und selbst wenn er startet, wohl kaum wieder so glänzen können wie letztes Jahr, als er aufs Podium fuhr. "Das sind solche Tage, wo alles zusammenkommt. So ist das manchmal im Leben", so Demol fatalistisch. "Jetzt", sagt er, "schauen wir auf Sonntag."

Erst einmal schaut Demol auf den Wetterbericht. "Wenn es regnet, werden unsere Fahrer bestimmt nicht rausfahren, um den Kurs zu erkunden. Ich fahre die Strecke im Auto ab und gebe es dann weiter. Das Rennen ist schwer genug und es ist besser, dass die Fahrer im Hotel bleiben und sich möglichst ausruhen." Mangel an Streckenkenntnissen sei kein Problem, sagt Demol: "Erstens ist das Rennen immer schwer, auch mit Streckenkenntnis. Zweitens haben wir doch die Funkgeräte. Und drittens kennt unser Kapitän die Strecke schon ein bißchen. George (Hincapie) ist schon zehn Mal Paris-Roubaix gefahren..."

Roubaix-Debüt 1994...

Hincapies Roubaix-Bilanz
1994: 31.Platz
1995: 21.
1996: 29.
1997: 59.
1998: 66.
1999: 4.
2000: 6.
2001: 4.
2002: 6.
2003: Kein Start
2004: 8.


George Hincapie, am vergangenen Sonntag Siebter bei der Flandern-Rundfahrt, träumt davon, als erster Amerikaner Paris-Roubaix zu gewinnen. Der New Yorker, der bei allen sechs Tour de France-Siegen an Armstrongs Seite war, ist seit 1994 Profi und fuhr als Neuprofi gleich zum ersten Mal in der "Hölle des Nordens". Wohlgemerkt: 1994! Das war das Jahr mit dem schlimmsten Roubaix-Wetter der letzten 20 Jahre... 48 Fahrer wurden damals gewertet. Neuprofi Hincapie kam auf den 31.Platz.

In einem Interview mit der belgischen Tageszeitung La Dernière Heure sagte Hincapie dieser Tage, die ungemütlichen Klassiker Flandern-Rundfahrt und Roubaix seien für ihn durchaus kein Schock gewesen. "Ich habe mit dem Radsport angefangen im Central Park in New York. Dort sind wir jeden Samstag und Sonntag Rennen gefahren. Egal obs regnet oder schneit. Als ich nach Europa kam, war ich vorbereitet."



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Paris-Roubaix
Tafi sagt traurig Adieu - und träumt vom Sieg

COMPIEGNE, 09.04.05 (rsn) - Andrea Tafis lange und erfolgreiche Karriere ist eng mit Paris-Roubaix verknüpft. Als Kind träumte er vor dem Fernseher davon, selbst einmal dabeizusein. 1999 gewann er den Klassiker. Am Sonntag startet der 38 Jahre alte Italiener zum letzten bei "seinem" Roubaix.

"Es ist kein leichter Tag für mich", sagte der Toskaner am Samstag bei einem Pressegespräch. Tafi kämpft mit den Tränen. "Mit allem Respekt vor den Organisatoren der Georgia-Rundfahrt (19.-24.April), die ich noch fahren werde - aber für mich findet mein letztes Rennen eigentlich morgen statt." Und es soll kein leiser Abschied werden: "Ich habe mich auf dieses Rennen vorbereitet und ich starte mit dem Ziel des Sieges, nicht um Adieu zu sagen."

Akribisch hat sich Tafi auf sein letztes Paris-Roubaix vorbereitet. Und zwar bis ins letzte Detail: Er hat sein Programm so gestaltet, dass der französische Kopfsteinklassiker sein 13.Rennen ist. "Das ist in Italien eine Glückszahl", lacht er. "Bei den bisherigen Rennen in dieser Saison hatte ich nur eines im Kopf: Die Form für Paris-Roubaix", sagt der Italiener, der letztes Jahr als Fünfter auf dem Velodrom in Roubaix ankam. "Ich bin die bisherigen Rennen alle mit ein bißchen mehr Vorsicht als sonst gefahren. Ich hatte Angst vor einem Sturz, der mir mein letztes Paris-Roubaix hätte verderben können."


In seiner langen Karriere seit 1989 hat Andrea Tafi 31 Siege (Kriterien mitgerechnet) geholt. Er feierte großartige Triumphe bei Lombardei-Rundfahrt 1996 oder der Flandern-Rundfahrt 2002. Der schönste aber sei der Sieg bei Paris-Roubaix 1999, weil er "die größten Opfer" verlangte. "Dieser Sieg ist etwas ganz besonderes", sagt Tafi. Schon als Kind begann seine Leidenschaft für die "Hölle des Nordens". 1978 sah er im Fernsehen den ersten von drei Erfolgen von Francesco Moser, der auch 1979 und 1980 in Roubaix gewann. "Moser war mein Idol. Ich habe davon geträumt, auch einmal Roubaix zu fahren."

Schon 1996 war Tafi ganz nahe dran, Roubaix zu gewinnen. Damals fuhr ein Mapei-Trio mit Tafi, Museeuw und Bortolami die Konkurrenz in Grund und Boden und die Reihenfolge der drei wurde per Stallorder vorgegeben, nachdem der Sportdirektor telefonisch beim Teampatron anfragte und der Museeuw (der gewann damals den Weltcup) zum Sieger "ernannte". Der emotionale Tafi war damals sehr traurig und die ganze Angelegenheit hinterließ einen schalen Nachgeschmack. "Ich hätte damals gerne gewonnen und es war schon schade, wie es gelaufen ist. Aber es war für mich ein Schritt Richtung Roubaix-Sieg." Der nächste Schritt war ein zweiter Platz 1998. Ein Jahr später gelang Tafi dann der große Coup. Die "Lokomotive", so Tafis Spitzname, stampfte wie auf Schienen durch die "Hölle" und kam zu einem eindrucksvollen Solosieg.

Am Sonntag werden sie ihn in Nordfrankreich gebührend verabschieden wie vor ein paar Jahren den anderen italienischen "Mister Roubaix", Franco Ballerini. Tafi blickt bereits über sein Karriereende hinaus und hat reichlich Pläne "In einem halben Jahr werden meine Familie und ich einen Gasthof in der Toskana eröffnen. Ich würde auch gerne im Radsport bleiben und da etwas machen", sagt er. Beim nächsten Giro wird man Tafi schon wieder sehen. Das Rosa Rennen kommt durch seinen Heimatort Lamporecchio und Tafi ist in der Organisation engagiert.



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