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Maestro
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Habs heute auch gesehen. Nach dem Einbruch gestern hatte wohl keiner mehr mit Landis gerechnet, aber so kann man sich irren. Die ersten 3 sind nur durch 30 Sekunden getrennt, wird sicher spannend.
MfG
Maestro |
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Robert
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| Maestro wrote: |
Habs heute auch gesehen. Nach dem Einbruch gestern hatte wohl keiner mehr mit Landis gerechnet, aber so kann man sich irren. Die ersten 3 sind nur durch 30 Sekunden getrennt, wird sicher spannend.
MfG
Maestro |
Ja, wobei der Amerikaner im Gottesanbeterinnenstil (schaut euch das Zeitfahren an, wenn ihr wissen wollt was ich meine) sicher der stärkere Zeitfahrer unter den dreien (wohl im gesamten Peleton) ist. Andreas Klöden könnte sich schon noch unter die ersten drei schieben, Sastre oder Peireiro dürften möglicherweise zu knacken sein. Mit dem Toursieg wirds aber wohl ziemlich sicher nichts mehr werden.
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Landis wieder zurück nach 130km-Flucht
Verrückt - aber schön!
MORZINE, 20.07.06 (rsn) - Sieben Jahre war die Tour de France fest in den Händen des Dominators Armstrong und alles verlief irgendwie nach festen Regeln. Bei der diesjährigen Ausgabe ist alles anders. Längst sind die Superlative ausgegangen, um den packenden und offenen Schlagabtausch dieser Tour fou zu beschreiben, bei der der Kampf ums Gelbe Trikot die Dynamik eines Massensprints annimmt. Floyd Landis, der Zauderer und Taktierer, entdeckte am Tag nach seinem Einbruch sein Kämpferherz. Der 30-Jährige feierte 24 Stunden nach der bittersten Niederlage seiner Karriere einen der bemerkenswertesten Etappensiege der Tourgeschichte und hat nun wieder Chancen auf den Gesamtsieg.
"Ich brauche keinen Etappensieg, Hauptsache ich habe in Paris das Gelbe Trikot", meinte Landis und wir hassten ihn für seine leidenschaftslose und berechnende Art ohne Temperament. Nun feierte eben jener Amerikaner einen Tour-Etappensieg, von dem man noch in 100 Jahren reden wird, wenn es die Tour dann noch gibt. Es war Landis' erster Etappensieg bei der "Großen Schleife" und er eröffnete ihm eine neue Chance auf den Gesamtsieg, der schon verloren schien nach seinem Einbruch in La Toussuire. Ironie überall: Ausgerechnet am Joux-Plan, wo sein Landsmann Armstrong 2000 beinahe die Tour verlor, meldete sich nun Landis, dem im Sommer vor sechs Jahren bei einer kleinen französischen Rundfahrt ein erster Achtungserfolg gelang, zurück.
Phonak-Teamchef John Lelangue ("Wir haben viel geredet") kündigte am Morgen vor dem Start der 17.Etappe an, dass Landis nach seinem Einbruch wieder gut erholt sei und eine Attacke versuchen wolle. Zuvor hatte Radlegende Eddy Merckx seinen Freund Lelangue angerufen. "Angreifen, so früh wie möglich. Das ist Eure letzte Chance!", lautete der der Rat des fünffachen Toursiegers an den Phonak-Teamchef, dessen Vater Robert Lelangue sein Sportdirektor war in den Siebzigern.
Lelangues Ankündigung war keine leere Drohung an die Konkurrenz. "Wie ein verwundeter Löwe" (Lelangue) kämpfte Landis und am Ende funkelte endlich einmal pure Leidenschaft in seinen Augen, als er nach einer 130km langen Flucht als Solist mit großen Gesten über die Ziellinie fuhr. Er machte fast seinen gesamten Rückstand vom Vortag wieder gut. 30 Sekunden trennen ihn vom Gelben Trikot, das er als ausgewiesener Rouleur dem Spanier Oscar Pereiro beim Zeitfahren am Samstag diesmal endgültig abnehmen könnte. Die bisherigen Zeitfahr-Resultate sprechen eindeutig für Landis (s.Statistik). "Floyd (hat) die Tour in der Hand. Er ist der Topfavorit", sagte Pereiro, für den ein Podiumsplatz ein gänzlich unerwarteter Erfolg wäre. In den Pyrenäen hatte er 26 Minuten verloren...
CSC-Kletterer Carlos Sastre ist nach einem zweiten Tagesrang ebenfalls auf Podiumskurs (2./+ 12 Sekunden), während Andreas Klöden, dessen T-Mobile-Team taktisch unglücklich agierte, auf Rang vier (+ 2:29) liegt und kaum noch Chancen hat, zum zweiten Mal nach 2004 in Paris auf dem Treppchen zu stehen. Klöden dachte gar nicht daran, dass Höllentempo von Landis früher Attacke mitzugehen ("Das wäre nach hinten losgegangen"). Am letzten Berg, dem Joux-Plan, hatte Klöden Probleme trotz guter Teamunterstützung (Guerini!). "Ich muss mich bei meinem Team bedanken, aber ich hatte keine guten Beine", meinte Klöden. "Ich werde am Samstag alles versuchen, aber ich weiß nicht, ob es fürs Podium reicht."
Floyd Landis startete am ersten Berg des Tages, dem Col des Saisies zu seinem eindrucksvollen Ritt über die letzten fünf Alpenpässe dieser Tour. Landis holte schnell eine Ausreißergruppe, die sich in der ersten Stunde formiert hatte, ein und ließ sie hinter sich. Nur Patrik Sinkewitz, der sich als Aufpasser für Klöden an Landis Hinterrad klemmte, konnte folgen. Nach der Abfahrt vom Colombière, 55km vor dem Ziel, hatte Landis 9 Minuten Vorsprung. Nun erst machten auch Sastres CSC-Team und Klödens Magentatruppe Tempo und lösten Pereiros Helfer ab. Der Vorsprung schmolz, 6 Minuten vor der groupe maillot jaune nahm Landis den Joux-Plan, den letzten Ehrenkategorie-Anstieg dieser Tour, in Angriff.
"Ganz ruhig, wir haben die Sache im Griff"
Landis witterte seine Chance. Was leicht als Kamikaze-Aktion hätte enden können, wurde nun ernst. Der Amerikaner verschärfte das Tempo und ließ Sinkewitz stehen. Landis widerstand in der Folge auch seinen Rivalen. Sastre ließ die Gruppe mit einem Antritt explodieren, er nahm Pereiro Zeit ab, konnte aber auch nicht dem allein an der Spitze fahrenden Amerikaner viel näher kommen. Die Konkurrenz hatte Landis' Flucht zu lange nicht ernst genommen. Und als sie es schließlich tat, war es zu spät. Ein Basso oder Ullrich hätten ihn vermutlich doch noch gestellt, aber Fahrer dieser Klasse sind nicht mehr da.
"Ich war (am Mittwochabend) sehr, sehr enttäuscht. Es war eine Katastrophe. Völlig unerwartet. Meine Mannschaft hat so hart gearbeitet, um mich soweit zu bringen. Ich konnte nun nicht einfach aufgeben nur weil ich einen schlechten Tag hatte. Ich wollte dem Team zeigen, dass ich ein Leader bin. Der Plan war, so früh wie möglich anzugreifen. Ich hatte gar keine andere Wahl", sagte Landis nach dem Rennen. "Mein Ziel ist jetzt natürlich der Toursieg. Ich bin sehr zuversichtlich., was das Zeitfahren angeht. Man wird sehen, was ich noch in den Beinen habe nach heute."
"Größter Coup der Nachkriegszeit"
Während der Däne Michael Rasmussen, der bei der 17.Etappe seinem enttäuschenden russischen Rabobank-Teamkollegen Denis Menchov (12.) beistand, das Bergtrikot sicher hat, bleibt der Kampf ums Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers spannend. Mit Christophe Moreau hatte sich der Italiener Damiano Cunego am Joux-Plan aus der Favoritengruppe gelöst und belegte am Ende hinter dem Franzosen Platz 4. Damit nahm der Girosieger von 2004 dem Gerolsteiner-Youngster das Maillot blanc ab. Fünf Sekunden trennen Fothen und Cunego. Doch an diesem - man kann sagen: historischen - Tag stand nur einer im Mittelpunkt. Die ganze Radsportwelt verneigte sich vor Floyd Landis und seinem einzigartigen Coup.
"Ich ziehe ganz tief den Hut", meinte der scheidende Tourdirektor Jean-Marie Leblanc. "Man dachte, dass Landis praktisch am Ende war. Ich kann mich nicht an so einen exploit (Großtat) erinnern. Vielleicht nur Eddy Merckx (Etappensieg) in Mourenx 1969 kommt da ran. Landis war geschlagen, am Boden, in Tränen und hier ist er wieder da. Zweifellos das Gelbe Trikot in Paris!", schwärmte Leblanc. Der französische Ex-Profi Jacky Durand, zu seiner Zeit ein Meister der langen Fluchten, war sprachlos: "Ich dachte erst, das ist Selbstmord. Dann dachte ich, naja, er gewinnt vielleicht mit knappem Vorsprung. Aber sowas! Chiappucci in Sestrières 1992 war fantastisch, aber heute das übertraf das noch", so Durand. Daniel Mangeas, Sprecher und "Stimme" der Tour, findet, es sei die "spektakulärste Tour de France seit dem LeMond-Fignon-Duell 1989". Wie war der alte Spruch noch? "Die Tour macht die Stars, nicht die Stars die Tour." Das traf selten so zu wie bei dieser Tour. |
(www.radsportnews.com)
Wie wahr wie wahr dieser letzte Satz!!!
mfg Robert |
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Robert
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Tour de France - 18.Etappe
Tosatto rettet die Tour für Quick Step und Italien
MÂCON, 21.07.06 (rsn) - Die Quick Step-Mannschaft konnte nicht wie erhofft mit ihrem Sprinterstar Tom Boonen und schon gar nicht mit Kletterneuerwerbung Jose Rujano bei der Tour de France glänzen. Und auch die Italiener waren bislang ganz leer ausgegangen. Matteo Tosatto erlöste nun auf einen Streich das Klassikerteam wie auch die große Radsportnation mit seinem Sieg bei der 18.Etappe der Frankreich-Rundfahrt, bei der am Freitag die Enttäuschten dieser Tour fou ihre letzte Chance wahrzunehmen versuchten. An der Spitze des Gesamtklassements gab es vor dem mit Spannung erwarteten Zeitfahren der vorletzten Etappe am Samstag keine Veränderungen.
Tosatto, im "Hauptberuf" Sprintanfahrer, hatte am Freitag in Mâcon keine Probleme, sich im Spurt eines Ausreißertrios den Etappensieg zu holen am Ende der 197km langen und schnellen (46km/h) Übergangsetappe, die bei großer Hitze ausgetragen wurde. Er verwies seinen Landsmann Cristian Moreni und Gerolsteiner-Profi Ronny Scholz aus Herrenberg auf die Plätze. Es war der erste italienische Etappensieg bei dieser Tour und auch für Quick Step, das in den Alpen Weltmeister Boonen verlor, war es das erste Erfolgserlebnis. Der Spanier Oscar Pereiro (Caisse d'Espargne) verteidigte das Gelbe Trikot - das Wort "erwartungsgemäß" ist bei dieser Tour aber unangebracht...
Levi Leipheimer versuchte den Landis zu machen...
Bei enormer Hitze und Temperaturen von 50 Grad über dem Asphalt hatte sich eine 15 Mann starke Ausreißergruppe (E. Martinez, Zabriskie, Sinkewitz, Calzati, Leipheimer, Scholz, Flecha, Aerts, Tosatto, Hinault, Isasi, Moreni, Vaugrenard, Quinziato, Pineau) in der ersten Stunde des Rennens formiert. 52km vor Schluss versuchten aus der Gruppe der Baske Inaki Isasi (Euskaltel) und der amerikanische Gerolsteiner-Kapitän Levi Leipheimer, deren Mannschaften ebenfalls bisher leer ausgegangen sind, eine Attacke. Doch Dauphiné-Sieger Leipheimer, der vor der Tour als Topfavorit galt und nach den Alpen aus den Top 10 herausfiel, gelang kein Coup wie seinem Landsmann Floyd Landis am Vortag. Beide wurden schnell wieder gestellt und am Ende verbesserte sich der Gerolsteiner-Star eher unspektakulär vom 18. auf den 13.Gesamtrang.
Scholz versuchte es kurze Zeit nach seinem Kapitän mit einer Attacke. 15km vor dem Ziel schlossen Tosatto und Moreni zu ihm auf. "Da wusste ich schon, dass mir nur der dritte Platz bleibt. Sie sind für mich zu schnelle Spurter", sagte Scholz später. Auf der Zielgeraden fuhr der Schwiegersohn von Gerolsteiner-Teamchef Holczer von vorn mit den beiden Italienern am Hinterrad. Tosatto wartete zunächst und verließ sich dann auf seinen starken Antritt, mit dem er sonst für Weltmeister Boonen den Boden bereitet. Hinter dem Vierten Manuel Quinziato (+ 47 Sekunden), der am Schluss einen Konter versuchte, kam der Rest der Ausreißergruppe ins Ziel. Das Peloton mit den Favoriten, das die Fluchtgruppe an der langen Leine fahren ließ, hatte am Ende 8 Minuten Rückstand.
"Ich wusste, dass Moreno schnell ist, aber ich bin auch schnell. Ich kann auch einen Sprint mit 40, 50 Mann gewinnen. 500 Meter vor Schluss wusste ich, dass das die goldene Gelegenheit ist für mich. Das war heute für mich bei dieser Tour die letzte Gelegenheit", sagte Tosatto, der zu Beginn der Tour Knieprobleme hatte ("Aber das wusste niemand außer meinen Teamkollegen"). Er habe alles daran gesetzt, sich durchzukämpfen. Für Quick Step sei die Tour ein Erfolg, meinte Tosatto: "Tom hatte das Gelbe Trikot und die Mannschaft hat dabei gut gearbeitet. Jetzt der Tagessieg. Die Tour ist ein Erfolg."
Der 32 Jahre alte Tosatto gewann zum ersten Mal in seiner Karriere eine Etappe bei der Tour de France, während er beim Giro bereits 2001 einen Tagessieg feierte und ein Jahr davor drei Tage das Rosa Trikot tragen konnte. Der Venezianer war lange Jahre Anfahrer von Sprinterstar Alessandro Petacchi, der bei dieser Tour verletzungsbedingt fehlte. Im Winter wechselte er zu Quick Step, um für Boonen zu arbeiten. "Als ich das Angebot bekam, rief ich gleich Alessandro an, denn ich wäre gern bei ihm geblieben. Aber Quick Step hat das Angebot nochmal verbessert. Da sagte Alessandro: Ich verstehe, wenn Du wechselst", erzählte Tosatto, der als mustergültiger Mannschaftsfahrer gilt und sich für die Triumphe seiner Kapitäne (fast) so freut wie über eigene Siege.
Die Favoriten dieser Tour fou hatten nach den spektakulären Rennveräufen der letzten Tage Gelegenheit, ein bisschen durchzuatmen, soweit das bei diesen Temperaturen (über 35 Grad im Schatten im Ziel am Freitag) möglich ist. Die Entscheidung fällt am Samstag im letzten Zeitfahren in Montceau-les-Mines und die ersten Drei - Landis, Sastre, Pereiro - trennen 30 Sekunden. Landis ist der bessere Zeitfahrer. "Aber es ist auch noch nicht ausgemacht, dass ich 29 Sekunden verliere", versprach Pereiro einen großen Kampf. Floyd Landis meinte nur trocken: "Ich bin optimistisch. Ich bin ja gestern schon ein gutes Zeitfahren gefahren."
Auch das noch...
• "Tour de France Jazz Band" In Morzine spielte am Donnerstagabend die "Tour de France Jazz Band" auf. An der Klarinette Tourchef Jean-Marie Leblanc, ASO-Pressesprecher Philippe Sudres spielt Saxophon und L'Equipe-Journalist Bernard Chevalier das Banjo. Die illustre Band tritt seit 15 Jahren mindestens zwei Mal im Jahr auf.
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(www.radsportnews.com)
Schade für Lang, er hätte sich den Sieg heute durchaus verdient gehabt. Dennoch hervorragende Leistung des jungen Zyanblauen, der ja auch schon im ersten Zeitfahren groß aufzeigen konnte. Auch wenn er jetzt schon definitiv müder sein wird als die großen Rundfahrer, mal sehen vielleicht kann er ja morgen auch nochmal unter die Top 10 fahren.
mfg Robert |
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Und zur kleinen Einstimmung auf morgen gleich noch ein Interview mit dem derzeitigen Mann im Gelb zum morgigen Showdown:
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Vor der Entscheidung
Pereiro: "Wichtigstes Zeitfahren meines Lebens"
MÂCON, 21.07.06 (rsn) - Der Spanier Oscar Pereiro (Caisse d'Espargne) geht am Samstag im Gelben Trikot in das alles entscheidende letzte Zeitfahren dieser verrückten Tour de France. Pereiro sagt, mit einem Podiumsplatz wäre er am Ende zufrieden, doch er werde um den Toursieg kämpfen.
Wie gehen Sie in das Zeitfahren morgen?
Pereiro: Es ist klar, dass das das wichtigste Zeitfahren meines Lebens ist. Floyd (Landis) ist besser als ich, aber ich werde alles geben. Wenn ich das Rennen in Paris auf dem Podium beende, wäre ich sehr zufrieden, aber ich werde alles versuchen, diese Tour zu gewinnen. Normalerweise, ist es für mich ein sehr gutes Resultat bei solch einem Zeitfahren, wenn ich keine 2 Minuten verliere. Und jetzt darf ich keine 29 Sekunden verlieren. Aber das ist Rennen. Letzte Woche hätte auch nie einer geglaubt, dassich im Gelben Trikot ins Zeitfahren gehe. Die Tour ist noch in meiner Reichweite. Wenn ich gewinne, ist es toll. Aber am wichtigsten ist es für mich, sagen zu können, ich habe alles getan, was ich konnte.
Bedauern Sie im Nachhinein, was in Morzine passiert ist?
Pereiro: Klar, vom Ergebnis her auf jeden Fall. Wir sind jetzt zu dritt vorne und Landis ist der beste Zeitfahrer. Aber unsere Mannschaft hat die richtige Taktik gehabt. Heute fragte mich Sastre, ob ich sauer wäre. Ich antwortete, nein, auch wenn ich glaube, dass seine Mannschaft die falsche Strategie fuhr. Wir haben alles getan, was möglich war. Mehr ging nicht.
Waren Sie schon mal in so einer Situation in einem Zeitfahren?
Pereiro: Als Amateur, ja, und da habe ich gewonnen! Bei der Tour de Suisse 2003 war es eine ähnliche Situation gegen Ullrich. Da habe ich nur 10 Sekunden gegen ihn verloren. Für mich ist das ein schöner Blickwinkel. Aber das Zeitfahren morgen ist länger, fast 60km lang. Und man darf nicht vergessen, dass wir 20 Renntage hinter uns haben. Die Beine reagieren da anders.
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(www.radsportnews.com)
mfg Robert |
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Tour de France: Showdown in Burgund
Happy End für Landis und T-Mobile
MONTCEAU-LES-MINES, 22.07.06 (rsn) - So wie sein Landsmann Greg Lemond 1989 (gegen Fignon) und 1990 (gegen Chiappucci) hat der Amerikaner Floyd Landis am Samstag beim letzten Zeitfahren der Tour de France das Gelbe Trikot und - wenn nicht noch (!) eine Sensation geschieht - den Gesamtsieg geholt. Beim packenden Showdown in Burgund verlor der Spanier Oscar Pereiro erwartungsgemäß seine Führung an den Rouleur im Phonak-Trikot. T-Mobile gehörte ebenfalls zu den Gewinnern des vorletzten Tages dieser Tour. Der Ukrainer Serhiy Honchar fuhr auf dem 57km-Kurs zwischen Le Creusot und Montceau-les-Mines die Bestzeit, während sich Magentateamkollege Andreas Klöden doch noch den Podiumsplatz erkämpfte.
Der Tagessieg bei der 19. und vorletzten Etappe dieser Frankreich-Rundfahrt, die als Tour fou in die Annalen eingehen wird, ging an den Ukrainer Honchar, der bereits das erste Zeitfahren in Rennes gewonnen hatte. Der 36-Jährige feierte zum zweiten Mal in seiner Karriere einen Touretappensieg. Honchar ("Ich bin urlaubsreif!") rollte über den 57km-Kurs mit einem Stundenmittel von 50,479 km/h. Der zweite Platz mit 41 Sekunden Rückstand ging an Andreas Klöden, der damit den Spanier Carlos Sastre vom Podium in Paris verdrängte.
"Ich freue mich, dass ich noch auf das Podium gekommen bin. Damit war nicht unbedingt zu rechnen, weil dafür jemand einbrechen musste: Es war Sastre heute. Ich habe 110 Prozent aus meinem Körper geholt und weiß, dass ich das Potenzial habe, hier mal ganz vorn zu landen. Die Fahrer, die mich in diesem Jahr bezwungen haben, kann ich schlagen", sagte Klöden, der jetzt entspannter in die Vertragsverhandlungen mit T-Mobile gehen kann. "Ich weiß noch nicht, wo ich nächstes Jahr fahre", sagte der Ullrich-Freund, der seinen dritten Platz dem gefallenen T-Mobile-Star widmete.
"Ich habe immer daran geglaubt, dass ich aufs Podium kommen kann", sagte Klöden. "Die ersten 20km waren sehr schnell, aber ich wollte von Anfang an keine Zeit verlieren gegenüber meinen Gegnern. Ich hatte am Ende glücklicherweise den (3 Minuten vor ihm gestarteten) Australier Cadel Evans vor mir, das hat mich noch einmal motiviert, alles herauszuholen", so Klöden. "Für uns begann die Tour mit einem Schlag nach dem Ausschluss von Jan. Aber wir haben Moral bewiesen. Wir können stolz darauf sein, was wir zu siebt erreicht haben", fügte er an. T-Mobile gewann drei Etappen (Honchar, Kessler) und (voraussichtlich) die Mannschaftswertung. "Mit Jan hätten wir die Tour gewonnen", sagte Klöden.
Oscar Pereiro, der Träger des Gelben Trikots, ging als Letzter auf die Strecke und startete schnell (s.Zwischenzeiten). Bei der ersten Zwischenzeit lag er nur 10 Sekunden hinter Landis und sogar knapp vor Klöden. Doch dann ließ der Spanier trotz allem Kampfeswillen nach. Am Ende wurde er Vierter mit 1:19 Minuten Rückstand auf Landis, den vor dem entscheidenden Kampf gegen die Uhr 30 Sekunden vom Gelben Trikot trennten. Sastre, dessen Stärken im Klettern liegen, büßte gegen Andreas Klöden mehr als vier Minuten ein.
Tour fou Elf Mal wechselte das Maillot Jaune den Besitzer:
Thor Hushovd (NOR): Prolog
George Hincapie (USA): 1.Etappe
Thor Hushovd (NOR): 2.
Tom Boonen (BEL): 3., 4., 5. und 6.
Serhiy Honchar (UKR): 7., 8. und 9.
Cyril Dessel (FRA): 10.
Floyd Landis (USA): 11. und 12.
Oscar Pereiro (ESP): 13. 14.
Floyd Landis (USA): 15.
Oscar Pereiro (ESP): 16., 17. und 18.
Floyd Landis (USA): 19.
Für den 30 Jahre alten Landis war diese Tour de France ein echter roller coaster, eine emotionale Achterbahnfahrt. Er eroberte das Gelbe Trikot in den Pyrenäen, überließ es dann Ausreißer Pereiro, als er sein Phonak-Team schonte. In den Alpen holte er es sich zurück, doch in Toussuire brach Landis ein und gab es wieder ab. Am Donnerstag gelang Landis dann einer der bemerkenswertesten Etappensiege in der Geschichte der Tour und er machte in einem Ritt über fünf Alpenpässe die verlorene Zeit fast ganz wieder gut. So war für ihn nun der Weg frei, um sich am vorletzten Tag erneut das Gelbe Trikot zu holen, das er nun sicher nicht mehr abgeben wird beim großen Finale am Sonntag in Paris.
"Ich habe mit meinem Team gewonnen", betonte Landis, dessen Team bei dieser Tour aber gerade auch sein Schwachpunkt war. Nichtsdestotrotz verlängerte Phonak demonstrativ die Verträge aller Tourstarter. "Da ist heute ein ganz außergewöhnlicher Tag in meinem Leben. Ich hatte eine glückliche Kindheit und komme aus einer Welt, in der sehr hart gearbeitet wurde, deshalb stehe ich hier", sagte der überglückliche Landis, der aus einer strenggläubigen Mennonitenfamilie aus Pennsylvania stammt. Der erstaunliche Amerikaner bekommt im Herbst ein neues Hüftgelenk. Er leidet an Knochenfraß in der Hüfte, einer sehr schmerzhaften Krankheit, wegen der er auch eine spezielle Sitzposition auf dem Zeitfahrrad hat, die er "Gottesanbeterinnen-Stil" nennt.
Im Gesamtklassement der 93.Tour de France führt Landis nach 19 von 20 Etappen mit 59 Sekunden vor Pereiro und 1:29 Minuten vor Andreas Klöden, der zum zweiten Mal nach 2004 (damals Zweiter) in Paris auf dem Treppchen stehen wird.
"Wir haben es geschafft! Ein Traum geht in Erfüllung!", jubelte Phonak-Teamchef John Lelangue bereits über den Toursieg. "Wir haben im Januar angekündigt, dass der Toursieg unser Ziel ist, jetzt haben wir ihn so gut wie sicher. Und in La Toussuire haben wir nicht mal mehr geglaubt, dass wir das Podium holen können", ächzte der Belgier, der nun wie sein Landsmann Johan Bruyneel mit einem Amerikaner den Toursieg holte. "Heute lief alles perfekt. Wir waren ganz ruhig, vor allem auch Floyd. Als wir den Kurs angeschaut haben, regnete es, aber das konnte uns nicht mal stören. Im Ziel haben wir uns erst mal zurückgehalten mit dem Jubel aus Respekt vor Pereiro, der noch unterwegs war", so Lelangue. Nächstes Jahr werde man zurückkommen, um den Toursieg zu wiederholen, sagte der Phonak-Teamchef.
Im Kampf um das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahreres entschied der Italiener Damiano Cunego am Samstag das Duell mit Gerolsteiner-Hoffnung Marcus Fothen für sich. Der 24-jährige Rheinländer, U23-Zeitfahr-Weltmeister von 2003, fuhr überraschend 30 Sekunden langsamer als der Kletterer aus Italien und konnte die 5 Sekunden Rückstand gegen Cunego nicht mehr aufholen. "Ich habe mein mögliches getan. Aber Cunego hat einfach ein Super-Zeitfahren hingelegt", sagte Fothen leicht geknickt. Sein zweites Ziel, ein Platz unter den ersten 15, wird der Kaarster aber erreichen. "Der 15. Platz von Markus wäre deutlich mehr als ein Trostpflaster für das verpasste Trikot. Es wäre ein toller Erfolg", meinte Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer.
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Dicke Gratulation an Floyd Landis! Ein vollkommen verdienter Toursieger 06! Schade find ich das Fothen das weiße Trikot nicht wieder zurückholen konnte, Cunego war einfach unerwartet stark.
mfg Robert |
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Interview mit Floyd Landis
"Ich bin gedemütigt worden"
MONTCEAU-LES-MINES, 22.07.06 (rsn) - Floyd Landis, der designierte Gewinner der Tour de France, stand am Samstag nach dem Zeitfahren der internationalen Presse Rede und Antwort mit Humor und leichtem Sarkasmus.
Floyd, was empfinden Sie?
Landis: Die Tour ist noch nicht zu Ende... Aber ich hoffe, dass ich das Trikot jetzt behalte. Was ich am meisten fühle, ist Müdigkeit.
Wie verlief das Zeitfahren für Sie?
Landis: Wenn man das Gelbe Trikot holen kann, gibt man alles. Am Anfang hatte ich ein bisschen Angst, dass ich für die Anstrengungen von vor zwei Tagen bezahlen muss. Aber dann war es okay. Ich war informiert über die Abstände.
Haben Sie vom Toursieg geträumt, als Sie Helfer von Armstrong waren?
Landis: Ich habe darauf gehofft, einmal ein Leader zu sein, das Gelbe Trikot zu tragen. Aber ich weiß, wieviel Arbeit dafür notwendig ist, wieviel Opfer man dafür bringen muss. Ich war breit für die Herausforderung. Nun ist es geschafft.
Können Sie beschreiben, wie Sie das Rennen gefahren sind?
Landis: Manchmal habe ich gefühlmäßig reagiert. Aber die meisten Aktionen waren kalkuliert. Nach meinem Einbruch musste ich fast 10 Minuten, wieder gutmachen. Danach musste man nachdenken. Was mich motiviert, ist der Sieg.
Gibt es einen bestimmten Grund dafür, dass nach sieben Jahren Armstorng wieder ein Amerikaner gewinnt?
Landis: Dank Lance gibt es in den Staaten eine Leidenschaft für die Tour. Ich stehe in dieser Linie, aber andere wollten den Sieg genauso. Dafür braucht man auch ein bisschen Glück.
Hat Ihnen die Art und Weise, wie Sie als Kind und Jugendlicher aufgewachsen sind, geholfen?
Landis: Da gibt es einen Einfluss. Meine Eltern haben mir beigebracht, hart zu arbeiten. Und Geduld zu haben, um die Ziele, die man sich setzt, zu erreichen. Ich brauchte lange Zeit, um zu verstehen, dass man Geduld braucht, dass man sich nicht entmutigen lassen darf wenn es nicht sofort klappt.
Was empfanden Sie am Tag Ihres Einbruchs?
Landis: Ich war gedemütigt. Das schlimmste Gefühl meines Lebens. Ich war deprimiert. So eine Niederlage hatte ich mir nicht vorstellen können. Während des Rennens dachte ich nur noch daran, die Ziellinie zu überqueren. Dann fühlte ich mich nach und nach besser. Ich habe meine Moral wiederentdeckt, mein Kämpferherz. Der Wunsch war da, mich wieder aufs Rad zu setzen und zu kämpfen. Eddy Merckx sagte zu mir, es sei noch alles möglich. Er hat in seiner Zeit das gleiche gemacht.
Was denken Sie über die Dopingaffären, die zum Beginn der Tour die Radsportwelt erschüttert haben?
Landis: Dazu habe ich nichts zu sagen.
Es war eine verrückte Tour, nicht?
Landis: Aus unserer Perspektive war es keine merkwürdige Tour. Wir sind mit der Idee an den Start gegangen, den Sieg zu holen. Wir haben versucht, das Rennen zu kontrollieren, aber nach dem fürchterlichen Tag, den ich hatte, mussten wir die Pläne ändern. Ich konnte beweisen, was ich kann. Das ist gut für uns - und auch fürs Fernsehen, denke ich.
Was sagen Sie denen, die das Fehlen von Basso und Ullrich betonen?
Landis: Seit dem Start sage ich das gleiche: Dass man aufhören soll mit diesen Fragen, dass wir übers Rennen reden. Sonst noch was?
Wie sehen Sie Ihrer Hüftoperation entgegen?
Landis: Ich bin entspannt. Ich wäre sehr enttäuscht, wenn ich die Tour nicht gewonnen hätte und nicht mehr zurückkommen könnte nach einer Operation. Ich werde kämpfen, um zurückzukommen. Vielleicht nächstes Jahr, vielleicht übernächstes. Dieser Sport ist der schönste von allen und ich bin glücklich, Teil davon zu sein.
Ändert der Toursieg Ihr Leben?
Landis: Ich hoffe, er ändert es nicht zu sehr. Ich bin glücklich, so wie mein Leben ist.
Werden Sie die WM in Salzburg im September fahren?
Landis: Leider nein. Ich werde in zwei Monaten operiert.
Haben Sie profitiert von Ihrer Erfahrung als Armstorng-Helfer?
Landis: Ich hatte großes Glück, Teil dieser Mannschaft gewesen zu sein. Wenige Rennfahrer haben diese Erfahrung zu sehen, wie einer 100 Prozent für die Tour lebt, ohne jemals aufzuhören an den Sieg zu glauben.
Wollen Sie ein Signal setzen an die kommende Generation im Hinblick auf den Kampf gegen Doping?
Landis: Unser Sport bekämpft Doping sehr stark. Aber aus dem Grund hat der Sport auch diesen Ruf. Eltern müssen Ihren Kindern Werte beibringen. So wie meine Eltern es bei mir gemacht haben.
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Landis gewinnt die 93.Tour de France
Vive le Tour!
PARIS, 23.07.06 (rsn) - Mag auch der ein oder andere Professor durch die deutschen Fernseh-Lande ziehen und versuchen glauben zu machen, dass Profiradsport organisiertes Verbrechen ist, so zeigt sich die Tour de France doch weiter putzmunter. Die 93.Ausgabe der "Großen Schleife", die erste der Nach-Armstrong-Ära, begann mit einem Riesenskandal, über den die größten Stars der Gegenwart stolperten. Und drei Wochen später staunt die Radsportwelt über eines der aufregendsten Rennen der letzten Jahre und einen Sieger, der sich als ein wahrer Champion zeigte. Einmal mehr erwies sich der alte Spruch als Wahrheit: Nicht die Helden machen die Tour, die Tour macht Helden.
Eddy Merckx ist sich sicher: "Er wird die Tour de France wieder gewinnen". Mit seiner fantastischen Aufholjagd hat sich der Sieger der 93. Frankreich-Rundfahrt, Floyd Landis, bereits jetzt einen Platz in der Tour-Geschichte gesichert. "Er ist gut in den Bergen und im Zeitfahren", bescheinigte die belgische Radsport-Legende dem Amerikaner die Qualitäten eines Allround-Fahrers. Merckx höchstpersönlich hatte Landis und Phonak-Teamchef John Lelangue, Sohn von Merckx' früherem Sportdirektor Robert Lelangue, wieder aufgebaut vor der erstaunlichen Etappe nach Morzine, bei der der Toursieger einen Tag nach der schlimmsten Niederlage seines Karriere ("Ich war gedemütigt") wieder aufstand und einen der bemerkenswertesten Siege der Radsportgeschichte feierte.
Tableau der 93.Tour de France
Gesamtwertung: Floyd Landis (USA/Phonak)
Bergwertung: Michael Rasmussen (DEN/Rabobank)
Punktewertung: Robbie McEwen (AUS/Davitamon)
Nachwuchswertung: Damiano Cunego (ITA/Lampre)
Mannschaftswertung: T-Mobile (GER)
Offensivster Fahrer: David de la Fuente (ESP/Saunier Duval)
"Es ist seine Tour" würdigte die Sportzeitung L'Equipe am Sonntag den Triumph eines weiteren Amerikaners in Paris. Der 30- Jährige aus Pennsylvania, der sich mit seinem sensationellen Husarenritt in den Alpen und dem Sprint gegen die Uhr den Weg zum Gelben Trikot bahnte und drei Mal während des Rennens die Spitzenposition zurückeroberte, gab nach den Doping-Ausschlüssen der Favoriten wie Jan Ullrich oder Ivan Basso der Tour wieder ein Gesicht. 200 000 Menschen jubelten am Sonntag auf den Pariser Champs-Elysées dem neuen Helden im Gelben Trikot zu. Von einer tiefen Krise des Radsports war bei dieser Tour - weder am Straßenrand noch bei den TV-Quoten in Frankreich - nicht viel zu merken.
"Mich hat das Gefühl getragen, etwas Großes zu vollbringen", brachte Landis den Grund für seinen Erfolg auf den Punkt. Der Sprössling einer Mennoniten-Familie aus Pennsylvania, tief im Glauben verwurzelt, musste gegen seine Eltern ein bisschen rebellieren, als er als Teenager sein erstes Mountainbike bekam und die Liebe zum Radsport entdeckte. Als er dann aus dem betulichen "Amish County" Lancaster/Pennsylania, wo die Familie Landis als "liberal" galt, weil sie Radio hörte, nach Kalifornien kam, habe er sich gefühlt "wie auf dem Mars". Als Amateur war er nicht der Beste und beinahe wäre schon 1998 alles vorbei gewesen. Doch dann bekam er doch noch einen Profivertrag und fasste Tritt in der großen, weiten Welt. 1999 fuhr er die Zukunfts-Tour de France für Nachwuchsfahrer und wurde Dritter. "Ich sage Euch: Floyd gewinnt mal die Tour!", hatte Landis damaliger Teamchef gegenüber den Organisatoren schon zuvor geschwärmt, als er um eine Einladung zur Zukunfts-Tour bettelte (s.Story). Verantwortlicher des Rennens war damals John Lelangue, der heutige Phonak-Teamchef.
Landis wusste schon vor seinem ersten Gelben Trikot, wie das ist, welcher Wirbel, welcher Druck, das ominöse Maillot jaune mit sich bringt. Bevor er als Kapitän bei Phonak anheuerte, fuhr er als Helfer von Lance Armstrong. "Diese Erfahrung machen nur wenige", beschrieb er seine Zeit an der Seite des siebenfachen Toursiegers. An den Rundfahrt-Siegen von 2002 bis 2004 seines Lehrmeisters war Landis als Team-Kollege beteiligt. Allerdings war Landis, der im vergangenen Jahr Tour-Neunter wurde, nicht gerade ein buddy des Texaners. "Von mir hast Du nichts zu befürchten, ich trete zurück. Aber meine Mannschaft wird Dich nie in Ruhe lassen", gab der Seriensieger vor seinem Rückzug dem Phonak- Kapitän mit auf den Weg. Doch Discovery, das von seinem Kapitän Hincapie enttäuscht war, hatte bei dieser Tour mit sich selbst genug zu tun. Während einer Stippvisite in den Alpen lenkte Armstrong (oportunistisch?) ein: "Floyd ist der Favorit".
Landis belegt im Schlussklassement mit 57 Sekunden vor dem Spanier Oscar Pereiro und 1:29 Minuten vor Andreas Klöden den ersten Rang und setzt die amerikanische Tradition in Paris nach sieben Jahren Lance Armstrong fort. Zum elften Mal gewann ein Amerikaner die Tour. Die 20. und letzte Etappe über 154,5 Kilometer zwischen Sceaux-Antony und Paris gewann der Norweger Thor Hushovd und setzte damit Schlusspunkt, nachdem er als Prolog-Sieger auch das erste Ausrufezeichen gesetzt hatte. 139 Fahrer von 176 gestarteten erreichten die französische Hauptstadt. Der französische Meister Florent Brard musste auf den Start verzichten, nachdem er sich bei seinem Sturz im Zeitfahren am Samstag die Hand gebrochen hatte.
Der Australier Robbie McEwen verfehlte als Zweiter in Paris seinen vierten Etappensieg, sicherte sich wie 2004 und 2002 aber das Grüne Trikot. Zweiter in der Punktewertung wurde der sechsfache Gewinner der Sprinterwertung (1996-2001) Erik Zabel, am Sonntag Vierter. Der 13. Etappensieg seiner Karriere blieb ihm bei seiner 12. Tour-Teilnahme versagt, der Berliner aus dem Milram- Team erinnerte bei seinen beiden dritten Plätzen in Straßburg und Dax nur noch entfernt an große Zeiten. Sein Milram-Team, das ohne den verltetzten Alessandro Petacchi auskommen musste, spielte bei der Tour kaum eine Rolle.
Auch bei Gerolsteiner blieb man hinter den Erwartungen zurück. Den besten Eindruck machte der 24-jährige Markus Fothen, der zwar im Zeitfahren am Samstag gegen Damiano Cunego (Italien) im Duell um das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers unterlag, aber ansonsten als Tour-Debütant auf Rang 15 eine sehr gute Figur abgab. "Cunego ist ja als Giro-Gewinner nicht irgendjemand. Mit dem Trikot hätte ich eine zufrieden stellende Bilanz ziehen können", war Hans-Michael Holczer, Manager des Gerolsteiner Teams, am Sonntag etwas enttäuscht. Sein Star Levi Leipheimer, der nach seinem Sieg bei der Dauphine als Favorit gehandelt wurde, fightete, hatte aber schon im ersten Zeitfahren nach einer schwachen Leistung seine Chancen auf eine Podiumsplatzierung eingebüßt. Er wurde schlussendlich 13. Ein Etappensieg, wie ihn der Österreicher Georg Totschnig 2005 schaffte, fehlt diesmal in der Bilanz der Mineralwassertruppe, die ihren Sprinter Robert Förster, der die Giro-Etappe in Mailand gewonnen hatte, bei der Tour zuhause ließ, um sich aufs Gesamtklassement zu konzentrieren.
T-Mobile dagegen konnte in Frankreich glänzen. Auch mit einem Jan Ullrich hätte das Team kein viel besseres Ergebnis holen können. Zu siebt zeigten Andreas Klöden und Co. eine Trotzreaktion. Drei Etappensiege holte die Magentatruppe. Matthias Kessler feierte wie Jens Voigt einen schönen Ausreißer-Sieg. Der 36-jährige ukrainische T-Mobile-Neuzugang Sergej Hontchar, der am Samstag auch das zweite Zeitfahren gewann, bescherte den Bonnern zwei weitere Etappensiege und das Gelbe Trikot für drei Tage.
Andreas Klöden, Tour-Zweiter von 2004, sicherte sich beim alles entscheidenden Zeitfahren am Samstag noch vor Konkurrent Carlos Sastre den letzten Podiumsplatz. An den aufopfernd kämpfenden Pereiro und dem phänomenalen Amerikaner kam er aber nicht mehr heran. "Ich freue mich riesig", sagte Klöden, der den dritten Gesamtrang seinem bei T-Mobile entlassenen Freund Jan Ullrich widmete. "Wir sind für Jan gefahren. Er kann stolz auf uns sein", sagte Klöden, der zum zweiten Mal nach 2004 (Zweiter) in Paris auf dem Treppchen stand. T-Mobile gewann auch die Mannschaftswertung.
Landis ungewisse Zukunft
Trotz des Riesenerfolgs steht Landis' sportliche Zukunft auf wackligen Beinen. Wie der geheilte Krebspatient Armstorng hat auch er eine Leidensgeschichte: "Vor anderthalb Jahren wurde mir bewusst, dass meine Karriere nicht so weiter gehen kann". Eine schlecht auskurierte Hüftverletzung nach einem Sturz im Januar 2003 hinterließ bleibende Schäden. Landis leidet an Knochenfraß, einer schmerzhaften Krankheit. Schon Ende des Jahres will sich der rotblonde Amerikaner einer Operation unterziehen: "Es wird meine letzte Tour mit eigener Hüfte sein."
"Erst fährt einer mit gebrochenem Schlüsselbein auf Platz 4 (Hamilton 2003), dann gewinnt einer mit einem Hoden, der Krebs überlebt hat und nun einer, der eine neue Hüfte braucht. Wo soll das denn noch hinführen? "
Der zweifache französische Meister Didier Rous
Schmerzen begleiten Landis auf Schritt und Tritt. Ob er auf das Rad steigt, sich streckt oder wieder absteigt - "es ist eine langsame, schleichende Krankheit, kein katastrophaler Einschnitt". Fachleute können sich einen Radprofi mit künstlicher Hüfte vorstellen, vorausgesetzt bei dem Eingriff in Gelenke und Muskeln werden die besonderen Bedürfnisse eines Radprofis berücksichtigt. «Ich kenne keinen Radprofi mit Hüftprothese, aber vielleicht ist es möglich», meinte T-Mobile-Teamarzt Lothar Heinrich.
"Ich bin jetzt entspannt", sagte Toursieger Landis. "Ich wäre sehr enttäuscht, wenn ich die Tour nicht gewonnen hätte und nicht mehr zurückkommen könnte nach einer Operation. Nun habe ich sie gewonnen und ich werde kämpfen, um zurückzukommen. Vielleicht nächstes Jahr, vielleicht übernächstes. Dieser Sport ist der schönste von allen und ich bin glücklich, Teil davon zu sein." Und da ist Landis nicht allein. London etwa, dessen Stadtverantwortliche schon ausrechnen, wieviel Gewinn man aus den für den grande depart investierten anderthalb Mio. Pfund (2,2 Mio. Euro) schlagen und wieviel Werbung fürs Fahrrad man in der staugeplagten Metropole damit machen kann, freut sich schon auf den nächsten Prolog am 6.Juli 2007. Vive le Tour.
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Nochmal herzliche Gratulation an Floyd Landis!!!!! Absolut verdienter Toursieg!!!
mfg Robert |
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Landis gewinnt Tour de France
Lemond: "Beste Tour aller Zeiten"
NEW YORK, 24.07.06 (rsn) - Der Amerikaner Greg Lemond, dreifacher Tour de France-Sieger (1986, 1989 und 1990), meint, die von seinem Landsmann Floyd Landis gewonnene letzte "Große Schleife" sei die "beste Tour aller Zeiten" gewesen. Lemond, den eine herzliche Abneigung mit Lance Armstrong verbindet, hob hervor, dass "ein sauberer Fahrer" gewonnen habe.
"Ich habe eine fantastische Tour erlebt", sagte Lemond am Montag. "Das Rennen erinnerte an die Tour in den Achtzigern, als die Rennfahrer alle Phasen durchgemacht haben und auch mal einen schwachen Tag hatten. Das hat man dann nie mehr gesehen. Das erste Mal seit Jahren hat man leidende Gesichter gesehen. Das war sagenhaft", schwärmte Lemond, der als erster Amerikaner die Tour gewann.
Lemond, der seine Karriere 1994 beendete, gratulierte den Organisatoren der Tour de France zu den Aufräumungsarbeiten zu Beginn der Tour. "Ich bin zufrieden, dass Ullrich und Basso gehen mussten. Plötzlich waren die Fahrer, die vorher im Schatten standen und an sich zweifelten, im Vordergrund. Das ist sehr ermutigend. Ich hoffe, dass die Verbände weiter machen in ihrem Kampf", so Lemond.
Über den Sieg von Floyd Landis freute sich Lemond, der dieses Jahr nicht in Frankreich dabei war, besonders. "Er war mein Favorit vor dem Rennen. Er fährt wie die Großen früher. Er ist sauber und er ist ein netter Kerl. Seine Mentalität hat es ihm erlaubt, alle Hindernisse zu überwinden und zu gewinnen", so der Ex-Weltmeister, der beim gescheiterten Mercury-Team von 2001, für das Landis fuhr, einer der Berater war. Lemond zeigt sich sicher, dass Landis nach seiner Hüftoperation im Herbst wieder zurückkommen und seinen Sieg wiederholen wird. "Ich glaube, er gewinnt wieder, man kann sich schnell von solch einer Operation erholen. Ich werde 2007 dabei sein, um ihm in Paris zuzujubeln", versprach Lemond.
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mfg Robert |
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Robert
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Tour de France
Die Bilanzen der Teams
PARIS, 24.07.06 (rsn) - Die "Große Schleife" ist vorbei - Zeit, Bilanz zu ziehen. Keine der 20 Mannschaften der 93.Tour de France brachte alle neun Fahrer bis auf die Champs-Elysées in Paris, wo die Rundfahrt am Sonntag gut drei Wochen nach dem Start in Straßburg zu Ende ging. 139 der 176 gestarteten Fahrer beendeten das Rennen. Zwei Teams, AG2R und T-Mobile, überstanden die 21 Renntage ohne Aufgaben, auch wenn die beiden Rennställe aufgrund der Suspendierungen vor dem Auftakt nicht in Vollbesetzung, sondern nur zu siebt (T-Mobile) bzw. acht (Ag2r) starten konnten. Die Zahl der insgesamt 37 Aufgaben in diesem Jahr war im Bereich des Durchschnitts (34/2005, 41/2004).
Die Teambilanzen (in der Reihenfolge der Prämien-Wertung)
Phonak: Das Ziel hieß Tour-Sieg. Landis erfüllte es. Die Schwäche der Mannschaft vor allem in den Bergen verblasst hinter dem großen Triumph des Phonak-Kapitäns, der mit seinem Ritt nach Morzine Tourgeschichte schrieb.
Caisse d'Epargne: Mit Valverde verlor das spanische Team gleich zu Beginn seine größte Hoffnung. Aber es geschah ein kleines Wunder: Oscar Pereiro, der in den Pyrenäen fast eine halbe Stunde verloren hatte, konnte dank der von Phonak und den anderen Teams zugelassenen Monumentalflucht ins Gelbe Trikot fahren und kämpfte in der Folge in den Bergen und im Zeitfahren ums Podium.
T-Mobile: Eine bemerkenswerte Tour für die Magentatruppe. Erst die dunkelste Stunde der Teamgeschichte einen Tag vor dem Start, als Jan Ullrich und seine Teamkollegen im Bus auf der Fahrt zur Mannschaftsvorstellung erfuhren, dass der T-Mobile-Star nach Hause fahren muss. Dann zeigte das Team Stolz und Klasse, gewann drei Etappen (Kessler, zwei Zeitfahrsiege für Honchar) und die Teamwertung. Und am Ende musste man sich fragen, ob Andreas Klöden vielleicht nicht mit etwas schlauerer Taktik sogar mehr als Rang drei hätte erreichen können.
CSC: Verlor durch die Basso-Suspendierung seinen Kopf, wurde nach dem Julich-Aus weiter geschwächt. Jens Voigt zeigte seine bekannten Attackierer-Qualitäten und feierte einen Sieg. Frank Schleck, vielleicht ein Toursieger von morgen, zeigte erstaunliche Kletterqualitäten mit dem Sieg in Alpe d'Huez. Sastres Einbruch beim letzten Zeitfahren kostete ihn seinen Podiumsplatz.
Rabobank: Vier Etappensiege (2 Mal Freire, Menchov und Rasmussen), dazu das erneute Bergtikot für Rasmussen. Menchov (6.) blieb dagegen hinter den Erwartungen zurück.
Davitamon: McEwen übertraf seine ursprünglichen Ziele: Mit drei Etappensiegen plus Grünes Trikot war er der beste Sprinter der Tour. Auch sein Landsmann Evans (5.) konnte sehr zufrieden sein mit der Tour.
Lampre: Fuhr sehr offensiv, wurde aber nicht belohnt dafür. Bennati, Ballan oder Commesso hätten einen Sieg verdient gehabt. Cunego, der beim Giro enttäuschte, zeigte ein viel versprechendes Tourdebüt. Beim Zeitfahren am vorletzten Tag bewies er Rundfahrer-Qualitäten, als er als Kletterer das Duell gegen Zeitfahrspezialist Fothen um das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers gewann.
AG2R: Bestes einheimisches Team - auch ohne seinen Leader Mancebo, der vor dem Start suspendiert wurde. Etappensieg (Calzati), ein Tag in Gelb (Dessel) und zwei Fahrer unter den ersten Zehn (Dessel, Moreau), deren Kampf die Franzosen begeisterte.
Saunier Duval: De la Fuente, lange Zeit führend im Bergklassement, wurde als offensivster Fahrer der Tour geehrt. Er rettete die Tour für das spanische Team, von dessen Kapitänen Millar und Simoni nichts zu sehen war.
Gerolsteiner: Von Dauphiné-Sieger Leipheimer (13.) musste man mehr erwarten. Die jungen Wegmann und Lang fuhren ambitioniert. Scholz fuhr eine starke Flucht (mit einem völlig vergeigten Finale). Fothen zeigte ein starkes Tourdebüt (15.), verpasste am Ende aber das Weiße Trikot, wobei er Cunego ("Schade, dass ich nicht nach ihm starte, dann klopf' ich ihm auf die Schulter") im letzten Zeitfahren sträflich unterschätzte.
Crédit Agricole: Hushovd setzte das erste Ausrufezeichen im Prolog und er setzte den Schlusspunkt den Paris. Dazwischen viel Mittelmaß, auch wenn Caucchioli (16.) in den Bergen vorn dabei war.
Bouygues Telecom: Fédrigo feierte den ersten Touretappensieg in der sechsjährigen Teamgeschichte. Damit war die Tour für die Mannschaft ein Erfolg.
Milram: Knees und Schröder zeigten ein viel versprechendes Tourdebüt. Sie konnten ihr Glück versuchen, weil das Team keine Leader hatte. Petacchi fehlte verletzt und Zabel konnte nicht wie erhofft noch einmal in den Sprints ganz vorne mit reinhalten. Bei seiner 13.Tourteilnahme waren am Ende zwei dritte Plätze Zabels beste Resultate.
Cofidis: Ein unerwarteter Sieg durch Casper bei der 1.Etappe. Zwei Hoffnungsträger (Chavanel, Parra) zeigten sich im ersten Teil, stürzten dann in den Alpen. Moncoutié konnte nach schlechter Vorbereitung nicht überzeugen.
Discovery Channel: Ohne Lance Armstrong fiel die Mannschaft ins Mittelmaß zurück. Hincapie startete mit enormen Ehrgeiz und trug einen Tag das Gelbe Trikot, in den Pyrenäen ging er unter. Popovych rettete für Discovery die Tour mit einem Etappensieg.
Liquigas: Ohne Di Luca und Backstedt (Aufgaben) hatte das Team Probleme trotz offensiver Taktik Quinziato und Garzelli zeigten die Teamfarben in Fluchten.
Française des Jeux: Fuhr das Team überhaupt die Tour? Die Mannschaft von Marc Madiot war leicht zu übersehen. Gilbert hatte Pech in Valkenburg, Eisel ist auf dem Weg zum Topsprinter. Sonst war nicht viel.
Quick Step: Tosatto gewann eine Etappe, vier Tage trug Boonen das Gelbe Trikot. Aber das Scheitern des Weltmeisters, der von "drei oder vier" Etappensiegen und dem Grünen Trikot träumte, wirft einen Schatten auf die eigentlich nicht so schlechte Bilanz.
Euskaltel: Mayo ging völlig unter, aber Zubeldia, der in den Bergen gut fuhr (9. im Gesamtklassement) sprang ein. Auch seine Teamkollegen wie Isasi, Camano und Verdugo zeigten sich.
Agritubel: Da war der Etappensieg von Mercado, aber danach musste das einzige Nicht-ProTour-Team im Feld doch ganz schön kämpfen. |
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mfg Robert |
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Maestro
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Gerade kam auf N24 die Eilmeldung, dass der Sieger Landis mit Testosteron gedopt war. Dies teilte sein Team Phonak mit.
Tja, ich möchte nicht wissen wieviel da noch gedopt gefahren sind.
Da bleibt eigentlich nur ein Kommentar: Radsport
MfG
Maestro |
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Robert
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| Maestro wrote: |
Gerade kam auf N24 die Eilmeldung, dass der Sieger Landis mit Testosteron gedopt war. Dies teilte sein Team Phonak mit.
Tja, ich möchte nicht wissen wieviel da noch gedopt gefahren sind.
Da bleibt eigentlich nur ein Kommentar: Radsport
MfG
Maestro |
Tja es wurde ja schon gemunkelt, dass Landis eben dieser Positive sein könnte. Doch nun scheint es fix. Ich wiederhole: Mich würde wundern wenn mehr als 10% der Profis nicht auf irgendeine Weise dopen würden. Allen möchte ich es nicht unterstellen, ich halte es aber durchaus für möglich. Nur das man sich dabei heutzutage bei ner Dopingkontrolle erwischen lässt versteh ich nicht, wobei Testosteron ja als sicher nachweisbar gilt. Deswegen kann ich mir absolut nicht vorstellen, warum Landis ausgerechnet damit gedopt haben soll.
Ich möchte trotz Doping nochmals darauf hinweisen, dass die Radsportler eine schwerere körperliche Leistung als jeder anderer Sportler auf sich nimmt und aushalten muss. Doping macht den Sport meines Erachtens nicht unglaubwürdig sondern die Anforderungen machen Doping notwendig!
Landis war anscheinend bereits bei der 17ten Etappe positiv getestet worden, die Frage die sich nun aufwirft: Warum wird sowas erst jetzt bekannt nachdem es bislang einstimmig geheißen hat sämtliche Dopingkontrollen wären negativ verlaufen?
mfg Robert |
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Robert
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ZDF erwägt Ausstieg aus Tour-Übertragungen
Mainz (dpa) - Das ZDF denkt nach der positiven Doping-Probe von Tour-de-France-Sieger Floyd Landis über ein Ende der Berichterstattung über die Tour nach. «Wir haben einen Fernsehvertrag über eine Sportveranstaltung und nicht über eine Pharma- Leistungsschau abgeschlossen», sagte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender am Donnerstag. Der neuerliche Fall zeige, dass ohne wirksame Gegenmaßnahmen der Wegfall der Geschäftsgrundlage drohe, hieß es in einer Mitteilung des Senders.
In diesem Fall müssen wir über ein Ende der Berichterstattung des ZDF über die Tour nachdenken», sagte Brender. Allerdings wolle er zuvor den deutschen Radsportverband und die deutschen Rennställe zu einem Gespräch über die Einhaltung eines Doping-Codex einladen. Außerdem verlange das ZDF vom internationalen Radsportverband (UCI) und vom Tour-Veranstalter eindeutige Garantien über wirksame Maßnahmen gegen Doping sowie eine Verschärfung der Strafen bis hin zur Sperrung von Rennställen.
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(www.radsportnews.com)
Lächerlich, einfach lächerlich. Diese Heuchler haben doch gar keine Ahnung. Doping existiert schon seitdem es Leistungssport gibt. Der große Eddie Merkx wurde in den 70igern des Dopings überführt, vor ihm waren die Sportler vollgepumpt mit Aufputschmitteln etc, heutzutage sind es halt präzisere, auf den Punkt wirkungsvollere und schwerer nachzuweisende Mittel. Man wird immer alles nur erdenkliche ausloten, was einem einen Vorteil bringen kann. Legales und auch illegales, von dem man denkt das es nicht entdeckt werden wird. Wie Doktor Ferrari so schön zu sagen pflegt: Was man nicht nachweisen kann ist kein Doping. Und nachdem richtet sich jeglicher Leistungssport. Leichtathleten zb Sprinter schlucken seit jeher genug Amphitamine, spritzen Testo etc um maximalen Muskelaufbau zu garantieren, selbst 'Spielsportarten' wie Tennis, Fußball etc sind von sowas nicht ausgenommen. Also woher nimmt man dann eigentlich den Glauben, der Radsport wäre sauber angesichts der enormen körperlichen Anforderungen, die zb während der Tour auf die Athleten zukommen. Sicher, nach Paris kommen würden bei einem komplett sauberen Athletenfeld ziemlich dieselbe Teilnehmerzahl, aber die Geschwindigkeit des Rennens würde stark abnehmen, sowie Attacken (zb Ausreißversuche) würden weniger stattfinden.
Die Hoffnung der Radsport wäre großteils sauber, was ist da eigentlich dran? Um diese Frage zu beantworten sieht man sich am Besten den ständig zunehmenden kmh-Schnitt der Tour de France an. 1998 war die Festina Affäre, der große Epo Skandal. 1999 konnte Epo immer noch nicht nachgewiesen werden, da war das gesamte Feld wohl auf Epo. Seltsam wenn der Radsport heute sauber wäre, warum ist der Schnitt dann mitte des ersten Jahrzents des neuen Jahrtausends um soviel höher? Die Leistungen der Teilnehmer soviel Phänomenaler? Und jetzt plötzlich den Sport als unglaubwürdig darzustellen weil jetzt jeder, nicht nur die Radsportler und die Insider selbst davon Wind bekommen, ist einfach nur heuchlerisch und totaler Humbug. Die Leute beim ZDF haben nun die Wahl: Weiter mitmachen bei einem jährlich rießen Sportspektakel oder aussteigen und schlussendlich als totaler Verlierer dastehen. Der Radsport wird so oder so weiterexistieren, Doping ebenso und vor allem die Tour wird bei den Fans (wie heuer ersichtlich) niemals die Faszination verlieren.
mfg Robert |
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Toursieger bestreitet Doping
Landis will kämpfen
LOS ANGELES, 28.07.06 (rsn) - Toursieger Floyd Landis, der in einem Test nach der 17.Etappe der Tour "positiv" auf Testosteron war, hat in einer ersten Reaktion Doping bestritten. In einem Interview mit SI.com, der Online- Ausgabe des US-Magazins Sports Illustrated, antwortete er auf die Frage, ob er gedopt habe, mit: "No, c'mon man!"
SI-Journalist Austin Murphy führte ein kurzes Telefon-Interview mit Landis, der am Mittwoch abgetaucht war, nachdem die UCI ihn informierte, dass er in einem Dopingtest bei der Tour de France einen anormalen Wert aufwies, der auf Testosteron-Doping hindeutet. "Haben Sie es getan?", fragt Murphy. "No, c'mon, man! (Nein, komm schon!)", antwortet Landis, der in dem Gespräch mehrmals bestreitet, manipuliert zu haben. Dennoch habe er "keine Illusionen" über das Ergebnis der B-Probe, die er beantragen will. "Ich bin Realist", sagt der 30 Jahre alte Phonak-Star, dem als erstem Toursieger der Radsport-Geschichte der Sieg aberkannt werden könnte.
Dennoch will Landis um seinen Ruf kämpfen. Der spanische Arzt Luis Hernandez soll ihm helfen nachzuweisen, dass der erhöhte Testosteron-Wert natürliche Ursachen habe. Hernandez habe bereits vielen Rennfahrern in in ähnlichen Fällen erfolgreich helfen können, so Landis. Dass sein Leugnen viele für unglaubwürdig hielten, wisse er, sagt Landis: "Ich würde es niemandem vorwerfen, wenn sie mir nicht glauben."
In dem Interview mit SI.com bringt Landis eine Schilddrüsenerkrankung ins Spiel, die ein Grund für den erhöhten Testosteronwert sein könne. Seit einem Jahr habe er ein "Problem mit der Schilddrüse" und müsse deshalb "täglich kleine Mengen an Hormonen" in Tablettenform einnehmen. Wegen seiner Knochenerkrankung in der Hüfte nimmt Landis auch Kortison, das auf der Dopingliste steht, aber ausnahmsweise zu therapeutischen Zwecken genommen werden darf, wenn es ärztlich verschrieben wurde.
Landis war nach Angaben des Journalisten Austin Murphy in Tränen aufgelöst, als er kurz vorher mit seiner Mutter Arlene telefoniert hatte. Diese musste aus dem von Reportern umlagerten Haus der Familie flüchten. Der Rennfahrer bat die Journalisten, seine Familie in Ruhe zu lassen. "Ich weiß, dass es Eure Arbeit ist, aber Ihr müsst sie da raus lassen", sagte er. Landis Mutter, die zu einer strenggläubigen Mennonitengemeinde gehört, die moderne Technik wie Computer und Fernsehen ablehnt, hatte am Nachmittag gegenüber Reportern gesagt: "Die Versuchung ist groß. Aber auch wenn er es getan hat, bleibt er mein geliebter Sohn."
Floyd Landis wies nach seinem eindrucksvollen 130km-Solo-Sieg bei der 17.Etappe der Tour de France in Morzine einen erhöhten Testosteronwert (Verhältnis Testosteron/Epitestosteron) auf, wie seine Phonak-Mannschaft am Donnerstag in einem offiziellen Statement bekanntgab.
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(www.radsportnews.com)
Die B-Probe wird auch positiv sein, aber er hat ja noch ne Chance. Wenn er nachweisen kann, dass dieser erhöhte Wert natürliche Ursachen hat dann darf er seinen Toursieg und die weiße Weste behalten. Ich drück ihm auf jeden Fall die Daumen.
mfg Robert |
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Toursieger Landis positiv
Pereiro: "Ich wäre lieber Zweiter geblieben"
MADRID, 27.07.06 (rsn) - Der Spanier Oscar Pereiro, der als Toursieger in die Annalen eingehen wird, wenn man dem unter Dopingverdacht stehenden Floyd Landis den Sieg aberkennt, freute sich nicht über die Meldungen von der positiven Dopingprobe des Amerikaners. Er sei enttäuscht nach dem neuen "Schlag für den Radsport" und wäre lieber Zweiter geblieben, sagte er. Der Caisse d'Espargne-Profi, der 2005 Landis Teamkollege bei Phonak war, wäre nach Federico Bahamontes, Luis Ocana, Pedro Delgado und Miguel Indurain der fünfte spanische Tour de France-Sieger.
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(www.radsportnews.com)
Hoffen wir das es nicht dazu kommt, Pereirro als Toursieger wäre der erste 'Lottotourgewinner' der Neuzeit. Schon sein zweiter Platz grenzt ja an sowie wie Verspottung nach seiner Vorstellung in den Pyrenäen aber ein solcher Toursieger? Das sollte nun wirklich nicht passieren!
mfg Robert |
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Toursieger war positiv
Armstrong glaubt an Landis' Unschuld
LOS ANGELES, 29.07.06. (rsn) - Der siebenfache Toursieger Lance Armstrong, der immer unter Dopingverdacht stand, aber nie überführt wurde, hat sich hinter seinen amerikanischen Landsmann und Nachfolger als Toursieger, Floyd Landis, gestellt.
Armstrong äußerte sich am Freitagabend (Ortszeit USA) in einer Zuschaltung per Telefon in der Talkshow Larry King Live des Nachrichtensenders CNN zum Dopingfall Landis. Zur Leitung des Phonak-Kapitäns bei der Tour de France sagte Armstrong: "Natürlich war ich sehr überrascht. Ich war bei der Tour, ich habe Floyd angeschaut... Ich fand, er war anders, als ich ihn je gesehen habe und ich meine das in einer guten Weise." Die Affäre sei ein Schlag für den Radsport, räumte Armstrong ein.
"Auch wenn ich immer noch an Floyd glaube und glaube, dass er unschuldig ist, so ist es doch nicht gut für den Radsport", sagte der Texaner, der bei US Postal drei Jahre auf die Helferdienste von Landis bei der Tour baute. "Wir hatten nie den geringsten Verdacht, dass er ein Betrüger sein könnte, sonst hätten wir uns von ihm sofort getrennt", so Armstrong. Landis sei wegen eines besseren Angebots gegangen.
Armstrong wiederholte seine Zweifel an der Kompetenz des nationalen französischen Anti-Dopinglabors in Châtenay -Malabry, das Landis Dopingproben analysierte sowie auch die umstrittenen nachträglichen Untersuchungen von Armstrongs Proben aus 1999 durchführte, in denen künstliches EPO gefunden worden waren. "Ich bin skeptisch, was dieses Labor angeht", meinte Armstrong.
Floyd Landis sprach in der Show von Larry King, die mehr für ihren Unterhaltungscharakter bekannt ist als für harte Fragen, in einer Zuschaltung von Madrid aus, wo er am Freitag eine Pressekonferenz gab. Er wiederholte, was er bereits dort gesagt hatte. Er sei überrascht gewesen, als er erfuhr, dass er nach seinem Sieg bei der 17.Etappe der Tour de France positiv auf Testosteron (erhöhter Testosteron-Epitestosteron-Quotient) war. Es sei für ihn ein "Schock gewesen wie für alle anderen auch". "Ich werde mein möglichstes tun, um meine Würde und meine Unschuld zu verteidigen", sagte Landis. Im Hinblick auf seinen berühmteren Landsmann Armstrong sagte er: "Ich habe zwar gesehen, was er (mit den Verdächtigungen) durchmachen musste. Aber jetzt verstehe ich das erst richtig, wie das für ihn war."
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Sollt' ich jemals anzeichen zeigen so zu werden dann tötet mich!
(Prinz Pi - Höhlenmensch)
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Robert
Regisseur
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Joined: 11 Jul 2004
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Also mit ein bisschen Verspätung ein extra Thread für alle Radsportfanatiker oder zumindest Tourfans/Kritiker etc hier.
Rege Teilnahme würde mich freuen, da ich diesmal sicher nicht zu jeder Etappe einen eigenen Bericht schreiben werde (soll ja schonmal vorgekommen sein ).
Vielleicht gelingts uns ja etwas mehr über den Sport als über die neuesten Dopinggerüchte zu diskutieren
lg Robert
PS: Nur zur Information: Inhaltlose Posts betreffend irgendwelchen leeren Dopingsprüchen, Vorwürfen etc werden gelöscht. |
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Robert
Regisseur
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Also mal zur kurzen Zusammenfassung: Gestern war Prologtag. Auf knapp 8 Kilometer lieferten sich die Zeitfahrspezialisten ein hartes Duell und mussten erstmals ein bisschen zeigen, wie's derzeit wirklich um ihre Form steht. Dabei überzeugte der Schweizer Zeitfahr- und Klassikerspezialist Fabian Chancellara der den zweitplatzierten Andi Klöden um mehr als 10 Sekunden distanzierte. Dieser widerrum zeigte dass er derzeit wohl im besten in Form ist was die heurigen Tourfavouriten betrifft. Allerdings ist es für die Gesamtklassementfahrer nicht so wichtig was in den ersten Tagen der Tour passiert. Die goldene Regel lautet: In den ersten Tagen und auf den Flachetappen kannst du nichts gewinnen aber alles verlieren. Und wer diese Tage erfolgreich überstanden hat und DANN die Form aufweisen kann, der wird auch um den Toursieg mitfighten können!
Die heutige Etappe ging im Sprint an Robbie McEwen, der einige Kilometer vor Schluss durch einen Sturz schon fast aus dem Rennen für den Sprint schien.
mfg Robert |
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Crna Gora
Hauptdarsteller
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| Robert wrote: |
Vielleicht gelingts uns ja etwas mehr über den Sport als über die neuesten Dopinggerüchte zu diskutieren |
Wohl kaum... Wenn man in diesem Beitrag lesen muss, dass sich die Topfavoriten der Tour nicht zu dem Thema äußern wollen, dass sie jegliche Aussage diesbezüglich verweigern, dann kann man doch nur davon ausgehen, dass sie Leichen im Keller haben. Für mich wird die ganze Tour lang der Verdacht, nein die Gewissheit, vorherschen, dass der Sieger nicht gerecht gewonnen haben wird.
Mein Resüme des Prologs hat so ausgesehen:
| Crna Gora wrote: |
| Anonym wrote: |
da ja alle gedopt waren sollte also der beste Fahrer gewonnen haben oder versteh ich da was falsch bei der Dop de France? |
Na, na... So einfach wollen wir es dann doch nicht machen. Es kommt ja auch auf die Doping-Methoden an. Es kann ja sein, dass der Schweizer Cancellara eben besser gedopt hat als die anderen. Aber es passst schon. Heute hat eben der bessere gewonnen. Cancellara hat seine Leistungen der vergangenen Tage bestätigt und hat auch gerechterweise den Prolog gewonnen. |
Mein Resüme der ersten Etappe sieht so aus:
| Crna Gora wrote: |
| Robert wrote: |
Also ich schau die Tour noch! Eh klar gell  |
Ich schaue mir auch "Frankreich sucht den besten Doper" an. Aus welchen Gründen auch immer.
Heute hat ja McEwen die erste Etappe gewonnen. Er hat den obligatorischen Sprint einer solchen Flachetappe für sich entscheiden können. Erik Zabel der schon zugegeben hat, dass er gedopt hat, konnte heute, wohl trotz Doping, nicht auf den vorderen Plätzen landen. Da haben die anderen wohl bessere Medikamente im Medizinschrank gehabt.  |
Bei der Umfrage oben habe ich für Klöden gestimmt. Da er ja ein enger Ullrich-Freund ist, wird er sich in Sachen Doping am Besten auskennen. Und wenn er dann überführt wird, wird er sicherlich auch abstreiten jemals unerlaubte Substanzen genommen zu haben. Denn darin hatte er ja wohl eines der besten Vorbilder überhaupt.
P. S.: Ich hoffe mal, dass meine Aussagen nicht zu schwarzmalerisch waren.
Edit by Robert: Da wir hier nicht beweisen können ob oder wie die einzelnen Fahrer dopen ist das alles lediglich Spekulation und sicher nicht zielführend. |
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Crnogorke
Denn er weiß nicht was er getan hat, gerade tut und noch tun wird...  |
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Robert
Regisseur
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| Crna Gora wrote: |
| Wohl kaum... Wenn man in diesem Beitrag lesen muss, dass sich die Topfavoriten der Tour nicht zu dem Thema äußern wollen, dass sie jegliche Aussage diesbezüglich verweigern, dann kann man doch nur davon ausgehen, dass sie Leichen im Keller haben. |
Also ich versteh dass die Radsportler die Nase voll haben. Wenn ihnen ein Reporter mit Mikrophon daherkommt (und das passiert während der Tour dauernd) dann gehts immer nur um das eine Thema. Ich hab grad einen Bericht in RTL gesehen, dass war die absolute Frechheit. Warum fragt ein Journalist den Voigt im Vorbeigehen warum Bjarne Riis nicht offiziell beim Team ist. Ist ja klar dass der da auszuckt. Die Medien sind die Idioten die solche Reaktionen einfach nur provozieren. Die Fahrer tun ihren Job und sie werden nicht dafür bezahlt dass sie Interviews zum immer gleichen Thema geben sondern dafür dass sie schnell fahren. Wenn mir alle Worte immer im Mund herumgedreht werden und alles was ich sage gegen mich verwendet wird egal was es ist, dann würde ich auch kein Wort mehr mit der Presse reden.
mfg Robert |
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Robert
Regisseur
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| Quote: |
94.Tour de France - 2.Etappe
Doppelsieg verkehrt herum: Steegmans vor Boonen
GENT, 09.07.07 (rsn) - Einen bessere Sieggelegenheit als am Montag im heimischen Gent wird der belgische Sprintstar Tom Boonen bei dieser Tour de France nicht mehr bekommen. Ein Massensturz kurz vor dem Ziel räumte fast das gesamte Feld ab, während der Quick Step-Kapitän mit seinen Helfern unbeschadet durchkam. Boonen, der auch bei der letzten Tour leer ausging, sah wie der sichere Sieger aus, doch es gelang ihm nicht, aus dem Windschatten seines Anfahrers Gert Steegmans zu kommen, der so zu einem unerwarteten Sieg kam. Der Schweizer Fabian Cancellara (CSC), der bei der 168,5km langen Flachetappe das Gelbe Trikot des Gesamtbesten verteidigte, war ebenfalls in dem Getümmel drei Kilometer vor Schluss zu Boden gegangen, kam aber glimpflich davon.
Steegmans feierte einen Sieg der kuriosen Art, das Prädikat "Doppelsieg" war in diesem Fall ein Euphemismus, denn Boonen machte keine gute Figur. Mit einer halben Radlänge Vorsprung rollte Steegmans über die Ziellinie, nachdem sein Kapitän auf der leicht ansteigenden Zielgeraden es nicht schaffte, an seinem Anfahrer vorbeizugehen, der sich schon halb umschaute und nicht mal durchzog. Der 26-Jährige, den Quick Step Anfang des Jahres von Lotto, wo er Anfahrer von McEwen war, wegschnappte, holte zum ersten Mal in seiner Karriere einen Sieg bei der Tour de France. Milram-Star Erik Zabel aus Unna wurde Siebter vor dem Cottbuser Heinrich Haussler vom Team Gerolsteiner.
"Ich weiß nicht, ob Tom mir den Sieg überlassen hat. Wenn, dann war es das schönste Geschenk, das mir je einer gemacht hat", lachte Steegmans. "Das wichtigste ist aber, dass wir ersten und zweiten Platz fürs Team geholt haben. Für mich ist das der schönste aller Siege - und das an einem besonderen Ort: 200 Meter von der Ziellinie hier habe ich als Kind mein erstes Rennen gewonnen", sagte der Tagessieger, der nach eigenen Angaben eine "Explosion der Gefühle" erlebte. Boonen konnte sich mit dem grünen Trikot trösten, das er Vortagessieger Robbie McEwen (Sechster), der nach seinem Sturz am Sonntag leicht angeschlagen ins Rennen gegangen war, abnahm.
"Dieser Ausgang heute war anders geplant, aber so was passiert schon mal. Tom kam nicht mehr vorbei. Sieg ist Sieg", kommentierte Quick Step- Teamchef Patrick Lefevere den überraschenden Rennausgang. "Das war kein Geschenk. Ich freue mich für Gert, der seinen ersten Tour-Etappensieg feiern konnte", sagte Boonen, der verspätet auch den Arm hochreckte, als er den Zielstrich passierte. Der Ex-Weltmeister sprach sogar vom "idealen Szenario für uns in Belgien". Nur seine Miene auf dem Podium verriet die Enttäuschung.
An dem "Massensprint" hatte sich nur eine kleine Gruppe beteiligen können, nachdem 2500 Meter vor dem Ziel ein Sturz fast das gesamte Feld abräumte und die Straße blockierte. "Fast hätte es mich auch erwischt", sagte Zabel. "Ein oder zwei Positionen hinter mir hat sich der Sturz ereignet." Ein Teamkollege Zabels war eine kleine Welle gefahren, der Italiener Manuel Quinziato kam zu Fall und verursachte eine Kettenreaktion.
Zu den Opfern gehörten auch die britische Sprinterhoffnung Mark Cavendish (T-Mobile) der bereits bei der Etappe in Canterbury Pech hatte, und der am Vortag sechstplatzierte Gerolsteiner-Profi Robert Förster. "Bei Tempo 70 ist Cavendish in die Absperrgitter geknallt. Ich fiel über ihn und dann kamen immer mehr Fahrer geflogen", berichtete Förster, der am linken Arm und Bein blutete. "Mein Rad erkennt man nicht wieder", sagte Förster.
Die meisten Fahrer standen noch herum, als drei Kilometer weiter die Entscheidung fiel, die die zahlreichen belgischen Zuschauer lautstark bejubelten. Fürs Gesamtklassement hatte der Vorfall keine Auswirkungen, da nach dem Reglement bei einem Sturz auf den letzten 3000 Metern ein Fahrer mit der gleichen Zeit gewertet wird wie die anderen der Gruppe, in der er sich zum Zeitpunkt des Sturzes befand. Alle 188 Fahrer wurden zeitgleich mit dem Sieger gewertet. In kleinen Grüppchen kamen die Rennfahrer ins Ziel in Gent, wo wie zuvor in England eine riesige Zuschauermenge der Tour einen begeisterten Empfang bereitete.
Gesamtleader Cancellara verteidigte bei der Flachetappe ohne Probleme seine Gesamtführung, doch es sah zunächst aus, als ob der Sturz am Ende für ihn böse Folgen haben könnte.
Cancellara rollte zusammen mit Sieberg, einem der Ausreißer des Tages, ins Ziel
Der Schweizer rollte mit Verspätung einhändig ins Ziel und schien am linken Handgelenk verletzt. Bei der Siegerehrung auf dem Podium wirkte der Träger des Maillot jaune aber bereits wieder munter. "Ich hatte erst Sorge, dass ich mich verletzt habe. Aber mir gehts gut, ich habe nichts", sagte Cancellara 15 Minuten nach dem Rennen. "Es war ein anstrengender Tag. Es waren wieder enorm viele Zuschauer da. Einerseits ist das sehr schön, aber es ist auch manchmal sehr gefährlich", so der Rennleader, der in diesem Punkt allen Kollegen aus der Seele sprach.
CSC hatte bereits vor dem trubulenten Geschehen am Schluss einige Schreckmomente zu überstehen. Der Luxemburger Frank Schleck, letztes Jahr Sieger in Alpe d'Huez und einer der Geheimfavoriten der Rundfahrt, war 42km vor dem Ziel gestürzt. Trotz einer Wunde am Ellenbogen konnte der CSC-Star gleich weiterfahren. "Ich habe etwas geblutet und eine Schürfwunde am Knie. Aber ich denke, es ist nichts ernstes", sagte Schleck.
Die 168,5km lange Flachetappe, die in Dünkirchen begann und von ständigen Regenschauern begleitet wurde, war von drei Ausreißern bestimmt worden. Der Dortmunder Marcel Sieberg, der Franzose Cédric Herve und der Spanier Ruben Perez setzten sich 18km nach dem Start ab und fuhren einen Vorsprung von bis zu 5 Minuten (KM 57) heraus. Ab da jedoch kontrollierten Cancellaras CSC und später die Sprinterteams das Tempo im Feld und es war früh klar, dass das Abenteuer des Trios eine Episode bleiben würde. 10km vor Schluss hatten Sieberg und Co. noch 40 Sekunden Vorsprung. Kurz nach der Markierung, die die letzten 3km anzeigt, wurden sie gestellt.
Sieberg, der die Tageswertung des "kämpferischsten Fahrer" gewann, machte wenigstens ein bisschen Reklame für seinen angeschlagenen Rennstall, dessen Stars Erik Zabel und Alessandro Petacchi zuletzt eher für schlechte Nachrichten standen. Niemand scheint beim in Italien lizenzierten Team oder beim Geldgeber Nordmilch in Bremen zu wissen, wie und ob es 2008 weitergeht. Zabel gestand Doping, ist nach eigenem Gefühl "wohl zu alt für Toursprints" und wohl auch nicht mehr als WM- Teilnehmer haltbar. Petacchi riskiert eine Doping-Sperre von einem Jahr, die am 24. Juli bei der nächsten Anhörung vom Italienischen Verband ausgesprochen werden könnte, Teamchef und -Besitzer Gianluigi Stanga blieb der Tour nach massiven Jaksche-Anschuldigungen fern. Teammanager Gerry van Gerwen machte sich nun sogar lustig über die ehrgeizigen Anti-Doping-Aktivitäten von Gerolsteiner, CSC und T-Mobile. Er nannte deren öffentlichkeitswirksame Bemühungen "Schaufenster-Aktionen". Bei seinem Bremer Sponsor dürften solche Aussagen auch nicht gerade vertrauenbildende Wirkung haben.
Am Dienstag kehrt die Tour de France wieder in ihr Stammland zurück. Das dritte Teilstück (s.a. VORSCHAU) zwischen Waregem in Flandern und Compiegne nördlich von Paris ist mit 236,5km die längste Etappe der Rundfahrt. |
(www.radsportnews.com)
Genialer Schlusssprint von Quickstep. Vor allem Steegmans hat heute beeindruckende Form bewiesen. Der Doppelsieg hatte nichts mit dem Massensturz zu tun, die Stärksten Konkurrenten um den Tagessieg waren auch dannach noch im Rennen.
Schön dass der spektakuläre Sturz anscheinend kaum Verletzte nach sich gezogen hat. Gute Besserung an der Stelle an Frösi!
mfg Robert |
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Crna Gora
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| Robert wrote: |
| Genialer Schlusssprint von Quickstep. Vor allem Steegmans hat heute beeindruckende Form bewiesen. Der Doppelsieg hatte nichts mit dem Massensturz zu tun, die Stärksten Konkurrenten um den Tagessieg waren auch dannach noch im Rennen. |
Ich fand's übelst genial, dass der Anfahrer von Boonen das Rennen gewonnen hat. Mal schauen, ob er nun Sprinter Nr. 1 bei Quick-Step wird und Boonen für ihn anfahren muss. Ansonsten war es eine für mich "alltägliche" Etappe bei der wohl nur der Sturz als Höhepunkt zu nennen war.
| Robert wrote: |
| Schön dass der spektakuläre Sturz anscheinend kaum Verletzte nach sich gezogen hat. Gute Besserung an der Stelle an Frösi! |
Diese Stürze sind einem immer wieder unheimlich. Ich bekomme da immer so ein mulmiges Gefühl. Man darf nicht vergessen wie schnell die Fahrer da unterwegs sind. Und dann haben sie auch keinen Schutz am Körper. So sind übelste Schürfwunden vorprogrammiert.  |
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Crnogorke
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Robert
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Naja ich glaub nicht dass es so schnell gehen wird, Boonen ist jetzt sicher noch die klare Nummer 1 bei Quickstep. Sollte es aber in den nächsten Sprints ähnlich aussehen ist natürlich alles möglich.  |
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Crna Gora
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Herrlich... Das wird ja immer besser. Gestern gewinnt der Anfahrer eines Topsprinters und heute gewinnt ein ausgewiesener Zeitfahrspezialist der mit dem Sprinten wohl nicht arg viel am Hut hat. Cancellara hat mir schon seit seinem Prolog-Sieg im Jahre 2003 sehr gut gefallen und ich war seitdem wohl immer ein Fan von ihm. Und ich werde es nach solchen Rennen immer mehr und mehr. Da hat sich die Nachführungsarbeit von CSC bezahlt gemacht.
Dennoch sagt das nichts aus über den weiteren Tourverlauf. So gut Cancellara im Kampf gegen die Uhr ist, so schlecht ist er eben, wenn es den Berg hinauf geht. Er wird wohl noch weit zurückfallen. Aber heute hat er sein Gelbes Trikot mit der 20 Sekunden-Zeitgutschrift für die nächsten Tage abgesichert. Mal sehen wie lange er es noch inne hat. |
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Crnogorke
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Robert
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Stimmt, sensationelle Leistung von Chancellara. Da war er urplötzlich der jagenden Meute entwischt und huschte mal so eben vor Zabel zum Sieg. Glückwunsch zum zweiten Fabian!
mfg Robert |
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Robert
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Jeder Sprint ein andere Sieger. Und auch wechselnde erste Drei. Heute setzte sich Hühne Thor Hushovd gegen den Rest des Pelotons durch. Der Mann in Gelb ist weiterhin Fabian Chancellara der keine Sekunde lang um das begehrte Maillot Jaune (ich hoff Wort eins ist richtig geschrieben ) zittern musste. Auch wenn er nach dem Rennen angab immer noch vom letzten brutalen Kilometer der 3ten Etappe gerädert zu sein.
Morgen gehts erstmals in der Tour 07 durchs Mittelgebirge wo Chancellara wieder besser drauf sein sollte um sein Trikot vielleicht auch dort zu verteidigen! |
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