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Deutsche Fußball-Nationalmannschaft View next topic
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Forum: Sportplatz · Replies: 247
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Neo
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PostPosted: 07.09.2003 02:13 Reply with quoteBack to top

also nach diesem spiel muss ich echt sagen, dass die deutsche nationalelf richtig unterirdisch gespielt hat. ich meine, wer ist bitte island? die müssen wir normal schlagen, ich weiß ich klinge schon wie delling, is aber nun mal so. so viel anspruch müssen wir haben, dass wir einen sieg einkalkulieren. aber nach diesem spielverlauf können wir mit dem unentschieden noch sehr gut leben. es hätte gut und gerne auch ein sieg für island werden können. nun am mittwoch müssen wir uns gewaltig steigern, wenn wir gegen bertis schotten bestehen wollen. ich hoffe, dass das publikum in dortmund auch hinter der mannschaft steht.
doch ich will nochmal auf den ausraster von rudi nach dem spiel kommen. er hat vollkommen recht was er sagt. die presse hat wirklich zu hohe ansprüche und "unterhaltungschef delling" hat sowieso keine ahnung von dem was er spricht. ihr braucht euch nur die schlagzeilen ankucken die nachdem spiel geschrieben wurden:
"Riesenblamage auf Island" (sport.de),
"Deutsches Team enttäuscht auf Island" (spiegel online),
"Rudi, Rudi was ist da los?; Das Trauerspiel gegen Island" (focus online),
"Schlappe Nullnummer auf Island - Völler rastet aus" (sport1.de),
"Nach Folter-Fußball in Island - Rudi rastet im TV aus!" (bild.de),
"DFB-Elf blamiert sich gegen Wikinger" (t-online.de)
das sagt alles wie ich find. hier nochmal ein artikel von spiegel online mit dem bericht über den ausraster für die, die ihn nicht sahen:

spiegel.de wrote:
EKLAT NACH ISLAND-NULLNUMMER
Wie Rudi Völler die Nerven verlor

Nach dem enttäuschenden Spiel in Island verlor Teamchef Rudi Völler in der ARD jede Contenance und reagierte auf die Kritik von TV-Moderator Gerhard Delling mit wüsten Beschimpfungen. Der Gefühlsausbruch des sonst so besonnenen Ex-Stürmers war für die Gegenseite ein Spiegelbild der Leistung seines Teams.

Nach dem Schlusspfiff rastete Völler regelrecht aus und empörte sich in drastischen Worten über die Kritik des ARD-Duos Günter Netzer und Gerhard Delling. Er bezeichnete die Analysen des Duos vor laufender Kamera mehrfach als Scheißdreck: "Ich wehre mich dagegen, dass immer alles durch den Dreck gezogen wird, das ist unterste Schublade", schimpfte Völler in höchster Erregung in der Nachbetrachtung der Nullnummer in der ARD.
Auch seinen Interviewer, den sonst so gutmütigen Waldemar Hartmann beschimpfte er wüst, in dem er ihn bezichtigte, bereits drei Weizenbier getrunken zu haben. Der war völlig perplex und versuchte den tobsüchtigen Trainer wieder zur Vernunft zu bringen. Zunächst ohne viel Erfolg. Allerdings entschuldigte sich Völler kurz darauf für die Weizenbier-Anspielung.

"Medien sitzen auf einem hohen Ross"
Völler keifte: "Es heißt immer wieder, das ist ein Tiefpunkt, und das ist ein noch tieferer Tiefpunkt. Das lasse ich mir nicht mehr lange gefallen. Ich kann diesen Scheißdreck nicht mehr hören." Zugleich warf er den Medien vor, auf einem "hohen Ross" zu sitzen: "Die Isländer sind Tabellenführer, die mussten wir nicht klar beherschen. Keiner kann erwarten, dass wir die 5:0 wegputzen."
Allerdings räumte er auch ein, dass die Mannschaft enttäuscht habe. "Am Mittwoch können nur Spieler auflaufen, die mir hundertprozentig versprechen, dass sie laufen und sich für die Mannschaft einsetzen werden", kritisierte er das fehlende Engagement.

"Das lasse ich mir nicht mehr lange gefallen!"
Völler weiter: "Natürlich bin ich nicht zufrieden. Die erste Halbzeit war noch phasenweise okay, aber in der zweiten Halbzeit haben wir einfach zu wenig gezeigt. Wir konnten uns nicht durchsetzen, sind zu wenig gelaufen und haben uns kaum Chancen erarbeitet. Doch bei aller Kritik: Das andauernde Gerede von einem Tiefpunkt, den wir erreicht haben sollen, kann ich nicht verstehen. Ich kann diesen Scheißdreck nicht mehr hören, das Gerede über den Tiefpunkt. Immer wieder alles in den Dreck zu ziehen, ist nicht richtig. Das lasse ich mir nicht mehr lange gefallen. Ich versuche bestmöglich, mein Ding zu machen und schönen Fußball spielen zu lassen. Immer gelingt das nicht. Ich könnte mich locker zurücklehnen, aber ich tue es nicht, weil ich die Mannschaft in Schutz nehmen muss. Ich will nur, dass ordentlich berichtet wird. Was bleibt ist: Wir müssen die Schotten schlagen!"
Netzer sah in der Reaktion Völlers die Enttäuschung des Teamchefs über die Leistung des Teams. "Wir haben früher auch auf Zypern verloren und dann aber im Anschluss zehn überragende Spiele hingelegt", so Netzer. Daraufhin konterte Völler erneut, dass "dies wohl vor dem Zweiten Weltkrieg gewesen sein müsste."
ARD-Reporter Delling empfahl Rudi Völler schließlich, "sich endlich einen neuen Job zu suchen. Wenn er Unterhaltung machen will, soll er zu Wetten, dass gehen - da kann er Unterhaltung machen."
Erst nach einer kurzen Pause entschuldigte sich Völler für seine harsche Wortwahl, wollte aber die Kritik trotzdem so nicht hinnehmen.

Quelle: Spiegel.de
deejaymoni
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PostPosted: 07.09.2003 09:36 Reply with quoteBack to top

Die haben sowas von sch***** gespielt ich frage mich wo ist die Mannschaft von der WM geblieben. Sie spielten echt schlecht war voll entäuscht sind die Spieler überbezahlt und haben keine Lust sich anzustrengen oder denken die das wird ein Kinderspiel.

kisses deejaymoni
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Maestro
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PostPosted: 07.09.2003 10:08 Reply with quoteBack to top

Also das Spiel gestern war ja wirklich zum *kotz* und zzz. Habs zwar nicht alles gesehen, aber das was ich mitbekommen hab war wirklich garnichts, die können echt froh sein das sie 0:0 gespielt haben. Wenn keine Steigerung kommt ist nix mit EM 2004 ... nur gut das Deutschland für 2006 gesetzt ist rolleyes.

MfG

Maestro

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Woody
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PostPosted: 07.09.2003 10:15 Reply with quoteBack to top

Hi Ihr smile
über das Spiel zu reden lohnt sich gar nicht...da kickt hier die C-Jugend
besser...das einzig sehenswerte war RRUUUDIII Völler....wie er danach
die Wände hochging..man war der Sauer tongue ....aber das ist wohl verständlich...wenn das eigene Team so rummurckst...da wär ich auch
geladen... sauer

peace Woody

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eilien
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PostPosted: 10.09.2003 23:02 Reply with quoteBack to top

Na das war doch mal erfreulich! 2:1 gegen McBerti. Und super gespielt haben sie auch noch. Da war endlich mal wieder Aggressivität, Lauffreude und Kreativität im Spiel. Hat mir sehr gut gefallen ja Das Passspiel (Was für ein Wort!) war zwar unmittelbar vor Torchancen manchmal etwas zu hastig oder zu lasch, aber insgesamt, waren schon ein paar geniale Passspiele dabei.

Der einzige der mich aufgeregt hat, war Günter Netzer boese Auch nach dem Spiel hatte es denn Anschein als ob er kein gutes Wort über das deutsche Spiel fallen lassen wollte, kritisierte besonders den 2:1 Gegentreffer öfters und ausführlich, als ob er Rudi wegen dessen Kommentaren von Samstag eins auswischen wollte... -_-* Idiot....

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Woody
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PostPosted: 09.07.2004 11:10 Reply with quoteBack to top

hr-online.de wrote:
Fußball Wird aus Rehakles wieder Rehhagel?

Otto RehhagelLichtblick für den DFB: Nach einer Serie von Absagen kann Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder doch noch auf Verpflichtung von Otto Rehhagel als Bundestrainer hoffen.

„Falls der Trainer selbst persönliche Gründe angibt und die Zusammenarbeit mit uns abbricht, dann können wir ihn nicht gegen seinen Willen halten. Das ist eine Eventualität, die nicht auszuschließen ist“, erklärte der griechische Verbandschef Vassilis Gagatsis, der bislang einen Wechsel kategorisch ausgeschlossen hatte. Nach wie vor hofft er aber, Rehhagel halten zu können.

Absagen in Serie
Der Franzose Arsene Wenger vom englischen Meister Arsenal London und Thomas Schaaf vom deutschen Double-Gewinner Werder Bremen sagten dem DFB ab. Mit Ottmar Hitzfeld, Christoph Daum, Jupp Heynckes und Morten Olsen hatten bereits prominente Trainer dem DFB einen Korb gegeben.

Volker Finke vom Freiburger FC, ebenfalls als Kandidat ins Spiel gebracht, dürfte sich durch seine Kritik am DFB selbst aus dem Rennen genommen haben. Er waf dem DFB Missmanagement in dieser Frage vor. Der Einzige, der zurzeit öffentlich Interesse bekundet, ist Ungarns Nationaltrainer Lothar Matthäus. Allerdings ist er nicht unumstritten.


Volker Finke:
„Die Chance, einen guten Nachfolger für Völler zu finden, ist gleich Null.“
Spannender dürfte zumindest heute die Frage sein, wie die Querelen innerhalb der DFB-Führung gelöst werden. In Frankfurt tritt eine so genannte Schlichtungskommission zusammen, der neben Ligapräsident Werner Hackmann, Präsidiumsmitglied Horst Schmidt, DFB-Vizepräsident Engelbert Nelle und die Chefs der fünf Regionalverbände auch die Ligavertreter Franz Böhmert und Wilfried Straub angehören.

Möglicherweise werden sie DFB-Boss Mayer-Vorfelder zum sofortigen Rücktritt drängen. Als kleinste aller Lösungen wird ein Verzicht des 71-Jährigen auf eine erneute Kandidatur auf dem Verbands-Bundestag am 23. Oktober in Osnabrück avisiert. Schatzmeister Dr. Theo Zwanziger (59) will sich dort zur Wahl stellen. „Wir müssen 'MV' eine goldene Brücke bauen, ihm den Abgang möglichst schmackhaft machen“, erklärt Hessens Verbandschef Rolf Hocke. Das Beiratsmitglied geht davon aus, dass man Mayer-Vorfelder anbiete, auch ohne das Präsidentenamt seine Aufgaben in den internationalen Gremien fortzuführen. „Ich werde dies so vorschlagen. In den Uefa- und Fifa-Gremien hat Mayer-Vorfelder als DFB-Vertreter gute Arbeit geleistet.“

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Woody
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PostPosted: 10.07.2004 19:43 Reply with quoteBack to top

Hey Ihr smile

Laut Radio Energy hat Otto Rehagel offiziell erklärt seinen Vertrag in
Griechenland bis 2006 zu erfüllen!! Also wird er definitiv nicht der neue
Deu. Bundestrainer!

hf Woody cool

ps sehe da schon den Loddar aufmaschieren^^

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Ben Kenobi
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PostPosted: 10.07.2004 19:55 Reply with quoteBack to top

Woody wrote:
Hey Ihr smile

Laut Radio Energy hat Otto Rehagel offiziell erklärt seinen Vertrag in
Griechenland bis 2006 zu erfüllen!! Also wird er definitiv nicht der neue
Deu. Bundestrainer!

hf Woody cool

ps sehe da schon den Loddar aufmaschieren^^


Auch auf spiegel.de und sport.de wurde gemeldet, dass Rehhagel Beckenbauer telefonisch erklärt hat, dass er seinen Vertrag bis 2006 in Griechenland erfüllen will. D.h. dann wohl, dass die Suche wieder von vorne beginnt. Vielleicht lässt man ja jetzt in einer TV-Show mit Beckenbauer, Netzer, Breitner & Co. als Jury Hobby-Trainer vorsprechen, die dann den Job bekommen. "Deutschland sucht den Bundestrainer" und sie sind live dabei. lach
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PostPosted: 10.07.2004 20:05 Reply with quoteBack to top

Ehrlich gesagt find ich es gut das er sich nicht verheizen lässt, denn die Presse hätte sicher auf ihn eingehämmert wenn er nicht gewonnen hätte, und 2006 wäre dann sicher Schluss gewesen. Soll er lieber bei den Griechen bleiben, dort hat er jetzt den Status den ein Rudi Völler bei uns hat(te).

Und vorher hat kein Schwein an Otto gedacht, nur weil er jetzt Europameister geworden ist wollen ihn jetzt alle, vorallem die die ihn so aus die Bundesliga rausgeeckelt haben.

MfG

Maestro

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PostPosted: 13.07.2004 09:06 Reply with quoteBack to top

Woody wrote:
(...) sehe da schon den Loddar aufmaschieren^^



Woody ist anscheinend Hellseher:

Quote:
Selbst der Kaiser ist nicht ganz abgeneigt, dass Lothar Matthäus neuer Teamchef wird.

„Ich bin überzeugt: Wenn wir uns in den nächsten Tagen treffen, wird Lothar Matthäus ein Thema sein", sagte DFB-Vizepräsident Franz Beckenbauer am Sonntagabend in der ARD-Sportschau. Der werde seinen Weg machen. Matthäus erklärte daraufhin, er sei „noch nicht kontaktiert worden. Deshalb muss ich mir noch keine Gedanken machen.“

Lothars pfiffige Idee

Nach der Absage von Top-Favorit Otto Rehhagel hatte sich Matthäus zu Wort gemeldet: „Ich würde mir diesen Job zutrauen", sagte der Coach der ungarischen Nationalelf. „Ich merke, dass die Spieler auf mich hören, dass ich vor allem auch bei den jungen Spielern ankomme", warb er in der „Bild am Sonntag“ für sich. „Ich glaube, dass ich jetzt auch schon die nötige Erfahrung habe nach meinen Trainer-Stationen in Wien, Belgrad und jetzt bei der ungarischen Nationalmannschaft.“

Sollte der DFB an ihn herantreten, „würde ich eine Zusammenerbeit mit Rudi Völler empfehlen", fügte Loddar hinzu. „Rudi mit seinen vier Jahren Erfahrung als Manager, ich als Bundestrainer.“ Völler war nach dem Ausscheiden des DFB-Teams bei der EM in Portugal zurückgetreten.

Da Kandidaten wie Arsene Wenger, Volker Finke, Morten Olsen und Jupp Heynckes keine Lust auf den Bundestrainer-Job haben, könnte jetzt durchaus alles auf den wegen vieler ungewollt komischer Äußerungen belächelten Loddar hinauslaufen. Doch ob es die angestrebte Tandemlösung gibt, ist fraglich.


Quelle: MSN-Sport

Da bin ich aber mal gespannt, ob Loddar wirklich Chancen hat. Aber sie haben ja nicht mehr viel Auswahl, irgendwie wollen die richtig guten ja alle nicht juggle .

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Woody
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PostPosted: 13.07.2004 10:23 Reply with quoteBack to top

morgenpost.berlin1.de wrote:

Olsen: Bundestrainer-Job ist reizvoll

Dänemarks Coach gehört zum Kandidatenkreis - Beckenbauer: "Wir verhandeln auch mit Ausländern"
Von Torsten Rumpf

Erstmals in der 104-jährigen Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) könnte künftig ein Ausländer die Nationalmannschaft trainieren. Das schloss Franz Beckenbauer, DFB-Vizepräsident und Mitglied der neu gegründeten Trainerfindungskommission (TFK), nicht mehr aus. "Wir müssen jetzt interne, aber auch externe Möglichkeiten analysieren. Das heißt, dass wir auch mit ausländischen Trainern verhandeln werden", kündigte Beckenbauer in der "Bild" an. Neben dem Niederländer Guus Hiddink (57), der bis 2007 beim PSV Eindhoven als Sportdirektor unter Vertrag steht, zählt Dänemarks Nationaltrainer Morten Olsen (54) zu den ersten Anwärtern für die Nachfolge des zurückgetretenen Teamchefs Rudi Völler.

Unterdessen erklärte der designierte DFB-Präsident Theo Zwanziger, dass die Bundestrainersuche noch vor dem ersten Länderspiel der neuen Saison am 18. August in Wien gegen Österreich abgeschlossen sein wird: "Ich denke, es wird in naher Zukunft eine Entscheidung geben."

Zwar bestätigte Zwanziger, dass auch Lothar Matthäus (41) auf der Kandidatenliste stehe, doch der DFB wünsche sich "einen erfahrenen Trainer". Dieses Anforderungsprofil erfüllt Matthäus nicht. Dafür aber Olsen, der die deutsche Trainerlizenz besitzt. Von 1993 bis 1995 betreute der 102-malige dänische Nationalspieler den 1. FC Köln. Mit Ajax Amsterdam wurde Olsen, der auch als Nachfolger des zurückgetretenen holländischen Nationaltrainers Dick Advocaat gehandelt wird, 1998 holländischer Meister. Seit 2000 arbeitet er für Dänemark.

Berliner Morgenpost: Herr Olsen, der DFB sucht nach wie vor einen Bundestrainer. Wären Sie bereit?

Morten Olsen: Es ehrt mich, zum Kandidatenkreis zu zählen. Außerdem ist Deutschland ein großes Fußballland, die Bundesliga gehört zu den fünf stärksten Ligen in Europa. Dazu findet die nächste WM in Deutschland statt. Daher ist es natürlich für jeden Trainer eine reizvolle Aufgabe. Es sind jedoch Spekulationen, die ich nicht kommentieren möchte. Außerdem habe ich mit dem dänischen Verband noch einen Vertrag bis 2006.

Was für den Deutschen Fußball-Bund aber kein Problem wäre, er würde notfalls eine Ablöse für den neuen Bundestrainer bezahlen. Hat es schon Kontakt zum DFB gegeben?

Nochmals: Das möchte ich nicht kommentieren.

Ein Dementi hört sich anders an.

Kein Kommentar.

Glauben Sie, dass ein Ausländer der deutschen Mannschaft weiterhelfen könnte?

Wenn der Deutsche Fußball-Bund einen Trainer mit neuen Ideen braucht, warum soll das nicht ein Ausländer sein? England ist das beste Beispiel dafür, dass es funktionieren kann. Dort arbeitet Sven-Göran Eriksson (ein Schwede, die Red.), er steht für neue Ideen. Außerdem: Wir haben eine Europäische Union, die Grenzen sind weg. Im Herzen bin ich Däne, aber mein Arbeitsplatz ist Europa.

Nach dem Vorrundenaus bei der EM in Portugal trauen viele Experten der deutschen Nationalmannschaft im Hinblick auf die WM 2006 im eigenen Land nicht viel zu. Sind Sie ähnlich pessimistisch?

Die Deutschen müssen begreifen und akzeptieren, dass sich kleinere Nationen weiterentwickelt haben, dass der Fußball viel enger zusammen gerückt ist. Dass Griechenland Europameister wurde, ist doch der beste Beweis dafür. Dennoch sehe ich nicht so schwarz. Der deutsche Fußball, insbesondere die Nationalmannschaft, hat selbstverständlich eine Perspektive. Denn in der Bundesliga gibt es viele großartige Spieler - mit deutschem Pass.

Bis zur WM bleiben dem neuen Bundestrainer nur noch zwei Jahre Zeit, um eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen. Reicht das?

Der Druck, eine Weltmeisterschaft im eigenen Land zu haben, ist sehr groß. Deshalb ist es schwierig, in dieser kurzen Zeit eine neue Nationalmannschaft aufzubauen. Zumal man mit ihr nicht jeden Tag zusammenarbeiten kann wie ein Vereinstrainer mit seinem Team. Und das ist das generelle Problem eines Nationaltrainers, was teilweise frustrierend ist. Deshalb muss man sich als Nationaltrainer schnell ein Bild machen, welches Spielermaterial einem zur Verfügung steht. Und erst dann kann der Trainer sagen, welche Art von Fußball er spielen lassen kann.


Naja, Olsen ist auch ein Kandidat, der Loddar hat dem DFB wohl zu wenig
"Erfahrung" *gg* Aber ob Olsen aus seinem Vertrag für Deutschland aussteigt? Who knows...

hf Woody cool ...der weiterhin für den "Loddar" ist...

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Ben Kenobi
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PostPosted: 13.07.2004 16:17 Reply with quoteBack to top

Ich hoffe, dass man bald einen neuen Bundestrainer findet, denn das Ganze wird langsam doch ziemlich peinlich für den DFB.
Lothar Matthäus traue ich den Job nicht zu. In Anbetracht dessen, dass in zwei Jahren die WM in Deutschland stattfindet, sollte man jetzt kein Risiko eingehen und auf einen erfahrenen Trainer wie Morton Olsen oder Guus Hiddink setzen. Zudem hat Matthäus auch nicht die Sympathien der Deutschen auf seiner Seite, wie dies bei Rudi Völler der Fall war.
Laut Bild gibt es auch einen Geheimplan, nach dem Ottmar Hitzfeld doch noch als Bundestrainer gewonnen werden soll. Demnach will man Hitzfeld bis Anfang 2005 eine Auszeit gönnen und die Spiele 2004 mit einer Übergangslösung bestreiten. Möglich wäre hier eine kurzfristige Rückkehr von Rudi Völler.


Greetz

Ben... der nichts gegen einen ausländischen Bundestrainer hätte
Ben Kenobi
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PostPosted: 14.07.2004 19:33 Reply with quoteBack to top

Quote:
Hitzfeld sagt auch für 2005 ab

Die Trainerfindungskommission (TFK) des DFB muss derzeit einen Rückschlag nach dem anderen hinnehmen. So zerschlug sich nun auch noch die vage Hoffnung, dass Ottmar Hitzfeld vielleicht 2005 als Bundestrainer zur Verfügung steht.

In einem Interview mit der 'Bild' bekräftigte der ehemalige Coach des FC Bayern München seinen Entschluss, das Amt auf keinen Fall anzunehmen. "Ich kenne mich doch: Sobald ich zusage, stürze ich mich in die Arbeit. Ich könnte nicht einfach abschalten und dann 2005 als Bundestrainer anfangen. Das geht nun mal nicht. Deshalb kann ich den Job jetzt nicht machen, leider", sagte Hitzfeld.

Borussia Dortmunds Manager Michael Meier hatte zuvor erneut Hitzfeld als Nachfolger des zurückgetretenen Teamchefs Rudi Völler ins Gespräch gebracht.

sport.de


Quote:
TFK: Wird es jetzt ein Ausländer?

Erstmals in seiner 104-jährigen Geschichte erwägt der DFB die Einstellung eines ausländischen Bundestrainers. "Die Tendenz geht dahin, dass es ein Ausländer wird", verkündete Franz Beckenbauer im Anschluss an die Sitzung der Trainerfindungskommission (TFK) in der "Bild"-Zeitung und bestätigte damit, dass der DFB die verzweifelte Suche nach einem Nachfolger von Rudi Völler über die Grenzen hinweg ausweitet.

Zwar zählen deutsche Trainer zu den besten der Welt und gelten seit Jahren als Exportschlager. Doch für den vakanten Posten des Bundestrainers sind die meisten offenbar nicht gut genug. Seit den Absagen der Wunschkandidaten Ottmar Hitzfeld und Otto Rehhagel werden an erster Stelle die Namen von Guus Hiddink (PSV Eindhoven), Morten Olsen (Nationalcoach Dänemark) und auch Arsene Wenger (Arsenal London) gehandelt.

Alle Kandidaten stehen jedoch unter Vertrag, was die Verhandlungen erschweren dürfte. "Wir haben uns über das Verfahren verständigt. Die Gespräche laufen jetzt an", erklärte Liga-Präsident Werner Hackmann. Noch nie hat der DFB das höchste Traineramt im Lande an einen Ausländer vergeben. Doch die Pleitenserie in den vergangenen Wochen hat die Verantwortlichen zum Umdenken gezwungen. Nun wird in der TFK ein Modell favorisiert, das in anderen Ländern längst erfolgreich praktiziert wird.

In Deutschland waren ausländische Fachkräfte bislang nur auf Vereinsebene gefragt. Trainer wie Ernst Happel (Hamburger SV), Branco Zebec und Giovanni Trapattoni (beide Bayern München) feierten mit ihren Mannschaften auf nationaler und internationaler Ebene große Erfolge.

Der DFB hat dagegen über Jahrzehnte hinweg aus dem eigenen Reservoir geschöpft. Seit 1947 wurden an der Sporthochschule in Köln über 1200 Fußball-Lehrer ausgebildet. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat die DFB-Kurse als höchste Stufe der UEFA-Trainerausbildung anerkannt. Entsprechend gefragt sind die Absolventen - national wie international. Doch für die Nationalmannschaft reichte es oftmals nicht.

In Krisenzeiten hat der DFB in der jüngsten Vergangenheit daher lieber auf erfolgreiche Ex-Profis ohne Trainer-Lizenz gesetzt. Das war so bei Franz Beckenbauer, der 1984 das Amt von Jupp Derwall übernahm, und auch bei Rudi Völler, der 2000 Erich Ribbeck nachfolgte. Vielleicht kommt es aber doch noch zu einer deutschen Trainer-Lösung, sollte sich Ottmar Hitzfeld von Beckenbauer zu einem Engagement ab Januar 2005 überreden lassen. Der ehemalige Bayern-Coach steht auf dem Wunschzettel des "Kaisers" weiter ganz oben.

sport.de
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PostPosted: 22.07.2004 19:15 Reply with quoteBack to top

Quote:
Dreigestirn soll deutschen Fußball retten

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Jürgen Klinsmann hat das Angebot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) angenommen, künftig eine bedeutende Rolle bei der Führung der Nationalmannschaft zu spielen.

"Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass ich dem DFB helfe, unabhängig von der Funktion", sagte der Ex-Nationalspieler in einer Stellungnahme. "Ich habe der Nationalmannschaft und dem DFB viele zu verdanken, die Nationalmannschaft war für mich immer wie eine zweite Familie. Vor allem in der Zeit, in der ich im Ausland gespielt habe."

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" plant der DFB eine Dreier-Lösung. Klinsmann soll demnach die Nachfolge von Rudi Völler als Teamchef antreten. Sein früherer Nationalmannschafts-Kollege Oliver Bierhoff (36) ist als Team-Manager vorgesehen. Und Holger Osieck (56), unter Franz Beckenbauer Co-Trainer der Weltmeister-Mannschaft von 1990, soll als Klinsmann- Assistent fungieren. Zu diesem Plan soll Klinsmann bereits seine Einwilligung gegeben haben, berichtet das Blatt weiter.

Klinsmann hatte sich in New York mit DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder und DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt getroffen. "Wir hatten fünf Stunden lang ein konstruktives und offenes Gespräch, in dem die Situation der deutschen Nationalmannschaft analysiert wurde. Ich habe dabei nochmals meine Bereitschaft erklärt, aktiv bei der Gestaltung und der Umsetzung neuer Strukturen mitzuarbeiten", sagte Klinsmann. "Wir haben vereinbart, die Gespräche fortzusetzen."

Offen ließen Klinsmann und der DFB, welche Rolle der 108-malige Nationalspieler und Weltmeister künftig beim DFB übernehmen soll. Denkbar wäre auch die Übernahme des Manager-Postens. Klinsmann hatte 2000 mit Matthias Sammer und anderen "verdienten Nationalspielern" die Prüfung als Fußball-Lehrer erfolgreich abgelegt. Die bevorstehende WM 2006 bezeichnete er als "die wichtigste Sportveranstaltung in den nächsten 40 Jahren in Deutschland".

Am Mittwoch war die vierköpfige Trainerfindungs-Kommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit Mayer-Vorfelder, Schmidt, Franz Beckenbauer und DFL-Chef Werner Hackmann zum dritten Mal in Frankfurt/Main zusammengetroffen. Man wolle "die Verhandlungen zur Nachfolge von Völler und Bundestrainer Michael Skibbe zügig zu einem Ende bringen", ließ DFB-Presssprecher Harald Stenger lediglich verlauten. Bis zum Mittwoch galten nach den Absagen von Ottmar Hitzfeld und Otto Rehhagel die Ausländer Guus Hiddink (Niederlande) und Morten Olsen (Dänemark) als aussichtsreichste Trainer-Kandidaten.

Die Übernahme des Cheftrainer-Postens durch Klinsmann wäre eine Parallele zu Rudi Völler. Der populäre Ex-Nationalspieler und Torjäger wurde 2000 als damalige Verlegenheitslösung zum Verantwortlichen der Nationalelf berufen und gewann bis zu seinem freiwilligen Rückzug nach der Portugal-EM Anerkennung und Profil.

Bierhoff, der Golden Goal-Schütze im EM-Finale 1996 gegen Tschechien, hatte seine Karriere in der Saison 2002/2003 bei Chievo Verona beendet. In Interviews hatte der Torjäger sein Interesse an dem Manager-Posten beim DFB zum Ausdruck gebracht. "Wenn der Jürgen als Trainer mitmachen würde, dann könnte ich mir vorstellen, dass der Job richtig Spaß macht. Das wäre ein gutes Modell", hatte er gesagt.

Der in Los Angeles lebende Klinsmann hatte sich nach dem Scheitern der deutschen Nationalmannschaft bei der EM in Portugal und Völlers Rücktritt als heftigster Kritiker des DFB hervorgetan. "Das Bild, das der DFB abgibt, ist einfach jämmerlich", hatte der 39-Jährige geäußert - und die Schaffung eines Manager-Postens gefordert. "Im Prinzip muss man den ganzen Laden auseinander nehmen."

Angesprochen auf seine eigenen Ambitionen, hatte er ausweichend geantwortet. "Der ein oder andere Querdenker von außen, DFB- Verantwortliche und die besten Leute der Liga sollten sich an einen Tisch setzen und die Dinge knallhart durchdiskutieren." Erst danach "baut man die Strukturen, für die man sich die passenden Leute sucht". Dieser Aufforderung ist die DFB-Spitze offenbar nachgekommen.

Für ein Engagement Klinsmanns spricht auch, dass er als Adidas- Repräsentant tätig ist. Der Sportartikel-Hersteller aus Herzogenaurach ist seit Jahrzehnten erster Sponsor der DFB-Auswahl. Seit Ende seiner Karriere 1998 lebt der gebürtige Schwabe mit seiner Familie in Los Angeles und hatte sich seitdem vom deutschen Fußball weit entfernt. Er kümmerte sich in einer von ihm 1995 gegründeten Stiftung um benachteiligte Kinder und Jugendliche.

Höhepunkt seiner Laufbahn waren die Titelgewinne bei der WM 1990 in Italien und bei der EM 1996 in England, wo er das Team als Kapitän anführte. In der Bundesliga spielte er für den VfB Stuttgart (1984- 89) und Bayern München (1995-97). Im Ausland war der polyglotte Schwabe für Inter Mailand (1998-92), den AS Monaco (1992-94), Tottenham Hotspurs (1994-95, 1998) und Sampdoria Genua (1997) aktiv.

(sport.de)


MfG

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PostPosted: 23.07.2004 13:01 Reply with quoteBack to top

www.sportal.de wrote:

Klinsmann: Ich brauche noch Zeit
23.07.2004

Ganz Deutschland hofft auf ein baldiges Ende in Sachen Trainersuche. Der designierte Teamchef für die Kicker der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klinsmann, scheint aber noch ein paar Tage zu brauchen. In einem Interview nimmt der Schwabe Stellung.

Klinsmann braucht noch viele Antworten (imago)
Herr Klinsmann, wird bis zum Sonntag geklärt sein, wer die Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft 2006 vorbereitet?
Jürgen Klinsmann: "Ich habe kein Zeitlimit und lasse mich nicht unter Druck setzen. Es ist schwer vorstellbar, dass alles bis Sonntag entschieden ist. Ich sitze noch hier in Los Angeles, telefoniere pausenlos. Wann ich nach Deutschland komme, hängt von den Gesprächen in den nächsten Tagen ab".

Demnach darf man sie noch nicht Cheftrainer, Bundestrainer, Generalmanager oder Manager der Nationalmannschaft nennen?
Jürgen Klinsmann: "Nein, weder noch. Es wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen, wer welche Funktion ausüben wird. Ich habe mich bereit erklärt, in gewisser Funktion zu helfen, aber es muss natürlich alles stimmen. Personell, von den Leuten, die da mitmachen, von den Erwartungen, die vom DFB kommen. Wenn ich einen Fulltime-Job annehme, muss ich mich so wohlfühlen und müssen die Bedingungen so super sein wie bei den Los Angeles Galaxy."

Wie kann die DFB-Auswahl bei der WM 2006 erfolgreich ist?
Jürgen Klinsmann: Klinsmann: "Es muss Stück für Stück eine neue Struktur ums DFB- Team aufgebaut werden. Neben der Schaffung eines Manager-Postens muss es ein Umdenken geben, was das Umfeld betrifft. Es sollte ähnlich sein wie unter amerikanischen Verhältnissen, wo zum Beispiel ein NBA- oder NFL-Team einen erweiterten Expertenstab hat, wo Spezialisten im psychologischen, Schnelligkeits- oder Sprungkraftbereich arbeiten."

Kann man wirklich von den Amerikanern etwas lernen?
Jürgen Klinsmann: "Man kann von jedem etwas lernen. Wir müssen uns ein bisschen öffnen und über die Grenzen schauen, wo es gute Beispiele gibt und das Nützliche herausziehen. Die Franzosen haben es uns vorgemacht, wie man eine Struktur aufbauen kann. Vor allem auch vom Nachwuchs-Fußball her. Die haben Talente entwickelt, die sich sehen lassen können. Es muss sich eine offene Kommunikation entwickeln, bei der auch die Bundesliga-Trainer mit am Tisch sitzen sollen."

Sie waren einer der größten Kritiker des DFB. Wie kam es zum Sinneswandel?
Jürgen Klinsmann: "Konstruktive Kritik ist sehr, sehr wichtig, die werde ich immer üben. Man muss sich die Gedanken ins Gesicht sagen. Jeder muss dabei die gleiche Zielsetzung haben, dem DFB wirklich helfen zu wollen, eine Stimmung aufzubauen, die uns in Deutschland Positives für 2006 bringt. Wir haben das größte Sportereignis der Welt vor Augen. Diese Möglichkeit kommt in den nächsten 30, 40 Jahren nicht wieder. Deshalb müssen sich die Leute, die im Umfeld etwas zu sagen haben, öffnen, offen sein für Kritik, Schlüsse daraus ziehen und Veränderungen durchsetzen".

Der Ex-Bremer Andreas Herzog bei Los Angeles Galaxy meint, dass Sie als Coach mit der DFB-Elf Weltmeister werden könnten. Doch als Trainer haben Sie doch gar keine Erfahrung?
Jürgen Klinsmann: "Das ist richtig, ich habe wenig Trainer-Erfahrung. Daher ist wichtig, dass eine Struktur aufgebaut wird mit Leuten, die diese Erfahrung haben. Wir müssen analysieren, wer welche Stärken und Schwächen hat."

Mit wem würden Sie gern zusammenarbeiten?
Jürgen Klinsmann: "Die Namen gebe ich nur intern wider. Wir sollten uns Zeit lassen, um mit verschiedenen Leuten zu sprechen, auch die bisher nicht genannt wurden, um sich ein besseres Bild machen zu können. Man kann nicht von heute auf morgen sagen, wenn wir den und den haben, funktioniert alles wieder. Wohlwissend, dass die Öffentlichkeit in Deutschland erwartet, dass endlich ein Deckel drauf gemacht wird."

Können Sie sich vorstellen, dass sie die DFB-Elf mit Oliver Bierhoff und Holger Osieck zum Erfolg führen?
Jürgen Klinsmann:"Vorstellbar ist alles."


hm...klingt ja nicht gerade danach als würde er auf den Job wild sein?!
Warum betraut man Leute die man erst überreden muß mit der Verantwortung? Warum den Job nicht jemanden geben der Ihn auch selber will??? Ob das was wird mit 2006? Was meint Ihr?

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PostPosted: 23.07.2004 13:25 Reply with quoteBack to top

Also Klinsi ist mein Fußballheld von Kindesbeinen an. Ich würde mich riesig freuen, wenn er es machen würde, da mich andere Kandidaten, wie Winnie Schäfer und Lothar Matthäus einfach null angesprochen haben.

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PostPosted: 23.07.2004 16:07 Reply with quoteBack to top

Woody wrote:

hm...klingt ja nicht gerade danach als würde er auf den Job wild sein?!
Warum betraut man Leute die man erst überreden muß mit der Verantwortung? Warum den Job nicht jemanden geben der Ihn auch selber will??? Ob das was wird mit 2006? Was meint Ihr?

hf Woody cool


Gestern habe ich ein kurzes Interview mit ihm gesehen, da klang er nicht zögerlich, sondern so, als ob er sich wirklich auf diesen Job freue.

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PostPosted: 27.07.2004 11:14 Reply with quoteBack to top

www.nachrichten.ch wrote:
Boygroup für den DFB

von Felix Steinbild, Berlin / Dienstag, 27. Juli 2004

Weisser Rauch über der DFB-Zentrale in Frankfurt: Deutschland hat einen neuen Bundestrainer! Das Ergebnis der Trainerfindungskommission um Kaiser Franz hatte dann doch viele überrascht: Der ehemalige Nationalspieler Jürgen Klinsmann wird neuer Teamchef der Deutschen Fussball-Nationalmannschaft.
Wieder wurde - nach Rudi Völler - ein verdienter Ehemaliger auf den Posten des Bundestrainers gehievt. Und wieder ein Ehemaliger ohne Erfahrung als Trainer. Ist der Job mittlerweile eine Arbeitsplatz-Beschaffungsmassnahme für ausgediente Nationalspieler, wie Schalkes Manager Assauer vermutet?

Klinsmann wurde Welt- und Europameister und hat internationale Erfahrung als Spieler gesammelt. Beim US-Soccer-Klub Los Angeles Galaxy ist Klinsmann technischer Direktor. Doch obwohl er einen Trainerschein besitzt, hat er noch nie über längere Zeit ein Fussball-Team geleitet.

Aber: Jürgen Klinsmann war Stürmer (das ist auf dem Trainerstuhl der DFB-Elf schon mal grundsätzlich ein hoffnungsvoller Vorteil), Klinsi ist "Everybodys Darling", kann gut mit allen - besonders mit den Medien, ist Repräsentant des DFB Hauptsponsors Adidas, Engländer lieben den "Cleansman" und er ist beliebt bei Frauen. Wenn das nichts ist!

Einige Bundesliga Trainer empfinden die Personale Klinsmanns allerdings als Schlag ins Gesicht ihrer Gilde, ist er doch ein ausgewiesener Neuling auf dem Gebiet. Und Wolfgang Wolf, Trainer des 1.FC Nürnberg, fragt sich, "wie jemand mit dem Lebensmittelpunkt USA für den Wandel beim DFB sorgen soll."

Klinsmann betreibt nämlich in den USA ein eigenes Kinderhilfswerk mit 50 Angestellten und seine Familie wird wohl nicht nach Deutschland übersiedeln. Eine Option, über das WM-Turnier 2006 hinaus als Teamchef zu fungieren, schlug der 39-Jährige auch wohl deswegen aus. In dieser Zeit wird er wohl kaum den DFB umgekrempelt haben.

Klinsmann fordert als Teamchef weit reichende Kompetenzen und will dabei seine Erfahrungen aus der Soccer-Liga einbringen: "Da gibt es eine psychologische Betreuung, jemanden, der für die Schnelligkeit zuständig ist oder einen, der sich um die Sprungkraft kümmert." Das nützt vielleicht im Vereinsteam, aber wohl kaum in den paar Wochen, in denen sich die Nationalmannschaft zum Trainieren trifft.

Drei Mann sollen ihm nach seinen Vorstellungen dabei zur Seite stehen: Holger Osieck, 1990 Weltmeister-Trainer im Schatten von Teamchef Beckenbauer, ist ein erfahrener Trainer, der für den sportlichen Bereich unverzichtbar ist.

Als namenloser Hütchen-verschiebener Assistenztrainer wird er sich diesmal wohl nicht abspeisen lassen. Was begrüssenswert wäre, kann er doch so Defizite Klinsmanns in diesem Bereich ausgleichen. Die geplante enge Zusammenarbeit mit den Vereinstrainern ist auch äusserst wünschenswert.

Ausserdem gilt der ehemalige Spielerkollege Oliver Bierhoff für den Teammanager als eine hoch gehandelte Personale. Klinsman: "Ein Manager für die Nationalelf ist überfällig. Fussballteams haben sich zu Wirtschaftsunternehmen entwickelt, auch die Nationalelf, und es gehört zu einem Unternehmen, dass es professionell geführt wird."

Davon werden allerdings die Spieler nicht besser. Das soll Ralf Rangnick als Nachwuchskoordinator richten. Ihm würde damit die wichtigste Aufgabe zufallen, gilt der Nachwuchs bekanntlich als die Achillesferse des Deutschen Fussballs. Doch der ehemalige Hannoveraner Bundesliga-Coach ziert sich noch: "Da müsste sich einiges ändern und teamübergreifend gedacht werden."

Intern soll auch der Name Christian Gross gefallen sein, das Kompetenzteam zu verstärken, meldet die Berliner Zeitung; der Schweizer Trainer des FC Basel gilt seit gemeinsamen Zeiten bei Tottenham als enger Vertrauter Klinsmanns.

Alles in allem ist eine Verjüngung und Modernisierung des DFB überfällig. Ein einziger Trainer im alten Stil gehört wohl der Vergangenheit an.

Es ist den Versuch wert, Trainingsstrukturen der hochgezüchteten US-Profi-Ligen zu übernehmen, effizient sind diese auf jeden Fall. Die Zeit bis zur WM 2006 wird nicht reichen, aber Hauptsache Klinsi macht ein bisschen gute Stimmung und verkauft den Deutschen Fussball gut, das würde ja schon reichen. Mehr erwartet sowieso keiner.



sage nur: Hm?! Was das wohl wird? Schau ma mal *gg*

hf Woody cool

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PostPosted: 28.07.2004 11:05 Reply with quoteBack to top

Quote:
Trio geplatzt: Osieck sagt ab

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Das geplante Trio mit Jürgen Klinsmann, Holger Osieck und Oliver Bierhoff, das die Nationalelf künftig anführen sollte, wird in dieser personellen Konstellation nicht zu Stande kommen. Wie der kicker erfuhr, hat Holger Osieck (55) abgesagt.

Der 55-Jährige war als Co-Trainer oder Assistent des neuen Teamchefs Jürgen Klinsmann (39) vorgesehen. Osieck war durchaus interessiert gewesen, wie er im großen kicker-Interview (Montagsausgabe Nr. 62/ Seite 31) erklärt hatte. Jetzt entschied sich der Fußball-Lehrer bei der FIFA zu bleiben und seinen Job als Leiter der Abteilung Technische Entwicklung zu behalten.

(kicker.de)


LOL, so langsam wirds peinlich!

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Ben Kenobi
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PostPosted: 28.07.2004 16:01 Reply with quoteBack to top

Maestro wrote:
LOL, so langsam wirds peinlich!

Peinlich wurde es schon nach der Absage von Ottmar Hitzfeld... Ralf Rangnick gilt jetzt als aussichtsreichster Kandidat.
Woody
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PostPosted: 28.07.2004 20:40 Reply with quoteBack to top

Ben hat Recht:

www.spiegel.de wrote:
BUNDESTRAINER-SUCHE

Rangnick bekundet Interesse

Als er für den Posten des DFB-Jugendkoordinators vorgeschlagen wurde, rümpfte Ralf Rangnick noch die Nase. Eine solche Aufgabe sei ein Rückschritt, sagte er, schließlich habe er bereits in der Bundesliga gearbeitet. Doch das nach der Absage von Holger Osieck frei gewordene Bundestraineramt reizt ihn offenbar.

Hamburg - "Ich bin derzeit frei und werde mit jedem sprechen", erklärte Rangnick, der die jüngste Entwicklung beim DFB im Kreise seiner Familie in Backnang verfolgt. Der ehemalige Coach von Hannover 96 gab aber auch zu, dass bisher weder Jürgen Klinsmann noch der DFB mit ihm Kontakt aufgenommen haben. "Alles andere sind Vermutungen, zu denen ich nichts sagen kann", so Rangnick.

Der 46-Jährige wird nach der Absage von Holger Osieck als erster Kandidat für die Position des Bundestrainers gehandelt. Mit Klinsmann besteht ein lockerer Kontakt aus Stuttgarter Zeiten. "Ich habe ihn einige Male angerufen, wenn es um Spielertransfers ging, etwa bei 96-Profi Clint Mathis", berichtete Rangnick.

Gefühl, etwas zu bewegen

Eine mögliche Zusammenarbeit mit dem DFB würde Rangnick nicht an ein Zeitlimit knüpfen: "Mich persönlich interessiert nicht, ob ich ein, zwei, drei Jahre unter Vertrag bin, sondern mich interessiert, wenn überhaupt, der Job als solcher", wird Rangnick in der "Netzeitung" zitiert. Die Arbeit müsse allerdings so gestaltet sein, "dass ich das Gefühl habe, dass ich was bewegen kann. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist mir auch egal, ob da zwei, drei oder vier Jahre Laufzeit in Aussicht stehen."

Generell lobte Rangnick die angekündigten Strukturveränderungen beim DFB: "Die Reformmöglichkeiten unter einem Jürgen Klinsmann sind so groß wie noch nie. Aber auch so nötig wie noch nie."

Alternative Kohler

Als Alternative zu Rangnick wird auch der zuletzt als Sportdirektor in Leverkusen tätige Jürgen Kohler gehandelt. Kohler arbeitete bereits als U-21-Trainer für den DFB, ehe er im März 2003 dem Lockruf des in Abstiegsnot geratenen Bundesligisten Bayer Leverkusen folgte und dort die Nachfolge von Sportdirektor Rudi Völler antrat. Nach der vergangenen Saison wurde der Vertrag zwischen Kohler und Leverkusen in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst.

Immerhin scheint der DFB in Sachen Teammanager voranzukommen. Am Mittwoch flog Oliver Bierhoff zusammen mit seinem Berater Peter Olsson nach Frankfurt und traf sich im DFB-Hauptquartier mit Generalsekretär Horst R. Schmidt und Schatzmeister Zwanziger zu abschließenden Verhandlungen. Bierhoff signalisierte bereits, dass er sich bei günstigen Rahmenbedingungen auch über das Jahr 2006 hinaus eine Arbeit für den Verband vorstellen könne.

Positve Gespräche mit Bierhoff

"Es waren positive Gespräche", sagte Bierhoff beim Verlassen des Hauses. Der 36-Jährige käme dem Verband in einem wichtigen Punkt entgegen, indem er zumindest bis zur WM 2006 auf seinen Privatvertrag mit einem US-Sportartikel-Giganten verzichten würde: "Mir ist klar, dass es nicht sein kann, dass ich bei der Nationalmannschaft in Nike rumlaufe, wenn der Verband einen Vertrag mit adidas hat."

Der frühere Sturmpartner von Klinsmann fühlt sich aber unter Druck gesetzt, da er im Gegensatz zu den anderen Hauptdarstellern erst am Dienstag in die Verhandlungen einbezogen wurde und sich innerhalb von zwei Tagen entscheiden soll.


hm...riesen Erfolge hat der gutste ja nicht vorzuweisen! *löl*
Ma sehen^^

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PostPosted: 30.07.2004 16:44 Reply with quoteBack to top

Quote:
DFB-Chaos: Das Dreigestirn ist komplett

Image

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Jürgen Klinsmann zum 40. Geburtstag die Verpflichtung seines Favoriten Joachim Löw als Assistenztrainer geschenkt. Einen Tag nach der Präsentation von Klinsmann als Bundestrainer und Oliver Bierhoff in der neu geschaffenen Position des Team-Managers ist damit das neue Führungstrio der Nationalmannschaft komplett.

"Mit Joachim Löw habe ich einen kompetenten Wunschkandidaten gefunden, der alle meine Anforderungen erfüllt", teilte Klinsmann erfreut mit. Der 44-jährige Löw, der wie sein neuer Chef sowie Bierhoff einen Zweijahresvertrag bis nach der Weltmeisterschaft 2006 erhielt, bezeichnete seine Berufung "als großen Vertrauensbeweis".

Mit seinem langjährigen Bekannten Löw bildet Klinsmann nun eine Schwaben-Connection im sportlichen Bereich. Allerdings erfüllt der Ex-Coach des VfB Stuttgart nach der Absage von Holger Osieck das ursprünglich formulierte Anforderungsprofil, nachdem Klinsmanns Assistent über langjährige Trainererfahrung und speziell erstklassige Bundesliga-Kenntnisse verfügen sollte, nur zum Teil.

Klinsmann hob deswegen am Freitag nach den erfolgreichen Verhandlungen seines neuen Assistenten mit der DFB-Spitze um Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder in der Frankfurter Verbandszentrale besonders die Auslandserfahrung von Löw hervor. "Wichtig ist für mich auch, dass er in verschiedenen Ländern gearbeitet hat und somit verschiedene Strukturen kennen gelernt hat." Klinsmann betonte, dass er in seinem Co-Trainer einen Partner sieht: "Er ist für mich alles andere als ein Hütchenaufsteller. Ich werde ihm viel Verantwortung übergeben und bin mir absolut sicher, dass sie bei ihm in richtigen Händen ist."

Der Fußball-Lehrer Löw soll das Defizit ausgleichen, dass Klinsmann als Trainer-Neuling in Fragen der Mannschaftsführung und Trainingssteuerung logischer Weise hat. Insbesondere an diesem Punkt hatte sich die Kritik zahlreicher Trainer und Manager aus der Bundesliga an der Klinsmann-Verpflichtung entzündet. "Ich kann nicht zehn oder 15 Trainerjahre vorweisen. Deshalb will ich mir einen Co- Trainer an die Seite holen, der diese hat", hatte Klinsmann betont.

Löw hat allerdings nur zwei Jahre in der Bundesliga gearbeitet. Den VfB Stuttgart führte er zwischen 1996 und 1998 aber immerhin mit dem "magischen Dreieck" Balakow, Elber, Bobic zum DFB-Pokalsieg und ins Finale des Europacups der Pokalsieger. Nach seiner Entlassung durch den heutigen DFB-Präsidenten Mayer-Vorfelder war der 52-malige Bundesligaspieler bis auf ein kurzes Intermezzo beim Zweitligisten Karlsruher SC nur noch im Ausland tätig; in der Türkei bei Fenerbahce Istanbul und Adanaspor AS sowie in Österreich beim FC Tirol Innsbruck, mit dem er 2002 Meister wurde, sowie Austria Wien. Dort wurde er im Frühjahr gefeuert und war seitdem ohne Arbeit. Jetzt strotzt er vor Tatendrang: "Ich gehe mit großer Motivation an die neue Tätigkeit heran."

Das erste wichtige Datum für das Trainer-Duo Klinsmann/Löw wird der 11. oder 12. August sein. Für einen dieser beiden Tage hat der DFB am Freitag die Bekanntgabe des Nationalmannschafts-Aufgebotes für das Länderspiel am 18. August in Wien gegen Österreich angekündigt. Dann müssen Klinsmann und Löw bekannt geben, mit welchen Spielern sie nach dem EM-Debakel in Portugal den Neubeginn angehen wollen, an dessen Ende 2006 der Gewinn des WM-Titels stehen soll.

Nach der teilweise heftigen Kritik an der Verpflichtung der neuen Führungsspitze der Nationalmannschaft will Liga-Präsident Werner Hackmann die Proficlubs bei der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Berlin auffordern, Klinsmann, Löw und Bierhoff uneingeschränkt zu unterstützen. "Ich werde die Kollegen auffordern, den Blick jetzt nach vorne zu richten und keine rückwärts gerichteten Gefechte mehr zu führen. Ich glaube, wir haben eine sehr gute Lösung gefunden", sagte Hackmann am Freitag: "Die Kritik aus den eigenen Reihen habe ich nicht verstanden."

(sport.de)


Dann mal schauen wie sich das Dreamteam machen wird! biggrin

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PostPosted: 09.09.2004 17:22 Reply with quoteBack to top

www.spiegel.de wrote:
KLINSMANN-INTERVIEW

"Es hat Spaß gemacht"

Nach dem 1:1 gegen Brasilien konnte der neue Bundestrainer Jürgen Klinsmann zufrieden sein. Der frische Wind, den der Völler-Nachfolger in die verstaubten DFB-Strukturen herein gebracht hat, scheint auch auf dem Spielfeld zu wehen. Für Klinsmann war dies der erste Baustein auf dem Weg zu einer erfolgreichen WM 2006.


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Jürgen Klinsmann: "Wenn man jetzt kein Risiko geht, wann dann?"

Herr Klinsmann, Wie bewerten Sie Ihre Heimpremiere als Bundestrainer?

Jürgen Klinsmann: Ich bin natürlich sehr zufrieden. Wir haben heute einen weiteren Baustein auf dem Weg zur WM 2006 gesetzt. Das Resultat geht absolut in Ordnung, auch wenn man natürlich gerne den Weltmeister geschlagen hätte.

Welche Erkenntnisse konnten Sie denn aus dem Auftritt Ihrer Mannschaft gegen den Rekord-WM-Champion gewinnen?

Klinsmann: Das Wichtigste ist: Man sieht, dass die Mannschaft beginnt, zusammen zu wachsen. Man erkennt eine Kameradschaft und eine Gruppe, die ein gemeinsames Ziel vor Augen hat. Die Einstellung, die jeder spüren konnte, der Elan und die Freude, mit der jeder gegen Brasilien aufgetreten ist, das macht Mut. Die Mannschaft hat heute ein Gespür dafür bekommen, wozu sie mit dieser Dynamik und Aggressivität im Stande ist. Nach zehn, zwölf Minuten haben wir unseren eigenen Rhythmus gefunden und unser eigenes Spiel aufgezogen, Doppelpässe und schöne Kombinationen gezeigt. Es hat Spaß gemacht, der Mannschaft zuzusehen. Nun wollen wir versuchen, nach und nach weitere Dinge zu verbessern.

Sie haben mit der Nominierung des jungen Robert Huth die Experten überrascht, die alle den erfahrenen Frank Baumann in der Viererkette erwartet hatten.

Klinsmann: Mir war das Risiko mit Robert Huth und Frank Fahrenhorst bewusst. Aber wenn man jetzt kein Risiko geht, wann denn dann? Die Spieler müssen Erfahrungen sammeln, und das können sie nicht erst kurz vor dem WM-Start. Es ist sehr wichtig, dass sie einfach merken, wenn sie das richtige Tempo gehen, selbstbewusst sind und mit Aggressivität in Zweikämpfe gehen, dann kochen auch die Brasilianer nur mit Wasser. Und das haben sie gespürt. Mir war aber gar nicht bange, denn beide haben schon gegen Österreich gezeigt, was sie können. Zudem wussten sie, dass sie auch Fehler machen dürfen. Damit hätte ich kein Problem gehabt. Wenn ich noch Stürmer wäre, hätte ich in diesem Match gegen Robert nicht spielen wollen. Schon in den Trainingseinheiten habe ich gedacht, ich möchte nicht Adriano oder Ronaldo sein. Huth hat seine Chance genutzt.

War Frank Baumann nicht enttäuscht, dass er auf die Bank musste?

Klinsmann: Für mich ist Frank ein defensiver Mittelfeldspieler. Mit ihm plane ich nicht als Innenverteidiger, denn irgendwann kommen ja auch Arne Friedrich und Jens Nowotny zurück. Deshalb hätte ich ihm auch keinen Gefallen getan, ihn in die Viererkette zu stellen. Er muss sich dem Konkurrenzkampf mit Torsten Frings stellen. Das habe ich ihm auch so gesagt. Für die WM möchte ich möglichst alle Positionen doppelt besetzen.

Wie hat Ihnen Sebstian Deisler bei dessen Comeback im Nationalteam gefallen?

Klinsmann: Generell habe ich mich über jede einzelne Leistung gefreut. Das gilt auch für Deisler, der seine ganze Spielfreude eingebracht hat und dem man angemerkt hat, wie froh er ist, wieder dabei zu sein.

Kevin Kuranyi hat wieder getroffen. Was haben Sie mit ihm gemacht?

Klinsmann: Kevin hat das Spiel noch besonders gelebt als gebürtiger Brasilianer. Ich habe vorher zu ihm gesagt: Es wird Zeit, dass sie dich in Brasilien kennen. Hau' ihnen einen rein, dann kennt dich ganz Brasilien. Da kannst du nicht mehr so einfach aus dem Flieger steigen und zum Strand gehen, wenn du mal im Urlaub bist.

Wie lautet Ihr Fazit nach zwei Spielen als Bundestrainer?

Klinsmann: Es ist sehr positiv, weil die Spieler alle super mitziehen und versuchen, die neuen Vorgaben möglichst gut umzusetzen. Ich weiß aber auch, dass es Rückschläge geben wird. Die werden wir aber wegstecken. Personell ist es so, dass die 18, 20 Leute, die jetzt spielen, schon einen Vorteil gegenüber denjenigen haben, die nicht dabei waren.

Aufgezeichnet von Jens Mende (dpa) und Jürgen Zelustek (sid)





www.netzeitung.de wrote:
Das System Klinsmann hat Erfolg

09. Sep 13:46

Jürgen Klinsmann sieht seine Arbeit nach nur wenige Wochen bestätigt. Anders als Vorgänger Rudi Völler scheut der neue Bundestrainer das Risiko nicht und kalkuliert auch einen Misserfolg ein.

Von Frank Mertens
Jürgen Klinsmann saß mit hochgekrempelten Ärmeln auf dem Podium. Der Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wirkte innerlich zufrieden. Noch bevor der 40-Jährige auch nur ein einziges Wort nach dem 1:1-Unentschieden in der WM-Revanche gegen Weltmeister Brasilien von sich gegeben hatte, hatte er mit seinem äußeren Erscheinungsbild die erste Botschaft schon von sich gegeben: «Schaut nur alle her, hier sitzt jemand, der die Probleme des deutschen Fußballs angeht.»


Richtige Richtung

Mayer-Vorfelder: Gewaltiger Schritt nach vorn

Betrachtet man sich das Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Mittwochabend gegen den fünfmaligen Weltmeister Brasilien im Nachgang, dann scheint der unter Klinsmann eingeschlagene Weg in die richtige Richtung zu weisen.

Natürlich hat eine deutsche Mannschaft auch im elften Spiel in Folge gegen eine der so genannten großen Nationen wieder nicht gewinnen können. Doch gegen die Brasilianer vermochte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) endlich mal wieder zu überzeugen: Aggressiv, mit Lust am Spiel und vor allem ohne Respekt vor Stars wie Ronaldo oder Ronaldinho spielte das DFB-Team so auf, dass die Zuschauer nach dem Ende der Partie ein «Oh´, wie ist das schön» intonierten. Wann hat es so etwas nach einem Spiel einer deutschen Mannschaft schon mal gegeben?

Entsprechend zufrieden war Klinsmann dann auch, als er sich nach seinem brasilianischen Trainerkollegen Carlos Albero Parreira («Wir freuen uns, Deutschland beim Wiederaufbau geholfen zu haben») am späten Mittwochabend in den Katakomben des Olympiastadions zu Wort meldete. «Ich bin natürlich sehr zufrieden. Wir haben heute einen weiteren Baustein auf dem Weg zur WM 2006 gesetzt», sagte Klinsmann. Die Mannschaft, so sagte er, habe heute ein Gespür dafür bekommen. «wozu sie in der Lage ist, wenn sie an sich glaubt.


Glaube kehrt zurück

Und diesen Glauben in die eigene Leistungsstärke hat Klinsmann seinen Spielern offensichtlich schon innerhalb weniger Wochen seiner Amtszeit gegeben. So hat er sein Team vor der Partie wissen lassen, dass sie kein Problem gegen die Fußball-Großmacht Brasilien haben wird, «wenn sie genau das macht, was sie in den letzten fünf, sechs Tagen bereits im Training gemacht hat». Und vor allem, so sagte Klinsmann, habe er den Spielern das Gefühl vermittelt, dass sie auch Fehler machen dürfen.

Und mit dem Wissen in die Vorgabe des Trainers spielten die Youngster im Team wie ein Philipp Lahm (20), ein Andreas Hinkel (22), ein Frank Fahrenhorst (26) oder ein Robert Huth (20) frech auf. Wie Klinsmann mit Blick auf Huth und Fahrenhorst sagte, sei ihm angesichts dieser Anfangsformation bewusst gewesen, dass er mit ihnen Spieler aufgeboten hat, denen noch die Erfahrung fehlt.

Erfahrungen sammeln

«Aber wenn sie sie nicht heute bekommen, wann denn dann? Ich kann ihnen die Erfahrungen nicht in 15 oder 16 Monaten geben, nicht so kurz vor der WM», sagte Klinsmann. «Mancher dachte, es geht nicht gut, als sie diese Aufstellung gelesen haben», sagte Kapitän Michael Ballack. Doch es ging gut. «Wir können stolz auf diese Mannschaft sein. Die Lehre aus dem Spiel ist, dass wir auch gegen große Mannschaften mithalten können», sagte Ballack.

Das ist ein Verdienst, das sich Klinsmann zugute schreiben lassen kann. Das sagt auch Sebastian Deisler. «Der Trainer hat es ja schon angesprochen, wie positiv er an die Sache herangeht. Er macht jeden einzelnen Spieler stark. Ich finde das sehr wichtig und sehr bemerkenswert.» Der nach einer Depression wieder genesene Deisler blickt nach dem Spiel gegen Brasilien auch wieder positiv in die Zukunft der Nationalmannschaft. «Wenn wir alle Mann an Bord haben und alle fit sind, dann können wir mit dieser Mannschaft einiges bewegen und noch einige Leute zum Staunen bringen.»



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ps na geht doch biggrin

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PostPosted: 11.10.2004 18:20 Reply with quoteBack to top

n-tv.de wrote:
Sonntag, 10. Oktober 2004
"Klinsi" will Köpke
Maier abgeschossen

Sepp Maier ist nicht mehr Bundes-Torwart-Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Am Sonntagmorgen verkündete der Deutsche Fußball-Bund wenige Stunden nach der Rückkehr der DFB-Auswahl aus Teheran die Trennung vom Weltmeistertorwart von 1974. Am Samstag hatte die Mannschaft von Bundestrainer Jürgen Klinsmann den Iran mit 2:0 besiegt.

Nach diesem Spiel waren Maier, Klinsmann, dessen Assistent Joachim Löw sowie Teammanager Oliver Bierhoff nach einem langen Gespräch zu dem laut DFB "einvernehmlichen Beschluss" gekommen, dass Maier seinen Posten als "BTT" mit sofortiger Wirkung aufgibt.

Der 60-Jährige, seit 1988 Torwarttrainer des DFB, war vor allem in er vergangenen Woche stark in die Kritik geraten, als er sich gegen Oliver Kahns Rivalen Jens Lehmann eine verbale Entgleisung geleistet hatte: "Er kann sich aufhängen, er wird nie die Nummer eins." Dem einstigen Weltklasse-Keeper, der bei Bayern München ebenfalls Torwarttrainer von Kahn ist, war schon zuvor des Öfteren Parteilichkeit im Duell der beiden Torhüter vorgeworfen worden.

Wunschkandidat von Jürgen Klinsmann für die Nachfolge von Maier ist Andreas Köpke. In Absprache mit DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder soll mit dem Europameister von 1996 in den nächsten Tagen Kontakt aufgenommen werden.

"Mir geht es ums Ganze"

Nationaltorwart Oliver Kahn hatte vergebens den stark in die Kritik Maier in Schutz genommen. Kahn forderte zudem im Kampf um die Nummer eins mit seinem Rivalen Jens Lehmann vom FC Arsenal einen Kodex. "Wir brauchen einen Kodex, dass Aussagen über persönliche Dinge, Respektlosigkeiten, Provokationen unterlassen werden. Die Frage soll sportlich geklärt werden. Die Dinge dürfen nicht eskalieren, sonst können sie anfangen, das Team zu belasten", sagte der Schlussmann von Bayern München in einem Interview mit der "Welt am Sonntag".

"Ich glaube, dass die Situation mit Sepp Maier als Bundestorwarttrainer bisher für alle sehr gut war, weil er sehr erfahren ist", so Kahn. In Absprache mit Klinsmann hatte Kahn das Länderspiel der DFB-Auswahl in Teheran zu Hause vor dem Fernseher verfolgt.

Der 35-Jährige kritisierte aber die Aussage Maiers über Lehmann. Kahn sagte, eine solche Aussage könne man nicht machen, hielt Maier aber zugute: "Aber wenn man permanent provoziert wird, kann irgendwann so eine Reaktion folge. Die kommt nicht aus dem Blauen heraus." Am Ende wurde Maier aber diese Aussagen sowie seine Parteilichkeit im Torwart-Streit zugunsten Kahns zum Verhängnis. "Für mich ist es schwierig, permanent Vorwürfe hören zu müssen, ich hätte da einen Fürsprecher. Das habe ich nicht nötig. Ich habe meine Leistung gebracht", erklärte Kahn, bevor er wusste, dass sich dieses Problem seit Sonntag erledigt hat.

Der 74-malige Nationalspieler erklärte zudem, dass die Dauerfehde zwischen ihm und Lehmann auf Dauer das Klima in der Nationalmannschaft nicht belasten dürfe, schiebt seinem Rivalen aber den "schwarzen Peter" zu: "Es gefällt mir nicht, das dauernd in der Öffentlichkeit auszutragen. Der Jens hat viele Dinge regelmäßig öffentlich und immer sehr provokativ geäußert. Und es ist logisch, dass ich anstrebe, dass Ruhe einkehrt. Mir geht es darum, dass in der Nationalmannschaft eine gute Stimmung entsteht, ein Enthusiasmus Richtung WM 2006. Da finde ich diese Diskussion einfach störend. Ich habe mit Konkurrenzkampf kein Problem. Doch noch mal: Mir geht's ums große Ganze - dass Deutschland 2006 möglichst Weltmeister wird. Bei diesem Ziel dürfen persönliche Dinge keine Rolle spielen. Das Ziel sehe ich gefährdet, wenn diese Unruheherde entstehen, für die ich nichts kann."


spiegel.de wrote:
HOENESS KONTRA KLINSMANN

"Habe bei Köpke Bedenken"

Bayern-Manager Uli Hoeneß spricht sich gegen die quasi feststehende Einstellung Andreas Köpkes als neuer Torwarttrainer in der Fußball-Nationalmannschaft aus. Er befürchtet Nachteile für Oliver Kahn - und wirft Bundestrainer Jürgen Klinsmann indirekt Vetternwirtschaft vor.

Bayern-Manager Hoeneß: "Köpke ist kein Freund von Kahn"
München - "Ich habe bei Andi Köpke meine Bedenken, weil er kein Freund von Oliver Kahn ist. Bei jeder Kleinigkeit von Oliver in den vergangenen Jahren hat sich Köpke zu Wort gemeldet. Da sehe ich gewisse Probleme und das habe ich auch Oliver Bierhoff mitgeteilt, als wir eine halbe Stunde telefoniert haben. Wir akzeptieren jede Entscheidung, die Klinsmann und Bierhoff treffen: Wir werden das aber auch ganz genau beobachten und darauf schauen, dass unser Spieler keine Nachteile hat", sagte Hoeneß im tz-Interview.

Zum Aus von Maier im DFB-Trainerstab sagte der Weltmeister von 1974: "Ich habe das sehr bedauert, aber auf der anderen Seite habe ich den Sepp vor ein paar Wochen gewarnt, als er sich zum ersten Mal dazu geäußert hatte. Er wollte zwar Oliver Kahn in irgendeiner Form helfen, aber genau das Gegenteil war der Fall. Ich fand das sehr unklug, so emotional zu reagieren", äußerte Hoeneß.

Der Bayern-Manager übte harsche Kritik an Kahn-Konkurrent Jens Lehmann vom FC Arsenal, der wiederholt seine Anwartschaft auf die Position als Nummer eins im deutschen Team angemeldet hatte. Hoeneß sagte: "So konsequent Jürgen Klinsmann jetzt war, so konsequent muss er auch sein, wenn Jens Lehmann weiterhin solche Kommentare abgibt. Oliver hat sich nie in die öffentlichen Diskussionen eingeschaltet, die Jens Lehmann geführt hat." Und weiter: "Es kann nicht sein, dass hier Vetternwirtschaft entsteht, dass hier zwei, drei Leute auf Kosten von anderen ihre Freunde etablieren. Es muss die Leistung entscheiden, und darauf werden wir sehr achten."


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PostPosted: 14.10.2004 14:08 Reply with quoteBack to top

netzeitung.de wrote:
Klinsmann mahnt Hildebrand ab
14. Okt 12:12

Nun hat es auch Timo Hildebrand getroffen. Nach kritischen Äußerungen über Oliver Kahn bekommt der Torhüter des VfB Stuttgart Ärger mit Bundestrainer Jürgen Klinsmann.


Kritische Worte sind in der deutschen Nationalmannschaft unter der Führung von Bundestrainer Jürgen Klinsmann nicht mehr gewünscht. Das bekam im Torwart-Streit in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nun auch Timo Hildebrand zu spüren.

Kritik nicht gefragt


Der Schlussmann des Bundesligisten VfB Stuttgart wird wegen kritischer Bemerkungen gegen Oliver Kahn eine «mündliche Abmahnung» erhalten. Das bestätigte Teammanager Oliver Bierhoff der «Bild»-Zeitung. Wie Bierhoff sagte, sei es nicht in Ordnung gewesen, dass die Nummer drei «einen Bezug zu Oliver Kahn hergestellt hat. Wir wollen den Spielern zwar nicht den Mund verbieten, aber eins muss klar sein: In den Äußerungen darf es keine versteckte Kritik gegen Mitspieler geben».

In einem Interview mit der Zeit hatte Hildebrand gesagt, dass die meisten Nationalspieler denken würden, dass Kahn durch die Attacke gegen Miroslav Klose «viele Sympathien verloren hat». Bierhoff machte noch einmal deutlich, dass der Verhaltenskodex für alle Spieler gelten würde. Vor dem nächsten Länderspiel am 17. November (20.40 Uhr/live in der ARD) in Leipzig gegen Kamerun werde man deshalb «mit den Herren ausführlich reden. Jetzt muss endlich Ruhe sein»

Einfach Grundregeln

Wie Klinsmann sagte, werde man den Stars «einfache Grundregeln» an die Hand geben: «Achtung, Respekt, positives Autreten, Pünktlichkeit.» Im «kicker» hat der Bundestrainer unterdessen alle Spekulationen bezüglich der Länderspiel-Einsätze in diesem Jahr beseitigt.

«Mit den drei Keepern ist langfristig abgesprochen, dass Jens Lehmann gegen Kamerum eine weitere Chance erhält. Oliver Kahn wird im Dezember in Japan und Korea spielen, Timo Hildebrand in Thailand», so Klinsmann. Nach dem Rauswurf von Bundestorwart-Trainer Sepp Maier geht Klinsmann davon aus, dass künftig Andreas Köpke seinem Trainerstab angehören wird. Bis zum Wochenende soll das Thema Köpke, der bereits sein Interesse bekundet hat, abgeschlossen sein. (nz)


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