TV Community Portal
  Portal  •  Index  •  Bookmark  •  FAQ  •  Search  •  Register  •  Profile  •  Private Messages  •  Log in
Radsportnews View next topic
View previous topic
Forum: Sportplatz · Replies: 396
Post new topicReply to topic
Author Message
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 15.06.2005 20:31 Reply with quoteBack to top

Quote:
Ullrich zuversichtlich vor der Tour
"Ich glaube an mich"

BAD ZURZACH, 15.06.05 (rsn) - Jan Ullrich strahlt zweieinhalb Wochen vor der Tour de France Zuversicht aus, zum zweiten Mal nach 1997 das wichtigste Rennen der Welt zu gewinnen und erstmals Dauerrivalen Lance Armstrong zu schlagen. "Ich glaube an mich", sagte Ullrich bei einer Pressekonferenz am Rande der Tour de Suisse.

Welchen Schluss ziehen Sie aus der Tour de Suisse, Ihrem letzten Rennen vor der Tour?

Ullrich: Da kommen ja noch die Berge. Aber ich bin mit dem Resultat beim Zeitfahren (Sieg) sehr zufrieden. Ich fahre gerne hier und mit Erfolg macht es noch mehr Spaß. Ich werde das Gelbe Trikot nicht freiwillig abgeben. Die Schlussetappe ist bergig, vielleicht fällt die Entscheidung da. Aber das wichtigste ist, dass die Mannschaft jetzt nicht zuviel arbeiten muss.

Wie wollen Sie Armstrong schlagen bei der Tour?

Ullrich: (Lacht) Ich weiß nicht, ob es da ein bestimmtes Rezept gibt. Man muss in guter Form sein. Ich habe viel gearbeitet, um in Form zu kommen. Ich habe viel trainiert und gut trainiert. Ich glaube an mich.

Während Jan Ullrich bei der Tour de Suisse mit dem Sieg im Zeitfahren zeigte, dass er wieder pünktlich in Form ist, hatte sein Teamkollege Alexandre Vinokourov bereits bei der Dauphiné vergangene Woche mit einer starken Leistung (Sieg am Ventoux) überzeugt. Der Kasache, der 2003 Tourdritter war und im Jahr davor und danach wegen Verletzungen in Frankreich fehlte, träumt selbst vom Tour de France-Sieg. Die beiden Magentastars verstehen sich - professionell wie menschlich - blendend miteinander, dennoch sind sie praktisch auch Rivalen: Der Stärkere wird Teamleader. Bei T-Mobile ist die Rollenverteilung zumindest vor dem Tourstart erst einmal klar. "Jan ist unser Kapitän", sagte Sportdirektor Mario Kummer.

Haben Sie die Dauphiné- Rundfahrt verfolgt?

Ullrich: Ich habe im Videotext geschaut. Ich habe mich für Vino (Alexandre Vinokourov, der am Ventoux gewann, die Red.) gefreut. Und ich habe gesehen, dass Lance (lächelt) auch nicht so schlecht ist.

Sind Sie besser als in den letzten Jahren zu diesem Zeitpunkt vor der Tour?

Ullrich: Ich hatte dieses Jahr Ruhe. Ich war seit Februar nicht krank. Es war eine gute Entscheidung, erst beim Circuit de la Sarthe im April und nicht wie sonst bei der Murcia-Rundfahrt (im März) anzufangen.

Haben Sie die Schlüsseletappen der Tour erkundet?

Ullrich: Ja, den Kurs des Zeitfahrens in Saint-Etienne und die Strecken der Pyrenäen-Etappen. In den Alpen waren die großen Pässe noch geschlossen. Aber die kenne ich ja sowieso.

Was ist für Sie der Hauptunterschied zwischen Ihren Teamkollegen Klöden und Alexandre Vinokourov?

Ullrich: Vino hat viel mehr Erfahrung bei der Tour. Mit ihm spreche ich viel im Rennen und außerhalb.

Und was, wenn Vinokourov stärker als Sie wäre?

Ullrich: (lacht) Wenn das der Fall ist, müssen die anderen Angst haben! Es ist klar, dass bei uns für den gefahren wird, der der Stärkste ist. Wennn das Vino ist, habe ich kein Problem damit, für für ihn zu fahren. Es wird damit nur schwerer für unsere Gegner.

Eine französische Zeitung hat gemeldet, dass Armstrongs Team Vinokourov einen Vertrag angeboten hat ab 2005. Empfinden Sie das als Störfeuer?

Ullrich: Vino ist einer der besten Fahrer der Welt. Es ist normal, dass Lances Team Interesse hat.

Letztes Jahr haben Sie die Tour de Suisse gewonnen, waren dann aber bei der Tour nicht so stark. Beeinflusst Sie das jetzt?

Ullrich: Letztes Jahr war ich nach der Tour de Suisse krank, meine kleine Tochter hat mich angesteckt. Dieses Jahr ist Sarah-Maria gesund. Aber ich passe auf, wenn ich sie in den Arm nehme!

Wen sehen Sie noch als die Fahrer, die die Tour gewinnen können?

Ullrich: Die Spanier kommen in Form, sie werden stark sein. Außerdem kann es immer Fahrer geben, mit denen man gar nicht rechnet.

Was ist für Sie wichtiger, die Tour zu gewinnen oder Armstrong zu schlagen?

Ullrich: Die Tour zu gewinnen.



(www.radsportnews.com)

mfg Robert
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 16.06.2005 20:03 Reply with quoteBack to top

Quote:
Tour de Suisse: Horner gewinnt Bergetappe
Ullrich verliert Führung: "Nicht das Schlechteste"
Tour de Suisse

AROSA, 16.06.05 (rsn) - Der Amerikaner Chris Horner (Saunier) gewann am Donnerstag das sechste Teilstück der Tour de Suisse über 158km zwischen Bürglen und Arosa. Der 33-Jährige, der bei kleineren Rennen in den USA schon sehr erfolgreich war, erreichte das Ziel der ersten Bergetappe als Solist und feierte den größten Sieg seiner Karriere. T-Mobile-Star Jan Ullrich wurde Zehnter und verlor das Gelbe Trikot an den australischen Zeitfahr-Weltmeister Michael Rogers (Quick Step), der das Rennen als Dritter beendete und nun mit 20 Sekunden Vorsprung vor dem Deutschen die Gesamtwertung anführt.

Horner setzte sich am letzten Berg ab und gewann mit 1:12 Minuten Vorsprung vor dem Italiener Vincenzo Nibali. Rogers, Dritter mit 1:14 Minuten Rückstand auf Horner, nahm der Gruppe um Ullrich 40 Sekunden ab. 4km vor dem Ziel, an einer der steilsten Passagen des 30km langen Schlussanstiegs ins 1700 Meter hoch gelegene Etappenziel Arosa, ließ der seit dem Zeitfahr-Sieg im Gelben Trikot fahrende T-Mobile-Kapitän reißen und die Rogers-Gruppe (Schleck, Gil, Valjavec, Piepoli, A. Gonzalez, Jeker) fahren. Ullrich, am Ende ohne Teamunterstützung, beendete das Rennen an der Seite des bisherigen Gesamtzweiten Brad McGee, der nun Dritter ist, und Patrik Sinkewitz aus Fulda, der im Juli seine Tour de France-Premiere geben wird.

Allzu unglücklich zeigte sich Ullrich über den Verlust der Führung nicht, "auch wenn das (Gelbe) Trikot eine besondere Ehre ist und ich es gerne verteidigt hätte. Aber jetzt haben wir etwas den Druck von unseren Schultern nehmen können, und das ist bei den anstehenden schweren Etappen nicht das Schlechteste." Schon vor dem Start hatte der 31- Jährige angekündigt, nicht um jeden Preis um die Gesamtführung kämpfen zu wollen. "Wir müssen uns nicht schon jetzt hohl fahren", sagte der Wahl-Schweizer mit Blick auf die Tour de France, die am 2. Juli beginnt.

"Mein Ziel ist der Tour de Suisse-Sieg", sagte dagegen Rogers, der ebenfalls bei der Tour de France am Start sein wird. "Ich glaube, Ullrich wäre mir gefolgt, wenn er die Beine gehabt hätte. Ich bin mein Rennen gefahren, ich habe nicht nach Ullrich geschaut. Ich habe mich am Berg sehr verbessert gegenüber letztem Jahr. Die nächsten drei Tage werden trotzdem sehr schwer für mich", so der neue Gesamtleader der Schweiz-Rundfahrt.

Auf dem Weg Richtung Arosa mussten die Fahrer bei herrlichem Sommerwetter bereits den mehr als 30 Kilometer langen Anstieg zum 2049 Meter hoch gelegenen Oberalp- Pass bewältigen. Sechs Profis setzten sich ab, darunter (neben Laiseka, Loosli, Arrieta, Atienza, Schnider) der baskische Tour-Mitfavorit Iban Mayo, wurden aber später wieder eingefangen. Nicht mehr dabei war zu diesem Zeitpunkt Ullrichs Freund und Helfer Tobias Steinhauser, der wegen einer Bronchitis ausstieg, aber - im Gegensatz zu Erik Zabel - zum vorläufigen Kader der Tour de France gehört.

Die Entscheidung fiel auf den letzten 30km, auf den 360 Kehren (!) nach Arosa. Nibali, ein hungriger Jungprofi aus Sizilien, attackierte 28km vor Schluss. Neun Kilometer später fuhr Horner, der sich noch für ein Tour de France-Ticket empfehlen will, zu dem 20-jährigen Italiener auf und ließ ihn auf den letzten 10km hinter sich. Der Amerikaner, der als Sohn eines US Army-Soldaten in Japan zur Welt kam, gewann als Solist und feierte den schönsten Erfolg seiner Karriere, während der er meist in amerikanischen Teams fuhr. Letztes Jahr wechselte er zum spanischen Saunier-Team. "Die wollten halt einen Amerikaner", sagt Horner ganz uneitel.

"Ich habe attackiert, als ich sah, dass Ullrich und McGee keine Teamkollegen mehr bei sich hatten. Ich habe mir gedacht, dass mich Ullrich fahren lässt. Ich wollte unbedingt den Etappensieg", so Horner, dessen Frühjahr nach einem Sturz bei Tirreno-Adriatico früh vorbei war und der erst Anfang des Monats wieder richtig Rennen fahren konnte. "Ich bin meistens in den USA Rennen gefahren. Ich kenne gar nicht viele Fahrer in Europa", erzählte Horner. Nach seinem Sieg in Arosa kennen dafür die anderen ihn jetzt.

Am Freitag geht es weiter mit der 7.Etappe über 192,8km zwischen Einsiedeln und Lenk. Das Rennen endet mit einem nicht allzu schweren Anstieg der 4.Kategorie.



(www.radsportnews.com)

mfg Robert
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 18.06.2005 10:25 Reply with quoteBack to top

Quote:
Tour de Suisse
Gerdemann wird den Erwartungen gerecht

LENK, 17.06.05 (rsn) - Manch einer war schon ein bisschen skeptisch, wenn der 22-jährige Linus Gerdemann als das große deutsche Talent hochgejubelt wurde, obwohl er als U23-Nachwuchsfahrer international wenig Gelegenheiten hatte, seine Klasse zu beweisen. Doch seine Förderer beim AKUD-Team und CSC-Teamchef Bjarne Riis, der den jungen Münsteraner im Frühjahr dem deutschen Continental -Rennstall wegschnappte, bewiesen die richtige Nase. Nur sechs Wochen nach der Verpflichtung des jungen Deutschen konnte sich Riis über einen großen Triumph seines Youngsters freuen, der am Freitag als Solist die 7.Etappe der Tour de Suisse gewann.

Bei der 192,8km langen Übergangsetappe zwischen Einsiedeln und Lenk distanzierte Gerdemann 8km vor Schluss seine Mitausreißer, mit denen er sich in der ersten Rennstunde abgesetzt hatte. Der Italiener Lorenzo Bernucci, der im Finale einen Konter fuhr, wurde Zweiter mit 4 Sekunden Rückstand. Der Baske David Etxebarria war Dritter vor dem Holländer Karsten Kroon. Das Hauptfeld mit Jan Ullrich und dem australischen Gesamtleader Michael Rogers (Quick Step), der das Gelbe Trikot verteidigte, konnte den Rückstand auf die Ausreißer, der zeitweise vier Minuten betragen hatte, nicht mehr ganz wettmachen. Das Peloton, erreichte das Ziel am Ende 23 Sekunden nach Gerdemann. Den Sprint gewann der junge Italiener Daniele Colli.

"Ich wusste, dass aus der Fluchtgruppe (Fred) Rodriguez und (Karsten) Kroon in einem Sprint schwer zu schlagen sein würden. Daher habe ich attackiert", sagte Gerdemann zu seinem erfolgreichen Solo. "Auf den letzten Kilometern habe ich keine Schmerzen mehr gespürt. Ich war nur noch euphorisch."

Der menschlich nicht ganz unkomplizierte Gerdemann, der mit Teamdisziplin schon mal seine Probleme hat und der von Bundestrainer Peter Weibel wegen "charakterlicher Mängel" nicht für die letzte WM nominiert worden war, wechselte nach dem Henninger Turm am 2.Mai zum dänischen ProTour-Team von Bjarne Riis, nachdem er im Herbst zunächst bei keinem Topteam einen Vertrag bekommen hatte. Jens Voigt stellte den Kontakt her und nach einem Probetraining in der Toskana, bei dem sich Riis näher ansah, was es mit den angeblichen charakterlichen Mängeln auf sich hat, war der Vertrag bei CSC unter Dach und Fach. Bei den Vier Tagen von Dünkirchen, seinem ersten Rennen für CSC, trug er einen Tag das Leadertrikot. Bei der Bayern-Rundfahrt Ende Mai kam der junge Mann "aus gutem Haus" (DPA) am Ende als Gesamtdritter aufs Podium.

Gerdemann wird (natürlich) noch nicht bei der Tour de France zum Einsatz kommen, doch bereits im Spätsommer bei der Vuelta könnte er seine erste große Rundfahrt bestreiten. Langfristig hat Gerdemann große Ziele. "Ich möchte bei Klassikern und Rundfahrten erfolgreich sein. Ich glaube, man kann beides machen. Am Berg muss ich mich dazu noch viel verbessern und viel trainieren. Aber ich betreibe ja erst seit vier Jahren richtig Radsport", so Gerdemann am Freitag.

Die Etappe durch die Innerschweiz begann sehr schnell (48km in der ersten Stunde), obwohl im Feld zunächst viel von Streik geraunt wurde. Viele waren nicht einverstanden mit dem Rennauschluss des Belgiers Leif Hoste, der am Vortag einen Motorradfahrer beleidigt und angespuckt haben soll. Filmreife Szenen gab es auch am Freitag. Als einige Fahrer fehlgeleitet wurden und sich durch die Zuschauer kämpfen mussten, versuchte ein Fan, dem Spanier Jesus Hernandez im Getümmel das Rennrad abzuluchsen. Der Radprofi konnte das gerade noch verhindern.

Der Australier Michael Rogers hatte es da wesentlich leichter, sein Gelbes Trikot zu verteidigen. Der Zeitfahr-Weltmeister belegt im Gesamtklassement weiter Platz 1 mit 20 Sekunden Vorsprung vor Jan Ullrich. Ein bißchen gelangweilt sagte Rogers nach der Etappe, was man als Gesamtleader so sagt: "Die Etappe war nicht leicht, die Mannschaft hat gut funktioniert, ich will nicht voreilig sein, aber ich bin zuversichtlich."

Die 8.Etappe am Samstag über 162,2km von Lenk nach Verbier führt über zwei Berge der zweiten Kategorie. Nach dem Pillon (km 46) zu Beginn des Rennens bildet der zweite Berg den Schlussanstieg in den bekannten Wintersportort Verbier in 1523 Metern Höhe.



(www.radsportnews.com)

Glückwunsch an Linus! Denke das ganze von wegen mangelnder Disziplin wird bloß hochgeschaukelt, der Junge scheint schon in Ordnung zu sein. Menschlich meine ich, denn als Radfahrer ist er zweifellos ein Riesentalent. Ob er jemals eine große Rundfahrt wird gewinnen können bleibt zu bezweifeln, aber sein Fähigkeit was Eintagesrennen und Klassiker betrifft ist sicher noch stark ausbaufähig. Mit seiner Verpflichtung hat Bjarne Riis mal wieder nen Goldgriff getan!

mfg Robert

mfg Robert
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 18.06.2005 18:51 Reply with quoteBack to top

Quote:
Tour de Suisse
Lastras gewinnt 8.Etappe
Tour de Suisse

VERBIER, 18.06.05 (rsn) - Der Spanier Pablos Lastras (Baleares), der in seiner Karriere schon Etappen bei allen drei großen Rundfahrten gewann, hat am Samstag seinen Palmares auch einen Tagesssieg bei der Tour de Suisse hinzugefügt. Der 29-jährige Madrilene attackierte wenige Kilometer vor dem Ende des 8.Teilstücks zwischen Lenk und Verbier (162km) aus einer Ausreißergruppe heraus und gewann vor seinem Landsmann Carlos Barredo (Liberty). Der Freiburger Fabian Wegmann (Gerolsteiner) wurde Dritter. Der Australier Michael Rogers verteidigte die Gesamtführung und geht im Gelben Trikot in die abschließende Königsetappe




(www.radsportnews.com)

mfg Robert
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 19.06.2005 19:33 Reply with quoteBack to top

Quote:
Aitor Gonzalez gewinnt Tour de Suisse
Termina(i)tor is back - Dämpfer für Ullrich
Tour de Suisse

ULRICHEN, 19.06.05 (rsn) - Der "Terminaitor" ist zurück. Der Spanier Aitor Gonzalez (Euskaltel), der 2002 die Spanien-Rundfahrt am letzten Tag gewann und der seitdem nie mehr seine Form fand, hat sich am Sonntag bei der 9. und letzten Etappe der Tour de Suisse eindrucksvoll zurückgemeldet. Mit dem Sieg bei der 100km kurzen, aber mit drei Zweitausendern gespickten Königsetappe holte sich Gonzalez am Schluss das Gelbe Trikot und gewann die 69. Auflage der Schweizer Traditions-Rundfahrt. In Ulrichen lag derweil der Kalauer vom "Ullrichchen" manchem auf der Zunge, denn der deutsche T-Mobile-Star offenbarte im Hochgebirge zwei Wochen vor der Tour de France deutliche Schwächen.

Gonzalez nahm dem Australier Michael Rogers, der am Donnerstag seinerseits Jan Ullrich das Gelbe Trikot abgenommen hatte, am letzten Berg der Tour de Suisse die Führung wieder ab. Der Baske, der am Samstag bis auf 36 Sekunden an Rogers herangefahren und als Gesamtvierter in die Schlussetappe gegangen war, attackierte am Furka-Pass 33km vor dem Ziel. Unter der gleißenden Sonne fuhr Gonzalez auf zu den letzten Verbliebenen einer Ausreißergruppe (Gil, Atienza, B. Zberg) und hatte oben an der Passhöhe in 2431 Metern über dem Meer mehr als eine Minute Vorsprung auf die Gruppe um Rogers. Auch in der Abfahrt ließ Gonzalez nichts mehr anbrennen. Er gewann schließlich mit 46 Sekunden Vorsprung vor dem Luxemburger Frank Schleck, der als erster der kleinen Gruppe um den geschlagenen Rogers das Rennen beendete.

Jan Ullrich, der bereits an den weniger schweren Bergen am Samstag nicht gut aussah, konnte am Furka nicht mit den Besten mithalten. Bei der kurzen Alpenetappe verlor der Deutsche, der vom zweiten Toursieg träumt, fast eine Minute auf Michael Rogers. Ullrich belegt im Schlussklassement der Tour de Suisse Platz 3 mit 1:36 Minuten Rückstand. Kleiner Trost: Auch 1997 vor seinem ersten Toursieg war Ullrich Dritter in seiner heutigen Wahlheimat.

Der 30 Jahre alte Aitor Gonzalez, seit 1998 Profi, feierte derweil drei Jahre nach seinem Vuelta-Sieg wieder einen großen Triumph. Der Baske, bei Fassa Bortolo letztes Jahr wegen Erfolglosigkeit vor die Tür gesetzt, hatte im Winter bei Euskaltel angeheuert. Für die baskische ProTour-Mannschaft, die in diesem Frühajr schwach fuhr, war es nun der zweite große ProTour-Sieg innerhalb einer Woche, nachdem Gonzalez' Landsmann und Teamkollege Inigo Landaluze letzten Sonntag die Dauphiné-Rundfahrt gewann.



(www.radsportnews.com)

mfg Robert
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 20.06.2005 22:04 Reply with quoteBack to top

Quote:
Entscheidung über DM-Start Mittwoch
Ullrich: "In Topform zur Tour de France"

BERLIN, 20.06.05 (rsn) - Bei der Königsetappe der Tour de Suisse am Sonntag konnte Jan Ullrich am Berg noch nicht überzeugen und musste Fahrer ziehen lassen, die nicht zum Favoritenkreis der in knapp zwei Wochen beginnenden Tour de France gehören. Dennoch sieht sich der deutsche Radstar auf bestem Weg.

Bis zur Tour de France sei er in in Topform, erklärte Ullrich am Montag auf seiner Website. Er sei "sehr, sehr zufrieden" mit der Tour de Suisse, sagt Ullrich. Das Gesamtklassement sei nicht sein Ziel gewesen, so der 31-Jährige, der jetzt Gesamtdritter der Schweiz-Rundfahrt war, die er im Vorjahr gewonnen hatte.

T-Mobile-Teamarzt Dr.Heinrich sagte unterdessen dem Sportinformationsdienst, Ullrichs Vorbereitung sei bisher optimal gewesen. Der Formverlauf zeige weiter nach oben. Die Tour de Suisse sei Training gewesen und es sei für ihn, Heinrich, ein gutes Zeichen, dass sein Schützling, den er seit vielen Jahren begleitet, noch nicht in Topform war. Ullrich-Betreuer Rudy Pevenage sieht die Sache ähnlich. Ihn erinnere vieles an 1997 und 2003, so der Belgier.

Unterdessen soll bis Mittwoch, wenn T-Mobile seinen Tourkader offiziell in Bonn präsentiert, die endgültige Entscheidung fallen, ob Ullrich die Deutschen Straßenmeisterschaften in Mannheim am nächsten Sonntag (26.Juni) bestreitet. Der Kurs in der Kurpfalz ist sehr sprinterfreundlich und somit nichts für Ullrich. In seinem Umfeld hält man einen Start daher nicht für sinnvoll, sondern eher als Störung der Vorbereitung.



(www.radsportnews.com)

mfg Robert
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 23.06.2005 15:07 Reply with quoteBack to top

Quote:
Deutsche Zeitfahrmeisterschaften in Schweinfurt
Rich gegen die Uhr - und den Rest
Zeitfahr-DM 2005

SCHWEINFURT, 23.06.05 (rsn) - Titelverteidiger Michael Rich ist der große Favorit bei den Deutschen Zeitfahr-Meisterschaften am Freitag in Schweinfurt. Während Gerolsteiner die Fahrer an den Start schickt, die beim ProTour-Zeitfahren letzten Sonntag erfolgreich waren, glänzen die starken T-Mobile-Rouleurs wieder mit Abwesenheit. Der beste deutsche Zeitfahrer, Jan Ullrich, der nur einmal als Amateur (1995) zu Meisterehren kam, fehlt auch in Schweinfurt. Auf dem Weg zum vierten Titel nach 2000, 2003 und 2004 dürfte für Rich CSC-Profi Jens Voigt (Berlin) der Hauptgegner sein. Für beide Radprofis ist das Titelrennen auf einem Autobahn-Kurs acht Tage vor Beginn der Tour de France ein wichtiger Formtest. "Auf Autobahnen fahre ich eigentlich immer viel zu schnell...", sagt Rich augenzwinkernd.

Gerolsteiner hat mehrere Anwärter auf Podiums-Platzierungen,. Für die Mineralwasser- truppe treten neben dem dreifachen Zeitfahr- Vize-Weltmeister Rich auch der letztjährige DM-Zweite Sebastian Lang (Erfurt), der Berliner Rouleur- Routinier Uwe Peschel sowie die jungen Markus Fothen (Kaarst) und Sven Krauß (Herrenberg) in die Pedale der Zeitfahrmaschinen. Peschel war zuletzt 2002 deutscher Zeitfahr-Meister und gewann in dieser Disziplin 2003 Bronze bei der Weltmeisterschaft. Fothen siegte vor zwei Jahren bei der U23- WM im Kampf gegen die Uhr und überraschte zuletzt mit starken Leistungen beim Giro.

T-Mobile, das in den letzten Jahren merkwürdigerweise oftmals gar keinen Fahrer zu den nationalen Titelkämpfen schickte, kommt mit den "Alibi-Startern" (Deutsche Presseagentur) Olaf Pollack (Cottbus) und Marcus Burghardt (Chemnitz) nach Schweinfurt. Gefährlicher für Rich und Co. ist CSC-Profi Jens Voigt, letztes Jahr Dritter war bei der Zeitfahr-DM. Auch mit Voigts Erfurter Teamkollegen Christian Müller, der sich mit der U23-Europameisterschaft im Zeitfahren für einen Profivertrag empfahl, muss man rechnen. Insgesamt werden beim Elite-Rennen nach Angaben der Veranstalter 34 Starter auf die anspruchsvolle Strecke gehen. Top-Favorit Rich nimmt als letzter Teilnehmer das Rennen auf und könnte sich mit der Titelverteidigung zusätzlichen Rückenwind für die Frankreich-Rundfahrt holen. Die Tour beginnt am 2. Juli mit einem Zeitfahren.

Der Kurs in Schweinfurt ist anspruchsvoll. "Das wird den Fahrern einiges abverlangen", sagte BDR-Sportdirektor Burckhard Bremer nach einer Inspizierung der Strecke im Oberen Werntal auf der Autobahn A71. Die Fernstraße zwischen Schweinfurt in Bayern und der thüringischen Hauptstadt Erfurt, ein Verkehrsprojekt der deutschen Einheit, ist noch im Bau und soll erst Ende des Jahres eröffnet werden. Die Baustellen-Situation beeinträchtigt die Durchführung der Meisterschaften allerdings nicht. Die Strecke zwischen Schweinfurt und der Wendemarke bei Oerlenbach ist zehn Kilometer lang und muss mehrmals absolviert werden. Männer und U23 fahren 40km, die Frauen 30km.

Bei den Frauen strebt Judith Arndt aus Leipzig ebenfalls den dritten Titel in Serie an. Die Straßenweltmeisterin gewann die Zeitfahr-Meisterschaft seit 1998 bereits fünf Mal und ist auf der 30 Kilometer langen Strecke erste Sieganwärterin. Ebenfalls am Start sind Trixi Worrack (Cottbus), die sich Arndt im vergangenen Jahr nur knapp geschlagen geben musste, und die deutsche Triathlon- Meisterin Joelle Franzmann (Hochwald). Insgesamt werden mehr als 200 Sportler von der Startrampe rollen.

Startzeiten:
Elite Frauen 13.15 Uhr
U23 Männer: 14.50 Uhr
Elite Männer: 17 Uhr




(www.radsportnews.com)

Eins ist mal klar: Deutsche Zeitfahrmeisterschaften sind schon ne halbe Europameisterschaft. Denn mit Rich, Peschel, Ullrich und Klöden (letztere schonen sich aber beide für die Tour) ist Deutschland wohl das stärkte Zeitfahrland in Europa. Mal sehen, wer sich dieses Jahr zum König krönen darf.

mfg Robert
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 23.06.2005 15:11 Reply with quoteBack to top

Quote:
Organisatoren hoffen auf Zabel
Österreich-Rundfahrt als Tour-Alternative

AM KITZBÜHELER HORN

LINZ, 22.06.05 (rsn) - Die Organisatoren der Österreich- Rundfahrt haben keine Angst vor der übermächtigen Konkurrenz durch die Tour de France. Die diesjährige Rundfahrt durch die Alpenrepublik findet vom 4. bis 10.Juli parallel zur "Großen Schleife" statt. Im Windschatten der großen Tour soll ein kleines, aber feines Rennen sein Publikum finden - und das gerade auch mit Stars wie Erik Zabel, die sich ihren Frust über eine Nichtnominierung in Österreich aus den Beinen fahren sollen.

Bei der letzten Pressekonferenz vor der am 4.Juli in Linz beginnenden 57. Auflage der Österreich-Rundfahrt zeigte sich Renn-Direktor Franz Steinberger am Dienstag in der oberösterreichischen Landeshauptstadt zuversichtlich, dass man Zabel nach Österreich locken kann. Es werden "intensive" Gespräch geführt, heißt es. Der Berliner, für den diesmal klein Platz war im Ullrich-Team, dürfte wohl noch ein bißchen um seine Startprämie pokern. Doch die Österreicher, die sogleich eine kurzatmige Pressemitteilung rausschickten ("Kommt Zabel?"), als die Nachricht vom Tour-Aus des T-Mobile-Stars über die Ticker liefen, scheinen so scharf auf den Deutschen, dass das schnell geregelt werden dürfte. "Es sieht sehr gut aus, dass (Zabel) nach Österreich kommt. Ich würde die Wahrscheinlichkeit seines Starts mit 90 Prozent beziffern. Anfang nächster Woche (...) rechnen wir mit Zabels endgültiger Entscheidung", sagte Steinberger am Dienstag.

Das Starterfeld der Österreich-Rundfahrt kann sich aber auch ohne Zabel sehen lassen. Insgesamt zehn ProTour-Teams (Quick Step, CSC, Credit Agricole, Phonak, T-Mobile Team, Discovery Channel, Gerolsteiner, Rabobank, Lampre) sowie fünf Professional-Teams kommen nach Österreich. Im Peloton sind mit dem Giro-Zwölften Markus Fothen (Gerolsteiner) und dem Tour de Suisse-Etappensieger Linus Gerdemann (CSC) zwei der größten deutschen Talente dabei. Die österreichischen Fans setzten ihre Hoffnungen auf Bernhard Kohl von T-Mobile, Andreas Matzbacher (Lampre), Hans-Peter Obwaller und Gerhard Trampusch vom deutschen Continental-Team Akud. Der Start von Peter Luttenberger und Gerolsteiner-Sprinter Rene Haselbacher steht noch nicht fest.

Die Österreich-Rundfahrt beginnt am Montag, dem 4.Juli mit einem Teilstück zwischen Linz und Salzburg (186,5 km). Die Entscheidung fällt bei der Etappe durch die Lienzer Dolomiten (2.Etappe), beim Bergzeitfahren am Kitzbüheler Horn (4.) und bei der schweren 8.Etappe nach Graz. Die Rundfahrt endet am 10.Juli am Rathausplatz in Wien.

Die Etappen:
Montag, 4. Juli 1. Etappe Linz - Salzburg 186,5 km
Dienstag, 5. Juli 2. Etappe Salzburg - Nußdorf/Lienzer Dolomiten 175 km
Mittwoch, 6. Juli 3. Etappe Lienz - Kitzbühel 179 km
Donnerstag, 7. Juli 4. Etappe Kitzbühel - Kitzbüheler Horn (Bergzeitf.) 10 km
Freitag, 8. Juli 5. Etappe Haus im Ennstal - Graz 201,5 km
Samstag, 9. Juli 6. Etappe Graz - Podersdorf 207 km
Sonntag, 10. Juli 7. Etappe Wien, Ringstraße 130 km




(www.radsportnews.com)

Mal interessante News für die Österreicher hier! (Ich bin ja wohl hier nicht ganz allein. [Hoff ich mal happy ])
Zabel zur Österreichrundfahrt, etwas Besseres könnte uns für das Medieninteresse wohl gar nicht passieren.

mfg Robert
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 23.06.2005 15:15 Reply with quoteBack to top

Quote:
Tour-Aufgebot von Discovery Channel
Armstrong mit zwei Neuen

BERLIN, 23.06.05 (rsn) - Lance Armstrong, der bei der Tour de France (2.-24.Juli) seinen siebten Triumph in Folge anstrebt, geht mit zwei neuen Teamkollegen an den Start. Der italienische Giro-Sieger Paolo Savoldelli und der Ukrainer Yaroslav Popovych, selbst große Rundfahrer, werden auch seine stärksten Helfer sein.

Giro-Sieger Savoldelli und Popovyych, der 2003 beim Giro Dritter war und im letzten Monat die Katalonien-Rundfahrt gewann, ersetzen im Armstrong-Team den russischen Veteran Viatcheslav Ekimov und den zu Phonak gewechselten Floyd Landis. "Ich denke, wir gehen mit dem stärksten Team, das wir je hatten, zur Tour", kommentierte Armstrong die Vorstellung der Tour-Mannschaft von Discovery Channel. "Ich werde das am 24.Juli unterschreiben", sagte Sportdirektor Johan Bruyneel, "auf dem Papier ist das ein Super-Team." Der New Yorker George Hincapie ist in dem US-Team der einzige, der bei allen sechs Toursiegen von Armstrong dabei war.

Bruyneel bedauerte, dass Ekimov, der fünf Mal an Armstrongs Seite fuhr, diesmal fehlt. Der Russe, der in seiner langen Karriere 14 Mal (!) die Tour bestritt, war im April beim Training mit Armstrong schwer gestürzt und verletzte sich am Rücken. "Ich vermisse Eki sehr, aber ich werde das Rennen mit der Härte fahren, die er immer gezeigt hat. Ich bin motivierter denn je", sagte Armstrong. Erfahrung ist für Bruyneel eines der wichtigsten Auswahlkriterien. "Das war entscheidend. Alle ausgewählten sind in Form und bereit für die Tour. Die Auswahl war für mich nicht schwer. Die Gruppe, die die Dauphiné (Azevedo, Beltran, Hincapie, Noval, Popovych und Rubiera) bestritt, hat gezeigt, dass sie auf einem guten Niveau ist. Paolo (Savoldelli) und Pavel (Padrnos) haben einen guten Job beim Giro gemacht. Paolos (Tourstart) stand nie in Frage, erst recht nicht nach seinem Giro-Sieg. Er ist ein großer Fahrer. Für mich war dies diesmal eine leichte Auswahl", so Bruyneel.

Discovery Channel bei der Tour de France:
Lance Armstrong und George Hincapie (USA), José Azevedo (POR), Manuel Beltran, Benjamin Noval und Jose Luis Rubiera (ESP), Pavel Padrnos (TCH), Paolo Savoldelli (ITA), Yaroslav Popovych (UKR).



(www.radsportnews.com)

Ein perfektes Team also! Wenn Armstrong das ernst meint, dass er motivierter denn je ist (geht das überhaupt noch?), dann wird es wohl auch diesmal nichts für Jan mit dem Toursieg gegen seinen 'Erzfeind' zu werden. Mal sehen, wie's dann schlussendlich wirklich aussieht!

mfg Robert
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 25.06.2005 18:02 Reply with quoteBack to top

Quote:
Deutsche Zeitfahrmeisterschaften in Schweinfurt
Rich gewinnt Hitzeschlacht auf der Autobahn

REIHENFOLGE WIE 2004: RICH, LANG, VOIGT

Zeitfahr-DM 2005

Ergebnisse, Starter, Palmares

SCHWEINFURT, 24.06.05 (rsn) - Michael Rich (Gerolsteiner) hat zum fünften Mal insgesamt und zum dritten Mal hintereinander den Titel des Deutschen Zeitfahr-Meisters geholt. Der 35 Jahre alte Routinier aus Baden wurde seiner Favoritenstellung voll gerecht und fuhr am Freitag auf dem schnellen Kurs in Schweinfurt die Bestzeit. Der dreifache Vize-Weltmeister verwies nach 40km seinen Erfurter Teamkollegen Sebastian Lang (+1:02 Min.) und den Berliner Jens Voigt (CSC/1:15 Min) auf die Plätze. Bei drückenden Temperaturen empfahl sich Rich auf einem noch nicht fertig gestellten Autobahn-Abschnitt für das Auftakt-Zeitfahren der Tour de France über 19 Kilometer am 2. Juli in Fromentine.

"Die Hitze liegt mir - 32 Grad stören mich nicht. Dieser Sieg motiviert mich für die Tour, und ich hoffe, dass ich die Form, die ich jetzt schon eine Weile habe, noch vier Wochen konservieren kann. Ich hätte nichts dagegen, dass ich am ersten Tag das Gelbe Trikot trage und Jan Ullrich am letzten", sagte Rich, der einen Schnitt von 50,88 km/h fuhr. Keiner der 26 Konkurrenten hatte am Freitag gegen den Rouleur auf der fast völlig ebenen Strecke eine Chance. "Für mich war der tellerflache Kurs ideal", meinte Rich, der eine Übersetzung von 55x11 trat.

Das Podium von Schweinfurt war identisch mit dem der DM 2004 in Herrenberg. Sebastian Lang, fast auf den Tag genau zehn Jahre jünger als Rich, machte wie letztes Jahr einen Doppelsieg seiner Gerolsteiner-Mannschaft perfekt. "Ich wiege jetzt bereits so wenig wie im vergangenen Jahr nach der Tour. Deshalb fehlte mir in der Ebene ein wenig der Druck", meinte der Erfurter, der bereits zum dritten Mal bei Zeitfahrmeisterschaften auf dem Podium stand.

Rich war zur Hälfte der Distanz zu dem vor ihm gestarteten Lang aufgefahren. "Er hat sich quasi an Michel (Rich) festgebissen und ist ihm mit dem (vom Reglement) verlangten Abstand gefolgt", freute sich Gerolsteiner-Teamchef Holczer über den erneuten Doppelsieg. Jens Voigt, der auch letztes Jahr Bronze holte, war dagegen nach dem erneuten dritten Platz nicht zufrieden. "Ich wollte unbedingt einmal den Titel gewinnen, es hat wieder nicht gereicht, aber ich werde nicht aufgegeben und es immer wieder versuchen", sagte der Berliner.


T-Mobile war in Schweinfurt zwar mit einem großen Begleitwagen-Tross vertreten, schickte aber nur einen Starter auf die Rampe, was immerhin schon ein Fortschritt war, denn in den letzten Jahren glänzte die Magentatruppe oft ganz mit Abwesenheit. T-Mobile-Youngster Marcus Burkhardt aus Chemnitz wurde mit 4:20 Minuten Rückstand Dreizehnter. Die starken Zeitfahrer Ullrich und Andreas Klöden ließen sich in ihrer Tour-Vorbereitung in der Schweiz nicht stören und traten in Schweinfurt nicht an.


Beim Nachwuchs (U23) ging der Titel an Paul Martens vom Berliner KED Bianchi-Team. Für die 30 Kilometer benötigte der 21-jährige Nationalfahrer 37:56 Minuten und feierte mit dem DM-Titel seinen bislang größten Erfolg. "Oft bin ich selbst mein größter Gegner. Doch heute habe ich alles richtig gemacht", sagte der neue Meister. Die Bestzeit fuhr allerdings eigentlich Robert Wagner (TEAG Team Köstritzer), der am besten mit dem schnellen Belag zurecht kam und nur 37:34 Minuten benötigte. Wegen unerlaubtem Fahrbahnwechsels wurde der Geraer aber mit einer 30 Sekunden-Zeitstrafe belegt, die ihn den Sieg kostete. Dritter wurde der Junioren-WM-Dritte Stefan Schäfer (Team POT Cottbus).

Straßen-Weltmeisterin Judith Arndt aus Leipzig holte sich im Frauenrennen ihren dritten DM-Titel in Folge. Die Fahrerin aus dem "Nürnberger"-Team bewältigte die 30km-Distanz in der Zeit von 40:09 Minuten. "Das war mein schwerst erkämpfter Sieg", meinte die 29-Jährige im Hinblick auf die brütende Hitze von über 35 Grad und die starke Konkurrenz: Arndts Teamkollegin Trixi Worrack war nur drei Sekunden lansgamer. Bronze ging an Madeleine Sandig (Team Euregio Egrensis/1:23 Minuten zurück).



(www.radsportnews.com)

55 x 11. Ne interessante Übersetzung! ja Leider weiß jetzt nur ein echt Radsportverrückter, was eine selche Gangwahl bedeutet. happy

mfg Robert
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 26.06.2005 17:04 Reply with quoteBack to top

Quote:
Deutsche Meisterschaften in Mannheim
19-jähriger Amateur beendet Magenta-Serie
MANNHEIM, 26.06.05 (rsn) - Die deutschen Straßenmeisterschaften endeten am Sonntag in Mannheim nach 204 Kilometern mit einer Sensation. Der 19-jährige Gerald Ciolek aus Pullheim holte sich den Titel im Massensprint vor den derzeit besten deutschen Sprintern Robert Förster (Gerolsteiner) und Erik Zabel (T-Mobile). Der Nachwuchsfahrer beendete damit die zwölfjährige Siegesserie des Magenta-Teams, das seit 1993 immer den Meister gestellt hatte


(www.radsportnews.com)

Wahnsinnssprint. Wie dieser 19-jährige Förster und Zabel da hat stehen lassen war einfach nur sensationell! Gratulation!!!

mfg Robert

PS: Österreichischer Staatsmeister wurde übrigens Saeco Profi Gerrit Glomser.
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 27.06.2005 18:38 Reply with quoteBack to top

Quote:
Interview mit AKUD-Teammanager Schweda
"ProTour käme für Ciolek noch viel zu früh"

AKUD-Teamkollegen freuen sich über Cioleks sensationellen DM-Triumph

MANNHEIM/OSLO, 27.06.05 (rsn) - Raphael Schweda, der 29 Jahre alte Ex-Profi und Teammanager des Rennstalls "AKUD- Arnolds Sicherheit" schlummerte am Sonntagnachmittag in einem Hotel in Norwegen und erholte sich von den Strapazen des 500km-Radmarathons Trondheim-Oslo, als plötzlich sein Handy nicht mehr aufhörte zu klingeln. "Ich befürchtete schon, es wäre was schlimmes passiert. Dann dachte ich, die wollten mich veralbern. Unser Ciolek Deutscher Meister! Wahnsinn!", lacht Schweda am Tag danach. Im Interview mit RADSPORT-NEWS.COM spricht Schweda über das Talent des 18 Jahre alten Sensations-Meisters, über die Bedeutung des Siegs für sein Team und über das "freundliche" Angebot Erik Zabels, Ciolek unter seine Fittiche zu nehmen.

RADSPORT-NEWS.COM: Raphael, im Winter hatten wir eine Story mit der Überschrift: "Akud kommt nicht recht voran". Wir müssen uns entschuldigen...

Schweda: (Lacht) Ich erinnere mich. Naja, Entschuldigung angenommen.

RADSPORT-NEWS.COM: Wie haben Sie denn den Sensationssieg erlebt?

Schweda: Ich fuhr den 500km- Radmarathon Trondheim-Oslo und nach 18 Stunden im Sattel lag ich im Hotelzimmer halb im Delirium, als plötzlich mein Handy anfängt, wie verrückt zu klingeln. Ich befürchtete schon, es wäre was schlimmes passiert. Dann dachte ich, die wollten mich veralbern. Unser Ciolek Deutscher Meister! Wahnsinn! Da war ich natürlich im Nu hellwach. Wir haben auch hier in Norwegen gefeiert. Wir wussten, dass Gerald ein großes Sprinter-Talent ist. Aber dass er Meister wird! 13 Jahre hat Telekom gewonnen und da ist ja auch noch Gerolsteiner. Und jetzt gewinnt unser Ciolek! Unglaublich...

RADSPORT-NEWS.COM: Wie kommt es, dass ein 18-Jähriger schon bei den Profis fährt?

Schweda: Ciolek kam im Winter vom SC Pulheim zu uns, nachdem Hennes Roth (der bekannte Radsport- Fotograf kennt die Familie Ciolek und kommt ebenfalls aus Köln- Pulheim, die Red.) ihn uns wärmstens empfohlen hat und den Kontakt hergestellt hat. Gerald fuhr zunächst in unserem U23-Bundesliga-Team. Dort hat er auf Anhieb überzeugt. Er gewann u.a. Köln-Schuld-Frechen. Als dann Linus (Gerdemann) im Mai zu CSC gewechselt ist, wurde in unserem Continental Team ein Platz frei. Wir dachten, ein weiterer starker Nachwuchsfahrer wäre genau richtig. Und jetzt ist er Deutscher Meister...

RADSPORT-NEWS.COM: Hennes Roth sagte, Sie hätten vor wenigen Wochen schon geschwärmt vom Talent Cioleks.

Schweda: Ja, dass er Riesentalent hat, wussten wir. Siege sind da nur eine Frage der Zeit. Erzwingen kann man da nichts. Manche Talente brauchen zwei, drei Jahre, um sich zu entwickeln. Andere schlagen sofort ein. Ein Zufall war sein Sieg von Mannheim nicht. Der wird seinen Weg machen. Es ist wichtig, dass man seine Entwicklung jetzt behutsam weiter fördert.

RADSPORT-NEWS.COM: Erik Zabel hat sich ja schon bereit erklärt, Ciolek unter seine Fittiche zu nehmen und ein ProTour-Team zu suchen...

Schweda: Erik Zabel ist ein guter Rennfahrer, aber ob er mit seiner Persönlichkeitsstuktur der richtige ist, Nachwuchsfahrer zu fördern, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Wenn Ciolek jetzt zu T-Mobile ginge, wäre das für ihn aus meiner Sicht nicht die optimale Lösung. Die hatten dort ja schließlich schon viele Talente wie zuletzt Schumacher oder Kopp, aus denen erst etwas wurde, nachdem sie wechselten. Für Gerald ist es jetzt wichtig, den Sieg erst einmal setzen zu lassen. Durchatmen. Der Junge ist gerade erst 18! Er hat alle Zeit der Welt. Das wird ein Riesen-Sprinter, aber man darf ihn nicht verheizen. ProTour käme für ihn noch viel zu früh. Ich glaube, ein paar Jahre bei einem kleineren Team wären genau das richtige für ihn. Gerald ist aber auch keiner, der abhebt. Er macht zum Beispiel neben dem Radsport eine Lehre, eine große Doppelbelastung. Das spricht für sich.

RADSPORT-NEWS.COM: Können Sie Ciolek halten für nächstes Jahr?

Schweda: Wir haben die realistische Chance, nächstes Jahr eine Stufe höher zu gehen, eine Professional-Lizenz zu lösen. Wenn das klappt, werden wir auf alle Fälle versuchen, Gerald zu halten. Ich glaube das wäre für ihn und für uns optimal. er hätte sein vertrautes Umfeld, in dem er sich geborgen fühlt und sich in Ruhe und ohne Druck weiterentwickeln kann, wir hätten mehr Medienaufmerksamkeit.

RADSPORT-NEWS.COM: Was bedeutet die Meisterschaft für Ihr Team?

Schweda: Für uns ist es natürlich etwas einfacher geworden, potenziellen Sponsoren zu vermitteln, was wir machen. Nachdem Linus von Akud aus den Sprung ganz nach vorne geschafft hat, haben wir mit Gerald Ciolek ein zweites Super-Talent in unseren Reihen. Damit weckt man Vertrauen. Dass wir erfolgreiche Nachwuchsarbeit machen, kommt im übrigen nicht von ungefähr. Wir haben das jüngste Führungsteam. Unser Sportlicher Leiter Jochen Han ist mit 42 Jahren der älteste. Unser Hauptsponsor ist Anfang 30, (PR-Mann) Marcel Wüst ist 37, ich bin 29. Wir sind offener für neue Wege.

RADSPORT-NEWS.COM: Raphael, vielen Dank für das Gespräch.



mfg Robert
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 29.06.2005 19:42 Reply with quoteBack to top

Quote:
Tour de France
Armstrong - Mythos und Control Freak

Image

BERLIN, 29.06.05 (rsn) - Lance Armstrong wird endgültig zu einer Legende werden bei dieser Tour de France. Er wird sie zum siebten Mal gewinnen, und was diese Prognose so sicher macht, ist nicht die Tatsache, dass Jan Ullrich im Formvergleich bei der Tour de Suisse einen schwächeren Eindruck hinterließ als Armstrong bei der Dauphine Libere und dass es den anderen Herausforderern, allen voran Ivan Basso, nicht zuzutrauen ist, Armstrong anzugreifen, weil ihnen der Mumm fehlt. Diese Prognose gewinnt ihre Sicherheit schlicht aus der Tatsache heraus, dass der Texaner, der nichts so sehr verabscheut wie die Niederlage, überhaupt antritt. Während alle anderen Großen, Anquetil, Merckx, Hinault, Indurain, ihre Karriere mit einer Niederlage beendeten, dürfen wir davon ausgehen, dass Armstrong das nicht zulassen wird. Er ist ein control freak, natürlich auch in dieser Angelegenheit.

Es ist die Willenskraft, die ihn so faszinierend macht, die zuerst in der Überwindung seiner Krebserkrankung in den Neunzigern manifest wurde. Heute dokumentiert sie sein entschlossener Blick, wenn er die Berge erklimmt. Ein Augenpaar, das Gier und Besessenheit ausstrahlt. Etwas überspitzt könnte man formulieren: zumindest im Wettkampf hinterlässt Armstrong den Eindruck, als würde er seine unbändige Kraft aus dem Hass auf seine Gegner ziehen. Im Jahre 2003, als ihn eine Koalition aus Ullrich, Vinokourov, Beloki und Mayo zum einzigen Mal an den Rand einer Niederlage brachte, empfand er das als Demütigung, als Majestätsbeleidigung. Dass er Ullrich in den Pyrenäen mit dem Blick eines von Hass Besessenen niederrang, nachdem dieser nach seinem Sturz auf ihn gewartet hatte, war das erste Indiz dafür.

Sein Verhalten im Jahr 2004 war der Beweis: Armstrong gönnte seinen Gegnern (ausgenommen natürlich sein Freund Basso) keinen Blumentopf und als er Ullrich und Klöden ein ums andere Mal auf der Ziellinie besiegte, waren seine Gefühlsausbrüche voller Aggression.

Ullrich ist sein einziger Gegner gewesen in all den Jahren und meist entschied Armstrong das Duell recht deutlich für sich. Immerhin hat der „sanfte Riese“, der sich in seinen Charaktereigenschaften so deutlich von Armstrong unterscheidet, dem der Ehrgeiz fast und die Besessenheit völlig zu fehlen scheint, attackiert. Erst Ullrich bot Armstrong die Fläche, auf die er seine Stärke projizieren konnte. Hätte es den Merdinger nicht gegeben, Armstrong hätte sieben weitgehend glanzlose Toursiege gefeiert. Die mythische Dimension hat seiner Karriere erst dieses Duell verliehen – und daran ändert die Tatsache nichts, dass es in der Regel sehr einseitig verlaufen ist.

Von den Toten auferstanden kehrte Armstrong 1998 ins Peloton zurück, voller Sympathien empfangen von Kollegen und Fans. Die Sympathie verwandelte sich in Respekt, spätestens als er 2001 Schwäche vorgaukelte und Ullrich dann mit einem abwertenden Lächeln demütigte, als er an ihm vorbeifuhr. Die Sympathien sind in Europa längst aufgebraucht, seit bekannt ist, wie Armstrong Doping-Verdächtigungen gegen ihn verfolgt und unterdrückt. So charmant er sich auch in den letzten Jahren vor allem in Frankreich zu präsentieren versucht, seine Sympathiewerte sind dadurch nicht gestiegen. Wenn er in die Herzen der Fans wollte, müsste er sie brechen – und was ihm dafür fehlen wird, wenn er in Ruhestand geht, ist eine große Niederlage. Doch Armstrong ist der Mythos wichtiger als die Sympathie: Er kann als der einzige Fahrer in die Geschichte der Tour eingehen, der seine große Karriere mit einem Sieg beendet. Er wird in die Geschichte der Tour eingehen als ein von Willenskraft besessener Pedaleur, der seine Gegner nicht nur besiegen wollte, sondern demütigen.



(www.radsportnews.com)

Genau mein Wort! Der Mann weiß, was sich gehört! wink

Geb ja zu, ich bin nicht ganz unparteiisch, aber hoffe doch stark das dieser Artikel hier Recht behält. Auch wenn seine Gegner dieses Jahr nicht so schwach sind wie hier vorgegaukelt wird hoffe ich, dass er auch noch bei seinem Abschied vom Profirennsport 'die Maschine' herauslassen wird. Und ich glaube auch fest, dass er es noch kann. Würde er nicht an sich selbst glauben, würde er nicht antreten. Verlieren? Was ist das überhaupt? Denn eins ist ganz gewiss: Lance hasst es zu verlieren!!!

mfg Robert

_________________

Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)

London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln)
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 29.06.2005 19:49 Reply with quoteBack to top

Hier auch noch ein Interview mit Tourchef LeBlanc über den Mythos Armstrong:

Quote:
Interview mit Tour-Direktor Leblanc
"Hat Armstrong noch diesen eisernen Willen?"

PARIS, 28.06.05 (rsn) - Jean-Marie Leblanc, 60, wird bei der am Samstag beginnenden Tour de France zum 17.Mal an der Spitze der Organisation stehen, bevor er dann das Amt an seinen designierten Nachfolger Christian Prudhomme ganz übergibt. Vor der 92. Ausgabe der "Grande boucle" sprach Leblanc über seine Erwartungen, darüber was Armstrong der Tour gegeben hat und warum er Vinokourov besonders schätzt.

Monsieur Leblanc, auf welchem Feld haben Sie in diesem Jahr besonders Verbesserungen angestrebt?

Leblanc: Wir haben vor allem versucht, die Abreise der Rennfahrer in die Hotels nach den Etappenankünften zu verbessern. Wegen dieses gigantisme der Tour, dem großen Strom der Zuschauer, war das nicht immer so gut, wie es hätte sein sollen. Es ist nicht mehr akzeptabel, dass die Fahrer in den Bussen im Stau stehen und nicht durch die Massen kommen. Wir haben mit der Garde républicain Pläne ausgearbeitet, damit das besser funktioniert und auch alle Teilnehmer gleichbehandelt werden. Wenn ein Rennfahrer per Helikopter ausgeflogen wird, dann ist das nie ein Gefallen der Organisatoren. Es ist nur deshalb, weil der Rennfahrer, egal ob großer oder kleiner Fahrer, durch Dopingkontrolle oder protokolarischen Verpflichtungen oder Interviews verspätet wurde.

Sicherheit bleibt eine Priorität?

Leblanc: Der Sicherheit gilt immer unsere erste Sorge. Aber ich glaube, wir haben ein Maximum dessen erreicht, was man tun kann, um die Fahrer und Zuschauer, den sportlichen Verlauf und die Werbekarawane zu beschützen.

Wird Armstrong wieder einen besonderen Schutz genießen?

Lablanc: Er wird nun im vierten Jahr einen diskreten, täglichen Schutz von zwei Polizeibeamten bekommen, die bei ihm sind auf dem Weg von Zielankunft zum Hotel, vom Hotel zum Start. (Armstrong) war damit sehr zufrieden in den letzten Jahren und er hat sich gewünscht, dass wir das wieder so machen. Wir haben mit dem Innen-Ministerium gesprochen, das dies wieder so handhabt. Allerdings glaube ich, dass die amerikanisch-französischen Spannungen und damit auch die Anti-Armstrong-Stimmung abgenommen haben. Armstrong selbst sagte mir das bei der Dauphine. Ich habe das erwartet. Das liegt auch daran, dass er am Ende seiner Karriere ist, dass er älter geworden ist und auch Konkurrenz hat. Damit steigt automatisch auch die Gunst der Publikums.

Was hat Armstrong der Tour gegeben?

Leblanc: Er hat bei der Tour ein neues Niveau eingeführt, was die Professionalität angeht, die Erkundung der Strecken, die Wahl des Materials, die Mannschaftsdisziplin. Alles zusammen genommen kannte man dieses Niveau vor ihm und seiner Mannschaft nicht.

Und was steht auf der Soll-Seite?

Leblanc: Die Serie der sechs Siege, auch wenn das nicht seine Schuld ist, dass seine Herausforderer manchmal schwache Leistungen zeigten. Und die fehlende Balance der Radsport-Saison. Er hat die Tour de France sogar noch bedeutender gemacht und damit ipso facto die anderen Rennen weniger bedeutend. Er ist in Amerika verwurzelt und es war schwer für ihn, neun Monate in Europa zu verbringen. Er hat seine Arbeit rigoros gemacht, so wurde er zum Rekordler. Ich verstehe, dass das damit immer schwerer wird (eine ganze Saison voll zu fahren, die Red.). Aber die Tatsache bleibt, dass es eine aus dem Gleichgewicht gebrachte Radsportsaison ist und nicht das ganze Panorama des Radsports abbildet.

Was erwarten Sie von Armstrong bei der kommenden Tour?

Leblanc: Ich bin überzeugt, dass er physisch auf Topniveau sein wird. Dafür ist er zu stolz, zu professionell. Offen ist, was sich in seinem Kopf abspielt. Hat er noch die große Motivation, diesen eisernen Willen, den man braucht, um Schwächen, Hitze, Magenprobleme oder eine Allianz der Gegner zu überwinden? Oder gibt er in seiner Situation vielleicht einen Tick früher nach?

Und was ist mit den Gegnern?

Leblanc: Die Gegnerschaft erscheint mir stärker (plus riche) als in den vergangenen Jahren. Ich sehe da vor allem die Koalition von T-Mobile. Es fährt nicht Armstrong gegen Ullrich, sondern gegen ein Trio, zu dem Klöden und Vinokourov gehören. Dass Vinokourov wieder dabei ist, erscheint mir sehr bedeutsam. Er ist ein kompletter Fahrer, offensiv, ein feiner Taktiker. Dann ist da das Tandem Botero/Landis (bei Phonak, die Red.), zwei Fahrer, die nichts zu verlieren haben, wenn sie ihre Karten ausspielen. Basso ist ein interessanter Fahrer. Schade nur, dass Cunego nicht da ist, ich hätte ihn gerne erlebt in diesem Kontext.



(www.radsportnews.com)

mfg Robert

_________________

Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)

London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln)
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 30.06.2005 17:36 Reply with quoteBack to top

Quote:
Tour de France
Botero: "Das Podium mein Ziel"

CHALLANS, 30.06.05 (rsn) - Santiago Botero, einziger Kolumbianer bei der diesjährigen Tour de France, will nach zwei schwarzen Jahren bei T-Mobile im Phonak-Trikot wieder an seine besten Tage anknüpfen, als er bester Kletterer war (2000) und Gesamtvierter (2002) wurde. Bei seiner sechsten Tour-Teilnahme will der 32-Jährige, der in dieser Saison Tour de Romandie gewann und zuletzt Zweiter war in der Dauphiné, aufs Podium.

Träumen Sie davon, das Gelbe Trikot nach der ersten Etappe am Samstag zu tragen?

Botero: Ich träume ein bißchen. Aber es sind ja die besten Zeitfahr-Spezialisten hier, Armstrong, Ullrich, Rogers, Cancellara... Da zu gewinnen, wird sehr schwer. Aber es stimmt, der Kurs liegt mir sehr gut.

Wie sehen Sie den Start der Tour?

Botero: Die ersten Etappen werden diesmal ruhiger, denke ich. Normalerweise kämpfen die Sprinter ums Gelbe Trikot. Das Klassement wird jetzt nach dem längeren Zeitfahren (statt einem kurzen Prolog, die Red.) schon weiter auseinander sein. Damit gibt es weniger Stress und weniger Druck.

Was erhoffen Sie sich bei dieser Tour?

Botero: Mein Ziel ist es, eine Etappe zu gewinnen und besonders, aufs Podium zu kommen. Das wäre ein unglaubliche Erfahrung. Die letzten zwei Jahre (bei Telekom/T-Mobile) hate ich viele gesundheitliche Probleme. Das hat sich dann auch aufs Training ausgewirkt. Aber umgekehrt, wenn ich 100 Prozent fit bin, wirkt sich das auch positiv auf die Psyche aus. Ich bin heute 100 Prozent motiviert.


(www.radsportnews.com)

Mal sehen, ob Botero dieses ehrgeizige Ziel erreichen kann!

mfg Robert

_________________

Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)

London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln)
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 01.07.2005 21:11 Reply with quoteBack to top

Quote:
92.Tour de France
Favoriten schon beim Auftakt unter Zugzwang

CHALLANS, 01.07.05 (rsn) - Gleich zum Auftakt der 92. Tour de France müssen die Favoriten Farbe bekennen. Weil die Organisatoren diesmal auf einen kurzen Prolog verzichteten und ein ausgewachsenes erstes Kapitel an den Anfang stellten, geht es bereits um viel. Dem Einzelzeitfahren auf der windanfälligen 19 Kilometer langen Strecke in der Vendée zwischen Fromentine und der Urlaubsinsel Ile de Noirmoutier misst die deutsche Tour-Hoffnung Jan Ullrich einige Bedeutung zu: "Ich spekuliere zwar nicht auf das Gelbe Trikot, werde aber voll fahren. Wir wollen zeigen, dass wir gut drauf sind und nicht schon immer vor den Bergen etwas verlieren", sagte der T-Mobile-Star, der sich bei einem Sturz im Training am Freitag Schnittverletzungen am zuzog.

Die Favoriten müssen am Samstag aufpassen, nicht schon auf den ersten von insgesamt 3607 Kilometern vorentscheidend in Rückstand zu geraten. Nicht nur deshalb werden sich die Klassementfahrer mächtig ins Zeug legen. Schließlich gibt es bis zum Finale auf den Champs-Elysées am 24. Juli nur noch eine weitere Gelegenheit, im einsamen Kampf gegen die Uhr Boden gutzumachen: beim schweren Einzelzeitfahren am vorletzten Tour-Tag in Saint-Etienne, wo Ullrich 1996 mit seinem ersten Etappensieg die Fachwelt verblüffte. Weniger Zeitfahrkilometer als in diesem Jahr (insgesamt 75) gab es seit 1974 (57) nicht mehr.

Eine solche Tour-Planung ist nicht im Sinne von Lance Armstrong: Schließlich ist der Wettstreit contre la montre eine Domäne des sechsmaligen Gesamtsiegers aus den USA: Seitdem er 1999 erstmals die Tour dominierte, ließ er die Konkurrenz bei zwei Prologen, zwei Mannschafts- und sieben Einzelzeitfahren hinter sich. Armstrongs Respekt vor der Strecke am Samstag ist genauso groß wie der von Ullrich: «Es gibt eine lange Brücke, viel Wind und fünf Kreisverkehre - das fühlt sich viel länger als 19 Kilometer an.»

Solche Aufgaben sind ganz nach dem Gusto von Michael Rich. Nach der Inspektion der Strecke am Freitag gab sich der deutsche Zeitfahrmeister vom Team Gerolsteiner zuversichtlich. "Diese Strecke liegt mir, da geht viel mit Kraft." Auf seiner voraussichtlich letzten Tour will der 35-Jährige, immerhin drei Mal Zweiter bei Zeitfahr-Weltmeisterschaften, für einen Paukenschlag sorgen: "Ich hätte nichts dagegen, wenn ich am ersten Tag das Gelbe Trikot trage und Jan Ullrich am letzten", hatte der Badener schon nach dem Gewinn seines dritten DM-Titels in seiner Lieblingsdisziplin gesagt.

Bei vielen Fahrern hält sich die Vorfreude in Grenzen - vor allem bei denjenigen, die bereits 1999 dabei waren. Damals führte die zweite Etappe von der Insel Noirmoutier über die «Passage du Gois», die nur bei Ebbe befahrbar ist. Diese mutige Entscheidung der Tour-Planer ging auf Kosten der Fahrer: Auf dem glitschigen Belag gab es einen Massensturz, in den auch Mitfavorit Alex Zülle verwickelt war. Er verlor rund sechs Minuten. Ein ähnliches Horror-Szenario bleibt den Feld diesmal erspart: Diesmal nehmen sie den Weg über die lange Seebrücke.

Diese 35 Meter hohe Brücke ist der höchste Punkte des Kurses, den man aber dennoch nicht als leicht bezeichnen kann. "Das wird ein hartes Rennen, das sich mehr als 19km anfühlen wird. Der Wind spielt eine große Rolle und man muss beginnen, als ob es 25 oder 30 Kilometer seien", sagte Armstrong, der natürlich zu den Favoriten zählt. "Es wird schon einige Zeitabstände geben", meint Ullrich, der im vorigen Jahr beim 6,1km langen Prolog in Lüttich 15 Sekunden auf seinen ewigen Rivalen verlor.

Zum Favoritenkreis gehören neben Armstrong und Ullrich weiterhin Zeitfahr-Weltmeister Michael Rogers, der im kommenden Jahr bei T-Mobile fährt, und dessen australischer Landsmannn Bradley McGee, der den Tourprolog 2003 in Paris gewann. Der Schweizer Fabian Cancellara, letzte Saison in Lüttich Sieger mit zwei Sekunden Vorsprung auf Armstrong, macht sich ebenso Hoffnungen wie der wiedererstarkte frühere Zeitfahr-Weltmeister Santiago Botero aus Kolumbien.

Die letzten Sieger der Auftaktzeitfahren:


1999: Armstrong (USA), Puy-du-Fou (6,8 km)
2000: Millar (GBR), Futuroscope (16,5 km)
2001: Moreau (FRA), Dünkirchen (8,2 km)
2002: Armstrong (USA), Luxemburg (7 km)
2003: McGee (AUS), Paris (6,5 km)
2004: Cancellara (SUI), Lüttich (6,1 km)


(www.radsportnews.com)

mfg Robert

_________________

Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)

London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln)
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 01.07.2005 21:12 Reply with quoteBack to top

Quote:
92.Tour de France
Favoriten schon beim Auftakt unter Zugzwang

CHALLANS, 01.07.05 (rsn) - Gleich zum Auftakt der 92. Tour de France müssen die Favoriten Farbe bekennen. Weil die Organisatoren diesmal auf einen kurzen Prolog verzichteten und ein ausgewachsenes erstes Kapitel an den Anfang stellten, geht es bereits um viel. Dem Einzelzeitfahren auf der windanfälligen 19 Kilometer langen Strecke in der Vendée zwischen Fromentine und der Urlaubsinsel Ile de Noirmoutier misst die deutsche Tour-Hoffnung Jan Ullrich einige Bedeutung zu: "Ich spekuliere zwar nicht auf das Gelbe Trikot, werde aber voll fahren. Wir wollen zeigen, dass wir gut drauf sind und nicht schon immer vor den Bergen etwas verlieren", sagte der T-Mobile-Star, der sich bei einem Sturz im Training am Freitag Schnittverletzungen am zuzog.

Die Favoriten müssen am Samstag aufpassen, nicht schon auf den ersten von insgesamt 3607 Kilometern vorentscheidend in Rückstand zu geraten. Nicht nur deshalb werden sich die Klassementfahrer mächtig ins Zeug legen. Schließlich gibt es bis zum Finale auf den Champs-Elysées am 24. Juli nur noch eine weitere Gelegenheit, im einsamen Kampf gegen die Uhr Boden gutzumachen: beim schweren Einzelzeitfahren am vorletzten Tour-Tag in Saint-Etienne, wo Ullrich 1996 mit seinem ersten Etappensieg die Fachwelt verblüffte. Weniger Zeitfahrkilometer als in diesem Jahr (insgesamt 75) gab es seit 1974 (57) nicht mehr.

Eine solche Tour-Planung ist nicht im Sinne von Lance Armstrong: Schließlich ist der Wettstreit contre la montre eine Domäne des sechsmaligen Gesamtsiegers aus den USA: Seitdem er 1999 erstmals die Tour dominierte, ließ er die Konkurrenz bei zwei Prologen, zwei Mannschafts- und sieben Einzelzeitfahren hinter sich. Armstrongs Respekt vor der Strecke am Samstag ist genauso groß wie der von Ullrich: «Es gibt eine lange Brücke, viel Wind und fünf Kreisverkehre - das fühlt sich viel länger als 19 Kilometer an.»

Solche Aufgaben sind ganz nach dem Gusto von Michael Rich. Nach der Inspektion der Strecke am Freitag gab sich der deutsche Zeitfahrmeister vom Team Gerolsteiner zuversichtlich. "Diese Strecke liegt mir, da geht viel mit Kraft." Auf seiner voraussichtlich letzten Tour will der 35-Jährige, immerhin drei Mal Zweiter bei Zeitfahr-Weltmeisterschaften, für einen Paukenschlag sorgen: "Ich hätte nichts dagegen, wenn ich am ersten Tag das Gelbe Trikot trage und Jan Ullrich am letzten", hatte der Badener schon nach dem Gewinn seines dritten DM-Titels in seiner Lieblingsdisziplin gesagt.

Bei vielen Fahrern hält sich die Vorfreude in Grenzen - vor allem bei denjenigen, die bereits 1999 dabei waren. Damals führte die zweite Etappe von der Insel Noirmoutier über die «Passage du Gois», die nur bei Ebbe befahrbar ist. Diese mutige Entscheidung der Tour-Planer ging auf Kosten der Fahrer: Auf dem glitschigen Belag gab es einen Massensturz, in den auch Mitfavorit Alex Zülle verwickelt war. Er verlor rund sechs Minuten. Ein ähnliches Horror-Szenario bleibt den Feld diesmal erspart: Diesmal nehmen sie den Weg über die lange Seebrücke.

Diese 35 Meter hohe Brücke ist der höchste Punkte des Kurses, den man aber dennoch nicht als leicht bezeichnen kann. "Das wird ein hartes Rennen, das sich mehr als 19km anfühlen wird. Der Wind spielt eine große Rolle und man muss beginnen, als ob es 25 oder 30 Kilometer seien", sagte Armstrong, der natürlich zu den Favoriten zählt. "Es wird schon einige Zeitabstände geben", meint Ullrich, der im vorigen Jahr beim 6,1km langen Prolog in Lüttich 15 Sekunden auf seinen ewigen Rivalen verlor.

Zum Favoritenkreis gehören neben Armstrong und Ullrich weiterhin Zeitfahr-Weltmeister Michael Rogers, der im kommenden Jahr bei T-Mobile fährt, und dessen australischer Landsmannn Bradley McGee, der den Tourprolog 2003 in Paris gewann. Der Schweizer Fabian Cancellara, letzte Saison in Lüttich Sieger mit zwei Sekunden Vorsprung auf Armstrong, macht sich ebenso Hoffnungen wie der wiedererstarkte frühere Zeitfahr-Weltmeister Santiago Botero aus Kolumbien.

Die letzten Sieger der Auftaktzeitfahren:


1999: Armstrong (USA), Puy-du-Fou (6,8 km)
2000: Millar (GBR), Futuroscope (16,5 km)
2001: Moreau (FRA), Dünkirchen (8,2 km)
2002: Armstrong (USA), Luxemburg (7 km)
2003: McGee (AUS), Paris (6,5 km)
2004: Cancellara (SUI), Lüttich (6,1 km)


(www.radsportnews.com)

Nicht vergessen: Morgen Auftakt zur Tour ab 16:45 im ARD sowie auf Eurosport! Natürlich LIVE!!!

mfg Robert

_________________

Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)

London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln)
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 01.07.2005 21:17 Reply with quoteBack to top

Quote:
Interview mit Jan Ullrich
"Armstrong der große Favorit"

CHALLANS, 30.06./01.07.05 (rsn) - Für Jan Ullrich heißt der Favorit der 92.Tour de France Lance Armstrong. "Natürlich ist er der Mann, den es zu schlagen gilt. Klar, ist es für ihn eine zusätzliche Motivation, dass es seine letzte Tour ist", sagte der deutsche T-Mobile-Star bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Challans, bei der seine ebenfalls eingeladenenen Teamkollegen Andreas Klöden und Alexander Vinokourov mit Abwesenheit glänzten.

An diesem Samstag beginnt die 92. Tour de France. Wie ist Ihre Form?

Ullrich: «Hoffentlich gut. Ich bin optimal vorbereitet. In diesem Jahr hat alles prima geklappt, es gab keine Krankheiten. Zudem haben wir ein sehr gutes Team. Ich freue mich, dass es nun los geht. Ich fühle mich wohl, gesund und bin gut drauf.»

Ihr Dauer-Rivale wird nach der diesjährigen Tour seine Karriere beenden. Ist die letzte Chance, Lance Armstrong zu schlagen, eine besondere Motivation für Sie?

Ullrich: «Für alle ist es eine große Motivation, den großen Lance zu schlagen - insbesondere für mich. Ich werde alles versuchen, um das zu schaffen. Er ist der große Favorit, aber auch der Gejagte.»

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Armstrong keine Fehler macht. Gibt es dennoch Schwächen?

Ullrich: «Ich glaube, dass er auch in diesem Jahr sehr stark sein wird. Ansonsten hätte er es nicht riskiert, an den Start zu gehen. Aber auch er hat Schwächen, und er wenn er sie zeigt, werden wir das nutzen. Neues Jahr, neue Chance.»

Sie haben sich diverse denkwürdige Duelle mit Armstrong geliefert. Werden Sie ihn in Zukunft vermissen?

Ullrich: «Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Aber die gesamte Radsport-Szene wird ihn vermissen, weil er der Dominator der letzten Jahre war. Wenn er ein großes Abschlussfest gibt, bin ich hoffentlich eingeladen. Dann wird da schon einmal eine Träne rollen.»

In Klöden und Vinokourov haben Sie zwei Mitstreiter an ihrer Seite, die schon auf dem Tour-Podium standen. Ist das die stärkste Mannschaft, mit der Sie jemals an den Start gegangen sind?

Ullrich: «Wir haben ein Top-Team beisammen und uns in diesem Jahr für eine andere Linie entschieden. Durch den Verzicht auf Erik Zabel treten wir diesmal ohne Sprinter an, setzten voll auf die Gesamtwertung. Damit haben wir auf die Diskussionen der vergangenen Jahre reagiert. Wir sind gewappnet.»

Zuletzt sind Sie immer während der Tour stärker geworden. Werden Sie in diesem Jahr rechtzeitig vor den entscheidenden Etappen in optimaler Form sein und in das Gelbe Trikot fahren?

Ullrich: «Wir als Profis sollten unsere Form steuern können. Aber auf den Tag genau das Optimum zu erreichen, das kann man nicht steuern. Schon bei der ersten Etappe muss man in diesem Jahr bei 100 Prozent fahren. Jeder Tag ist wichtig. Von großer Bedeutung sind aber sicherlich die Bergetappen in den Alpen und Pyrenäen.»

Welche Bedeutung haben für Sie das Einzelzeitfahren am Samstag und das Mannschaftszeitfahren am Dienstag?

Ullrich: «Das sind zwei ganz wichtige Teile der Tour. Diesmal ist die erste Etappe immerhin 19 Kilometer lang. Da möchte man natürlich einen guten Einstieg haben und kann mit guter Form einiges gewinnen. Das ist auch wichtig für die eigene Strategie: Zu zeigen, dass wir gut drauf sind und nicht schon immer vor den Bergen etwas verlieren. Ein bisschen Vorsprung und keinen Rückstand, das wäre eine gute Voraussetzung, um in die Berge zu gehen.»

Trauen Sie sich zu, schon am Samstag das Gelbe Trikot zu holen?

Ullrich: «Ich traue mir zu, ein gutes Rennen zu fahren. Aber auf das Gelbe Trikot spekuliere ich eigentlich nicht, weil es dann direkt sehr viel Belastung für die Mannschaft geben würde. Aber ich fahre natürlich voll und schaue, was am Ende rauskommt.»

Angenommen, Sie tragen das Gelbe Trikot nach Paris. Könnten Sie sich vorstellen, in diesem Fall Ihre Karriere zu beenden?

Ullrich: «Meine ganze Konzentration gilt den nächsten drei Wochen. Was danach kommt, weiß ich noch nicht.»



(www.radsportnews.com)

mfg Robert

_________________

Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)

London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln)
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 01.07.2005 21:26 Reply with quoteBack to top

Quote:
Interview mit Lance Armstrong
"Ich möchte die Herzen der Fans gewinnen"

ARMSTRONG AM DONNERSTAG IN CHALLANS

CHALLANS, 30.06.05 (rsn) - Zwei Tage vor dem Start der Tour de France stellte sich ein entspannt wirkender, frisch frisierter Lance Armstrong am Donnerstagabend in Challans den Fragen der Presse, nachdem er den Tag bei Nieselregen mit Training auf dem Kurs des Eröffnungszeitfahrens in Noirmoutier verbracht hatte.

Ist Ihre Motivation noch einmal größer, wo es Ihre letzte Tour ist?

Armstrong: Es ist eine ganz besondere Motivation. Aber die anderen sind entsprechend besonders motiviert, mich zu schlagen, mich verlieren zu sehen. Für mich gibt es auch noch einen besonderen Grund zu gewinnen: Meine Kinder werden bei den Etappenankünften da sein.

Wen vom T-Mobile-Trio (Ullrich, Vinokourov, Klöden) sehen Sie als stärksten Gegner?

Armstrong: Das werden harte Gegner. Bei der Dauphiné hat man gesehen, zu was Vinokourov im Stande ist. Ein starker Mann. Scheinbar ist auch Ullrich in Form und er verbessert sich immer von Etappe zu Etappe.. Klöden hat wohl nicht die Form von letztem Jahr, aber trotzdem sind die Drei ein starkes Team. Allerdings kann man das gleiche über uns sagen mit Popovych und Azevedo.

Ist es nicht ein Risiko für Sie, den siebten Sieg zu versuchen?

Armstrong: Das Risiko ist, dass ich verlieren kann. Die Zeit läuft nicht für mich. Aber ich fühle mich physisch sehr stark und ich bin motiviert. Mein Ziel ist es, die Herzen der Zuschauer zu gewinnen. Ich bin Realist: Alle werde ich nicht gewinnen. Aber bei der Dauphiné hatte ich den Eindruck, dass mich mehr Leute anfeuern als in der Vergangenheit. Das ist sehr angenehm.

Ihre letzte Tour: Was geht in Ihnen vor bei dem Gedanken?

Armstrong: Jeder Tag wird ein besonderer Tag, das weiß ich. Aber ich darf nicht diese Gefühle mein Rennen beeinflussen lassen. Ich werde die Gefühle beiseite lassen. Was ich vermissen werde, sind die Emotionen, die ich mit den Teamkollegen teile, diese Momente der Kameradschaft und Freundschaft, die niemand sieht.

Die Tour kommt zwei Tage nach Deutschland. Welchen Empfang erwarten Sie dort?

Armstrong: (Grinst) Bei Deutschland denke ich erstmal an Ullrich. Ich glaube, es wird dort enorme Zuschauermassen geben. Wenn die Tour die (französische) Grenze überschreitet ist die Zuschauerzahl immer groß. Alle wollen dieses großartige event sehen.

Wo wird das Rennen entschieden?

Armstrong: Für mich sind die Berge der kritische Punkt. Bis dahin kann keiner sicher sein, wie seine Form ist. Die Alpen sind der erste wichtige Moment. Courchevel und Briançon sind wirklich schwere Etappen. Die Pyrenäen auch.

Sie scheinen sehr entspannt

Armstrong: Das stimmt, das bin ich. Letztes Jahr war ich viel nervöser. Da gab es die Frage des Rekords, den noch keiner geschafft hat. Dieses Jahr will ich den Sieg - aber ich will auch jeden Moment des Rennens genießen.

Was kann Basso bei der Tour erreichen? Wird er Ihr Nachfolger?

Armstrong: Ich habe den Giro am Fernseher verfolgt. Er hat beeindruckende Dinge gemacht. Er hatte seine Probleme und ist wieder aufgestanden. Er hat sich sehr verbessert im Zeitfahren. Er hat ein starkes Team und er will (bei der Tour) Revanche. Er wird einer meiner Hauptgegner. Nachfolger? Vielleicht er, vielleicht auch Popovych...

Stimmt es, dass Ihr Team Vinokourov haben will, dessen Vertrag bei T-Mobile ausläuft?

Armstrong: Unsere Mannschaft setzt auf die junge Generation wie Popovych, dem die Zukunft gehört. Mein Ausscheiden hinterlässt ein Vakuum. Wenn man dieses sofort füllen möchte, wären Vinokourov oder Basso ideal, es sei denn Popovych zeigt, dass er sehr schnell schon soweit ist. Aber Vino hat nicht unterschrieben bei uns. Ich habe das Gefühl, dass er happy ist, da wo er ist und dass er dort bleiben möchte.



(www.radsportnews.com)

mfg Robert

_________________

Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)

London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln)
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 26.07.2005 12:54 Reply with quoteBack to top

Also, jetzt ist es wohl fix! Ende des Jahres wechselt der Kasache Alexandre Vinokourov von Team Telekom zum spanischen Liberty Seguros Team wo er bei der kommenden Tour der Kapitän sein wird. Fragt mich bitte nicht wie, wo doch auch noch Heras und Beloki Anspruch auf die Kapitänsrolle erheben. Kommt es also wieder zu einer Dreierspitze??? Wieso ist er denn dann überhaupt vom Ullrich Team weggegangen!?

mfg Robert

_________________

Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)

London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln)
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 27.07.2005 10:21 Reply with quoteBack to top

Quote:
"Als ich Klöden kontern sah..."
Liberty für Vinokourov


Image

PARIS, 26.07.05 (rsn) - Der Kasache Alexandre Vinokourov, der T- Mobile zum Saisonende den Rücken kehrt, will in den Farben des spanischen Liberty- Teams versuchen, innerhalb der nächsten beiden Jahre die Tour de France zu gewinnen, bei deren letzten Ausgabe er bereits zu den Protagonisten gehörte.

"Ich habe mich am letzten Wochenende für Liberty entschieden", sagte Vinokourov in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Pariser Sportzeitung L'Equipe. Der kasachische Meister, der bei der letzten Tour die Etappen in Briancon und Paris gewann und Gesamtfünfter wurde, hatte interessante Angebote der französischen Mannschaften Crédit Agricole und Ag2r, von dessen Teamchef Vincent Lavenu er entdeckt wurde und bei dessen Vorgängerteam Casino er 1998 seine Karriere begann. "In der letzten Tourwoche habe ich die Vor- und Nachteile des einen und anderen abgewogen. Es ging mir in erster Linie um das sportliche, denn mein Ziel ist klar: Ich möchte die Tour de France innerhalb der nächsten zwei Jahre gewinnen", sagt Vinokourov.

Vinokourov hatte vor der Tour erklärt, es gebe nur zwei Optionen für ihn: Bei T-Mobile zu bleiben oder ein Wechsel zu Discovery, dem "einzigen Team, bei dem ein Wechsel lohnt". Wenige Wochen später sieht die Situation gänzlich anders aus. Discovery wollte Vino nicht, Teamchef Bruyneel sagte, er sehe in ihm nicht das Potenzial eines Toursiegers. Und bei der Magentatruppe, bei der er seit 2000 fährt, bleiben, das will er auch nicht mehr.

"Ich bin 31 Jahre alt und habe keine Zeit zu verlieren. Soviele Gelegenheiten, die Tour zu gewinnen, habe ich nicht mehr. Mein Verhältnis zu Jan (Ullrich) bleibt freundschaftlich, aber alle haben verstanden, dass es unmöglich ist, mit zwei Sieganwärtern als Kapitäne zur Tour zu gehen", sagte Vinokourov. "Als ich (bei der Tour) sah, wie Klöden und manchmal sogar Jan hinter mir Tempo gemacht haben, wenn ich attackiert habe, war mir klar, dass es nicht mehr geht."

Die Wahl für Liberty sei ihm aus sportlichen Gründen leicht gefallen, sagt Vinokourov. "(Ag2r) wie es heute ist, kann nicht die Verantwortung übernehmen, für einen Tourfavoriten zu fahren. Bei Ag2r hätte ich Paris-Nizza, Dauphine oder Klassiker gewinnen können, nicht die Tour. (...) Vielleicht komme ich gegen Ende meiner Karriere nochmal zu Lavenu zurück, um jungen Leuten mit meiner Erfahrung zu helfen", sagte Vinokourov. Gegen Crédit Agricole habe gesprochen, dass dessen Teamchef auch die Karte Thor Hushovd fürs Grüne Trikot spielen will. "Man kann sich nicht auf zwei Dinge konzentrieren", so der Kasache.

Liberty und Vinokourov dagegen scheinen perfekt zusammenzupassen. Die Mannschaft von Manolo Saiz ist stark besetzt mit erfahrenen Profis (Serrano, Jaksche) und talentierten Nachwuchsfahrern (Contador). Ihr Kapitän Roberto Heras hat in diesem Jahr endgültig sehen müssen, dass die Tour eine Nummer zu groß für ihn ist und wird sich künftig wieder auf die Spanien-Rundfahrt konzentrieren, die er schon drei Mal gewann. "Für Liberty sprach alles", sagte Vinokourov. "Es ist ein hervorragend organisiertes Team und hat große Erfahrung. (...) Sie haben Kletterer und zählen im Zeitfahren zu den stärksten der Welt. Die Wahl war fast logisch im Hinblick auf die Tour." Vinos Landsmann Sergei Yakovlev (29) wird mit ihm von T-Mobile zu Liberty wechseln.

"Vinokourov hat während seiner ganzen Karriere eine Mentalität gezeigt, die perfekt in unser Team passt"; begrüßte Liberty-Teamchef Manolo Saiz seinen prominenten Neuzugang. "Er wird in unserem Team Leader und für die jungen Fahrer ein Lehrer sein. Zusammen mit Roberto Heras bildet er ein Tandem, das uns erfolgeich arbeiten lässt, ohne zuviel Druck auf die jungen Fahrer auszuüben. Vinokourov kommt nicht als Ersatz für jemanden, sondern als Verstärkung, sowohl für die Klassiker, als auch für die Tour", sagt Saiz.



(www.radsportnews.com)

mfg Robert

_________________

Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)

London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln)
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 30.07.2005 08:40 Reply with quoteBack to top

Quote:
Transfers
Moreau zu Ag2r


BERLIN, 29.07.05 (rsn) - Der Franzose Christophe Moreau, dessen bisheriges Team Crédit Agricole die Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung abgebrochen hatte, wechselt am Saisonende zu Ag2r, wie das Team am Freitag bekanntgab.

Der 34-Jährige, bester Einheimischer bei der letzten Tour de France, unterschrieb einen Zwei-Jahresvertrag bei der Mannschaft von Vincent Lavenu, die sich vergeblich um die Verpflichtung von Alexandre Vinokourov bemüht hatte. "Moreau wird einer unserer Kapitäne sein", sagte Lavenu, der einen weiteren prominenten Fahrer holen will im Hinblick auf eine Einladung zur Tour de France und die Bewerbung um eine ProTour-Lizenz.

Moreau, der sein Profidebüt 1995 bei Festina gab und seit 2002 bei Credit Agricole fuhr, ist seit Jahren der erfolgreichste Franzose bei der Tour (8./2003, 12./2004, 11./2005). Bei Crédit Agricole war er dennnoch während der letzten "Grande boucle" in Ungnade gefallen, weil er öffentlich protestierte gegen die Verhandlungen seines Teamchefs Roger Legeay mit Alexandre Vinokourov. Moreau war pikiert, weil er davon aus der Presse erfuhr. Legeay wiederum war sauer wegen Moreaus Äußerungen.



(www.radsportnews.com)

Na da sieht man wie gut Streitigkeiten für vermeintlich kleine Teams wie Ag2r sein können!

mfg Robert

_________________

Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)

London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln)
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 31.07.2005 08:45 Reply with quoteBack to top

Quote:
Voigt und Julich gewinnen Paarzeitfahren in Bühl
CSC-Duo mit Harmonie zum Erfolg


Image

BÜHL, 30.07.05 (rsn) - Für die einen ist es die inoffizielle Weltmeisterschaft im Paarzeitfahren, für die anderen ein gigantischer Starrummel in malerischer Umgebung. Und für Jens Voigt ist die LuK-Challenge schlicht und einfach „ein wunderschönes Radrennen“, das er auch in diesem Jahr unbedingt gewinnen wollte. Just dies hat der gebürtige Mecklenburger geschafft: Zusammen mit seinem kongenialen Partner Bobby Julich war Voigt am Samstag unschlagbar. Das CSC-Duo beeindruckte in Mittelbaden mit einem Stundenmittel von 52,9 Stundenkilometern und siegte vor Markus Fothen/Sebastian Lang und Michael Rich/Uwe Peschel.

Mit der Geste von Eishockey- und Handballspielern überquerten Voigt und Julich – in der Gewissheit ihres Sieges – die Ziellinie in Bühl: Hatten sie sich im vergangenen Jahr noch ganz einfach die Hände gereicht, so klatschten sie sich nun „Faust auf Faust“ ab. Trotz der glatten Wiederholung ihres Vorjahrescoups waren Voigt und Julich keineswegs in Routine verfallen – dafür war ihnen der Sieg schlichtweg zu wichtig. Vor allem Jens Voigt fiel ein Stein vom Herzen. Sein unfreiwilliger Ausstieg bei der Tour de France war ihm noch lange in den Gliedern gesessen: „Ja, die Sache hat mich arg zu Boden gestreckt. Aber es gibt nichts Besseres für die Moral, als nach so einem Nackenschlag einen großen Sieg zu feiern.“

Ganz bewusst griff Voigt zum Wort vom „großen Sieg“. Bühl ist ein besonderes Pflaster für den Berliner, die Konkurrenz war auch an diesem Samstag immens. Doch nicht das T-Mobile- Gespann Vinokuorov/Nardello, nicht die Discovery Channel- Crew Savoldelli/Popovych und auch nicht die jetzigen Quick-Step- und künftigen T-Mobile- Piloten Rogers/Sinkewitz waren die schärfsten Widersacher der CSC-Repräsentanten, sondern die beiden Gespanne der Gerolsteiner- Mannschaft – und hier wiederum waren es die Youngsters, die den erfahrenen Hasen die Show stahlen.

Markus Fothen und Sebastian Lang waren auf den 74,2 Kilometern zwar 1:35 Minuten langsamer als das deutsch-amerikanische Siegerduo; ihre Gerolsteiner-Teamkollegen Uwe Peschel und Michael Rich verwiesen sie allerdings in ihre Schranken. Eine Wachablösung wollte Fothen darin jedoch keineswegs nicht sehen. Zum einen wusste er wohl, dass speziell Rich nach Tour-de-France-Strapazen und einer kräftigen Erkältung nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Zum anderen sind ihm die Eigenheiten eines Paarzeitfahrens natürlich auch geläufig. „Im Einzelzeitfahren will ich mich jedenfalls weder mit Michael Rich noch mit Uwe Peschel messen“, gab sich Fothen – im Frühjahr Zwölfter beim Giro d’Italia und ein potenzieller Velo-Star der Zukunft – nach dem badischen Kraftakt bescheiden. Auch im Vergleich zu Voigt und Julich: „Heute haben ganz klar die Besten gewonnen“, sagte Fothen und fügte an, dass er „da auch irgendwann hinkommen“ wolle. „Aber ich hab’ ja noch Zeit.“

Jens Voigt und Bobby Julich klärten die versammelte Presse unterdessen über die Vorteile eines ovalen Kettenblatts auf, wie es Julich aufgelegt hatte. Doch auch dem Amerikaner ist natürlich klar, dass eine schnelle Fahrt nicht allein auf die Technik zurückzuführen ist – sondern vor allem „auf die Beine, die das Kettenblatt bewegen“. Keine Frage, dass gerade seine Beine einen hervorragenden Job taten. „In der Schlussrunde war Bobby wirklich stärker und hat mehr Führungsarbeit geleistet“, gab Voigt zu Protokoll. Das Geheimnis des Erfolgs war aber, und das war für alle Betrachter zu sehen, das überaus harmonische Teamwork, das die CSC-Profis in den ersten fünf Runden an den Tag gelegt hatten.

Das hochkarätig besetzte Frauenrennen hatten zuvor die Favoritinnen für sich entschieden: Judith Arndt und Trixi Worrack spulten das Rennen in einem Schnitt von 46,4 Stundenkilometer herunter und siegten vor Mirjam Melchers / Susanne Ljungskog (Team Buitensport/Flexpoint) und den beiden Neuseeländerinnen Sarah Ulmer und Melissa Holth. Diese waren von ihrer eigenen Leistung derart überrascht, dass sie die Siegerehrung erst auf den letzten Drücker erreichten – offenbar waren sie nach der 31,8-Kilometer-Hatz nicht mehr auf Blumen und Präsente eingestellt. Bei Arndt und Worrack dürfte dies ganz anders gewesen sein. Federleicht wirkten die beiden Athletinnen der Equipe Nürnberger auf ihren Spezialmaschinen, 14 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierten hatten sie am Ende. Ein souveräner Sieg, den die beiden Berufsfahrerinnen sichtlich genossen.

„Dieses Rennen ist etwas ganz Besonderes, allein weil Paarzeitfahren so selten sind“, erklärt Arndt und freute sich über den prächtigen Zuschauerzuspruch. Die Straßenweltmeisterin von Verona denkt zurzeit darüber nach, ob sie sich bei der WM in Madrid aufs Zeitfahren konzentrieren soll. Hat ihr der Erfolg von Bühl hierfür einen Fingerzeig gegeben? „Eher nicht – zumal die Zeitfahr-Weltmeisterin Karin Thürig heute nicht am Start war. Mit ihr als Konkurrentin hätte ich besser sehen können, wo ich stehe.“

Ein Paarzeitfahren steht bekanntlich nicht im WM-Programm von Madrid. Doch diesen ganz inoffiziellen Titel konnten sich gestern zumindest Arndt, Worrack, Julich und Voigt holen – und auch wenn es dafür keine Medaillen gab: Die Freude stand ihnen allen ins Gesicht geschrieben. (kh)



(www.radsportnews.com)

mfg Robert

_________________

Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)

London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln)
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 31.07.2005 22:01 Reply with quoteBack to top

Quote:
Simeoni-Affäre
Kein Strafverfahren gegen Mobbing-Armstrong


LUCCA, 31.07.05 (rsn) - Der Staatsanwalt von Lucca (Toskana) wird kein Strafverfahren eröffnen gegen den siebenfachen Tour de France-Sieger Lance Armstrong im Zusammenhang mit der Armstrong/Simeoni-Affäre bei der Tour de France 2004. Dies verlautete am Wochenende aus der italienischen Justiz.

Staatsanwalt Giuseppe Quattrocchi entschied sich für die Einstellung des Verfahrens, weil seiner Ansicht nach kein öffentliches Interesse daran besteht.

Armstrong verhindert Simeoni-Attacke bei der 18.Etappe der letzten Tour de France.

Die ganze Affäre sei eine reine sportliche Angelegenheit. Es geht dabei um die Vorfälle bei der 18.Etappe der Tour de France 2004. Damals hatte der Domina Vacanze-Profi Fillippo Simeoni versucht, in einer Ausreißergruppe mitzufahren. Der im Gelben Trikot fahrende Lance Armstrong hatte dies ungewöhnlicherweise mit einer Konter verhindert, obwohl für ihn Simeonis Aktion sportlich überhaupt nicht von Interesse war. "Der will den Radsport kaputt machen", hatte der Texaner nach dem Rennen zur Begründung gesagt. Da man das Ganze eben auch als den Versuch der Einschüchterung eines Zeugen in einem Gerichtsverfahren werten kann, beschäftigte sich die italienische Justiz mit dem ungewöhnlichen Fall, der ein Licht auf Armstrongs Charakter warf.

Armstrongs Feindseligkeit lag nämlich in der Aussage von Simeoni im Doping-Prozess gegen den umstrittenen Sportmediziner Michele Ferrari, von dem sich Armstrong seit 1997 betreuen ließ, begründet. Simeoni hatte Ferrari ("EPO ist so gefährlich wie Orangensaft") schwer belastet. Armstrong nannte ihn deshalb einen Lügner, woraufhin Simeoni Verleumdungsklage einreichte. Ferrari war am 1.Oktober letzten Jahres wegen Sportbetrug und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Die Strafe wurde auf Bewährung ausgesetzt.

In dem Ermittlungsverfahren in der Armstrong-Simeoni-Affäre war im Mai auch der inzwischen zurückgetretene Sprinter-Star Mario Cipollini vernommen worden. Der Weltmeister von 2002 wird verdächtigt, dafür gesorgt zu haben, dass sein Teamkollege Simeoni für bestimmte große Rennen nicht berücksichtigt wurde. Staatsanwalt Quattrocchi sah dies jedoch noch im Rahmen der normalen Abläufe im Arbeitsalltag.



(www.radsportnews.com)

Alles andere wäre ja auch eine fatale Fehlentscheidung gewesen. ja

mfg Robert

_________________

Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)

London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln)
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Robert
Regisseur


Gender: Gender: Male
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg

PostPosted: 31.07.2005 22:05 Reply with quoteBack to top

Quote:
Sprint-Star wechselt zu Domina
Zabel will nicht T-Mobile-Grüßonkel werden


HAMBURG, 31.07.05 (rsn) - Die Entscheidung, bei welchem Team Erik Zabel in Zukunft fährt, ist gefallen. Der 35-Jährige Sprinter erklärte am Sonntag nach den "Cyclassics" in Hamburg, er werde T-Mobile nach 13 Jahren verlassen.

"Ich brauchte noch einmal eine neue sportliche Perspektive. Ich verlasse T-Mobile, bis spätestens zum 1. September werde ich mitteilen, wohin", sagte der 35-jährige Berliner am Sonntag nach dem Rennen in Hamburg. Zabels neuer Arbeitgeber, bei dem der Sprinter nach eigener Aussage einen Drei-Jahres- Vertrag und eine Start-Garantie für die Tour de France erhalten wird, steht offiziell noch nicht fest.

Allerdings gilt das Domina Vacanze-Team als Favorit. Wie es hieß, bringt Zabel den deutschen Reiseunternehmer TUI als Sponsor mit zum italienischen Reise- und Freizeit-Veranstalter, für den auch der Supersprinter Alessandro Petacchi fährt. Dort würde es zwischen Zabel und Petacchi dann eine Aufgabenteilung geben, wie italienische Zeitungen berichteten: Die Tour für Zabel, der Giro d'Italia für Petacchi. Der bisherige T-Mobile- Sprinter, der für seine bisherige Mannschaft noch die Vuelta und die Weltmeisterschaft bestreiten wird, nimmt wahrscheinlich noch zwei bisherige Mannschafts-Kollegen mit. Dabei dürfte es sich um Jan Schaffrath (Berlin) und Rolf Aldag (Ahlen) handeln. Zabel: "Das dementiere ich nicht."

Der gebürtige Berliner war vom T-Mobile-Team nicht für die diesjährige Tour de France nominiert worden. Dies habe aber auch überhaupt rein gar nichts mit der Wechsel- Entscheidung zu tun, hieß es in einer Pressemitteilung des Bonner Teams. Doch tatsächlich saß der Stachel der Nicht-Nominierung offensichtlich so tief, dass Zabel auf das T-Mobile-Angebot einer zweijährigen Vertragsverlängerung mit anschließender Option als Repräsentant des Hauses nicht einging. "Ich habe mir den Abschied nicht leicht gemacht, ich habe 100 Prozent meiner Profilaufbahn bei Telekom und T- Mobile verbracht. Wir scheiden in freundlicher Atmosphäre", sagte Zabel und umarmte demonstrativ seinen früheren Lehrmeister und jetzigen T-Mobile- Manager Olaf Ludwig.

In der Vergangenheit hat die Magentatruppe verdiente Leistungsträger manches mal unter unwürdigen Umständen (Bölts, Heppner) abgeschoben. Zabel dagegen hatte man sogar eine Art Rentenvertrag angeboten, der dem Sprinter-Star über das Ende seiner Karriere hinaus ein schönes Auskommen als PR-Repräsentant ermöglich hätte. Es spricht für Zabels Sportlerherz, dass er es lieber anderswo noch einmal probieren will, als bei der Magentatruppe den Grüßonkel zu spielen..

"Sportlich ist seine Entscheidung zu verstehen und zu begrüßen. Endlich mal was Neues probieren - das wird ihm gut tun. In Deutschland zählt nur die Tour, und die konnte er bei T-Mobile nicht mehr bestreiten. Ich bin sicher, dass er auch im nächsten Jahr wieder Etappen gewinnen kann", sagte Marcel Wüst zur Entscheidung seines früheren Konkurrenten. T-Mobile wird nach den Weggängen von Zabel, der 2005 bei "Rund um den Henninger Turm" noch einmal im Magentatrikot glänzte, und des kasachischen Lüttich-Siegers und Tourmitfavoriten Alexandre Vinokourov (zu Liberty) mehr denn je zum Ullrich-Team. Die Bonner laufen damit Gefahr, sportliche von der breiten Öffentlichkeit mehr oder weniger nur noch in den drei Wochen Tour de France im Juli wahrgenommen zu werden.

Zabel will zur WM-Vorbereitung die Spanien-Rundfahrt bestreiten und auf die am 15. August beginnende Deutschland-Tour verzichten. Nach Auskunft von Dieter Kühnle, dem Vizepräsidenten des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), habe es mit dem T-Mobile-Manager Olaf Ludwig bereits Gespräche über die WM-Taktik mit einem Team-Kapitän Erik Zabel gegeben: «Er hat mir versichert, dass die für die Titelkämpfe nominierten T-Mobile-Fahrer auch für Zabel fahren, wenn er wechseln würde». Das WM-Straßenrennen in Madrid findet am 25. September statt. Die Strecke gilt als sehr freundlich für die Sprinter. Die Frage ist allerdings, ob Zabel noch einmal an seine großen Zeiten anknüpfen kann. Bei der Tour musste Zabel nicht nur zuschauen, weil T-Mobile ganz auf Ullrich setzte, sondern auch, weil ihm sein Team große Etappensiege nicht mehr so recht zutraute.


(www.radsportnews.com)

mfg Robert

_________________

Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)

London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln)
View user's profileSend private messageMSN Messenger
Display posts from previous:      
Post new topicReply to topic


 Jump to:   



View next topic
View previous topic
You cannot post new topics in this forum
You cannot reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot vote in polls in this forum

© 2003-2026 TV-Community.de :: pictures and trademarks are property of their respective owner :: comments are property of their posters
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group :: Home :: Contact :: Imprint :: all-inkl.com :: All times are GMT + 1 Hour