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Robert
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PostPosted: 07.09.2005 21:00 Reply with quoteBack to top

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60.Spanien-Rundfahrt
Heras: "Covadonga ist die Schlüsseletappe"


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MADRID, 07.09.05 (rsn) - Der Russe Denis Menchov (Rabobank), nach elf Etappen Gesamtleader der Spanien-Rundfahrt, die am Mittwoch ihren ersten (späten) Ruhetag einlegte, kann sich ernsthaft mit dem Gedanken vertraut machen, dass er die 60. Ausgabe der "Vuelta" gewinnt. Topfavorit Roberto Heras, der davon träumt, sich als erster Rennfahrer vier Mal in den Palmares der Rundfahrt zu verewigen, hat zwar auch noch lange nicht aufgegeben. Nur 47 Sekunden trennen ihn von Menchov. Doch für den Russen ist die Sache einfacher: Wenn er bei der letzten Bergetappe am Samstag an Heras dranbleibt, wie er es in den Pyrenäen tat, scheint ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Am vorletzten Tag der Vuelta vor der großen "Ehrenrunde" in Madrid steht ein weiteres Einzelzeitfahren auf dem Programm, das klar für Menchov spricht, denn er gewann beide bisherigen Zeitfahren. Beim kurzen Prolog war er 15 Sekunden schneller als Heras. Beim zweiten Kampf gegen die Uhr trennten die beiden Rivalen 59 Sekunden. Für den Kletterspezialisten Heras waren das höchst respektable Resultate, allerdings nutzen die ihm nichts, wenn er Menchov in den Bergen nicht abschütteln kann.

Heras versuchte es fast täglich mit Attacken. Bei der 6.Etappe ließ er Menchov auf den letzten zwei Kilometern hinter sich und er holte das Gelbe Trikot. Doch nur vorübergehend, denn der Rabobank-Kapitän erreichte das Ziel der ersten Bergetappe in Valdelinares gerade mal mit 13 Sekunden Rückstand. Nachdem Menchov nach dem Zeitfahren die Führung, die er nach seinem Auftaktsieg schon mal hatte, zurückeroberte, fuhr er in den Pyrenäen noch stärker und ließ Heras nicht aus den Augen. Am Montag bei der 10.Etappe mit einem 17km langen Schlussanstieg nach Ordino-Arcalis in Andorra in 2200 Metern Höhe und beim folgenden Teilstück am Dienstag nach Cerler mit einem bis zu 12 Prozent steilen Ehrenkategorie-Schlussanstieg: Die Bilder waren die gleichen. Heras mühte sich, aber Menchov klebte an ihm.

Geschlagen gibt sich Heras aber noch nicht. Die 14.Etappe am Samstag mit einem Ehrenkategorie-Schlussanstieg zum berühmten See von Covadonga, wird, so hofft er, das Blatt zu seinen Gunsten wenden. "Es kommt noch Covadonga, das wird die Schlüsseletappe. Wir werden mal sehen, wie Menchov da reagieren kann, denn die Erschöpfung stellt sich bei allen ein. Ich kam zur Vuelta, um sie zu gewinnen und das werde ich versuchen bis zum Schluss", sagt der dreifache Vuelta-Sieger (2000, 2003 und 2004), der in seiner Heimat eine weitere enttäuschende Tour de France vergessen machen will.

Das Duell zwischen Menchov und Heras gibt der 60.Spanien-Rundfahrt Spannung. So richtig zu interessieren scheint das aber trotzdem keinen auf der iberischen Halbinsel. An den Bergen gibt es keine engen Zuschauerspaliere wie beim Giro oder der Tour de France. Zu Beginn der Rundfahrt in Andalusien spielte beim Zuschauermangel die enorme Hitzewelle eine Rolle. Bei 45 Grad im Schatten stellt sich kaum einer freiwillig in der Mittagshitze auf die Straße. Doch auch zuhause im kühlen Wohnzimmer war das Interesse nicht groß an dem Rennen, das irgendwie so dahinzuplätschern scheint. Die Quoten des staatlichen spanischen Fernsehsenders TVE, das erst eine Stunde im zweiten Programm, die letzten Stunde im ersten Programm überträgt, waren bisher schwach.



(www.radsportnews.com)

mfg Robert

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Robert
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PostPosted: 08.09.2005 20:12 Reply with quoteBack to top

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60.Spanien-Rundfahrt
Petacchi mit viertem Sieg


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BURGOS, 08.09.05 (rsn) - Der Italiener Alessandro Petacchi (Fassa Bortolo) fährt bei der Spanien-Rundfahrt, bei der er sich auf die Straßen-WM am 25.September in Madrid einrollt, von Sieg zu Sieg. Am Donnerstag setzte sich der Ligurier beim 12.Tagesabschnitt zwischen Logroño und Burgos in Nordspanien nach 148 km im Massensprint durch und feierte seinen vierten Etappensieg bei dieser Vuelta. Im Gesamtklassement gab es bei der Übergangsetappe nach dem Ruhetag keine Veränderungen: Der Russe Denis Menchov (Rabobank) verteidigte das Gelbe Trikot des Spitzenreiters.

Der Berliner Erik Zabel (T-Mobile), im kommenden Jahr Team-Kollege von Petacchi, hatte wiederum keine Chance gegen den derzeitigen Sprinterstar und wurde Zweiter. Diese Position erkämpfte sich Zabel zum dritten Mal. Petacchi gilt bei der WM in 14 Tagen in Madrid nicht zuletzt wegen seiner aktuellen Vorstellungen als Topfavorit. Der Cottbuser Heinrich Haussler (Gerolsteiner), bei der Bergetappe vor dem Ruhetag bester Deutscher, belegte im Sprint den fünften Rang hinter dem Belgier Tom Boonen (Quick Step), der sich bei der Vuelta bisher sehr zurückhielt.

Der Russe Denis Menchov wird am Freitag zum siebten Mal das "Goldene" Trikot des Spitzenreiters im Gesamtklassement tragen. Im Klassement gab es am Donnerstag erwartungsgemäß keine Veränderungen: Menchov aus dem niederländischen Rabobank-Team führt weiter mit 47 Sekunden Vorsprung vor dem Spanier Roberto Heras (Liberty), der 35 Kilometer vor dem Ziel stürzte.

Heras, der für Samstag den großen Angriff aufs Gelbe Trikot angekündigt hat, war am Donnerstag bei einem Massensturz im Peloton auf ebener Strecke zu Boden gegangen. Der dreifache Vueltasieger verletzte sich leicht am linken Knie und musste unterwegs vom Rennarzt aus dem Auto heraus behandelt werden. Er konnte aber das Rennen fortsetzen. Nach Angaben von Vuelta-Rennarzt Dr. Lara zog sich Heras zwei Wunden am Knie zu, die genäht werden mussten Seine Teamkollegen warteten und fuhren ihren Kapitän wieder ins Feld, wo die Sprinterteams Tempo machten. Schlimmer erwischte es bei dem Sturz den Dänen Jakob Piil. Der CSC-Fahrer, Vierzehnter im Gesamtklassement, lag lange regungslos am Boden, hatte das Bewusstsein aber nicht verloren. Piil wurde mit einer Ambulanz ins Krankenhaus gebracht. Es bestand der Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch.

Am Freitag steht die erste der drei letzten Bergetappen auf dem Programm. Der 13. Tagesabschnitt führt über 196 Kilometer von Burgos ins Kloster Bien Aparecida.


(www.radsportnews.com)

Na dann hoffen wir mal, dass der Sturz nicht die Vuelta 2005 entscheiden wird. Hoffe Heras kann morgen auf der Königsetappe trotz dieses Handicapes die Tour nochmals spannend machen.

mfg Robert

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PostPosted: 08.09.2005 20:20 Reply with quoteBack to top

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Bei Discovery jederzeit willkommen
Armstrong-Comebackpläne verdichten sich


BERLIN, 08.09.05 (rsn) - Die Comeback-Pläne von Lance Armstrong verdichten sich offenbar. Discovery Channel-Sportdirektor Johan Bruyneel sagte am Donnerstag, es habe "konkrete" Gespräche gegeben. Teammanager Dan Osipow erklärte, der Rennstall werde Armstrong unterstützen, wenn er wieder Rennen fahren wolle.

"Wir werden abwarten, bis er sich entscheidet und natürlich weiß er, dass die Mannschaft hinter ihm stehen wird, wenn er sich für eine Rückkehr entscheidet", sagte Osipow. "Als Lance am 24.Juli in Paris nach seinem siebten Toursieg vom Rad gestiegen ist, waren wir überzeugt, dass er nie mehr an einem professionellen Radrennen teilnehmen wird. Ich will nicht sagen, dass ein Comeback sicher ist. Aber Lance ist ein stolzer Mann und stolz auf das, was er getan hat", so der Discovery- Teammanager.

Armstrong hatte am Dienstag erklärt, die jüngste "Verleumdungskampagne" habe ihn veranlasst, über ein Comeback nachzudenken, ein achter Toursieg wäre genau das richtige, um die Franzosen zu ärgern: "Just to piss them off", sagte er gegenüber seiner in Austin/Texas erscheinenden Heimatzeitung American Statesman zu seinen Comeback-Motiven. In einem offiziellen Statement am Dienstagabend bekräftigte Armstrong dies - mit gesetzteren Worten. Die französischen Sportzeitung L'Equipe, hatte am 23. August enthüllt, dass bei angeblich zu wissenschaftlichen Zwecken durchgeführten Untersuchungen 2004 in Urinproben Armstrongs von 1999 Spuren von künstlichem EPO gefunden wurden.

Discovery-Sportdirektor Johan Bruyneel, seit Jahren ein enger Vertrauter von Armstrong, der den Amerikaner 1998 davon überzeugte, dass er das Zeug hat, die Tour zu gewinnen, sagte, die Comeback-Pläne Armstrongs seien durchaus ernsthaft. "Wir haben darüber gesprochen. (Ein Tourstart 2006) ist etwas, worüber er ernsthaft nachdenkt. Wenn er das nicht täte, würde er nicht darüber sprechen", sagte Bruyneel im französischen RTL. Zu Armstrongs Äußerungen, er wolle mit seiner Rückkehr "piss off the French", meinte Bruyneel: "Das ist vielleicht ein starkes Wort, wie er über bestimmte Franzosen denkt. Aber er hat eine besondere Motivation, nachdem was passiert ist."

Bei einem Treffen am Mittwoch (Ortszeit) in Mexico-Stadt, an dem auch der spanische Ex-Premier Felipe Gonzalez und US-Schauspielerin Goldie Hawn ("Banger Sisters") teilnahmen, sagte der siebenfache Tour-de-France-Gewinner: "Ich habe meine Erholung nach meinem Rücktritt genossen. Aber die Verleumdungskampaggne (smear campaign) aus Frankreich hat meinen Wettkampfinstinkt entfacht. Wenn man mich vor zwei Wochen gefragt hätte, ob es eine Chance zur Rückkehr zur Tour gäbe, hätte ich gesagt: Nein. Jetzt ist die Möglichkeit gestiegen." In Mexico-Stadt bezeichnete der ins Zwielicht geratene 33-jährige Rekordsieger aus Texas sein Verhältnis zu den Tour-Gastgebern als "Hassliebe".



(www.radsportnews.com)

2005 war eine der großen Motivationen für Armstrong die Herzen der Fans in Frankreich zu gewinnen. 2006 könnte seine größte Motivation sein sie 'zu ärgern'. Und nichts könnte seine Kritiker wohl mehr ärgern als ein weiterer Toursieg. Aber ob das wirklich etwas an den Vorwürfen ihm gegenüber ändern würde, bleibt stark zu bezweifeln. Außerdem kann er ja mit einem weiteren Sieg nichts mehr gewinnen. Trotz all der Negativpunkte die hinter so einem Comeback stehen würden, würde ich mich persönlich trotzdem darüber freuen ihn nochmal in Tour-Action sehen zu können.

mfg Robert

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PostPosted: 09.09.2005 21:48 Reply with quoteBack to top

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60.Spanien-Rundfahrt
Baske Sanchez holt zweiten Euskaltel-Sieg


AMPUERO, 09.09.05 (rsn) - Samuel Sanchez (Euskaltel) gewann am Freitag die 13.Etappe der Spanien-Rundfahrt über 193km zwischen Burgos und Ampuero in Nordspanien. Der Baske holte den zweiten Etappensieg für seine Mannschaft, nachdem der Kolumbianer Mauricio Ardila, der sprintstärkste der Spitzengruppe, 100 Meter zu früh die Arme hoch nahm, weil er Bergwertung mit der Ziellinie verwechselte. Sanchez ging vorbei und konnte kurz darauf nachhaltiger jubeln als der unglückliche Ardila. Der Russe Denis Menchov (Rabobank) verteidigte ein weiteres Mal seine Gesamtführung vor dem angeschlagenen Vorjahressieger Roberto Heras.

Sanchez gewann nach gut vier Stunden vor dem Spanier Oscar Pereiro (Phonak). Ardila, der an sich im Sprint der Spitzengruppe sicherlich der Schnellste gewesen wäre, verpasste wegen seines Fehlers den Sieg und wurde schließlich nur Dritter, während der auf Ehrenplätze abonnierte Sanchez den größten Erfolg seiner Karriere feierte. "In den Nachwuchsklassen habe ich viele Siege geholt, aber bei den Profis hatte ich nie viel Glück. Dafür hatte ich es heute", sagte der 27-Jährige.

Im Gesamtklassement bleibt Denis Menchov vorn mit 47 Sekunden Vorsprung vor Vorjahressieger Roberto Heras, der am Freitag eine gute Figur machte trotz der Verletzung am Knie, die er sich bei einem Sturz am Vortag zugezogen hatte und die mit 15 Stichen genäht werden musste. Am Samstag hat Heras praktisch die letzte Chance zu einem Angriff bei der schweren 14.Etappe zwischen Penilla und der Bergankunft in Lagos de Covadonga. Der dreifache Vueltasieger hat bei der letzten großen Bergetappe einen Angriff auf Menchovs "Goldenes" Trikot angekündigt.

Bei der Etappe am Freitag gab es viele Stürze. Der belgische Sprinter Tom Steels (Davitamon) wurde am Freitag nach einem Sturz ins Krankenhaus gebracht. Der Massensturz ereignete sich nach 20km. Steels, der kurzzeitig das Bewusstsein verlor, war am schlimmsten betroffen. Der Spanier Francisco Mancebo (Balears), Dritter im Gesamtklassement, war ebenfalls zu Boden gegangen, konnte aber sogleich weiterfahren. Sein auch betroffener Landsmann Manuel Beltran (Discovery Channel) versuchte das Rennen fortzusetzen, musste aber nach einigen Kilometern vom Rad steigen.

Der Kurs der 13.Etappe musste kurzfristig verändert werden. Der Anstieg zum Alto de la Sia (1.Kategiorie) musste umfahren werden. Ein defekter LKW konnte nicht rechtzeitig von der Straße geschafft werden. Dadurch wurde die Gesamtdistanz 3km kürzer (193km) und der Kurs durch die fehlende Steigung etwas entschärft.



(www.radsportnews.com)

mfg Robert

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PostPosted: 10.09.2005 20:33 Reply with quoteBack to top

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60.Spanien-Rundfahrt
Menchov auch nach Covadonga vorn


COVADONGA, 10.09.05 (rsn) - Der Spanier Eladio Jimenez (Valencia) gewann am Samstag nach einer Attacke 12km vor Schluss als Solist die schwere 14.Etappe der Spanien-Rundfahrt über 172km zwischen La Penilla und der berühmten Bergankunft am See von Covadonga in Nordspanien. Der Russe Denis Menchov (Rabobank) ließ sich auch bei der letzten echten Kletteretappe von seinem Rivalen Roberto Heras (Liberty) nicht in Gefahr bringen, verteidigte das Gelbe Trikot und machte einen großen Schritt Richtung Gesamtsieg.

Für den 29 Jahre alten Eladio Jimenez war es schon der dritte Etappensieg bei einer Spanien- Rundfahrt. Schon frühzeitig hatte er sich auf dem anspruchsvollen Tagesabschnitt mit mehreren Begleitern vom Feld abgesetzt, der Vorsprung der Ausreißer betrug zeitweise sogar mehr als acht Minuten. Als der Vorsprung schmolz, wagte Jimenez nach 160 Kilometern allein die Flucht und wurde im bis zu 17 Prozent steilen Schlussanstieg mit dem fünften Sieg seiner Profi-Laufbahn belohnt. Als passionierter Anhänger des Stierkampfes feierte Jimenez seinen Etappensieg auf ungewöhnliche Weise mit Gesten im Stile eines "Matadors".

Jimenez erreichte das Ziel in 1110 m Höhe mit gut einer Minute Vorsprung vor seinem Landsmann Inigo Cuesta. Dritter war der Italiener Gilberto Simoni vor dem Spanier Carlos Sastre. Der im "Goldenen" Trikot fahrende Menchov und sein Rivale Heras überquerten dahinter die Ziellinie Seite an Seite 1:40 Minuten nach Tagessieger Jimenez. Menchov verteidigte damit seine 47 Sekunden Vorsprung im Gesamtklassement auf den dreifachen Vueltasieger, der nun kaum noch Chancen hat auf einen vierten Triumph. Beim Zeitfahren vor dem Finale in einer Woche hat Menchov, der die ersten beiden Rennen gegen die Uhr gewann, die Möglichkeit, Heras weiter zu distanzieren. "Menchov wird die Vuelta gewinnen. Er fährt ein optimales Rennen", meinte Tagessieger Eladio Jimenez.

Zu den Gewinnern des Tages zählte auch CSC-Profi Sastre, der als Gesamtvierter in die Etappe gegangen war. Er nahm Menchov acht Sekunden ab und übernahm den dritten Rang von Francisco Mancebo. Der Tour de France-Vierte war Tageszehnter mit 2:30 Minuten Rückstand. Bester Deutscher war T-Mobile-Youngster Marcus Burghardt aus Chemnitz auf einem starken 15.Platz (+ 3:38 Min).

Die 15.Etappe führt am Sonntag von Cangas de Onis zur Bergankunft am Alto de Pajares Bei dem 191km langen Teilstück stehen noch einmal einige Berge im Profil, darunter ein Berg der ersten Kategorie, der von beiden Seiten erklommen wird. Der Schlussanstieg gehört zur Ehrenkategorie.



(www.radsportnews.com)

Auch wenn der Schlussanstieg jetzt nicht DIE Herausforderung war, war deutlich zu sehen, dass Menchov wiedermal keine Spur schwächer als Heras war. Wenn jetzt nicht alles danebengeht steht der Russe schon mit ziemlicher Sicherheit als Gesamtsieger fest. Aber abwarten! Es ist erst vorbei, wenn der Schlussstrich passiert ist!

Überrascht hat mich auch der ehemalige Girosieger Simoni, der im sich im Finish aus der Herasgruppe absetzte und knappe 15 Sekunden auf ihn herausholte.

mfg Robert

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PostPosted: 11.09.2005 21:25 Reply with quoteBack to top

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Dopingfall Armstrong
EPO-Spuren 1999 bei drei weiteren Fahrern


PARIS, 11.09.05 (rsn) - Der Spanier Manuel Beltran, der Kolumbianer Jose Joachim Castelblanco und der Däne Bo Hamburger hatten während der Tour de France 1999 ebenso wie der Amerikaner Lance Armstrong Spuren von künstlichem EPO in ihren Urinproben, die letztes Jahr ein Pariser Dopinglabor nachträglich mit einem erst seit 2001 angewandten Verfahren analysierte.

Der französische Sonntagszeitung Journal du Dimanche enthüllte jetzt die Namen der anderen Fahrer, über die bislang spekuliert wurde. Das nationale französische Dopinglabor in Châtenay-Malabry hatte am 23.August nach einem Pressebericht bestätigt, dass in 12 der im letzten Jahr nachträglich untersuchten Proben EPO-Spuren nachzuweisen waren. Laut den Enthüllungen der Sportzeitung L'Equipe gehörten sechs davon Lance Armstrong. Die anderen stammten von Beltran, Castelblanco und Hamburger, so der Journal du Dimanche, der offen ließ, wer von ihnen wieviele "positive" Ergebnisse hatte.

Die nachträglich durchgeführten Analysen der fünf Jahre alten Proben waren angeblich zu wissenschaftlichen Zwecken durchgeführt worden zur Verfeinerung der Nachweismethode. Da keine sportrechtlichen Formalien eingehalten wurden (insbesondere Möglichkeit einer B-Probe) sind Disziplinarverfahren in der Angelegenheit nicht zu erwarten.



(www.radsportnews.com)

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PostPosted: 11.09.2005 21:32 Reply with quoteBack to top

Jedes Mal, wenn man glaubt dass Heras keine Chance mehr hätte, passiert scheinbar doch noch ein Wunder. 2003 Nozal's Einbruch im abschließenden Bergzeitfahren, 2005 Menchov's Totaleinbruch auf der heutigen 15ten Etappe. Damit ist Heras, sollte ihn nicht noch ein ähnliches Schicksal ereilen, schon so gut wie der neue Rekordhalter der Vuelta.

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60.Spanien-Rundfahrt
Heras nach Menchovs Einbruch vor Rekordsieg


PAJARES, 11.09.05 (rsn) - Der Spanier Roberto Heras (Liberty) hat am Sonntag nach dem Gewinn der 15.Etappe der Spanien-Rundfahrt über 191km zwischen Cangas de Onis und Pajares, dem letzten Kletterteilstück, die Gesamtführung zurückerobert. Der seit einem Sturz am Knie lädierte Lokalmatador nutzte seine letzte Chance, den bisherigen Spitzenreiter Denis Menchov zu distanzieren. Der Russe, der am Samstag bei der vermeintlichen Schlüsseletappe noch einen starken Eindruck gemacht hatte, erlebte einen schweren Einbruch. Damit ist Heras der "Hattrick" nach Siegen 2003 und 2004 wohl nicht mehr zu nehmen.

Auf dem letzten Bergteilstück setzte sich Heras frühzeitig von seinem bisher schärfsten Rivalen ab und durfte trotz Regen und Nebels am Ende jubeln. Menchov dagegen erlebte in den verregneten Bergen von Asturien einen Einbruch und rollte mit mehr als fünf Minuten Rückstand über den Zielstrich, nachdem der Rabobank-Kapitän frühzeitig völlig isoliert von seinen Helfern war. In den zweiten und letzten Ruhetag am Montag geht Heras nun mit einem Vorsprung von 4:30 Minuten auf Menchov, weitere 20 Sekunden dahinter folgt sein Landsmann Carlos Sastre (CSC). Dem in Pamplona lebenden Menchov, der das erste große Zeitfahren gewann, dürfte nun auch das Einzelzeitfahren am kommenden Samstag in Madrid nichts mehr helfen.

Während eine Ausreißer- und eine Verfolgergruppe noch an der Spitze das Geschehen bestimmte, attackierte Heras aus dem Hauptfeld heraus. Zunächst konnten alle Rivalen folgen, doch nach dem zweiten Anstieg der ersten Kategorie löste sich der Lokalmatador und erhielt Unterstützung durch zwei Helfer, die sich von vorn zurückfallen ließen. Auf den letzten Kilometern konnte niemand mehr Heras folgen, für den vor allem der Italiener Michele Scarponi stark Helferdienste leistete.

"Ich kannte den Anstieg von Colladiella gut. Wir haben in der Abfahrt attackiert und die Taktik hat hervorragend funktioniert", freute sich Heras. Der geschlagene Menchov meinte: "Ich weiß nicht, was passiert ist. Vielleicht lag es an der Kälte, aber das ist keine Entschuldigung. So ist halt Radsport. Mein Team ist nicht so stark und Liberty ist eine großartige Etappe gefahren." Heras hatte einen Einbruch des Russen bereits für Samstag erwartet: "Gestern hat mich Menchov überrascht mit seiner starken Fahrweise genauso wie mit seinem Einbruch heute. Aber ein Rennen gewinnt man nicht allein, ein Team gewinnt."

Bei der 14. Etappe am Samstag mit der Bergankunft bei den berühmten Seen von Covadonga hatte sich Menchov auf dem 14 Kilometer langen Schlussanstieg in Asturien am Hinterrad von Heras festgebissen. "Menchov hat stand gehalten, und das nimmt meiner Arbeit etwas von ihrem Wert. Er hat trotz des schwierigen Anstieges kein Zeichen der Schwäche erkennen lassen", räumte Heras noch am Samstag ein, hatte sich aber offenbar geirrt. Menchov musste am Sonntag Tribut zollen, zudem begleiteten ihn nur noch vier Fahrer seines niederländischen Rabobank-Teams. Heras hingegen gab sogar zu, nach seinem Sturz und der Verletzung am linken Knie in der vorigen Woche zunächst an Aufgabe gedacht zu haben.

Die Vuelta geht nach dem zweiten Ruhetag am Dienstag weiter mit der 16.Etappe zwischen Leon und Valladolid (162,5 km).



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Tja, so ist halt Radsport. Gratualtion an Roberto Heras für eine fabelhafte Leistung und einen überragenden Etappensieg!

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PostPosted: 12.09.2005 20:27 Reply with quoteBack to top

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60.Spanien-Rundfahrt
Heras bleibt Vuelta-König


MADRID, 12.09.05 (rsn) - Der Spanier Roberto Heras (Liberty) bleibt der König der Vuelta. Mit einem großartigen Coup bei einer epischen Kletteretappe im Regen und Nebel der kühlen asturischen Berge hauchte er einer bis dahin weitgehend langweiligen Spanien-Rundfahrt Leben ein. Heras attackierte, während sein bisheriger Rivale gleichzeitig einen Einbruch erlebte. Er ist nun auf direktem Weg, Radsportgeschichte zu schreiben mit einem vierten Gesamtsieg bei seiner Heimatrundfahrt. "Es gibt nur einen wie Heras!", "Hier ist der Champion", bejubelten die Madrider Sportzeitungen um die Wette den 31-Jährigen, der nicht nur Bergen und Wetter, sondern auch einer Knieverletzung trotzte.

Den "Armstrong der Vuelta" feiern sie in Spanien nach Heras' Coup bei einer höllischen Etappe, die alles hatte, was ein Radrennen schwer macht: Schlechtes Wetter, hohes Tempo und Berge. Bei Heras kam dazu auch noch infolge seines Sturzes letzte Woche eine Wunde am Knie, die mit 15 Stichen genäht werden musste. An Aufgabe habe er danach gedacht, sagt er. Was Heras' Aufgabe allerdings leichter macht, ist der Mangel an großer Konkurrenz. Von den ersten Zwanzig der Tour de France sind nur vier bei der Vuelta am Start. Jahr für Jahr scheint die Rundfahrt mehr zu einer rein spanischen Angelegenheit zu werden. Das Medieninteresse außerhalb der iberischen Halbinsel hält sich in Grenzen, daran änderte die ProTour auch nichts.

Die gern zu nationalem Chauvinismus neigenden spanischen Medien kommen derweil auch ohne internationale Stars zurecht. Der kleine, unscheinbare Roberto Heras ist der Held der Vuelta. Nach Siegen 2000 und 2003 triumphierte der langjährige Leutnant von Lance Armstrong letztes Jahr zum dritten Mal und zog damit gleich mit dem Schweizer Tony Rominger. Nachdem er am Sonntag nun dem Russen Denis Menchov, der sich anzuschicken schien, Heras zu schlagen, viereinhalb Minuten abknöpfte, steht einem Rekordsieg praktisch nichts mehr im Wege. Letztes Jahr musste Heras bis zum Schluss bangen um seinen Sieg, in einem Krimifinale beim abschließenden Zeitfahren hielt er seinen Landsmann Santiago Perez, der später des Dopings überführt wurde, auf Abstand. Diesmal braucht Heras nicht mehr zu bangen. Auf den letzten Etappen bis zum großen Finale am Sonntag wird sich das Gesamtklassement normalerweise nicht mehr verschieben.

Nach dem Ruhetag am Montag stehen Heras in der letzten Vuelta-Woche nur noch zwei Hindernisse im Weg vor dem großen Triumph: Am Mittwoch steht eine weitere Bergetappe auf dem Programm; zwischen El Espinar und Granja de San Ildefonso stehen vier Berge, darunter zwei der ersten Kategorie im Profil. Vor dem Terrain braucht der kleine Kletterer natürlich keine Angst zu haben. Und vor dem Zeitfahren am vorletzten Tag in Guadalajara (38,5 km) muss er auch nicht bangen wie letztes Jahr. Menchov hat viel zu viel Zeit verloren, von der Moral ganz zu schweigen, um da noch etwas versuchen zu können.

Alles oder Nichts

Seinen vierten Gesamtsieg fuhr Heras in beeindruckender Manier heraus, wenngleich auch außer Menchov keiner da war, der ihm gefährlich werden konnte. Der Russe gewann die beiden Zeitfahren und wich in den Pyrenäen dem kletterstarken Heras nicht vom Hinterrad. Im Stile von Jan Ullrich stampfte er im Sitzen die Berge hoch ohne Zeichen von Schwäche. Doch Heras ließ sich nicht entmutigen, auch nicht als Menchov bei der "Schlüsseletappe" (Heras) nach Covadonga dran blieb. Eigentlich schien da die Entscheidung zugunsten Menchov gefallen. Doch Heras versuchte es am Sonntag noch einmal - und spielte bei der letzten Bergetappe alles oder nichts.

Am vorletzten Berg attackierte Heras - in der Abfahrt: "Wie ein verrückter ist er da runtergefahren. Der hat seine Haut riskiert", meinte Paco Mancebo nach dem Rennen. Heras ließ den islolierten Menchov im Nebel hinter sich. Vor dem schweren Schlussanstieg nach Valgrande-Pajares warteten vier Teamkollegen auf den Liberty-Kapitän, der seine letzte Chance nutzte und die Gelegenheit beim Schopfe packte, als sie sich ergab.

So wird Heras der König der Vuelta bleiben. Dies ist seine Rundfahrt. Anderswo gelingen ihm dagegen keine großen Erfolge. Bei der Tour de France konnte er nur als Armstrong-Helfer überzeugen. In diesem Jahr enttäuschte der Liberty-Star in Frankreich mit einem 45.Platz im Gesamtklassement. Die Enttäuschung wird aber am Sonntag vergessen sein.



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PostPosted: 13.09.2005 21:54 Reply with quoteBack to top

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Überraschender Ausgang der 16. Vuelta-Etappe
Bettini sprintet Petacchi davon


Olympiasieger Paolo Bettini hat am Dienstag die 16. Etappe der Spanien-Rundfahrt über 162,5 Kilometer von Léon nach Valladolid gewonnen und damit seinen erst zweiten Saisonsieg gefeiert.

Dem Italiener kam die ansteigende Zielgerade entgegen. Bettini, der 300 Meter vor dem Ziel attackierte, siegte vor dem bereits vierfachen Etappensieger Alessandro Petacchi (Italien). T-Mobile-Kapitän Erik Zabel (Unna) musste mit Rang sieben zufrieden sein. Bettini machte damit seinen ersten diesjährigen Teilerfolg bei der Vuelta perfekt.

Heras bleibt auf Kurs

Im Gesamtklassement gab es nach der ersten Etappe nach dem zweiten Ruhetag keine Veränderung: Vorjahressieger Roberto Heras (Spanien) steuert weiter souverän auf seinen insgesamt vierten Gesamtsieg zu. Auf Platz zwei fährt der Russe Denis Mentschow weiter auf gebührendem Abstand mit 4:30 Minuten Rückstand. Nur noch das 38,9 Kilometer lange Einzelzeitfahren am Samstag (17.09.05) dürfte ihm Chancen bieten, den Abstand etwas zu verringern.

Zabel träumt weiter

Das Team T-Mobile, in dem Zabel weiter vom blauen Punkte-Trikot träumt, das er in den vergangenen drei Jahren trug, verlor Paco Lara. Der Spanier erlitt offensichtlich eine Vergiftung und musste mit hohem Fieber und schweren Magen- und Darm-Beschwerden ins Krankenhaus gebracht werden. Sein Landsmann Oscar Sevilla bleibt als Sechstplatzierter Bester der Bonner Equipe.



(sport.ard.de)

mfg Robert

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60.Spanien-Rundfahrt
Quesada gelingt Solo-Sieg


LA GRANJA DE SAN ILDEFONSO, 14.09.05 (rsn) - Der Spanier Carlos Garcia Quesada vom Kelme-Nachfolgeteam Valencia feierte am Mittwoch einen Solosieg bei der 17.Etappe der Spanien-Rundfahrt über 165,6 km zwischen El Espinar und La Granja de San Ildefonso. Der 27-jährige Gesamtfünfte gewann mit 46 Sekunden Vorsprung vor seinen Landsmännern Francisco Mancebo (Balears) und Santos Gonzalez (+ 48 Sek/Phonak). Gesamtleader Roberto Heras (Liberty), dessen vierter Vuelta-Triumph praktisch feststeht, verteidigte ohne Probleme sein Gelbes Trikot bei der anspruchsvollen Bergetappe.


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PostPosted: 15.09.2005 21:55 Reply with quoteBack to top

Quote:
60.Spanien-Rundfahrt
Nicki Sörensen gewinnt 18.Etappe


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AVILA, 15.09.05 (rsn) - Der Däne Nicki Sorensen (CSC) gewann am Donnerstag die 18.Etappe der Spanien-Rundfahrt über 197,5km rund um Avila. Sörensen setzte sich im Sprint durch vor dem Spanier Javier Pascual Rodriguez, mit dem zusammen er sich auf den letzten Kilometern abgesetzt hatte. An der Spitze des Gesamtklassements gab es keine Veränderungen. Der Spanier Roberto Heras (Liberty), der das Rennen im Hauptfeld beendete, hat weiterhin komfortable 4:30 Minuten Vorsprung vor dem Russen Denis Menchov (Rabobank).

"Ich habe gelitten heute, aber das ist der größte Erfolg meiner Karriere. Dieser Sieg ist das Ergebnis einer guten Teamtaktik", sagte der 30 Jahre alte Sörensen, der seit sieben Jahren Profi ist und in der fünften Saison bei CSC fährt. Die dänische Mannschaft fährt eine starke Vuelta: CSC stellt mit Carlos Sastre einen Podiumskandidaten und belegt im Teamklassement Platz 3. Sörensen holte jetzt auch einen Etappensieg.

Sörensen krönte eine erfolgreiche Attacke, die der Spanier José Vicente Garcia Acosta bei der letzten von fünf Bergwertungen initiiert hatte. Garcia Acosta hatte das Rennen lange angeführt und versuchte einen weiteren Vorstoß, als er von Sörensen und Rodriguez eingeholt wurde. Doch letztlich fehlten ihm die entscheidenden Körner und er musste reißen lassen. Im Ziel setzte sich Sörensen gegen seinen letzten Begleiter Pascual Rodriguez im Spurt durch, Acosta folgte mit 22 Sekunden Rückstand auf Platz drei.

In der Gesamtwertung strebt der Spanier Roberto Heras schier unaufhaltsam seinem vierten Gesamtsieg entgegen. Er hat weiter 4:30 Minuten Vorsprung auf den Russen Denis Menchov. Beim 38,9 Kilometer langen Einzelzeitfahren am Samstag wird der Rabobank-Kapitän, der die bisherigen zwei Zeitfahren der Vuelta gewann, diesen Rückstand nicht mehr aufholen können. Der Kampf um die Podiumsplätze ist jedoch noch voll im Gange. Am Donnerstag versuchte der Spanier Francisco Mancebo erneut alles und machte drei Sekunden im Gesamtklassement gut. Der Tour de France-Vierte belegt auch im Vuelta-Klassement den vierten Rang mit 58 Sekunden Rückstand hinter dem Drittplatzierten, seinem Landsmann Carlos Sastre (CSC).

Der bisherige Gesamtachte Santos Gonzalez (Phonak) wurde von seiner Mannschaft aus dem Rennen genommen, weil er bei einem internen Dopingtest durchfiel.

Nicht mehr im Rennen ist auch Olympiasieger Paolo Bettini, der am Donnerstag zur 18. Etappe nicht mehr antrat. Der Italiener hatte sich am Dienstag in Valladolid den Tagessieg vor Sprint-Star Alessandro Petacchi geholt und damit sein Ziel eines Etappensieges erreicht. Wie die Organisatoren mitteilten, will sich Bettini in den kommenden Tagen schonen und dann auf das Straßenrennen bei den Weltmeisterschaften am 25. September in Madrid vorbereiten.



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PostPosted: 16.09.2005 13:45 Reply with quoteBack to top

Tja, jetzt ist es fix. Aber lest doch am Besten selbst:

Quote:
"Ich will diesen Sch... nicht mehr"
Armstrong bleibt Ex-Profi


LOS ANGELES/BERLIN, 16.09.05 (rsn) - Lance Armstrongs Comeback-Pläne waren offenbar nur ein PR-Stunt. Am Donnerstag (Ortszeit) erklärte der Amerikaner in den USA, er sei "glücklich" als Rad-Pensionär und eine Rückkehr sei ausgeschlossen.

"Ich bin glücklich darüber, wie meine Karriere verlaufen ist und ich bin glücklich darüber, wie sie geendet hat. Ich komme nicht zurück", sagte der siebenfache Tour de France-Sieger. "There is no way I can go back there (nach Frankreich)", so Armstrong. Und weiter: "Es wäre verrückt, also lassen sie uns alle einfach sagen: Ich komme nicht zurück."

Am 23.August hatte die Pariser Sportzeitung L'Equipe unter der Titelseiten-Überschrift "Die Armstrong-Lüge" enthüllt, dass nachträglich untersuchte Urinproben Armstrongs von der Tour de France 1999 Spuren von künstlichem EPO enthielten. Nach diesen neuerlichen Dopingvorwürfen, den konkretesten, den sich Armstrong bisher ausgesetzt sah, hatte der US-Radstar mehrfach erklärt, er liebäugele nun mit einem Comeback. "Just to piss them (die Franzosen) off", hatte Armstrong seiner Heimatzeitung in Austin zu seiner Motivation gesagt. Die Comeback-Ankündigung hatte auch den Effekt, dass in den Medien mehr darüber geschrieben wurde als über die Dopingvorwürfe.

Am Donnerstag wies Armstrong erneut alle Anschuldigungen zurück. "Ich sage das in ganz wenigen Worten. Ich habe nichts zu verbergen", behauptete der 33-Jährige. Ein Comeback komme nicht in Frage, weil ihm zu viel Feindseligkeit in Frankreich entgegenschlage sagte der Amerikaner, der zunächst seine eventuelle Rückkehr unter das Motto "Piss them off" gestellt hatte, was seine Popularität in Europa sicherlich auch nicht erhöhte.

Armstrong stellt sich nun als Opfer dar: in Frankreich könne er keine faire Behandlung mehr erwarten, daher sei eine Rückkehr in den Radsport ausgeschlossen "Ich habe das ganze eröffnet vor ein paar Wochen, indem ich sagte, ich käme vielleicht zurück. Aber heute bin ich in all dem wieder mitten drin. Ich weiß, wenn ich zurückkomme, dann bekomme ich es ab im Labor, am Straßenrand, im Hotel. Ich bin es leid, mich mit diesem Scheiß abzugeben. Ich habe hier gerade drei Kinder im Pool und sie schreien meinen Namen", so Armstrong in der Telefonkonferenz.



(www.radsportnews.com)

Irgendwie Schade, aber zu erwarten. Damit ist die Tour 06 wieder eine vollkommen offene Angelegenheit. Mal sehen, ob es wieder ein paar Übergangsjahre geben oder gleich der nächste Seriensieger zuschlagen wird.

mfg Robert

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PostPosted: 16.09.2005 21:04 Reply with quoteBack to top

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60.Spanien-Rundfahrt
Haussler gelingt Triumph bei der Vuelta


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ALCOBENDAS, 16.09.05 (rsn) - Dem Cottbuser Heinrich Haussler (Gerolsteiner), 21 Jahre alt und erstmals bei einer großen Rundfahrt am Start, gelang am Freitag eine kleine Sensation: Der Neuprofi gewann die 19. Etappe der Spanien- Rundfahrt über 142,9km zwischen San Martin de Valdeiglesias und Alcobendas im Norden von Madrid. Haussler setzte sich im Sprint einer vierköpfigen Spitzengruppe durch vor dem Schweizer Meister Martin Elmiger und dem Spanier David Latasa. Liberty-Kapitän Roberto Heras verteidigte das Gelbe Trikot vor dem Zeitfahren am Samstag.

Das Hauptfeld mit dem spanischen Spitzenreiter erreichte mit mehr als einer Viertelstunde Rückstand das Ziel. Heras verteidigte das "Goldene" Trikot. Ihn trennen nur noch zwei Tage vom vierten Gesamtsieg. Am Samstag folgt ein Einzelzeitfahren über knapp 39 Kilometer, das Heras angesichts von viereinhalb Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Russen Denis Menchov jedoch normalerweise nicht zu fürchten braucht. Er müsste sich schon anstellen wie der Däne Rasmussen beim letzten Zeitfahren der Tour de France, um die Vuelta noch zu verlieren. Am Sonntag endet die Rundfahrt in Spaniens Hauptstadt auf dem Kurs, auf dem eine Woche später bei den Weltmeisterschaften das Straßen-Rennen ausgetragen wird.

"Klar bin ich happy, weil ich was erreichen wollte. Dass es sogar zu einem Etappensieg gereicht hat, ist schon sagenhaft", sagte Haussler. "Elmiger war heute der Stärkste, aber ich wusste, dass ich meine Chance habe. Sprinten kann ich ja eigentlich ganz gut. Ich habe mich schon während des Rennens gefragt, ob die anderen das auch wissen. Das war heute ein schwerer Tag mit sovielen Kilometern als Ausreißer."

Haussler hatte während der Spanien-Rundfahrt bereits großes Pech, als Diebe in Lloret de Mar sein Hotelzimmer ausraubten. Der bisher größte Erfolg seiner Karriere entschädigte ihn jedoch für die Strapazen der vergangenen knapp drei Wochen. Eine starke Leistung zeigte an seinem 23. Geburtstag auch Linus Gerdemann aus Münster, der lange das Renngeschehen mitbestimmte, am Ende aber nicht bei der entscheidenden Attacke dabei war und mit der ersten Verfolgergruppe als Achter das Ziel erreichte. Der Jungprofi vom dänischen CSC-Team hatte in diesem Jahr mit einem Etappensieg bei der Tour de Suisse auf sich aufmerksam gemacht.

Schon nach zehn Kilometern hatte sich eine vierköpfige Ausreißergruppe mit Gerdemann als einzigem Nicht-Spanier gebildet. Gerdemann sprengte die Spitzengruppe schließlich, in der Schlussphase mit viel taktischem Geplänkel und ständigen Attacken behielt Haussler aber den Überblick und zog rechtzeitig den Sprint an.



(www.radsportnews.com)

mfg Robert

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PostPosted: 17.09.2005 12:43 Reply with quoteBack to top

Schon zwei Tage her, hab ich aber hier zu posten vergessen. Also, Nachtrag:

Quote:
Armstrong-Affäre
Pound: Verbruggen selbst war L'Equipe-Quelle


UCI-Präsident Hein Verbruggen höchstpersönlich soll die Quelle gewesen sein bei den Doping- Enthüllungen der Sportzeitung L'Equipe über Lance Armstrong. Dies sagte WADA-Chef Richard Pound am Donnerstag.

"Es ist offensichtlich", sagte der Präsident der internationalen Antidopingagentur bei einer Pressekonferenz, "Herr Verbruggen hat zu uns gesagt, er habe alle Daten bezüglich Armstrong den Journalisten von L'Equipe gezeigt und dass er mindestens die Kopie einer der Akten weitergegeben hat", so Pound.

Die Pariser Sportzeitung L'Equipe hatte am 23. August von Dopingproben der Tour de France 1999 berichtet, mit denen Armstrong im vorigen Jahr nach heutigen Methoden der Gebrauch des Blutdoping-Mittels EPO nachgewiesen werden konnte. Das Untersuchungs-Labor in Chatenay- Malabry am Stadtrand von Paris hatte außerdem bekannt gegeben, dass 46 weitere positive Proben der Jahre 1998 und 1999 vorlägen. Nur die UCI kann den Abgleich der anonymen Proben mit den dazu gehörenden Namen der Fahrer vornehmen. Im Zusammenhang mit den Armstrong zugeordneten sechs Proben aus dem Jahr seines ersten Toursieges war es offensichtlich zu Indiskretionen gekommen, über deren Quelle seither spekuliert wurde.

Verbruggen hatte am vergangenen Freitag in einem Interview mit dem Pariser Figaro den Verdacht geäußert, die WADA habe Informationen lanciert, um von eigenen Versäumnissen abzulenken. Dem widersprach nun Pound: "Wir hatten die Namen der betroffenen Athleten gar nicht. Wir haben vom Labor die Daten mit Codenummern bekommen, nicht mit Namen. Daher ist es gar nicht möglich, dass die WADA für die Veröffentlichungen der Namen verantwortlich ist", so Pound. Auf die Nachfrage der verdutzten Journalisten, ob er wirklich glaube, dass Verbruggen die L'Equipe-Quelle sei, antwortete Pound: "Ja."

"Er (Verbruggen) hat mindestens sechs Dokumente (von Armstrong unterschriebene Dopingkontroll-Protokolle, die Red.) einem Journalisten gezeigt und mindestens eine Kopie davon weitergegeben. Das geht aus einem Brief hervor, den er (der UCI-Präsident) an uns geschickt hat", sagte Pound, der nicht ausschloss, dieses Schreiben zu veröffentlichen.

Ein Sprecher der UCI sagte am Donnerstag zu Pounds Vorwürfen: "Die UCI hat kein Problem damit zu bestätigen, was schon in dem Brief an Herrn Pound stand. Der fragliche Journalist (von L'Equipe) kam zur UCI unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und mit dem Einverständnis von Armstrong. Er verließ die UCI mit einem Dokument", so der UCI-Sprecher, der darauf hinwies, dass Verbruggen selbst gar nicht am UCI-Sitz war bei dem Besuch des L'Equipe-Journalisten.



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Tja, so versucht man sich bei der UCI nun rauszureden. Erst Schlammschlacht forcieren, dann das! Sehr schade!!! naja

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PostPosted: 17.09.2005 20:47 Reply with quoteBack to top

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60.Spanien-Rundfahrt
Heras in Gelb auf die Ehrenrunde


ALCALA DE HENARES, 17.09.05 (rsn) - Der Spanier Ruben Plaza (Valencia) gewann am Samstag das Zeitfahren der voletzten Etappe der Spanien-Rundfahrt über 38,9 km zwischen Guadalajara und Alcala de Henares im Osten von Madrid. Sein Landsmann Roberto Heras (Liberty) verteidigte souverän seine komfortable Führung. Der dreifache Vuelta-Sieger wurde mit nur Sekundenbruchteilen Rückstand Zweiter und geht im "Goldenen" Trikot des Gesamtbesten auf die abschließende Etappe rund um Madrid am Sonntag.

Heras, eigentlich mehr ein Kletterfloh, war bei dem Kampf gegen die Uhr auf einem weitgehend flachen Kurs mit Rückenwind - mit 56x11-Übersetzung! - überraschend stark und nahm seinen Rivalen sogar Zeit ab. Er beendete das Rennen zeitgleich mit über 56km/h (!) Schnitt mit Plaza (41:31 Minuten). Hundertstel Sekunden entschieden über den Tagessieg. Der Russe Denis Menchov (Rabobank), Gesamtzweiter und Sieger der ersten beiden Zeitfahren dieser Vuelta, belegte den vierten Platz (+ 6 Sek) hinter Carlos Sastre (CSC/+ 4 Sek), der damit seinen Podiumsplatz perfekt machte. Sein spanischer Landsmann Francisco Mancebo (Balears) war fünftschnellster und wird in Madrid am Sonntag mit dem vierten Gesamtrang vorliebnehmen müssen. Die gleiche Platzierung hatte der künftige Kapitän der französischen Ag2r-Equipe im Juli auch bei der Tour de France belegt.

Nichts zu tun mit der Entscheidung hatten einen Tag nach dem überraschenden Etappensieg von Heinrich Haussler die deutschen Fahrer. Zeitfahr- Routinier Uwe Peschel vom Team Gerolsteiner landete mit 2:15 Minuten Rückstand auf Plaza auf dem 24. Rang.

Der 21. Etappe mit Start und Ziel in Madrid führt am Sonntag über 136,5 Kilometer. Erwartet wird dort ein Massensprint, bei dem auch Erik Zabel noch einmal seine Chance suchen wird. Eine Woche später findet in der spanischen Hauptstadt auch das Straßen-Rennen der Weltmeisterschaften statt.



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Gratualation an Heras für seinen endgültig vierten Vuelta Triumph!

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PostPosted: 18.09.2005 20:58 Reply with quoteBack to top

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"Sowieso keine Chance mehr"
Ullrich beendet klammheimlich seine Saison


BONN, 18.09.05 (dpa) - Beim T-Mobile- Team überschlagen sich hinter den Kulissen die Ereignisse: Jan Ullrich hat klammheimlich seine Saison beendet und sein Betreuer Rudy Pevenage soll wieder Teamchef werden. «Es gab Gespräche in dieser Richtung und es gibt in der kommenden Woche weitere Unterredungen über meine zukünftigen Kompetenzen», sagte Pevenage der dpa und bestätigte damit einen Bericht der «Bild am Sonntag». Der 52-Jährige soll nach dem Renteneintritt seines Intimfeindes Walter Godefroot auf seinen alten Posten zurückkehren. Die vergangenen zwei Jahre war der Belgier an der Seite Ullrichs als «persönlicher Betreuer» eher geduldet als besonders gerne gesehen.

«Wenn es so kommt, wäre es für Jan sicher das Beste. Die ganzen Querelen haben ihn schon gestört. Er braucht Ruhe und ein Team, das hundertprozentig hinter ihm steht, damit er die Tour de France noch einmal gewinnen kann», sagte Pevenage am Sonntag. Der bisherige Teamchef Mario Kummer soll ins Management an die Seite des Godefroot- Nachfolgers Olaf Ludwig rücken.

Ullrich, der eigentlich am 2. Oktober noch die Meisterschaft von Zürich fahren wollte, hat seine Saison beendet, genau wie sein Team- Kollege Andreas Klöden. «Gegen die Fahrer, die von der Vuelta und aus der WM kommen, hätte Jan sowieso keine Chance gehabt. Da hat es keinen Zweck, sich im Training jetzt noch zu quälen», sagte Pevenage, der ankündigte, dass der Toursieger von 1997 für die Saison 2006 wahrscheinlich früher mit dem Training beginnen werde.

Ullrich, der in diesem Jahr erst im April in den Wettkampf bei der Sarthe-Rundfahrt einstieg, blickt auf eine an Erfolgen gemessen sehr durchwachsene Saison zurück: Bei seinem Saisonhöhepunkt, der Tour de France, war er - gehandicapt durch zwei Stürze - erneut an Lance Armstrong gescheitert und hatte den dritten Platz belegt. Davor hatte der 31-jährige das Zeitfahren der Tour de Suisse gewonnen und danach den Kampf gegen die Uhr bei der Deutschland-Rundfahrt. Am Montag bestreitet Ullrich ein 70 Kilometer-Hobby-Rennen in Bad Wiessee.


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PostPosted: 18.09.2005 21:34 Reply with quoteBack to top

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60.Spanien-Rundfahrt
Rekordsieger Heras nur Prophet im eigenen Land


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MADRID, 18.09.05 (rsn) - Roberto Heras hat als erster Radprofi die Spanien-Rundfahrt zum vierten Mal gewonnen und damit den früheren Stunden-Weltrekordler Tony Rominger überholt. Heras, Sieger 2000 für Kelme, 2003 für «US Postal» sowie 2004 und 2005 für Liberty, krönte seine Triumphfahrt bei der 60. Vuelta am Sonntag in Madrid nach insgesamt 3368 Kilometern mit einem lupenreinen Hattrick. Die Schlussetappe auf dem WM-Kurs von nächster Woche ging an den Sprinterstar Alessandro Petacchi (Fassa Bortolo).

Die Abschlussetappe über 136,5 km mit Start und Ziel in Madrid auf dem WM-Kurs in einer Woche gewann Petacchi, der seinen fünften Etappensieg feierte und beim Regenbogenrennen in einer Woche der große Favorit sein wird. Erik Zabel kam am Sonntag zum dritten Mal auf Platz 2 und der Noch-T-Mobile-Fahrer, dessen neues Team am kommenden Freitag präsentiert wird, ist bei der WM auf jeden Fall gut für einen Medaillenrang. Aus deutscher Sicht ragte bei der Vuelta der Etappensieg von Gerolsteiner-Fahrer Heinrich Haussler auf dem drittletzten Tagesabschnitt am Freitag heraus. Der Cottbuser mit Allrounder-Qualitäten konnte sich auch am Schlusstag im Massensprint mit Platz drei hervorragend in Szene setzen.

Roberto Heras
Geb.21.Februar 1974 in Bejar (Esp); 1,72m /59 kg; Verheiratet, Vater einer Tochter
Profi seit 1996
Teams: Kelme (1996-2000), US Postal (2001-2003), Liberty (seit 2004)
Größte Erfolge: Spanien-Rudfahrt 2000, 2003, 2004 und 2005 (10 Etappensiege: 1/1997, 1/1998, 2/2000, 2/2002, 1/2003, 1/2004, 2/2005), Gesamtzweiter 2002, Gesamtdritter 1999, Gesamtvierter 2001; Tour de France: 6 Teilnahmen: 5./2000, 15./2001, 9./2002, 34./2003 (+ Sieg MZF), Aufgabe 2004, 45./2005; Italien-Rundfahrt: 5./1999 (+ 1 Etappensieg); Sieger Katalonien-Rundfahrt 2002 (+ 1 Etappe 1999), Bicicleta Vasca 2004 (+ 1 Etappensieg 2000), Subida Naranco 1997, GP Primavera 1998 und 1999

"Ich habe mich gut gefühlt dieses Jahr, auch wenn ich Zweifel bekam, als Menchov in Lagos de Covadonga dranblieb, das Gelbe Trikot verteidigte und sehr stark fuhr. Aber ich blieb optimistisch, weil ich wusste, dass die Etappe nach Pajares noch meine Chance sein würde", sagte Heras. "Von meinen vier Vueltasiegen habe ich bei dieser am besten gefühlt", meinte der neue Rekordsieger.

Heras war einmal mehr der König der Vuelta. Allerdings gilt der zurückhaltende Spanier, der Lance Armstrong als effektiver Edelhelfer zu zwei Toursiegen pilotierte, nur als Prophet im eigenen Land. Seine Erfolge außerhalb der Landesgrenzen sind überschaubar. Vier Wochen vor dem Beginn der Spanien-Rundfahrt, die er in eindrucksvoller Manier prägte, landete er bei der Tour de France 1:38 Stunden hinter seinem ehemaligen Chef Armstrong auf einem enttäuschenden Rang 45, den er sich selbst nicht erklären konnte.

Die Leistungsexplosion im Heimatland nährte vor dem Hintergrund der Doping-Affäre Armstrong aber auch den Argwohn. Die «Süddeutsche Zeitung» vermutete hinter den 58 vorzeitig ausgeschiedenen Vuelta- Startern nicht nur Kranke und Verletzte. Eine gewisse Laxheit der Doping-Kontrollen vor Ort sorge für geringe Auffälligkeiten und einen hohen Anteil an plötzlichen Aussteigern. Bekanntlich gibt es in Spanien nicht vergleichbar strenge Anti-Doping-Gesetze wie in Italien oder Frankreich.

Heras hat seinen Sieg in eindrucksvoller Manier in Asturien manifestiert. Drei Tage nach einem Sturz, nach dem zwei Knie-Wunden mit 15 Stichen genäht werden mussten, stürzte er seinen Widersacher Denis Menchov nach einer taktischen und fahrerischen Meisterleistung. Der isolierte Russe aus der niederländischen Rabobank-Mannschaft hatte allein der geballten Kraft des Liberty-Teams nichts entgegen zu setzen und verlor auf der Königsetappe auf den Pajares 5:17 Minuten auf Tagessieger Heras.

Auf der Abfahrt vom Colladiello hatte Heras am vergangenen Sonntag Kopf und Kragen riskiert und Mentschow, der in den Vortagen tapfer dagegen hielt, abgeschüttelt. Zusammen mit vor ihm fahrenden Team- Kollegen nahm er den Schlussanstieg in Angriff. Damit versetzte Heras dem in Pamplona lebenden Russen den entscheidenden Schlag und zog ihm das Goldene Trikot wieder aus. Zwei Etappensiege und ein starkes Zeitfahren am Samstag mit Platz zwei nur eine knappe halbe Sekunde hinter Ruben Plaza runden den Erfolg ab. 2006 will das Fliegengewicht beim Giro d'Italia starten und auf eine Tour-Teilnahme verzichten.



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Gute Idee von Heras, bei der Tour wird er so und so kein 'Leiberl' haben. Aber nochmals Gratualtion!

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PostPosted: 19.09.2005 14:12 Reply with quoteBack to top

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WM-Start schon als Eidgenosse
Wesemann ist Schweizer


BERLIN, 19.09.05 (dpa) - Steffen Wesemann ist in Feier- Stimmung. An seinem fünften Hochzeitstag konnte der gebürtige Wolmirstedter am Montag seinen Schweizer Pass bei der Kantonspolizei Küttigen abholen. Schon am Sonntag will Wesemann bei der Straßen- Weltmeisterschaft in Madrid als Mitglied der Schweizer Nationalmannschaft nach dem Titel greifen. «Fabian Cancellara und ich sind die Kapitäne, und wenn es nicht zum Massensprint kommt, haben wir gute Chancen», sagte der 34 Jahre alte T-Mobile-Profi, der mit dem Gewinn der Flandern-Rundfahrt im vergangenen Jahr den Durchbruch schaffte. «Ich wollte schon lange Schweizer werden.» Sogar auf die Bundestagswahl hat er verzichtet.

Den Pass-Wechsel kurz vor der WM hatte im vorigen Jahr auch der Italiener Davide Rebellin geplant. Aber das Vorhaben, für Argentinien an den Start zu gehen, zerplatzte wie eine Seifenblase, weil gegen den Kapitän des Gerolsteiner Teams in Italien ein Doping-Prozess anhängig war. In dieser Beziehung hat Wesemann ein reines Gewissen, keinerlei Probleme mit der Justiz und leichtes Spiel bei den strengen «Schweizermachern». Wesemann kam in den Vorzug eines «vereinfachten Einbürgerungsverfahrens, also ohne den sonst üblichen Eignungstest, weil ich fünf Jahre mit einer Schweizerin verheiratet bin.» Alle Behörden hätten zugestimmt: «Die Gemeinde meines Wohnortes Küttigen und die Geburts-Gemeinde meiner Frau», sagte Wesemann.

Fast hätte ihm der Rad-Weltverband UCI, der im Moment wahrlich andere Sorgen hat, jedoch noch einen Strich durch die Rechnung gemacht. «Plötzlich wollten die noch eine beglaubigte Urkunde, dass ich den Schritt nicht nur wegen der WM vollziehe. Ich legte eine Erklärung vor, dass ich auch nach der Weltmeisterschaft weiter Schweizer bleiben möchte, deren juristischer Wert sicher zweifelhaft ist», sagte der neue Eidgenosse, für den die Schweiz schon seit längerem das Ziel seiner Wünsche ist. Mit dem Schweizer Pass in der Hand legt Wesemann die deutsche Staatsangehörigkeit nieder.

Bei der Polen-Rundfahrt hatte der Friedensfahrt-Rekordsieger fünf Etappen zum Einrollen für die WM genutzt. Als der Regen kam, fuhr er mit seinem neuen Team-Kollegen Cancellara nach Hause, um sich den letzten WM-Schliff zu holen. Der längsten Etappe hatte er am vergangenen Mittwoch nach 224 Kilometern sogar noch ein 30 Kilometer- Training hinter dem Motorrad folgen lassen, um sich an die WM- Marathon-Distanz heranzutasten. Das brachte ihm prompt das Lob des Schweizer Nationaltrainers René Savary ein: «Wesemann bereitet sich sehr seriös vor.» Die WM wird mit 289 Kilometern das zweitlängste Rennen der Saison.

Im Vorjahr bei den Titelkämpfen in Verona hatte Wesemann großen Anteil an der Vize-Weltmeisterschaft Erik Zabels. Diesmal fährt er auf eigene Rechnung und hofft auf Zwist bei den Italienern mit dem haushohen Favoriten Alessandro Petacchi: «Bei denen lief es in den letzten Jahren nur einmal harmonisch ab, als Cipollini 2002 Weltmeister wurde.»



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Tja, da hat wohl einer der momentan erfolgreichsten deutschen Radsportlern heimlich das Lager gewechselt.

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60.Spanien-Rundfahrt
Kleine große Rundfahrt: Vuelta auf dem Abstieg


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MADRID, 19.09.05 (rsn) - Roberto Heras ist der neue Rekordsieger der Spanien-Rundfahrt und es passt gut ins Bild, dass der kleine Spanier ein eher unscheinbarer Mann ist, der nicht unbedingt zum Star taugt. Die Vuelta, seit jeher die kleinste der drei "großen Rundfahrten", ist seit Jahren auf dem absteigenden Ast. Die Verschiebung vom traditionellen Termin im Frühsommer auf den September als WM-Vorbereitung stoppte den Trend ebensowenig wie die ProTour-Reform, nach der nun alle Topteams in Spanien dabei sind bzw. sein müssen. Trotzdem blieb die Vuelta ein nationales Ereignis - und selbst in Spanien hielt sich das Interesse in Grenzen.

Heras ist der König seiner Heimatrundfahrt, während sich seine Erfolge bei den anderen großen Rundfahrten vergleichsweise bescheiden ausnehmen. Beim Giro 1999 gewann er eine Etappe und war Fünfter, bei der Tour de France fiel er als ausgezeichneter Edelhelfer von Lance Armstrong auf. Als Kapitän entäuschte er, seit er 2004 zu Liberty wechselte. Bei der Vuelta hingegen war er in diesem Jahr der große Protagonist - um nicht zu sagen, der einzige.

Die Spannung des sportlichen Geschehen hielt sich in Grenzen. Bis auf eine wirklich epische 15.Etappe und die Andeutung eines Duells mit dem Russen Denis Menchov, der an jenem Tag einbrach, war ansonsten nicht viel los. Die großen Stars fehlten ohnehin wie schon seit Jahren. Und die wenigen ausländischen Spitzenfahrer, die kamen, wie Alessandro Petacchi und Paoli Bettini, rollten sich nur ein für die Straßen-Weltmeisterschaften in Madrid am kommenden Sonntag. Ihre Siege sahen sie vor allem unter diesem Gesichtspunkt.

Heras wollte glauben machen, dass die 60. Ausgabe das Image der Vuelta verbessert habe. "Das war ja kein Kampf zwischen Spaniern, es gab ja auch Denis Menchov", sagte er. Doch erstens ist auch der in Pamplona lebende Russe ein halber Spanier und zweitens war der Rest des Rennens eben doch vor allem eine innerspanische Angelegenheit. Um so schlimmer für die Rundfahrt, dass dies nicht mal in Spanien für großes Interesse sorgte. Bei der Vuelta stehen Jahr für Jahr weniger Zuschauer am Straßenrand. Zu Beginn des Rennens in Andalusien konnte man dies noch auf die enorme August-Hitze schieben. Aber auch in den kühlen Pyrenäen gab es keine Spaliere von Fans in den Bergen und am Sonntag in Madrid rollte das Peloton lange durch fast menschenleere Straßen. Auch im Fernsehen war die Vuelta kein Zuschauererfolg. An manchen Tagen gab es nicht mal eine Million Zuschauer bei den Übertragungen im staatlichen Sender TVE.

Das Thema Doping beherrschte natürlich auch die Rundfahrt. In Spanien kümmert sich im Gegensatz zu Italien oder Frankreich die Staatsanwaltschaft nicht um Manipulationen von Radprofis und die Medien sind auch nicht gerade besessen davon (wie in Frankreich). Dies macht offenbar die Vuelta zum Eldorado der Trickser. Letztes Jahr überraschte der aus dem Nichts kommende Spanier Santiago Perez nach erfolglosen Jahren mit drei Etappensiegen und dem zweiten Gesamtrang. Dass er gedopt war, überraschte dann niemanden. Auch dieses Jahr gab es wieder Leistungen, über die man nur staunen konnte. Bei einer Bergetappe wurden etwa 43km/h (!!) gefahren - von Fahrern, die bei der Tour de France etwa nichts zu bestellen haben.

Es gab auch handfestere Fälle: Der Spanier Oscar Laguna (Relax) durfte nach den Untersuchungen vor dem Start gar nicht erst antreten wegen Dopingverdachts (Hämatokritwert über 50 Prozent). Sein Landsmann Unai Yus wurde von seiner französischen Bouygues Telecom-Equipe aus dem Team geworfen, nachdem man bei ihm Medikamente fand, die "nicht von einem Arzt verschrieben wurden". Phonak, das letztes Jahr u.a. mit Perez die Dopingschlagzeilen lieferte und sich nicht viel mehr schlechte Publicity erlauben darf, war auch diesmal wieder betroffen. Der Spanier Santos Gonzalez, immerhin Gesamtachter, wurde von Phonak aus dem Rennen genommen, weil er bei internen Dopingkontrollen auffiel. Und das waren nur die wenigen Dinge, die quasi von selbst an die Oberfläche kamen.

Die Spanien-Rundfahrt 2006 verheißt auch kaum Hoffnung auf ein Ende des Abstiegs. Es ist nicht einmal sicher, ob die große Attraktion Heras wieder dabei sein wird. Der Rekordsieger ließ am Sonntag offen, ob er nächstes Jahr einen fünften Gesamtsieg anpeilen wird.



(www.radsportnews.com)

Cool! In Frankreich ist ein Dopingfall von einem Mittelklassefahrer gleich ein Skandal, in Spanien ist sowieso gleich das halbe Feld auf diversen Dopingmitteln unterwegs. Tja, wo nicht (genug) kontrolliert wird, da wird sowas natürlich ausgenützt. naja

mfg Robert

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Saisonausklang in Südbayern
Ullrich "extrem heiß" auf 2006


Image

BERNAU, 20.09.05 (rsn) - Im Rahmen einer Infoveranstaltung der Medical Park AG hat Jan Ullrich am Montag seine diesjährige Rennsaison am Tegernsee und Chiemsee ausklingen lassen. Der T-Mobile Kapitän hatte im Juni 2002 nach der Knieoperation in der St. Hubertus-Klinik sein Aufbautraining absolviert. Der Wahlschweizer unterhält seitdem beste Kontakte zu oberbayrischen Fachärzten wie Dr. med. Dietolf Hämel. Die Medical-Parkgruppe ist auf den medizinischen Akutbereich und die Rehabilitationsphase spezialisiert. Befragt, woher seine guten persönlichen Beziehungen zum Medical Park rühren, fiel seine Antwort gleichwohl klar wie knapp aus: „Ich habe seinerzeit die beste Rehabilitationsklinik gesucht und in Bad Wiessee vorgefunden“.

Neben Vorführungen zur Leistungsdiagnostik und Besichtigungen begleiteten den Radstar am Montagmittag rund ein halbes Dutzend ambitionierte Journalisten auf der 100 Kilometer langen Überfahrt vom Tegern- zum Chiemsee. Auf den ersten neutralisierten Kilometern hatte sich TV-Reporter Waldemar Hartmann zur Radgruppe gesellt. Trotz anspruchsvoller Steigungen entlang des Spitzing- und Sudelfeldsattels erreichte das geschlossene Freizeitsportlerfeld Bernau am Chiemsee.

In den späten Nachmittagsstunden präsentierte sich Jan Ullrich in Bernau bestens aufgelegt wartenden Journalisten und Klinikgästen. Bei einem Abendessen im Kaminzimmer des Medical Park Chiemsee sprach RADSPORT-NEWS.COM mit dem Radstar und seinem Manager Wolfgang Strohband.

Besonders im Hinblick auf die Saisonvorbereitung 2006 will Ullrich demnach noch frühzeitiger und konsequenter starten. Seine Trainingsphase beginnt im Anschluss an einen dreiwöchigen Urlaub bereits am 1. November. Ullrichs bevorzugtes Trainingsterrain befindet sich erneut in Südafrika, wo Ullrich noch in diesem Jahr einen Monat lang Trainingskilometer abspulen wird. Seinen diesjährigen Podiumsplatz wertete er nach den Stürzen vor und während der Tour persönlich „wie einen Sieg“.

Im Hinblick auf die Tour de France 2006 verknüpft Ullrich gute Erwartungen mit seinem „Wunschkandidaten“, dem Ukrainer Sergej Honchar sowie dem Italiener Eddy Mazzoleni. Neben den erfolgversprechenden Neuzugängen sieht Ullrich drei wesentliche taktische Verbesserungen: Erstens die personellen Veränderungen innerhalb der Teamleitung: „Rudy Pevenage ist wieder dabei“. Ferner die Tatsache, dass T-Mobile bei der Tour zukünftig konsequent mit einer einzigen Kapitänsspitze ausgestattet sein wird. Schließlich der Verzicht auf zweckdienliche Kompromisse zwischen Sprintvorbereitungen und Klassementambitionen. Jedenfalls bekundet der Rostocker bereits heute zum Saisonausklang „extrem heiß“ auf die Rennsaison im kommenden Jahr zu sein.



(www.radsportnews.com)

Na mal sehen, wie es dann bei der Tour 06 tatsächlich für Ulle und T-Mobile aussehen wird!

mfg Robert

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PostPosted: 20.09.2005 21:32 Reply with quoteBack to top

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Neue Strukturen bei T-Mobile
Pevenage wieder Ullrichs Sportdirektor


BONN, 20.09.05 (rsn) - Rudy Pevenage kehrt beim T-Mobile- Team wieder zurück auf den Posten des Sportlichen Leiters, wie die Mannschaft am Dienstag offiziell bekanntgab. Der Belgier, der mit seinem überstürzten Weggang mit Ullrich zu Coast den inzwischen abgetretenen Walter Godefroot tief verärgert hatte und nach der Rückkehr nur als persönlicher Betreuer geduldet wurde, wird die Vorbereitung des Tour de France-Teams 2006 leiten.

Der 54 Jahre alte Pevenage ist nun neben Giovanni Fidanza, Brian Holm, Frans van Looy und Valerio Piva einer von fünf (!) Sportlichen Leitern der Magentatruppe. Pevenage wird die Vorbereitung des Tour de France-Teams leiten. Mario Kummer wird dagegen in das Management neben den neuen Teamchef Olaf Ludwig wechseln. "In Mario habe ich einen Partner, von dessen Qualitäten ich überzeugt bin und dem ich zu 100 Prozent vertraue", sagte Ludwig. Kummer freute sich auf "neue Perspektiven".

Pevenage ist der engste sportliche Berater von Jan Ullrich seit er ihn 1997 bei dem ersten Toursieg des Deutschen betreute. Bei seinem Landsman Walter Godefroot, der bis zu diesem Jahr der Betreiber des Magentateams war, fiel er in Ungnade, als er Ende 2002 mit Ullrich Hals über Kopf zu Coast wechselte. Die unseriöse Mannschaft kam schnell in finanzielle Probleme und startete nach einer Rettungsaktion als provisorisches Bianchi-Team bei der Tour 2003. Damals gelang Ullrich ein starkes Comeback nach seiner Ecstasy-Dopingsperre. 2004 kehrte er reumütig wieder zu T-Mobile zurück. Pevenage kam mit, doch Godefroot ließ seinen einstigen Mitstreiter immer spüren, dass er nicht mehr willkommen ist und demütigte ihn geradezu. Platz im Begleitfahrzeug war für Pevenage nicht, manchmal nicht mal im Teamhotel. Bezahlt wurde Pevenage auch nie von Godefroot, sondern vom Sponsor direkt.

T-Mobile betonte in der Pressemitteilung, dass Jan Ullrich "im Mittelpunkt des Tour-Teams" steht, dessen Kern bereits Ende des Jahres feststehen soll. Mit Alexandre Vinokourov und Erik Zabel wechseln die bisherigen potenziellen Tour-Protagonisten des Teams am Saisonende zu anderen Mannschaften. Ullrich hat inzwischen seine Saison beendet. Die WM hatte er früh abgesagt. Auf den geplanten Start bei der Meisterschaft von Zürich am 2.Oktober verzichtete er, weil er "dort sowieso keine Chance" (Pevenage) habe. Zudem sei es "wichtig, ausreichend zu regenerieren, um die neuen Ziele in Angriff nehmen zu können", sagt Ullrich.

Im November wird die neue T-Mobile-Mannschaft in den österreichischen Alpen erstmals zusammenkommen. Individuellen Trainingsaufenthalten folgt das erste gemeinsame Trainingslager auf Mallorca im Januar, wo der neue Kader dann auch offiziell der Presse präsentiert wird.

Die neue T-Mobile-Führung:

Teamchef: Olaf Ludwig (geschäftsführender Gesellschafter der Olaf Ludwig Cycling GmbH (OLC))
Teammanagement: Hans Hindelang (Finanzen), Mario Kummer (Logistik und Strategie)
Sportliche Leiter: Rudy Pevenage, Giovanni Fidanza, Brian Holm, Frans van Looy, Valerio Piva


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PostPosted: 21.09.2005 22:59 Reply with quoteBack to top

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Straßen-WM in Madrid: Zeitfahren der Frauen
Arndt nicht unzufrieden über "doofe Platzierung"


Image

MADRID, 21.09.05 (rsn) - Eigentlich, ja eigentlich sei ein vierter Platz immer "doof", meint Judith Arndt, "denn er ist nicht schlecht, aber halt knapp an einer Medaille vorbei". Dieses Mal ist die Leipzigerin aber richtig zufrieden mit diesem Resultat, das sie zum Auftakt der Straßen-WM in Madrid eingefahren hat. Vierter wurde Arndt hinter der schweizerischen Titelverteidigerin Karin Thürig, Lokalmatadorin Joane Somarriba und der US-Amerikanerin Kristin Armstrong.

Vor ein paar Wochen noch hätte Judith Arndt wohl noch gegrollt über den vierten Platz bei diesem Zeitfahrwettbewerb. Da hatte sie gesagt, dass sie sich bei der WM möglicherweise ganz auf den Kampf gegen die Uhr konzentrieren wolle - und mit einer solch klaren Ausrichtung hätte die beste Allrounderin der Welt sicherlich ganz andere Ziele gehabt. Dann aber wurde sie krank. Vor knapp zwei Wochen hat sich Judith Arndt eine Virusinfektion eingefangen, eine böse Grippe, wegen der sie ihre Reise nach Madrid beinahe ganz hätte canceln müssen.

"In der Vorbereitung lief nicht alles optimal", sagte sie denn auch nach dem Rennen. Das ist eine zurückhaltende Ausdrucksweise. Bundestrainer Jochen Dornbusch wurde da schon deutlicher: "Fakt ist: Sie ist immer noch angeschlagen." Und so waren sich Arndt und Dornbusch einig: Rang vier - das ist unter diesem Umständen ein gutes Ergebnis. Punkt. "Das ist mehr, als man erwarten konnte", konstatierte Dornbusch.

Weniger zufrieden war derweil Trixi Worrack. Doch das lag nicht an ihrer Form und nicht an ihrer Performance, sondern an den Tücken der Technik. 22 Kilometer war das Rennen lang, über 22 Kilometer hinweg musste sie gegen einen schleifenden Bremsklotz ankämpfen. "Sie musste sogar bergab treten", erklärte Petra Roßner, die die BDR-Frauen zusammen mit Dornbusch betreut. Unter diesen Umständen konnte die Weltklassefahrerin Worrack, die wie Arndt für die Equipe Nürnberger fährt, ausnahmsweise nur zwei Fahrerinnen hinter sich lassen.

Viel fröhlicher blickte da Madeleine Sandig drein. Als amtierende Europameisterin hatte sich die 22-Jährigen einen zusätzlichen - den dritten - Startplatz für die deutsche Equipe ergattert. Und sie machte etwas draus, fuhr auf den 18. Platz und sammelte jede Menge Erfahrungen. So eine Zeitfahr-WM ist schließlich ein ganz anderes Event als eine Europameisterschaft. "Ein Riesen-Unterschied", sagte das Talent aus dem niederländischen Buitenpoort-Rennstall, "vor allem dieser Trubel ist nicht mit der EM zu vergleichen". Und auch wenn sie es viel höflicher ausdrückte: Ein bisschen wunderte sie sich zudem über den WM-Parcours. Denn ist durch die extrem schmalen Straßen und schwer einsehbaren Kurven nicht nur technisch eine Herausforderung, sondern zum Teil auch in einem erstaunlich schlechten Zustand: An manchen Stellen bröckelt der Asphalt vor sich hin. Madeleine Sandig: "Da waren richtige Löcher in der Straße."

Diese bremsten die Titelverteidigerin allerdings ebensowenig wie das wellige Terrain: Karin Thürig war die dominierende Figur dieses Zeitfahrens und spulte die Strecke mit einem Durschnittstempo von 45,5 Stundenkilometern ab. "Zufrieden und einfach nur glücklich" sei sie, sagte Thürig nach dem glanzvoll vollendeten Unternehmen Titelverteidigung.

Dies ist auch für Judith Arndt noch möglich - beim Straßenrennen am Samstag. Das Zeitfahren mache ihr Mut und sei ein gutes Zeichen, gab die 29-Jährige zu Protokoll, die Titelverteidgung das große Ziel. Allerdings: Wenn Judith Arndt das Wort "Titelverteidigung" in den Mund nimmt, dann spricht sie nicht von sich. Ihr geht es um die Mannschaft. "Wir wollen als Team gewinnen", sagt Arndt dieser Tage immer wieder. Und als Team haben die deutschen Frauen gleich einige Trümpfe parat - nicht nur Judith Arndt, aber auch. (kh)



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PostPosted: 21.09.2005 23:04 Reply with quoteBack to top

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Genf-Abstecher ohne Ergebnis
Verbruggens Tour de Farce


MADRID, 21.09.05 (dpa) - Der Machtkampf im Radsport-Weltverband UCI, dem der umstrittene Hein Verbruggen vorsteht, geht in die nächste Runde. Die richterliche Ablehnung der Bestellung eines «Kurators» für die Präsidiumswahl beim 174. UCI-Kongress am Freitag in Madrid stärkte dem schwer angeschlagenen Verbruggen den Rücken. Vor der Gerichts- Entscheidung in der Schweiz waren die Mitglieder des UCI- Direktoriums, die Madrid am Montag Hals über Kopf verlassen hatten, zurückgekommen. Am Donnerstag um 08.00 Uhr holen sie die ausgefallene Sitzung vom Montag, an der die Verbruggen-Kritikerin Sylvia Schenk zum letzten Mal in offizieller Funktion teilnehmen wird, nach. Der kostspielige, zweitägige Abstecher nach Genf von neun der 12 Direktions-Mitglieder verlief ohne Ergebnis.

Verbruggen glänzte zum Auftakt der Wettbewerbe am Mittwoch in der spanischen Hauptstadt zwar noch durch Abwesenheit, «aber er kommt in der Nacht», versicherte sein Sprecher Enrico Carpani. Bis auf drei Mitglieder war das Gremium komplett aus der WM-Stadt abgereist, um gegen den spanischen Verband zu protestieren, der als Aufseher der Präsidiums-Wahl am Freitag im Kongresszentrum einen Schweizer Friedensrichter als Aufseher berufen wollte.

"Er ist zu weit gegangen"
Reaktion eines UCI-Führungsmannes, der anonym bleiben will, auf das Schreiben von UCI-Präsident Hein Verbruggen an den spanischen König, worin er sich über einen "Angriff auf die Tradition der Gastfreundschaft" beklagt wegen des Vorstoßes der Spanier, die Präsidentschaftswahl durch einen neutralen Mann beaufsichtigen zu lassen. (rsn)

Ein Gericht in der Schweiz entschied sich am Mittwoch jedoch dagegen. Die UCI-Wahl unter der Leitung des Präsidenten Verbruggen findet ohne Aufseher statt. «Wir haben gewonnen - wie immer», sagte Carpani. Die Verbruggen-Opposition wollte die Gefahr von Wahl- Manipulationen durch einen neutralen Beobachter bannen. Als Leiter des Wahl-Kongresses mit 42 Teilnehmern kann Verbruggen Redezeiten bestimmen und Diskussionen zulassen oder sie unterbinden. Gleichzeitig stellt er sich womöglich wieder zur Wahl. Darüber will der Niederländer erst in letzter Sekunde entscheiden.

«Das Direktorium konnte in Genf keine Beschlüsse fassen, weil drei Mitglieder nicht anwesend waren: Ich, weil ich nicht eingeladen war, und die Vertreter Ägyptens und Kubas, weil sie auf die Schnelle kein Einreise-Visum erhielten. Jetzt wird die ausgefallene Sitzung zur Wahl-Vorbereitung am Donnerstag nachgeholt werden. Man muss sich mal überlegen, was diese Flucht gekostet hat - eine unglaubliche Verschwendung», kritisierte die deutsche Ex-Präsidentin Sylvia Schenk, die nach der bevorstehenden Sitzung aus dem Gremium ausscheidet. Die Frankfurter Juristin gilt als schärfste Kritikerin Verbruggens, der gegen sie eine Klage wegen Verleumdung und Rufschädigung angestrengt hatte.

Laut Schenk bestehe immer noch die Gefahr, dass die Wahl am Freitag vertagt wird. Aber es gebe auch Anzeichen, dass hinter den Kulissen eine Lösung gefunden wurde, die Verbruggens Sitz im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) weiter sichert, auch wenn er oder sein irischer Zögling Pat McQuaid am Freitag nicht gewählt würden. «Vielleicht bekommen wir unter dem Spanier Gregorio Moreno an der UCI-Spitze einen dringend benötigten Neuanfang hin», meinte Schenk. Das UCI-Präsidium, dem Verbruggen seit 1991 vorsteht, wählen 42 Delegierte. Deutschland hat keine Stimme.

«Ich will das jetzt nicht aus der Ferne kommentieren. Ich komme am Donnerstag nach Madrid, werde mit ein paar Leuten reden, und mich dann äußern», sagte BDR-Präsident und Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping. «Wie können wir jemandem wie Verbruggen danken..», lauteten die ersten Sätze eines Leitartikels im offiziellen UCI-Organ Velo World. Die Berliner Tageszeitung Die Welt hatte Verbruggen einen Führungsstil nach «chinesischem Demokratieverständnis» bescheinigt.



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Ich sag nur eins: Typisch Verbruggen!!! rolleyes

mfg Robert

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PostPosted: 21.09.2005 23:17 Reply with quoteBack to top

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Straßen-WM in Madrid: Zeitfahren der U23
Ignatiev holt auch U23-Titel - Deutsche "arg entäuscht"


Image

MADRID, 21.09.05 (rsn) - Der Russe Mikhail Ignatiev, auf der Bahn Olympiasieger im Punktefahren, ist neuer Zeitfahr-Weltmeister der U23. Der 20-Jährige holte drei Jahre nach seinem ersten Gewinn des Junioren- Titels im belgischen Zolder am Mittwoch in Madrid auch bei den Espoirs das Regenbogentrikot. Auf dem 37,9km langen Kurs verwies er in 47:24 Minuten den Ukrainer Dmytro Grabovvsky und den Neuseeländer Peter Latham auf die Plätze. Die beiden deutschen Starter blieben nicht nur deutlich hinter dem neuen Weltmeister zurück, sondern auch hinter ihren eigenen Erwartungen.

Tony Martin wurde auf den 28,5 Kilometern in Madrid 28., Paul Martens 17. Und beide hatten sich wesentlich mehr ausgerechnet. Unter die ersten acht habe er kommen wollen, erklärte der gebürtige Rostocker Martens, der für das Berliner KED Bianchi Team fährt und seit Kurzem in Freiburg wohnt. Das sind keine zu hoch gestochenen Hoffnungen für einen, der in dieser Saison eine Glanzleistung nach der anderen abgeliefert hat und bei der Weltmeisterschaft 2004 auf Rang 13 gekurbelt war. "Vor einem Jahr 13., jetzt 17. - das ist ein herber Rückschlag", sagte Martens und gab zu, dass er "arg enttäuscht" sei. Und er wunderte sich. Denn unterwegs habe er gedacht, dass er "halbwegs gut" im Rennen liege: "Ich hatte immer richtig Zug auf der Kette." Doch das Resultat - es war niederschmetternd für den Sportsoldaten.

Zudem wurmte ihn, dass er keine Erklärung für sein Abschneiden hatte. Da kam er schnell ins Grübeln. "Tony und ich wollten heute richtig vorne rein fahren. Wir haben uns unter Druck gesetzt und wollten uns teuer verkaufen. Doch vielleicht fährt man mit einer lockeren Einstellung ein bisschen besser", spekulierte er. Allerdings sei das mit der Lockerheit leichter gesagt als getan: "Das hier ist schließlich keine Bezirksmeisterschaft."

Das internationale Forum wollte Martens natürlich auch zur Werbung in eigener Sache nutzen - Stichwort Profivertrag. Tony Martin hat hier einen besseren Stand: Er schien bereits einen Fuß in der Profitür zu haben, als er im Trikot des Teams Gerolsteiner das Bergzeitfahren der Rothaus-Regio-Tour gewann - als Stagiaire im Profifeld, wohlbemerkt. Doch nun beendet der 20-jährige Thüringer wohl doch erstmal seine Polizeiausbildung und hängt noch ein Jahr Radsport-Lehre im U-23-Lager dran. Dafür ist Paul Martens schon zu alt - und sucht deshalb händeringend nach einer Equipe für die kommende Saison. Ganz pessimistisch ist er nicht, schließlich hat als als amtierender deutscher Zeitfahrmeister und - sofern beim abschließenden Bergrennen in Blumberg nicht mehr schief geht - Gesamtsieger der Bundesliga-Wertung einiges vorzuweisen. Doch mit einem Top-Ergebnis bei der WM wäre natürlich vieles einfacher. Und überhaupt: "Die meisten Pro-Tour-Teams haben im vergangenen Jahr ihre Kontingente aufgefüllt und nehmen jetzt nur noch einen Neoprofi auf." Auf den Freiburger wartet womöglich eine kribbelige Wartezeit.

Die Pro-Tour wird zunächst auch ohne Mikhail Ignatiev über die Runden gehen. Der neue Zeitfahr-Champion bleibt noch mindestens eine Saison bei seinem russischen Team. In naher Zukunft dürften ihm allerdings ganz andere Türen offen stehen. In Madrid demonstrierte der 20-Jährige einmal mehr, dass er ein Zeitfahrer der Superlative ist. Als Junior hat er bereits zwei WM-Titel im Kampf gegen die Uhr gesammelt (2002 in Zolder und 2004 in Hamilton), nun legte er einen weiteren Erfolg obendrauf. "Der Kurs war anspruchsvoller als der in Hamilton", sagte Ignatiev nach seinem Coup. Doch das hat ihn wenig gestört. "Ich habe früh gewusst, dass ich eine gute Zeit fahren würde". Es sollte eine Fabelzeit werden: Mit einem Schnitt von fast 48 Stundenkilometern nahm Ignatiev dem Zweitplatzierten Ukrainer Dmitro Grabovsky mehr als eine halbe Minute ab. Bronze sicherte sich der Neuseeländer Peter Latham.

Ein rumänischer Deutscher

Außer Martin und Martens war noch ein Rennfahrer dabei, der in Deutschland wohnt - und zur Hälfte auch Deutscher ist. Eigentlich ist Lars Pria sogar Berliner durch und durch, doch sein Vater stammt aus Rumänien - und so erhielt der 22-Jährige vor einigen Monaten die rumänische Staatsbürgerschaft. Und weil Rennfahrer in Rumänien rar sind, kam der Amateur vom RC Kleinmachnow in Madrid prompt zu seinem ersten WM-Einsatz (dessen Unkosten er allerdings selbst übernehmen musste; er war ohnehin der einzige rumänische Starter). Bei seinem WM-Debüt landete Pria zwar unter ferner Liefen, doch erstens setzt der Deutsch-Rumäne sowieso eher auf das Straßenrennen am Samstag und zweitens ist er - ein echter Globetrotter in Sachen Radsport - um eine internationale Erfahrung reicher. Das ist doch auch etwas. (kh)



(www.radsportnews.com)

Gratulation an Ignatiev, war echt ne Glanzleistung vom jungen Russen!

mfg Robert

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PostPosted: 21.09.2005 23:32 Reply with quoteBack to top

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Straßen-WM: Zeitfahren der Profis am Donnerstag
Rich will's doch nochmal wissen


MADRID, 21.09.05 (rsn) - Michael Rich will es noch einmal wissen. Vor zwei Wochen hat er noch ganz anders geklungen. Da hat er das Zeitfahren der Hessen-Rundfahrt in den Sand gesetzt und selbst festgestellt, dass dies wohl nicht für eine anständige WM-Form spreche. Doch verzagt hat der Routinier aus dem Breisgau auch nicht. Und so nimmt er am Donnerstag - einen Tag vor seinem 36. Geburtstag - nun doch einen der beiden deutschen Startplätze beim Einzelzeitfahren der Elite ein. Dabei ist er motiviert wie eh und je.

Nicht sein alter Kumpel Uwe Peschel ist heuer an seiner Seite, sondern der Erfurter Sebastian Lang. Das ist, zu 50 Prozent immerhin, ein Generationswechsel: Lang ist vor wenigen Tagen 26 geworden und damit fast neun Jahre jünger als Peschel. Eine Konstante bleibt derweil die Zeitfahr-Dominenz der Gerolsteiner-Equipe - deren Trikot tragen im Rennfahreralltag schließlich sowohl Rich und Peschel als auch Lang. Dieser hat sich zusammen mit seinem Kompagnon den letzten Schliff im Breisgau geholt, tief im deutschen Südwesten, wo Rich zu Hause ist.

Dabei sind sie nicht nur die flachen Straßen in der Rheinebene hoch- und runtergefahren, sondern haben auch im welligen Terrain trainiert. Der Zeitfahrparcours im Madrider Stadtpark Casa de Campo hat schließlich auch einiges an Auf und Ab zu bieten - mehr noch, als Rich gedacht hätte. Die Strecke sei "schwieriger als auf Papier", stellte der dreifache Vizeweltmeister im Kampf gegen die Uhr nach den ersten Besichtigungstouren fest.

Die WM fest im Visier, hat Rich nun auch seine Vorstellung in Hessen abgehakt. Für dieses Leistungstief hat auch er selbst keine rechte Erklärung parat. Doch er beschönigt nichts. Die ganze Hessen-Tour sei "bescheiden" gelaufen, nicht nur das Zeitfahren.

Danach aber hat sich nicht in den Schmollwinkel zurückgezogen, sondern weitergearbeitet. Ruhig, konzentriert, ohne Druck. "Erzwingen kann nichts. Aber ich hatte die leise Hoffnung, dass es noch einmal kommt." Es: Mit diesen zwei Buchstaben meint Rich seine Form. Und siehe da. Die Form kam. Am Mittwoch sprach der Emmendinger schon wieder davon, dass er einen Platz unter den besten Fünf anstrebe. Das klingt dann doch wieder nach jenem Rich, den alle kennen. (kh)



(www.radsportnews.com)

Trotz seines neugewonnenen Optimismus glaube ich nicht an eine gute Platzierung Richs. Seit der Tour, bei dem er den Sieg der ersten Etappe angestrebt hat, zieht er von einer Niederlage zur nächsten. Und nicht nur schlechte Form, sondern auch der Parcours ist nicht gerade wie für ihn geschaffen. Flach, ja so möchte Rich seine Zeitfahren haben. Das ist bei seiner Statur, die mehr an einen Triathleten als an einen Radfahrer erinnert, auch kein Wunder.

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