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Donald Lydecker
Tontechniker
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Achja also für mich ist Jan Ullrich seid gestern ja ein überführter Doper. Sehr sehr schäbig was da aus seiner Richtung kommt, jetzt werden die bösen dunklen Verschwörungstheorien ausgepackt, sowas ist echt unterste Schublade, widerlich. Zwar kann ich mir denken das er mit allenfalls einer Geldstrafe davon kommt, aber ganz ehrlich ich wünsche ihm aus ganzem Herzen eine Haftstrafe schon alleine für diese Schmierenkomödie. Hoffendlich, hoffendlich, hoffendlich.  |
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Crna Gora
Hauptdarsteller
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Jan Ullrich... Was soll ich dazu sagen? Ich WAR einer der gößten Ulle-Fans die man sich vorstellen kann. Seit seinem ersten und einzigen Tour-Sieg im Jahre 1997 habe ich jede Tour von Anfang bis Ende geschaut. Jan war für mich der Größte. 1997 war ich 12.
Heute bin ich 21 und bin seit gestern kein Jan Ullrich Fan mehr. Ich habe bis zuletzt an seine Unschuld geglaubt und auch darauf gehofft. Leider wurde ich enttäuscht. Ich kann einfach nicht glauben, dass er sowas machen konnte. Insgeheim war es mir sicher schon bewusst. Aber solange es nicht endgültig bewiesen war, hab ich an ihn geglaubt.
Der Radsport ist ein regelrechter Drogen-Sumpf. Das habe ich immer schon behauptet. Nur Jan hat nie gedopt. So habe ich gedacht. |
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Crnogorke
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Donald Lydecker
Tontechniker
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Das schlimmste ist für mich nicht das er gedopt hat, wenn man realistisch ist weiß man das das im Radsport wohl fast alle machen, leider. Aber mit dieser Kälte die er an den Tag leg alle zu belügen, und dann Show-Pressekonferenzen einzuberufen und da belanglosen Mist zu erzählen und das er mit reinem Gewissen in den Jugendbereich gehen will, das ist kaum zu überbieten. Das zeigt das dieser Mensch einen grottenschlechten Charakter besitzt. Fehler kann man machen aber sich danach so zu verhalten macht das vielfach schlimmer. |
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Crna Gora
Hauptdarsteller
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Absolut richtig. Ich hab mir die Pressekonferenz damals angesehen. Ich habe alles geglaubt was er damals erzählt hat. Auch hab ich ihn in einer Late-Night-Talk-Show (ich glaube Kerner) gesehen. Dort hat er ebenfalls alles abgestritten. Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass er sowas macht. Auch, wenn es stimmt, dass im Radsport übelst gedopt wird. Jan war für mich einer der wenigen die es nicht machen. Aber die gibt es wohl nicht.
Das Ganze erinnert mich irgendwie an Christoph Daum. Er hatte damals auch eine Pressekonferenz anberaumt und beteuert, dass er kein Kokain genommen hat. Ein paar Tage später kam alles ans Tageslicht. Vielleicht hätte mich das misstrauischer machen sollen. |
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Crnogorke
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Maestro
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| Crna Gora wrote: |
| (ich glaube Kerner) |
Beckmann!
Zu Ullrich sage ich nichts mehr, da wurde schon zuviel geschrieben. Wenn er meint
so glücklich zu werden, dann soll er so weiter machen, im Endeffekt belügt er sich.
MfG
Maestro |
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Robert
Regisseur
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Joined: 11 Jul 2004
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Location: Kapfenberg
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| Maestro wrote: |
Zu Ullrich sage ich nichts mehr, da wurde schon zuviel geschrieben. Wenn er meint
so glücklich zu werden, dann soll er so weiter machen, im Endeffekt belügt er sich.
MfG
Maestro |
Ich halts genauso, weitere Diskussionen über das Thema halte ich nicht mehr für sinnvoll. Also werde ich diesmal abwechslungsweise nicht dazu beitragen.
mfg Robert |
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Robert
Regisseur
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Fuentes-Dopingskandal
Basso gesteht
ROM, 07.05.07 (rsn) - Der Italiener Ivan Basso hat als erster verdächtiger Fahrer gestanden, dass er Kunde des spanischen Dopingnetzwerks um den Mediziner Eufemiano Fuentes war. Der Girosieger will mit dem Dopingankläger des italienischen nationalen olympischen Komitees (CONI) im Disziplinarverfahren gegen ihn zusammenarbeiten, wie dieses am Montag in einer Mitteilung bekanntgab. Überraschend hatte sich Basso am Montag auf eigene Initiative ins Büro der CONI in Rom begeben und sich bereit erklärt, bei der Aufklärung des Falls "maximal" mit den Sportbehörden zu kooperieren.
"Das Büro des Anti-Dopinganklägers (der CONI) hat heute erneut (...) Ivan Basso angehört. Dieser hat umfassend seine Verantwortung in der Operation Puerto eingeräumt", hieß es in einem Statement des italienischen olympischen Komitees, das die oberste Sportbehörde des Landes ist. Basso habe sich zu "maximaler Kooperation" bereiterklärt, um die "Fakten seiner Verwicklung" aufzuklären, hieß es weiter.
Basso hatte den Chef der CONI-Antidoping-Kommission, Ettore Torri, am Montag von sich aus um ein zweites Treffen gebeten. Mittags hatte sein Anwalt Massimo Martelli mit der Anti-Doping-Kommission in Rom die Bedingungen für ein weit reichendes Geständnis ausgehandelt, am Nachmittag fand dann das Gespräch in einer Anwaltskanzlei im römischen Nobelviertel Parioli statt. Ohne Kommentar verließ Basso danach die Kanzlei und fuhr mit seinem Anwalt zum Flughafen. Für den Abend kündigte Basso, der sich am Dienstag der Presse stellen will, eine persönliche Stellungnahme an.
"Er hat sich nicht gut gefühlt und er war unruhig. Er wollte dieses Gewicht von seinem Gewissen loswerden", sagte Bassos Anwalt Massimo Martelli. Während der Befragung im CONI-Büro habe Basso "gezittert, aber dann hat er seine Fassung wiedergewonnen und großen Charakter gezeigt."
Mit seinem Geständnis, das in Anbetracht der überwältigenden Indizien spät kam, kann sich Basso Strafmilderung erhoffen. Von der Sportjustiz droht Basso eine Dopingsperre von zwei Jahren. In einem anstehenden Strafverfahren droht Basso sogar eine Haftstrafe. Die römische Staatsanwaltschaft hat bereits ein Verfahren eröffnet. Am Wochenende hatte eine Staatsanwältin Strafmilderung in Aussicht gestellt, falls sich Basso kooperativ verhalten würde. Sportrechtlich muss sich der 29 Jahre Italiener aber auf eine zweijährige Sperre einrichten: "Zwei Jahre sind zwei Jahre. Das sind die Regeln der WADA für ein Erstvergehen", sagte UCI-Chef Pat McQuaid am Montag.
Die Anti-Doping-Kommission des italienischen NOK (CONI) hatte die Ermittlungen gegen Basso wieder aufgenommen, nachdem neue belastende Unterlagen aufgetaucht waren. Blutproben aus sieben im letzten Mai bei Fuentes gefundenen Blutbeuteln mit den Bezeichnungen "Birillo" (auf diesen Namen soll Bassos Hund hören) und "Nr. 2" liegen im biochemischen Institut von Interpol in Rom. Diese Klientenkürzel in den Fuentes- Aufzeichnungen ordneten die spanische Ermittler Guardia Civil Basso zu. Einen DNS-Abgleich dieses Blutes mit von ihm bei Dopingkontrollen im Herbst 2006 genommenen Blut autorisierte der Radprofi bislang nicht. Basso war am vorigen Mittwoch in Rom von CONI-Chefankläger Torri vernommen worden. Die Anhörung war nach zwei Stunden vertagt worden.
"Ich hatte nie etwas mit (Dr.Fuentes) zu tun. Ich habe ihn mal gesehen, ja, in Rennen, als er Teamarzt bei Kelme war. Aber diese Geschichte hat absolut nichts mit mir zu tun."
Ivan Basso nach der vorläufigen Einstellung des Verfahrens gegen ihn im letzten Oktober
Nach der Wiederaufnahme des im letzten Herbst vorläufig eingestellten CONI-Verfahrens war Basso am 24.April von seinem Discovery-Team suspendiert worden. Dann bat der Girosieger ("Ich will kein Problem für andere sein") überraschend seine Mannschaft um eine Auflösung seines Vertrags. Der Basso-Transfer war im letzten Herbst heftig kritisiert worden wegen des Dopingverdachts des Radstars, der wie Jan Ullrich vor der letzten Tour de France ausgeschlossen worden war und später beim CSC-Team gehen musste. Seit der Kastilien- und Leon-Rundfahrt Ende März war Basso keine Rennen mehr gefahren.
"Lasst Ivan Basso nicht allein"
"Ivan hat genau das gemacht, was alle von Pantani gefordert haben und Marco nicht getan hat. Ich bitte Sie im Namen des Radsports, lassen Sie Ivan Basso jetzt nicht allein", reagierte laut Agentur ANSA der Präsident des italienischen Radsportverbandes Renato Di Rocco auf die Meldung vom Basso-Geständnis. Der Italiener ist bisher der einzige der mehr als 50 mutmaßlichen Fuentes-Kunden, der die Verantwortung für sein Tun übernimmt. Jan Ullrich, dem die Bonner Staatsanwaltschaft in einem DNS-Abgleich nachwies, dass sein Blut unter den Fuentes-Konserven war, bestreitet weiterhin Doping. Gegen Ullrich läuft in Bonn ein Strafverfahren wegen Betrugs.
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(www.radsportnews.com)
Basso zeigt wahre Größe. Auch wenn das Geständnis recht spät kommt, geht er wohl den richtigen Weg. Ist wohl auch die einzige Möglichkeit für ihn seinen Namen wieder reinzuwaschen und nach Ablauf der (nun gewissen) Sperre wieder aktiv in den Top Radsport zurückkehren zu können. Früher oder später wird er sich seinen Toursieg noch holen, da bin ich mir sicher!
mfg Robert |
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Donald Lydecker
Tontechniker
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Crna Gora
Hauptdarsteller
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| Robert wrote: |
| Basso zeigt wahre Größe. |
Das sehe ich anders. Für mich ist dieses eine Jahr eindeutig zu viel des Guten. Er hätte sofort gestehen müssen, um wahre Größe zu zeigen. Aber das was er damals gesagt hat war folgendes:
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| Ich hatte nie etwas mit (Dr.Fuentes) zu tun. Ich habe ihn mal gesehen, ja, in Rennen, als er Teamarzt bei Kelme war. Aber diese Geschichte hat absolut nichts mit mir zu tun." |
Kann man oben nachlesen. Er hat aus meiner Sicht nur gestanden, weil die Beweislast einfach erdrückend war. So verhindert er einfach eine höhere Strafe und kann nach zwei Jahren zurückehren. Das es für ihn unerträglich war, kann ich ihm einfach nicht abnehmen.
| Robert wrote: |
| Früher oder später wird er sich seinen Toursieg noch holen, da bin ich mir sicher! |
Das kann gut möglich sein. Nur weiß man halt nicht, wieviel man bei seinen super Leistungen in der Vergangenheit dem Doping zuzuschreiben hat.
Mich ärgert das wirklich ungemein. Dieser ganze Doping-Scheiß hat mir wirklich die Lust am Radsport genommen. War doch "Rund um den Henninger Turm" für mich immer Pflicht zu schauen, habe ich es diesese Jahr nur am Rande mitbekommen. Und das obwohl mit Patrik Sinkewitz ein Junge aus meiner Stadt (Fulda) der Top-Favorit war, und am Ende auch gewonnen hat. Mal sehen wie das ganze bei der Tour aussieht.  |
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Crnogorke
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Donald Lydecker
Tontechniker
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Da muss ich dir zustimmen, viele Leute man sieht das oft bei Straftaten und und erhofften Gnadenakten, ist ja zur Zeit sehr aktuell spielen Reue vor und kalkulieren darauf damit milder davonzukommen. Wer eine gute Menschenkentniss besitzt dem gelingt es meist das zu hinterschauen. Ich kienne Herrn basso nicht aber die Wartezeit lässt auf das gerade angesprochene schließen. |
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Robert
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Tja, aufgrund mildernen Strafmaßes oder nicht, im Gegensatz zum Herrn Ullrich hat er seine Schuld eingestanden.  |
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Crna Gora
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| kicker wrote: |
Basso bestreitet Doping
Wenn es um Dopingpraktiken im Radsport geht, hüllen sich die Sportler meistens in Schweigen. Selbst dann noch, wenn gegen sie - wie im Fall des ehemaligen deutschen Radstars Jan Ullrich - erdrückende Indizien vorliegen. Seit Montag aber ist die Mauer des Schweigens durchbrochen. Ivan Basso legte ein Teil-Geständnis ab und kündigte eine Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden an. Ob der Italiener zu einer Symbolfigur im Kampf gegen Doping wird, ist seit Dienstag aber nicht mehr sicher.
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Crnogorke
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Robert
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| Quote: |
Aldag und Zabel geben Doping zu
Tränenreiche Geständnisse der "EPO-Generation"
BONN, 24.05.07 (rsn) - Nach den Enthüllungen eines einstigen Wasserträgers hat nun auch Erik Zabel, der Jan Ullrich in dessen Dopingskandal allein im Feuer ließ, seine Wahrheitsliebe entdeckt. Ebenso wie T-Mobile-Teamchef Rolf Aldag gab der Milram-Star am Donnerstag in Bonn EPO-Doping zu - "einmalig" und in lange zurückliegenden Zeiten.
Als seine ehemaligen Telekom-Teamkollegen Bert Dietz und Christian Henn Doping zugaben, schwieg Zabel zunächst. Nun erschien er überraschend bei der Pressekonferenz seines alten Teams und outete sich als erster noch aktiver Radprofi in der Affäre als Dopingsünder. Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Bonn gab der 38-Jährige unter Tränen zu, vor und in der ersten Woche der Tour de France 1996 mit EPO gedopt zu haben. "Ich habe gedopt, weil es ging", sagte Zabel, "das war ein Test, das war einmalig." Zuvor hatte der Ex-Telekom-Profi und heutige Sportchef des Nachfolgerteams T-Mobile, Rolf Aldag, Doping mit EPO eingeräumt.
Ich bin bereit, Konsequenzen zu tragen", sagte Zabel, der nach seinem Abschied vom Bonner Rennstall für das Team Milram fährt. Wie Aldag entschuldigte sich Zabel, der jahrelang an der Seite von Jan Ullrich für den T-Mobile-Vorgänger Team Telekom gefahren war, öffentlich für seine Verfehlungen.
Eine Sperre droht Zabel nicht. Nach dem Reglement des Bund Deutscher Radfahrer wird ein Sportler, der Doping zugibt, dann nicht bestraft, wenn "die Verwendung der/des verbotenen Dopingsubstanzen/-wirkstoffes oder Methoden mehr als 5 Jahre vor der Erklärung bzw. dem Eingeständnis zurückliegt". Nach dem Reglement der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) wird ein Fahrer nur acht Jahre lang rückwirkend bestraft. Auch für die anderen geständigen früheren Fahrer des Teams Telekom wird es keine Sperren mehr geben. Nach Regel 17 des WADA-Codes können nicht mehr aktive Athleten nur fünf Jahre rückwirkend bestraft werden.
Der BDR prüft, ob Zabel bei der Straßen-WM in Stuttgart fahren darf (Meldung). BDR-Präsident Scharping, seit Jahren freundschaftlich mit Zabel verbunden, sagte, man werde "jeden einzelnen Fall betrachten und jeden einzelnen Fall würdigen" (s.Interview). Strafrechtlich hat Zabel nichts zu befürchten. Eigendoping ist in Deutschland nicht strafbar (s.Hintergrund).
Aldag erklärte: «Ich habe im Vorfeld der Tour de France 1995 mit EPO-Doping begonnen.» Aldag und Zabel sind nach Bert Dietz, Christian Henn und Udo Bölts die Profis vier und fünf des früheren Telekom- Rennstalls, die Doping zugegeben haben. Als sechster ehemaliger Telekom-Fahrer hat sich der Däne Brian Holm als Doping-Sünder geoutet. Er habe 1996 zwei Mal mit EPO gedopt, sagte Holm der dänischen Zeitung Politiken am Donnerstag. Holm ist derzeit Sportlicher Leiter beim Team-Telekom-Nachfolger T-Mobile. Mit Spannung wird nun die Pressekonferenz von Bjarne Riis, der 1996 im Magenta-Trikot die Tour vor Ullrich gewonnen hatte, am Freitag in der dänischen Hauptstadt erwartet.
"Endlich fällt die Mauer des Schweigens. Für den Radsport ist dies so, als wäre die Berliner Mauer zum zweiten Mal gefallen."
Tour de France-Chef Christian Prudhomme am Donnerstag vor dem Start der 12. Etappe beim Giro d' Italia
Aldag entschuldigte sich auch dafür, dass er jahrelang gelogen habe. «Das war sicher das Schwerste überhaupt, was ich je getan habe und sicherlich genauso falsch wie Doping», sagte Aldag, der noch vor wenigen Wochen nach den im Spiegel gegen die Teamärzte erhobenen Vorwürfen vor laufenden Fernsehkameras dreist behauptet hatte, er wisse von "nichts", er hätte nur "Gerüchte" gehört, dass bei Telekom gedopt wurde.
Als er von seinem Sohn Rik sprach, konnte Erik Zabel die Tränen nicht mehr zurückhalten. «Wenn ich von meinem Sohn erwarte, dass er ein guter Mensch wird, kann ich ihn nicht weiter anlügen», begründete Zabel seine Beichte. "Ich habe ihn angelogen und möchte mich dafür entschuldigen", stammelte er bei der Pressekonferenz des Teams T-Mobile in Bonn, dann verschlug es ihm für einige Sekunden die Stimme.
«Mein Sohn fährt selber Rad. Und ich möchte einfach nicht, dass die Jungs in einer ähnlichen Situation Sport treiben wie wir», fügte Zabel stockend hinzu, nachdem ihm sein früherer Team-Gefährte Rolf Aldag beruhigend auf die Schulter geklopft hatte.
«Wahrscheinlich wird meine Generation als die EPO-Generation in die Annalen eingehen.» Erik Zabel nach seiner Doping-Beichte
Zabel ist mit 192 Siegen der erfolgreichste deutsche Profi. In zwölf Jahren beim Team Telekom war das Sprint-Ass neben Jan Ullrich das Aushängeschild des deutschen Radsports. Der zweimalige Vize-Weltmeister gewann acht Klassiker, darunter vier Mal Mailand-San-Remo, und holte bei der Frankreich-Rundfahrt sechs Mal das Grüne Trikot des Punktbesten. Bei der Tour de France gewann er zwölf Etappen ebenso wie bei der Deutschland-Tour, bei der Spanien-Radrundfahrt stand er sieben Mal auf dem höchsten Treppchen.
«Ob ein Erfolg von mir später noch Bestand haben wird, ist im Moment mein geringstes Problem», räumte Zabel ein. «Ich habe mein bisheriges Leben an der Garderobe abgegeben und lege meine Zukunft in ihre Hände, In die Hände der Zuschauer», fügte der ehemalige «Sportler des Jahres» hinzu. Ob er seine Karriere fortsetzt und bei der Heim-WM in Stuttgart in diesem Jahr startet, ließ der seit dem vergangenen Jahr für das Team Milram fahrende Zabel offen.
Gern hatte Zabel in der Vergangenheit den Eindruck erweckt, als sei er unter den gedopten Profis das Unschuldslamm, obwohl er bereits am 16. Mai 1994 positiv auf Anabolika getestet worden war. «Das war der schwerste Tag in meinem Leben. Das war, als ob ich die Zeitung aufschlage und meine Todesanzeige lese», gestand Zabel.
«Wenn der Festina-Skandal der Warnschuss war, dann war 2006 fast der Blattschuss. Noch so ein Jahr kann der Radsport nicht überstehen», hatte der 36-Jährige zu Beginn der Saison prophezeit. «Mit DNA-Tests hätten wir sofort Sicherheiten, und das ist es, was wir brauchen», hatte der Berliner auch Jan Ullrich vor seiner 15. Saison als Profi indirekt wegen dessen Verstrickungen in die Doping-Affäre Fuentes kritisiert.
"Keine Spekulation" über Ullrich
Die Freunde Aldag und Zabel, die das EPO von ihrem Betreuer Jef d'Hont bekommen haben, waren bemüht, keinen anderen zu belasten. Das Doping im Telekom-Team der 90er Jahre sei in eigener Verantwortung und nicht systematisch geschehen. "Es war sehr erniedrigend, Doping zu nehmen, sehr intim, sehr individuell", sagte Aldag. Deshalb könne er weder die Verdächtigungen gegen den früheren Sportlichen Leiter Walter Godefroot noch gegen den damaligen Team-Kapitän Jan Ullrich bestätigen, meinte aber: "Es wäre Spekulation, zu sagen, Jan hat gedopt, und es wäre unseriös, zu behaupten, er hat es nicht getan." Ironischerweise könnten aber gerade die Geständnisse seiner früheren Teamkollegen Ullrich in seinem Strafverfahren helfen (s.Meldung).
Keinen Grund zu einem Doping-Bekenntnis sieht der Rechtsanwalt von Jan Ullrich, Peter-Michael Diestel, für seinen Mandanten. «Ein Auspacken bei Jan Ullrich gibt es in diesem Sinne nicht», sagte Diestel dem ZDF-«Morgenmagazin». Ullrich brauche bei seinem großen Talent nicht zu dopen. Der heute 33-Jährige steht im Verdacht, in den Doping-Skandal um den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes verwickelt zu sein. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn. Ullrich war von der Tour de France 2006 ausgeschlossen und von seinem damaligen Arbeitgeber, dem T-Mobile-Team, fristlos gekündigt worden.
Telekom steigt nicht aus
Der geständige Sportdirektor des T-Mobile-Teams soll trotz der Beichte im Amt bleiben. "Wir vertrauen und glauben an Rolf Aldag", erklärte der Teammanager Bob Stapleton. Die Telekom kündigte zudem an, das Sponsoring für den Rennstall wie vertraglich vereinbart, bis 2010 fortzusetzen. «Wir wollen dem Team eine Chance geben, den sauberen und klaren Weg fortzusetzen», sagte Christian Frommert, Leiter der Sponsoring-Abteilung der Telekom. "Unverstellbar" sei für ihn, dass die Konzernspitze von den Doping-Machenschaften in der Telekom-Equipe in den 90er Jahren hatte. ARD und ZDF wollen an ihren Übertragungen vom Radsport festhalten trotz Forderungen einzelner Politiker nach einem Boykott (s.Meldung). Der Hauptsponsor des Zweitdivisionärs Wiesenhof kündigte unterdessen seinen Ausstieg aus dem Radsport an (s.Meldung).
Die Welle der Doping-Geständnisse hatte am Montagabend der frühere Telekom-Profi Bert Dietz ausgelöst, der sich in der ARD-Sendung «Beckmann» selbst als Doping-Sünder geoutet und die Teamärzte Lothar Heinrich und Andreas Schmid schwer beschuldigt hatte. Nach ihm gestanden auch seine früheren Teamgefährten Christian Henn und Udo Bölts Doping-Missbrauch. Am Mittwochabend räumten Schmid und Heinrich ein, im Bonner Rennstall Telekom Doping-Praktiken unterstützt zu haben. Die Universität Freiburg hat sich am Donnerstag mit sofortiger Wirkung von den beiden Medizinern getrennt. Als weitere Konsequenz aus den Doping- Geständnissen im Radsport stoppt die Universitätsklinik bis zur Aufklärung der Affäre die medizinische Begleitung im Spitzensport |
(www.radsportnews.com)
Nur mal zur Richtigstellung von Zabels positiver Dopingprobe aus 1994. Er ist damals bewiesenermaßen unverschuldet in Kontakt mit der verbotenen Substanz gekommen und deshalb von allen Vorwürfen freigesprochen worden!
Langsam hantelt sich der Radsport in Richtung Wahrheit, so wie es ist und was jeder weiß, der nur ein bisschen Einblick in die Welt dieses Sports hat. Doping gibt es heute, hat es im Leistungssport immer schon gegeben und wird es auch in Zukunft geben. Zu Riis Zeiten waren es Anabolika und Amphitamine, vor 10 Jahren die Wunderdroge EPO, heute Blutdoping und in Zukunft vielleicht Gendoping. Solange man nicht alles überprüfen/beweisen kann, und das ist absolut unmöglich, wird es nie einen wirklich 'sauberen' Sport geben.
Aber was ist denn eigentlich so schlimm daran? Es kippen nicht massig Fahren mit Infarkten vom Rad wie früher. Die Fahrer vollbringen trotz verbotenen Substanzen unglaubliche (eher unvorstellbare) Leistungen, was neben der Gesundheit der Fahrer eigentlich am Meisten zählen sollte. Sie sind alles große Sportler und nicht nur die Tour wird dadurch sicher nicht leichter, sondern durch die immer höhere Geschwindigkeit noch mehr und mehr zur Quälerei!
mfg Robert |
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Crna Gora
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| Robert wrote: |
| Aber was ist denn eigentlich so schlimm daran? Es kippen nicht massig Fahren mit Infarkten vom Rad wie früher. |
Ähm... Trotzdem sollte man das in keinem Falle verharmlosen. Zigaretten bringen auch nicht jeden um, dennoch sind sie schädlich. Alkohol ebenso. Das kann man jetzt beliebig fortführen.
| Robert wrote: |
| Die Fahrer vollbringen trotz verbotenen Substanzen unglaubliche (eher unvorstellbare) Leistungen, was neben der Gesundheit der Fahrer eigentlich am Meisten zählen sollte. Sie sind alles große Sportler [...] |
Sie sind für mich in keinem Falle große Sportler. Ich kann es einfach nicht ab, wenn jemand durch Betrügen etwas gewinnt. Zuerst wird sich im durch das Doping errungenen Sieg gesonnt und nach Jahrzehnten wird dann zugegeben, dass man gedopt hat. Dass man es eigentlich niemals vorgehabt hat. Dass man sich für sein Verhalten schämt. Wie wäre es, wenn sie damals als sie in diese Situation gekommen sind, einfach nein gesagt hätten? Nein. Daran ist ja überhaupt nicht zu denken. Bloß nicht auf legalem Wege gewinnen.
Mich langweilt das Thema Doping seitdem rausgekommen ist, dass Ullrich gedopt hat. Auch wenn er es jetzt weiterhin abstreiten wird, er hat es gemacht. Nur hat er jetzt nicht den Mumm, ich sage garantiert nicht Anstand, denn den hat man nach so einer langen Zeit überhaupt nicht, es zuzugeben. Wie können diese Schmocks sowas machen? Sie haben es allesamt geschafft, das sich den Radsport nicht mehr für voll nehme. Ich werde keinen Sieger mehr akzeptieren, weil ich weiß, dass er es durch illegale Substanzen geschafft hat.
| Robert wrote: |
| [...] und nicht nur die Tour wird dadurch sicher nicht leichter, sondern durch die immer höhere Geschwindigkeit noch mehr und mehr zur Quälerei! |
Eben darum geht es doch. Wie würde es ohne illegale Mittel aussehen? Würden sie den Aufstieg nach Alpe d'Huez auch dann schaffen, wenn sie nicht bis zum Hals mit Drogen vollgepumpt wären? Das sind doch die Fragen. Sie geben einem nicht Rad-Profi das Gefühl, dass sie wahre Maschinen sind, dass sie wahre Höchstleistungen vollbringen. Dabei würde ich das garantiert auch schaffen, wenn ich in jungen Jahren zum intensiven Radsport gekommen wäre, und dann die entsprechenden Ärzte gehabt hätte.
Für mich soll es im Sport allein um die menschliche Leistung gehen. Nicht um die Leistung die einer vollbringt, wenn er sich zuvor irgendwelche Spritzen hat geben lassen. Irgenein Blut hat einflößen lassen. Oder irgeneine gottverdammte andere Dopingart vollzogen hat.
Ich bekomme regelrechte Ausraster, wenn ich auch nur daran denke wie ich mit Ullrich gefiebert habe. Wie ich mir die Berichte im kicker-Sonderheft zur Tour de France tausend Mal durchgelesen habe. Nur um mir dann mitanzusehen wie er von Lance Armstrong, der garantiert auch bis zum geht nicht mehr gedopt hat, geschlagen wird.
| Robert wrote: |
[...] Doping gibt es heute, hat es im Leistungssport immer schon gegeben und wird es auch in Zukunft geben. [...]
Solange man nicht alles überprüfen/beweisen kann, und das ist absolut unmöglich, wird es nie einen wirklich 'sauberen' Sport geben.[...] |
Einen zu 100% sauberen Sport kann es wohl wirklich nicht geben. Gut... Golf vielleicht. Aber, wenn wir mal den Fußball, Sportart Nummer 1 auf der Welt, nehmen, wird man sehen, dass es fast perfekt geht. Sicher gibt es dort auch Dopingsünder. Aber der Prozentsatz ist geradezu verschwindend gering. |
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Crnogorke
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Robert
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| Crna Gora wrote: |
| Robert wrote: |
| Aber was ist denn eigentlich so schlimm daran? Es kippen nicht massig Fahren mit Infarkten vom Rad wie früher. |
Ähm... Trotzdem sollte man das in keinem Falle verharmlosen. Zigaretten bringen auch nicht jeden um, dennoch sind sie schädlich. Alkohol ebenso. Das kann man jetzt beliebig fortführen. |
Dennoch sind diese beiden Substanzen erlaubt. Und es steht jedem frei zu seine Gesundheit dafür aufs Spiel zu setzen.
| Quote: |
| Dabei würde ich das garantiert auch schaffen, wenn ich in jungen Jahren zum intensiven Radsport gekommen wäre, und dann die entsprechenden Ärzte gehabt hätte. |
Mein Cousin ist Halbprofi. (Und nein er nimmt keine Dopingmittel!!!) Und ich garantiere dir dass du unterschätzt, was für eine Quälerei etc ein solcher Sport schon in der Jugend ist. Wieviel Zeit dafür draufgeht und auf was man alles verzichten muss. Wie lange man trainieren muss um regionale Rennen ausfahren zu können oder gar vorne dabei zu sein. Und Ärzte gibts in dem Fall keine, zumindest nicht solche wie du sie dir vorstellst!
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| Einen zu 100% sauberen Sport kann es wohl wirklich nicht geben. Gut... Golf vielleicht. Aber, wenn wir mal den Fußball, Sportart Nummer 1 auf der Welt, nehmen, wird man sehen, dass es fast perfekt geht. Sicher gibt es dort auch Dopingsünder. Aber der Prozentsatz ist geradezu verschwindend gering. |
Das ist ja gerade das Lustige. Auf der Fuentes Liste stehen ja mehr andere Sportler als Radfahrer, bislang wurden aber nur diese Namen veröffentlicht. Auf der Liste sollen ja auch zahlreiche Fußballer (ganze Klubs sogar), Tennisspieler etc stehen. Die werden aber im Moment noch total als Unschuldslämmer verkauft während der Radsport als Werk des Teufels angeprangert wird.
Nebenbei sind Radsport und Fußball nicht wirklich zu vergleichen, vor allem nicht aus konditioneller Sicht. 90 Minuten Match alle 7 Tage mal gegen 5-8 Stunden Etappen 3 Wochen lang durchgehen. Naja...  |
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Maestro
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Gerade läuft die PK von Bjarne Riis. Er hat gestanden von 1993 - 1998 ebenfalls
gedopt zu haben. Dann fehlt vom Team Telekom nur noch unser geliebter Ulle.
MfG
Maestro |
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Crna Gora
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| Robert wrote: |
| Dennoch sind diese beiden Substanzen erlaubt. Und es steht jedem frei zu seine Gesundheit dafür aufs Spiel zu setzen. |
Ja Zigaretten und Alkohol sind erlaubt. Aber die Substanzen die die Radsportler zu sich nehmen um zu dopen sind es wohl nicht. Sonst würde man ja kaum dafür bestraft werden, wenn man sie einnimmt. Ich habe absolut was dagegen, wenn man etwas verharmlost, wie du es hier machen möchtest. Natürlich steht es jedem frei was seine Gesundheit anbetrifft. Aber, indem jemand dopt, gefährdet er nicht nur sich, sondern täuscht andere in erheblichem Maße.
| Robert wrote: |
| Mein Cousin ist Halbprofi. (Und nein er nimmt keine Dopingmittel!!!) Und ich garantiere dir dass du unterschätzt, was für eine Quälerei etc ein solcher Sport schon in der Jugend ist. Wieviel Zeit dafür draufgeht und auf was man alles verzichten muss. Wie lange man trainieren muss um regionale Rennen ausfahren zu können oder gar vorne dabei zu sein. Und Ärzte gibts in dem Fall keine, zumindest nicht solche wie du sie dir vorstellst! |
Ich kann mir schon vorstellen was für Strapazen Radprofis auf sich nehmen. Ich bin auch das ein oder andere mal eine längere Strecke mit dem Rad gefahren und war danach übelst fertig. Ich wollte mit meiner läppisch dahingesagten Aussage nur sagen, dass man die Leistung der Radprofis nicht mehr einschätzen kann. Würden sie die höllichen Aufstiege der Ehernkategorie ohne Doping überhaupt schaffen? Würden sie die Anstiege der ersten Kategorie bewältigen, wenn sie denn nicht Drogen im Körper hätten? Genau das wollte ich damit ausdrücken indem ich geschrieben habe, dass, wenn ich von Anfang an den Radsport betrieben hätte und dazu noch die richtigen Substanzen (von den richtigen Ärzten) bekommen hätte, ich dann auch sowas schaffen könnte. Ich kann die Leistung einfach nicht einschätzen, wenn ich höre, dass sie alle gedopt waren.
| Robert wrote: |
| Das ist ja gerade das Lustige. Auf der Fuentes Liste stehen ja mehr andere Sportler als Radfahrer, bislang wurden aber nur diese Namen veröffentlicht. Auf der Liste sollen ja auch zahlreiche Fußballer (ganze Klubs sogar), Tennisspieler etc stehen. |
Ich habe nur etwas von vereinzelten Aktueren anderer Sportarten gehört. Kannst du mir vielleicht die Quelle deiner Informationen geben?
| Robert wrote: |
| Die werden aber im Moment noch total als Unschuldslämmer verkauft während der Radsport als Werk des Teufels angeprangert wird. |
Ähm... Hast du die letzten Tage mitbekommen? Wieviele haben denn da gestanden, dass sie gedopt haben? Erik Zabel... Der siebenmalige Gewinner des Sprinttrikots, möchte ich mal nennen. Und heute noch Bjarne Riis der Sieger von 1996. Merkst du nicht, dass das absolut krank ist was da abläuft? Seit Montag ist rausgekommen, dass ein ganzes Team gestanden hat, illegale Substanzen eingenommen zu haben. Und das ist ein Team von dem man sowas nicht im Ansatz erwartet hätte.
Was war denn 1998 als es den Festina-Skandal gab oder letztes Jahr als so viele Fahrer von der Tour ausgeschlossen wurden? Und solche Skandale gab es im Radsport schon immer. Jetzt möchte ich mal gerne wissen wann es die denn im Fußball in so einer Form gegeben hat. Ich möchte nicht abstreiten, dass es in jedem Sport Dopingfälle gibt. Im Fußball ist das natürlich auch so. Nur kann man das aus meiner Sicht mit dem Radsport nicht im Geringsten vergleichen. Denn, das was ich seit 1997 so alles mitbekommen habe, ist für mich nicht normal. Und jetzt erst sieht man, dass da noch übelst viel mehr hinter den Kulissen los war, als ich jemals zu glauben im Stande war.
Nach den ganzen Dopingenthüllungen der letztenTage glaube ich nicht, dass es auch nur fünf Prozent an Radfahrern gibt die ehrlich ihre Rennen fahren. Und das meine ich absolut ernst.
| Robert wrote: |
Nebenbei sind Radsport und Fußball nicht wirklich zu vergleichen, vor allem nicht aus konditioneller Sicht. 90 Minuten Match alle 7 Tage mal gegen 5-8 Stunden Etappen 3 Wochen lang durchgehen. Naja...  |
Ich habe den Radsport und den Fußball nur im Bezug auf das Doping verglichen. Mehr nicht. Denn da ist jede Sportart mit einer anderen zu vergleichen. Oder ist die Legitimation für das Einnehmen illegaler Substanzen dafür gegeben, dass die Radsportler eine höhere Belastung haben? |
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Crnogorke
Denn er weiß nicht was er getan hat, gerade tut und noch tun wird...  |
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Robert
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| Aber, indem jemand dopt, gefährdet er nicht nur sich, sondern täuscht andere in erheblichem Maße. |
Sehr moralisch, aber die Frage ist halt wie man sich verhält wenn man genau in so ner Situation selbst ist. Nicht dopen, hinterherfahren und baldiges Karriereende oder dopen, gute Leistungen erbringen und eine erfolgreiche Karriere (für die man ja auch sehr hart trainiert hat) führen.
Also wenn ich in dieser Situation wäre würd ich nur zwei Dinge fragen: 1) Welche Risiken bestehen für meine Gesundheit 2) Was muss ich wie nehmen um nicht erwischt zu werden. Wenn beide Punkte zufriedenstellend möglich sind, würde ich in einer solchen Situation 100%ig auch dopen!
| Quote: |
| Würden sie die höllichen Aufstiege der Ehernkategorie ohne Doping überhaupt schaffen? Würden sie die Anstiege der ersten Kategorie bewältigen, wenn sie denn nicht Drogen im Körper hätten? |
Die Antwort ist ein klares JA! 'Schaffen' würde jeder dieser Profis jeden Anstieg auch ohne Drogen, nur halt langsamer als heutzutage. Ich bin selbst schon als Hobbyfahrer gute 100 Kilometer mit 3000-4000 Höhenmeter Differenz an einem Tag gefahren. Für meinen Cousin wäre das fast nur ein Katzensprung, ohne jegliches Doping.
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| Ich habe nur etwas von vereinzelten Aktueren anderer Sportarten gehört. Kannst du mir vielleicht die Quelle deiner Informationen geben? |
Zeitungen, Radsportnews.com, sport.ard.de überall sind diverse Gerüchte aufgetaucht. Wieviel davon richtig ist kann natürlich nicht gesagt werden, aber von Real Madrid bishin zu Tennisjungstar Rafeal Nadal kommt da so ziemlich alles mal vor.
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| Und jetzt erst sieht man, dass da noch übelst viel mehr hinter den Kulissen los war, als ich jemals zu glauben im Stande war. |
Zumindest glaubt die breite Öffentlichkeit mal, was für jeden mit ein wenig Einblick sowieso schon lange klar war. Als ich genau das vor gut nem Jahr behauptet habe, habe ich damit nur sehr wenig Zustimmung hier gefunden.
| Quote: |
| Nach den ganzen Dopingenthüllungen der letztenTage glaube ich nicht, dass es auch nur fünf Prozent an Radfahrern gibt die ehrlich ihre Rennen fahren. Und das meine ich absolut ernst. |
Da sind wir uns vollkommen einig, zumindest was die Profis auf Pro Tour Ebene und zweitklassige Teams betrifft. Auf nationaler Ebene sind es auf jeden Fall wesentlich weniger, weil Doping sehr teuer ist und sich das nicht jeder X-beliebige Fahrer oder Team leisten kann.
| Quote: |
| Ich habe den Radsport und den Fußball nur im Bezug auf das Doping verglichen. Mehr nicht. Denn da ist jede Sportart mit einer anderen zu vergleichen. Oder ist die Legitimation für das Einnehmen illegaler Substanzen dafür gegeben, dass die Radsportler eine höhere Belastung haben? |
Durch die höhere Belastung bringt doping einfach beim Radsport mehr
Dass Witzige ist es gibt einen Fahrer aus dem Topkreis dem ich es fast glaube wenn er sagt er hätte noch nie gedopt und er würde es auch nie tun. Jens Voigt. Gerade der Fahrer der es eigentlich am Nötigsten hätte aufgrund seiner aggressiven Fahrweise. Entweder er kann die Lüge besser leben und nach außen wiedergeben als der Rest oder er ist ein Wunderkind. Aber dass er Haftstrafen für Dopingsünder fordert und sich für eine DNA Datenbank eingesetzt hat etc zeigt eigentlich schon, dass er selbst sauber ist. Oder er vertraut darauf, geschickter als der Rest zu dopen. Wer weiß |
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Robert
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Ich habe da gerade einen hervorragenden Artikel auf Radsportnews.com zur übertrieben moralischen Sicht der deutschen 'Radsportfans' gefunden.
Zwei kurze Ausschnitte:
| Quote: |
Trotz allem, verrückt und schön und faszinierend
Allein wegen Pantanis Geschichte würde in Italien auch niemand bestreiten, dass der Radsport ein Dopingproblem hat. Die Italiener sind ja nicht blauäugig - und vielleicht macht genau das den Unterschied zur großen Hysterie, die gerade in Deutschland ausgebrochen ist. "Ich liebe alle Fahrer wie meine Kinder", hat einmal eine italienische Radsportjournalistin gesagt. Was sie gar nicht hinzufügen musste: Seine Kinder liebt man ja auch, wenn sie in der Schule zu Spickzettel-Experten werden. Das mag verharmlosend klingen. Aber so ist, in etwa, die italienische Sicht der Dinge. Und sie zeugt von einem gewissen Realitätssinn. Der Radsport wird so geliebt, wie er ist. Er ist nicht die heile Welt. Er ist dopingverseucht. Er ist gefährlich. Aber er ist, trotz allem, verrückt und schön und faszinierend.
Die Deutschen liebten Ullrich - Italiener den Radsport
In Deutschland dagegen herrscht ein Reizklima. Selbst Hobbyradlern wird von Passanten das Wort "Doping" hinterhergerufen, Politiker fordern ein Velo-Stopp im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, die Medien lassen den Giro d'Italia links liegen und beschäftigen sich nur noch mit der D-Frage. Entsetzen allenthalben. Dabei sollte sich die Überraschung doch zumindest bei Szenekennern im Rahmen halten. Dass EPO in den Neunzigerjahren - und auch noch danach - flächendeckend im Einsatz war, ist doch eigentlich nichts Neues. Warum hätte ausgerechnet das Team Telekom darauf verzichten sollen? Weil anständige Deutsche so etwas nicht tun? Auf so einen Unsinn käme in Italien niemand. Doch vielleicht hat man in Deutschland ein bisschen zu sehr an die heile Welt geglaubt und an die Unfehlbarkeit deutscher Heroen. Lange genug waren die anderen die Bösen, oder besser: der andere. Lance Armstrong als amerikanisches Dopingmonster, das war schnell beschlossene Sache - es passte auch so prima zum Zeitgeist der Bush- und Golfkriegsjahre. Sanfte Hinweise darauf, dass in der Weltspitze - medizinisch gesehen - Chancengleichheit herrschen könnte und dass am Ende wohl doch der Fleißigste, Verbissenste, Leidenschaftlichste gewinnt: Das wurde bestenfalls als Miesmacherei abgetan. |
(www.radsportnews.com)
Der volle Artikel findet sich auf http://www.radsportnews.com/
mfg Robert |
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Donald Lydecker
Tontechniker
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Wie heisst das noch?:Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, und wenn er doch die Wahrheit spricht.
Also der Schaden für den Sport ist doch gewaltig, und selbst wenn jetzt alle sagen es tut ihnen leid und sie haben auch nur mal probiert oder waren in Versuchung oder sie sind heute nicht mehr aktiv.
Man muss ja immer an die Zukunft denken und was soll da kommen? Der Sport hat sich ja Regeln gegeben um beim Publikum als ernsthafter Leistungswettkampf anerkannt zu werden, die Wichtigste ist das alle Leistungen ohne den Einsatz von eben leistungssteigernden Substanzen erbracht werden sodas es die eigenen Körperlichen Fähigkeiten sind die den Sieg am stärksten beeinflussen und nicht wer hat die besten Ärtze und die neuesten Aufputschmittel im Arsenal.
Früher gab es das wie Robert ja schon sagte das einfach mal einer mit Herzstillstand umgekippt ist ich weiß da von einem glaub ein belgier der hatte in den 50er Jahren meine ich Kokain genommen, und er kippte einfach um. Heute werden Mittel genommen die auf den ersten Blick harmloser sind allerdings kann EPO sehr wohl tödliche Nebenwirkungen haben Schlaganfall, Herzinfarkt, Lungenembolie ect.
Nun jetz wie gesagt an die Zukunft denken, stell dir einen jungen Sportler vor der wie etwa der Cousin von Robert vieleicht ja mal Profi werden will. Sagen wir dann mal das doping geht weiter wird moderner und man kann es noch weniger nachweisen alle sagen natürlich sie dopen nicht. Was sind dann die Möglichkeiten?
A: Der junge Sportler macht es wie die anderen auch und Dopt muter mit, wenn er ein gutes Team gute Betreuer und ein ordendliches Talent hat wird der damit wohl ein guter Sportler. Er kann viel Erfolg haben und immer sagen er Dopt nicht, vieleicht wird er damit sogar 100Jahre und stirbt ohne das er je überführt wurde. Vieleicht stirbt er aber auch mit 25jahren nach einer Etappe oder Trainigseinheit an einem Hirnschlag.
B: Er nimmt keine Substanzen ein und bleibt immer Mittelmaß. |
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Robert
Regisseur
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| Donald Lydecker wrote: |
A: Der junge Sportler macht es wie die anderen auch und Dopt muter mit, wenn er ein gutes Team gute Betreuer und ein ordendliches Talent hat wird der damit wohl ein guter Sportler. Er kann viel Erfolg haben und immer sagen er Dopt nicht, vieleicht wird er damit sogar 100Jahre und stirbt ohne das er je überführt wurde. Vieleicht stirbt er aber auch mit 25jahren nach einer Etappe oder Trainigseinheit an einem Hirnschlag.
B: Er nimmt keine Substanzen ein und bleibt immer Mittelmaß. |
Ja genau, und deswegen wird im Moment eben munter gedopt im Radsport. Keiner will sich diese Quälereien antun um trotz großem Talents in einem 2te Ligateam zu versauern. |
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Donald Lydecker
Tontechniker
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Wie bei allem im Leben heißt es dann Prioritäten setzen. Was ist einem wichtiger? Erfolg um jeden Preis, oder das eigene Leben der eigene Ruf und die Glaubwürdigkeit von dem was man tut. |
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Robert
Regisseur
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Stimmt, aber würdest du dich persönlich mit der Einstellung: Dabeisein ist alles begnügen wenn du die Tour unter den ersten 10 beenden könntest? |
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Donald Lydecker
Tontechniker
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Ich glaube ich würde mich nicht für einen Sport engagieren indem ich nur nach vorne käme wenn ich mich dafür ausserhalb aller Regeln stellen und gegen meine Gesundheit entscheiden müsste. Es gibt ja Dinge für die man bereit sein kann sein Leben zu riskieren und sich ausserhalb von Regeln zu stellen aber Sport ist das nicht. Sport muss ein fairer Wettkampf sein sonst ist er sinnlos, das ist der Reitz des Sportes, wenn das nichtmehr gilt ist dieser Sport tod. |
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Robert
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| Donald Lydecker wrote: |
| Ich glaube ich würde mich nicht für einen Sport engagieren indem ich nur nach vorne käme wenn ich mich dafür ausserhalb aller Regeln stellen und gegen meine Gesundheit entscheiden müsste. Es gibt ja Dinge für die man bereit sein kann sein Leben zu riskieren und sich ausserhalb von Regeln zu stellen aber Sport ist das nicht. Sport muss ein fairer Wettkampf sein sonst ist er sinnlos, das ist der Reitz des Sportes, wenn das nichtmehr gilt ist dieser Sport tod. |
Wenn alle dopen ist der Wettkampf aber auch wieder fair. Wenn jedes der Topteams und der Topfahrer über diese Mittel und Ärzte verfügt gewinnt dann doch wieder der bessere Fahrer, der härter trainiert, talentierter ist oder einfach nur den zustätzlichen Biss hat, der dem Rest fehlt. |
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