| Author |
Message |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Liberty-Star beteuert weiter seine Unschuld
Dopingfall Heras auch ein Schlag für die Vuelta
MADRID, 25.11.05 (rsn) - Dem Spanier Roberto Heras (Liberty), der nach der 20.Etappe der letzten Spanien- Rundfahrt positiv auf künstliches Erythropoitein (EPO) war, steht eine zweijährige Dopingsperre und die Aberkennung seines vierten Vuelta-Siegs bevor. Am Freitag gab das Antidopinglabor in Madrid bekannt, dass auch in der B-Probe des 31-Jährigen EPO nachgewiesen wurde.
"Ja, es ist positiv", bestätigte am Freitagnachmittag ein Sprecher des Liberty-Rennstalls erste Meldungen im spanischen Radio. Mit diesem Befund der B-Probe steht Heras eine zweijährige Dopingsperre bevor, die wohl das Karriere-Aus für ihn bedeuten würde. Der Sieg bei der Spanien-Rundfahrt 2005 würde ihm aberkannt und an den zweitplatzierten Russen Denis Menchov gehen. Heras, der als Leutnant von Lance Armstrong großen Anteil an dessen ersten Tour de France-Siegen hatte, verliert damit seinen Status als Vuelta-Rekordsieger. Nach Aberkennung seines diesjährigen Erfolgs wäre er gleichauf mit dem Schweizer Tony Rominger, der ebenfalls drei Mal das Rennen gewann.
Heras und sein Anwalt hatten ihre Strategie von Anfang an darauf aufgebaut, die Zuverlässigkeit des EPO-Nachweises in Zweifel zu ziehen. Die Kontrolleure hatten ihn im Visier, weil Heras nach seinem schwachen Abschneiden bei der Tour de France sich in der Heimat plötzlich in Glanzform präsentiert und sich nach einem Sturz ungewöhnlich schnell von den Verletzungen erholt hatte. Beim Zeitfahren der vorletzten Etappe am 17.September, war der kleine Kletterspezialist nicht mal eine Sekunde langsamer als Sieger Ruben Plaza. In der Dopingprobe danach wurde bei Heras künstliches EPO gefunden.
Die A-Probe war vor Veröffentlichung des positiven Befundes zur Sicherheit von drei Labors analysiert worden. Das Hormon EPO (Erythropoietin) lässt den Körper vermehrt rote Blutkörperchen produzieren, die Sauerstoff transportieren. Die Wissenschaftler stehen beim Nachweis vor dem Problem, dass sie das auf natürliche Weise vom Körper produzierte EPO von dem künstlich gewonnenen Stoff trennen müssen. Das Nachweisverfahren, das 2000 von einem französischen Labor entwickelt wurde, war in den letzten Monaten vermehrt von betroffenen Athleten in Zweifel gezogen worden. Die Welt-Antidopingagentur reagierte darauf im September mit einer Stellungnahme, in der die Zuverlässigkeit des Verfahrens noch einmal bestätigt wurde.
Beim Liberty-Rennstall hieß es am Freitag auf die Frage nach Sanktionen gegen seinen Radstar, es sei noch ein laufendes Verfahren. "Noch ist nichts entschieden. Wir müssen abwarten, wann die UCI das Ergebnis bestätigt", sagte ein Liberty-Sprecher. "Der Rennfahrer hat den Nachweisprozess in Frage gestellt und die UCI muss zu diesem Thema Stellung nehmen", fügte er an. Dabei steht der Umgang des Teams mit dem Dopingfall unter Beobachtung durch die Organisatoren der Tour de France. Renndirektor Christian Prudhomme erklärte am Freitag, man müsse bei Dopingfällen auch immer die Verantwortung der Rennställe im Blick haben. Die ersten Schritte des Sponsors von Liberty seien aber "ermutigend", so der Tourchef, der Ende Oktober bei der Präsentation der "großen Schleife" das Thema Doping besonders betont hatte. Ein eigenmächtiger Ausschluss eines Teams durch die Tour de France wäre nicht ausgeschlossen, da das wichtigste Rennen der Welt nicht zur ProTour zählt. Liberty kündigte unterdessen am Abend an, man werde Heras sofort entlassen, wen die UCI den Dopingfall offiziell bestätigt (s.Story).
"Nie gedopt"
Roberto Heras äußerte sich am Freitagnachmittag bei einer Pressekonferenz in einem Madrider Hotel. "Ich wiederhole, dass nie gedopt habe, weder bei der Vuelta noch in irgendeinem Zeitpunkt meiner Karriere", sagte Heras. Er sei sich sicher, dass es bei den positiven Dopingproben um einen "Irrtum" handeln müsse. Heras zog erneut das Verfahren in Zweifel: "Ich muss das Resultat hinnehmen, aber ich stelle es in Frage. Das Verfahren ist nicht sicher." Ein positives B-Ergebnis habe er nicht erwartet. "Das ist kein leichter Tag für mich", so Heras.
Derweil ist der Dopingfall Roberto Heras auch eine Katastrophe für die Spanien-Rundfahrt, die seit Jahren mit einem Zuschauerschwund kämpfen muss. Die Stars machen einen Bogen um das Rennen, das den Anschluss an die beiden anderen großen Rundfahrten (Tour, Giro) verloren hat. Heras war in den letzten Jahren der Protagonist der Vuelta. Nun wird auch der fehlen.
|
(www.radsportnews.com)
Schade, war aber leider zu erwarten!
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Frankreich mit fünf ProTour-Teams
Ag2r-Equipe erhält vierjährige ProTour-Lizenz
BERLIN, 28.11.05 (rsn) - Die Ag2r-Equipe, die bisher mit einer Continental Professional-Lizenz ausgestattet bereits bei den wichtigsten Rennen einschließlich Tour de France eine Einladung erhalten hat, rückt in die Belle etage des Profiradsports auf. Die Mannschaft von Vincent Lavenu, die schon seit 13 Jahren im Peloton vertreten ist, erhielt am Montag von der Lizenzkommission der ProTour eine Lizenz für die nächsten vier Saisons und nimmt damit erwartungsgemäß den Platz ein, der durch das Aus des italienischen Fassa Bortolo-Teams frei wurde. Frankreich stellt nunmehr fünf der 20 Mannschaften der ProTour-Serie, mehr als jedes andere Land.
Ag2r, das über einen Etat von 7,3 Euro verfügt, wird künftig neben Bouygues Telecom, Crédit Agricole, Cofidis und Française des Jeux die fünfte französische ProTour-Mannschaft bilden. Die großen Radsport-Nationen Spanien (4) und Italien (3) sind mit weniger Teams vertreten. Die ProTour hatte ursprünglich eine bessere Ausbalancierung nach Ländern angestrebt, doch kam man nun praktisch gar nicht umhin, ein fünftes französisches Teams aufzunehmen. Ag2r war nach dem Scheitern der Pläne von Giancarlo Ferretti, ein Nachfolgeteam von Fassa Bortolo aufzubauen, der einzige Kandidat, der finanziell wie sportlich die Voraussetzungen für eine ProTour-Lizenz mitbringt. Der internationale Radsportverband UCI wird die Lizenzentscheidung erst im Laufe der Woche offiziell bekanntgeben. Erwartet wird dann auch eine Entscheidung über die ProTour-Lizenz des Schweizer Klassikers Meisterschaft von Zürich.
Die Mannschaft von Lavenu gibt es bereits seit 1992. Zunächst war das Team unter den Namen Chazal und Casino, seit 2000 als Ag2r unterwegs. Mit der angestrebten ProTour-Lizenz im Blick hatte sich die Equipe im Herbst erheblich verstärkt. Prominente Neuzugänge sind der spanische Tour de France-Vierte Francesco Mancebo und der Franzose Christophe Moreau, der seit Jahren regelmäßig der beste einheimische Fahrer der Frankreich-Rundfahrt ist. In dieser Saison kam Ag2r, das mit Jean-Patrick Nazon auch einen schnellen Sprinter hat, bei der Dauphine-Rundfahrt durch Samuel Dumoulin zu seinem ersten ProTour-Sieg. Bei der letzten Tour de France belegte die Mannschaft den zehnten Platz im Teamklassement.
Bei Teamchef Vincent Lavenu herrschte am Montag natürlich große Freude. "Eine meine Haupt-Charaktereigenschaften ist meine Geduld. Ich habe immer daran geglaubt, dass wir es schaffen. Meine Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt. Die Lizenz ist eine formidable Belohnung", freute sich Lavenu. Der Geschäftsführer des Teams, Yvon Breton, sagte, die Entscheidung der Lizenzkommission sei die Frucht langjähriger Arbeit von Team und Teamleitung. Breton hob hervor, dass neben der sportlichen Erfolge auch andere Dinge eine Rolle gespielt hätten: "Dass wir ohne die Qualität unserer Fahrer die Selektion nie verdient hätten, steht außer Frage. Aber ich möchte auch unsere langjährige Nachwuchsarbeit und speziell unseren Kampf für die Ethik im Radsport betonen."
ProTour-Teams 2006
Belgien: Davitamon, Quick Step
Dänemark: CSC
Deutschland: Gerolsteiner, T-Mobile
Frankreich: AG2R, Bouygues Telecom, Cofidis, Crédit Agricole, Française des Jeux
Italien: Domina Vacanze, Lampre, Liquigas
Niederlande: Rabobank
Schweiz: Phonak
Spanien: Euskaltel, Balears, Liberty, Saunier Duval
USA: Discovery Channel
|
(www.radsportnews.com)
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Tour: Zabel will Grün - Petacchi Etappen
Wacklige Arbeitsteilung bei Milram
BERLIN/BREMEN, 04.12.05 (dpa) - Nach einem Jahr Zwangspause hat Erik Zabel bei der Tour de France 2006 wieder das Grüne Trikot im Visier. Bei der ersten Zusammenkunft des neuen deutsch-italienischen Milram-Teams wurden zwischen den beiden Mannschafts-Kapitänen Erik Zabel (Unna) und Alessandro Petacchi (Italien) taktische Marschrouten festgelegt. In Bremen trafen die 30 verpflichteten Fahrer mit dem Sponsor und der Teamleitung unter Führung des Italieners Gianluigi Stanga zusammen. Dabei unterschrieb der 34-jährige Ex-Profi Jan Schaffrath (Berlin) einen Zwei-Jahres-Vertrag als einer der vier sportlichen Leiter. Das bestätigte am Sonntag Team-Manager Gerry van Gerwen.
Das Saisonprogramm der beiden Topfahrer soll bei einem ersten Trainingslager vom 12. bis 24. Dezember in der Toskana genau festgelegt werden. Van Gerwen befürchtet keine Interessens-Kollision der beiden Sprint-Spezialisten. «Wahrscheinlich werden sowohl Zabel als auch Petacchi die Tour bestreiten, was ein Riesenvorteil für das Team und unser ganzes Projekt ist. Petacchi bietet eine gewisse Sicherheit, ein, zwei oder mehr Etappen zu gewinnen. In diesem Fall würde früh Ruhe im Team einkehren und alle könnten sich darauf konzentrieren, damit wieder Erik das Grüne Trikot holt», meinte der Manager aus den Niederlanden.
Auch bei Zabels erklärtem Lieblingsrennen Mailand-San-Remo, das der Berliner schon vier Mal gewann und Petacchi im Vorjahr zum ersten Mal, sieht van Gerwen kein Konflikt-Potenzial: «Das Strecken-Profil wurde geändert. Jetzt ist kurz vor Schluss ein weiterer Berg hinzugekommen. Vielleicht ist das zu schwierig für Petacchi.»
Der Norditaliener gilt als schnellster Radprofi auf den letzten 200 Metern und formulierte seine Saisonziele für 2006 in einem Interview mit der Gazzetta dello Sport unmissverständlich: «Mein Hauptaugenmerk liegt auf den Klassikern Mailand-San-Remo, Flandern- Rundfahrt, Paris-Roubaix und Paris-Tours sowie der Tour de France.» Petacchi ließ keinen Zweifel daran, dass er sich den 35-jährigen Zabel als idealen Helfer an seiner Seite wünscht.
Leichter Groll auf das T-Mobile-Team, das ihn im Juli zum ersten Mal in 13 Jahren nicht mit zur Tour nahm, war mit ausschlaggebend für Zabels Wechsel in die neue Formation, die der norddeutsche Milchproduzent großzügig sponsert. Milram bot dem gebürtigen Berliner ein garantiertes Tour-Startrecht und einen lukrativen Drei-Jahres- Vertrag mit anschließender Weiterbeschäftigung im Betrieb. Zabel holte in Frankreich sechs Mal das Grüne Trikot, sein letzter Etappensieg liegt drei Jahre zurück.
Die Struktur des neuen Teams könnte Probleme bergen. Alleiniger Geldgeber ist der Nordmilch-Konzern in Bremen. Halter der ProTour- Lizenz und Empfänger des Sponsoren-Geldes ist Stanga, der seinen Sitz in Bergamo hat. Als Manager hält dazu der Niederländer van Gerwen die Fäden in der Hand, sportliche Aushängeschilder sind Zabel, Petacchi und Mirko Celestino. Die Italiener können sich der gegenseitigen Unterstützung im Team jedenfalls sicher sein: Das Verhältnis zu den verpflichteten deutschen Profis, wovon die meisten nur Zweitliga- Erfahrung mitbringen, lautet 2:1.
|
(www.radsportnews.com)
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Region saniert die Kopfsteinpflasterstrecke
Paris-Roubaix: Wald von Arenberg kehrt zurück
LILLE, 06.12.05 (rsn) - Bei Paris- Roubaix steht der Rückkehr des Wald von Arenberg, des berühmtesten und gefürchtetesten Kopfsteinpflaster- abschnitts des Frühjahrsklassikers, nichts mehr im Wege. Der Rat des Department Nord bewilligte jetzt die Mittel zur Sanierung der Waldstrasse.
Die Veranstalterin von Paris-Roubaix, die Amaury Sport Organisation (ASO), hatte im vergangenen Januar bekanntgegeben, dass der pavé-Sektor von Arenberg aus Sicherheitsgründen gestrichen werden musste. Die Straße war in den letzten Jahren abgesackt, wofür der örtliche Bergbau ursächlich ist. Der conseil général du Nord bewilligte am Montag nun 220.000 Euro zur Sanierung des Kopfsteinpflasterabschnitts. Ziel sei es, dass der Sektor bereits bei Paris-Roubaix 2006 wieder im Programm stehe. Die Arbeiten würden "bald beginnen", hieß es.
"Die Organisatoren planen die Rückkehr von Paris-Roubaix auf seinen legendären Parcours für 2006, wenn die Sanierung bis zum 9.April, dem Datum der 104.Ausgabe des Rennens abgeschlossen wird", hieß es in einem Statement der ASO.
|
(www.radsportnews.com)
Gute Nachrichten! Bleibt zu hoffen, dass der geplante Fertigstellungstermin auch eingehalten werden kann!!!
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Tour, Giro und Vuelta gehen eigene Wege
Bruch zwischen ProTour und Großen Rundfahrten
PARIS, 09.12.05 (rsn) - Die großen Rundfahrten waren von Beginn an gegen die ProTour, mit der der Profiradsport reformiert werden sollte. Mit einem mühsamen Minimalkonsens zwischen UCI und den mächtigen Organisatoren verhinderte man im Dezember letzten Jahres den großen Krach. Doch nun ist der Bruch endgültig. Am Freitag erklärten die Verantwortlichen von Tour de France, Giro d'Italia und Spanien-Rundfahrt bei einer Pressekonferenz in Paris, dass man fortan eigene Wege gehen werde. Im kommenden Jahr werden die großen Rundfahrten nicht mehr zur ProTour zählen.
Der internationale Radsportverband hatte im September bekanntgegeben, dass der Status Quo, wonach Tour und Co. zwar nicht formell zur ProTour zählen, diese aber allen 20 Teams automatisches Startrecht garantieren, auch 2006 gilt. Mit dieser provisorischen Lösung war im Dezember vorigen Jahres der Start der ProTour gerettet worden. "Die Beibehaltung der Vereinbarung von 2005, also die Beibehaltung des Status Quo hat keinen Sinn, denn mit dieser Übergangslösung war nur beabsichtigt, zu einer endgültigen Lösung mit der ProTour zu kommen. Die UCI sagte heute dazu, dass sie die Verhandlungen aufgegeben hat", erklärte Patrice Clerc, der Präsident der Amaury Sport Organisation, der u.a. die Tour de France gehört.
Die drei großen Rundfahrten werden 2006 nun endgültig nicht zur ProTour zählen. Das bedeutet dann auch, dass die Topteams keine Startverpflichtung mehr haben. Während sich die Rennställe weiterhin um die Startplätze bei der Frankreich-Rundfahrt, dem wichtigsten Rennen der Welt, reißen werden, ist das bei Giro und Vuelta nicht so sicher. Um zusätzliche Anreize zu schaffen, zahlen die Organisatoren jedem Team, das alle drei Rundfahrten bestreitet, eine Prämie von 100.000 Euro. Außerdem kehrt die trophée Trois Grands Tours zurück, mit der eine Art Gesamtsieger von Tour, Giro und Vuelta geehrt wird. Schon in den Achtziger Jahren gab es diese Wertung einmal. Dotiert ist die Große Rundfahrten-Wertung mit zwei Millionen Euro. Der Sieger bekommt davon 600.000 Euro.
"Unser Schritt ist nur eine Reaktion auf die UCI", betonte Clerc. "Wir streben keine Reform an, wir haben nur geantwortet in der dringlichen Situation, die wir nicht geschaffen haben", so der ASO-Chef weiter. Tour und Co. würden weiter "im Welt-Kalender" der UCI stehen. Eine Loslösung vom Verband sei nicht beabsichtigt.
|
(www.radsportnews.com)
Wenn's so weitergeht, dann bleiben für die Pro Tour wohl bald nur noch die Klassiker übrig.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Interview mit dem UCI-Präsidenten
McQuaid: "Kommerz darf nicht Regeln diktieren"
Machtkampf um die ProTour
MANCHESTER, 11.12.05 (rsn) - Den Machtkampf, das Gezerre um die ProTour zwischen den um ihre Monopolstellung fürchtenden Veranstaltern der drei großen Rundfahrten, denen nicht weniger als elf der 27 Rennen der in diesem Jahr eingeführten Serie gehören, und der UCI, hat Pat McQuaid, der neue Präsident des internationalen Radsportverbands, geerbt von seinem Amtsvorgänger Hein Verbruggen. Der Holländer glaubte, seine Reform gegen alle Widerstände durchboxen zu können. Nachdem die mächtigen Organisatoren am Freitag ihren Ausstieg aus der ProTour erklärten, steht der gesamte Profi-Radsport vor einem Scherbenhaufen. Doch der stets um Ausgleich bemühte McQuaid ist immer noch überzeugt, dass eine einvernehmliche Lösung gefunden werden kann.
Was ist Ihre Reaktion auf die Ankündigung der drei großen Organisatoren, der ProTour den Rücken zu kehren und eigene Wege gehen zu wollen?
McQuaid: "Ich war am Freitag in Kairo bei den Afrika- Meisterschaften. Ich habe Radsportler getroffen aus Erithrea, Äthiopien. Ich habe mit den Verantwortlichen aus Ländern wie diesen über die Schwierigkeiten des Radsports dort gesprochen. Und als ich heimreise, höre ich, dass man den Mannschaften Millionen anbietet, nur um an Rennen teilzunehmen. Um ganz ehrlich zu sein, finde ich das schlimm. Das ist obszön. Für die UCI zählt, dass das Geld von oben benutzt wird, den Sport an der Basis, in anderen Teilen der Welt, weiterzuentwickeln."
Die Organisatoren sagen, Sie mussten reagieren, weil keine Übereinkunft über die ProTour gefunden wurde.
McQuaid: "Aus Sicht der UCI wurde die ProTour nicht isoliert geschaffen. Die Zukunft wurde damit geplant, die Entwicklung des Radsports in der Welt. Wir sind absolut bereit zu Gesprächen, um zu Verbesserungen zu kommen, die alle Seiten zufrieden stellt. Die Mission der UCI ist es, den Sport zu entwickeln. Jede strategische Entscheidung wird unter diesem Aspekt getroffen, nicht aus kommerziellen Interessen. Der Tag, an dem man kommerzielle Aspekte das Reglement diktieren lässt, wird ein trauriger Tag für den Sport."
Was kann die UCI machen, wenn die großen Organisatoren eigene Wege gehen wollen?
McQuaid: "Sie haben ihre Rennen und das Recht, die Teilnahme daran zu fördern. Da kann die UCI gar nichts machen. Aber es gibt Dinge, die allein in die Kompetenz der UCI fallen und dazu gehört die Schaffung von Rennkalendern, Reglements, Wertungen und Klassements. Kein anderer kann das tun und die UCI wird es sicher nicht tolerieren." (Anmerkung der Red.: McQuaid meint die angedachte "Grand Tours"-Wertung von Tour, Giro und Vuelta)
Dennoch scheint der Bruch zwischen großen Rundfahrten und der ProTour vollzogen.
McQuaid: "Ich bin von Natur aus kein Pessimist, sondern Optimist. Ich denke, man wird sehen müssen, wie die Reaktion der anderen betroffenen Seite, der Teams, ausfällt. Nächstes Jahr werden sie alle Rennen fahren. Damit hat man Zeit, die Situation zu überdenken und zu schauen, wo es hingeht. Ich glaube, eine langfristige Lösung (mit den Organisatoren) ist immer noch möglich, wenn alle bereit sind, sich an einen Tisch zu setzen und in vernünftiger Weise miteinander zu verhandeln."
Die finanziellen Anreize, mit der die großen Organisatoren die Teams locken, sind groß. Ist die Versuchung nicht vielleicht zu groß?
McQuaid: "Die Teams haben langfristige Ziele, ihre Sponsoren ebenso. Das angekündigte Projekt der großen Rundfahrten hat keine langfristige Vision. Es führt uns 10, 15 Jahre zurück in die Zeit, als die Teams keine Garantien hatten, was die Teilnahme an Rennen angeht. Ich glaube nicht, dass sie das akzeptieren werden. Ich glaube, dass dieses Projekt und die Anreize sogar eine Anerkennung der Stellung der Teams darstellt. Aber wenn man einem Team, das mehr als 25 Fahrer hat, 100.000 Euro anbietet (für die Teilnahme an allen drei großen Rundfahrten, die Red.) grenzt das schon an eine Beleidigung."
|
(www.radsportnews.com)
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Machtkampf um die ProTour
Treffen der Teamsponsoren "extrem konstruktiv"
BRÜSSEL/ BERLIN, 12.12.05 (rsn) - Die 20 Teams der ProTour sind offenbar dabei, sich als einige Front in Stellung zu bringen gegen die Organisatoren der drei großen Rundfahrten, die am Freitag ihren Ausstieg aus der neuen Serie erklärt hatten. Bei einem Meeting mit UCI-Verantwortlichen am Montag in Brüssel erklärten die Teamsponsoren, sie wollten künftig eine "markantere Rolle" in der ProTour spielen.
Die UCI hatte die Sponsoren vor längerer Zeit zu der Veranstaltung eingeladen. Nach dem recht spektakulären ProTour-Ausstieg der Organisatoren der drei großen Rundfahrten am letzten Freitag bekam das Treffen eine unerwartete Brisanz. Teamchefs, die zunächst nicht geplant hatten dabei zu sein, reisten kurzfristig nach Brüssel. UCI und die Teams nutzten die Gelegenheit abzustecken wo man steht im Kampf um die ProTour, die ohne die großen Veranstalter eine zweitklassige Veranstaltung ist. Die Mannschaften, die am meisten von der Reform profitierten, haben großes Interesse an der Rettung der Serie.
"Die Repräsentanten der Sponsoren der UCI Pro Teams (die Teams der ProTour) erklärten, dass sie eine markantere Rolle" in der ProTour spielen wollten, hieß es in einem Statement, das die UCI am Montagabend verbreitete. Bei dem Treffen in Brüssel waren UCI-Präsident Pat McQuaid, sein Amtvorgänger Hein Verbruggen, der im letzten Winter die Reform gegen alle Widerstände durchgedrückt hatte, sowie der Vorsitzende des ProTour-Rates, der Italiener Vittorie Adorni, anwesend. Die Gespräche seien "extrem konstruktiv" verlaufen, teilte die UCI mit. Auf Wunsch der Sponsoren wurde ein zweites Meeting mit der UCI anberaumt, das am 18.Januar in der Schweiz stattfinden soll.
|
(www.radsportnews.com)
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Franzosen "Heuchler" - Virenque "größter Gauner"
Armstrong sieht ein "französisches Komplott"
BERLIN, 18.12.05 (rsn) - Der siebenmalige Tour de France-Sieger Lance Armstrong ist offensichtlich nur bedingt in besinnlicher Vorweihnachtsstimmung. Am Wochenende giftete der Amerikaner, der seit August nicht mehr mit europäischen Zeitungen gesprochen hatte, in mehreren Interviews wieder gegen Frankreich, wo im Sommer die bisher konkretesten Dopingverdächtigungen gegen ihn laut wurden. Tour de France-Chefs, dem Sportblatt L'Equipe und dem französischen nationalen Antidopinglabor wirft der 34-Jährige weiterhin eine "Hexenjagd" vor. Gegenüber der belgischen Tageszeitung Het Nieuwsblad sagte Armstrong, er sehe sich als "das Opfer eines großen französischen Komplottes",
"Die Zeitung hat keine Beweise. Das ist alles eine Hexenjagd und ein Reklamecoup", sagte Armstrong hinsichtlich der Hinweise auf mögliches EPO-Doping des Amerikaners während der Tour de France 1999, über die L'Equipe im vergangenen August berichtet hatte. Die Pariser Sportzeitung hatte enthüllt, dass im letzten Jahr nachträglich durchgeführte Analysen ergeben haben, dass Lance Armstrongs Dopingproben aus dem Jahr 1999 positiv auf künstliches EPO waren. Das Analyseverfahren zum Nachweis des Dopinghormons stand damals noch nicht zur Verfügung.
"Wenn ich 1999 etwas zu verstecken gehabt hätte, wäre ich doch verrückt gewesen, mit Ressiot zusammenzuarbeiten", sagt Armstrong mit Bezug auf den L'Equipe-Journalisten, dem er Einblick in Dopingkontrollunterlagen ermöglichte. Dabei hatte der Rechercheur auch Armstrongs Codenummer erfahren, über die L'Equipe später dann anonymisierte Dopingproben Armstrong zuordnen konnte. Auf die Frage von Het Nieuwsblad , ob er nicht womöglich doch 1999 mit EPO gedopt habe, als das Dopinghormon noch nicht nachweisbar war, sagt Armstrong: "2001 gab es aber das EPO-Nachweisverfahren und ich bin schneller gefahren. Wenn die ganze Affäre der Wahrheit entspricht, warum erkennt man mir nicht den Toursieg von 1999 ab?"
Armstrong zeigte sich befremdet darüber, dass man ihn in Frankreich anders behandelt als den Franzosen Richard Virenque, die zentrale Figur in der großen Festina-Affäre von 1998. "Sorry, aber mit Virenque haben wir den größten Gauner der letzten 50 Jahre, was Doping angeht. Und der ist heute noch der größte Held für (Tourchef) Leblanc", sagte Armstrong, der betonte er wolle Virenque "nicht kritisieren": "Richard hat ein Spiel mit den Medien gespielt und ist ein echter Show-Mann. Das bin ich nicht."
"Die Tour de France ist irritiert, weil ein Amerikaner ihre Geschichte überschattet. (Der fünffache Toursieger) Bernard Hinault hätte in meiner Situation nicht die gleichen Probleme gehabt wie ich, weil er Franzose ist", glaubt Armstrong. Er wiederholte, dass er L'Equipe und das französische Antidopinglabor in Châtenay-Malabry, das die nachträglichen Dopingtests durchgeführt hatte, nicht verklagen werde. "Das ist der größte Traum des Labors und der L'Equipe. Sorry", so der ansonsten eher klagefreudige Rekord-Toursieger. Die von der UCI in Auftrag gegebene unabhängige Untersuchung des Falles könnte nach Ansicht von Armstrong das Labor Châtenay-Malabry in Bedrängnis bringen, wenn es "nicht auf alle Fragen Antworten" geben kann.
Auf die Frage, was er im kommenden Sommer machen werde, sagte Armstrong er werde "im Juli 2006 in Frankreich sein, aber nicht bei der Tour de France". "Die Organisatoren können ruhig schlafen. Sie werden Armstrong nicht ins Auge schauen müssen", sagte er. Dem niederländischen Telegraaf sagte Armstrong dazu: "Es wird am Start oder im Ziel kein Händeschütteln mit den Heuchlern geben."
|
(www.radsportnews.com)
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
Schon ein paar Tage alt, aber ich Poste es dennoch mal!
| Quote: |
Armstrong-Simeoni-Affäre hat Nachspiel
Armstrong wegen Verleumdung vor Gericht
Die Affäre um Lance Armstrong und Filippo Simeoni, die in dem allgemein als Mobbing gewerteten Verhalten des Stars gegenüber dem Italiener während der Tour de France 2004 sichtbar wurde, wird nun doch noch ein gerichtliches Nachspiel haben. Der Amerikaner muss sich im März 2006 vor einem römischen Gericht verantworten in einem von Simeoni angestrengten Verleumdungprozess.
In der vorprozessualen Anhörung in Latina südlich von Rom setzte Richter Nicola Insiti den ersten Verhandlungstermin für den 7.März 2006 an. Die Verteidiger Armstrongs hatten die örtliche Zuständigket des Gerichts in Frage gestellt, waren damit aber nicht durchgedrungen. Armstrong, der im letzten Sommer nach seinem siebten Toursieg seine Karriere bendet hatte, war von Simeoni wegen Verleumdung angezeigt worden.
Hintergrund ist die Auseinandersetzung zwischen Armstrong und Simeoni, auf die durch die Vorfälle bei der 18.Etappe der Tour de France 2004 ein Schlaglicht fiel. Damals hatte Fillippo Simeoni versucht, in einer Ausreißergruppe mitzufahren. Der im Gelben Trikot fahrende Lance Armstrong hatte dies ungewöhnlicherweise verhindert, obwohl für ihn Simeonis Aktion sportlich überhaupt nicht von Interesse war. "Der will den Radsport kaputt machen", hatte der Texaner nach dem Rennen zur Begründung gesagt.
Armstrongs Feindseligkeit lag in der Aussage von Simeoni im Doping-Prozess gegen den umstrittenen Sportmediziner Michele Ferrari, von dem sich Armstrong seit 1997 betreuen ließ, begründet. Simeoni hatte Ferrari ("EPO ist so gefährlich wie Orangensaft") schwer belastet. Armstrong nannte ihn deshalb einen Lügner, woraufhin Simeoni Verleumdungsklage einreichte. Ferrari war am 1.Oktober letzten Jahres wegen Sportbetrug und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Die Strafe wurde auf Bewährung ausgesetzt.
"Früher oder später kommt die Wahrheit immer heraus. Die Gerechtigkeit nimmt ihren Lauf und ich schaue ruhig und mit Zuversicht dem 7.März entgegen", sagte Simeoni am Mittwoch der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.
|
(www.radsportnews.com)
´
Generell ist diese Klage absurd. Stimmt, die Aktion Armstrongs war gezielt gegen Simeoni, aber niemand kann ihm verbieten im gelben Trikot in ne Ausreißergruppe zu gehen. Ich kann ja beide Seiten verstehen, dennoch finde ich dass diese Klage überflüssig ist. Immerhin verschafft Armstrong Simeoni auch immer wieder Publicity. Ohne Armstrong oder der Ferrari Affaire würde Simeoni bis heute hin nur ein echter Radsportfreak kennen!
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
"Gut trainiert"
Ullrich: Erstes Trainingslager beendet
BERLIN, 24.12.05 (dpa) - Pünktlich zum Weihnachtsfest kehrt Jan Ullrich aus seinem ersten Trainingslager zurück in seine Wahlheimat in die Schweiz. «Er hat zusammen mit Andreas Klöden, Mathias Kessler, Steffen Wesemann, Olaf Pollack, Patrik Sinkewitz André Korff und Danilo Hondo gut trainiert - vielleicht effektiver als im Vorjahr. Sein Gewicht ist für die Jahreszeit okay», sagte T-Mobile-Teamchef Rudy Pevenage nach fast vier Wochen Südafrika. Der Belgier überwachte die Übungseinheiten selbst acht Tage. Das nächste Trainingslager mit dem gesamten, 29-köpfigen Team-Kader beginnt am 10. Januar in Mallorca.
Danach will sich der 32-jährige Ullrich, der bei der Tour de France noch ein Mal zum ganz großen Schlag ausholen will und den zweiten Gesamtsieg nach 1997 ansteuert, weiter in der Toskana üben. Wann und wo der Wahlschweizer in die Saison 2006 startet, steht noch nicht fest und ist in erster Linie von seiner aktuellen Verfassung im März abhängig. Auf jeden Fall will Ullrich am 6. Mai am Start des Giro d'Italia stehen und vorher keine Frühjahrs-Klassiker bestreiten.
T-Mobile-Neuling Jörg Ludewig (Steinhagen) will in seinem neuen Team als Ullrich-Helfer in die Fußstapfen des zurückgetretenen Rolf Aldag treten. «Ich will Jan bei der Tour helfen, so wie ich es in den Vorjahren mit meinem Kapitän Gilberto Simoni getan habe», sagte Ludewig, der zusammen mit Linus Gerdemann gerade ein zwölftägiges Trainingslager auf Mallorca beendete. |
(www.radsportnews.com)
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Neuer Ag2r-Kapitän will den Toursieg
Mancebo: "Dieses Jahr ist alles anders"
MADRID/BERLIN, 02.01.06 (rsn) - Neu im Peloton der Topteams ist in der Saison 2006 neben dem zum Milram-Team umformierten Stanga- Rennstall die französische Ag2r-Equipe, die erstmals eine ProTour-Lizenz bekam. Mit dem spanischen Neuzugang Francisco "Paco" Mancebo hat die Mannschaft einen Kapitän, der zu den Favoriten der Tour de France zählt.
Für Mancebo stellt 2006 ein neuer Lebensabschnitt dar. Der 29-Jährige ist seit 1998 Berufsrennfahrer. Sein erstes Profiteam war Banesto, nachdem er als Nachwuchsfahrer bereits in dessen Amateur-Team fuhr. Dem Team, das seit 2004 als "Illes Balears" firmiert, blieb er in seiner ganzen Karriere treu. Nun trägt der Madrilene nicht nur erstmals seit elf Jahren ein anderes Trikot, sondern verließ auch noch sein Heimatland und zog mit Frau und Tochter in die Schweiz in ein Städtchen unweit von Genf, von wo es nicht weit ist ins französische Chambery, dem Sitz seines neuen französischen Teams, Dies ist seine neue sportliche Heimat. "Ich hatte gleich beim ersten Teamtreffen ein gutes Gefühl und habe mich willkommen gefühlt. Alle freuen sich auf eine Saison, in der die Tour de France das große Ziel ist", sagte Mancebo jetzt der spanischen Sportzeitung AS.
Auf die Frage nach den Motiven für seinen Weggang von Balears, wo er zuletzt zunehmend in den Schatten des spanischen Jungstars Alejandro Valverde ("Er ist halt medienwirksamer") geriet, sagt Mancebo: "Es gab ein sehr gutes finanzielles Angebot und sportlich war die Perspektive praktisch gleich." Mancebo hält Ag2r, das u.a. auch den französischen Tour-Elften Christophe Moreau neuverpflichtete, für stark genug, um einen potenziellen Toursieger zu unterstützen. "Die Mannschaft wächst und hat sehr gute Rennfahrer, Bisher gab es keinen Leader für große Rundfahrten, daher fuhr die Mannschaft anders. Ich bin sicher, dass ich die richtige Unterstützung bei der Tour bekommen werde", so der neue Teamkapitän.
Bei der letzten Frankreich-Rundfahrt kam Mancebo auf einen vierten Gesamtplatz hinter Armstrong, Basso und Ullrich. Logisch, dass nach dem Rücktritt des siebenfachen Toursiegrs nun sein "Minimalziel" das Podium sein muss. Genauso logisch ist es, dass Mancebo von mehr träumt. "Mein Ziel ist es, (die Tour) zu gewinnen", sagt er. "Ich war noch nie der Stärkste bei der Tour, aber dieses Jahr ist Armstrong nicht mehr da und alles verändert sich, denn (die Tour) wird anders gefahren. Der Favorit ist Basso, aber wir haben ihn auch schon scheitern sehen. Außerdem hoffe ich, dass ich mich weiter verbessern kann." Zum Favoritenkreis bei der ersten Tour der Nach-Armstrong-Ära zählt Mancebo praktisch alle, die im letzten Jahr unter die ersten Zehn kamen: "Basso, Vinokourov, Ullrich, Leipheimer, Rasmussen. Wir haben alle Möglichkeiten", sagt der Spanier, der - wenn auch erst auf Nachfrage - auch seine Landsleute Valverde ("Ja, warum soll er nicht die Tour gewinnen können?"), Oscar Pereiro ("Er hat schon gezeigt, dass er es kann"), Mayo und Zubeldia ("Wenn sie das Niveau von 2003 wieder erreichen können") und sogar Joseba Beloki ("Wir werden bald sehen, ob er wieder seine alte Klasse erreichen kann") zum Favoritenkreis zählt.
Team mit zwei Trikots
Spaniens Tourhoffnung Mancebo wechselte nach Frankreich - sein bisheriges Team wird künftig ebenfalls eine französische Note bekommen: "Illes Balears" wird in diesem Jahr mit zwei Trikots aufwarten. Die spanische Mannschaft wird nur bei Rennen auf der iberischen Halbinsel sowie bei der Deutschland-Rundfahrt wie bisher Werbung machen für die balearischen Urlaubsinseln. Bei der Tour de France hingegen treten Valverde und Co. unter dem Namen des französischen Sponsors "Caisse d'Epargne" (französisch für "Sparkasse") auf, der mehr als die Hälfte zum Teametat beiträgt. Der Kader der Mannschaft wird bei zwei Teampräsentationen - auf Mallorca und in Frankreich - vorgestellt.
|
(www.radsportnews.com)
Klingt so, als hätte sich der Mann mit dem notorisch schiefen Kopf viel vorgenommen für dieses Saison. Naja, wir werden sehen, denn wie Mancebo bereits gesagt hat: Im ersten Jahr nach Armstrong ist wieder alles möglich!!!
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Jens Voigt "Radsportler des Jahres"
Berlin (dpa/bb) - Jens Voigt und Regina Schleicher sind die deutschen «Radsportler des Jahres 2005». Die Leser des Fachmagazins "Radsport" entschieden sich mit 34,7 Prozent für den Berliner vom dänischen CSC-Rennstall, der bei der Tour de France einen Tag lang im Gelben Trikot fuhr. Voigt setzte sich damit erstmals bei dieser Wahl durch und landete in der Endabrechnung vor dem bisherigen T-Mobile- Profi Erik Zabel (Unna/27,6 Prozent), der mit Jahresbeginn in das Milram-Team wechselte, und dem deutschen Meister Gerald Ciolek (Pulheim/18, vom Team Wiesenhof-Akud.
Straßen-Weltmeisterin Regina Schleicher, die im italienischen Camaiore lebt, setzte sich mit 54,4 Prozent der Stimmen deutlich gegen Querfeldein-Weltmeisterin Hanka Kupfernagel (Werder/30,2) durch. Auf Platz drei kam Vorjahressiegerin Judith Arndt (Leipzig/6,6).
|
(www.radsportnews.com)
Beide verdient, würd ich mal sagen!!!
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Neues Milram-Team vorgestellt
Petacchi und Zabel fühlen sich gemeinsam stark
BREMEN, 10.01.06 (rsn) - "Ist das sowas wie Coast damals?", fragte bei der Teamvorstellung des neuen deutsch- italienischen Milram-Teams am Dienstag in Bremen ein holländischer Journalist skeptisch die Kollegen. Der Mann konnte beruhigt werden. Der neueste Anlauf, einen dritten deutschen Toprennstall aufzubauen, ist stockseriös. Die Molkereigenossenschaft Nordmilch (2 Milliarden Euro Umsatz) will ihre Marke Milram international bekanntmachen und lässt zu diesem Zweck gleich zwei der weltbesten Sprinter für sich fahren. Aus den bisherigen Rivalen werden Teamkollegen. Bei chronisch egoistischen Sprintstars verheißt dies normalerweise enorme Brisanz. Erik Zabel und Alessandro Petacchi überboten sich am Dienstag geradezu mit gegenseitigen Nettigkeiten - und das klang durchaus glaubwürdig.
"Ich habe mit beiden lange persönliche Gespräche geführt, ob sie sich vorstellen können, zusammen zu fahren. Die beiden habe keine Probleme damit und die Mannschaft ist jetzt doppelt so stark", sagte Teamchef Gianluigi Stanga, der seine ProTour-Lizenz (bisher "Domina Vacanze) in das neue sprinterlastige Team einbrachte. Zabel und Petacchi betonten auch bei der gutbesuchten Teamvorstellung im Bremer Maritim-Hotel immer wieder, wie gut sie miteinander könnten. "Menschlich verstehe ich mich mit Erik hervorragend. Wir sind beide ehrliche Menschen, faire Sportsmänner. Erik und ich haben uns als Rivalen immer gegenseitig respektiert. Jetzt werden wir zusammen stark sein", meinte Alessandro Petacchi, der im ersten Trainingslager viel mit Zabel (in Englisch) sprach und die Strategie für die Saison diskutierte.
"Wir haben einen Masterplan, wo wir fahren, wo wir gemeinsam fahren", sagt Zabel, der gleichwohl nicht die Einzelheiten des Plans verraten wollte. "Es wird darauf ankommen, die Form richtig einzuschätzen. Und wir sind Manns genug, die Stärken des anderen anzuerkennen. In den letzten Jahren war Alessandro meist der Schnellere, das muss ich anerkennen", so Zabel, der gegebenfalls bereit ist, seine Ansprüche zurückzustellen. Erste Bewährungsprobe für die neue deutsch-italienishe Freundschaft wird natürlich Mailand - San Remo sein. Zabel gewann dort vier Mal, Petacchi ist Titelverteidiger. "Sollten wir beide auf die Zielgerade kommen, fahren wir nicht gegeneinander. Ein Petacchi-Sieg (in San Remo) wäre auch ein Erfolg für mich", sagt Zabel, dessen neues Team bei der Classicissima sogar noch eine dritte Karte spielen kann: Klassikerspezialist Mirco Celestino soll im Finale die Angriffe von Fahrern wie Bettini oder Vinokourov mitgehen.
Bei der Tour de France werden sich die Milram-Stars ebenfalls arrangieren müssen. Petacchi will den ein oder anderen Etappensieg in der ersten Woche. Zabel träumt davon, noch einmal das Grüne Trikot zu erobern. "Ein Versuch ist es wert. Ich denke, Petacchi wird mir eine große Hilfe sein", so der Berliner, der im letzten Jahr von T-Mobile nicht für die "Große Schleife" nominiert worden war, was ausschlaggebend war für seinen Weggang nach 13 Jahren im Magentatrikot. Beim Sprinterklassiker Paris-Tours, den Zabel im letzten Oktober zum dritten Mal gewann und sich damals im Triumph von T-Mobile verabschiedete, wird Petacchi dagegen Zabels Unterstützung haben. Petacchi: "Tours ist ein großes Ziel. Da war ich schon mal nah dran, als mich Erik (2004) schlug."
Den Giro d'Italia wird Petacchi derweil nun doch bestreiten. Der 32-Jährige, der bei der "corsa rosa" seit 2003 nicht weniger als 19 Etappen (6/2003, 9/2004, 4/2005) gewann, hatte mit einem Verzicht geliebäugelt, weil dieses Jahr Sprinter nur recht wenige Chancen haben. "Ich habe gestern (Montag) in Absprache mit (Teamchef) Stanga entschieden, den Giro zu fahren", sagte Petacchi am Dienstag. Die Tour de France, die zunächst nur als Giro-Alternative ins Spiel gekommen war, steht dennoch weiterhin in seinem Programm. "Und vielleicht fahre ich auch die Vuelta", sagte der Milram-Star.
Petacchi: "Ich habe nicht Zabels Schläue"
Bei Fassa Bortolo war Petacchis großes Plus der "Express" seiner Sprinterhelfer. Ein solcher Zug soll auch bei Milram den Sprintern die Erfolge erleichtern. "Das wird sehr schwer, einen solchen Zug wie bei Fassa wieder aufzubauen. Aber es ist erforderlich. Für mich mehr als für Zabel. Ich habe nicht seine Schläue im Rennen" sagte Petacchi einen der Sätze, die andeuten, dass die Harmonie keineswegs Fassade ist. Milram will in den nächsten Wochen im Training hart an der "Choreographie" des Zugs arbeiten: Wer macht an welcher Stelle Tempo in der rasenden Anfahrt vor einem Sprintfinale. "Bis spätestens San Remo müssen wir das ausgetüftelt haben", meinte Petacchi. Auch Zabel freut sich auf einen "Milch-Express" - in doppelter Hinsicht: "Wenn wir so einen Zug haben wie Fassa oder auch früher mal T-Mobile, fahren wir von vorne. Dann ist es nicht so komisch, die alten Teamkollegen im neuen Jahr als Gegner zu sehen."
Neben Zabel kommen noch neun der insgesamt 30 Milram-Profis aus Deutschland, darunter Bahn-Olympiaseger Daniel Becke, der zuletzt zwei Jahre in Spanien fuhr und dort noch weniger im Rampenlicht stand als bei der Milram-Präsentation, bei der er auch fast versteckt wurde. Das "internationale Team", wie es der für die Finanzen zuständige holländische Teammanager Gerry van Gerwen bezeichnet, versucht von Beginn an eine länderübergreifende Integration. Im Trainingslager teilten jeweils immer ein Italiener und ein Deutscher das Zimmer. Der Großteil der deutschen Abteilung kommt vom alten Wiesenhof-Team. Nur wenige haben Topteamerfahrung wie Ralf Grabsch, der vier Saisons bei Telekom fuhr. "Für die meisten (der deutschen Milram-Fahrer) wird es eine große Herausforderung, ProTour zu fahren. Wir werden sehen, wer dem gewachsen sein wird. Die Stimmung ist gut und der Ehrgeiz der jungen tut auch uns Alten gut", beschrieb Zabel die Situation.
Milram denkt langfristig
"Ein großer Tag. Ich bin richtig stolz", freute sich Milram-Vorstandsvorsitzender Stephan Tomat bei der Vorstellung seines neuen Sportsponsorings. Das Molkereiunternehmen war bereits früher im Radsport engagiert, Milram sponsorte das Gelbe Trikot der Friedensfahrt, die Nordmilch- Marke "Bunte Berte" war Namenssponsor des Leipziger Amateur-Teams von Michael Schiffner, aus dem später Team Wiesenhof hervorging. "Wenn, dann richtig", lautete das Motto der Molkereichefs, die dann die Gelegenheit ergriffen, als sich die Chance bot, über Stangas Lizenz in die ProTour einzusteigen. "Wir denken langfristig. Wir wollen uns nicht bloß ein, zwei Jahre engagieren", so Tomat.
Schaffrath lernt Autofahren
Einer der Sportlichen Leiter beim Milram-Team ist Jan Schaffrath, der langjährige Weggefährte und Helfer von Erik Zabel. Der 34-Jährige beendete 2005 seine Karriere als Rennfahrer nach acht Jahren im Peloton. "Als Chef von Erik fühle ich mich jetzt aber sicher nicht", sagt Schaffrath, der im Trainingslager der Mannschaft auch viel üben musste. "Die anderen Sportlichen Leiter haben mich super aufgenommen. Man muss viel lernen, sogar das Autofahren muss man neu lernen, wenn man im Pulk hinter dem Peloton die Berge runterrast."
Team Milram
Fahrer:
Daniel Becke (ALL), Simone Cadamuro (ITA), Mirko Celestino (ITA), Alessandro Cortinovis (ITA), Maarten Den Bakker (PBS), Volodymyr Dyudya (UKR), Sergio Ghisalberti (ITA), Michele Gobbi (ITA), Ralf Grabsch (ALL), Andrey Grivko (UKR), Dennis Haueisen (ALL), Maxim Iglinsky (UKR), MatejJurco (SWK), Christian Knees (ALL), Mirco Lorenzetto (ITA), Martin Müller (ALL), Daniel Musiol (ALL), Alberto Ongarato (ITA), Alessandro Petacchi (ITA), Enrico Poitschke (ALL), Elia Rigotto (ITA), Fabio Sabatini (ITA), Fabio Sacchi (ITA), Carlo Scognamglio (ITA), Sebastian Siedler (ALL), Björn Schröder (ALL), Alessandro Vanotti (ITA), Marco Velo (ITA), Giovanni Visconti (ITA), Erik Zabel (ALL)
Teammanager:
Gianluigi Stanga, Gerry van Gerwen
Sportliche Leiter:
Vittorio Algeri, Antonio Bevilacqua, Oscar Pellicioli, Jan Schaffrath
Ausrüster:
Colnago, Shimano |
(www.radsportnews.com)
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Sprinterstar kämpft gegen Dopingsperre
Hondo: "Ich werde meine Karriere so nicht beenden"
PALMA, 11.01.06 (rsn) - Die Entscheidung des internationalen Sportgerichtshof, ihn für zwei Jahre wegen Dopings zu sperren, erfuhr Danilo Hondo am späten Dienstagnachmittag nach dem Training auf Mallorca aus dem Videotext, nachdem ihn ein Rennfahrerkollege auf die Nachrichten aufmerksam machte. "Ich habe es wohl als letzter erfahren", sagte Hondo am Mittwoch im Gespräch mit RADSPORT-NEWS.COM, in dem er ankündigte, nicht aufgeben zu wollen.
"Das war schon ein Hammer, als ich von den zwei Jahren gelesen habe. Ich habe natürlich gleich meinen Anwalt Dr. Lehner angerufen. Das Urteil ist in meinen Augen Willkür. Die Begründung ist fadenscheinig. Darin sagen die Richter selbst, dass die Dopingliste falsch ist, dass es den Wirkstoff Carphedon unter diesem Namen eigentlich gar nicht gibt. Da gibt es soviele Ungereimtheiten und ich als Sportler muss das allein ausbaden", schimpfte Hondo gegen die Entscheidung. Der internationale Sportgerichtshof war dem Antrag der Welt-Antidopingagentur auf eine zweijährige Sperre aus formaljuristischen Gründen gefolgt: Das Aufputschmittel Carphedon steht auf der Dopingliste, Hondo war in A- und B-Probe positiv. Nicht berücksichtigt wurden dagegen die vielen Umstände, die in diesem Fall erhebliche Zweifel an Vorsatz und Schuld aufwerfen. Sogar der als harscher Radsportkritiker bekannte Biologe Dr. Franke war als Entlastungszeuge für Hondo aufgetreten.
"Ich werde nun vor ein ordentliches Gericht ziehen. Das ist meine letzte juristische Möglichkeit, zu meinem Recht zu kommen", kündigte Hondo am Mittwoch an. Sein Anwalt riet dem in der Schweiz lebenden Radprofi zu einer Klage vor dem Bundesgerichtshof der Schweiz. "Ich weiß gar nicht, ob man die Klage überhaupt annimmt. Aber ich weiß, dass mir Dr.Lehner nicht zu dem Schritt raten würde, wenn er nicht eine Erfolgschance sehen würde. Ich will nicht kmpflos aufgeben. Ich kämpfe bis zum bitteren Ende", so Hondo, der gar nicht depressiv klingt. "Es kommen in den nächsten Wochen aber sicher auch schlechte Phasen", sagt er. Sein Trainingslager auf Mallorca, wo er in den letzten Wochen hart für ein Comeback gearbeitet hatte, brach Hondo am Mittwoch ab und flog nach Hause nach Ascona.
"Ich habe eigentlich keinen Bock, einfach aufzugeben"
Und was, wenn auch der letzte juristische Strohhalm kein Happy End bringt? Hondo: "Ich hüte mich jetzt vor voreiligen Entschlüssen. Aber zurzeit sage ich: Ich will meine Karriere nicht so beenden. Ich will zurückkommen. Seine Form verliert man, aber seine Klasse nicht. Mit 32 Jahren ist man als Rennfahrer doch noch im besten Alter." Hondo erwähnt das geplante Comeback des Briten David Millar, der nach seiner zweijährigen Dopingsperre (er gab EPO-Doping zu) im Juli die Tour de France fährt. "Der ist der Favorit auf den Prologsieg", sagt Hondo, der es sich auch vorstellen kann, notfalls ein Comeback bei einem kleineren Team zu geben. Aber auch eine Rückkehr zu einem Spitzenteam hält er nicht für ausgeschlossen. "Dass nach dem neuen Reglement ein Fahrer nach einer Dopingsperre zwei weitere Jahre nicht bei einem ProTour-Team fahren darf, ist kein Automatismus. Da spielen Schuld und Vorsatz eine Rolle", sagt er. Sollte es bei dem Urteil bleiben, dürfte der Sprintspezialist ab dem 1.April 2007 wieder Rennen fahren. Hondo: "In der nächsten Zeit werde ich viel darüber nachdenken, wie es weitergeht. Auch über mögliche Alternativen werde ich sicher jetzt mehr nachdenken. Aber ehrlich gesagt: Ich habe eigentlich keinen Bock, einfach aufzugeben."
|
(www.radsportnews.com)
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Gerolsteiner-Star Levy Leipheimer:
"Der nächste Schritt ist das Podium der Tour"
GEROLSTEIN, 17.01.06 (rsn) - Vielleicht kommen bei der nächsten Tour de France ja zwei Deutsche aufs Podium: Der amerikanische Gerolsteiner- Star Levy Leipheimer fühlt sich nämlich nicht nur "a little German", sondern auch stark genug, um beim wichtigsten Rennen der Welt unter die ersten Drei zu kommen.
Aufsteigende Tendenz
Leipheimers Platzierungen bei großen Rundfahrten:
Vuelta 2001: 3.
Tour de France 2002: 8.
Tour de France 2003: --
Tour de France 2004: 9.
Tour de France 2005: 6.
"Meine Vorbereitung lief bisher optimal. Ich fühle mich stärker als letztes Jahr", so Leipheimer am Dienstag im Gespräch mit RADSPORT-NEWS.COM. "I'm pushing myself more. Ich trainiere intensiver", sagt er. Der 32-Jährige aus Nordkalifornien, dessen Trainingsrevier das berühmte Weingebiet Napa Valley ist, sieht sich in einer Aufwärtsentwicklung: "Ich lerne immer noch jedes Jahr etwas neues. Wenn ich mal nichts mehr dazulernen kann, höre ich auf. 2005 bin ich vor allem bei meinem Sieg bei der Deutschland-Tour als Rennfahrer gewachsen. Der konstante battle gegen Ullrich und T-Mobile, der Druck und die Verantwortung als Teamleader. Das alles war eine große Erfahrung, die mich weitergebracht hat."
Leipheimers Ziel im vergangenen Jahr war es, unter die ersten Fünf bei der Tour de France zu kommen. Das hat ihm dann Alexandre Vinokourov am allerletzten Tag in Paris noch vermasselt, als der Kasache im T-Mobile-Trikot gegen alle ungeschriebenen Regeln verstieß und um Bonussekunden sprintete. Aber das sind nur noch Details, mit denen sich Leipheimer nicht mehr auseinandersetzt: "Das wichtigste ist, dass man kämpft und eine Chance hat. Ich hätte die Top 5 holen können, damit bin ich jetzt auch happy. Der nächste Schritt für mich ist jetzt das Podium der Tour." Nach dem erfolgreichen ersten Jahr bei Gerolsteiner, nach dem Fast-Top 5-Platz bei der Tour und nach dem Sieg über Ullrich in Deutschland, ist Leipheimers Selbstvertrauen gestiegen. Der schmächtige Amerikaner (1,70m/62kg) weiß, dass das Podium "Ullrich gewinnt die Tour de France, wenn er 100% fit ist"
ein großes Ziel ist, doch er hält es durchaus für realistisch, nicht nur weil mit Lance Armstrong einer vor ihm nicht mehr da ist. Fahrerisch, vor allem aber auch taktisch habe er sich im letzten Jahr stark weiterentwickelt, sagt Leipheimer: "Ich denke, ich bin smarter geworden. Bei der Tour muss man überall Augen und Ohren haben, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das wird dieses Jahr noch entscheidender, weil ein Armstrong-Team, das alles kontrolliert, fehlt."
Der Topfavorit bei der Tour 2006 ist für Leipheimer Jan Ullrich ("Er gewinnt, wenn er 100% fit ist"). Gleich dahinter sieht er Ivan Basso, wenngleich der es schwerer haben werde ohne Armstrong als Orientierungspunkt vor ihm. "Jan und Basso sind auf einem anderen Level. Dann kommen Vinokourov, Mancebo und ich. Die jungen wie Valverde oder Cunego sind noch nicht soweit, um bei der Tour vorne mitzufahren", glaubt Leipheimer. Seine Mannschaft hält der Gerolsteiner- Kapitän für "stark genug", um bei der Tour zu bestehen. "Georg (Totschnig) und ich stehen an der Spitze einer guten Mannschaft. Dahinter haben wir mit Scholz, Wegmann, usw., gute Leute, die uns unterstützen. Wir stehen ohnehin nicht so unter Druck wie T-Mobile. Die müssen das Rennen machen, nicht wir."
Leipheimer wird bei der Kalifornien-Rundfahrt in die Saison starten. Diese kommt bei der ersten Etappe in seinen Heimatort Santa Rosa. An Erfolge vor heimischem Publikum denkt er aber nicht: "Das Rennen kommt erstens zu früh und ist zweitens zu flach für mich." Nach Europa kommt der Amerikaner mit deutschen Vorfahren, der inzwischen ganz gut deutsch versteht, dann im März. Die Eckpunkte der Tour de France-Vorbereitung sind Tour de Romandie und Dauphine-Rundfahrt. Ein großes Saisonziel ist natürlich auch die Titelverteidigung bei der Deutschland-Rundfahrt.
Leipheimer und Armstrong
Leipheimer war 2000 und 2001 Teamkollege seines Landsmanns Lance Armstrong bei US Postal, ein Helfer des Tourrekordsiegers war er aber nie, auch wenn das immer mal wieder fälschlich geschrieben wird. "Ich bin vielleicht drei Rennen zusammen mit Armstrong gefahren. Ich habe nie zu seiner Gruppe gehört", sagt er. Mit seinem dritten Platz bei der Spanien-Rundfahrt 2001 ging Leipheimers Stern als Klassementfahrer auf. Danach wechselte er zu Rabobank, wo er dann fuhr, bis er 2005 zu Gerolsteiner kam. Dennoch kennen sich natürlich Leipheimer und Armstrong gut. Im September sprachen die beiden zum letzten Mal miteinander, da ging es um die Dopingvorwürfe der Sportzeitung L'Equipe. Im Gespräch mit RADSPORT-NEWS.COM nahm Leipheimer zu der Affäre Stellung. "Wenn es klare Beweise gäbe, dann würde man gegen Lance Sanktionen verhängen. Things don't end up", sagt er. Aber auch Armstrong mag er nicht folgen, wenn der von einer Verleumdungskampagne der Franzosen spricht, die keine Amerikaner mögen. Ihm schlage jedenfalls kein Hass in Frankreich entgegen, sagt Leipheimer. Das ganze sei eher Armstrongs "simple Erklärung für zuhause". (kv)
|
(radsportnews.com)
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Schweizer Team will nach Armstrongs Erbe greifen
Phonak ohne Zukunftssorgen in letzte Saison
STÄFA, 20.01.06 (rsn) - Im siebten und letzten Jahr ihres Bestehens hat sich die Schweizer Profisportgruppe Phonak Hearing Systems-iShares ehrgeizige Ziele gesetzt. Sie strebt wie einige andere Mannschaften auch den Gesamtsieg in der Tour de France an. «In Floyd Landis und Santiago Botero verfügen wir über zwei Fahrer, die die Nachfolge von Lance Armstrong antreten können. Voraussetzung dazu ist, dass sich das ganze Team bedingungslos in ihre Dienste stellt», erklärte Teampatron Andy Rihs am Freitag bei der Mannschaftspräsentation in Stäfa, dem Hauptsitz des Hörgeräteherstellers, der sein Engagement eigentlich schon dieses Jahr beenden wollte, dann aber noch ein Jahr weitermachte, um einen geordneten Übergang zu einem neuen Sponsor zu ermöglichen.
Rihs bestätigte am Freitag, dass dies die letzte Saison sei, während der sein Unternehmen den Großteil des auf 15 bis 17 Millionen Franken (9 bis 10 Mio. Euro) bezifferten Budgets trägt. «Wir haben jenen Bekanntheitsgrad erreicht, den wir wollten. Es handelt sich um eine großartige Investition, nach meiner Ansicht um die kostengünstigste Methode, um dem breiten Publikum ein Produkt näherzubringen», erklärte Rihs. Ähnliches hatte der Unternehmer schon vor Jahresfrist verkündet. Dem damals neu verpflichteten Teammanager John Lelangue war es aber nicht gelungen, für 2006 einen Nachfolge-Sponsor zu finden.
In der Zwischenzeit hat sich die Situation geändert. Mit iShares, einem Finanzdienstleister der Barclays Bank, konnte für diese Saison ein zweiter Geldgeber an Land gezogen werden. iShares hat eine Option, als Hauptsponsor einzusteigen. Auch bei einem Namenswechsel würde die Sportgruppe eidgenössisch bleiben. Sie ist auf die 60 Personen beschäftigende AR Cyling lizenziert, hinter der Andy Rihs steht. Während die vom Unternehmer ins Leben gerufene Radmarke BMC weiterhin den Rennstall ausrüstet, will Rihs für die Marke Phonak verstärkt im Musikbereich bewerben: «Das ist mehr mit Hören assoziert.»
Vor zwölf Mnaten standen die Zugehörigkeit zur neu geschaffenen ProTour sowie die Teilnahme an der Tour de France vorerst auf wackligen Beinen, was innerhalb der Mannschaft einige Unruhe verursachte. Diese Probleme gehören nun längst der Vergangenheit an. Dies erlaubte Teammanager John Lelangue und den sportlichen Leitern, die neue Saison in aller Ruhe zu planen. Sieben Radprofis haben die Mannschaft verlassen, unter ihnen auch der Spanier Oscar Pereiro, der seinem Arbeitgeber im vergangenen Juli den Sieg in der 16. Etappe der Tour de France in Pau bescherte.
Die wichtigsten Neuverpflichtungen sind der Belgier Axel Merckx und der Holländer Koes Moerenhout. Lelangue zufolge wurde Merckx als Leader und Moerenhout als mannschaftsdienlicher Fahrer engagiert. Im Weiteren wurde darauf geachtet, junge Fahrer in die Mannschaft einzubauen. Er sei motiviert und wolle sein Bestes geben. Insbsondere in der Flandern-Rundfahrt und im Ardennen-Klassiker Lüttich - Bastogne - Lüttich wolle er mit starken Leistungen aufwarten, erklärte Merckx, der auch Tour und Giro bestreiten wird. Floyd Landis verkündete, er wolle seinen 9. Schlussrang der letzten Tour de France verbessern. "Ich bin in besserer Form als letztes Jahr", sagte der Amerikaner, der sich beim Giro einrollen will für die "Große Schleife". Botero, Phonaks zweiter Leader bei der Tour, ist genauso euphorisch und träumt davon, als erster Kolumbianer die Rundfahrt zu gewinnen. "Ich trainiere dafür härter denn je", sagte er.
Bei der Teampräsentation am Phonak-Hauptsitz in Stäfa war Prominenz zu Gast: der zurückgetretene Tour de France-Direktor Jean-Marie Leblanc gab sich ebenso die Ehre wie die früheren Champions Ferdi Kübler und Eddy Merckx. Einen Teil seiner Karriere bestritt Merckx senior unter der sportlichen Leitung von Robert Lelangue. Dessen Sohn John überwacht nun in dieser Saison die Leistungen von Merckx junior.
Phonak Hearing Systems-iShares 2006
Kader: Santiago Botero (Col, Jahrgang 1972). Aurélien Clerc (SUI, 1979). Martin Elmiger (SUI, 1978). Luis Fernandez Oliveiro (ESP, 26, neo). Bert Grabsch (ALL, 1975). Fabrizio Guidi (ITA, 34). Ignacio Gutierrez (ESP, 1977). José Enrique Gutierrez (ESP, 1974). Ryder Hesjedal (CAN, 1980, neu, ex Discovery Channel). Rob Hunter (SAF, 1977). Nicolas Jalabert (FRA, 1973). Floyd Landis (USA, 1975). Miguel Angel Perdiguero (ESP, 1972). Joanthan Patrick McCarthy (USA, 1982, neu, ex Discovery Channel). Axel Merckx (BEL, 1972, neu, ex Davitamon). Koos Moerenhout (PBS, 1973, neu, ex Davitamon). Alexandre Moos (SUI, 1972). Steve Morabito (SUI, 23, neo). Uros Murn (SLO, 1975). Victor Hugo Peña (COL, 1974). Grégory Rast (SUI, 1980). Florian Stadler (SUI, 24). Johannes Tschopp (SUI, 1982). Sascha Urweider (SUI, 1980). David Vitoria (SUI, 22, neo). Steve Zampieri (SUI, 1977).
Abgänge: Niki Aebersold (SUI, 1972, Rücktritt). Santos Gonzalez (ESP, 1973, Murcia). Tomas Nose (SLO, 1982, Adria Mobil). Oscar Pereiro (ESP, 1977, Iles Balears). Wiktor Rapinski (BLR, 1981, Colavita). Daniel Schnider (SUI, 1973). Tadej Valjavec (SLO, 1977, Lampre).
Geschäftsführer und Teammanager: John Lelangue (Bel).
Sportliche Leiter: Adriano Baffi (Ita). Juan Fernandez (ESP). Jacques Michaud (Fra). René Savary (Sui).
|
(radsportnews.com)
Also ich denke auch, dass Phonak mit ihren beiden Topfahrern Botero und Landis gewisse Chancen auf den Tourgesamtsieg 2006 hat. Allerdings sehe ich diese Chancen bei Landis weit größer als beim unkonstanten Zeitfahrspezialisten Botero. Landis erinnert mich in seiner hart arbeiteten immer kalkulierten Arbeit sehr stark an seinen Früheren 'Meister' Armstrong bei US Postal. Wenn er sich auch dieses Jahr nochmal steigern kann (woran ich nicht viel Zweifel habe) denke ich, dass er ganz vorne mitmischen wird können!
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Erinnerung an Terroropfer vom 7.Juli
Tour de France 2007 beginnt am Trafalgar Square
LONDON, 09.02.06 (rsn) - Die übernächste Tour de France beginnt am 7. Juli 2007 mit einem acht Kilometer langen Prolog durch London. Die 1. Etappe führt am darauf folgenden Tag durch die Provinz Kent über 209 Kilometer nach Canterbury. Diese Details teilten am Donnerstag in London der Bürgermeister der Stadt, Ken Livingstone, und die Tour- Direktoren Jean-Marie Leblanc und Christian Prudhomme mit. Nach 1974 und 1994 ist England zum dritten Mal Tour-Gastgeber. 1998 begann die Frankreich-Rundfahrt in Dublin in Irland.
Der Kurs des Prologzeitfahrens beginnt auf dem Trafalgar Square und führt durch das Londoner Regierungsviertel Whitehall und an Sehenswürdigkeiten wie Big Ben und den Houses of Parliament, Westminster Abbey und Hyde Park vorbei. Das Ziel liegt auf der "Mall" vor dem Buckingham Palace, der Residenz von Queen Elizabeth II. London hat 1,5 Mio. britische Pfund (2,079 Mio. Euro) dafür bezahlen müssen, dass die "Große Schleife" hier beginnt. Die Tourismusbranche erwartet über 100 Millionen Euro Einnahmen durch den Tour-Start. "Wir haben Kosten von rund fünf Millionen Euro. Bei solch einer Rendite würden sicherlich gerne viele ihr Geld anlegen", meinte der Londoner Bürgermeister, der mit zwei Millionen Radsportfans am Streckenrand rechnet.
Die Verantwortlichen der britischen Metropole erhoffen sich neben der Ankurbelung des Tourismus auch eine Steigerung des Gebrauchs von Fahrrädern durch die Londoner. "Wenn der Grand depart hier (über)nächsten Sommer herkommt, wird er von der schnellstwachsenden Rad-Stadt Europas willkommen geheißen", sagte Londons Bürgermeister Ken Livingstone. "Wir helfen Ihnen dabei, das Rad ins Herz von London und in die Herzen der Londoner zu bringen", sagte Tour de France-Chef Jean-Marie Leblanc.
Die erste Etappe der Tour 2007 führt das Peloton nach dem Start auf der Mall in London an Tower Bridge und dem Riesenrad "London Eye" vorbei über Greenwich in die Grafschaft Kent. Etappenziel ist das historische Canterbury. Es ist das erste Mal, dass die Tour de France in Großbritannien gestartet wird. Die Abstecher 1974 und 1994 anlässlich der Kanaltunnel-Eröffnung waren jeweils große Publikumserfolge.
Unterdessen trifft der Prolog-Termin am 7.Juli mit dem zweiten Jahrestag der Anschläge auf die Londoner U-Bahn durch Terroristen zusammen. Bei den Anschlägen waren 52 Menschen (und die vier Selbstmordattentäter) ums Leben gekommen, 700 wurden verletzt. An die Anschläge werde man sich erinnern, sagte Livingston. "Der Grand Depart am 7.Juli signalisiert der Welt, dass Terrorismus nicht gewinnt. Er verändert unsere Stadt nicht. Er erschüttert nicht unseren Glauben. Die Einheit der Menschlichkeit kann man nicht besser feiern als mit einem solchen großen Sport-Event, das zu uns kommt an dem Jahrestag und das Millionen sicher und glücklich verfolgen", so der Londoner Bürgermeister.
Tour-Starts außerhalb Frankreichs:
1954 Amsterdam
1958 Brüssel
1965 Köln
1973 Scheweningen (Ned)
1975 Charleroi (Bel)
1978 Leiden (Ned)
1980 Frankfurt/M.
1982 Basel (Sui)
1987 Berlin
1989 Luxemburg
1992 San Sebastian (Esp)
1996 's-Hertogenbosch (Ned)
1998 Dublin
2002 Luxemburg
2004 Lüttich (Bel)
2007 London
|
(www.radsportnews.com)
Oh, der Prolog wird sicher geil. Durch Londons Altstadt, vorbei am Big Ben und Co. Wird sicherlich sehr interessant da zuzusehen!
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Vueltasieg aberkannt
Heras mag Sperre nicht akzeptieren
MADRID, 09.02.06 (rsn) - Der Spanier Roberto Heras, der bei einem Dopingtest während der letzten Vuelta positiv war auf EPO, ist für zwei Jahre gesperrt worden. Sein Vueltasieg wurde dem 31-Jährigen aberkannt.
Der Generalsekretär des spanischen Radsportverbands, Eugenio Bermudez, gab am Mittwochabend die Sperre gegen Heras und die Aberkennung des Vueltasiegs bekannt. Als Sieger der Spanien- Rundfahrt 2005 geht nun der russische Gesamtzweite Denis Menchov in die Annalen ein. Heras war nach der 20.Etappe, einem Zeitfahren zwischen Guadalajara und Alcala de Henare, positiv gestetet worden auf künstliches EPO. Bei dem Kampf gegen die Uhr war der Kletterspezialist erstaunlich schnell gefahren und hatte den Sieg um Sekundenbruchteile verpasst.
Heras' Liberty-Mannschaft hatte ihren Star am 8.November vorläufig suspendiert nach Bekanntwerden der positiven A-Probe. Die Gegenanalyse bestätigte am 25.November das erste Resultat. Roberto Heras hatte stets seine Unschld beteuert und zieht das Testverfahren in Zweifel. "Ich habe mir niemals Dopingsubstanzen verabreicht", sagte der Spanier im November. Der ertappte Kletter-Spezialist wird sich nach einer Erklärung seiner Anwälte innerhalb eines Monats an den Internationalen Sportgerichtshof TAS in Lausanne wenden. Darüber hinaus schließt der ehemalige Helfer des siebenmaligen Tour-de-France-Gewinners Lance Armstrong, der bei seinem ersten Toursieg 1999 ebenfalls mit EPO nachgeholfen haben soll, auch zivilrechtliche Schritte nicht aus. Heras' Anwalt José Maria Buxeda hatte in einem 1500 Seiten starken Dossier versucht, die Analyse-Methode zu erschüttern, worauf der Verband nicht einging.
In einer schriftlichen Erklärung reagierte Heras am Donnerstag auf die Verbandsentscheidung und kündigte ebenfalls die Anrufung von Gerichten an. Er fühle sich "vollkommen schutzlos" und könne das Urteil nicht akzeptieren. "Ich kann nicht hinnehmen, dass mein Name, meine Würde, meine Familie in den Schmutz gezogen werden durch ein Analyseverfahren, das keine Garantien bietet", so Heras, dessen Chancen vor TAS oder Zivilgerichten sehr gering sein dürften.
Die Sperre durch den spanischen Radsportverband dürfte das Karriereenede bedeuten für Heras, der am 21.Februar 32 Jahre alt wird. Die Ethik-Charta der ProTour-Teams schreibt vor, dass ein des Dopings überführter Fahrer vier Jahre lang nicht mehr verpflichtet werden darf. Nach der Aberkennung seines letzten Vueltasiegs teilt sich Heras den Vueltarekord mit drei Siegen (2000, 2003, 2004) wieder mit dem Schweizer Tony Rominger, der das Rennen 1992, 1993 und 1994 gewann. Die Organisatoren der Vuelta haben bereits mit dem Kapitel Heras abgeschlossen. Bei der Vorstellung der nächsten Ausgabe im letzten Dezember wurde der Name des Noch-Rekordsiegers tunlichst vermieden.
|
(www.radsportnews.com)
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Paris-Nizza - 3.Etappe
Landis meldet seine Ansprüche an
SAINT-ETIENNE, 08.03.06 (rsn) - Der Amerikaner Floyd Landis (Phonak), vor kurzem Sieger der Kalifornien- Rundfahrt, hat am Mittwoch bei der Fernfahrt Paris- Nizza eindrucksvoll seine Ansprüche auf den Gesamtsieg angemeldet. Nach der ersten Bergetappe, bei der 18km vor dem Ziel in Saint-Etienne ein Anstieg der 1.Kategorie im Profil stand, trägt der 30-Jährige das gelb-weiße Trikot des Gesamtbesten, das er Weltmeister Tom Boonen abnahm. Der Quick Step-Star verlor mehr als fünf Minuten. Der Etappensieg ging an Landis' spanischen Mitausreißer Francisco Vila (Lampre), der mit 30 Jahren seinen ersten Profisieg feierte.
"Paris-Nizza war von Anfang an mein erstes großes Saisonziel. Dafür habe ich hart trainiert", sagte Landis, der nach dem Rennen eine kleine Pause bis zum Criterium International einlegen wird. "Ich hatte heute Zweifel, ob der Berg am Ende ausreicht, um einen Vorsprung herauszufahren. Ich war überrascht. Der Berg war gar nicht mal das schwerste, es war die ganze Etappe mit dem kühlen Wetter. Wir werden versuchen, das Trikot zu verteidigen. Wir haben nicht das allerstärkste Team, aber wir werden unser bestes tun", so der Phonak-Kapitän. "Wir haben jetzt nur noch fünf Mann, die für Landis fahren. Aber vier davon waren in Kalifornien dabei und haben sich dort ja ganz gut geschlagen", meinte Phonak-Teamchef John Lelangue.
Groß war die Freude bei Tagessieger Vila. "Das war hart heute. Ich leide unter der Kälte", sagte der Spanier, der erst spät (2001) Profi wurde, weil er zuvor eine Berufsausbildung als Physiotherapeut beenden wollte. Seit 2003 fährt er bei Lampre. "Es war klar, dass am letzten Berg die Entscheidung fallen würde. Landis ist früh angetreten. Ich konnte dranbleiben. Er wollte das Trikot, ich die Etappe", so "Patxi" Vila.
Landis und Vila hatten sich im Finale am Anstieg des Croix de Chaubouret, dem letzten Berg des Tages, abgesetzt und ihren Vorsprung in der Abfahrt nach Saint-Etienne bis auf 1:16 Minuten ausbauen können. Den Sprint einer Verfolgergruppe um Platz 3 gewann der Spanier Samuel Sanchez. Bester Deutscher war erneut der Schwabe Stefan Schumacher (Gerolsteiner) auf Rang 6. Zudem übernahm der 25-Jährige die Spitze in der Nachwuchswertung. Von den T-Mobile-Kapitänen Kim Kirchen (Aufgabe), Linus Gerdemann (25.) und Patrik Sinkewitz (26., beide 3:45 Minuten zurück) war dagegen eher wenig zu sehen.
Fotos: Roth
Sprintstar Boonen konnte erwartungsgemäß am Berg nicht mit den Besten mitfahren und erreichte das Ziel mit an die sechs Minuten Rückstand. Zu den großen Verlieren gehörte in Saint Etienne der amerikanische Vorjahressieger Bobby Julich (CSC), der mehrere Minuten auf den Tour de France-Neunten Landis verlor. Von der fast schon beängstigenden Dominanz des Bjarne-Riis-Teams in den letzten beiden Jahren ist 2006 nichts mehr übrig, während Phonaks Taktik am Mittwoch hundertprozentig aufging.
"Es lief alles genauso wie geplant, was auch nicht oft vorkommt", sagte Lelangue. "Wir wollten in der ersten Hälfte des Rennens einen Mann in der Flucht haben, dann einen in der zu erwartenden Attacke am Berg der 2.Kategorie. So mussten wir nicht mehr arbeiten als in den Tagen vorher. Und auf den letzten 5km des Croix-de-Chaubouret sollte Landis attackieren. Wir wollten unbedingt von dieser Etappe profitieren, die ideal war mit der Abfahrt nach dem letzten Berg."
Im Gesamtklassement hat Landis, der als starker Rouleur bedauert, dass diesmal kein Zeitfahren im Programm des "Rennen zur Sonne" ist, nun 9 Sekunden Vorsprung vor Vila. Gesamtdritter ist der Baske Sanchez (+ 1:13 Minuten), Schumacher ist Neunter. "Das eröffnet uns ganz neue Perspektiven", freute sich Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer, der eigentlich gar nicht ans Gesamtklassement gedacht hatte.
|
(www.radsportnews.com)
Die ersten beiden Etappen hat übrigens Sprintstar Tom Boonen für sich im Sprint entschieden.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
41.Tirreno-Adriatico
Bettini gewinnt Auftakt vor Zabel
ROM, 08.03.06 (rsn) - Der Italiener Paolo Bettini (Quick Step) gewann am Mittwoch den Auftakt zur mittelitalienischen Rundfahrt "Tirreno- Adriatico". Der Olympiasieger setzte sich bei der 1.Etappe nach 167km im Sprint vor Erik Zabel (Milram) durch. Dritter wurde der Norweger Thor Hushovd (Credit Agricole).
Die erste Etappe wurde auf einem welligen, nicht allzu schweren Kurs rund um die Kleinstadt Tivoli bei Rom ausgetragen. Das Finale mit ansteigenden letzten drei Kilometern hatte es dagegen in sich. Für reine Sprinter wie Alessandro Petacchi war das zu schwer, daher spielte man bei Milram die Karte Zabel. Doch gegen den Olympiasieger war der Berliner machtlos.
"Ich kannte die schwere Zielankunft. Da hatte ich schon manches Mal meine Probleme. Daher bin ich sehr froh über diesen Sieg", war Bettinis erste Reaktion nach seinem dritten Saisonerfolg.
Der Spanier Oscar Freire (Rabobank) hatte 200 Meter vor Schluss das Hinterrad von Bettini verloren und kam am Ende nicht unter die ersten Fünf.
|
(www.radsportnews.com)
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Basso träumt vom Double
"Das ist erst der Anfang"
CHARLEVILLE-MEZIERES, 27.03.06 (rsn) - Natürlich freute sich Ivan Basso über seinen überzeugenden Sieg beim prestigeträchtigen Critérium international am Sonntag. Doch für den italienischen CSC-Kapitän, der schon mit einem siebten Gesamtrang bei Tirreno- Adriatico zeigte, dass seine Formkurve bereits deutlich nach oben zeigt, war es eigentlich nur eine Zwischenstation, die Bestätigung, dass er auf dem richtigen Weg ist. Der 28-Jährige will 2006 zur erfolgreichsten Saison seiner bisherigen Karriere machen. Basso will das Double mit Siegen beim Giro d'Italia und der Tour de France, was zuletzt 1998 seinem verstorbenen Landsmann Marco Pantani gelang.
"Das ist erst der Anfang", sagte am Sonntagabend CSC-Teamchef Bjarne Riis nach dem Sieg seines Stars in den französischen Ardennen. Und der Däne sagt das nicht etwa euphorisch-aufgeregt, sondern wie fast alles was er sagt, ganz nüchtern - wie eine Tatsache. Der Toursieger von 1996 glaubt, dass sich Basso "in allen Bereichen" noch einmal verbessert hat. Der Sieg des Lombarden bei der Triptyque unterstreicht das voll und ganz : Basso gewann Geamtklassement, das Bergrennen und war bei Flachetappe und beim Zeitfahren jeweils Zweiter. Überzeugender kann man dort kaum mehr gewinnen.
"Auf allen Feldern verbessert" Basso war mit knappem Rückstand Zweiter beim Zeitfahren des Criterium international, das mit 8km recht kurz war. "Das gibt mir Zuversicht für die Prologe beim Giro und der Tour", sagte er danach. Foto: Roth
Eigentlich wollte Riis, dass Basso in diesem Jahr sich ganz auf die Tour de France konzentriert. Doch der Italiener, der 2005 den Giro-Sieg in Reichweite hatte und unglücklich verlor, wollte unbedingt wieder bei seiner Heimatrundfahrt antreten. Seinen Aufstieg erlebte Basso im Schatten von Lance Armstrong bei der Frankreich-Rundfahrt (11./2002, 7./2003, 3./2004, 2./2005), nun will er unbedingt auch die Herzen der tifosi in Italien erobern. Riis gab sein Okay und hat nun sogar den Ehrgeiz, alle drei großen Rundfahrten (mit Sastre bei der Vuelta) zu gewinnen. Im Moment allerdings steht bei CSC erst einmal der Giro (6.-28.Mai) im Blickpunkt. Nach den Ardennenklassikern will Basso die Bergetappen der letzten Woche erkunden, wenn die Wintersperren an den Dolomitenriesen bis dahin aufgehoben sind. Während Jan Ullrich, der Basso bei seinem Saisondebüt bei der französischen Sarthe-Tour nächste Woche sehen wird, beim Giro nur mitrollen will, möchte Basso dort mit Topform an den Start gehen.
"Ich habe heute eine andere Perspektive als früher", sagt Basso. "Bjarne hat mir beigebracht, dass ich nur auf mich selbst schauen muss. Wenn ein Simoni, Cunego oder Ullrich stärker sind, dann ist das so. Daran kann ich dann nichts ändern. Für mich geht es darum, 100 Prozent in Form zu sein und fürs Team gilt das auch. Wenn dann andere stärker sind, dann hat man sich nichts vorzuwerfen, dann muss man das eben akzeptieren."
"Ullrich ist der Tour-Topfavorit"
"Simoni!", sagt Basso ohne Zögern auf die Frage, wen er als größten Gegner beim Giro erwartet, der in diesem Jahr in der Wallonie (Seraing) beginnt. Mit seinen Rivalen bei der Tour de France wolle er sich noch nicht beschäftigen, sagt Basso. Dass Jan Ullrich dazu gehört, steht aber natürlich außer Frage. "Er wird in Form sein und er hat viel Erfahrung. Er ist der Topfavorit bei der Tour de France", meint Basso. Dass er selbst nach drittem und zweiten Platz gern ganz oben auf dem Treppchen in Paris stehen würde, ist klar. "Gelb steht mir", scherzte Basso nach seinem Sieg beim Criterium am Sonntag. Aber vorher steht für Basso erst einmal eine andere Farbe im Vordergrund. Die "Maglia Rosa" trug der Lombarde bereits letztes Jahr zwei Tage, bis ihn eine Krankheit in den Dolomiten die Führung kostete. "Ivan ist hochmotiviert, den Giro zu gewinnen. Und wenn ihm das gelingt, wird er stärker sein", sagt Riis.
|
(www.radsportnews.com)
Wenn Ivan das wirklich schaffen sollte ist er ein Radsportgott. Aber ich fürchte er wird am Vorhaben Giro zerbrechen und deshalb die Tour nicht gewinnen. Aber mal sehen.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
90.Flandern-Rundfahrt
Ronde van Boonen
MEERBEKE, 02.04.06 (rsn) - Aller ruhmreicher Vergangenheit zum Trotz: Für den belgischen Radsport ist dies ein historischer Tag: Ein 25-jähriger Himmelstürmer zieht sich das Regenbogentrikot glatt, strahlt über beide Backen, reckt die Arme in die Höh' und gewinnt als Einheimischer, als amtierender Weltmeister und als Titelverteidiger die Flandernrundfahrt. Da verwundert es nicht, dass auch Tom Boonen selbst die Geschichte bemüht: „Das war ein Rennen wie vor 50 Jahren, hart und lang und schwer", sagt der Triumphator und weiß, dass er einen Wettstreit für sich entschieden hat, der nicht nur in seiner Heimat als eines der schönsten Radrennen der Welt gilt. 6:24,26 Stunden hat Boonen gebraucht, um mit 258 Kilometern zwischen Regen und Sonnenscheinen, zwischen Flachland und garstigen Anstiegen fertig zu werden. Der Superstar aus dem Team Quickstep gewann vor seinem Landsmann Leif Hoste und dem US-Amerikaner Georgie Hincape (beide Discovery Channel)
Der Top-Favorit hat die ins schier Unermessliche gesteigerten Hoffnungen seiner Landsleute also allesamt erfüllt – und die werden ihn weiterhin vergöttern wie keinen anderen Sportler des Königreichs. Die Boonen-Manie war bereits beim Start in der alten Handelsstadt Brügge zu greifen: Tausende waren gekommen, und allen ging es vor allem um ihren „Tommeke“ – auch wenn die radsportverrückten Belgier auch alle anderen Asse hochleben ließen. „Andreas hat gesagt, dass bei Regenwetter nicht so viele Leute kommen“, scherze Milram-Star Erik Zabel angesichts des völlig überfüllten Marktplatzes und zwinkerte seinem ehemaligen Teamkollegen Andreas Klier zu. Der Wahl-Belgier aus der T-Mobile-Equipe musste laut lachen über seine Fehleinschätzung und zog den Hut vor den Velo-Fanatikern, die auch das wüste Wetter zu Rennbeginn nicht zu schrecken wusste. Und der sichtlich gut gelaunte Zabel witzelte weiter mit dem Moderator, der etwas über seine Siegambitionen wissen wollte. „Ist ein Fahrer namens Tom Boonen am Start?“, stellte Zabel die Gegenfrage und sagte nach dem wenig überraschenden „Jaa“ nur noch: „Oh, dann hab’ ich ein Problem.“
"Worst case"-Szenario am Koppenberg
185 Kilometer später hatte er dann wirklich eines – und zum Scherzen war ihm auch nicht mehr zumute. Die ersten von Flanderns steilen Anhöhen waren passiert, und nun, um 14.40 Uhr, wartete der Koppenberg auf die Profis. Ein Drama. Als Überbleibsel einer Fluchtgruppe wuchteten sich zunächst der T-Mobile-Niederländer Bram Schmitz und der Franzose Thierry Marichal (Cofidis) über diesen Hügel, der für Radfahrer nichts anderes ist als eine Gemeinheit: Zwar nur 600 Meter lang, aber mit bis zu 22 Steigungsprozenten und dafür ohne eine Prise Asphalt. Das Kopfsteinpflaster ist so wild und die Rampe so steil, dass hochbezahlte Berufsradfahrer hier regelmäßig zu Fußgänger werden und ihren Drahtesel schieben müssen wie manch eine Oma auf dem Weg zur Bäckerei. „Ich hoffe, dass meine Füße nicht mit dem Koppenberg in Berührung kommen werden“, hatte Zabel noch vor dem Start gesagt, doch das ließ sich nicht vermeiden. „Das war der worst case“, resümierte Zabel später, „ich bin einmal aus dem Pedal gerutscht – und das war’s schon.“ Er befand sich allerdings in illustrer Gesellschaft. Rund drei Viertel des Pelotons mussten aus dem Sattel – so hoch war die Absteigquote am Koppenberg schon lange nicht mehr.
Einer allerdings preschte wie ein Motorrad drüber: Tom Boonen fuhr allen davon und erweckte beinahe den Eindruck, als wolle er die restlichen 73 Kilometer in Solomanier zurücklegen. Das tat er freilich nicht, doch eine erste Duftmarke hatte er gesetzt – auch wenn dies womöglich eher technische Gründe hatte. Mit Blick auf Boonens große Übersetzung erklärte Andreas Klier später, dass der Belgier an dieser Stelle gar nichts anderes tun konnte, als derart davonzurasen. Wie dem auch sei: Für eine Vorentscheidung gesorgt. Denn klar war, wer nun die Kopfgruppe bildete: natürlich all jene, die den Koppenberg bezwungen hatten, ohne absteigen zu müssen. Und dies waren just jene Rennfahrer, die sich den ganzen Ritt über an der Spitze des Feldes gezeigt hatten, konzentriert und souverän. Mitfavoriten wie Andreas Klier, Juan Antonio Flecha, Alessando Ballan, Peter van Petegem, das Discovery-Channal-Duo Hincapie/Hoste und Boonens überragender Edelhelfer Paolo Bettini beteiligten an dem knapp 15-köpfigen Unternehmen, das die tapferen Spitzenreiter Schmitz und Marichal alsbald einholte.
Und Zabel? Der hatte erstmal den Anschluss verloren, tat dann aber das, was er schon bei der Flandernrundfahrt 2005 getan hatte: Er behielt die Nerven und schaffte es, gemeinsam mit Thor Hushovd (Crédit Agricole), dem belgischen Meister Serge Baguet (Quickstep) und San-Remo-Sieger Filippo Pozzato zu Boonen & Co. aufzuschließen. Nachdem er allerdings ein zweites Mal den Anschluss verloren hatte, schaffte er kein Comeback mehr. Am Ende wurde Zabel Elfter und bilanzierte nüchtern, dass er bei der Aufholjagd schlichtweg „zu viele Körner verschossen“ habe.
Baguet fiel zwar bald ebenfalls zurück, doch zwischendurch war das Quickstep-Team mit vier Leuten in der Spitze vertreten: Baguet, Pozzato, natürlich Bettini und selbstverständlich Boonen. Zabel und Klier waren derweil auf sich allein gestellt – was bei Klier einen beinahe tragisch zu nennenden Randaspekt hatte, denn nur wenige Meter hinter den Ausreißern kämpfte Sergej Ivanow. Der russische Straßenmeister aus dem T-Mobile-Rennstall rackerte und rackerte, ging aus dem Sattel, drückte im Sitzen und stieg erneut in den Wiegetritt: Unbedingt wollte er es in die Spitze schaffen, unbedingt seinen Kollegen Klier unterstützen. Doch es gelang ihm nicht; zu zügig waren die Top-Fahrer unterwegs. Noch weniger zu bestellen hatte allerdings die Gerolsteiner-Mannschaft, deren cyanblaues Jersey vorne gar nicht zu sehen war. In der zweiten Gruppe allerdings trumpfte Gerolsteiner groß auf und brachte in David Kopp (16.) und Stefan Schumacher (19.) immerhin zwei Mann in die Top 20.
Fast überheblich
Ganz vorne sorgte unterdessen ein dunklerer Blauton für Aufregung: Die Spitze des neu ins Programm aufgenommenen Hügels war gerade erklommen, da griff Leif Hoste an. Der Belgier aus der amerikanischen Discovery-Channel-Mannschaft, aktuell Sieger der drei Tage von de Panne, schoss explosiv davon – hatte aber jemand im Schlepptau, den er zweifellos am liebsten abgeschüttelt hätte: Tom Boonen. Dem schien das Weltmeistertrikot Flügel zu verleihen. Boonen zeigte auf den 258 Kilometern keine Schwäche, glänzte stilistisch, war jederzeit Herr der Lage und hatte sogar Luft, um mit Paolo Bettini zu flachsen. Das wirkte schon fast überheblich. Doch er hatte allen Grund, seine Stärke zu zelebrieren. Das Duo Boonen/Hoste fuhr binnen weniger Kilometer einen fast einminütigen Vorsprung heraus und unternahm auf der Zielgeraden in Meerbeke sogar Stehversuche. Leif Hoste wusste wohl, dass er das Rennen nicht gewinnen konnte, zog dennoch wagemutig den Sprint an – und wurde Zweiter. So wie schon 2004 hinter Steffen Wesemann.
Noch trauriger als Hoste war Andreas Klier. Der gebürtige Münchner, der nicht zuletzt aus Liebe zur Flandernrundfahrt in das an der Rennstrecke gelegene Denderwinkede gezogen ist, wollte zumindest noch aufs Treppchen – und musste sich letztlich mit Rang neun zufrieden geben. Wie denn eine ideale „Ronde van Vlaanderen“ für ihn ausgesehen hätte, wurde er nach der Dopingkontrolle gefragt. „Mit mir als Erstem auf der Ziellinie“, antwortete er trocken. Tom Boonen war derweil schon zum zweiten Mal im siebten Radsporthimmel: „Es ist wunderschön, dieses Rennen zu gewinnen. Aber noch schöner ist es, wenn alle Welt davon spricht, dass man der alleine Favorit ist – und wenn man es dann trotzdem schafft.“ (kh)
|
(www.radsportnews.com)
Dicke Gratulation an Tommyboy! War wieder einsame Klasse diese Leistung! Jetzt geht jedermanns Blick nach vor zum nächsten Wochenende: Paris-Roubaix! Schlag Nummer 2 von Boonen!?!?
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Paris-Roubaix
Arenberg wurde fein gemacht
PARIS, 06.04.06 (rsn) - Der Kopfsteinpflaster- Waldweg von Arenberg ist seit jeher der gefürchteteste pavé- Sektor von Paris-Roubaix. Bei der 104.Auflage der "Königin der Klassiker" am Sonntag kehrt der legendäre Weg, der 2005 aus Sicherheitsgründen aus dem Programm genommen wurde, zurück.
Der Wald von Arenberg kehrt zurück - und erstrahlt in neuem Glanz. Der 2400 Meter lange uralte Kopfsteinpflasterweg wurde mit Mitteln der Regionalregierung für 250.000 Euro liebevoll restauriert. Die Bäume wurden gestutzt, die pavés in Kleinarbeit geschrubbt und freigekratzt. Der Charakter des holprigen Kopfsteinpflasters bleibt erhalten, der Weg wurde aber um einen halben Meter breiter. Am Sonntag bildet der Trouée d'Arenberg 93km vor dem Ziel den Kopfsteinpflaster-Sektor Nummer 17. Er ist einer von drei Zonen, die zur schwersten Kategorie 5, gehören.
"Die pavés sehen wieder so aus, wie ich sie von vor 50 Jahren kenne", lobte der Franzose Jean Stablinski, der Weltmeister 1962, die Arbeit. Und "Stab" kennt Arenberg wie kein anderer. Als Jugendlicher arbeitete er in einer Bergbaumine im nahen Wallers und er war es, der die Organisatoren von Paris-Roubaix 1968 darauf brachte, Arenberg ins Programm zu nehmen. 1974 wurde er wieder gestrichen, bevor er 1984 wieder zurückkehrte. In diesem Jahr ist La Drève des Boules d'Hérin, wie der offizielle Name des Sektors lautet, zum 29.Mal beim großen französischen Klassiker dabei.
"In den letzten Jahren sind die Kopfsteine immer schlechter geworden. Ich hatte schon Angst, dass Paris-Roubaix nie mehr hierher kommen wird. Die Arbeit ist gelungen, aber leichter wird es für die Rennfahrer deshalb auch nicht", sagt Stablinski. Allerdings wird der Abschnitt etwas sicherer. Wenn früher einer stürzte, kam keiner der hinter ihm fahrenden Profis an ihm vorbei. Jetzt kann man überholen. Früher gab es vor Arenberg einen echten Massenspurt, weil alle vorne dort reinfahren wollten. Die Organisatoren hoffen, dass sich Vorfälle wie das "Massaker von Arenberg" (L'Equipe) von 1998, bei dem sich Johan Musseuw die Kniescheibe brach, nicht wiederholen. Roubaix-Renndirektor Jean-Marie Leblanc, dem als Nordiste, als Nordfranzosen, seine Heimat besonders am Herzen liegt und der seit den Achtzigern um die Erhaltung der pavés kämpfte, bekannte, er habe früher oft "Angst" gehabt, wenn das Peloton auf den Arenberg-Sektor zuraste. "Arenberg bleibt sehr schwer, aber es ist keine Falle mehr", sagt Leblanc.
Am Sonntag wird Arenberg zu den beliebtesten Stellen für Zuschauer zählen. Der Waldweg wird abgesperrt, damit die Rennfahrer sicher durchkommen. Im Rest des Jahres liegt der Ort friedlich da. Spaziergänger und Jogger genießen die Ruhe und das Gezwitscher der vielen Vögel aus einem nahen ornithologischen Naturschutzgebiet. Dann erinnert wenig an den Mythos der "Hölle ds Nordens".
|
(www.radsportnews.com)
Das härteste Radrennen der Welt. Der große Mythos. Die brutalste Herausforderung. Der ultimative Kampf mit dem Rad und sich selbst. In der gesamten Radsportwelt gibt es kein Rennen das einen vergleichbaren Mythos mitbringen und soviel echte Furcht bei den Fahrern auslösen kann wie Paris-Roubaix. Viele (teils schwere) Stürze, schwerstarbeit für den ganzen Körper und massenweise Defekte, so könnte man das Rennen als die Hölle schlechthin beschreiben. Aber dann gibt es auch wieder die Fahrer die behaupten, dass man sich nur während Paris-Roubaix wirklich am Leben fühlt. Kaum verwunderlich das die Meisten davon das Rennen schonmal gewonnen haben.
Die großen Favouriten am Sonntag: 'Titelverteidiger' Tom Boonen, Knaven (beide Quickstep), George Hincapie, Leif Hoste (beide Discovery Channel) Peter VanPetegem (Team grad vergessen;) ) Steffen Wesemann (T-Mobile) und Erik Zabel (Team Milram)
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Paris-Roubaix-Favorit George Hincapie
An American Dream - sur les pavés
PARIS, 08.04.06 (rsn) - Der New Yorker Central Park, in dem George Hincapie seine ersten Radrennen fuhr, ist nicht nur geographisch Welten entfernt von den alten Kopfsteinpflastersträßchen Nordfrankreichs. Doch für den 32-Jährigen war es schon bei seinem Paris-Roubaix-Debüt bei der legendären Ausgabe von 1994 Liebe auf den ersten Blick.
Zwölf Jahre nach seinem ersten Start bei Paris-Roubaix geht George Hincapie am Sonntag als einer der großen Favoriten ins Rennen. Schon lange träumt er davon, sich als erster Amerikaner in die Siegerliste der "Königin der Klassiker" einzutragen. Im vergangenen Jahr schwankte der Discovery-Profi im Velodrom von Roubaix nach seinem zweiten Platz hinter Tom Boonen zwischen tiefer Enttäuschung über den verpassten Sieg und Genugtuung darüber, einmal mehr zu den Besten gehört und erstmals auf dem Podium gestanden zu haben. "Ich kann und werde dieses Rennen einmal gewinnen", erklärte Hincapie damals, nachdem ihn sein kleines Töchterchen Julia wieder ein bisschen aufgeheitert hatte.
Hincapies Roubaix- Bilanz
--------------------------------------------------------------------------------
1994: 31.Platz
1995: 21.
1996: 29.
1997: 59.
1998: 66.
1999: 4.
2000: 6.
2001: 4.
2002: 6.
2003: Kein Start
2004: 8.
2005: 2.
Nun kehrt Hincapie wieder zurück - mit den alten Zielen, auch wenn sich seine Rolle im Discovery-Team verändert hat. Nachdem sein Freund Lance Armstrong, für den er bei allen seinen sieben Tour de France-Triumphen als Helfer gefahren war, seine Karriere beendet hat, ist Hincapie der Leader der Mannschaft. Bei der nächsten Tour de France startet er nicht als Edelhelfer des Topfavoriten, sondern fährt selbst aufs Gesamtklassement. Eine bemerkenswerte Wandlung für einen, der einmal als Sprinter begann. Doch trotz aller Veränderungen, bleibt Roubaix ein Fixpunkt. Fasziniert war Hincapie von dem anachronistischen Spektakel schon, als er Anfang der Neunziger seinem Landsmann Greg LeMond am Fernseher die Daumen drückte.
Hincapie war letzte Woche Dritter bei der Flandern-Rundfahrt
Seine Liebe zur "Hölle des Nordens" entdeckte der New Yorker dann selbst, als er mit 20 Jahren erstmals dort startete. 1994 war das - ausgerechnet in der legendären Schlammschlacht von 1994, in der man doch viel eher einen Hass für das Rennen entwickeln konnte. Doch Hincapie kämpfte sich durch und wurde auf Anhieb 31. Das war für ihn Ansporn und in den nächsten Jahren sammelte der kolumbianischstämmige Amerikaner Erfahrungen und lernte, die unzähligen Fallen, die das ganz spezielle Rennen bietet, zu vermeiden. Bei vier weiteren Teilnahmen lernte er alle Geheimnisse des Rennens. Seit 1999 kam Hincapie bei allen seinen Starts unter die ersten Zehn (siehe Kasten). Nach seinem zweiten Platz im letzten Jahr kann sein Ziel nur noch lauten: Sieg.
Bei der Flandern-Rundfahrt am vergangenen Sonntag war Hincapie Dritter und er weiß, dass ihn Boonen und die anderen Mitfavoriten nicht aus dem Auge lassen werden. Doch vor dem übermächtigen Quick Step-Team braucht sich Discovery Channel auch nicht zu verstecken. Der Belgier Leif Hoste, bei der "Ronde" Zweiter hinter Boonen, ist ein zweiter ganz starker Fahrer im Team. Discovery Channel-Sportdirektor Dirk DeMol, dem selbst 1988 in Roubaix ein Überraschungscoup gelang, hofft, dass seine beiden Leader Boonen in die Zange nehmen können. In Flandern gelang das allerdings nicht: "Für mich war letzte Woche Hoste so stark wie Boonen. Der war nur einfach (im Sprint) nicht ganz so schnell. Als er attackiert hat, war das, damit die anderen reagieren müssen. Er hat sich mit Boonen in der Tempoarbeit abgewechselt, aber nicht forciert. Die Hoffnung war, dass Hincapie aus dem Feld kontert und nach vorne kommt. George kam an der Muur in Geraardsbergen 6, 8 Meter weg, dann hat Bettini das Loch zugefahren", so DeMol, der betont, man fahre am Sonntag "für den Sieg, nicht um Boonen zu schlagen".
|
(www.radsportnews.com)
George ist heute mein persönlicher sentimentaler Favourit, weil er einer meiner Lieblingsfahrer im Peleton ist. Und da ich auch Boonen sehr gut leiden kann hab ich heute ja sogar doppelte Chance zu jubeln.
Naja, wenn's normal läuft (aber das tuts in Roubaix nie ) wird Tom Boonen gewinnen. Hincapie dürfte aber wohl sein größter Herausforderer sein. Hoste scheint auch in toller Form zu sein. Van Petegem schätze ich nicht unbedingt als Favourit auf den Sieg ein, aber das Podium ist allemal für den Routinier drinnen.
mfg Robert
PS: Heute ab 13 Uhr live auf Eurosport und (leider erst) um 15:30 auf ARD. Also einschalten Leute!!!  |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Geschlagener Boonen am Grünen Tisch Zweiter
Fabian Cancellara gewinnt 104.Paris-Roubaix
ROUBAIX, 09.04.06 (rsn) - Vor zwei Jahren verpasste Fabian Cancellara im Velodrom von Roubaix im Sprint knapp eine Podiumsplatzierung. Die erste Enttäuschung wich schnell, denn der damals 23-Jährige hatte seine Liebe zu dem französischen Kopfsteinklassiker entdeckt und die Zuversicht gefunden, dass er eines Tages das Monument gewinnen kann. Die Liebe zu den pavés hatte nun am Sonntag ein Happy End: Der CSC- Profi triumphierte nach über sechstündiger Hetzjagd durch die "Hölle des Nordens" und holte den zweiten Schweizer Erfolg in der über 100-jährigen Geschichte des Rennens. Der große Geschlagene war Weltmeister Tom Boonen, der eine Woche nach seinem Flandern-Sieg die Chance hatte, als erster Rennfahrer zwei Kopfsteinpflaster-Doubles hintereinander zu gewinnen.
"Ich weiß, dass ich Roubaix gewinnen kann", hatte Cancellara Anfang Februar bei seinem Saisondebüt in Qatar erklärt. Zwei Monate später hat der Mann aus Bern bewiesen, dass das keine leeren Worte waren. 19km vor dem Ziel der "reine des classiques", der 259km langen Königin der Klassiker, setzte sich Cancellara auf dem pavé-Sektor Camphin-en-Pévèle aus der Gruppe der Favoriten ab. Im Ziel hatte der Eidgenosse fast anderthalb Minuten Vorsprung auf die ersten Verfolger, deren Sprint der Belgier Leif Hoste gewann, der schon bei der Flandern-Rundfahrt letzte Woche Zweiter war. Sein Landsmann Peter Van Petegem war im Ziel Dritter vor dem Russen Vladimir Gusev. Allerdings wurde die endgültige Ergebnisliste später am grünen Tisch neu festglegt.
Der große Verlierer war Tom Boonen, dessen Quick Step-Mannschaft nicht den hohen Erwartungen gerecht werden konnte. Schon nach dem Wald von Arenberg, dem ersten schweren Kopfsteinpflasterabschnitt, war Boonen ohne Teamunterstützung. Vergeblich wartete der Quick Step-Kapitän darauf, dass von hinten noch Untersützung kommt. Am langen Kopfsteinpflaster-Sektor Wandignies (Km 180) gaben Boonens Teamkollegen schließlich den Versuch auf, an die Spitze zurückzukommen. Vorne hatte sich derweil eine 14 Mann starke Spitzengruppe (Boonen, Hincapie, Hoste, Gusev, Cancellara, Michaelsen, Van Petegem, Steegmans, Wesemann, Ballan, Flecha, Guesdon, Eisel, Portal) bereits 2 Minuten Vorsprung erarbeitet. Der Pechvogel in dieser illustren Favoritengruppe war der Amerikaner George Hincapie, der 50km vor Schluss schwer stürzte, als seine Gabel brach. Der 32-jährige New Yorker, der seit langem vom Sieg in Roubaix träumt, war in Tränen aufgelöst. Hincapie erlitt eine Verrenkung der Schulter, die möglicherweise operiert werden muss.
Boonen zeigte sich auch allein zunächst als Herr der Lage. Er reagierte etwa nach einem Antritt von Flecha (KM 206) und fuhr nach Hincapies Sturz eine Tempoverschärfung, die zunächst nur Cancellara, Van Petegem und Ballan mitgehen konnten. Hoste, Gusev, Flecha und der starke Bernhard Eisel kämpften sich mit Mühe wieder heran. Doch schließlich musste auch der Weltmeister für seine Anstrengungen bezahlen und konnte nicht folgen, als Cancellara attackierte. "Ich hätte ihn im Finale stärker erwartet. Er hat den Preis bezahlt, dass er allein war", meinte Alessandro Ballan. Am Ende rollte Boonen als Fünfter über die Ziellinie. Dass es nicht sein Tag war, musste der Flame im Finale an einem Bahnübergang erleben. 15 Sekunden musste Boonen zusammen mit dem Italiener Alessandro Ballan und dem Spanier Juan Antonio Flecha warten, bis ein Güterzug den Übergang passiert hatte, während zuvor Hoste, Gusev und Van Petegem gerade noch vor dem Zug drübergehuscht waren. "Das war lustig, an dem Bahnübergang zu stehen. Die Vögel zwitscherten und wir warteten in aller Ruhe bis der Zug vorbei war. Bei Paris -Roubaix!", sagte Boonen. Doch ironischerweise gerade dieses Pech an der Schranke verhalf Boonen doch noch zu einem Podiumsplatz.
Die Jury befand, dass Hoste, Gusev und Van Petegem eine geschlossene Bahnschranke missachtet hatten, was nicht nur nach der Straßenverkehrsordnung, sondern auch nach UCI-Reglement verboten ist. Die drei wurden disqualifiziert. Dritter ist damit nun Ballan und Boonen geht als Zweiter der 104.Ausgabe von Paris-Roubaix in die Annalen ein, auch wenn er erst als Fünfter ins Ziel kam. Trost für den verpassten Sieg war das sicher nicht. Boonen ("Es ist nicht schön, auf diese Weise Zweiter zu werden") suchte nicht nach Entschuldigungen und zeigte in der Niederlage Klasse: "Der Beste hat heute gewonnen. Ich war nicht so stark wie in Flandern." Quick Step-Teamchef Patrick Lefevere meinte, Boonens Helfer hätten zu früh zuviel gemacht. Seinen Star nahm Lefevere in Schutz: "Man gewinnt ein Rennen nicht vorher. Tom ist auch nur ein Mensch. Er hat seit Qatar soviel gemacht, wer kann ihm das jetzt übel nehmen, wenn er Zweiter in Roubaix wird?"
"Die Profis kennen die Regeln"
"Die Regel wurde schon vor langer Zeit aus Sicherheitsgründen eingeführt, damit Rennfahrer nicht ermutigt werden, an Bahnschranken riskante Manöver zu fahren", begründete der französische Jury-Vorsitzende Claude Deschaseaux die umstrittene Disqualifikations-Entscheidung. "Man konnte sehen, dass genug Zeit war, um zu stoppen. Das ist für die Betroffenen sicher unglücklich, aber so ist das Reglement. Man kann das nicht in den kleinen Rennen anwenden und in den großen nicht. Die Profis kennen die Regeln", so der Jury-Vorsitzende. Renndirektor Jean-Marie Leblanc kritiserte die Entscheidung. Das Reglement sei zu kleinlich ausgelegt worden. "Es war da doch schon klar, dass Cancellara gewinnt und die dahinter um Platz 2 kämpfen. Ich hätte da l'esprit gegenüber dem Buchstaben (des Reglements) den Vorzug gegeben", meinte Leblanc, der bedauerte, dass die Polemik um die Entscheidung "diesen schönen Tag" ein bisschen überschattete. Van Petegem hatte dagegen volles Verständnis für seine Disqualifikation: "Wir haben einen Fehler gemacht. Die Entscheidung ist richtig."
Die deutschen Fahrer mussten sich nicht aufregen. Als sie an die ominöse Bahnschranke kamen, war der Güterzug weg. Steffen Wesemann, der nach seiner gerade überstandenen Atemwegserkrankung gehandicapt an den Start gegangen war, fuhr ein gutes Rennen, in der Entscheidung im Finale spielte er aber keine Rolle mehr.. Nach der Jury-Entscheidung rutschte er als bester Deutscher vom neunten auf den sechsten Platz. "Gemessen an der Vorgeschichte bin ich heute zufrieden. Ich habe mich mehrmals gewehrt. Aber als die Topleute vorne verrückt spielten, konnte ich nicht mehr folgen", sagte Wesemann, dem mit seinen 35 Jahren langsam die Zeit ausgeht, um sich seinen Traum vom Roubaix-Triumph zu erfüllen. "Spätestens" 2008 will "Wese" seine Karriere beenden. Gerolsteiner ging in der "Hölle des Nordens" unter. Der Däne Frank Hoj verschoss zu früh sein Pulver. Der Gent-Wevelgem-Zweite David Kopp hatte Defekt an der Schlüsselstelle in Arenberg. "Ach, wir kommen halt wieder bis wir mal gewinnen", meinte Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer.
Fabian Cancellara (siehe auch Siegerinterview) trug sich als zweiter Schweizer in die Siegerliste von Paris-Roubaix ein - 83 Jahre nach dem Triumph seines Landsmanns Henri Suter. In seiner Karriere hat der frühere Junioren-Zeitfahrweltmeister bereits den Prolog der Tour de France 2004 in Lüttich gewonnen. Auch in diesem Jahr ist der Auftakt der "Großen Schleife" das zweite große Ziel des Rouleurs. Erst einmal jedoch, meinte der Roubaix-Sieger, sei Zeit für Urlaub und Feiern. Das hat er sich verdient. "Mit oder ohne Schranke - das war eine Demonstration, die ich abgeliefert habe", meinte der Berner ganz zurecht.
|
(www.radsportnews.com)
Ein fantastisches Rennen! Ich leide immer noch mit George Hincapie, der wirklich scheiß Pech hatte. Hoffentlich erweißt sich die Verletzung nicht als so schwer wie vermutet. Eine Operation zu diesem Saisonzeitpunkt würde sicher nicht ideal in die Vorbereitung auf die Tour passen, auch wenn es 'nur' die Schulter ist.
Cancellara war heute der Stärkste, ein verdienter Sieger. Die Schließung des Bahnschrankens war einfach unglaublich, sowas darf einfach nicht passieren! Grauenhaft!!! Die Disqualifiquationen waren dennoch klar berechtigt!
Ich freue mich vor allem mit Bernhard Eisel, der mit seinen 24 Jahren und seinem 5ten Platz noch lange nicht sein volles Potential ausgeschöpft hat. Da kommt bei mir Freude auf für die nächsten Jahre!
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
|
|
|
View next topic
View previous topic
You cannot post new topics in this forum You cannot reply to topics in this forum You cannot edit your posts in this forum You cannot delete your posts in this forum You cannot vote in polls in this forum
|
© 2003-2026 TV-Community.de :: pictures and trademarks are property of their respective owner :: comments are property of their posters
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
:: Home
:: Contact
:: Imprint
:: all-inkl.com
:: All times are GMT + 1 Hour
|