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Robert
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Giro d'Italia - Das Restprogramm
Drei Tage im Hochgebirge
BRESCIA, 22.05.06 (rsn) - Drei Tage im Hochgebirge erwarten die übrig gebliebenen Giro-Teilnehmer ab Dienstag.
Dienstag (Rovato - Monte Bondone, 173 km): Die Dolomiten werden erreicht am Monte Bondone (1650 m) mit einem 17,5km langen Anstieg (mit 7,9 Prozent Steigung im Schnitt).
Mittwoch (Termeno - Kronplatz, 133 km): Erst der unendlich lange Passo delle Erbe (30 km), dann der mit Spannung erwartete Schlussanstieg nach Kronplatz, der zum ersten Mal im Programm steht. Die Schotterstrasse führt über eine Skipiste mit Rampen von 24 Prozent! Das Ziel liegt in 2273 m Höhe.
Donnerstag (Sillian - Gemona del Friuli, 210 km): Zwischendurch eine mittelschwere Bergetappe mit dem Passo di Monte Croce (1360 m) in der ersten Hälfte des Rennens.
Freitag: (Pordenone - Passo di San Pellegrino, 224 km): Nach dem Forcella Staulanza (1766 m/12,5 km/6,8 %) lauert der berüchtigte Passo di Fedaia im Marmolada-Massiv. Dem harten Anstieg (13,4 km mit 8 %) folgt sogleich der Pordoi (11,8 km mit 6,6 %). Von da an sind es aber noch weite 62km ins Ziel. Der Schlussanstieg Passo di San Pellegrino (1918 m) ist 18 km lang, 6,2 % steil.
Samstag (Trente - Aprica, 211 km): Vor der traditionellen Ehrenrunde in Mailand erwartet die Profis noch einmal ein knüppelhartes Programm. Nach dem Tonale kommen mit Gavia und Mortirolo die beiden gefürchtetesten italienischen Pässe. Der Gavia bildet den höchsten Punkt des diesjährigen Giro (2618 m). Der Anstieg ist 16,5 km lang, im Schnitt 8 % steil. Danach gibt es keine Verschnaufpause, es folgt der Mortirolo, 12,8 km lang, 10,3 % steil. Bis ins Ziel in Aprica sind es noch 32 km. Spätestens dort steht der Giro-Sieger fest.
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(www.radsportnews.com)
mfg Robert |
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Robert
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Giro d'Italia - 16.Etappe
Basso fantàstico triumphiert an Simonis Hausberg
MONTE BONDONE, 23.05.06 (rsn) - Nun wird es aber allerhöchste Zeit für die italienische Presse, sich für Ivan Basso einen hübschen Spitznamen auszudenken, denn der CSC-Star ist nicht nur drauf und dran zum ersten Mal den Giro d'Italia zu gewinnen. Die Art und Weise, wie er am Dienstag am Monte Bondone im Trentino, dem Hausberg seines Rivalen Gilberto Simoni, fast lässig die gesamte Konkurrenz stehen ließ wie mittelmäßige Amateure, lässt sein Ziel, das Double mit Giro- und Tour de France-Siegen in einem Jahr zu holen, plötzlich sehr realistisch und logisch erscheinen.
Basso holte bei der 16.Etappe seinen dritten Etappensieg bei diesem Giro und baute seine Gesamtführung weiter aus. Die 1650m hoch gelegene Bergankunft am Ende eines 17, 4km langen Anstiegs erreichte der 28-Jährige mit anderthalb Minuten Vorsprung vor Gilberto Simoni. Der Trentiner Lokalmatador ("Das ist mein Berg") musste als letzter reißen lassen, als ein beeindruckender Ivan Basso 6,5km vor dem Ziel noch einmal das Tempo verschärfte und sein leichtfüßiges Solo startete. Dritter mit 1:40 Minuten Rückstand wurde Simoni-Helfer Leonardo Piepoli vor dem Spanier Enrique Gutierrez (Phonak).
An dem im Schnitt 7,9 Prozent steilen Monte Bondone hatten zunächst Bassos CSC-Teamkollegen den Angriff ihres Kapitäns vorbereitet. Jens Voigt, Cuesta, und Sastre machten Tempo. Simoni versuchte eine Attacke 7,5km vor dem Ziel, die Basso mit leichtem Tritt mitging, bevor er wenig später seinen letzten Rivalen auch abschüttelte. Die Italiener Danilo Di Luca, Damiano Cunego und Paolo Savoldelli spielten da bereits längst keine Rolle mehr, sie mussten schon im ersten Drittel des Anstiegs reißen lassen. Im Gesamtklassement führt Basso nun mit satten 5:24 Minuten Vorsprung vor Phonak-Überraschung Gutierrez.
Am Mittwoch folgt die mit Spannung erwartete Bergankunft in Kronplatz. Das 17.Teilstück ist kurz (133km), aber sehr hart: 50km der Distanz geht es bergauf und die letzten Kilometer führen über einen Schotter-Waldweg und eine alte Skipiste, die Anstiege von bis zu 24 Prozent aufweist. "Hier kann jeder den Giro noch verlieren", hatte Damiano Cunego nach der Erkundung der Strecke im Frühjahr gesagt. Ein kleiner Hungerast am Mittwoch könnte selbst dem unantastbar erscheinenden Basso noch zum Verhängnis werden. Der Giro bleibt also spannend.
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(www.radsportnews.com)
Auf diesem Schlussanstieg morgen könnte sich wohl wirklich vieles noch durcheinanderwürfeln. Allerdings in Betracht von Bassos inzwischen schon imensen Vorsprungs und seiner momentanen Topform scheint es als könne ihn heuer absolut nichts mehr stoppen.
mfg Robert |
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Giro d'Italia - 17.Etappe
Piepoli stellt Kapitän Simoni in den Schatten
KRONPLATZ, 24.05.06 (rsn) - Der Italiener Leonardo Piepoli (Saunier Duval) feierte am Mittwoch seinen zweiten Etappensieg beim Giro d'Italia. Wie schon bei der ersten Alpenetappe am Samstag war der 34-Jährige der einzige, der am Schlussanstieg das Tempo von Giro-Patron Ivan Basso mitgehen konnte. Der CSC-Star sprintete nicht um den Tagessieg und verteidigte souverän sein Rosa Trikot bei der ungemütlichen Regenetappe, die aufgrund der Wetterbedingungen verkürzt werden musste. Der als Giro-Höhepunkt apostrophierte Schotterweg zum Kronplatz fiel dem Schneefall zum Opfer.
Heftiger Schneefall am Kronplatz (s.Story) zwang die Organisatoren, den spektakulären, bis zu 24 Prozent steilen Schlussanstieg auf einem Schotterwaldweg und über eine alte Skipiste aus dem Programm zu nehmen. Das Ziel wurde von 2273m Höhe verlegt zum Passo Furcia, der knapp unterhalb der Schneefallgrenze (1800m) lag. Zuvor war nach Fahrerprotesten bereits der erste Berg, der Passo delle Erbe, wegen des schlechten Wetters aus Sicherheitsgründen gestrichen worden.
"Ein Spektakel um jeden Preis kommt natürlich nicht in Frage", sagte Giro-Renndirektor Angelo Zomegnan. "Ich verstehe die Sorge der Rennfahrer. Die Sicherheit war nicht gewährleistet. Es ist schade um den Kronplatz, aber wir kommen ein anderes Mal zurück." Ivan Basso, der am Start erklärt hatte, er sei für alle Möglichkeiten bereit, begrüßte die Entscheidung der Organisatoren: "Es war die richtige Entscheidung für alle Rennfahrer und für das Rennen." Auch CSC-Teamchef Bjarne Riis war einverstanden mit der Streckenänderung: "Schade, der Schlussanstieg wäre ein Spekakel gewesen. Aber bei diesem Wetter wäre es für die Fahrer zuviel gewesen."
Die Fahrer wurden erst über die Streichung des Passo Erbe informiert und viel später nach rund 50km erst darüber, dass auch der Schlussanstieg nicht wie geplant gefahren wird. Nachdem das Peloton so zunächst mit Diskussionen über die Strecke beschäftigt war und langsam dahinrollte, starteten nach 33km der Italiener Dario Cioni und der Franzose Benoit Poilvet eine Flucht, die erst 8km vor dem Ziel ein Ende fand. Die erwartete Bergschlacht fiel zwar dem Wetter zum Opfer, doch auch das übrig gebliebene Bergrennen bestätigte nur die bisherige Hierarchie.
Am Schlussanstieg waren Piepoli und Basso wie bereits am Samstag das Maß aller Dinge. Auf dem letzten Kilometer musste auch der letzte der Spitzengruppe reißen lassen. Piepoli überquerte schließlich die Ziellinie vor Basso, der nicht um den Tagessieg sprintete. "Das sollte man nicht als herablassende Geste werten. Wenn wir oben angekommen wären, hätte Piepoli auch gewonnen. Er war der Stärkste heute", betonte Basso. Piepoli gab die Komplimente zurück: "Basso ist ein wahrer Champion. Er hätte mich im Sprint geschlagen."
Dritter mit 15 Sekunden Rückstand wurde der erneut fast makellose Spanier Enrique Gutierrez (Phonak) vor dem Italiener Franco Pellizotti, der bei Liquigas seinen theoretischen Kapitän Danilo di Luca wieder weit hinter sich ließ. Auch bei Saunier Duval stiehlt mit Piepoli ein Edeldomestike dem Star die Show. "Gilberto sagte zu mir, ich solle meine eigene Karte spielen", sagte Piepoli, der vier Tage nach seinem Sieg im eisigen Regen von Thuile erneut erfolgreich war.
Kletterspezialist Gilberto Simoni, der in den Bergen angreifen wollte, konnte dagegen wieder nicht mit den Besten mitgehen. "Gilberto ist ein Diesel, der erst einmal auf Touren kommen muss. Ihm hat die Streckenänderung und die Streichung des Passo del Erbe sehr geschadtet", sagte Piepoli. Drei Kilometer vor Schluss wurde er ein Opfer einer Tempoverschärfung des Mexikaners Perez Cuapio. Dennoch rutschte der Trentiner auf einen Podiumsrang, weil Vorjahressieger Paolo Savoldelli (16./+ 1:29 Min) noch größere Probleme hatte. Der junge Damiano Cunego, der am Vortag am Monte Bondone ganz schlecht aussah, fing sich bei der Rumpfetappe wieder und beendete das Rennen als Siebter sieben Sekunden vor Simoni.
Im Gesamtklassement führt Basso unangefochten mit 5:43 Minuten vor dem Überraschungszweiten Gutierrez. Gilberto Simoni ist mit 10:34 Minuten Rückstand Gesamtdritter.
Am Donnerstag folgt eine mittelschwere Bergetappe zwischen Sillian in Österreich und Gemona in Friaul (210 km) mit einem welligen Profil im Finale. Am Freitag und Samstag geht es dann in den Dolomiten weiter mit den letzten beiden Bergetappen vor der abschließenden "Ehrenrunde" nach Mailand am Sonntag.
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(www.radsportnews.com)
Die beiden Männer des Tages überschlagen sich mit gegenseitigen Komplimenten. Nette Geste und bei jedem wohl eine gute Spur von Wahrheit dabei!
mfg Robert |
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Giro d'Italia - 18.Etappe
Schumi feiert zweiten Etappensieg
GEMONA DEL FRIULI, 25.05.06 (rsn) - Stefan Schumacher feierte am Donnerstag seinen zweiten Etappensieg beim Giro d'Italia. Am Ende des 18.Teilstück in Gemona del Friuli setzte sich der 24-jährige Schwabe im Sprint einer Ausreißergruppe durch.
Schumacher, der bereits die dritte Etappe in Namur gewonnen hatte und danach das Rosa Trikot zwei Tage trug, setzte sich im Sprint vor seinen Mitausreißern, dem Italiener Marzio Bruseghin, den Spaniern Ivan Gutierrez und David Lopez sowie dem Briten Charles Wegelius durch. Bruseghin hatte die entscheidende Flucht initiiert, als er nach 60km kurz vor der österreichisch- italienischen Grenze antrat. Lopez, Gutierrez und Schumacher, dann Wegelius gingen mit. Der Italiener Paolo Bettini und T-Mobile-Star Jan Ullrich versuchten auch noch, zur Gruppe aufzuschließen, doch die beiden Olympiasieger schafften es nicht mehr.
Das Ausreißerquintett kam auf einen Vorsprung von sieben Minuten. Dann machte im Feld Phonak Tempo und der Vorsprung schmolz. Im Finale versuchten Lopez und anschließend Bruseghin ihr Glück mit einer Attacke, doch Schumacher, der Schnellste der Gruppe, blieb dran. Der junge Gerolsteiner-Profi setzte sich schließlich durch und feierte seinen zweiten Etappensieg bei seiner ersten großen Rundfahrt.
Der Italiener Ivan Basso (CSC) verteidigte das Rosa Trikot ohne Probleme. Er rollte ebenso wie die anderen Favoriten mit 2:43 Minuten Rückstand über die Ziellinie.
Bei der welligen, 207km langen Übergangsetappe gab es viele Aufgaben zu verzeichnen (u.a. Gadret, Mazur, Yakovlev, Guidi und Fertonani). Am Freitag geht es wieder ins Hochgebirge. Die 19.Etappe (224km) führt vor dem Schlussanstieg in San Pellegrino über Passo di Fedaia und Passo Pordoi, zwei der gefürchtetesten Dolomitenpässe.
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(www.radsportnews.com)
Gratulation Nummer 2 an den Rad-Schumi!
Dopingnews: Größte Dopingaffaire seit 98 könnte nun im Anrollen sein. Zirka 200 Fahrer sind unter Umständen in eine Blutmanipulation des spanischen Arztes Fuentes verwickelt. Die Fahrer stammen hautpsächlich aus Spanien, insbesondere das Liberty Seguros Team ist betroffen. Der Sponsor hat sich deshalb schon am heutigen Tag als Geld- und Namensgeber für das Team zurückgezogen. Auch Jan Ullrich könnte direkt oder indirekt in die Sache verstrickt sein. Allerdings ist das im Moment mehr Spekulation als Tatsache, da Ullrich offiziellen Statements zufolge kein direkter 'Kunde' Fuentes sondern dessen Freundes Checchini ist. Sämtliche namenhaften Spanier (bis auf Valverde) scheinen in den Skandal verwickelt zu sein. Mal sehen was da schlussendlich rausschaut. Hoffentlich ist das mehr heiße Luft als was dann wirklich da rauskommt!
mfg Robert |
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Giro d'Italia - 19.Etappe
Jens Voigt mit großer Geste nach großem Rennen
PASSO DI SAN PELLEGRINO, 26.05.06 (rsn) - Juan Manuele Garate (Quick Step) gewann am Freitag die 19.Etappe des Giro d'Italia über 224 Kilometer von Pordenone auf den Passo di San Pellegrino. Der spanische Meister setzte sich am Ende des schweren Dolomiten-Teilstücks durch vor seinem Mitausreißer, dem Berliner Jens Voigt vom CSC-Team. Voigt klopfte Garate 250 Meter vor dem Ziel auf die Schulter, um zu signalisieren, dass er nicht um den Sieg sprinten werde. Der Italiener Ivan Basso (CSC), der vor dem Start von der Geburt seines Sohnes Santiago, erfuhr, war einmal mehr überragend und verteidigte zwei Tage vor dem Finale in Mailand seinen klaren Vorsprung im Gesamtklassement.
Hinaus aus dem Friaul und zurück ins Hochgebirge – unter diesem Motto stand die 19. Etappe des Giro. Nach dem Start in Pordenone ging es zunächst einmal 100 Kilometer schleichend bergauf – und die erste Gipfelpassage, der 1987 Meter hohe Staulanza, markierte erst den Beginn der ganz großen Dolomiten-Show: Der Marmolada (2057 Meter) und der Pordoi (2239 Meter) sind zwei legendäre Pässe des Giro d'Italia, und am Ende stand auch noch die Kletterei auf den Passo di San Pellegrino (1918 Meter) auf dem Programm. Wahrlich kein Terrain, das Jens Voigt auf den Leib geschneidert ist. Und doch zählte der lange CSC-Profi zu den Stars dieses Renntages. Erst recht nach der Art und Weise, wie er Juan Manuel Garate die Bühne überließ.
Der Staulanza war noch gar nicht erreicht, da blies Danilo di Luca zur Attacke – mehr als 150 Kilometer vor dem Ziel, am ersten Anstieg des Tages. Ein Spektakel für Italiens Radsportfans, die auf di Luca und seine offensive Fahrweise schwören. Aber auch ein Angriff auf Gesamtleader Basso? Natürlich nicht. Di Luca hatte vor dem Startschuss mehr als eine Viertelstunde Rückstand auf seinen Landsmann. So konnte seine Attacke keine Panikattacken bei Bassos CSC-Team auslösen, zumal in Jens Voigt und Bobby Julich gleich zwei Aufpasser in der Spitzengruppe waren. Überhaupt war di Luca natürlich nicht allein unterwegs. Er war zwar die Triebfeder dieses frühen Vorstoßes und der prominenteste Ausreißer, aber er hatte 19 weitere Rennfahrer an seiner Seite; neben dem CSC-Duo gehörten etwa Paolo Bettini, Ivan Parra, Emanuele Sella und Manuel Garate zu dieser illustren Schar von Ausreißern. Auch die beiden Schweizer Steve Zampieri und Johann Tschopp, der letztlich hervorragender Neunter wurde, waren dabei.
Die Aufmerksamkeit aber galt zunächst di Luca. Für den als Mitfavorit in den Giro gegangenen Mann aus den Abruzzen sollte dieser Tage eine Art Wiedergutmachung sein – und am Ende dieser monströsen Bergetappe wurde er Zehnter, immerhin.
Für die dänische CSC-Equipe war das Szenario wie gemalt. Vorne eine stabile Spitzengruppe, hinten keine Hektik. Und zwischendrin eine Lücke von fünf bis sieben Minuten. So konnte CSC sehr souverän das Hauptfeld kontrollieren, ohne sich größere Sorgen machen zu müssen. Stattdessen konnten die schwarz-weiß-rot gewandeten Akteure, die ihren Kapitän Basso beschützten wie ein rohes Ei, sogar ans Daumendrücken denken; ans Daumendrücken für Jens Voigt.
Denn der in Mecklenburg geborene Berliner hielt sich wacker in der Spitzengruppe, die im Laufe des Rennens kleiner und kleiner wurde. Am Passo Pordoi war nur noch ein Dutzend Rennfahrer zusammen. Auch Bobby Julich musste – wie, erwartungsgemäß, Paolo Bettini – reißen lassen. Voigt aber profitierte vom regelmäßigen Tempo der Ausreißer, biss sich fest. Es war das erste Mal bei dieser Italienrundfahrt, dass er grünes Licht für eines seiner berühmten Fluchtunternehmen hatte. Ansonsten definiert sich "Voigte" bei diesem Giro als einer der Pedalritter, die ganz in Bassos Diensten stehen. "Ein Häuptling und acht Indianer", hatte der deutsche "Radsportler des Jahres 2005" schon vor dem Giro-Start im belgischen Seraing als Maxime ausgegeben, alle für Basso und nur für Basso. Jetzt, ausnahmsweise, erlaubte ihm die taktische Situation, seine Nase in den Wind zu strecken.
Zu den Motoren der Gruppe zählten am Pordoi vor allem die beiden italienischen Panaria-Profis Emanuele Sella und Fortunato Baliani. Ein Effort, der sich besonders für Baliani auszahlte: Er eroberte das Grüne Trikot des Bergbesten. Er übernahm es von Basso, der das Bergtrikot bereits bei neun Siegerehrungen überstreifen, als Rosa-Mann aber nie zur Schau tragen durfte. Basso wird Baliani gewiss nicht böse sein.
Dann der Aufstieg zum Passo Pellegrino: Auf 18 Kilometern war ein Höhenunterschied von rund 1100 Metern zu bewältigen; mit fünfeinhalb Minuten Vorsprung ging die Spitzengruppe in den Anstieg. Dort attackierte als erster Tadej Valjavec – jener Slowene, der in seiner Zeit bei Phonak als Hoffnungsträger für große Rundfahrten galt und jetzt für den italienischen Lampre-Rennstall fährt. Und wer stieg hinterher? Kein anderer als Jens Voigt. Er fuhr zu Valjavec auf; ruckzuck hatte das deutsch-slowenische Gespann einen Vorsprung von 20 Sekunden auf die ehemalige Kopfgruppe, die sich nun in ihre Einzelteile zerlegte. Die beiden wurden allerdings wieder eingeholt, Juan Manuel Garate lancierte eine Konterattacke – und Jens Voigt wurde zum Stehaufmännchen. Garate vorne, Voigt hinten. Der kleine Spanier oft im Wiegetritt, der große Deutsche stets sitzend: So strebte das Spitzenduo vor einer doppelt grandiosen Kulisse – Dolomitenpanorama und Tifosi in Ekstase – dem Ziel entgegen. Garate war der agilere der beiden, das war klar. Auch Voigt wusste offenbar, dass er für ein spritziges Finale keine Kräfte mehr hatte. Und so folgte kein grimmiger Sprint, sondern eine ganz große Geste: 300 Meter vor dem Zielstrich klopfte Voigt Garate auf die Schulter und ließ ihn ziehen. Für ihn dürfte auch der zweite Platz bei einer Alpenetappe ein Karrieren-Highlight sein.
Während Voigt vorne feuerwerkte, demonstrierte sein Kapitän weiter hinter ein weiteres Mal seine Souveränität. Am Schlussanstieg war Basso isoliert. Seine Mannschaftskollegen hatten sich für ihn aufgerieben; nun musste er allein mit den Tempoverschärfungen von Leonardo Piepoli und Gilberto Simoni fertig werden. Doch das Saunier-Duval-Duo konnte Basso nicht in die Knie zwingen – und das Maglia Rosa blieb auch an Simonis Hinterrad, als dieser noch einmal aufs Tempo drückte. Immerhin aber distanzierte Simone auf diese Art und Weise den Spanier Jose Enrique Gutierrez, dem er so den zweiten Platz im Gesamtklassement abnahm. Der erste Rang ist bei diesem Giro ohnehin unantastbar. (kh)
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(www.radsportnews.com)
Gratulation an den sympathischen Jens Voigt für eine hervorragende Tagesleistung!
Jan Ullrich stieg übrigens noch vor der heutigen Etappe aus taktischen Gründen für die Tour aus.
mfg Robert |
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Giro d'Italia - 20.Etappe
Simoni nicht mal mehr Ehrengast bei Bassos Giro
APRICA, 27.05.06 (rsn) - Gilberto Simoni träumte vom dritten Sieg beim Giro d'Italia und nach einer enttäuschenden ersten Hälfte wollte er dann in den Dolomiten angreifen. Doch daraus wurde nichts und am letzten Anstieg der 89.Italien-Rundfahrt gönnte Ivan Basso am Samstag dem Rivalen nicht mal mehr die Rolle des Ehrengastes bei seinem Giro. Der CSC-Star ließ am Schlussanstieg Simoni hinter sich und gewann in Aprica die 20. und vorletzte Etappe. Der 28-Jährige geht nach seinem vierten Tagessieg als strahlender Sieger im Rosa Trikot auf die Ehrenrunde nach Mailand und wird in dieser Form auch bei der in gut vier Wochen beginnenden Tour de France nur schwer zu schlagen sein.
Bei der letzten Bergetappe unterstrich Basso noch einmal eindrucksvoll seine Dominanz. 41km vor dem Ziel war Basso am gefürchteten Mortirolo, dem letzten schweren Pass, in die Offensive gegangen, Nur Simoni konnte mitgehen. Am Schlussanstieg hängte Basso dann auch ihn nach einer Tempoverschärfung ab. 4km vor dem Ziel ließ er seinen letzten Mitausreißer Simoni hinter sich und fuhr als Solist durch die Zuschauermassen ins Ziel in Aprica, das er mehr als eine Minute vor Simoni erreichte. Dritter mit fast drei Minuten Rückstand wurde der junge Damiano Cunego vor dem Spanier Enrique Gutierrez, der damit seinen zweiten Platz im Gesamtklassement gegen Simoni verteidigte. Der Saunier Duval-Kapitän aus dem Trentino schnaubte nach dem Rennen vor den Mikofonen der RAI und beschimpfte Basso, weil der ihm als Träger des Rosa Trikots nicht den Tagessieg überlassen habe. So, als ob sich der designierte Girosieger im Sprint den Sieg stibbitzt hätte...
Basso, der beim Überqueren der Ziellinie das Bild seines am Freitagmorgen zur Welt gekommenen Söhnchens hochhielt, feierte in Aprica seinen vierten Etappensieg nachdem er bereits die achte Etappe am Passo Lanciano und die 16.Etappe am Monte Bondone sowie mit seinem CSC-Team das Mannschaftszeitfahren gewonnen hatte. Im Gesamtklassement führt er einen Tag vor Schluss mit großem Vorsprung vor der spanischen Giro-Überraschung José Enrique Gutierrez (Phonak) und Simoni. Cunego schob sich am Samstag auf den vierten Platz, nachdem Vorjahressieger Paolo Savoldelli am Mortirolo zurückgefallen war. Savoldelli kam mit sechs Minuten Rückstand als Fünfter ins Ziel. Der Gesamtneunte Wladimir Belli gab zu Beginn der Etappe auf.
Am Sonntag folgt die Schlussetappe, die am Radsport-Museum in Ghisallo oberhalb des Comer Sees beginnt und hinunter nach Mailand führt. Das 140km lange Teilstück endet mit einem elf Mal zu fahrenden Rundkurs in der lombardischen Metropole.
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Gratulation an Ivan Basso! Er war dieses Girojahr einfach der Beste! Und das bei jeder Etappe!
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Basso strahlender Sieger des 89.Giro d'Italia
...unser Frösi siegt in Mailand!
MAILAND, 28.05.06 (rsn) - Ivan Basso ist der strahlende Sieger des 89.Giro d'Italia, doch in Mailand setzte Robert Förster aus Markkleeberg den Schlusspunkt. Der in den letzten Jahren oft unterschätzte Gerolsteiner-Sprinter sezte sich in einem packenden Finale durch. "Frösi", der vielen RADSPORT-NEWS.COM- Lesern durch seine launigen Tagebücher ans Herzen gewachsen ist, feierte den größten Erfolg seiner Karriere. Basso bereitet sich nun auf sein erhofftes Double vor und nach dem Coup von Mailand sind Försters Chancen, im Juli bei der "Großen Schleife" auch wieder dabei zu sein, stark gestiegen.
Nachdem Förster die schweren Dolomitenetappen des Giro besser als jemals zuvor überstanden hatte, ging er am Sonntagmittag am neuen Radsportmuseum in Ghisallo oberhalb des Comer Sees mit großen Hoffnungen an den Start der Schlussetappe, die ganz nach dem Geschmack des "dicken" (Förster), reinrassigen Sprinters war. Das Peloton bog geschlossen auf den Schlusskurs in der Mailänder Innenstadt und nach 140km setzte sich der Sachse schließlich in einem "Sprint royale" durch vor dem Argentinier Maximiliano Richeze, T-Mobile-Sprinter Olaf Pollack und Olympiasieger Paolo Bettini, der das Punktetrikot gewann.
Im abschließenden Gesamtklassement der 89. Italien-Rundfahrt belegt Ivan Basso den ersten Rang mit 9:18 Minuten Vorsprung vor dem spanischen Überraschungszweiten Enrique Gutierrez (Phonak). Es ist der größte Vorsprung eines Girosiegers seit 40 Jahren. Den dritten Podiumsrang belegt der Italiener Gilberto Simoni mit fast 12 Minuten Rückstand. Der Trentiner zeigte sich als schlechter Verlierer und brach einen Streit mit Basso um den Etappensieg von Aprica am Samstag vom Zaun. Simoni, der zum siebten Mal auf dem Giro-Podium steht, behauptete, Basso habe Geld von ihm verlangt dafür, dass er ihm (Simoni) den Sieg am vorletzten Tag überlässt (s.Story). "Basso ist nicht mehr mein Freund. Das war ein Giro zum vergessen!", grummelte Simoni, der die Tour de France neben seinem künftigen Saunier Duval-Teamkollegen David Millar, der sein Comeback nach der Dopingsperre geben wird, bestreiten will. "Ich will dann auch noch eine Saison dranhängen, wenn mein Teamchef Mauro Gianetti einverstanden ist", sagte der 34-Jährige.
Ivan Basso ist trotz Simonis Nickeligkeiten der große und strahlende Sieger des Giro. Schon bei der ersten Bergetappe rückte der 28-jährige Lombarde die Verhältnisse zurecht und übernahm das Rosa Trikot. Basso gewann drei Etappen, war beim Zeitfahren nur knapp hinter Jan Ullrich und führte seine Mannschaft zum Sieg im kollektiven Kampf gegen die Uhr. Der CSC-Star zeigte keine Schwächen und dominierte die Rundfahrt absolut. Basso hatte seine Mannschaftsleitung darum gebeten, den Giro neben der Tour de France mit Ambitionen fahren zu dürfen. Mit dem Start beim gößten italienischen Rennen erfüllte er auch ein Versprechen, das er seiner im vorletzten Winter verstorbenen Mutter gegeben hatte.
Bassos Dominanz ließ natürlich auch einige die Augenbrauen hochziehen - allen voran sogar Gilberto Simoni, der von einem "außerirdischen" Basso sprach. "Das ist Quatsch", meinte der Girosieger. "Es stimmt, ich war überall vorne dabei, Berge, Zeitfahren. Aber das kommt nicht aus dem Nichts und ist kein Sprung. Schauen Sie meine letzten Jahre bei der Tour de France an. Ich habe mich ständig weiterentwickelt. Ich war beim Giro mit Tourform am Start", so Basso. Seine Karriere verdanke er allein CSC-Teamchef Bjarne Riis. "Er hat mir das Vertrauen in mich gegeben. Er sagte: 'Ein starker Fahrer wie Du kann gar nicht schwach im Zeit fahren sein.' Ihm verdanke ich alles. Es gibt auch nicht viele Teammanager, die sieben Stunden auf dem Roller vor einem fahren beim Training!"
Um Mitternacht beginnt die Tourvorbereitung
In gut vier Wochen beginnt die Tour de France, bei der Basso in dieser Form schwer zu schlagen sein wird, wenngleich die Konkurrenz nochmal um einiges stärker sein wird. "Ich fahre jetzt nach Hause zu meiner Frau und unserem neugeborenen Baby, das ich erstmals sehen werde. Dann mache ich 2, 3 Tage ruhiger, aber ich werde jeden Tag auf dem Rad sitzen. Dann kommt ein Trainingslager mit dem Team", sagte Basso. "Meine Siegfeier dauert heute bis Mitternacht, dann beginnt meine Tourvorbereitung. Ich sage nicht, dass ich das Double sicher holen werde. Wenn ich nicht die Tour gewinne, dann bleibt mir doch ein schöner Girosieg!"
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UCI bemängelt Voreiligkeit
Fall Armstrong: WADA empört über Kommissionsurteil
BERLIN/AMSTERDAM, 31.05.06 (dpa) - Eine vom Radsport-Weltverband UCI eingesetzte Kommission hat den siebenfachen Tour-de-France- Rekordsieger Lance Armstrong von Doping-Vorwürfen frei gesprochen. «Die Kommission entlastet Armstrong komplett vom Vorwurf, seinen ersten Toursieg 1999 mit Hilfe von Doping errungen zu haben», sagte der als Leiter des Gremiums eingesetzte Amsterdamer Rechtsanwalt Emile Vrijman am Mittwoch. Diese Wertung kritisierte umgehend die Welt-Doping-Agentur WADA. «Das kommt mir seltsam vor», sagte WADA- Chef Dick Pound.
Der Armstrong-Report umfasst 132 Seiten und geht zurück auf die Vorwürfe der französischen Sportzeitung «L'Équipe», sechs aufgetaute und im Vorjahr nachträglich untersuchte Urinproben hätten beim Texaner Spuren des Blutdopingmittels EPO erbracht. Wider Erwarten kritisierte auch die UCI das «voreilige Vorgehen» Vrijmans, der an die Öffentlichkeit trat, bevor die definitive Version des Reports allen relevanten Stellen vorgelegen hätte.
Die Kommission attackierte die WADA und das vom IOC akkreditierte Labor in Chatenay-Malabry, Armstrong mit Schuldzuweisungen in Misskredit gebracht zu haben und bezweifelte die juristischen Grundlagen für die öffentlichen WADA-Angriffe auf Armstrong. «Wie kann ein Anwalt die wissenschaftlichen Analysen eines weltweit anerkannten Instituts in Zweifel ziehen», sagte Pound in einer ersten Stellungnahme und erklärte nach Veröffentlichung des Reports: «Das Schlimmste, was wir von vornherein erwarteten, ist eingetroffen: Es bestand keinerlei Interesse wirklich herauszufinden, ob die Proben positiv waren.»
Im August 2005, kurz nach Ende der Tour, hatte die «L'Équipe» von den nachträglich kontrollierten Urinproben berichtet und die Ergebnisse der Analysen des Labors Chatenay-Malabry bei Paris veröffentlicht. 1999 war noch kein direkter EPO-Nachweis möglich - der existiert erst seit 2001. Ein Reporter der Zeitung hatte die Codes der anonymen Proben geknackt.
Die Kommission zum Fall Armstrong wurde im Oktober des Vorjahres vom damals noch amtierenden UCI-Präsidenten Hein Verbruggen (Niederlande) eingesetzt, dem im Anti-Doping-Kampf von mehreren Seiten häufiger Versäumnisse vorgeworfen worden waren. Der im Vorjahr nach seinem siebenten Toursieg zurückgetretene Amerikaner hatte stets geleugnet, Doping benutzt zu haben und mehrere Prozesse geführt.
Umso erstaunlicher wirkte am Mittwoch die UCI-Kritik am Kommissions-Vorsitzenden, der dem Verband mit seiner Wertung doch eigentlich aus dem Herzen hätte sprechen müssen. Die UCI hatte sich zusammen mit Armstrong immer gegen Schuldzuweisungen gewandt. Der Dachverband kündigte an, die Ergebnisse der Untersuchung erst zu veröffentlichen, wenn die Dokumente komplett vorlägen. Die UCI hätte die Veröffentlichung am Mittwoch mit «großem Erstaunen» vernommen, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme.
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Zuerst ne Kommission einsetzen und dann ihr Urteil in Frage stellen? Irgendwie wird's langsam lächerlich!
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58.Dauphiné-Rundfahrt
Leipheimer im Aufwind am Mont Ventoux
MONT VENTOUX, 08.06.06 (rsn) - Der Name Levi Leipheimer fiel in der letzten Zeit auffallend wenig, wenn Ivan Basso oder Jan Ullrich zu den Tour de France-Favoriten befragt wurden, obwohl der Amerikaner letztes Jahr mit seinem sechsten Platz in Paris und vor allem auch dem Sieg bei der Deutschland-Tour einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Am Donnerstag brachte sich der Gerolsteiner- Kapitän bei der 4.Etappe der Dauphiné-Rundfahrt wieder in Erinnerung. Er war am Mont Ventoux der Stärkste und holte das Gelbe Trikot, während sich der Russe Denis Menchov (Rabobank) im Sprint gegen den Franzosen Christophe Moreau (Ag2r) den Tagessieg sicherte.
Leipheimer zeigte eine beeindruckende Leistung am mythischen, 1909 Meter hohen "Giganten der Provence", den sein Landsmann Lance Armstrong immer geradezu verabscheute. Der Gerolsteiner-Star aus Nordkalifornien diktierte in einem Spitzenquartett mit Menchov, Moreau und dem Portugiesen Jose Azavedo (Discovery) das Tempo, ihm fehlte am Ende nur ein bisschen an der nötigen Spritzigkeit, als Menchov, der schon 2002 die Dauphiné-Etappe am Ventoux gewonnen hatte, in der letzten Kurve antrat und zum Tagessieg spurtete. "Der Sieg vor vier Jahren war schöner, weil es mein erster großer Sieg war. Aber natürlich sind alle Siege am Ventoux ganz besonders", freute sich Menchov, dessen Saison auf Tour de France und Vuelta ausgerichtet ist.
Mit dem Gelben Trikot brauchte sich Leipheimer überhaupt nicht zu ärgern über einen verpassten Tagessieg. Der 32-Jährige, dessen Tourhelfer Ronny Scholz in einer taktischen Fluchtgruppe bis zum Schlussanstieg vorneweg fuhr, holte dabei nicht nur die Führung. Er hatte den meisten Favoriten viel Zeit abgenommen: Der eigentlich doch kletterstarke Alejandro Valverde beendete das Rennen als 18. mit 3:13 Minuten Rückstand, der Amerikaner George Hincapie war zeitgleich 20. Die beiden konnten dabei sogar noch zufrieden sein, den Schaden in Grenzen gehalten zu haben im Gegensatz etwa zu Yaroslav Popovych (31./+5:02), Phonak-Kapitän Floyd Landis (56:/9:30) und dem Basken Iban Mayo (65./10:35). Der Kasache Alexandre Vinokourov, der sich selbst zum engsten Tour de France-Favoritenkreis rechnet, kam gar als 81. (+13:10) ins Ziel, als Leipheimer schon auf dem Podium stand. Der kahle, "windige" Berg hat einmal mehr seine Opfer gefunden, auch bei angenehmen Temperaturen und ohne Juli-Hitze.
"Mir ging es nicht gut und der Ventoux ist viel schwerer als die Pyrenäen-Berge", stöhnte Valverde, der den Berg zum ersten Mal fuhr. "Pereiro versuchte mich aufzumuntern und meinte, dass Landis, Hincapie und Vinokourov Probleme hätten. Ich konnte mir nicht verkeifen zu entgegnen, dass es uns schließlich auch nicht so gut geht", erzählte der Spanier. Für Floyd Landis war es ein "fürchterlicher" Tag. "Bis zum Ventoux ging es mir super, ich habe meine Mannschaft deshalb rollen lassen. Aber an den ersten Rampen, da gab es Tempoverschärfungen und ich brach ein", schilderte Landis, der den Dauphiné-Sieg abschreiben muss.
Levi Leipheimer kennt das Gefühl, wie es ist, wenn man die Felle dahinschwimmen sieht. Letztes Jahr hatte er schon mal das Gelbe Trikot der Dauphiné, verlor es dann aber unglücklich an den Ausreißer Landaluze. "Ich werde alles tun, um den Sieg, der mir 2005 durch die Lappen ging, zu holen. Dabei wird jetzt Menchov mein gefährlichster Gegner, aber auch Mancebo und Moreau sind stark", sagte der Amerikaner, der 28 Sekunden Vorsprung hat auf Menchov. Der 35-jährige Moreau (5./+1:4 kann durchaus von einem zweiten Gesamtsieg nach 2001 träumen, für den Tourvierten Francisco Mancebo (7./2:10) ist noch alles drin, sogar auch noch für Valverde (11./+3:36). Den Rückstand der anderen Favoriten wollte Leipheimer nicht überbewerten. "Der Abstand auf Popovych, Vinokourov und Landis ist zwar sehr groß, aber das überrascht mich nicht. Sobald sie anfingen zu leiden, haben sie nicht mehr forciert. Das ist jedenfalls meine Theorie." In der Praxis kommen nun auf Leipheimer zwei schwere Tage in den Alpen zu: Bei der Etappe am Freitag steht der Izoard im Profil, am Samstag Glandon und Croix-de-Fer. Vielleicht versagte sich am Donnerstag Leipheimer in Erwartung der harten Arbeit ein strahlendes Siegerlächeln.
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Impossant, aber wie Leipheimer schon sagte, sobald die großen Favouriten Probleme bekamen haben sie wohl ziemlich rausgenommen. Vor allem Landis und Vino denk ich mal.
Kleine Zusammenfassung der vergangenen Tage: Der Prolog war knapp, ging aber an den Amerikaner David Zabriske, der sich dann auf Etappe 3 auch noch das richtige lange Zeitfahren der der Dauphinee-Rundfahrt holte. Etappe 1 ging an Fabian Wegmann, Etappe 2 an den FD-Jeux Franzosen Gilbert jeweils aus einer Ausreißergruppe heraus.
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58.Dauphiné-Rundfahrt
Turpin der Mann des Tages - Ag2r auf Wolke Sieben
BRIANÇON, 09.06.06 (rsn) - Der Franzose Ludovic Turpin (Ag2r) gewann am Freitag die schwere fünfte Etappe der Dauphiné-Rundfahrt, bei der der 2360m hohe Col d'Izoard zu erklettern war. Der 31-Jährige gehörte bei dem Teilstück zwischen Sisteron und Briançon (155 km) zur Ausreißergruppe des Tages und verteidigte einen kleinen Vorsprung bis ins Ziel. Der Amerikaner Levi Leipheimer (Gerolsteiner) verteidigte souverän das Gelbe Trikot des Gesamtbesten und hinterließ erneut einen guten Eindruck, während die Tour de France-Mitfavoriten Alejandro Valverde, Alexandre Vinokourov und Floyd Landis den Beweis einer guten Form wieder schuldig blieben.
Turpin feierte den größten Sieg seiner Profikarriere, die er 2000 bei Ag2r begann. Es war der seltene Fall, dass eine lange Flucht bei einer schweren Etappe von Erfolg gekrönt war. Fast die gesamten 155km fuhr der Franzose an der Spitze. Der Triumph der Mannschaft von Vincent Lavenu war fast total: Bis auf die Gesamtwertung führt das Team dank seiner starken Neuzugänge in allen Klassements: Das Grüne Punktetrikot holte der spanische Tourvierte Francisco Mancebo, das Bergtrikot trägt der Franzose Christophe Moreau. Und auch in der Teamwertung führen die Blauen, die in dieser Saison erstmals zur ProTour gehören und sich den Respekt der Konkurrenz längst erkämpft haben.
"Moreau und Mancebo bilden eine starke Allianz", meinte Levi Leipheimer im Hinblick auf die beiden Ag2r-Profis, die hinter dem zweitplatzierten Denis Menchov (+ 28 Sekunden) die Ränge 3 und 4 belegen und mit 1:48 bzw. 1:49 Minuten Rückstand noch alle Chancen haben. Ag2r könnte diese Situation taktisch clever ausnutzen. Und besonders auch angesichts der Tatsache, dass drei Wochen vor der Tour de France der amerikanische Phonak-Kapitän Landis wieder 8:50 Minuten verlor und der Kasache Alexandre Vinokourov noch mehr (11:27), könnten Moreau und Mancebo im Hinblick auf die "Große Schleife" durchaus ins Träumen kommen. Mancebo hat schließlich bereits im Januar erklärt, sein Ziel sei der Toursieg.
Der zum Teil noch schneebedeckte Alpenriese Izoard (2360 m) war nach der gestrigen Ventoux-Etappe der Berg des Tages bei der 5.Etappe der Dauphiné-Rundfahrt. Ludovic Turpin überquerte die Passhöhe, von der es noch 20km ins Ziel waren, alleine. Er hatte kurz zuvor seine Mitausreißer, den Franzosen Jerome Pineau und den superstarken norwegischen Sprinter Thor Hushovd, mit denen er nach 35km davongefahren war, hinter sich gelassen. Turpin hatte gleich bei KM 0 angefangen zu wirbeln und es war wahrlich kein Zufall, dass er in der Flucht des Tages dabei war. In der Abfahrt vom Izoard ging er volles Risiko und raste Richtung Ziel. "Drei Kilometer vor der Passhöhe hatte ich noch Zweifel, aber als ich oben 45 Sekunden vorne lag, war ich wieder optimistisch. Ich bin ein guter Abfahrer und ich wusste, dass ich eine gute Chance habe, wenn ich voll fahre", sagte der strahlende Tagessieger, der sich auch den letzten Platz im Tourteam von Ag2r sicherte.
Turpin kalkulierte richtig, er konnte einen Vorsprung von 26 Sekunden auf die ersten Verfolger ins Ziel retten. Zweiter wurde der Baske Iban Mayo. Der Dauphine-Sieger von 2004, der in der vorigen Saison völlig unterging, hatte einen ganz bemerkenswerten Tag. Nicht mal ein schwerer Sturz zu Beginn der Etappe, nach dem er vom Rennarzt Dr. Porte am Ellbogen und der Hüfte behandelt werden musste, konnte ihn bremsen.
Leipheimer beendete die Etappe in der Gruppe mit den Favoriten als Achter 48 Sekunden nach dem Tagessieger. Gerolsteiner hatte alles im Griff. "Wir haben die ersten 50 Kilometer alles zusammengehalten und keinen weggelassen, der gefährlich hätte werden können. Das war eine ganz starke Leistung der Mannschaft", erklärte Sportdirektor Christian Henn. "Levi hat es im Finale dann selbst gerichtet, ist stark gefahren und hat sich keine Blöße gegeben", lautete Henns Tagesbilanz.
Leipheimer denkt (nur ein bisschen) an die Tour
Am Samstag folgt eine weitere schwere Alpenetappe mit Galibier und Croix-de-Fer. Das sechste und vorletzte Teilstück wird eine Vorentscheidung über den Gesamtsieg bringen. Wenn Leipheimer das Gelbe Trikot verteidigt, dürfte er am Tag darauf in Grenoble den Gesamtsieg feiern. Die Etappe am Samstag ist auch so etwas wie die Generalprobe für die 16.Etappe der Tour de France, die ebenfalls im Savoyer Wintersportort La Toussuire endet. Aber Leipheimer mag das Wort Tourgeneralprobe nicht mehr hören. "Reden wir doch nicht immer nur über die Tour!", meinte er am Freitag. "Die Dauphine ist eines der schönsten Rennen der Welt! Ich werde versuchen zu gewinnen. Dann denke ich an die Tour", so der Gerolsteiner-Star. Und dann fügte er an: "Aber ich glaube, man kann seine Topform sechs Wochen halten."
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Iban Mayo endlich wieder mal in akzeptabler Form, Valverde, Landis und Vino scheinen zu pokern, dass sie wirklich so schlecht drauf sind kann ich mir absolut nicht vorstellen. Vor allem Valverde hat heuer ja schon gute Form bewiesen, so mies kann er plötzlich gar nicht sein.
Ich hoffe Levi holt den Dauphinee Gesamtsieg, verdient hätte er es sich auf jeden Fall. Ob er für die Tour wirklich ein Favourit auf den Sieg wird bleibt zwar zweifelhaft, ausgeschlossen ist es aber dennoch nicht.
mfg Robert |
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Dauphiné-Rundfahrt
Ist der alte Mayo zurück?
LA TOUSSUIRE, 10.06.06 (rsn) - Der Baske Iban Mayo, vor drei Jahren Sechster der Tour de France, scheint nach zwei schwarzen Saisons endlich wieder an seine Glanzzeiten anknüpfen zu können. Am Samstag gewann der 28-jährige Euskaltel- Star die schwere 6.Etappe der Dauphiné- Rundfahrt. "Endlich, endlich sehe ich wieder Licht am Ende des Tunnels", jubelte Mayo.
Mayo gewann das schwere vorletzte Teilstück, bei dem mehrere Alpenriesen im Profil standen, als Solist, nachdem er sich am Schlussanstieg nach La Toussuire 3500 Meter vor Schluss von Mitausreißer Alejandro Valverde absetzen konnte. "Ich habe seit zwei Jahren keinen Sieg mehr geholt. Ich hatte wegen meinen Rücken- und Knieproblemen schwere Zeiten, in denen ich mich oft gefragt habe, ob ich je wieder mein altes Niveau erreichen würde. Aber ich habe es geschafft durch viele Opfer und Stolz", sagte Mayo, dessen letzte Erfolge ausgerechnet der Gesamt- und zwei Etappensiege bei der Dauphiné-Rundfahrt 2004 waren. So schließt sich der Kreis und der Etappensieg gibt ihm nun natürlich großen Auftrieb. "Der Sieg heute gibt mir große Moral, an der es mir mangelte. Ich bin sehr, sehr zufrieden heute. Ich werde bei der Tour de France mit den größten Ambitionen antreten - aber ohne konkretes Ziel. Ich erinnere mich noch zu gut, wie ich letztes Jahr gelitten habe", so der Euskaltel-Kapitän.
Mayo war der verdiente Sieger bei der Etappe, die mit dem 16.Teilstück der Tour de France fast identisch ist. Zu erklettern waren Galibier (2.556 m), Glandon (1.924 m), Croix-de-Fer (2.067 m), Col du Mollard (1.638 m) und schließlich der Schlussanstig nach Toussuire (1.700 m). Am Galibier war der Franzose Christophe Moreau, der mit seinen 35 Jahren einen zweiten Frühling erlebt, der offensivste. Doch dann schlug Mayos Stunde. Am Glandon setzte er sich mit drei spanischen Landsmännern, mit Valverde, T-Mobile-Profi Oscar Sevilla und David Arroyo ab. Das Quartett fuhr schnell 1:20 Minuten Vorsprung heraus aufs Feld mit den Favoriten. Auf den letzten Kilometern attackierte Mayo. Valverde versuchte mitzugehen, doch musste auch er den Basken schließlich ziehen lassen.
Levi Leipheimer und seine Gerolsteiner-Mannschaft hatten derweil am Samstag alles unter Kontrolle und er beendete die 169km lange Etappe in der ersten Verfolgergruppe. Der Kalifornier, der das Gelbe Trikot am Mont Ventoux am Donnerstag erobert hatte, steht nun vor dem Gesamtsieg der wichtigsten französischen Rundfahrt nach der "Großen Schleife". Bei der Schlussetappe am Sonntag zwischen Saint-Jean-de-Maurienne und Grenoble (131 km) stehen nur noch einige kleinere Anstiege im Programm.
"Das war ein großer Tag, der für mich mit großer Erleichterung endet. Taktisch war es heute einfach und ich hatte gute Beine. Schon am Freitag hatte ich im Gefühl, dass ich heute stark sein würde", meinte Leipheimer, der die Etappe als Vierter zeitgleich mit Moreau beendete. Im Gesamtklassement hat der Gerolsteiner-Kapitän jetzt 1:48 Minuten Vorsprung vor Moreau. Auf den dritten Rang rückte der Österreicher Bernhard Kohl, der Francisco Mancebo (jetzt Gesamtfünfter) und Azevedo (4.) Zeit abnahm. Der bisherige Gesamtzweite Denis Menchov war nach einem Sturz (KM 140) aus der Favoritengruppe herausgefallen und büßte mehr als 5 Minuten ein. Wie schon in den Bergetappen zuvor gingen Alexandre Vinokourov und Floyd Landis ganz unter. Die beiden Tourmitfavoriten kamen mit 27:53 Minuten Rückstand ins Ziel. Leipheimer aber warnte vor vorschnellen Schlussfolgerungen. "Manch einer, der hier gut fährt, wird bei der Tour untergehen und umgekehrt", sagt der Amerikaner und hofft natürlich, dass das ihn nicht betrifft.
Der große Pechvogel des Tages war unterdessen der Franzose Ludovic Turpin (Ag2r), der am Freitag die 5.Etappe gewonnen hatte. Der 31-Jährige, der sich gerade einen Platz im Tourteam von Ag2r erkämpft hatte, erlebte nach seinem Sieg einen schwarzen Tag. In der Abfahrt vom Col du Mollard stürzte Turpin schwer und brach sich den Oberschenkel. Er wurde im Rettungswagen ins Krankenhaus von Saint-Jean-de-Maurienne gebracht, wo er am Abend operiert wird - gut 24 Stunden nachdem er über seinen größten Karriereerfolg gejubelt hatte.
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Iban Mayo ist am Berg endlich wieder vorne dabei. Zeit dafür wars ja jetzt schon lange! Begeistern tut mich bei dieser Dauphinee aber vor allem der junge Österreicher Bernhard Kohl, der sich auf vollkommen unspektakuläre Weise aufs Gesamtpodium gekämpft hat.
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70.Tour de Suisse
Boonen gewinnt Auftakt
BADEN, 10.06.06 (rsn) - Weltmeister Tom Boonen (Quick Step) eilt weiter von Sieg zu Sieg. Am Samstag gewann der belgische Sprinterstar in Baden die 154km lange erste Etappe der Tour de Suisse und feierte bereits seinen 17.Saisonerfolg. Boonen, der auch die Führung im Gesamtklassement übernahm, setzte sich nach mustergültiger Vorarbeit von Matteo Tosatto und seinen anderen Teamkollegen im Massensprint klar durch vor dem Italiener Daniele Bennati und dem Spanier Oscar Freire. Jan Ullrich konnte sich derweil zwei Wochen nach seinem Ausstieg beim Giro d'Italia bei sonnigem Sommerwetter in Ruhe einrollen beim Auftakt seiner Tour-Generalprobe. Der Tour de Suisse-Sieger von 2004 beendete die Etappe ebenso wie die anderen Favoriten im Hauptfeld zeitgleich mit Boonen.
"Die Etappe sah auf dem Papier einfach aus. Es waren aber einige kleine und giftige Anstiege dabei, die den Abschnitt sehr schwierig gemacht haben", sagte Boonen über die Etappe, die der Spanier José Redondo vom Skandalteam Liberty (jetzt "Würth") lange Zeit als Soloausreißer prägte. In der ersten Stunde war der 21-jährige Neopro dem Feld davongefahren und holte einen maximalen Vorsprung von 8:45 Minuten. Die Schweizer Steve Zampieri und Michael Albasini schlossen nach einem Konter 40km vor dem Ziel zu dem Spanier auf und ließen ihn hinter sich. Doch auch sie wurden von dem auf einen Massensprint gepolten Peloton 7km vor dem Ziel gestellt. Als im Finale vorn Quick Step Tempo bolzte, zerriss das Feld auf dem welligen Kurs in zwei Teile. Milram-Sprinterstar Erik Zabel ließ sich dabei ebenso überraschen wie der schnelle Australier Robbie McEwen und einige andere Siegkandidaten wie Clerk, Van Heeswijk, Steegmans und Eisel, der im letzten Jahr beim Auftakt der Tour de Suisse Boonen geschlagen hatte.
"Das Problem war heute ja nicht der Sprint, sondern der Schlusskurs", meinte Boonen lächelnd und entspannt. Dem 25-jährigen Antwerpener mit Wohnsitz Montecarlo, der bei der Tour de France das Grüne Trikot anpeilt, gelang zum ersten Mal in seiner Karriere ein Tour de Suisse-Etappensieg. In Weinfelden, nicht weit von Baden entfernt, hatte er letztes Jahr den Sieg verpasst. "Ich war damals ein bisschen krank ins Rennen gegangen", sagte Boonen am Samstag. Diesmal aber stimme alles in seiner Tour de France-Vorbereitung. "Es läuft alles perfekt bisher", sagte der Quick Step-Star. Nach seinem erfolgreichen Frühjahr hatte er eine kleine Pause eingelegt. Aus der kam er stark wie eh und je. Bei der Belgien-Rundfahrt gewann er gleich wieder zwei Etappen. Nach einem Trainingslager in den Alpen gewann er am Mittwoch den holländischen Halbklassiker Veenendaal-Veenendaal. Die Saisonsiege 16 und 17 sieht Boonen aber vor allem im Hinblick auf seine Tour de France-Vorbereitung.
"Ich hatte zwei Saisonziele: Die Frühjahrsklassiker und das Grüne Trikot", sagt der Belgier, der das erste Ziel mit dem Sieg bei der Flandern-Rundfahrt erreicht hat. Die Tour de Suisse, die mit vier Bergetappen und einem Zeitfahren endet, wird Boonen wohl nicht zu Ende fahren. "Ich schaue von Tag zu Tag", meinte er.
Am Sonntag steh die zweite Etappe auf dem Programm, ein 155,9km langes Rennen zwischen Bremgarten und Einsiedeln, dem bekanntesten Wallfahrtsort der Schweiz oberhalb des Züricher Sees. Knapp 30km vor dem Ziel steht ein Berg der 3.Kategorie im Profil.
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58.Dauphiné-Rundfahrt
Leipheimers eindrucksvoller "Formtest"
GRENOBLE, 11.06.06 (rsn) - Gerolsteiner-Star Levi Leipheimer ist Gesamtsieger des 58. Criterium du Dauphiné Libéré, der wichtigsten französischen Rundfahrt nach der Tour de France. Die Schlussetappe gewann am Sonntag in Grenoble im Massensprint der Norweger Thor Hushovd (Crédit Agricole).
"Letztes Jahr hätte ich hier gewinnen können und müssen. Um so schöner ist der Sieg heute", sagte Leipheimer am Sonntag. "Ich bin sehr stolz auf diesen Sieg, der mir viel bedeutet. Als ich jung war, habe ich geträumt davon, die Tour de France oder ein Rennen wie die Dauphiné zu gewinnen. Ich erinnere mich noch, wie ich das gesagt habe, nachdem Tyler Hamilton (2000) gewonnen hat." Leipheimer wollte seinen Triumph genießen. Schon während der ganzen Woche hatte er wie Ivan Basso beim Giro versucht, die immer auf die "Große Schleife" fokussierten Journalisten aufs Hier und Jetzt zu verweisen: "Die Dauphiné ist eines der schönsten Rennen der Welt! Erst danach denke ich an die Tour."
Leipheimer reichte am Schlusstag ein Platz im Hauptfeld, um seine Gesamtführung zu verteidigen. Die hatte er mit einer Glanzvorstellung am Mont Ventoux am Donnerstag erkämpft und mit konstanten Leistungen bei den folgenden beiden schweren Alpenetappen am Freitag und Samstag verteidigt. Auch ohne Etappensieg ist der 32-jährige Amerikaner damit der große Sieger der französischen Tourgeneralprobe, bei der er schon im letzten Jahr dicht vor dem Gesamtsieg stand, der ihm dann aber aufgrund renntaktischer Umstände durch die Lappen ging. Damals fuhr er anschließend bei der "Großen Schleife" auf den sechsten Platz (der eigentlich ein fünfter geworden wäre, wenn sich der Kasache Alexandre Vinokourov bei der Paris-Etappe an die ungeschriebenen Gesetze im Peloton gehalten hätte). Seither hat sich der eher stille Kalifornier enorm weiterentwickelt und mit seinem eindrucksvollen Sieg bei der Deutschland-Rundfahrt über Jan Ullrich gleich im Tour-Anschluss machte er als Rennfahrer und Teamkapitän einen großen Schritt nach vorne. Am (morgigen) Montag inspiziert Leipheimer den Anstieg nach L'Alpe d'Huez und die Folgeetappe der Tour. Danach steht Training in seinem Europa-Domizil im katalanischen Gerona auf dem Programm.
Aufsteigende Tendenz
Leipheimers Platzierungen bei Dauphiné und Tour de France
2003 8. --
2004 8. 9.
2005 3. 6.
2006 1. ?
Bei der am 1. Juli beginnenden nächsten Frankreich-Rundfahrt hat Leipheimer Großes vor. "Wenn man Fünfter oder Sechster war, ist das nächste Ziel logischerweise das Podium", sagte Leipheimer schon im Winter. Nach einem kleinen Achtungserfolg vor heimischen Fans beim Prolog der Kalifornien-Rundfahrt im Februar bereitete sich Leipheimer gewissenhaft auf den Sommer vor. Bei der Katalonien-Rundfahrt Mitte Mai griff er nach langen Trainingswochen zuhause erstmals wieder ins Renngeschehen ein. Zum "großen Formtest" (Leipheimer) Dauphiné-Rundfahrt kam er "ein bisschen nervös", wie Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer meinte. Nach dem Sieg bei der wichtigsten Rundfahrt nach den drei "großen", die sein Landsmann Lance Armstrong zwei Mal gewann, versucht Leipheimer übergroße Erwartungen an ihn etwas zu dämpfen.
"Manch einer, der hier gut fährt, wird bei der Tour untergehen und umgekehrt", sagt der Amerikaner und hofft natürlich, dass das ihn nicht betrifft. Vinokourov und der amerikanische Phonak-Kapitän Floyd Landis, die bei der Rennwoche in der französischen Alpenregion völlig untergingen, müssen derweil auf diese Hypothese bauen. Einen Beweis von großer Form blieben beide in der Rennwoche in der französischen Alpenregion schuldig. Leipheimer misst dem aber keine allzu große Bedeutung zu: "Floyd und Vinokourov sind erfahrene Männer. Ihre Platzierung hier will nicht viel heißen (hinsichtlich ihrer Tourchancen)."
Im Gegensatz zu Landis und "Vino", der noch gar nicht weiß ob sein Skandalteam "Würth" bei der Tour willkommen sein wird, zeigten die Spanier Alejandro Valverde (Caisse d'Espargne) und Francisco Mancebo sowie der Gesamtzweite, der 35 Jahre alte Franzose Christophe Moreau (beide Ag2r), dass man bei der Tour de France auf sie achten muss. Der Baske Iban Mayo, der Toursechste von 2003, von dem in den letzten beiden Jahren wegen Verletzungen nichts zu sehen war, feierte mit dem Sieg bei der Galibier-Etappe am Samstag ein schönes Comeback. "Das gibt mir Riesenmoral für die Tour", meinte der Euskaltel-Star.
Bei der Schlussetappe der Dauphiné-Rundfahrt zwischen Saint-Jean-de-Maurienne und Grenoble fiel die Entscheidung zum ersten Mal seit dem Start in Annecy vor einer Woche im Massensprint. Thor Hushovd, Gewinner des Grünen Trikots der letzten Tour de France, setzte sich vor dem kleinen Franzosen Samuel Dumoulin durch, der 200 Meter vor Schluss den Sprint eröffnet hatte. "Ich habe meine Ziele erreicht: Ich wollte einen Etappensieg und das Rennen beenden", sagte Hushovd. "Hier bis zum Schluss dabeizubleiben und über die schweren Berge zu kommen ist das beste im Hinblick auf die Tour de France", so der schnelle Norweger. Bei der Dauphiné schauen alle auf die "Große Schleife" - Klassementfahrer wie Sprinter.
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70.Tour de Suisse
Erinnerungen an Agnolutto bei Contrinis Pilgerfahrt
EINSIEDELN, 11.06.06 (rsn) - Der Italiener Daniele Contrini (LPR) gewann am Sonntag die zweite Etappe der Tour de Suisse und feierte den größten Sieg seiner Karriere. Der 31-Jährige erreichte das Ziel im berühmten Schweizer Wallfahrtsort Einsiedeln als Solist nach einer langen Alleinfahrt, die zeitweise Erinnerungen wachrief an den Sensationssieg des Franzosen Agnolutto 1997. Aber das lange lustlos dahinrollende Feld reagierte schließlich doch und verringerte den Vorsprung auf 5 Minuten. Im Sprint des Pelotons um Platz 2 setzte sich der Italiener Daniele Bennati (Lampre) durch, der dank der Zeitgutschrift Auftaktsieger Tom Boonen das Gelbe Trikot abnahm.
Contrini profitierte davon, dass das Peloton bei hochsommerlichen Temperaturen zunächst keine Anstalten machte, die Verfolgung zu organisieren, nachdem er sich in der ersten Stunde abgesetzt hatte. Boonen und seine Quick Step-Mannschaft hielten sich ganz aus der Tempoarbeit heraus, so wie es ihr Sportdirektor schon am Start angedeutet hatte. Rabobank reihte sich kurzzeitig vorne im Feld ein, aber als man keine Unterstützung bekam, nahmen auch die Helfer von Oscar Freire die Beine hoch. So vergrößerte Contrini nach und nach seinen Vorsprung und 40km vor Schluss lag er mehr als eine Viertelstunde vorn. So langsam erinnerte man sich jetzt auch im Feld an 1997, als der Franzose Agnolutto mit einer ähnlichen Aktion das Gelbe Trikot eroberte und seinen großen Vorsprung in den Bergen gegen die Favoriten verteidigte.
Doch Geschichte wiederholt sich bekanntlich nicht. Contrini ("Ich bin nicht in meiner Topform"), der 116km lang an der Spitze fuhr, musste am Ende für seine Anstrengungen unter sengender Sommersonne bezahlen. 20km vor Schluss sank sein Vorsprung auf unter 10 Minuten, aber der 31-Jährige hatte ja immer noch gute Chancen auf den Tagessieg, den er schließlich auch ausgiebig bejubelte. Contrini, dem am Ende 27 Sekunden fürs Gelbe Trikot fehlen sollten, nahm schon vor der Ziellinie die Arme hoch. Der Etappensieg reichte Contrini an diesem Tag. Der Russe Alexandre Botcharov, der 20km vor Schluss einen Konterangriff versucht hatte, wurde kurz vor Schluss vom Feld wieder eingeholt, nachdem - für viele ein bisschen unverständlich - Gerolsteiner hinter ihm Tempo machte. Den Sprint um Platz 2 gewann Bennati, der damit das Gelbe Trikot übernahm.
"Ich war mir erst auf den letzten Kilometern sicher", sagte Contrini, der den größten Sieg seiner elfjährigen Profikarriere feierte. Auch für sein LPR-Team, die einzige nicht zur ProTour zählende Mannschaft im Tour de Suisse-Peloton, war es ein großer Erfolg. "Ich hatte Krämpfe am Schluss und ich befürchtete schon, es könnte mir das gleiche passieren wie bei Tirreno-Adriatico im März, als ich 150 Meter vor Schluss eingeholt wurde", schilderte Contrini seinen Kampf. Auch der Start seiner langen Flucht war nicht leicht. Er wartete geduldig auf den richtigen Zeitpunkt nach einem hektischen Start mit vielen vergeblichen Attacken. Als er wegfuhr, erkundigte er sich sogar noch über Funk, ob nicht gerade im Feld Pinkelpause gemacht wird. "Auf diese Weise will ich nicht Rennen fahren", sagte Contrini, den sein Teamchef Orlando Maini als "einen sehr korrekten" Rennfahrer beschreibt.
Die Saisons 2002 und 2003 bestritt Contrini im Trikot von Gerolsteiner. "Als ich dort keinen neuen Vertrag bekam, war das eine schwere Zeit für mich. Ich hatte bei Gerolsteiner zwei glänzende Jahre, aber ich hatte dann gesundheitliche Probleme, eine Knieverletzung. Glücklicherweise fand ich dann einen Platz beim LPR-Team, dem ich immer dankbar sein werde", schilderte Contrini das Auf und Ab in seinem Rennfahrerleben.
Am Montag folgt die dritte Etappe, die nach welligen 187,5km in Arlesheim südlich von Basel endet. 16km vor Schluss ist ein Berg der 3.Kategorie zu erklimmen. "Es wird nicht leicht, aber ich habe eine Chance, das Gelbe Trikot zu verteidigen, vielleicht sogar den Etappensieg zu holen", hofft Bennati, den im Gesamtklassement 8 Sekunden von Boonen trennen.
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58.Dauphiné-Rundfahrt - Nachlese
Licht und Schatten bei den Tourfavoriten
GRENOBLE, 12.06.06 (rsn) - Beim 58. Critérium du Dauphiné Libéré, der klassischen Tour de France-Vorbereitungsrundfahrt, zeigten einige der Favoriten der "Großen Schleife" große Form und untermauerten ihre Ambitionen im Juli. Andere dagegen gaben Rätsel auf.
Der jüngste spanische Dopingskandal warf einen Schatten auch auf die Dauphiné-Rundfahrt. Jean Pitallier, der Präsident des französischen Radsportverbands (FFC), erkannte aber durchaus auch positive Auwirkungen. "Die Franzosen sind (bei der Dauphiné) jeden Tag vorne dabei. Ich denke, da gibt es vielleicht schon einen Zusammenhang mit den Auswirkungen der Krise...", meinte der für seine unverblümten Äußerungen bekannte oberste Vertreter des cyclisme. Seine Franzosen fuhren in der Tat stark: Der unglückliche Ludovic Turpin gewann eine Etappe (und brach sich den Oberschenkel einen Tag später), Routinier Christophe Moreau wurde Gesamtzweiter und holte das Bergtrikot und die umtriebige Ag2r-Equipe gewann die Mannschaftswertung. Die negativen Überraschungen waren dagegen der Ukrainer Yaroslav Popovych, der Kasache Alexandre Vinokourov und der Amerikaner Floyd Landis. Sie spielten im Gesamtklassement keine Rolle und setzten auch im Rennen keine Akzente. Alle drei erklärten, sie wollten derzeit nicht in den roten Bereich gehen.
Gerolsteiner-Kapitän Levi Leipheimer war der strahlende Sieger der Rundfahrt und der Amerikaner ("Ich glaube, ich kann diese Form sechs Wochen halten") war am Ventoux und den Alpenriesen wie Galibier souverän. Er hütete sich aber davor, Landis und Vinokourov schon abzuschreiben. "Meine Theorie ist, dass Floyd und Vinokourov anfingen zu leiden und dann einen Gang zurückgeschaltet, nicht forciert haben. Beides sind erfahrene Profis, die nicht zum ersten Mal die Tour fahren und die wissen, was sie tun", sagte Leipheimer, fügte aber hinzu, dass "ich an ihrer Stelle versucht hätte, bei einer Etappe zu glänzen".
Leipheimer hat im Winter an seinen Kletterfähigkeiten und vor allem auch an seinen Zeitfahrqualitäten gearbeitet. Bei der Dauphiné bewies der Kalifornier, dass er alles richtig gemacht hat. Beim Kampf gegen die Uhr in Bourg-de-Péage kam er auf einen sehr ordentlichen dritten Rang. Am Tag drauf war er am Mont Ventoux der Stärkste, auch wenn er sich aus dem Sprint um den Tagessieg heraushielt. Bei der Dauphiné fuhr Leipheimer danach defensiv und verteidigte seine Führung. Bei der Tour de France wird der Gerolsteiner-Star aber womöglich eine offensivere Rolle spielen. "Es wird eine andere Tour sein ohne Armstrong. Man muss da mehr Risiken eingehen und auch mal attackieren, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist", meint er.
Der Franzose Christophe Moreau erlebte derweil bei der Dauphiné-Rundfahrt, die der 35-Jährige vor fünf Jahren gewann, seinen zweiten Frühling. Am Ventoux wurde er im Sprint geschlagen vom Russen Denis Menchov, der zum zweiten Mal nach 2002 am "Giganten der Provence" erfolgreich war. "Ich dachte, dass Leipheimer (Menchovs) Attacke kontert. Ich habe gepokert, ich habe ihn zu weit weggelassen", sagte Moreau, der in den letzten Jahren regelmäßig der beste Einheimische bei der Frankreich-Rundfahrt war. Der Wechsel zur Ag2r-Equipe tat ihm offensichtlich gut, auch wenn er in diesem Jahr bei der "Großen Schleife" nicht der erste Teamleader sein wird. "Ich fahre für Paco (Mancebo)", sagt Moreau, "und ich habe das Gefühl, dass wir ein Super-Duo sein werden."
Francisco Mancebo, der Tourvierte von 2005, spielte in der Dauphiné schon mal das Doppelspiel mit Moreau, das sie auch im Juli spielen wollen. Im Gesamtklassement war der Spanier am Ende Fünfter. Ebenfalls keine Sorgen haben seine Landmänner Alejandro Valverde (7.) und Iban Mayo (15.). Im Gegensatz zu Vinokourov und Landis setzte alle drei Iberer zudem schöne Akzente. Der 29 Jahre alte Mayo feierte bei der schweren Etappe nach Toussuire, die ähnlich auch im Tourprogramm steht (16.Etappe), ein großes Comeback zwei Jahre nach seinem Dauphiné-Sieg und drei Jahre nach seinem sechsten Platz bei der Großen Schleife. "Ich sehe wieder Licht am Ende des Tunnels", sagte der Baske, der mit großen Verletzungsproblemen (Knie, Rücken) zu kämpfen hatte. Nun will er "mit den größten Ambitionen" bei der Tour starten. Nichtsdestotrotz: die ganz große Euphorie brach bei keinem der Protagonisten der Dauphiné aus. Sie wissen schließlich, dass im Juli auch Ivan Basso und Jan Ullrich zu ihren Gegnern zählen.
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70.Tour de Suisse
Nick Nuyens macht Marketing in eigener Sache
ARLESHEIM, 12.06.06 (rsn) - Der Belgier Nick Nuyens (Quick Step) gewann am Montag die dritte Etappe der Tour de Suisse und feierte den dritten ganz großen Erfolg seiner Karriere. Nach 189,5 km setzte sich der 26-Jährige in Arlesheim im Sprint eines Ausreißerquartetts durch vor dem jungen T-Mobile-Profi Linus Gerdemann, dem Franken Jörg Jaksche vom Skandalteam Würth und dem Spanier Koldo Gil (Saunier). Der Italiener Daniele Bennati (Lampre) rollte wenige Sekunden nach dem Tagessieger im Peloton über die Ziellinie, musste aber nach einem Tag im Gelben Trikot die Gesamtführung an Nuyens abgeben.
Der Spanier Oscar Freire führte das Verfolgerfeld, in dem auch Jan Ullrich und Andreas Klöden das Rennen beendeten, elf Sekunden nach Nuyens über die Ziellinie. Der Belgier übernahm dank der Zeitgutschrift für den Tagessieg das Gelbe Trikot, um das Bennatis Lampre im Finale vergeblich gekämpft hatte. "Ich wusste, dass ich der Schnellste der Gruppe war. Gil attackierte knapp einen Kilometrer vor Schluss, ich habe sofort reagiert und ihn sogar ein bisschen zu früh gestellt. Ich musste im Sprint dann früh antreten, aber Gerdemann konnte nicht mehr an mich herankommen", schilderte Nuyens die Entscheidung über den Tagessieg.
Haselbacher stieg aus
Der Österreicher Rene Haselbacher, der sich noch Hoffnungen auf einen Platz im Tour-Team von Gerolsteiner gemacht hatte, ist am Montag bei der Tour de Suisse vorzeitig ausgestiegen. "Er fühlt sich total schlapp. So gab es für ihn kein Weiterkommen", erklärte sein Sportlicher Leiter Reimund Dietzen.
Die vierköpfige Ausreißergruppe hatte sich 20km vor Ende der welligen Etappe am Anstieg des Tages formiert. Der Schweizer Gerolsteinerfahrer Marcel Strauss hatte das Rennen bei hochsommerlichen Temperaturen lange mit einer Flucht geprägt. Am letzten Berg zeigten sich T-Mobile-Star Jan Ullrich und der Luxemburger Frank Schleck (CSC) sehr aktiv. Gerdemann attackierte mit Jaksche und initiierte die entscheidende Flucht. Doch die Magentatruppe hatte wie so oft in dieser Saison wieder Pech und Gerdemann, der letztes Jahr bei der Tour de Suisse seinen ersten großen Sieg feierte, blieb im Sprint nur der zweite Platz.
Quick Step fuhr im Finale am cleversten. Nuyens hielt sich vorne aus der Tempoarbeit heraus und konnte Körner für den Spurt sparen, da sein Teamkollege Tom Boonen im Verfolgerfeld auf einen Massensprint lauerte. Nuyens, von dem sein Teamchef Patrick Lefevere sagt, er könnte einmal eine ähnliche Palmares erreichen wie Superstar Boonen, hat in seiner noch jungen Karriere bereits die Klassiker Het Volk (2005) und Paris-Brüssel (2004) gewonnen. "Mein Sportdirektor informierte mich, dass Boonen in der Gruppe gleich hinter mir war. Ich war unsere zweite Chance, denn in der Gruppe war ich der Schnellste (im Sprint)", sagte Nuyens, dem der geschlagene Gerdemann nach dem Rennen fair zum Sieg gratulierte. Auch Bettini und Boonen umarmten ihren Teamkollegen Nuyens, der den zweiten Etappensieg in drei Tagen und den 30. Saisonsieg für Quick Step perfekt machte.
Nuyens, die "Bombe aus Bevel" (einem Dorf in Flandern unweit von Herenthals), feierte seinen zweiten Saisonsieg, nachdem er im Februar bei Kuurne-Brüssel-Kuurne erfolgreich war. "Ich habe mir gar kein konkretes Saisonziel gesetzt", sagt er, "für mich ist viel wichtiger, mich als Rennfahrer weiterzuentwickeln, an Konstanz zu gewinnen." Der Sieg des Rennfahrers mit einem Universitäts-Diplom in Marketing kam dennoch zum genau richtigen Zeitpunkt: Nuyens gehört zu den derzeit interessantesten Fahrern auf dem Transfermarkt, sein Vertrag bei Quick Step läuft aus. Der Belgier wird viel mit Cofidis in Verbindung gebracht. Auch im Hinblick auf die Tour de France, für die Nuyens noch keinen Startplatz sicher hat, kam der Sieg des Allrounders ("Ich bin weder Sprinter noch Kletterer") gerade recht. Quick Step entscheidet wie die meisten anderen Teams nach der Tour de Suisse über den Tourkader.
Die Tour de Suisse geht am Dienstag weiter mit der vierten Etappe, die nach 161,3 km in La Chaux-de-Fonds im Schweizer Jura endet. Auf den letzten 45km stehen zwei Berge der dritten Kategorie im Programm. Vielleicht gibt es den dritten Quick Step-Etappensieg, denn das Profil ist sicher etwas für Olympiasieger Paolo Bettini, der am letzten Berg am Montag eine Attacke versucht hatte. Oder greift Gerdemann, der sich auch noch Hoffnungen auf einen Tourstart macht, nach dem Gelben Trikot? Der Münsteraner belegt im Gesamtklassement jetzt den zweiten Platz 5 Sekunden hinter Nuyens.
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70.Tour de Suisse
Vicioso zeigt Trotzreaktion
LA-CHAUX-DE-FONDS, 13.06.06 (rsn) - Der Spanier Angel Vicioso (Würth) gewann am Dienstag in La-Chaux-de-Fonds in der Romandie die vierte Etappe der Tour de Suisse. Der 29-Jährige setzte sich nach 161,3 Kilometern im Sprint gegen seinen baskischen Mitausreißer David Herrero durch, mit dem er sich 6km vor Schluss abgesetzt hatte. Das Peloton, dessen Sprint um Platz drei der Italiener Daniele Bennati vor dem Spanier Oscar Freire gewann, erreichte das Ziel in der Uhrenstadt genau eine Sekunde nach den Ausreißern. Der Belgier Nick Nuyens (Quick Step) verteidigte sein Gelbes Trikot nach einer umkämpften Etappe, bei der auch ein gut aufgelegter Jan Ullrich Akzente setzte.
Bei der Etappe über die Berge des Westschweizer Jura zeigte sich Ullrich wie schon am Vortag sehr aktiv und der T-Mobile-Star fuhr mehrere Attacken. Bei dem nervösen Rennen gelang es keiner Gruppe, sich entscheidend abzusetzen. Auch ein Duo mit T-Mobile-Nachwuchshoffnung Linus Gerdemann und dem Spanier Angel Gomez Marchante, das es 26km vor Schluss probierte, wurde wieder gestellt. Der Däne Michael Rasmussen, der im letzten Jahr das Bergtrikot der Tour de France gewann, hatte maßgeblichen Anteil an der Nachführarbeit. Schließlich gelang es 6km vor dem Ziel dem Basken Herrero, sich leicht abzusetzen. Vicioso ging mit und setzte sich im Sprint durch.
Der 29 Jahre alte Angel Vicioso fährt seit 2003 im Team von Manolo Saiz, dessen Hauptsponsor Liberty kürzlich den Vertrag fristlos kündigte und das bei der Tour de Suisse unter dem Namen des deutschen Cosponsors Würth antritt. Bis 2002 war Vicioso bei der Kelme-Mannschaft gefahren. Beide Rennställe (Liberty-Würth und das Kelme-Nachfolgerteam Valencia) sind tief verstrickt in den jüngsten spanischen Dopingskandal um den früheren Kelme- und Liberty-Teamarzt Dr. Eufemanio Fuentes. Vicioso selbst ist nach spanischen Presseberichten einer der Fahrer, die zu den "Patienten" von Fuentes gehörten neben dem Kolumbianer Santiago Botero sowie den Spaniern Enrique Gutierrez (beide Phonak) und Oscar Sevilla (T-Mobile).
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So, ab morgen gehts dann wirklich in die Berge. Also einschalten Leute!!!
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70.Tour de Suisse
Morabito siegt nach Marathon-Flucht
LEUKERBAD, 14.06.06 (rsn) - Es gibt Radrennen, die haben zwei Sieger verdient. Ein solches war das der 229,2 km langen fünften Etappe der Tour de Suisse, das der 23 Jahre alte Schweizer Neuprofi Steve Morabito (Phonak) in Leukerbad vor seinem belgischen Mitausreißer Jürgen van Goolen (Discovery) gewann. Die beiden waren 183km an der Spitze des Rennens und retteten überraschend auch am 15km langen Schlussanstieg einen kleinen Vorsprung vor der Favoritengruppe, in der Jan Ullrich wieder einen guten Eindruck hinterließ. Das Gelbe Trikot ging an den spanischen Vortagessieger Angel Vicioso, der derzeit nicht nur auf dem Rennrad für Schlagzeilen sorgt.
"Beim Sprint hatte es Gegenwind. Ich habe einen frühen Antritt angetäuscht und und Van Goolen ging 300 Meter vor dem Ziel an die Spitze. Am Ende konnte ich an ihm vorbeiziehen", schilderte der glückliche Morabito seinen Sieg, der der erste Heimsieg bei dieser Tour de Suisse war. Während der Walliser jubelte, war Van Goolen traurig. Das Schicksal meint es derzeit nicht gut mit dem Belgier. Ende letzten Jahres Jahr verlor er seine Mutter. Zu Saisonbeginn stürzte er schwer und brach sich die Hüfte. Erst Mitte Mai bei der Katalonien-Rundfahrt konnte er wieder ins Renngeschehen eingreifen.
Morabito, der bereits beim GP Schwarzwald vor anderthalb Wochen ein starkes Rennen gefahren und Zweiter geworden war, feierte seinen ersten Profisieg. Phonak erlebte, dass es sich durchaus auch auszahlen kann, auf junge einheimische Fahrer zu setzen anstatt auf bekannte Spanier oder Kolumbianer mit zweifelhaftem Ruf. Bei seinem Heimspiel im Wallis setzte sich Morabito schon nach gut 40km in einer sechsköpfigen Spitzengruppe (mit Van Goolen, Usov, Carlström, Ralf Grabsch und Monfort) ab. Die Ausreißer kamen auf bis zu 15 Minuten Vorsprung. An der ersten Bergankunft kam die Favoritengruppe, in der T-Mobile mächtig wirbelte immer näher, doch Van Goolen und Morabito, die letzten Überlebenden der Gruppe, kämpften wacker und retteten einen Vorsprung von 15 Sekunden vor dem Verfolgerfeld, das Vicioso als Dritter über die Ziellinie führte. Der Würth-Profi übernahm damit die Führung im Gesamtklassement, die er aber ("Ich bin kein Kletterer") bei der Bergetappe am Donnerstag wieder zu verlieren droht. Die weitere Zukunft des 29-Jährigen, der in die Dopingaffäre um Fuentes verwickelt ist, sieht auch nicht so rosig aus. Vicioso wurde nicht im Tourkader seines Teams berücksichtigt (s.Meldung),
Viel strahlender stand dagegen der junge Morabito auf dem Podium. Der Youngster, der als Jugendlicher zunächst Tennis spielte, dann über den Mountainbike-Sport im zweiten Juniorjahr zum Straßenrennen fand, fährt seine erste Profisaison. "Am Anfang hatte ich große Probleme, mich an das Tempo in den Profirennen zu gewöhnen. Ich habe schon mein Training in Zweifel gezogen. Aber bei Lüttich-Bastogne lief es dann und nach der Katalonien-Rundfahrt vertraute mir mein Team und gab mir einen Startplatz für die Tour de Suisse", erzählte der lange Morabito (1,87m), der sicher noch viele Rennen, nicht aber so viele Bergankünfte gewinnen wird. "Ich bin noch in einer Lernphase, ich will mich in allen möglichen Rennen testen. Ich mag die Ardennen-Rennen und ich mag Rennen, die taktisch, im Kopf entschieden werden", so Morabito.
T-Mobile-Star Jan Ullrich machte derweil am 13km langen, nicht allzu steilen (4,8 %) Schlussanstieg in den 1376m hoch gelegenen Walliser Kurort Leukerbad einen guten Eindruck und ließ seine Mannschaftskollegen Tempo machen. Ullrich wurde am Ende Sechster vor Tour de Suisse-Mitfavoriten Frank Schleck vom CSC-Team. Starke Ullrich-Helfer waren am Mittwoch u.a. der Luxemburger Kim Kirchen, Linus Gerdemann und Patrik Sinkewitz sowie der Australier Michael Rogers, der letztes Jahr neben Ullrich auf dem Tour de Suisse-Podium stand. Andreas Klöden dagegen kam wie am Vortag im Grupetto (+ 17:42 Min.) ins Ziel. Der Tour de France-Zweite von 2004 ("Beim Ziehen am Lenker habe ich noch leichte Schmerzen") laboriert zweieinhalb Wochen vor dem Tourstart immer noch an den Folgen seiner Schulter-Operation. T-Mobile-Sportdirektor Rudy Pevenage ("Andreas hat keine Probleme") wischte aber Bedenken beiseite.
Am Donnerstag wird es ernst für die Kletterer und die Favoriten auf den Gesamtsieg der Tour de Suisse. Bei der sechsten Etappe die nach 212,2 km in La Punt im schönen Engadin endet, stehen zunächst Furka- und Oberalp-Pass im Profil, dann weniger als 10km vor Schluss mit dem Albula (2315 m) ein dritter ganz schwerer Anstieg.
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Tour de Suisse: Gil gewinnt 6.Etappe
Jan Ullrich weiter tadellos
LA PUNT, 15.06.06 (rsn) - Der Spanier Koldo Gil (Saunier Duval) übernahm am Donnerstag die Führung im Gesamtklassement der Tour de Suisse nach einem Solosieg bei der sechsten Etappe, bei der drei schwere Pässe zu bewältigen waren. Der 28-Jährige aus Pamplona, vor zwei Wochen Sieger der baskischen "Bicicleta", erreichte das Ziel in La Punt im Engadin mit gut einer halben Minute Vorsprung vor einem deutschen Duo mit Jörg Jaksche (Würth) und Jan Ullrich. Der T-Mobile-Star und seine Mannschaft lieferten erneut eine tadellose Leistung ab. Ullrich hat nun gute Chancen, zum zweiten Mal nach 2004 das Schweizer Traditionsrennen zu gewinnen.
"Das lief heute alles optimal und es war der richtige Tag, mal etwas auszuprobieren. Mein Team hat wie gestern wieder toll gearbeitet. Es war ein harter Tag für uns alle", meinte Ullrich, dessen stärkste Helfer Kim Kirchen und Linus Gerdemann waren. Bei T-Mobile war man jedoch bemüht, die Erwartungen zu dämpfen: "Das wird (beim abschließenden Zeitfahren) am Sonntag nicht so einfach. Das ist kein Selbstgänger, auch wenn die Ausgangslage für Jan günstig ist. Aber es kommen noch zwei schwere Bergetappen und Jaksche und Gil sind im Zeitfahren auch stark", sagte Teamsprecher Luc Eisenga.
Koldo Gil hatte am dritten und letzten Berg des Tages, am Albula, 14km vor dem Ziel attackiert, nachdem zuvor sein Landsmann und Teamkollege Angel Gomez Marchante versucht hatte, sich abzusetzen. Ullrich reagierte nicht, als Gil das Tempo verschärfte. Der Spanier fuhr schnell zum Australier Simon Gerrans (Ag2r) auf, dem letzten "Überlebenden" einer sechsköpfigen Ausreißergruppe (mit Rasmussen, Bellotti, Moos, Moreno und Albasini), die sich in der ersten Rennstunde formiert hatte. Michael Rasmussen, Gewinner des Bergtrikots der letzten Tour de France, war auf den ersten Kehren des Albula-Pass an die Spitze gegangen, doch der dänische Rabobank-Profi konnte diesen Rhythmus nicht halten und er wurde an dem sehr harten Anstieg auf die 2.315m hoch gelegene Passhöhe vom starken Gerrans überholt.
Der Spanier Angel Vicioso (Würth) musste das Gelbe Trikot nach einem Tag wieder abgeben, er beendete die 212,2km lange Königsetappe als Neunter in einer kleinen Gruppe mit etwas mehr als zwei Minuten Rückstand. In dieser Gruppe überquerte auch der Luxemburger Meister Frank Schleck (CSC), der von vielen als Mitfavorit gehandelt wurde, die Ziellinie.
Im Gesamtklassement hat Gil nun 34 Sekunden Vorsprung auf Jaksche. Mit 54 Sekunden Rückstand belegt Jan Ullrich den dritten Platz. "Um die Tour de Suisse zu gewinnen, bräcuhte ich vor dem abschließenden Zeitfahren mindestens anderthalb Minuten Vorsprung", gab sich der neue Träger des Gelben Trikots eher pessimistisch. Gil, bis letztes Jahr im Team des umstrittenen Manolo Saiz, hatte 2005 u.a. eine Etappe des Giro d'Italia gewonnen.
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Gute Leistung von Ullrich. Tour de Suisse Sieg 06 gut möglich und auch für die Tour siehts inzwischen schon wieder um einiges besser aus. Er wird vorne dabei sein!
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Tour de Suisse - 7.Etappe
Freire gewinnt längsten Sprint seines Lebens
ASCONA, 16.06.06 (rsn) - Der Spanier Oscar Freire (Rabobank) gewann am Freitag in Ascona die siebte Etappe der Tour de Suisse. Der sprintstarke dreifache Weltmeister gehörte zu einer Ausreißergruppe, die sich bereits früh formiert hatte. Fast 190km fuhr Freire an der Spitze des Rennens, ließ auf den letzten Kilometern seine letzten Mitausreißer hinter sich und rettete einen knappen Vorsprung vor dem Feld, in dem sein Landsmann Koldo Gil (Saunier Duval) das Rennen beendete und seine Gesamtführung verteidigte.
Freire hatte sich bei dem mit 233km längsten Teilstück der Schweizer Rundfahrt, bei dem zwei schwere Berge (Julier, Lukmanier) im Profil standen, nach rund 40km in einer Fluchtgruppe abgesetzt. Er gewann schließlich mit knappen drei Sekunden Vorsprung vor dem Feld. Im Sprint um Platz 2 setzte sich der Italiener Daniele Bennati vor Erik Zabel durch. 3500 Meter vor dem Ziel hatte Freire seine letzten Mitausreißer (White, Commesso, Rogers) überrascht, als er eine Kurve scharf nahm und über den Bordstein einer Verkehrsinel hüpfte.
"Ich bin es gewohnt, in Verkehrskreiseln den kürzesten Weg zu nehmen", lachte Freire nach seinem forschen Coup nach fast 188km Flucht. Mit seinen Ausreißerkollegen (Commesso, Rogers, White, Sprick, Herrero, Elmiger, B. Zberg) fuhr er über die Berge des Tages und die Gruppe holte bis zu neun Minuten Vorsprung. Nach dem Lukmanier-Pass, der weite 90km vor dem Ziel im Profil stand, wurde es aber noch einmal mächtig spannend. Im Feld machten die Teams der Sprinter (Steegmans, Boonen, Zabel) in der letzten Stunde Tempo. Doch Commesso und Rogers zeigten sich auf den letzten 10km vor Ascona noch bemerkenswert frisch und das gab der Gruppe die Chance durchzukommen. Am Ende ergriff Freire die Initiative und kam mit knappem Vorsprung ins Ziel, während seine Mitausreißer vom heranjagenden Feld gestellt wurden.
"In der Gruppe wollte doch keiner gegen mich sprinten, deshalb habe ich attackiert, bevor andere es tun", sagte Freire. Der dreifache Weltmeister (1999, 2001 und 2004) feierte seinen vierten Saisonsieg. Im vorigen Jahr hatte der 30-Jährige wie so oft in seiner Karriere an Verletzungen laboriert, wegen den er damals die Tour de France nicht bestreiten konnte. In zwei Wochen wird Freire nun zum dritten Mal bei der "Großen Schleife" antreten. "Das erste Mal war ich in guter Form (er gewann 2002 eine Etappe, die Red), das zweite Mal nicht. Ich hoffe, dass es jetzt wieder gut läuft. Einen Etappensieg oder das Grüne Trikot- beides wäre sehr schön. Danach ist die WM mein großes Saisonziel. Aber ich versteife mich auch nicht zu sehr darauf. Ich habe noch einige schöne Jahre vor mir", sagte Freire, dessen Vertrag bei Rabobank ausläuft. "Ich würde gerne bleiben, aber da ist noch nichts entschieden", so der Spanier.
Im Gesamtklassement verteidigte Koldo Gil ohne Probleme seine am Vortag eroberte Führung, wenngleich er am Ende vier Sekunden auf die zweit- bzw. drittplatzierten Jörg Jaksche und Jan Ullrich verlor, weil das Feld auf den vielen Kurven am Schluss zerriss. "Das Finale war sehr gefährlich. Das ist doch nicht normal, dass es fünf solche Kurven auf dem letzten Kilometer gibt", schimpfte der Träger des gelben Trikots. Favorit auf den Gesamtsieg sei aber ohnehin Jan Ullrich, meint der Spanier: "Bei einem Zeitfahren über 30km wie das am Sonntag ist er der Beste der Welt. Er ist noch nicht in Topform, aber er wird das sein bis zur Tour de France."
Zahlreiche Aufgaben gab es bei der Etappe zu verzeichnen. Der Italiener Paolo Bettini, der gerade am Donnerstagabend seinen Vertrag bei Quick Step verlängert hat (s.Meldung), gab ebenso auf wie der Däne Michael Rasmussen und der australische Sprinter Robbie McEwen. Mit Ausnahme des Ukrainers Mikhaylo Khalilov war die gesamte LPR-Mannschaft ausgestiegen oder gar nicht erst angetreten. Das Team leide an einer Lebensmittelvergiftung, hieß es.
Am Samstag folgt die 8.Etappe, bei der die Kletterer eine letzte Chance haben vor dem Zeitfahren am Sonntag, bei dem Ullrich, der 50 Sekunden hinter Gil und 30 hinter Jaksche liegt, kaum zu schlagen sein dürfte. Das achte und vorletzte Teilstück über 166km rund um Ambri führt über drei große Pässe, über Lukmanier (1914 m), Oberalp (2044 m) und den Sankt Gotthard (2106 m), von dessen Passhöhe es noch 29km ins Ziel sind.
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Tour de Suisse - 8.Etappe
Contador kalkuliert richtig - Spannung vor dem Finale
AMBRI, 17.06.06 (rsn) - Die Tour de Suisse hat in diesem Jahr eine starke spanische Note. Alberto Contador (Würth) holte am Samstag in Ambri bei der schweren 8.Etappe den vierten Etappensieg eines Iberers, während sein Landsmann Koldo Gil (Saunier Duval), der bis letztes Jahr auch bei dem spanischen Skandalteam von Manolo Saiz fuhr, das Gelbe Trikot verteidigte. Die Entscheidung über den Gesamtsieg der 70. Auflage der Schweizer Traditionsrundfahrt wird aber erst beim abschließenden Zeitfahren am Sonntag in Bern fallen, bei dem Jan Ullrich der große Favorit sein wird.
Contador, der für seinen bisher als "Liberty" firmierenden "Würth"-Rennstall den zweiten Etappensieg feierte, setzte die spanische Serie bei der Tour de Suisse fort. Der 23-jährige Madrilene, der auch bei der Tour de Romandie einen Solosieg holte und dort Gesamtzweiter war, krönte eine 33 Kilometer lange Alleinfahrt. 4km vor der Passhöhe des Sankt Gotthard, dem letzten von drei Bergen der 166km langen Hochgebirgsetappe, attackierte er. Contador, dessen Name auf spanisch "Buchhalter" bedeutet, kalkulierte wieder richtig. Er verteidigte in der Abfahrt seinen Vorsprung und beendete eine 33km lange Alleinflucht erfolgreich. Als erste Verfolger kamen der Baske David Herrero und der Australier Cadel Evans mit 34 Sekunden Rückstand ins Ziel. Drei Sekunden dahinter rollte die Favoritengruppe um Ullrich und Gesamtleader Gil über die Ziellinie.
Gil hatte am Gotthard-Pass eine Attacke versucht, um seinen Vorsprung im Gesamtklassement vor dem 30km-Zeitfahren am Sonntag auszubauen, doch der Franke Jörg Jaksche (Würth) und T-Mobile-Star Jan Ullrich, die in der Gesamtwertung mit 30 bzw. 50 Sekunden Rückstand die nächsten Plätze belegten, ließen sich nicht überraschen und blieben dran. Ullrichs stärkster Helfer war einmal mehr der junge Linus Gerdemann, der sich nachdrücklich für einen Platz im Tour de France-Team der Magentatruppe empfahl.
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ProTour-Teamzeitfahren in Eindhoven
Spektakel als Pflichtübung
EINDHOVEN, 16.06.06 (rsn) - Die zweite Auflage des ProTour- Teamzeitfahrens geht am Sonntag im südniederländischen Eindhoven über die Bühne. Das Spektakel dürfte wieder viele Zuschauer anziehen, auch wenn der sportliche Wert der Veranstaltung eher gering ist.
Letztes Jahr strömten 30.000 Zuschauer zur Premiere des ProTour-Teamzeitfahrens. Für die meisten Mannschaften aber war die Veranstaltung nur eine Pflichtübung, zu der sie eher unmotiviert anreisten. Und das wird am Sonntag genauso sein, denn anders als 2005, als man den kollektiven Kampf gegen die Uhr in Eindhoven immerhin noch als Vorbereitung für die Tour de France sehen konnte, fehlt bei der "Großen Schleife" in diesem Jahr diese Disziplin.
"Es stimmt, letztes Jahr haben wir das Rennen schon auch im Hinblick auf die Tour de France gesehen. Das wird dieses Jahr nicht so sein, aber einen möglichen ProTour-Sieg verschenkt man auch nicht", sagte Bjarne Riis, dessen CSC-Team letztes Jahr in Eindoven (mit Basso und Zabriskie) Dritter wurde und anschließend im Juli in Frankreich Zweiter hinter Discovery. T-Mobile war damals - Vorbereitung hin oder her - in Zweitbesetzung auf Platz 16 gerollt. Bei der Tour fuhren Ullrich und Co. um den Sieg mit. Gerolsteiner, der Sieger von Eindhoven, war dagegen bei der Tour nur Achter. Einen Zusammenhang zwischen dem Abschneiden beim Spektakel von Eindhoven und dem bei der Tour ist nicht zu erkennen. Dennoch wird das ProTour-Zeitfahren natürlich noch uninteressanter, wenn der Generalproben-Charakter ganz wegfällt. "Ich hoffe, dass es 2007 wieder ein Teamzeitfahren bei der Tour gibt, dass macht das Rennen in Eindhoven viel interessanter", meint sogar Frans Maassen, der Sportdirektor des "Heimteams" Rabobank.
Der deutsche Zeitfahrmeister Michael Rich, der auch am Sonntag wieder dabei ist, führte im vorigen Jahr überraschend seine Gerolsteiner-Mannschaft zum Sieg vor Phonak und CSC. Die drei Teams gehören neben Rabobank wieder zu den Favoriten. T-Mobile geht dagegen wieder mit der zweiten Garde (mit Pollack, Schreck, Ludewig) ins Rennen, die Spezialisten wie Ullrich, Rogers (Tour de Suisse) oder Honchar (Asturien) fahren andernorts. Das Ziel sei es, sich "achtbar aus der Affäre zu ziehen", sagte Frans van Looy zu den Chancen seines Teams auf dem absolut flachen, 51km langen Rouleur-Kurs.
In diesem Jahr starten achtköpfige Mannschaften in dem Rennen - gegenüber 5 Mann im letzten Jahr. "Auch mit 8 Fahrern wird das eine ganz schwere Sache. Alle müssen eine Stunde lang Vollgas fahren und das tut allen weh, die keine guten Beine haben", meint Maassen. Als erste der 22 Mannschaften startet um 11 Uhr am Sonntag Skil, das neben Unibet eine Wildcard-Einladung bekam. Gerolsteiner geht als letztes Team um 12:34 Uhr ins Rennen.
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(www.radsportnews.com)
Naja was soll man sagen, schade dass diesem Superevent von den meisten Profis sowenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Aber natürlich kann man sie auch gut verstehen, die Tour ist nunmal für die meisten wichtiger. Vielleicht wird in den nächsten Jahren ja auch noch eine Lösung gefunden, die auch das Teamzeitfahren in Eindhoven in eine bessere Position rückt.
mfg Robert |
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KrazyKraut
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Müde Roberto? Dann hau ich mal rein.
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Jan Ullrich gewinnt die Tour de Suisse
Der Sieger der Tour de Suisse 2006 heißt Jan Ullrich. Mit dem Triumph im abschließenden Zeitfahren über 30,7 Kilometer in Bern schob sich der deutsche Radstar noch vom dritten auf den ersten Platz nach vorne.
Der 32-Jährige, der so holprig in die Saison gestartet war, signalisierte deutliche Formsteigerung und verwies Koldo Gil (Spanien) in der Endabrechnung mit 24 Sekunden auf den zweiten Rang. Der Deutsche Jörg Jaksche wurde Dritter mit 1:03 Minuten zurück.
Ullrich holte sich nach seinem Sieg im Zeitfahren beim Giro d'Italia vor vier Wochen seinen zweiten Saisonerfolg und gewann den Kampf gegen die Uhr mit 23 Sekunden Vorsprung vor seinem früheren Team-Kollegen Cadel Evans (Australien). Gil verlor 1:14 Minuten - das reichte für Ullrich, dem ein Wolkenbruch die Aufholjagd im Finale schwer und riskant machte. Vor dem Start hatte Ullrich auf Platz drei 50 Sekunden hinter Gil gelegen.
"Ich war mir nicht sicher, ob ich heute gewinnen würde - im Radsport ist nichts sicher. Und mit dem Regen hatten wir nachher ziemlich schwere Bedingungen, man konnte teilweise sehr schlecht lenken", sagte der sichtlich glückliche Sieger nach dem Rennen.
2004 hatte Ullrich im letzten Zeitfahren dem einheimischen Fabian Jeker 42 Sekunden abgenommen und die Rundfahrt mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Schweizer gewonnen. Rang drei belegte Jörg Jaksche aus dem Skandalteam von Manolo Saiz. Der Ansbacher Radprofi und sein Kapitän Alexander Winokurow wissen wegen der laufenden Ermittlungen in der spanischen Doping-Affäre noch nicht, ob sie in der neuen Formation Astana-Würth zur Tour de France zugelassen werden.
Jan Ullrich hat seinen nicht störungsfreien Form-Aufbau für Tour mit einem unerwarteten Erfolg, der als deutliche Warnung an die Konkurrenz verstanden werden kann, fast abgeschlossen. "Ein kleines bisschen fehlt noch. Aber er hat ja in der ersten Tour-Woche auch noch Gelegenheit, sich weiter zu steigern", sagte T-Mobile-Teamchef Rudy Pevenage, der mit dieser positiven Entwicklung im April bei Ullrichs verspätetem Wettkampf-Einstieg wegen einer Knie-Reizung "nicht unbedingt" gerechnet hatte.
Quelle: www.tds.ch |
Großartig, einfach nur großartig. Es war ein Kampf um Sekunden, ein Kampf bei starken Wind und Regen und trotzdem hat Ullrich gebissen und alles für den endgültigen Sieg getan. Ich habe ihn selten so gesehen und traue ihm nun wirklich den Tour Sieg auch zu. Ullrich ist in einer unglaublichen Form, da wird es schwer für jeden anderen Fahrer an ihm vorbei zu kommen.
KayKay |
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Robert
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Danke KK! Hatte zwar natürlich das Zeitfahren aufmerksam mitverfolgt, dann aber irgendwie auf nen Bericht hier vergessen.
Aber du hast vollkommen Recht, eine sehr gute Leistung von Ullrich. Jedermann hatte von ihm im Vorhinein des Zeitfahrens den Tages und Gesamtsieg erwartet und er hat uns alle nicht enttäuscht. Sehr gute Leistung vom ersten Kilometer an. Toursieg ist auf jeden Fall drinnen, auch wenn ich persönlich immer noch mehr an Basso glaube.
Coldo Gil hatte sich allerdings bravourös gewehrt, eine hervorragende Leistung des eigentlichen Kletterspezialisten. Des Weiteren haben mich vor allem Cadel Evens, Vicioso, Linus Gerdemann und Brejkovic sehr gut überzeugt. Brejkovic ist für mich ja überraschend nicht im Tourkader Discoverys, aber Johann Bryneel wird sich dabei schon was gedacht haben. Linus hingegen hat nicht nur im heutigen Zeitfahren bestätigt, warum er im Tourkader der Magentatruppe auf keinen Fall fehlen darf.
mfg Robert |
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Robert
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ProTour-Teamzeitfahren in Eindhoven
Voigt und Co. mit Bestzeit - Riis sauer auf lahme Teams
EINDHOVEN, 18.06.06 (rsn) - Das dänische CSC-Team gewann am Samstag in Eindhoven das ProTour- Mannschaftszeitfahren. Auf dem 48,6 km langen Rouleur-Kurs war der Bjarne Riis- Rennstall mit der Zeit von 52:28 Minuten deutlich schneller als Discovery (53:10) und Gerolsteiner (53:23).
Die Bestzeit über die 48,6 Kilometer lange Flachstrecke fuhr mit 52:28 Minuten der CSC-Rennstall von Tour de France-Topfavorit Ivan Basso. Der Giro-Gewinner aus Italien, der vor der Tour nur noch die italienischen Meisterschaften (25.Juni) bestreitet, fehlte am Sonntag allerdings in Eindhoven. CSC wurde von Jens Voigt (Berlin) und den Amerikanern David Zabriskie und Bobby Julich angeführt. "Das ist wie ein Puzzle. Manche Teams bekommen die Teile besser zusammen als andere", meinte Jens Voigt, der unter der Woche bereits bei der "Ster Elektrotoer" mit einem Etappensieg seine gute Form bewiesen hatte.
T-Mobile um Olaf Pollack (54:37) fuhr in Zweitbesetzung und nur mit sieben anstatt acht Fahrern - Rang acht unter den 22 Teams war da respektabel, auch wenn einige Mannschaften kaum einen Hehl daraus machten, dass sie den Wettbewerb nur als Pflichtübung sehen, zumal da bei der Tour in diesem Jahr kein Teamzeitfahren im Programm steht.
CSC-Teammanager Barne Riis schimpfte am Samstag über die unmotivierte Fahrweise "einiger Teams", die mit dafür verantwortlich seien, dass das ProTour-Zeitfahren bisher wenig Bedeutung und noch weniger Medienpräsenz hat. "Alle haben doch gemeinsam über die ProTour entschieden. Aber dann muss man ein Rennen wie dieses auch ernst nehmen", sagte Riis.
Gerolsteiner um den deutschen Zeitfahrmeister Michael Rich, das im letzten Jahr bei dem Wettbewerb seinen ersten ProTour-Sieg überhaupt feierte, nahm das Rennen ernst und belegte diesmal Rang drei. Sportdirektor Christian Henn war mit dem Abschneiden seines Teams (Rich, Förster, Th.Fothen, Hiekmann, Hoj, Lang, Ordowski, Schumacher) aber mehr als zufrieden: "Super-Resultat", sagte er. "Wir hatten (gegenüber 2005) eine deutlich veränderte Mannschaft am Start und sind dennoch wieder vorne mitgefahren."
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(www.radsportnews.com)
Schade das das Rennen von den meisten Teams nicht so ernst genommen wird, einfach schade um ein solches Spektakel. Dennoch Gratulation an Voigt und Co, das CSC Team ist einfach das vollkommenste in der heutigen Radsportszene.
mfg Robert |
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