| Author |
Message |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
Wer dieses Gesicht hier kennt ist gut, ein ziemlicher Radsportinsider. Aber ob mans glaubt oder nicht, Dirk Müller wird ab jetzt für ein Jahr das prestigeträchtige Trikot des deutschen Straßenmeisters tragen.
| Quote: |
Deutsche Meisterschaften in Klingenthal
Alles Müller, oder was?
KLINGENTHAL, 25.06.06 (rsn) - Die deutsche Straßenmeisterschaft macht Außenseiter zu Gewinnern – zum zweiten Mal in Folge. Nach Gerald Cioleks Sensationscoup im vergangenen Jahr holte nun Dirk Müller das weiße Trikot mit dem schwarz-rot-goldenen Brustring – ein Ex-Profi, der heuer für den Amateurverein VC Frankfurt 1883 im Sattel sitzt und zuletzt nur bei Radrennen wie "Rund um Lüttringhausen" aufgefallen war. Ein Zufallssieg? Gewiss nicht. Müller war auf den 206,5 Kilometern mit Start und Ziel in Klingenthal der stärkste Akteur des Tages.
"Sicher, es ist eine Riesenüberraschung", sagte T-Mobile-Profi Linus Gerdemann nach der Vogtland-Hatz, "aber es war bekannt, dass Dirk zurzeit sehr gut in Form ist. Und auch wenn wir heute alle darunter zu leiden hatten: Warum sollte nicht einmal ein Underdog den Pro-Tour-Teams ein Schnippchen schlagen?" Hans-Michael Holczer machte es dagegen ganz sachlich. Frage: "Was sagen Sie zum Sieger Dirk Müller?" Antwort des sportlichen Leiters der Equipe Gerolsteiner: "Herzlichen Glückwunsch." Holczer sagte nicht mehr und nicht weniger – und das war vielleicht gut so. Andere waren weniger diplomatisch, auch wenn sie nicht unbedingt zitiert werden wollten.
Dirk Müller ist ein Mann mit Dopingvergangenheit. Einer der wenigen deutschen Radprofis, die klipp und klar des Gebrauchs von illegalen Schnellmachern überführt worden sind. Im Jahr 2000 war das, bei der Regio-Tour in Südbaden. Müller, damals Profi im eidgenössischen Post Swiss Team, wurde für ein halbes Jahr gesperrt. Danach wurde es ruhig um ihn. Er zog sich für mehr als vier Jahre aus dem Radsport zurück, fing erst 2005 wieder an, gewann in diesem Jahr zehn Amateurrennen und konzentrierte sich ganz auf das Meisterrennen. Dass er im Sachsen nun ein solches Glanzstück ablieferte, kommt vielen spanisch vor – oder ist es nur der Frust der Geschlagenen? "Erstmal den Dopingtest abwarten", murmelten jedenfalls gleich mehrere Radprofis. "Er ist vorbelastet", betonte ein anderer. Versteckte Vorwürfe, mit denen Müller ganz offensiv umgeht.
"Es ist nun einmal Fakt. Man kann nicht wegstreichen, dass da vor einigen Jahren etwas war. Wer das jetzt aufgreifen will, kann es tun. Aber für mich ist es Vergangenheit", so der neue deutsche Meister. Er habe eine "schwierige Zeit" gehabt, damals, als er des Dopings mit dem Schwangerschaftshormon HCG überführt wurde, "eine schwierige Zeit und persönliche Probleme". Er habe den Spaß am Radsport verloren, und der sei erst im vergangenen Jahr wieder gekommen.
Spaß machte das sonntägliche Rennen schon ganz zu Beginn: Bereits auf der ersten der sieben 29,5-Kilometer-Schleife schälte sich eine erste und ziemlich zähe Spitzengruppe herau: ein Septett mit Michael Rich (Gerolsteiner), René Obst und Daniel Musiol (beide Milram), Stephan Schreck (T-Mobile Team), Sebastian Hans (BDR-Nationalmannschaft), Tim Klinger (Wiesenhof-Akud) und Uwe Hardter (Lamonta). Eine erfolgreiche Start-Ziel-Flucht war natürlich ausgeschlossen, aber immerhin: Rich, Schreck & Co. präsentierten sich und Trikots beinahe drei Stunden lang an der Spitze des Rennens. Einer, der indes auch am Ende ganz vorne sein wollte, war Jens Voigt. Und so war seine Attacke zu Beginn der vierten von sieben 29,5-Kilometer-Schleifen schon einer ganz genaueren Betrachtung wert. Doch eine angemessene Reaktion der Konkurrenz – und besonders des Gerolsteiner-Teams – ließ auf sich warten, als Voigt zusammen mit Matthias Kessler (T-Mobile), Christian Knees (Team Milram) und Ex-Telekom-Profi Dirk Müller den Anschluss zu den Führenden schaffte. Vor dem Start hatte der stürmisch bejubelte Voigt noch über die Mannschaftsstärke seiner CSC-Equipe gewitzelt – schließlich hat der Mecklenburger in Christian Müller nur einen deutschen Teamgefährten: Zwei CSC-Pedaleure gegen die geballte Konkurrenz, die zum Beispiel im Falle Gerolsteiner gleich mit 13 Mann anrückte. "Selbst wenn wir für zwei fahren, sind wir erst zu viert", rechnete Voigt vor und kündigte ein großes Pokerspiel an. Nun ja, mit Pokern hatte seine frühe Attacke wenig zu tun – aber was wäre ein ambitionierter "Voigte", ohne sein Heil in der Flucht zu suchen? Eben. Es dauerte nicht lange, und das Trio Voigt/Kessler/Müller übernahm endgültige Initiative und Spitzenposition. Die ehemalige Ausreißergruppe zerbröselte jetzt ebenso in ihre Bestandteile wie das Hauptfeld.
Dass dies schon die Vorentscheidung war, war durchaus überraschend. Was sich aber abspielte, kann nur als Sensation bewertet werden. Es war nicht Voigt, der eine weitere Attacke drauflegte, und es war nicht Kessler. Stattdessen griff zu Beginn der Schlussrunde Dirk Müller an. Am schwierigen Aufstieg nach Mühlleiten, rund 25 Kilometer vor dem Ziel. Müller fuhr mit immenser Kraft, trat dickste Gänge. Müller fuhr mit hohem Risiko, quetschte sich auf den Abfahrten zwischen Sattel und Oberrohr. Und vor allem: Müller fuhr allen davon. "Er war ein Hausnummer stärker als ich", kommentierte Matthias Kessler hinterher. Und Jens Voigt sagte: "Ich war stark genug, um mit dem 'üblichen Verdächtigen' mitzuhalten. Mit Matze Kessler, Patrik Sinkewitz, Fabian Wegmann, Linus Gerdemann. Aber gegen Dirk hatte ich heute keine Chance. Gar keine." Kessler nahm Voigt zum Schluss noch ein paar Sekunden ab und kurbelte so auf den Bronzeplatz; also musste Voigt letztlich mit Bronze Vorlieb nehmen, wie schon beim Zeitfahren am Freitag. Zwei gestandene Tour-de-France-Profis und die gesamte deutsche Elite wurden also von einem Mann geschlagen, der in diesem Jahr zum Beispiel die Amateurrennen in Remscheid-Lüttringhausen und Einhausen gewonnen hat. Sicher, mit seinen 32 Jahren ist Müller ein routinierter Rennfahrer, und durch seine Jahre im Team Telekom, bei Mapei und im Post Swiss Team hat er reichlich Profierfahrung. Aber dennoch ist sein Sieg eine echte Radsportsensation.
Spät, zu spät setzte sich der Freiburger Gerolsteiner-Profi Fabian Wegmann in Szene. Zuerst hetzte er den Führenden zusammen mit Paul Martens (Skil-Shimano), Robert Retschke (Wiesenhof-Akud) und Björn Schröder (Milram) hinterher, dann mit T-Mobile-Ass Linus Gerdemann – vergebens. Wegmann wurde letztlich Vierter und gestand offen ein: "Ich bin enttäuscht." Er habe Voigts entscheidende Attacke "schlichtweg verpennt" – eine Analyse, die Gerolsteiner-Chef Holczer auf sein gesamtes Team übertrug. "Wir haben den entscheidenden Angriff verschlafen und haben es zudem verpasst, das Loch rasch wieder zu schließen. Einige unserer Rennfahrer waren heute von ihrer Normalform entfernt." Fabian Wegmann und Ronny Scholz nahm Holczer von dieser Kritik ausdrücklich aus – und natürlich auch jene Gerolsteiner, die ihren Job in der Startphase gemacht haben, so wie Michael Rich und Sebastian Lang. "Natürlich können wir mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein", bilanzierte Holczer. Dabei hatte vor dem Rennen so viel Optimismus im Gerolsteiner-Lager geherrscht: "Die Chancen stehen so gut wie nie", hatte sich "Frösi" Förster schon vor dem Rennen zuversichtlich gezeigt und damit freilich nicht auf seine eigene Person angespielt, sondern auf seine Mannschaft. Doch vielleicht war es gerade die Favoritenstellung, die Gerolsteiner nicht bekam.
Dirk Müller freute sich derweil still und bescheiden über seinen Coup: "Ich hatte gehofft, dass ich unter die ersten zehn komme – mehr nicht." Nun hofft er auf eine zweite Profikarriere. Mit seinen 32 Jahren und seinem beeindruckenden Punch am Berg ist da noch vieles drin. (kh)
|
(www.radsportnews.com)
Ich war begeistert, angesichts der Leistung die er bot. So einen Gang über so lange Zeit so rund zu treten, dass hätte wohl an seiner Stelle keiner geschafft. Verdienter Sieger. Glückwunsch!
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Maestro
Produzent
Gender:
Joined: 01 Jan 2003
Posts: 21975
Location: GOG
|
Gerade kam die Eilmeldung auf N24 das Ullrich und Sevilla bis auf weiteres suspendiert sind!
MfG
Maestro |
_________________
"Being President is easy: You just point the army and shoot." - Homer J. Simpson
webmaster of
-> www.jmazone.de
-> www.darkangel-fan.com |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Maestro wrote: |
Gerade kam die Eilmeldung auf N24 das Ullrich und Sevilla bis auf weiteres suspendiert sind!
MfG
Maestro |
Das ist korrekt! Und das ist wohl nur die Spitze des Eisbergs. Folgende Fahrer werden (großteils) wohl auch von der Tour ausgeschlossen werden: (Scheiß geht leider aus irgendeinem Grund atm nicht reinzukopieren)
Deshalb Kurzfassung: 15-20 Fahrer, die berühmtesten: Beloki, Jaksche, Basso, Heras, Perez, Gonzales Galdeano.
Ich sag nur scheiß Hexenjagd, die macht bloß den Sport kaputt! Keiner der verdächtigten Fahrer sind positiv getestet worden, das ist einfach Mist!!!!!
Tour ohne Ulle und wohl auch Basso, was soll das??????
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Maestro
Produzent
Gender:
Joined: 01 Jan 2003
Posts: 21975
Location: GOG
|
| Quote: |
Dopingskandal erwischt Ullrich
Toursperre für alle Verdächtigen
Bei der am Samstag in Straßburg beginnenden Tour de France wird kein Radprofi starten, der auf der Liste der Verdächtigen in der spanischen Dopingaffäre steht. Dies erklärten die 21 Teammanager am Freitagmittag nach einer gemeinsamen Sitzung. Gleichzeitig gaben sie bekannt, dass keine Ersatzfahrer benannt werden.
Damit wird das Team T-Mobile nur mit sieben Fahrern an den Start gehen, nachdem die Mannschaftsleitung am Morgen Jan Ullrich und Oscar Sevilla wegen ihrer möglichen Verstrickungen in den Skandal suspendiert hatte.
Neben Jan Ullrich, dem Gewinner von 1997, fehlen bei der Frankreich-Rundfahrt damit weitere Sieganwärter wie der Italiener Ivan Basso vom dänischen CSC-Team von Bjarne Riis und der Spanier Francisco Manchebo vom Team AG2R.
Tour ohne Ullrich
Bereits am Freitagmorgen hatten die Teamsprecher Christian Frommert und Luuc Eisenga auf einer Pressekonferenz in Plobsheim bei Straßburg die Suspendierung Ullrichs und Sevillas bekannt gegeben. Auch Betreuer Rudy Pevenage ist von der Suspendierung betroffen.
"Auf Grund von Unterlagen, die wir von der Tour-Direktion erhalten haben, halten wir es für unmöglich, vorläufig mit diesen Dreien weiterzuarbeiten", hieß es zur Begründung. Ullrich und Sevilla befanden sich mit den anderen Teammitgliedern im Mannschaftsbus auf dem Weg zu der Pressekonferenz, wo eigentlich das Team vorgestellt werden sollte. Unterwegs wurden sie von den Suspendierungen informiert. Derzeit soll sich Ullrich im Teamhotel in Blasheim aufhalten.
"Die echte Beweislage liegt erst jetzt auf dem Tisch", sagte Teamsprecher Stefan Wagner bei n-tv: "Wir haben eine ganz klare Linie, was das angeht. Wir haben gesagt, sobald es klare Hinweise gibt, die begründete Zweifel darstellen an den Unschuldsbeteuerungen von beiden Fahrern und Rudi Pevenage, werden wir reagieren und zwar mit aller Konsequenz. Das ist jetzt der Fall und deswegen ist klar, dass wir diese Linie auch durchsetzen."
"Die Entscheidung wurde vom Sponsor und der Teamleitung um Olaf Ludwig gemeinsam getroffen. Aufgrund der Dokumente der spanischen Justiz kamen uns begründete Zweifel an der Wahrheit der Aussagen von Ullrich oder Sevilla", ergänzte Eisenga. Die beiden Fahrer waren vom Team mehrfach befragt worden und hatten stets ihre Unschuld beteuert.
Bei der Tour will das T-Mobile-Team trotzdem starten. Für Ullrich und Sevilla sollen der Italiener Lorenzo Bernucci und Stephan Schreck nachnominiert werden. "Natürlich haben alle Beteiligten die Chance, ihre Unschuld zu beweisen. Im Fall Ullrich wäre ein DNA-Test eine theoretische Möglichkeit", erklärte Eisenga.
--> Doping-Liste veröffentlicht
(n-tv.de) |
Fährt überhaupt noch jemand mit?
MfG
Maestro
PS: Weiß jetzt nicht wo die Diskussion besser aufgehoben ist, hier oder im TdF Thread. |
_________________
"Being President is easy: You just point the army and shoot." - Homer J. Simpson
webmaster of
-> www.jmazone.de
-> www.darkangel-fan.com |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Maestro wrote: |
PS: Weiß jetzt nicht wo die Diskussion besser aufgehoben ist, hier oder im TdF Thread. |
Hier ist besser Boss, weil die Sache ja wohl nicht nur die Tour 06 betrifft sondern vielleicht ganze Radsportkarieren.
Basso, Ullrich, Mancebo, drei der Größten der Tour draußen. Im Fall von Ulle vielleicht für immer. Ich kann mich nur wiederholen: Hexenjagd!!!
Gut möglich das die drei gedopt waren/sind, sehr gut möglich sogar. Aber ich sag euch eins, es gibt keine 10 Fahrer im Peleton die nicht auf irgendeine Weise illegal gedopt sind. Nur meine Meinung dazu: Solang man's nicht direkt nachweisen kann, also der Fahrer direkt bei einer Dopingkontrolle positiv getestet wird, hat man so eine Entscheidung (Ausschluss) nicht zu treffen.
Denn ich kann mir kaum vorstellen, dass es einen Hieb und Stichfesten Beweis gibt, dass sämtliche genannte/ausgeschlossene Athleten wirklich sich des Dopings schuldig gemacht haben. Denn wie will man das ohne positiven Test beweisen!?!? Ein Beutel mit der Aufschrift 'Jan' ist wohl kaum ausreichend dafür
mfg Robert
PS: Laut radsportnews.com hat Mancebo (30 Jahre) bereits die Konsequenzen gezogen und sein Rad an den Nagel gehängt. |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Jessica with Love
Darsteller
Gender:
Age: 39
Joined: 12 Feb 2006
Posts: 513
Location: Aachen
|
| Robert wrote: |
| Maestro wrote: |
PS: Weiß jetzt nicht wo die Diskussion besser aufgehoben ist, hier oder im TdF Thread. |
Hier ist besser Boss, weil die Sache ja wohl nicht nur die Tour 06 betrifft sondern vielleicht ganze Radsportkarieren.
Basso, Ullrich, Mancebo, drei der Größten der Tour draußen. Im Fall von Ulle vielleicht für immer. Ich kann mich nur wiederholen: Hexenjagd!!!
Gut möglich das die drei gedopt waren/sind, sehr gut möglich sogar. Aber ich sag euch eins, es gibt keine 10 Fahrer im Peleton die nicht auf irgendeine Weise illegal gedopt sind. Nur meine Meinung dazu: Solang man's nicht direkt nachweisen kann, also der Fahrer direkt bei einer Dopingkontrolle positiv getestet wird, hat man so eine Entscheidung (Ausschluss) nicht zu treffen.
Denn ich kann mir kaum vorstellen, dass es einen Hieb und Stichfesten Beweis gibt, dass sämtliche genannte/ausgeschlossene Athleten wirklich sich des Dopings schuldig gemacht haben. Denn wie will man das ohne positiven Test beweisen!?!? Ein Beutel mit der Aufschrift 'Jan' ist wohl kaum ausreichend dafür
mfg Robert |
Ja seh ich genau so lachhaft  |
_________________
Als Gott Jessica Alba erschuf, wollte Gott angeben!!!
|
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
Nach neuesten Berichten hat sich nun das gesamte krisengeschüttelte Würth Team (5 Fahrer waren ja bereits ausgeschlossen) freiwillig aus der Tour zurückgezogen. Damit ist jetzt wohl auch Vinokourov endgültig aus dem Titelrennen.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
KrazyKraut
Kameramann
Gender:
Joined: 10 Apr 2003
Posts: 487
Location: Braunschweig / Niedersachsen
|
Gestern als ich Ulle im Interview sah, mit versteinerten Gesicht, tief erschüttert, da tat das Gesehene, mir persönlich, so unheimlich weh. Den Radsport ohne Jan kann ich mir nicht vorstellen. Es ist einfach nur grausam, verdammt grausam was dort mit ihm betrieben wurde.
K.K. |
_________________
Meine Straße, mein Dorf, meine Dekadenz, yo!
Es gibt Nutoka & Nutella, öffentliche Schulen & private. Dinge zerfallen in teuer und billig.
Dein Ding, du entscheidest den Style deines Untergangs! |
|
    |
 |
Saahm23
Darsteller
Gender:
Joined: 22 Jun 2005
Posts: 828
Location: Hamburg
|
|
     |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Saahm23 wrote: |
| Also Ulrich ohne es bisher bewiesen zu haben zu suspendieren find ich ne frechheit.Kanns mir bei ihm eh nich vorstellen |
Das genau war ja nicht das Problem. Der Tourausschluss war ungerechtfertigt, allerdings die Suspendierung (wodurch er natürlich sowieso nicht an der Tour teilnehmen kann) gerechtfertig. Er hat öffentlich beteuert absolut nichts mit Dopingarzt Fuentes zu tun zu haben, aber der Kontakt wurde ihm nachgewiesen. Damit konnte sein Team gar nicht mehr anders da strikter Dopingverdacht aufgrund einer definitiven Lüge besteht.
Dennoch schade für die Tour, die trotzdem bislang (oder vielleicht gerade deswegen) sehr interessant verläuft.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Maestro
Produzent
Gender:
Joined: 01 Jan 2003
Posts: 21975
Location: GOG
|
| Quote: |
Täglich gedopt?
Neue Beweise gegen Ullrich
Im Fall Jan Ullrich ist offenbar neues belastendes Material aufgetaucht. Das geht aus Informationen hervor, die der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) vorliegen. Demnach lasse ein von den Fahndern im spanischen Doping-Skandal sichergestelltes Dokument die Schlussfolgerung zu, dass Ullrich in der ersten Woche der letztjährigen Frankreich-Rundfahrt täglich verbotene Substanzen verabreicht bekommen habe.
T-Mobile, das seinen Mannschaftskapitän nach den ersten vorliegenden Dokumenten der Guardia Civil bereits am Tag vor dem Start der laufenden Tour suspendiert hatte, wusste von diesen Informationen zunächst noch nichts. "Das steht nicht in dem Bericht, der uns vorliegt", sagte T-Mobile-Sprecher Christian Frommert: "Aber aufgrund unserer bisherigen Erkenntnisse muss man davon ausgehen, dass die Vorwürfe, die sich auf dieses Jahr beziehen, nicht alles sind."
Bei den Ermittlungen gegen den hauptverdächtigen Mediziner Eufemiano Fuentes sei nach Informationen der SZ ein "Roadbook" für den Juli 2005 aufgetaucht, in dem dokumentiert werde, dass Fuentes für einen Jan "für sechs Tage eine changierende Medikation aus Hormonen, Insulin, Kortekoiden, Testosteron und auch einer präparierten Bluteinheit vorgesehen" habe. Den einzelnen Tagen sind dabei exakte Beschreibungen der Mittel zugeordnet.
Andere Unterlagen hatten Ullrich aufgrund von abgehörten Telefongesprächen zwischen seinem belgischen Vertrauten Rudy Pevenage und Fuentes vom Mai 2005 stark belastet. Demnach wurde der Toursieger von 1997 anhand eines entschlüsselten Codenamens mit der Bestellung einer Eigenblut-Transfusion in Verbindung gebracht. Am Tag des Telefonats hatte Ullrich das Zeitfahren beim Giro d'Italia gewonnen.
(n-tv.de) |
Also anfangs habe ich ja noch gehofft das nichts dran ist, aber die Schlinge scheint sich immer enger zu ziehen. Ich schaue auch dieses Jahr schon keine TdF mehr, da ich nicht glaube das dort noch ungedopte Leute am Start sind.
Der spanische Arzt meinte in einem Interview, das noch so einige bei der Tour mit dabei sind mit denen er zusammengearbeitet habe.
MfG
Maestro |
_________________
"Being President is easy: You just point the army and shoot." - Homer J. Simpson
webmaster of
-> www.jmazone.de
-> www.darkangel-fan.com |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Maestro wrote: |
Also anfangs habe ich ja noch gehofft das nichts dran ist, aber die Schlinge scheint sich immer enger zu ziehen. Ich schaue auch dieses Jahr schon keine TdF mehr, da ich nicht glaube das dort noch ungedopte Leute am Start sind.
|
Davon ist auszugehen. Allerdings da sämtliche Teams und Fahrer Zugang zu einer ähnlich guten 'Betreuung' haben, kann man auch davon ausgehen dass die Tour und ähnliche Veranstaltungen nicht durch einen Dopingwettbewerb entschieden werden.
Allerdings wenn Ullrich wirklich nicht nur Eigenblutdoping nachgewiesen werden kann, sondern auch Testosteron etc dann haben die Radsport-Dopingkontrollen wirklich versagt, denn Testo galt bisher als problemlos nachweißbar bei Urinkontrollen. Gerade deshalb würde ich dieser Anschuldigung (Testosterondoping) keine besondere Bedeutung zumessen.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Discovery will Basso
GAP, 17.07.06 (rsn) - Der amerikanische Discovery-Rennstall ist laut der französischen Sportzeitung L'Equipe an der Verpflichtung des von CSC vor der Tour suspendierten Italieners Ivan Basso interessiert. Der Girosieger hat sein Training inzwischen wieder aufgenommen und erklärte, an der Vuelta ab 26. August teilnehmen zu wollen.
|
(www.radsportnews.com)
Sollte diese Nachricht wirklich zutreffen (was bei der L'Equipe nicht immer sooo sicher ist) ist sich Ivan sowie das Discovery Team ziemlich sicher die Dopingvorwürfe gegen den italienischen Superstar abweisen zu können. Meines Wissenstandes wäre eine vollständige Entlastung nur durch einen DNS Test möglich, bleibt abzuwarten ob Basso dem zustimmt.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
"Akzeptiere ich nicht"
T-Mobile feuert Ullrich
MÂCON, 21.07.06 (rsn) - T-Mobile hat am Don- nerstag die «außer- ordentliche Kündigung des Fahrervertrags» mit Jan Ullrich erklärt. Wie der des Dopings ver- dächtigte frühere Tour-de-France-Sieger in einer Fax- Erklärung mitteilte, werde er die Kündigung nicht akzeptieren.
Neben Ullrich wurde auch sein spanischer Teamkollege Oscar Sevilla fristlos entlassen. Der Belgier Rudy Pevenage war bereits vor Wochen als Sportdirektor gefeuert worden wegen seiner Verstrickung in die Fuentes-Dopingaffäre. "Da Jan Ullrich und Oscar Sevilla keinen Beweis ihrer Unschuld angetreten haben, war die Kündigung der notwendige und folgerichtige Schritt nach ihrer Suspendierung", wurde Teammanager Olaf Ludwig in einer T-Mobile-Pressemitteilung zitiert. "Wir sind alle sehr enttäuscht, dass es zu diesem Schritt kommen musste. Die uns vorliegenden Erkenntnisse lassen allerdings keine andere Entscheidung zu", sagt Christian Frommert, Leiter der Abteilung "Sportkommunikation" des Mobilfunkkonzerns. Auch die vereinbarte Zusammenarbeit mit Ullrich nach seiner Karriere, sei hinfällig, hieß es. Das Jahresgehalt des 32-jährigen Wahl-Schweizers aus Rostock wird auf 2,5 Millionen Euro geschätzt.
"Wir konnten ja nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag warten. Jan Ullrich hatte uns zugesagt, seine Unschuld zu beweisen. Das ist bisher nicht geschehen. Deshalb mussten wir ihm kündigen, wir mussten Fristen einhalten", begründete Frommert die Kündigung, die nicht überraschend kam.
„Wir respektieren Jan Ullrichs Auffassung, in einem Rechtsstaat gelte nicht nur für ihn, sondern für jeden anderen Menschen auch die Unschuldsvermutung, bis das Gegenteil bewiesen wurde“, sagt Frommert. „Aber der Sport, insbesondere der Radsport hat sich eigenen ethischen und moralischen Regeln verpflichtet, die auch in den Verträgen der Fahrer dokumentiert sind.“ Ein aktives Mitarbeiten an einem Beweis der Unschuld habe man „aus diesem Grund für angebracht gehalten“, ergänzte Olaf Ludwig.
Jan Ullrich will sich gegen die von seinem Team T- Mobile ausgesprochene «außerordentliche Kündigung des Fahrervertrags» notfalls auch juristisch zur Wehr setzen. Wie der des Dopings verdächtigte Tour-de-France-Sieger von 1997 in einer Erklärung am Freitag mitteilte, werde er die Kündigung nicht akzeptieren. «Die Kündigung von T-Mobile ist für mich nicht akzeptabel. Sehr enttäuscht bin ich darüber, dass mir diese Entscheidung nicht persönlich, sondern von den T-Mobile- Anwälten nur per Fax mitgeteilt wurde.»
Auf Ullrichs Internetseite heißt es weiter: «Ich finde es beschämend, dass ich nach so vielen Jahren guter Zusammenarbeit und nach allem, was ich für das Team getan habe, wie eine Faxnummer behandelt werde.» Am 30. Juni, einen Tag vor dem Prolog der Tour, waren Ullrich, sein Teamkollege Oscar Sevilla und sein Betreuer Rudy Pevenage vom T-Mobile-Team suspendiert worden. Ullrichs Traum vom zweiten Tour-Triumph war damit geplatzt.
«Die Kündigung ist unbegründet», sagte am Freitag auch Ullrichs Manager Wolfgang Strohband: «Sofern das für die nächste Woche geplante Gespräch keine Einigung bringt, wird Jan Ullrich die Kündigung gerichtlich anfechten.» Vertreten wird Ullrich von Rechtsanwalt Dr. Ulrich Theune. Der meinte: «Die Kündigung wird keinen Bestand haben.»
Spanische Ermittlungsbehörden hatten Ende Mai ein Dopingnetzwerk in Madrid ausgehoben, in dessen Mittelpunkt der Mediziner Eufemiano Fuentes steht. Hinweise, die bei Hausdurchsuchungen sowie abgehörten Telefonaten und SMS gefunden wurden und die auf eine Verwicklung im Dopingskandal deuteten, belasten unter anderen auch Jan Ullrich, Oscar Sevilla sowie Rudy Pevenage schwer.
Ullrich, Amateur-Weltmeister von 1993, begann 1995 bei Team Telekom seine Profikarriere unterbrach das Engagement nur 2003 für ein Jahr, als er erst für Coast und dann für das italienische Team Bianchi fuhr. Zunächst mit dem Team Telekom und dann mit T-Mobile feierte Ullrich seine größten sportlichen Erfolge. Neben dem Tour-Sieg 1997 fuhr Ullrich fünf Mal auf den zweiten Platz der Frankreich-Rundfahrt, gewann die Vuelta de Espana, zwei Mal die Tour de Suisse und holte bei den Olympischen Spielen in Sydney Gold im Straßenrennen und Silber im Zeitfahren.
|
(www.radsportnews.com)
Es war ja früher oder später abzusehen gewesen.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Erstes Interview seit dem Skandal
Ullrich will seine Karriere fortsetzen
ZÜRICH, 25.07.06 (rsn) - Jan Ullrich hat sich erstmals seit seiner Dopingsuspendierung zum Beginn der Tour de France zu Wort gemeldet. In einem Interview mit der Schweizer Boulevard-Zeitung Blick stritt der bei T-Mobile entlassene gefallene Radstar erneut alle Dopingvorwürfe ab.
"Natürlich nicht", sagt Ullrich auf die Frage, ob er jemals gedopt habe. "Ich habe niemals in meiner ganzen Karriere einen anderen Rennfahrer betrogen", sagt Ullrich in dem Blick-Interview, das just an dem Tag erscheint, an dem in Düsseldorf (Schlichtungs?)Gespräche zwischen Ullrich-Anwälten und T-Mobile- Vertretern stattfinden. Eine Dopingsperre erwartet Ullrich nicht, da es dafür "schlicht keinen Grund" gebe. Seine Unschuld habe er bereits damit bewiesen, dass er in "elf unangemeldeten Trainingskontrollen und zusätzlich (in den) Wettkampfkontrollen" immer negativ gewesen sei. "Aber das schreibt ja keine Zeitung", so Ullrich.
Einen Versuch, die vielen belastenden Indizien, die gegen ihn vorliegen und wegen denen er von T-Mobile fristlos gekündigt wurde, zu erklären, macht Ullrich nicht. Neues zu seiner Verteidigung sagt er nicht. Blick fragt Ullrich: Kennen Sie den spanischen Dopingarzt Fuentes? Antwort: "Dazu habe ich mich schon geäußert." Warum macht er keinen DNA-Test? Antwort: "Ich bin ja nicht einmal angeklagt. Es beruht doch alles auf Medienmeldungen und Spekulationen." Allerdings hatte spanische Justiz einen offiziellen Bericht an die Tour de France-Organisatoren geschickt, in dem Ullrich schwer belastet wird. Dieser, nicht "Medienmeldungen", hatte zu der Suspendierung von Ullrich und Basso geführt.
"(Ich) versuche ein guter Mensch zu sein. Ich will in den Himmel und nicht in die Hölle kommen". Jan Ullrich im Blick
Ullrich fühlt sich mit seiner T-Mobile-Mannschaft noch eng verbunden ("Wir haben drei Etappensiege herausgefahren"), greift aber die Führung des Teams an, weil diese ihn sofort habe fallen lassen, anstatt abzuwarten, "was die Dopingbeschuldigung ergibt". Er habe mehr Rückendeckung erwartet "wie Bjarne Riis es bei Basso macht". Es sei doch nicht an ihm, seine Unschuld zu beweisen, sagt Ullrich. Es sei "menschenunwürdig", einen Gentest machen zu müssen: "Ich bin doch kein Mörder."
"Es ist eine Frechheit, wie die deutschen Medien mit mir umgehen", sagt Ullrich der Schweizer Boulevard-Zeitung und nimmt speziell die Bild-Zeitung aufs Korn, die ihm vor Jahren das "Trikot der Herzen" überreicht habe und ihn nun "als Deutschlands größten Verlierer" hinstelle. "Jan Ullrich wird nicht aufgeben", sagt der Wahl-Schweizer aus Rostock über sich selbst und macht schon Pläne für ein Comeback. Als Discovery-Kapitän vielleicht? "Mal schauen." Er brauche "für einen ganz großen Sieg (...) ein professionelles Team". Geld spiele keine Rolle, sagt der Radstar, dessen Anwälte just am Dienstag über viel Geld verhandeln.
In Düsseldorf war ein Gespräch zwischen dem Ullrich- Anwalt und der Gegenpartei, der Olaf Ludwig GmbH als seinem Arbeitgeber, über eine eventuell noch mögliche Schlichtung im drohenden Rechtsstreit angesetzt. Der 32-jährige Ex-T-Mobile-Kapitän will gegen die Kündigung klagen. Ullrich stünden bis zu seinem Vertragsende am 31. Dezember 2006 theoretisch noch rund eine Million Euro Gehalt von T-Mobile zu. Außerdem hat er seit Vertragabschluss am 1. Januar 2004 eine Vereinbarung in der Tasche, dass er nach Ende seiner Karreie im Unternehmen weiter beschäftigt wird - damals war die Rede von einer zehnjährigen Laufzeit bis 2014.
|
(www.radsportnews.com)
Also in einem Punkt stimme ich Jan vollkommen zu: Zu einer echten Dopingsperre kann es nur dann kommen, wenn er des Dopings zweifelsfrei überführt wird. Und ob das lediglich aufgrund dieser Daten möglich ist bezweifle ich im Moment noch etwas.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Transfermarkt
Leipheimer wechselt zu Discovery
BERLIN, 25.07.06 (rsn) - Der Amerikaner Levi Leipheimer wird am Saisonende das Gerolsteiner-Team verlassen und zum US-Team Discovery wechseln, wie RADSPORT-NEWS.COM am Dienstag aus dem deutschen ProTour-Team erfuhr.
Leipheimer, der bei der Tour de France vor allem im ersten Zeitfahren enttäuschte und am Ende auf den 13.Gesamtrang fuhr, wird beim Discovery-Team einer der Kapitäne. Die ehemaligen Teamkollegen von Lance Armstrong spielten bei der Tour keine Hauptrolle und können Verstärkung gebrauchen. Leipheimer war bereits 2000 und 2001 bei dem Team (damals "US Postal") gefahren, gehörte aber nie zur Armstrong-Tourtruppe. 2001 wurde Leipheimer überraschend Dritter der Spanien-Rundfahrt, wechselte dann zu Rabobank. Seit 2005 fuhr der 32-Jährige beim Gerolsteiner-Team, für das er u.a. Deutschland-Rundfahrt 2005 und die letzte Dauphine-Rundfahrt gewann.
Als Neuzugänge stehen bei Gerolsteiner nach Informationen von RADSPORT-NEWS.COM bisher zwei Nachwuchsfahrer von Wiesenhof-Akud fest. Tim Klinger, der Sechste der Sachsen-Rundfahrt, und Carlo Westphal, der U23-WM-Vierte von 2005, wechseln zur Mineralwassertruppe.
Gerolsteiner hat auch dem jungen Gerald Ciolek, Deutscher Sensations-Meister von 2005 und dieses Jahr Zweiter am "Henninger Turm" ein Angebot gemacht. Doch auch T-Mobile will den schnellen Rheinländer und lockt dem Vernehmen nach mit einem Angebot, das Ciolek kaum ablehnen können wird.
|
(www.radsportnews.com)
Ich hab so irgendwie das Gefühl, dass Johann Bryneel zu Leipheimer sagen wird, dass er nächstes Jahr nur bei genau einem Rennen in Topform sein soll und muss. Die Tour!!!
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Deutschland-Tour - Prolog
Gusev gewinnt stürmischen Auftakt
DÜSSELDORF, 31.07.06 (rsn) - So stürmisch, wie die Zeiten im Radsport, so war am Dienstag auch das Wetter in Düsseldorf, wo die Deutschland-Tour mit einem 5500 Meter langen Prologzeitfahren begann. Wechselnde Windböen und heftige Regenschauer ließen das Rennen zur Lotterie werden. Neben schnellen Beinen hatte der Russe Vladimir Gusev (Discovery) auch Glück mit dem Wetter und der 24-Jährige verwies die deutsche Rundfahrthoffnung Linus Gerdemann (T-Mobile) mit elf Hundertstel Sekunden Vorsprung auf Platz 2. Dritter war der deutsche Zeitfahrmeister Sebastian Lang (Gerolsteiner).
Der knapp geschlagene Gerdemann zeigte beim Auftakt der Deutschland-Rundfahrt erneut, warum er als einer der großen Hoffnungsträger im deutschen Radsport gilt, dem die einstige "Lichtgestalt" abhanden gekommen ist. Am Dienstag zeigte Gerdemann seine Ambitionen, im T-Mobile-Team langfristig die Lücke zu schließen, die Jan Ullrich hinterlassen hat. Den Auftaktsieg verpasste er knapp - seine Ausgangsposition im Kampf um eine vordere Platzierung im Gesamtklassement ist bestens.
Gusev rollte über den 5,5km langen Kurs in der Düsseldorfer Innenstadt mit einem Schnitt von knapp 48km/h und holte in 6:42 Minuten die Bestzeit. Der russische Zeitfahrmeister von 2005, der vor dieser Saison von CSC zu Discovery gewechselt war, feierte in Düsseldorf den größten Sieg seiner bisherigen Karriere. Er gewann knapp vor Gerdemann und Lang, der auch beim Prolog der Tour de France vor viereinhalb Wochen in Straßburg Dritter geworden war. "Ich bin schon enttäuscht", sagte Lang, "denn mir ist zwei Kilometer vor dem Ziel ein Armauflieger an meiner Rennmaschine kaputt gegangen. Bei den geringen Abständen war das leider entschheidend. Das Gelbe Trikot hier in Düsseldorf war ein großes Ziel für mich. Jetzt ist das lange Zeitfahren am Ende der Tour natürlich noch wichtiger."
Vorjahressieger Levi Leipheimer (USA), der von Gerolsteiner zu Discovery wechseln wird, wirkte lustlos und brauchte 7:23 Minuten, Alexander Vinokourov aus Kasachstan, einer der großen Favoriten auf den Gesamtsieg, machte dagegen eine gute Figur (6:52 Min). Einen ruhigen Start hatte auch T-Mobiles zweiter Kapitän, der 25 Jahre alte Patrik Sinkewitz, der ohne Risiken einzugehen auf Platz 29 landete. Der Deutschland-Toursieger von 2004 hat mit 19 Sekunden Rückstand noch alle Chancen im Gesamtklassement.
"Eigentlich liegen mir fünf Kilometer nicht so, ich habe es lieber länger. Aber es lief heute gut bei mir. Ich habe mich auf die Deutschland-Tour gut vorbereitet. Mal sehen, was am Ende herauskommt", sagte Gerdemann, der im Vorjahr vom dänischen CSC-Team, in dem er zum Auftakt seiner Profi-Karriere mit einem Etappensieg bei der Tour de Suisse von sich reden machte, zur Magentatruppe wechselte. Gerdemann hatte Glück und konnte - im Gegensatz zu vielen Konkurrenten, zum Beispiel auch Gusev - im Trockenen fahren.
Passend zur Stimmung im Krisen geschüttelten Radsport hatte es zum Auftakt der neuntägigen Deutschland-Tour, die nach 1390 Kilometern am Mittwoch kommender Woche in Karlsruhe zu Ende geht, gestürmt und geregnet. Nur ab und zu kam die Sonne für kurze Zeit durch. Den widrigen Witterungsbedingungen hatte Stefan Schumacher, einer der Favoriten für den Gesamtsieg, am Dienstag seinen folgenschweren Fehlstart zu verdanken.
Der zweifache Giroetappensieger, der schon im ersten Drittel startete, musste seine Ambitionen auf "eine Top 10-Platzierung" (Schumacher) schon auf den ersten Metern der 1390km langen Rundfahrt praktisch begraben, als er auf der nassen Straße in der zweiten Kurve wegrutschte. "Es war glatt wie auf Eis", sagte der sichtlich geschockte 25-Jährige, der mit einer Hautabschürfung davonkam. Nach dem Sturz sprang auch noch seine Kette ab, er musste das Rad wechseln und brauchte ewig, um wieder ins Rollen zu kommen. Seine Zeit konnte er damit vergessen. Der eine Minute nach ihm gestartet Marcus Hungerbühler aus der Schweiz raste an ihm vorbei. "Schlechter kann man eine Rundfahrt nicht beginnen", stöhnte Schumacher. "Ich werde mich wohl jetzt auf Etappensiege konzentrieren müssen", sagte der Schwabe aus Nürtingen.
Am Mittwoch geht es mit der ersten Etappe weiter, ein 198km langes Flachteilstück zwischen Düsseldorf und Bielefeld. Milram-Star Erik Zabel lauert auf eine Sprintankunft - aber nicht nur: In seiner westfälischen Wahlheimat Fröndenberg steht nach 92km eine kleine Bergwertung auf dem Programm. "Das ist morgen die wichtigste Bergwertung meiner Karriere", flachste Zabel, dem seine Fans sicher einen begeisterten Empfang bereiten werden.
|
(www.radsportnews.com)
Gerade läuft die 1te Etappe auf ARD live, also gleich mal einschalten!
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Deutschland-Tour - 1.Etappe
Bazayev überrascht die Sprintfavoriten
BIELEFELD, 02.08.06 (rsn) - Assan Bazayev, einem jungen Kasachen aus dem Vinokourov-Team Astana, gelang am Mittwoch die Überraschung beim ersten Massensprint der Deutschland-Tour. In Bielefeld setzte sich der 24-Jährige nach 198km durch vor dem Italiener Danilo Napolitano (Lampre), der zu früh im Wind war, und feierte seinen ersten Profisieg und den ersten Erfolg für sein aus der Liberty- Skandalmannschaft entstandenes Team. Milram-Star Erik Zabel wurde Dritter am Ende der Regenetappe, die durch seinen westfälischen Heimatort Fröndenberg führte. Der russische Prologsieger Vladimir Gusev (Discovery) verteidigte das Gelbe Trikot.
Zabel, der am Sonntag in Hamburg nur seinem Erzrivalen Oscar Freire (fehlt bei der D-Tour) knapp den Vortritt lassen musste, hatte sich bei seiner Heimetappe besonders viel vorgenommen und ließ sich auch vom letzten kleinen Anstieg in Steinhagen sechs Kilometer vor dem Ziel nicht beirren auf dem Weg zum ersehnten ersten großen Saisonsieg. Auf der Zielgeraden trat Napolitano, dessen Mannschaft viel in der Sprintvorbereitung gearbeitet hatte, 300 Meter vor Schluss an. Doch Bazayev kam aus seinem Windschatten und flog noch vorbei, während Zabel dem Kasachen nicht folgen konnte. T-Mobile-Sprinter Andre Greipel belegte Rang 4.
"Im Finale ist es eigentlich für uns sehr gut gelaufen, als wir das Loch zu Sebastian Lang, der kurz vor dem Ziel ausgerissen war, noch schließen konnten. Aber der Schluss-Spurt war chaotisch bei diesen Straßenverhältnissen. Sebastian Siedler vor mir ist fast zu schnell in die letzte Kurve gegangen. Napolitano und Bazayev fuhren da ohne Rücksicht auf Verluste, ich habe lieber etwas rausgenommen. Das war ziemlich gefährlich", so Zabel.
Zabel hatte vor der packenden Zieleinfahrt an der Kategorie-3-Bergwertung in Fröndenberg vor seiner Haustür einen großen Auftritt als Bergfahrer. Der 36-Jährige, erfolgreichster Sprinter im Peloton, durfte die Steigung der dritten Kategorie 92 Kilometer nach dem Start vor den Augen von tausenden Fans im Alleingang nehmen. Der in Unna ansässige Berliner wurde bei der Fahrt durchs "Zabel-Land" (Zabel) groß gefeiert. Sein Sohn begleitete den prominenten Vater im Mannschaftswagen.
Der Spanier Anton Luengo (Euskaltel) und Andreas Matzbacher (Volksbank) aus Österreich hatten sich 30 Kilometer nach dem Start i verregneten Düsseldorf vom Feld abgesetzt und lagen lange in Führung. 23 Kilometer vor dem Ziel wurden die beiden Ausreißer aber erwartungsgemäß vom Hauptfeld, das einen Massensprint vorbereitete, abgefangen. Beide hatten zwischenzeitlich mehr als sechs Minuten Vorsprung.
Am letzten kleinen Anstieg hatte Stefan Schumacher, der Pechvogel des Prologs, zusammen mit dem Russen Evgeny Petrov (Lampre) eine Attacke versucht. Doch die beiden wurden bald wieder gestellt. "Der Anstieg war leider zu kurz, um einen ordentlichen Vorsprung heraus zu fahren. Aber einen Versuch war es allemal wert. Ich habe die Rundfahrt noch lange nicht abgehakt", meinte der Gerolsteiner-Profi. Sein Teamkollege Sebastian Lang versuchte in der Folge etwas, doch auch er hatte keine Chance gegen das Peloton, das auf einen Massenspurt gepolt war. "Das Loch war da nach meiner Attacke. Wenn sich die Sprinterteams belauert hätten, wäre was drin gewesen", so Lang.
Gusev nimmt am Donnerstag die 2. Etappe von Minden nach Goslar über 181,5 Kilometer als Gesamtführender mit einer Sekunde Vorsprung vor Linus Gerdemann vom T-Mobile-Team in Angriff. Auf dem Weg in den Harz sind die ersten nennenswerten Schwierigkeiten dieser Deutschland-Tour zu bewältigen. Nicht mehr dabei ist der Amerikaner David Zabriskie vom CSC-Team, der das Rennen wegen Magenproblemen aufgab.
|
(www.radsportnews.com)
Also ich denke heute werden mal die Allrounder oder ein paar Ausreißer das Rennen machen. Die Sprinter werden dabei wohl weniger um den Sieg mitreden.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Deutschland-Tour - 2.Etappe
Voigt: "Ich bin noch da"
GOSLAR, 03.08.06 (rsn) - Jens Voigt konnte nach zwei Etappensiegen bei der Tour de France nun auch erstmals bei der Deutschland-Tour jubeln. Der Berliner CSC-Star und Attackierer vom Dienst wurde am Donnerstag für ein Ausreißunternehmen im hügeligen Finale der zweiten Etappe zwischen Minden und Goslar (181,5km) belohnt. Voigt und seine beiden Mitausreißer Davide Rebellin (Gerolsteiner) und Andrey Kashechkin (Astana) retteten einen knappen Vorsprung vor dem jagenden Feld, an dessen Spitze Erik Zabel über die Ziellinie rollte. Im Gesamtklassement behauptete der Russe Vladimir Gusev (Discovery) seine Führung.
Voigt, der vor drei Wochen die längste Tour-de-France-Etappe in Montélimar gewann, zeigte sich am Donnerstag wieder ein Mal von seiner kämpferischsten Seite. Am letzten Anstieg des Tages rund 15 Kilometer vor dem Ziel in Goslar hatten sich Rebellin und Kashechkin abgesetzt, Voigt ging mit. Vor seiner letztendlich entscheidenden Attacke hatte er es bereits 31 Kilometer vor dem Ziel mit Stefan Schumacher (Nürtingen/Gerolsteiner) und sechs weiteren Fahrern versucht. Da kam das Feld wieder heran. Beim zweiten Mal klappte es, auch wenn Zabels Milram und Napolitanos Lampre noch mächtig Tempo machten.
"Die Niederlage im Paarzeitfahren von Bühl vom letzten Samstag (mit einem matten Bobby Julich, die Red.) hat schon ganz schön in mir gefressen. Danach verlief auch der Prolog der Deutschland-Tour in Düsseldorf enttäuschend für mich - das war heute wie ein Befreiungsschlag für mich: Ich bin noch da", sagte Voigt, der vor Beginn der Deutschland-Rundfahrt sein bevorstehendes Saisonende vielleicht schon für kommenden Mittwoch Ende des Rennens angedeutet hatte. Der im Sprint geschlagene Rebellin, der sich in der letzten Kurve versteuert hatte und mit dem Pedal die Straße berührte, musste sich mit dem Bergtrikot trösten. "Als ich als Erster aus der Kurve kam, wusste ich, dass ich es gepackt habe und konnte mich schon 100 Meter vor dem Zielstrich freuen", meinte Voigt.
Ronny Scholz vom Team Gerolsteiner, der auch am drittletzten Tag der Tour de France einen couragierten Ausreiß-Versuch gestartet hatte, hatte das Rennen in den ersten Stunden geprägt. Nach einer 107 Kilometer langen Solofahrt stellte ihn das Feld aber 52 Kilometer vor dem Ziel, kurz vor den beiden finalen Harz-Steigungen nach Bad Grund und Bockswiese. Sein Maximalvorsprung hatte 6:45 Minuten betragen. "Ich hatte gehofft, dass ein paar Mann mitspringen, als ich attackierte. Allein hätte ich das lange Ding nicht durchziehen können, daher bin ich nicht 100% gegangen. Das wird noch schwer genug in den nächsten Tagen", sagte Scholz. Sein Sportdirektor Christian Henn war auch so mit dem Tag zufrieden: "Wir haben heute die Musik gemacht", meinte er.
Für großen Unmut unter den Fahrern hatte ein Fernseh-Team von Spiegel TV im Start-Bereich auf dem Marktplatz im beschaulichen Minden gesorgt. Unter dem Tenor "Heute schon gedopt?" starteten die TV-Reporter eine Umfrage unter den Profis, die zum Teil heftig reagierten. Aktivensprecher Jens Voigt war am wütendsten.
Anders als sonst äußerten sich die Fans am Straßenrand auch kritisch mit Anti-Doping-Plakaten. «Rettet euren Sport», lautete am Donnerstag eine Aufforderung an die Profis. Auf einem Transparent auf dem Weg nach Bielefeld am Vortag stand zu lesen: «Ullrich, Basso, Landis: Betrüger auf zwei Rädern.» Trotz des zum großen Teil miserablen Wetters - am Donnerstag regnete es ausnahmsweise mal nicht in Strömen - sind die Veranstalter allerdings mit dem bisherigen Zuschauer-Zuspruch an der Strecke und im TV sehr zufrieden.
|
(www.radsportnews.com)
Einfach genial, keinem gönne ich einen Sieg bei seiner Heimrundfahrt mehr als dem sympathischen und immer kämpferischen Jens Voigt. Glückwunsch!!!
Die Zuschauerzahlen bei der heurigen Tour sind tatsächlich trotz eher schlechten Wetters sehr zufriedenstellend. Ein weiterer guter Beweis das der Radsport alles andere als am Ende steht.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Deutschland-Tour - 3.Etappe
Ciolek kann's
SCHWEINFURT, 04.08.06 (rsn) - Viele hielten es für einen Zufallstreffer, als Gerald Ciolek letztes Jahr in Mannheim als Teilzeitprofi mit 18 Jahren sensationell Deutscher Meister der Profis wurde. Doch inzwischen hat der Pulheimer bewiesen, dass er trotz seines zarten Alters, in dem für die meisten eine Profikarriere noch ein ferner Traum ist, schon zu den Besten der Sprinterzunft gehört. Mit seinem Sieg bei der 3.Etappe der Deutschland- Tour am Freitag schloss Ciolek nun das ab, was er in diesem Jahr mit dem zweiten Platz beim deutschen Klassiker am "Henninger Turm" bereits angedeutet hatte. Der Youngster feierte in Schweinfurt den zweiten großen Erfolg seiner Karriere und holte vor dem sich abzeichnenden Wechsel zu T-Mobile für Wiesenhof-AKUD nochmal einen wichtigen Sieg, der die Suche nach neuen Co-Sponsoren erleichtern wird.
Ciolek, der Jüngste im Feld der Deutschland-Rundfahrt, zeigte am Freitag dem 36 Jahre alten Erik Zabel, dem erfolgreichsten Sprinter im Peloton, nach 203,3km das Hinterrad. T-Mobile-Sprinter André Greipel aus Rostock belegte Patz drei. Ciolek setzte sich praktisch ohne Teamunterstützung durch allein dank seiner enormen Kraft. Cioleks Beine erscheinen neuerdings fast so muskulös wie die eines Bahnsprinters.
Nachdem der Ausreißer des Tages, Marco Pinotti (Italien/Saunier), nach 140km an der Spitze vom Feld 27 Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt wurde, übernahm Lampre von Sprinter Danilo Napolitano die Kontrolle. Milram und Rabobank (für Sprinter Graeme Brown) zeigten sich ebenso, während Cioleks Teams sich aus der Tempoarbeit heraushielt. "Wir haben gut gepokert!", lachte Wiesenhof-Sportchef Jens Heppner. 500 Meter vor dem Ziel trat Napolitano (am Ende nur Neunter) an, doch Zabel und der Australier Mark Renshaw gingen vorbei und schienen bereits den Sieg unter sich auszumachen. Dann kam am Ende mit wuchtigem späten Antritt Ciolek, der bereits am Sonntag in Hamburg vorne dabei (5.) war, und düpierte die gesamte Konkurrenz.
"Das ist super-geil - mein erster ProTour-Sieg. Ich hatte mir vorher das Profil der Etappe genau angeschaut. Die lange Zielgerade kam mir entgegen. Das ist besser für mich, als ständig um Kurven zu fahren", jubelte Ciolek. Zabel, der weiter auf seinen zweiten Saisonerfolg wartet, war der erste Gratulant. Ciolek kannte die Gegebenheiten in Schweinfurt bestens: Im Vorjahr gewann er an gleicher Stelle eine Etappe der Main-Franken-Tour. Damals allerdings beachtete ihn kaum einer während der Siegerehrung, bei der der Gesamtsieger im Mittelpunkt stand.
"Ich habe großen Respekt vor ihm. Er ist mein legitimer Nachfolger und hat das Zeug, bei der Tour de France als nächster Deutscher das Grüne Trikot zu holen. Schade, dass wir nicht genug bieten konnten, und er zu T-Mobile geht. Leider bleibe ich sein Konkurrent", meinte Zabel über Ciolek, den der Berliner schon letztes Jahr für sein neues Milram-Team gewinnen wollte. Auch Gerolsteiner hatte Ciolek ein Angebot für 2007 gemacht.
Im Gesamtklassement behauptete der Russe Wladimir Gusev (Discovery) die Führung, doch Zabel rückte dank Zeitgutschriften ganz nah an ihn heran und der Milram-Star könnte am Samstag bei der vorerst letzten potenziellen Sprinteretappe vor den Bergen das Gelbe Trikot holen.
Zabel, der auch bei den deutschen Meisterschaften in Mannheim gegen Ciolek eine bittere Niederlage einstecken musste, hatte sich am Freitag in den drei Zwischensprints insgesamt sechs Sekunden Gutschrift geholt. Auf diese Weise rückte er ganz nah an Gusev heran. Der Russe konnte noch auf 5/100 Sekunden Vorsprung aus dem Prolog bauen und Gelb retten. Bis auf das Gelbe sind alle Wertungstrikots der Deutschland-Tour im Besitz von einheimischen Fahrern: Stefan Schumacher vom Team Gerolsteiner trägt das Bergtrikot, Zabel das rote Sprint-Trikot, das er in Vertretung für Gusev schon am Freitag trug, Linus Gerdemann (T-Mobile) verteidigte das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers.
Die 4. Etappe führt am Samstag über 203 Kilometer von Heidenheim nach Bad Tölz an den Rand der Alpen, wo am Sonntag und Montag die beiden schwersten Abschnitte der Deutschland-Tour in Österreich warten.
|
(www.radsportnews.com)
Der Jüngste im Starterfeld mit der beeindruckendsten Beinmuskulatur, die schon fast die eines Bodybuilders gleicht. Talent hat der junge Mann sicher genug um einmal ein ganz Großer im Radsport zu werden, vielleicht sogar der nächste Zabel, Petacchi oder Chipollini.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Auch B-Probe "positiv"
Phonak entlässt Landis
PARIS, 05.08.06 (rsn) - Das "anormale Resultat" eines Dopingtests des amerikanischen Toursiegers Floyd Landis nach seinem Sieg bei der 17.Etappe hat sich in der Gegenanalyse der B-Probe bestätigt, wie die UCI am Samstag bekanntgab. Phonak teilte kurz danach mit, dass Landis "mit sofortiger Wirkung" entlassen worden sei.
Landis und seine Anwälte erwarteten, dass die Gegenanalyse das A-Ergebnis bestätigt. Im sehr seltenen Fall, dass dem nicht so ist, gibt es keinen Dopingfall mehr und das Verfahren wird eingestellt. Gegen den Toursieger wird der amerikanische Radsportverband US Cycling nun ein Disziplinarverfahren eröffnen. Wird er am Ende dieses Verfahrens des Dopings mit Testosteron schuldig gesprochen, wird der Amerikaner der erste Rennfahrer der Radsportgeschichte sein, dem der Toursieg aberkannt wurde wegen eines Dopingfalls. "Das ist ein trauriger Tag. Auch wenn Andreas Klöden nun vom dritten auf den zweiten Platz rutschen würde, können wir uns bei T-Mobile nicht darüber freuen", sagte Mario Kummer, (noch) der technische Direktor der Magentatruppe.
Die Erklärung der UCI
"Die UCI gibt bekannt, dass die Analyse der Urinprobe B des Fahrers Floyd Landis das Ergebnis bestätigt hat, das das Antidopinglabor in Paris am 26.Juli nach der Analyse der Probe A mitgeteilt hat. Übereinstimmend mit dem Antidopingreglement fordert die Antidoping- Kommission der UCI den amerikanischen Radsportverband auf, ein Disziplinarverfahren gegen den Fahrer zu eröffnen."
Die beiden positiven Dopingproben von Landis enthielten "synthetisches Testosteron". Dies hat das Labor Chatenay-Malabry nach Angaben des Chefs der französischen Anti- Doping-Kommission, Pierre Bordry, festgestellt. Dies bedeute, dass das bei dem Amerikaner entdeckte Testosteron nicht auf natürliche Weise produziert worden sei. Bordry bestätigte damit am Samstag eine Meldung der New York Times vom Dienstag. "Ich habe vom Chatenay-Malabry-Laboratorium eine Mitteilung erhalten, die besagt, dass die B-Probe von Floyd Landis' Urin Testosteron enthält, das von außen eingeführt worden ist", sagte Bordry. Landis hatte behauptet, das Testosteron sei "natürlich" und aus mehreren möglichen Gründen (Alkohol, Schilddrüsenbehandlung etc) "von meinem eigenen Organismus produziert".
Die "B-Probe" war im französischen Anti-Dopinglabor in Châtenay-Malabry in Anwesenheit eines der spanischen Landis-Anwälte geöffnet worden. Experten der UCI, der nationalen amerikanischen Antidopingagentur und ein von Landis berufener Experte, der Holländer Deuwin de Boer, verfolgten die Analyse. Die betreffende Probe wurde am 20.Juli nach der 17.Etappe der Tour de France in Morzine genommen. Diese hatte Landis nach einer eindrucksvollen 130km-Flucht gewonnen. Einen Tag nach seinem schweren Einbruch in Toussuire hatte er sich im Gesamtklassement wieder zurückgemeldet und die verlorene Zeit wieder fast ganz wettgemacht.
Nachdem in A- und B-Probe ein erhöhter Testosteronwert (Testosteron/Epitestosteron-Quotient über 4) festgestellt wurde, liegt es an Landis im Disziplinarverfahren nachzuweisen, dass nicht Doping die Ursache war, wie er es bisher stets behauptete. Landis' Anwälte hatten bereits vor dem Ergebnis der B-Probe angekündigt, dass man die Nachweismethoden anzweifelt. Diese Verteidigungsstrategie lässt eine lange juristische Auseinandersetzung mit Experten und Gegengutachten erwarten. "Die Entscheidung heute ist erst der Beginn eines langen Prozesses. Wir rechnen frühestens im Dezember oder Januar mit einer endgültigen Entscheidung", sagte Landis-Anwalt Jose-Maria Buxeda.
"Uns ist klar, dass es nun an uns ist, zu beweisen, warum der Test positiv war. Entweder können wir zeigen, dass ein Fehler in der Analyse des Labors vorlag oder dass andere Begleitumstände den hohen Testosteron- Wert erklären", sagte Buxeda. "Vielleicht lag es an den Schilddrüsen-Tabletten, die er einnahm, vielleicht am Alkohol, den er am Abend vor dem Test trank oder vielleicht lag es an beidem", meint der Anwalt, der auch schon den bei der Vuelta positiven Spanier Roberto Heras vertrat. Ein amerikanischer Anwalt aus Landis wachsendem "legal team", Howard Jacobs, kündigte am Samstag auf Landis' Homepage an, man werde alle nach dem Reglement zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausschöpfen, um die "Schlussfolgerungen des Labors umzukehren".
Erklärung von Phonak
"Das Phonak-Cycling-Team hat heute vom Internationalen Radsportverband (UCI) zur Kenntnis genommen, dass auch das Ergebnis der B-Probe für ihren Teamcaptain Floyd Landis einen positiven Dopingbefund ergab. Landis wird deshalb fristlos entlassen, weil er gegen den internen Ethik-Code des Teams verstossen hat. Landis hat weiterhin rechtliche Optionen, den Befund anzufechten. Dies ist allerdings seine Privatsache und hat mit dem Phonak-Team nichts mehr zu tun."
Nach dem Anti-Dopingreglement der UCI droht Landis im Falle eines Schuldspruchs eine zweijährige Sperre. Nach dem freiwilligen Ethik-Kodex der ProTour-Mannschaften könnte er danach dann weitere zwei Jahre nicht bei einem Topteam fahren. Nach dem Urteil des amerikanischen Radsportverbands stehen weitere Rechtsmittel offen. Spektakuläre Dopingfälle wie dieser enden üblicherweise vor dem internationalen Sportschiedsgericht TAS in Lausanne. Zunächst wird sich in knapp drei Wochen ein Gremium der Anti-Doping- Agentur der USA (USASDA) mit dem Fall beschäftigen, beide Seiten anhören und anschließend eine Entscheidung treffen.
"Mit dem Phonak-Team nichts mehr zu tun"
Phonak wurde am Samstagmorgen on der UCI offiziell in Kenntnis gesetzt, dass Landis' B-Probe das erste Resultat bestätigt hat. Die Mannschaft, die nach sovielen Dopingaffären in den letzten Jahren um ihr Überleben kämpft, entließ Landis mit sofortiger Wirkung "nachdem er gegen den ethischen Kodex der Mannschaft verstoßen" habe. In einer Erklärung des Teams hieß es weiter, Landis habe weiterhin die Möglichkeit, juristisch gegen die drohende Sperre zu kämpfen, aber, so das Statement, "dies ist allerdings seine Privatsache und hat mit dem Phonak-Team nichts mehr zu tun."
Phonak-Teambesitzer Andy Rihs, der mit seiner ARcycling AG den Rennstall betreibt, ließ erklären, er "bedauert diese Entwicklung sehr". Phonak soll kommendes Jahr einen neuen amerikanischen Sponsor, ein Finanzfond der Barclays-Bank, bekommen, der nun doch keinen strahlenden Toursieger aus den USA präsentieren kann, sondern ein tief im Dopingsumpf steckendes Team. Die Zukunft der Mannschaft, die seit Jahren die mit Abstand meisten Dopingschlagzeilen im Peloton lieferte, ist ebenso ungewiss wie die von Landis. Rihs und Teammanager John Lelangue kündigten für die nächsten Tage eine Pressekonferenz an.
Landis ist der fünfte "positive" Phonak-Profi seit 2004. Zudem fielen Phonak-Profis in internen Kontrollen auf und mehrere Fahrer, darunter der Giro-Überraschungszweite Gutierrez, sind in die Fuentes-Affäre verwickelt. "Was auch passiert, die Mannschaft wird bis Saisonende weitermachen", hatte Phonak-Teamchef Lelangue vor kurzem Gerüchte einer Teamauflösung kommentiert.
|
(www.radsportnews.com)
War ja zu erwarten, für mich aber dennoch vollkommen unverständlich. Wieso gerade Testosteron, das so sicher bei den Kontrollen nachzuweisen ist? Schade das eine so hervorragende und spannende Tour nun wohl auf diese unangenehme Weise enden muss. Wäre wohl eine Heldengeschichte zuviel gewesen, wenn nach dem Krebskranken Armstrong auch noch ein schwerkranker wie Landis die Tourherrschaft an sich gerissen hätte.
Hm Oscar Peireiro Sio, die größte Toursiegerüberraschung der Neuzeit. Jetzt ist sie wohl perfekt.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Deutschland-Tour: Brown gewinnt 4.Etappe
Trostpreis für Zabel
BAD TÖLZ, 04.08.06 (rsn) - Die Negativschlagzeile dieses Radsportsamstages hat Floyd Landis mit seiner positiven B-Probe geliefert; für die guten Nachrichten war Erik Zabel zuständig. Zu einem großen Tagessieg reichte es für den Routinier aus der Milram-Mannschaft zwar auch bei der vierten Etappe der Deutschland-Tour nicht – der ging an den Australier Graeme Brown. Aber: Zabel holte sich das Gelbe Trikot des Gesamtführenden – und es gibt wohl niemanden in der Velo-Welt, der ihm das nicht gönnt.
Bad Tölz, idyllisch gelegen im Alpenvorland, bot eine Ankunft mit Klassikerformat. Kein topfebener Sprinterkurs, aber doch etwas für endschnelle Leute. Auf den letzten Kilometern ging es zunächst durch eine Senke und dann wieder hinauf zu einer ansteigenden Zielgerade – ein Parcours für routinierte, clevere Finisseure und nicht unbedingt fürs Turbo-Wunderkind Gerald Ciolek, hieß im Vorfeld. Ciolek hätte nach seinem Triumph von Schweinfurt sicher gern das Gegenteil bewiesen, doch ein Defekt machte ihm einen Strich durch die Rechnung: Im ungünstigsten Augenblick, ein Kilometer vor der Ziellinie, platzte sein Reifen und mit ihm die Hoffnung auf seinen zweiten Sieg bei dieser Deutschland-Tour.
Trotzdem: Cioleks Team Wiesenhof-Akud war erneut in aller Munde. Dafür sorgte Marcel Sieberg, der über mehr als 110 Kilometer hinweg das Geschehen an der Rennspitze prägte. Ein Auftritt, mit dem er selbst nicht gerechnet hatte. "Ich hatte nicht ganz so gute Beine heute Morgen", konstatierte Sieberg nach dem 203-Kilometer-Ritt zwischen Heidenheim und Bad Tölz. Und doch kam er in einer Ausreißergruppe unter, als gut 90 Kilometer absolviert waren. Es war eine hektische Rennphase mit etlichen Vorstößen – und Wiesenhof/Akud wollte partout dabei sein. "Lubor Tesar und ich sind abwechselnd gesprungen", erklärte Sieberg, und plötzlich bildeten er, der Baske Markel Irizar (Euskatel) und der Franzose Sebastien Minard (Cofidis) ein Spitzentrio. Weil Siebergs Begleiter im Gesamtklassement keinen allzu großen Rückstand vorweisen, ließ das Feld die Ausreißer allerdings nicht wirklich weit entkommen und schnappte sie recht problemlos fünf Kilometer vor dem Ziel. "Das war halt Pech", zuckte der lange Dortmunder mit den Schultern, "und dass Gerald in der Schlussphase einen Platten hatte, war doppeltes Pech."
Auch die Zuschauer hätten Ciolek gerne spurten sehen - es wäre wirklich interessant gewesen, wie sich der junge Kölner in diesem Finale geschlagen hätte. In einem Finale, nicht nur den Sprintern gehörte, sondern auch harten Punchern wie Jens Voigt und Stefan Schumacher. Voigt lancierte auf dem letzten Kilometer einmal mehr eine Attacke der glänzenden Art und zog mit einigen Radlängen Abstand dem Ziel entgegen. Der CSC-Profi hätte den Kreis dieses Rennens schließen können, denn der offizielle Start war beim "Voigt Ausbildungszentrum" im schwäbischen Heidenheim gewesen... Doch hinter ihm ging die Post ab, und so sollte aus Voigts Etappensieg Nummer zwei ebenso wenig werden wie aus Cioleks. Zunächst trat Gerolsteiner-As Schumacher als explosivster Fahrer in Erscheinung und sah schon fast wie der Sieger aus, überholte den Mecklenburger – und wurde von Graeme Brown in die Schranken gewiesen. "Es ist schon ein bisschen schade, wenn man das Ziel vor Augen hat und dann doch noch abgefangen wird", sagte "Schumi" hinterher. Doch er musste zugeben, dass Brown den besten Punch hatte. Der Australier aus der niederländischen Rabobank-Equipe feierte seinen bedeutendsten Sieg dieses Radsportjahres. "Ich bin gerade in Vertragsverhandlungen - da ist dieser Sieg heute Gold wert", sagte Brown, der in Asien und Australien schon viele, in Europa aber noch keine Erfolge feiern konnte.
Erik Zabel war etwas eingebaut, kam deshalb zu spät auf seine Höchstgeschwindigkeit und wurde letztlich Dritter. An einem anderen Tag hätte er sich darüber womöglich geärgert, doch heute wurde er großzügig entschädigt für den verpassten Tagessieg. Oder besser: Er entschädigte sich selbst. In der ersten Phase des Rennens sammelte Zabel bei zwei Zwischensprints fleißig Bonussekunden und erntete so, endlich, den Lohn für seine Eichhörnchen-Taktik: Mühsam hatte er sich bereits in den vergangenen Tagen mit Bonussekunden genährt, und nun hat so viele zu Buche stehen, dass er die Führung im Generalklassement von Vladimir Gusev (Russland/Discovery Channel) übernahm. "Das ist toll, auch wenn ich das Gelbe Trikot wahrscheinlich nur für einen Tag tragen werde", sagte Zabel mit Blick auf die anstehenden Alpenetappen – und er zog den Hut vor seinen Milram- blauen Mannschaftskollegen, die ihn bei den zurückliegenden Sprintwertung stets hervorragend unterstützt haben: "Das Trikot ist eine tolle Anerkennung für die Leistung meines Teams."
Bad Tölz feiert in diesem Jahr den 100. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte – und präsentierte den Zuschauern ein Radsportfest im tiefsten bayerischen Eishockey-Gäu (Bad Tölz ist die Heimat von Hockey-Terriern wie Ex-Bundestrainer Hans Zach). Die Sportfans freute es – und nicht nur Trinkflaschen waren ein gefragtes Souvenir. Der Franzose Franck Renier sorgte nach dem Rennen sogar für einen veritablen Fahrerstau, als er mit einer Zuschauerin die Sonnenbrillen tauschte. Entspannte Radsportstimmung an einem Deutschland-Tour-Tag, der mit erwartet bösen Nachrichten von der Tour de France begonnen hatte. (kh)
|
(www.radsportnews.com)
Sodale, morgen gehts nach Österreich auf das legendäre Kühtai. 24 Kilometer Anstieg mit zeitweise weit über 10%. Ein extrem schwerer Berg mit Rhythmuswechseln, extremer Höhenlage und auch im Sommer eisiger Kälte. Besonders jetzt. Aber das war noch nicht das Ende. Weiter gehts nach der Abfahrt mit Anstieg 2 des Tages, nach der Hor Kategorie vom Kühtai kommt es am Schlussanstieg (1te Kategorie) noch zu einem über 10 Kilometer langen Anstieg mit EXTREMSTEN Steigungsprozenten von teilweise knapp 20%. Einfach der Hammer die Etappe morgen, also EINSCHALTEN Leute!!!!!
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Fan
Regisseur
Gender:
Age: 64
Joined: 01 Jan 2003
Posts: 2226
|
Landis wird ja anscheinend der TdF-Sieg aberkannt werden. Weiß jemand wie viel sein Testosteronwert über dem Normalwert lag? Das wird nämlich nirgendwo gesagt und es gibt doch schließlich einige Sportler, die genetisch bedingt einen sehr hohen Wert haben; genau deshalb sind sie ja beim Leistungssport gelandet. |
_________________
Never be afraid to try something new. Remember:
Amateurs built the ark. Professionals built the Titanic |
|
  |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Fan wrote: |
| Landis wird ja anscheinend der TdF-Sieg aberkannt werden. Weiß jemand wie viel sein Testosteronwert über dem Normalwert lag? Das wird nämlich nirgendwo gesagt und es gibt doch schließlich einige Sportler, die genetisch bedingt einen sehr hohen Wert haben; genau deshalb sind sie ja beim Leistungssport gelandet. |
Laut Informationen der ARD war Landis Testosteron/Epitestosteron Verhältnis bei 11:1, erlaubt sind aber seit 2005 maximal 4:1. Davor lag der Grenzwert bei 6:1. Das Verhältnis 4:1 wird aufgrund von genetischen Anomalien von keinem Radfahrer (dauerhaft) überschritten, kurzfristige Überschreitungen auf natürliche Weise (ohne Testo Doping) wären zb nur durch Medikamente oder Alkohol denkbar.
Das mit dem genetischen Vorteil einiger Sportler ist natürlich richtig, aber bei Testosteron scheint der Grenzwert 4:1 schon relativ hoch bemessen. Da sollte deshalb eigentlich keiner drüber sein. Bei anderen Dingen wie zb rote Blutkörperchen im Blut (je mehr rote Blutkörperchen im Blut desto besser die Sauerstoffversorgung---> bessere Leistung) gibt es jedoch Fahrer mit genetischen Anomalien, die dann einen solchen Grenzwert überschreiten dürfen. Der junge italienische Superstar Damiano Cunego und der junge deutsche Markus Fothen fallen beide in diese Kategorie. Die dürfen laut Arztbestätigung über den Grenzwerten sein.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
Robert
Regisseur
Gender:
Age: 41
Joined: 11 Jul 2004
Posts: 3364
Location: Kapfenberg
|
| Quote: |
Pulver gegen EPO-Test
"Spiegel": Fuentes-Netzwerk weltumspannend
HAMBURG, 05.08.06 (rsn) - Die Ermittler in der Dopingaffäre, in die auch der deutsche Radprofi Jan Ullrich verwickelt ist, sind laut einem Bericht des Magazins «Der Spiegel» offenbar dabei, ein weltumspannendes Netz von Hintermännern zu enttarnen. Aus vertraulichen Unterlagen geht demnach hervor, dass die Guardia Civil bei dem Madrider Arzt Eufemiano Fuentes gefälschte EPO-Mittel aus China gefunden habe. Die Polizei konfiszierte zudem Anabolika-Präparate, die aus «geheimen Labors» stammen sollen, berichtet das Nachrichtenmagazin weiter.
Aus abgehörten Telefonaten schließen die Fahnder, dass Fuentes mit «unabhängigen kriminellen Gruppen» von Sportmedizinern in Europa zusammengearbeitet hat, die sich bei der Beschaffung unerlaubter Medikamente gegenseitig unterstützt haben. Zudem wollen die Ermittler klären, warum bisher so wenige Dopingsünder überführt wurden.
Die Polizei fand vier Briefumschläge mit einem roten Pulver. Es enthielt ein Gemisch aus Stoffen, die unter anderem synthetisches EPO angreifen, so dass es in Tests nicht mehr zu entdecken ist. Die Fahnder vermuten, dass sich die Radsportler die Substanz vor Doping- Kontrollen in die Hände gerieben und beim Wasserlassen in den Urin gemischt haben.
|
(www.radsportnews.com)
Bislang hatte ich gedacht, dass zumindest konvertionelles EPO Doping im Modernen Radsport eher untergeordnete Anwendung findet. Aber durch so ein Pulver könnte ja ein EPO gedopter locker durch sämtliche Kontrollen kommen. Die Frage ist nur wieviele Sportler von dieser 'Errungenschaft' auch Gebrauch gemacht haben.
mfg Robert |
_________________
Eine Welt die verblödet ist/
Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
London, Berlin und New York sind Fassaden/
da hinter stapeln sie Berge von Menschen die starben/
(Prinz Pi - Handeln) |
|
   |
 |
|
|
|
View next topic
View previous topic
You cannot post new topics in this forum You cannot reply to topics in this forum You cannot edit your posts in this forum You cannot delete your posts in this forum You cannot vote in polls in this forum
|
© 2003-2026 TV-Community.de :: pictures and trademarks are property of their respective owner :: comments are property of their posters
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
:: Home
:: Contact
:: Imprint
:: all-inkl.com
:: All times are GMT + 1 Hour
|