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Robert
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Dazu scheint's jetzt auch nen guten Artikel zu geben:
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92.Tour de France - 10.Etappe
Überflieger Armstrong - Harte Landung für T-rio
COURCHEVEL, 12.07.05 (rsn) - Nach einer guten, aber folgenlosen Aktion an einem Hügel in den Vogesen redete sich T-Mobile ein, man könne diesmal mit einem Zangenangriff Lance Armstrong unter Druck setzten, doch bei der ersten richtigen Bergetappe in den Alpen musste das T-rio Ullrich, Klöden und Vinokourov eine demütigende Schlappe hinnehmen. Lance Armstrong erteilte allen, die glaubten, dass seine Dominanz bröckelt, eine Lektion. Leichtfüßig flog der Amerikaner den Schlussanstieg zum Flugplatz von Courchevel hinauf und holte sich sein Maillot Jaune, während Bruchpilot Ullrich - dank Klöden nur - etwas über zwei Minuten verlor. Alexandre Vinokourov schlug mit fünf Minuten Rückstand noch härter auf dem Boden der Tatsachen auf.
Am spektakulären, 2000 Meter hoch gelegenen "Altiport" von Courchevel, der für Piloten eine besondere Herausforderung darstellt, erwies sich Lance Armstrong als erfahrener Überflieger. Der sechsfache Toursieger, der gerne beim ersten Kletterstück die Konkurrenz schockt, drückte der ersten Alpenetappe seinen Stempel auf und konnte den Etappensieg großmütig dem 25 Jahre alten Spanier Alejandro Valverde überlassen. Der Vize-Weltmeister von 2003, das größte spanische Talent seit Miguel Indurain, kam so bei seinem Tourdebüt zu seinem ersten Etappensieg. Dritter mit einigen Sekunden Rückstand auf Valverde und Armstrong wurde der im Bergtrikot fahrende Däne Michael Rasmussen vor dem Spanier Francisco Mancebo.
Am 22,2km langen Schlussanstieg hatte Armstrong früh die Inititative übernommen und fuhr seine Gegner in Grund un Boden. Nicht einmal der Italiener Ivan Basso, der letztes Jahr als einziger Armstrong in den Bergen Paroli bieten konnte, vermochte zu folgen. Der CSC-Kapitän musste 8km vor Schluss Armstrong ziehen lassen und verlor mehr als eine Minute. Der durch zwei Stürze angeschlagene Ullrich kämpfte am Schlussanstieg mit schmerzverzerrtem Gesicht am Hinterrad von Klöden und kam 2:14 Minuten nach Armstrong ins Ziel. Alexandre Vinokourov, der sich in Interviews schon um die Freundschaft zu Ullrich sorgte, weil er glaubte, stärker zu sein, hatte bereits weit vor dem Deutschen Probleme bekommen.
Der Berliner Jens Voigt kämpfte im Gelben Trikot tapfer, musste aber an den ersten Kehren des letzten Bergs erwartungsgemäß reißen lassen. Die Stärken des liebenswerten Plappermauls liegen im Zeitfahren und Attackieren, nicht im Klettern. Im Ziel hatte Voigt über 15 Minuten verloren.
Auf dem ersten der zwei Anstiege der ersten Kategorie herrschte zwischen den Favoriten noch ein Stillhalteabkommen. Allerdings reichte schon das am Cormet- de-Roselend angeschlagene, um Voigt in Schwierigkeiten zu bringen. Überraschend musste auch der Baske Iban Mayo, eigentlich als kletterstark bekannt, abreißen lassen. Auf der Abfahrt des 1967 Meter hohen Berges stürzte Armstrong-Helfer Yaroslav Popovytch. Doch der junge Giro-Dritte von 2003 verletzte sich nicht und schloss nach kurzer Zeit zu seinem Chef auf und wurde im trubulenten Finale zu seiner letzten großen Stütze.
Alle Discovery-Fahrer funktionierten nach der rätselhaften, kollektiven Schwäche am vergangenen Samstag wieder wie ein Uhrwerk. Auf dem ersten Anstieg und der Ebene Richtung Schlussanstieg in die 2000 Meter hoch gelegene Skistation Courchevel bestimmte der "Blue Train" das Geschehen. Auf dem Flachstück hatte sich auch Popovytch wieder eingereiht. Das Armstrong-Team stellte die Ausreißer, von denen der Ansbacher Jörg Jaksche als Letzter passen musste, in der Mitte des letzten Aufstiegs fast im Alleingang.
Im Gesamtklassement führt Armstrong nach zehn Etappen jetzt mit 38 Sekunden vor Rabobanks Rasmussen. Ivan Basso ist Dritter mit bereits 2:40 Minuten Rückstand. Gerolsteiner-Kapitän Levy Leipheimer, der ein starkes Rennen fuhr und in Courchevel hinter Basso Sechster wurde, rangiert im Gesamtklassement (6./+ 3:58 Min) derzeit vor Jan Ullrich (8./+ 4:02).
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mfg Robert
PS: Hat jemand von euch die Etappe gesehen und hat ne Meinung dazu? Ich bitte darum!  |
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Robert
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Hier kommt ein Interview mit Armstrong nach der heutigen Etappe:
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Lance Armstrong erobert Führung
"Ullrich bleibt gefährlich"
COURCHEVEL, 12.07.05 (rsn) - In Courchevel, am Ende der ersten Bergetappe der Tour de France, konnte Lance Armstrong am Dienstag zum 72.Mal (!) in seiner Karriere das Gelbe Trikot überstreifen. Nach seiner Demonstration der Stärke blieb bei der Pressekonferenz eine verbale Offensive des Amerikaners aus, wenngleich seine Körpersprache große Siegesgewissheit offenbarte.
Werden Sie jetzt das Gelbe Trikot bis Paris verteidigen?
Armstrong: Wenn man das Klassement anschaut, ergibt sich eigentlich von selbst, dass man versuchen muss, das Gelbe Trikot bis Paris zu verteidigen. Aber das ist eine Frage, die Sie Johan (Bruyneel, den Sportdirektor) stellen müssen. Meine Gegner haben Zeit verloren. Aber es bleiben noch viele Etappen.
War es geplant, dass Popovych als letzter Teamhelfer bei Ihnen ist?
Armstrong: Johan (Bruyneel) spricht mit allen Fahrern des Teams während des Rennens. Er schaut sich an, wie die Ablösungen gehen. Popovych hat einen unangenehmen Sturz gehabt, aber er kam zurück. Azevedo hat Johan gebeten, die Rolle mit Hincapie zu tauschen. Er hat sich am Ende nicht so gut gefühlt.
Sie haben viel mit Michael Rasmussen gesprochen. Worum ging es da?
Armstrong: Ich bat ihn zu fahren, genauso wie die anderen in der Gruppe. Wir mussten den Abstand vergrößern. Das war auch in ihrem Interesse, Ullrich, der Schwierigkeiten hatte, zu distanzieren. Beim Zeitfahren wird er (Ullrich) wieder Zeit zurückholen, vielleicht kommt er auch schon in den Pyrenäen zurück.
Rasmussen ist jetzt Zweiter. Wie schätzen Sie ihn ein?
Armstrong: Bei seinem Sieg in den Vogesen hat er mich beeindruckt. So zu fahren und einen Vorsprung auf Fahrer wie Moreau und Voigt zu halten, das ist stark.
Ist es vorbei für Ihren Hauptgegner T-Mobile?
Armstrong: Das glaube ich nicht. Sie bleiben gefährlich, Jede Mannschaft hat mal einen schlechten Tag. Das ist uns vor ein paar Tagen auch passiert.
Haben Sie inzwischen eine Erklärung dafür, was am Samstag los war?
Armstrong: Ich habe keine Erklärung. Ich denke aber, dass wir zuviel Selbstvertrauen bekommen haben nach den Zeitfahren. Wir haben zu sehr an unsere Möglichkeiten geglaubt und nicht aufgepasst. Sie (Armstrongs Discovery-Mannschaftskollegen) haben sich gedemütigt gefühlt. Da darf man dann nicht noch Kritik üben. Heute haben sie geantwortet und waren immer auf der Höhe. Am ersten Berg sagte ich zu ihnen, sie sollten noch etwas übrig lassen für den Schlussanstieg. Alle haben gut gearbeitet. Rubiera hat das Feld auf 25 Mann dezimiert. Azevedo und Hincapie waren super.
Was sagen Sie zu Valverde?
Armstrong: Er hat mich beeindruckt. Die anderen ließen reißen, er war da. Er ist schwer zu kategorisieren. Er kann sprinten, er kann kletern. Ein sehr kompletter Fahrer, intelligent, in einem guten Team. Seine Schwäche ist noch das Zeitfahren, aber ich bin sicher, dass er sich da in Zukunft noch verbessern kann.
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Tour de France - Vorschau: 11.Etappe
Tour der Leiden am Mythos Galibier
COURCHEVEL, 12.07.05 (rsn) - "Galibier - das bedeutet unendlich leiden", sagt der frühere Radprofi Laurent Jalabert, heute Kommentator beim französischen Fernsehen, über den Alpenriesen, der am Mittwoch bei der 11.Etappe der Tour de France auf die Profis wartet.
Beim zweiten Alpen-Teilstück über 173km zwischen Courchevel und Briançon ist der mythische Galibier der - im doppelten Sinn - Höhepunkt des Rennens. Der legendäre Pass wird von der schwereren Nordseite aus erklommen. 17,5 km lang, im Schnitt 6,9 % Prozent steil, geht es in 2.645 Meter Höhe, das "Dach" der diesjährigen Tour. Vor dem Alpenriesen ist bereits der ebenso beeindruckende Col de la Madeleine zu fahren.
Der 2000 Meter hohe Madeleine, wie der Galibier der Ehrenkategorie zugeordnet, ist 25,4km lang (6,1 %). Von der Passhöhe, die nach 55 Rennkilometern erreicht wird, geht es in rasender Abfahrt ins Tal der Maurienne, dann beginnt die Kletterei aufs Neue. Der Col de Telegraphe (12km/6,7 %/1.Kategorie) bildet eine "Treppenstufe" vor dem unmittelbar danach folgenden Galibier. Vom Gipfel des Galibier bleiben noch 40km, die meisten davon geht es bergab, nach Briançon, wo die Ziellinie diesmal im unteren Teil der Stadt im Department Hochalpen liegt. Briançon ist regelmäßig Etappenziel der "Grande boucle", die 32 Mal schon hier Station machte. Beim letzten Mal gewann hier vor fünf Jahren der Kolumbianer Santiago Botero als Solist. Der Start der Etappe erfolgt um 12:20 Uhr in Courchevel, die Zielankunft wird bei einem Schnitt von 36km/h um 17:08 Uhr erwartet.
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(www.radsportnews.com)
Mir persönlich gefällt es nicht so besonders, dass es nach dem Galibier-Gipfel noch eine Abfahrt ins Tal gibt. Zu gefährlich, meiner Meinung nach. (Man siehe Joseba Beloki 2003, der in der Abfahrt schwer stürtze) Eine Bergankunft auf dem Galibier, dem Dach der Tour, das wäre was nach meinem Geschmack. Naja, leider bin ich nicht der Tourplaner!
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92.Tour de France - 11.Etappe
Der Oberst kämpft um Ehre - kein Déjà-Vu für Botero
92.Tour de France
BRIANÇON, 13.07.05 (rsn) - Einen Tag nach seinem enttäuschenden Abschneiden bei der ersten Alpen-Etappe hat Alexandre Vinokourov, der Oberst der kasachischen Armee, seine Ehre wiederhergestellt. Der T-Mobile- Profi gewann die Alpen- Königsetappe nach einer langen Flucht über den mythischen Galibier. Im Sprint ließ "Vino" dem Kolumbianer Santiago Botero, der ebenfalls seinen Traum vom Podium in Paris schon halb begraben musste, keine Chance, nach 2000 erneut in Briançon eine Etappe zu gewinnen. Lance Armstrong hatte auch am zweiten Alpen-Tag alles unter absoluter Kontrolle und verteidigte sein Gelbes Trikot ohne Probleme.
Vor fünf Jahren fuhr Vinokourov zum ersten Mal die Tour de France im Magentatrikot und als Botero damals in Briançon gewann, war er als Ullrich-Helfer 21. in der zweiten Verfolgergruppe. Heute ist der kasachische Meister bei T-Mobile gleichberechtigter Kapitän, auch wenn er bei der Etappe nach Courchevel "überraschend" (T-Mobile-Teammanager Olaf Ludwig) fünf Minuten verlor und wesentlich schwächer fuhr als Ullrich, der nach seinen zwei Stürzen eine Entschuldigung gehabt hätte. Vino fühlte sich an der Ehre gepackt und reagierte am Mittwoch im Stile eines wahren Champions.
An den ersten Kehren des Col de la Madeleine, dem ersten von zwei Alpenriesen, 140km vor dem Ziel war Vinokourov in einer Ausreißergruppe davongefahren. Am mächtigen Galibier, dem 2645 Meter hohen "Dach" der Tour, ließ er seine letzten Mitausreißer, Botero und den Spanier Oscar Pereiro hinter sich. Im Feld der Favoriten behielt Armstrong den Vorsprung von Vinokourov im Auge und ließ seine Discovery-Mannschaft kontrolliert Tempo machen. 3:15 Minuten lag Vino am Fuße des Galibier vorne. Die Passhöhe des Galibier erreichte der Kasache mit 40 Sekunden Vorsprung vor Botero. Zwei Minuten dahinter folgte die Armstrong-Gruppe mit allen Favoriten.
In der rasenden Abfahrt gelang es Botero 31km vor Schluss wieder zu Vinokourov aufzuschließen. Im Sprint machten die beiden schließlich den Tagessieg unter sich aus. Nach einem trockenen Antritt feierte der 31 Jahre alte Vinokourov zum zweiten Mal einen Etappensieg bei der Tour de France. Vor zwei Jahren holte er sich bei der Jubiläums-Tour, bei der er in Paris aufs Podium kam, das Teilstück in Gap.
Armstrongs Discovery-Mannschaft, die wieder perfekt funktionierte, brachte ihren Star auf die Zielgerade mit 1:15 Minuten Rückstand. Der sechs(einhalb)fache Toursieger versuchte zunächst sogar um die Zeitgutschrift für den dritten Platz spurten zu wollen, ließ es aber bleiben, als zuviele andere sich auch in den Sprint einschalteten. Diesen gewann schließlich der Franzosen Christophe Moreau, der dank der Zeit-Bonifikation im Gesamtklassement mit Ivan Basso die Plätze tauschte und sich auf Rang 3 (+ 2:34 Minuten) verbesserte. Lance Armstrong ist weiter Spitzenreiter vor dem Dänen Michael Rasmussen, dem Träger des Bergtrikots.
Überschattet wurde der Etappenstart in Courchevel von der Verhaftung des Italieners Dario Frigo (Fassa Bortolo), nachdem der Zoll im Fahrzeug seiner Ehefrau Susanna Produkte fand, von denen die Polizei sagt, es seien "wahrscheinlich Dopingmittel". (S.Story)
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(www.radsportnews.com)
Na jetzt haben wir zumindest unseren ersten richtigen Dopingfall der diesjährigen Tour!
mfg Robert |
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92.Tour de France - 12.Etappe
Moncoutié pour la Patrie
DIGNE, 14.07.05 (rsn) - Im Gegensatz zu letztem Jahr, als ein Thomas Voeckler im Gelben Trikot die Franzosen verzauberte, spielten die Einheimischen bei dieser Tour de France bisher keine Hauptrollen. Doch am 14. Juli, dem Nationalfeiertag, konnte die "Grande Nation" bei der "Grande Boucle" endlich jubeln. Der Franzose David Moncoutié (Cofidis) gewann die 12.Etappe zwischen Briançon und Digne- les- Bains nach 187km als Solist. Zum 15.Mal in der Nachkriegsgeschichte gewann ein Einheimischer am nationalen Jour de la Fête. Die Favoriten lieferten sich am letzten Alpen-Tag keinen Schlagabtausch mehr und Lance Armstrong verteidigte ohne Probleme sein Gelbes Trikot.
Moncoutié hatte sich 38km vor Schluss am Col du Corobin aus einer 13-köpfigen Ausreißergruppe abgesetzt und gewann als Solist. Der 30-Jährige widerstand bei brütender Hitze einer kleinen Verfolgergruppe, in der vor allem der Belgier Axel Merckx Tempo machte. Am Ende holte Sandy Casar mit gut einer Minute Rückstand den zweiten Platz vor dem Spanier Angel Vicioso und machte einen französischen Doppelsieg perfekt. Für Moncoutié, der seit seinem Profidebüt 1997 bei Cofidis fährt, war es bereits der zweite Etappensieg bei der "großen Schleife". Im vergangenen Jahr gewann er in Figeac im Department Lot, wo er zuhause ist. Im Gesamtklassement hat Moncoutié keine Chancen mehr, nachdem er am Galibier eine halbe Stunde verlor.
"C'est fabuleux, das ist fabelhaft!", jubelte Moncoutié jetzt nach seinem Solosieg, zu dem ihm der französische Sportminister und der Präsident des französischen Radsportverbands sogleich per Telegramm gratulierten. "Mir ging es furchtbar schlecht in den Alpen, nachdem ich an einer Bronchitis litt. Heute wollte ich Revanche. Ich wollte absolument diesen Sieg, um meine Tour zu retten. Ich bin überglücklich."
Während die Favoriten still hielten und den Kampf um den Gesamtsieg erst in den Pyrenäen fortsetzen, wollten Dutzende Fahrer bei der Übergangsetappe die Chance zu nutzen. Die Etappe begann sehr hektisch und schnell (50,5 km/h in der ersten Stunde!). Eine erste Ausreißergruppe (Flecha, Contador, Guerini, Brandt, Chavanel, Casar, Voeckler, Lefèvre, Sinkewitz) setzte sich ab, kam aber nicht weit weg, nachdem Liquigas die Verfolgung machte.
Merckx und der Bastille-Tag
Nach dem Zusammenschluss (KM 5 an der Côte des Demoiselles-Coiffées folgten sogleich die nächsten Ausreißversuche. Zehn Kilometer später formierte sich eine Gruppe mit 13 Fahrern (Vicioso, Halgand, Garate, Moncoutié, Merckx, Schreck, Lombardi, Arrieta, Giunti, Pellizotti und Casar, gefolgt von O' Grady und Hushovd). Moncoutié ließ am Col de Corobin, einem Anstieg der 2.Kategorie seine zwölf Mitausreißer hinter sich und hatte oben 40 Sekunden Vorsprung. Hinter dem Franzosen machte Axel Merckx Tempo, doch der Belgier schaffte es nicht mehr an die Spitze zu fahren. Genausowenig wie am 14.Juli im letzten Jahr, als er auf dem Weg nach Saint-Flour Richard Virenque ziehen lassen musste.
Ullrich: "Ruhetag"
Das Feld um Lance Armstrong und alle Favoriten überquerte die Ziellinie mit über 10 Minuten Rückstand. "Alle, die uns im Team in den Bergen nicht helfen können, haben wir heute nach vorne geschickt. Leider hat es nicht ganz geklappt", sagte Jan Ullrich im Hinblick auf seinen Teamkollegen Stephan Schreck, der in der Ausreißergruppe dabei war und am Ende Zwölfter wurde. "Die Franzosen haben an ihrem Nationalfeiertag alles gegeben. Für mich war das heute ein schöner Ruhetag", meinte Ullrich nach der Hitzefahrt bei über 36 Grad, bei der es einige Aufgaben (Beltran, Hunter, Furlan) gab.
Den Sprint des Pelotons gewann der Australier Robbie McEwen, der nach der Aufgabe von Tom Boonen (s.Story) nun Morgenluft wittert, doch noch das Grüne Trikot, das Boonen trug, zum dritten Mal zu erobern. Boonen war bei der Etappe am Vortag früh gestürzt und machte mit lädiertem Knie ein Martyrium durch. Am Donnerstag versuchte er es, doch es ging nicht mehr. "Ich hätte gerne das Grüne Trikot erobert, aber ich beschwere mich nicht. Ich habe zwei Etappen gewonnen und hatte bisher eine super Saison. Die WM kommt ja noch", sagte der 24-Jährige vor der Abreise. Das "Maillot vert" trägt jetzt der Norweger Thor Hushovd, der mit seinem australischen Rivalen Stuart O'Grady zu den Ausreißern des Tages gehört.
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(www.radsportnews.com)
Der 14te Juli! Der große Tag Frankreichs Helden! Letztes Jahr Virenques heldenhafte Alleinfahrt, dieses Jahr Moncoutie als Hauptdarsteller.
Finde es schlimm dass Tom Boonen trotz seiner Sprintdominanz sich das Grüne Trikot in Paris nicht wird abholen können. Naja, er ist ja noch jung. Also auf zum nächsten Mal!!!
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92.Tour de France - 13.Etappe
McEwen ohne Gegner
MONTPELLIER, 15.07.05 (rsn) - Zwischen den Alpen und den Pyrenäen nutzten die Sprinter am Freitag eine ihrer wenigen noch verbliebenen Chancen bei der 92.Tour de France. Der Australier Robbie McEwen (Davitamon) setzte sich in Montpellier am Ende der 13. Etappe nach 173,5km im Massensprint durch. Die Favoriten schauten bei der Übergangsetappe bereits auf die drei folgenden schweren Tage in den Pyrenäen. Lance Armstrong verteidigte sein Gelbes Trikot ohne Mühe vor der Etappe über den Col de Pailhères, wo er vor zwei Jahren Schwierigkeiten bekam, als ihn Jan Ullrich attackierte.
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(www.radsportnews.com)
Der spanische Jungstar Alessandro Valverde musste aufgrund eines Sturzes am Vortag die heutige Etappe unter Schmerzen vorzeitig beenden.
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Tour de France: Vor den Pyrenäen
Armstrong: "Ich habe aus 2003 gelernt"
MONTPELLIER, 15.07.05 (rsn) - Lance Armstrong geht mit großer Ruhe in die Pyrenäen. Der größte Gegner des sechsfachen Toursiegers könnte in den nächsten Tagen die Hitze werden, die ihn schon vor zwei Jahren aus dem Konzept brachte. Doch er sei vorbereitet, sagte Armstrong am Freitag.
Sie haben keinen großen Vorsprung (38 Sekunden) vor Michael Rasmussen. Macht Sie das nicht ein bißchen unruhig?
Armstrong: Der Abstand ist nicht groß vor den zwei ganz schweren Etappen, die jetzt anstehen. Man wird sehen, was passiert. Rasmussen ist ein explosiver Kletterer. Wenn er antritt, werde ich meinen Rhythmus weiter fahren. Aber ich denke, ich kann ihm folgen.
Was macht für Sie den Unterschied zwischen Alpen und Pyrenäen aus?
Armstrong: Das ist ein großer Unterschied. Allein schon vom Publikum her. In den Alpen sind viele Deutsche, in den Pyrenäen viele Spanier, Basken... Auch wenn es vielleicht weniger Basken sind dieses Jahr. Die Berge sind anders. Die Pyrenäen sind mehr etwas für spritzige Kletterer.
Befürchten Sie die Auswirkungen der Hitze wie 2003?
Armstrong: Ich weiß nicht, welchen Effekt dies haben wird auf mich. Aber ich habe aus der Erfahrung von 2003 gelernt. Ich habe in den letzten Tagen sehr darauf geachtet, viel zu trinken, Eine Dehydrierung merkt man nicht unbedingt am gleichen Tag. Ich bin bereit für die Hitze. Gegen eine Abkühlung hätte ich zwar nichts, aber ich glaube, es werden 40 Grad erwartet.
Haben Sie sich bewusst gemacht, dass es ihre letzten Alpenetappen waren?
Armstrong: Nein. Ich lebe von Tag zu Tag. Erst nach dem Ende der Tour werde ich solche Gedanken haben. Es ist eine merkwürdige Tour in gewisser Hinsicht. Die vielen Transfers sind schwer. Man will, dass alles perfekt ist, da ist sowas nicht akzeptabel. Das ist der einzige Negativpunkt für mich - neben der Aufgabe von Beltran natürlich. Ich hätte gerne die Tour mit dem kompletten Team beendet.
Haben Sie Sorge vor dem Pailhères morgen, an dem Sie 2003 Pobleme hatten?
Armstrong: Das ist ein schwerer Berg, vor allem am Schluss. Er ist nicht sehr bekannt, aber er ist auch 2000 Meter hoch. Am folgenden Tag wird es noch schwerer. Das ist die schwerste Etappe. Ein echter Tour-Klassiker.
Werden Sie Ihrem früheren Teamkollegen Fabio Casartelli, der vor zehn Jahren am Portet d' Aspet ums Leben kam, Ihre Ehre erweisen?
Armstrong: Ich denke jedes Jahr bei der Tour an viel an Fabio. Dieses Jahr noch mehr, wo sich sein Todestag jährt. Sheryl (Crow, seine Partnerin) und ich haben seine Frau und seinen Sohn in Italien besucht. Wir werden an der Zeremonie teilnehmen. Das wird ein schwerer Moment.
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(www.radsportnews.com)
Etappenvorschau: 167 Kilometer über flaches oder hügeliges Terrain, dann kommt ein 15,2 Kilometer langer Anstieg (durchschnittlich 8%) zum Port de Pailheres. Nach der Abfahrt geht es sofort weiter rauf auf AX-3-Domaines. (9,1 Kilometer langer Anstieg, 7,3% Steigung) Dort ist dann die zweite Bergankunft der Tour.
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Österreichischer Etappenerfolg in den Phyränen!!!
Georg Totschnig gewinnt als einzig überbleibender aus einer Ausreisgruppe die erste Phyänenetappe der Tour 05! Er kommt 56 Sekunden vor Armstrong und 58 Sekunden vor Basso ins Ziel. Vierter wurde Jan Ullrich, der 1:16 auf Totschnig verlor.
Ein ausführlicher Bericht kommt später!
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92.Tour de France - 14.Etappe
In den Pyrenäen zeigt's ein Österreicher den Basken
AX-3 DOMAINES, 16.07.05 (rsn) - Die sonst so wilden baskischen Fans sind in diesem Jahr ein bißchen ruhiger bei der Tour de France. Die erste Pyrenäen- Etappe dominierte am Samstag ein Österreicher, während die Basken aus dem früher so starken Euskaltel-Team ein trauriges Bild boten. Georg Totschnig aus Ramsau, 34 Jahre alt, seit 1994 Profi, feierte bei der Bergankunft der 14.Etappe in Ax-3 Domaines den größten Triumph seiner Karriere. Nach fast 200km langer Flucht rettete der Gerolsteiner-Routinier als Solist knapp eine Minute Vorsprung ins Ziel. Im Gesamtklassement blieb alles beim Alten. Jan Ullrich und Co. versuchten alles, doch am Ende zerschellten alle Bemühungen am Denkmal Lance Armstrong, dessen Fundament auch bei seiner letzten Tour keinerlei Risse zeigt.
Am schweren Ehrenkategorie- Anstieg des Pailhères, 45km vor Schluss versuchte T-Mobile einen Angriff auf das Gelbe Trikot. Armstrong, ohne Teamunterstützung, schien da zu wackeln. "Wir wollten früh attackieren, damit Lance nicht mit seinem ganzen Team an den Schlussanstieg kommt", sagte Ullrich, der sich auf den vierten Gesamtrang verbesserte, dessen Rückstand auf Armstrong aber um 18 Sekunden auf 4:34 Minuten anwuchs. "Bis 500 Meter vor Schluss lief es sehr gut. Ich habe mich gut gefühlt und war zufrieden mit meinem Rennen und der Leistung des Teams. Dann plötzlich ging mir der Saft aus. Ich weiß nicht warum. Ich bin schon enttäuscht. Aber das ändert nichts. Morgen versuchen wir es wieder. Die Tour ist erst in Paris zu Ende", so Ullrich unverdrossen.
"Die Hitze und die große Distanz haben heute das Rennen besonders schwer gemacht. Als T-Mobile am Pailhères attackiert und die Selektion herbeigeführt hat, hatte ich gute Beine. Ich war ein bißchen isoliert. Aber T-Mobile hat so Tempo gemacht, ich wusste, dass sie das nicht ewig so fortsetzen konnten", sagte Armstrong, der mit seinen Gegner spielte.
Der andere Mann des Tages hieß Georg Totschnig. Der Tiroler holte den ersten österreichischen Tour-Etappensieg seit 1931 (Max Bulla). "Heute oder morgen hatten wir etwas geplant. Aber dass es auf Anhieb tatsächlich so gut laufen würde, hätte ich nie gedacht", freute sich Gerolsteiner-Teamchef Christian Henn. Totschnig war überglücklich: "Das ist heute ein großer Tag für mich, der größte sportliche Erfolg meines Lebens. Ich hätte nicht gedacht, dass ich eine solche Etappe dieses Jahr gewinnen kann. Nach der Tour de Suisse lag ich mit einer Erkältung eine Woche im Bett, deshalb war ich zum Tour-Start sehr schwach. Ich war nach den ersten Etappen über meine Leistung total sauer und wollte schon nach Hause fahren. Zum Glück habe ich es nicht getan, auch weil mich meine Familie, meine Frau und meine zwei Kinder, immer unterstützen und aufbauen", sagte der bodenständige Österreicher, der "Dachdecker in der Firma meines Schwiegervaters" geworden wäre, wenn es mit der Profi-Karriere nicht geklappt hätte. Nun steht er beim wichtigsten Radrennen der Welt ganz oben.
Totschnig ("Ich bin nur noch gefahren und habe an nichts mehr gedacht") vergaß im Überschwang am Ende der Etappe, den Reißverschluss seines Trikots hochzuziehen, sodass das Sponsorlogo auf dem Siegerfoto nicht zu sehen ist. "Ich habe bis zum Schluss nicht geglaubt, dass ich es schaffe. Da habe ich es einfach vergessen, das Trikot zuzumachen. Ich hoffe, mein Sponsor verzeiht mir", sagte Totschnig.
Die letzten beiden Anstiege meisterte der Gesamtsiebte des letzten Jahres im Alleingang und rettete überglücklich 56 Sekunden vor Lance Armstrong ins Ziel. Der Amerikaner verteidigte nicht nur sein Gelbes Trikot, er schien geradezu mit seinen Gegnern zu spielen. Mochten die am vorletzten Berg, dem Pailhères, wo Armstrong vor zwei Jahren der Hitze Tribut zollen musste, noch Hoffnung schöpfen, so zeigte der Dominator am Schlussanstieg doch wieder allen sein Hinterrad. Einzig der Italiener Ivan Basso konnte am Ende des 7,9km langen Schlussanstieg Kontakt halten. Jan Ullrich verlor 18 Sekunden und noch viel mehr Moral. Der dänische Träger des Bergtrikots und Gesamtzweite, Michael Rasmussen, büßte 51 Sekunden auf Armstrong ein. Im Gesamtklassement führt der Discovery-Star jetzt mit 101 Sekunden vor Rasmussen. Basso ist Dritter mit 2:46 Minuten Rückstand.
Der Franzose Christophe Moreau, vor der Etappe auf einem Podiumsrang, war der Verlierer des Tages mit über sechs Minuten Rückstand. Die französischen Medien beginnen bereits eine neue Dopingdiskussion ("Tour der zwei Geschwindigkeiten") angesichts der Chancenlosigkeit der Einheimischen. Doch dabei schwingt viel Chauvinismus mit. Die kollektive Schwäche des Euskaltel-Teams wird man in den Pariser Gazetten dagegen als Symptom eines verbesserten Dopingkampfes werten.
Die deutschen Teams drückten der ersten Pyrenäen-Etappe ihren Stempel auf. Totschnig war nach einem wieder einmal rasend schnellen Start (50,8km in der ersten Stunde!) in einer Gruppe (mit Moos, Gilbert, Nardello, Garate, Garzelli, Bénéteau, Da Cruz, Krivtsov, Grivko) davongefahren. Die Gruppe kam mit 9 Minuten Vorsprung am Fuße des Pailhères an. An dem vorletzten Anstieg setzte sich Totschnig ab. Zunächst blieben der Italiener Stefano Garzelli und der Franzose Walter Bénéteau noch dran, ab 5km vor der Passhöhe war der Gerolsteiner-Fahrer allein vorn. Nach den für ihn enttäuschend verlaufenen Alpen träumte Totschnig nun vom Pyrenäen-Etappensieg 29 Kilometer später. Die Sonne brannte so unbarmherzig, dass sogar auf über 2000 Meter noch 30 Grad gemessen wurden.
Doch in seinem Rücken hatte sich längst eine Spitzengruppe mit Armstrong gebildet. Der Boss aus Texas schien mit seinen Konkurrenten zu spielen. Als Ullrich mit Basso 10 Kilometer vor dem Gipfel des Pailheres attackierte, ließ er ihn ziehen. Als der Abstand knapp zehn Sekunden betrug, machte er sich alleine auf, an die Führungsgruppe scheinbar mühelos heranzufahren.
Der vorletzte Anstieg, den Ullrich enbenso wie Armstrong vor der Tour nochmal erkundet hatte, brachte eine Vorentscheidung: Armstrong hatte dort Rasmussen, der im Gesamtklassement auf Rang zwei bisher am gefährlichsten schien, sowie Andreas Klöden und Alexander Vinokourov Zeitrückstande verpasst. Bis auf Vinokourov konnten die anderen zeitweise Zurückgefallenen in der Ebene vor dem Schlussanstieg in die 1372 Meter hoch gelegene Skistation Ax-3-Domaines wieder aufschließen. Doch kurz danach fielen sie wieder zurück - im Finale waren Armstrong, Basso und Ullrich unter sich.
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(www.radsportnews.com)
Tolle Leistung von Totschnig! Tolle Demonstration wieder mal von Lance! Mehr gibt's dazu nicht mehr zu sagen!
mfg Robert |
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kevler
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Naja Armstrong ist wohl auch dieses Jahr nicht zu schlagen. Aber Hut ab vor T-Mobile die wohl als einziges Team einen Angriff gegen Armstrong und Discovery fährt bzw fahren kann. Ich frag mich was mit CSC oder Rabobank ist die doch eigentlich gut platziert sind. Naja meiner Meinung nach starkes Rennen von Armstrong aber T-Mobile hat das Rennen erst spannend gemacht. Freue mich schon auf Morgen wo ich wieder einen solchen Angriff erwarte. |
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Robert
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Rabobank kann wohl nicht angreifen, da sie kein starkes Team für Hochgebirgsetappen haben. Rasmussen ist da der Einzelkämpfer.
Aber warum CSC nicht angreift ist ne gute Frage. Bjarne Riis setzt zwar immer auf Angriff, nur nicht was das Gesamtklassement betrifft. Dabei wäre Basso doch in guter Form und hätte ein durchwegs starkes Team an seiner Seite.
Naja, schlecht für die Herausforderer, gut für Armstrong! Ich beschwere mich also bestimmt nicht!
mfg Robert
@kevler: Freut mich das doch mal wieder jemand auf meine Beiträge reagiert!  |
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Robert
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92.Tour de France - 15.Etappe
Discovery in Siegerlaune - Armstrong: "Großer Tag"
SAINT- LARY- SOULAN, 17.07.05 (rsn) - Bei der Königsetappe der Tour de France gab es drei Radrennen, eines so schwer wie das andere. Vorne kämpfte eine Ausreißergruppe um den Tagessieg, dahinter die Favoriten um den Gesamtsieg und ganz hinten die Sprinter ums Überleben. Das 15.Teilstück der Tour de France über 205,5 km zwischen Lézat-sur-Lèze und der Bergankunft am Pla d'Adet kannte viele Gewinner. Die Sieger waren zwei amerikanische Discovery-Profis: Die Etappe ging an den New Yorker George Hincapie, während Lance Armstrong den wohl entscheidenden Schritt Richtung siebten Gesamtsieg machte. Jan Ullrich war der Verlierer des Tages. Der T-Mobile-Star, der vom Sieg träumte, droht das Podium zu verpassen.
George Hincapie, der einzige bei Discovery, der Lance Armstrong bei allen seinen Tour-Triumphen seit 1999 als Teamkollege begleitet hat, gewann die Königsetappe der Tour de France am Pla d'Adet oberhalb von Saint-Lary-Soulan im Sprint gegen seinen letzten Mitausreißer, den Spanier Oscar Pereiro. Hincapie- Freund Armstrong konnte alle seine Rivalen bis auf den Italiener Ivan Basso erneut distanzieren. An den letzten zwei der insgesamt sechs Bergen ging Basso in die Offensive. Bei seiner zweiten Attacke 9km vor Schluss konnte nur Armstrong mitgehen. Die beiden fuhren schließlich mit 5 Minuten Rückstand auf das Duo Perreiro/ Hincapie gemeinsam über die Ziellinie. Vor dem Ruhetag führt Armstrong im Gesamtklassement weiterhin mit beruhigenden 2:46 Minuten Vorsprung vor seinem einzigen verbliebenen Rivalen Basso.
Jan Ullrich konnte die erste Attacke Bassos mitgehen. Bei der zweiten musste er reißen lassen. Der Deutsche kämpfte zunächst allein, dann holte er seinen spanischen Edelhelfer Oscar Sevilla ein, der in der Ausreißergruppe des Tages mitfuhr. Sevilla war am Ende nicht mehr in der Lage viel für seinen Kapitän zu tun, im Gegenteil, er schien ihn mit seinen Versuchen eher zu bremsen. Ullrich verlor noch anderthalb Minuten auf Armstrong und Basso. Schlimmer für den T-Mobile-Star wog, dass der Däne Michael Rasmussen nur Sekunden nach ihm über die Ziellinie rollte. Der Träger des Bergtrikots bleibt damit auf dem Podiumsrang 2:49 Minuten vor Ullrich.
Die lange Etappe über 205km und sechs schwere Berge (Portet d'Aspet, Menté, Portillon, Peyresourde, Val-Louron Azet, Pla d'Adet) war durch eine frühe Ausreißergruppe bestimmt worden. In der ersten Stunde setzten sich 14 Fahrer ab (Boogerd, Dekker, Kroon, Hincapie, Sevilla, Pereiro, Bertogliati, Davis, Caucchioli, Brochard, Pineau, Bertolini, Camano, Astarloza). Zur Hälfte des Rennens hatte die Gruppe einen Vorsprung von 18:25 Minuten herausgefahren, der größte Vorsprung von Ausreißern seit dem Start der diesjährigen Tour. Im Verfolgerfeld begann CSC das Tempo zu erhöhen. Ihr Kapitän Basso hatte etwas vor. Am Col d'Azet 28km vor dem Ziel ließ der Lombarde Taten folgen Seinem Antritt konnte Armstrong ohne Mühe folgen, Ullrich musste kämpfen, blieb aber dran. Michael Rasmussen ließ dagegen reißen und fuhr mit über einer Minute Rückstand in einer kleinen Gruppe (Leipheimer, Mancebo, Landis, Piepoli, Popovych, Vinokourov , Moreau, Mazzoleni). Doch am Ende hatte der Träger des Bergtrikots die zweite Luft und kam fast zeitgleich mit Ullrich ins Ziel.
Am Fuße des Schlussanstiegs waren vorne noch 6 Mann (Brochard, Hincapie, Boogerd, Caucchioli, Sevilla, Pereiro) übrig, die 7 Minuten Vorsprung hatten auf die "Groupe Maillot Jaune", wie das französische Fernsehen später das Duo Basso/Armstrong nannte. Am Pla d'Adet mussten sich vorne Pereiro und Hincapie durch ein enges Spalier der berüchtigten wilden baskischen Fans kämpfen, von denen mindestens einer unter die Räder eines Motorrads geriet.
Der Sprint um den Tagessieg an der 1680m hohen Bergankunft war am Ende eine klare Sache. Hincapie, der während der Flucht kaum Führungsarbeit gemacht hatte, verwies Pereiro ohne Probleme auf Platz 2. Der 32 Jahre alte Amerikaner hatte sich bisher vor allem als Klassiker-Spezialist einen Namen gemacht u.a. mit dem Sieg bei Gent -Wevelgem (2001) und vielen guten Platzierungen bei Paris- Roubaix, wo er im letzten April Zweiter wurde.
"Ich fuhr in der Flucht mit um mit Vorsprung in die Berge zu kommen und so am Ende Lance noch ein bißchen helfen zu können. Aber als der Vorsprung 18 Minuten betrug, sagte Johan (Bruyneel, der Sportdirektor) zu mir: 'Die kommen nicht mehr ran. Fahre mit.' Ich habe versucht so schonend wie möglich zu fahren, weil ich wusste, das wird am Ende ganz, ganz hart", sagte Hincapie.
"Das ist ein großer Tag für unsere Mannschaft", erklärte Armstrong. "Die Situation war ideal für uns. Mit einem von uns vorne mussten wir hinten nicht Tempo machen. Ich habe auf den letzten Berg gewartet und bin dort mit Ivan (Basso) zusammen gefahren, der interressiert war, Zeit herauszufahren", so Armstrong, der sich auch für Hincapie besonders freute. "George ist mein bester Kumpel im Team. Wir sind schon lange Freunde. Ich freue mich so sehr für ihn. Es ist sein erster Tour-Etappensieg - und der auch noch in den Bergen! Unglaublich", strahlte der Träger des Gelben Trikots, dessen Helfer Yaroslav Popovych das Weiße Trikot trägt. So viel hatte Armstrong gewiss gar nicht im Sinn, als er vor zwei Wochen sagte, er wolle seine letzte Tour de France genießen.
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(www.radsportnews.com)
Unglaublich! Phantastisch! Magnifique! Mehr kann man zu George Hincape nicht sagen! Denn wie kann dieses Kraftbündel, dass für Klassiker und Ebenen predistiniert scheint so über die Berge kommen? Die Frage habe ich mir schon bei der ersten Bergankunft in den Alpen gestellt. Denn als bereits fast alle Armstronghelfer inklusive Bergspezialisten Beltran, Rubiera, Savoldelli fliegen gegangen waren begleitete Hincapie auch damals schon seinen Chef. Und nun setzt der ehrgeizige New Yorker noch eins drauf und gewinnt eine Bergankunft, zwar nicht gegen die Superstars der Tour, aber doch gegen ausgewiesene Bergspezialisten wie Pereiro, Sevilla und Co. Das mir da die Sprache wegbleibt ist verständlich. Und ich bin da gewiss nicht der Einzige!
Chef Armstrong zeigte sich wieder mal unantastbar und konnte erneut jeden Konkurrenten außer Basso deutlich distanzieren. Auch wenn Armstrong bis jetzt noch keinen Etappensieg hat, bin ich mir sicher das er das noch nachholen wird. Und zwar im (fast) abschließenden Zeitfahren am Samstag.
mfg Robert |
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Interview mit dem CSC-Teamchef
Riis: "Basso hat Zenit noch nicht erreicht"
PAU, 18.07.05 (rsn) - CSC-Teamchef Bjarne Riis kann seit Montag die Tour de France genießen. Der Sponsor verlängerte sein Engagement und auch sein Kapitän Ivan Basso bleibt ihm erhalten. Dem 27 Jahre alten Italiener traut Riis zu, die Nachfolge von Armstrong anzutreten, wenn der Tour-Seriensieger am 24.Juli seine Karriere beendet.
Was erwarten Sie von Ivan Basso?
Riis: Ich habe wirklich das Gefühl, dass wir einen Mann in unseren Reihen haben, der die Tour gewinnen kann. Ivan Basso kann der Beste dieses Rennens werden, wenn Lance Armstrong abtritt. Er hat das Profil dazu. Man hat gesehen, wie er sich bei der Tour immer mehr verbessert hat. Diese Fortentwicklung ist ein langsamer, kontinuierlicher Prozess. Seinen Zenit hat Basso noch lange nicht erreicht.
Werden Sie Ihr Team um Basso herum verstärken, nachdem er heute (Montag) bis 2008 verlängert hat?
Riis: Das wichtigste ist, dass wir mit dieser Mannschaft weitermachen können. Ich kann noch nicht sagen, ob wir den oder jenen holen. Das ist meine jetzt Arbeit. Ich habe sicherlich ein paar Ideen, wen ich gerne hätte. Aber darüber zu sprechen wäre unangemessen, wo unsere Mannschaft hier bei dieser Tour eine so formidable Arbeit macht.
Wie beurteilen Sie die Teamleistung?
Riis: Wir waren bisher immer präsent. Taktisch haben wir schöne Dinge erreicht. Aber die Tour ist noch nicht vorbei...
Einige meinen, Basso sei viel zu nett, um Armstrong noch gefährlich zu werden.
Riis: Mag sein. Aber jeder hat seine Persönlichkeit, das muss man rspektieren. Ivan ist so. Man muss aufhören, alle Leute mit Armstrong zu vergleichen. Basso hat sein bestes Niveau noch nicht erreicht. Alles eine Frage der Geduld. Lassen Sie uns nicht vergessen, dass da ja auch andere Gegner sind: Ullrich und Vinokourov.
Wie sehen Sie Armstrong bei dieser Tour?
Riis: Als einen Mann, der sechs Toursiege geholt hat, vielleicht schon sieben. Als jemand mit großer Klasse, mit Kraft und Talent. Glauben Sie mir, so einen zu schlagen ist nicht leicht.
Ist das sogar der beste Armstrong?
Riis: Nein, ich glaube letztes Jahr war er noch stärker. Aber Ivan war damals noch nicht soweit. Dieses Jahr bin ich mit der Leistung von Ivan absolut zufrieden.
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(www.radsportnews.com)
Gewiss, ein großer des Radsportes kommt nach! Dieses Jahr konnte er die letztjährige Glanzleistung bestätigen. Damit ist eines klar: Läuft alles so weiter wie geplant, wird Basso in den nächsten Jahren die Tour gewinnen. Vielleicht sogar mehrmals, wer weiß!
mfg Robert |
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Robert
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Die Tour de France nach Armstrong
Der Kampf um die Erbfolge verspricht Spannung
PAU, 18.07.05 (rsn) - In sechs Tagen wird Lance Armstrong seine Karriere benden. Wenn nicht noch etwas sensationelles geschieht, tritt er mit seinem siebten Tour de France-Sieg auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn ab. Der Amerikaner wird ein großes Vakuum hinterlassen. Natürlich ist es noch viel zu früh, um über den Ausgang der 93. Frankreich- Rundfahrt zu spekulieren. Doch fest steht heute schon, dass es nächstes Jahr soviele Favoriten geben wird wie selten in der Geschichte der "Grande Boucle". Ein "neuer Armstrong" ist nicht in Sicht - Jahrhundert-Athleten sind nun mal selten. Doch viele haben das Zeug zum "einfachen" Toursieger im üblichen "Interregnum" bis zum nächsten Kandidaten für den Fünfer-Club.
Auf den ersten Blick scheint der Italiener Ivan Basso der erste in der Erbfolge zu sein. Der 27-Jährige, der einmal bester Jungprofi der Tour war, hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert, zuletzt arbeitete er etwa mit großem Erfolg an der Verbesserung seiner Zeitfahr-Qualitäten. Letztes Jahr war Basso Dritter, jetzt hat er allerbeste Chancen, am Sonntag in Paris die Tour auf dem zweiten Platz zu beenden. Sein Förderer Bjarne Riis ist sicher, dass Basso "noch lange nicht" sein Zenit erreicht hat. Also ganz klar, dass dann 2006 Platz 1 kommen muss? Von solcher klaren Logik ist aber nicht jeder überzeugt.
"Es ist ein Fehler zu glauben, dass der Zweite von diesem Jahr der Erste von nächstem Jahr sein wird", schreibt etwa Laurent Jalabert in seiner Tour-Kolumne in L'Equipe. Jalabert ist kein großer Basso-Fan. Er wirft dem so netten Armstrong-Freund "Resignation" vor. "Das Rennen wird nächstes Jahr ganz anders. Armstrongs Anwesenheit sorgt allein dafür, dass die Rollen verteilt sind, ohne dass er sich dessen bewusst ist", so Jalabert. Mit anderen Worten: Ohne die Tour-Legende im Feld, an die sich nur ganz wenige ernsthaft rantrauten, wird die Hierarchie nächstes Jahr neu gemacht.
Basso hat seine Karriere 1999 begonnen und hat als Profi noch nie einen anderen Toursieger erlebt als Armstrong. Jan Ullrich dagegen hat die kurze Zeit zwischen Indurain und Armstrong geprägt. Schon nach seinem sensationellen zweiten Platz 1996 sahen in ihm viele den nächsten fünffachen Toursieger. Seine besten Jahre verschenkte Ullrich. Gäbe es heute die Legende Armstrong, wenn Ullrich immer wie ein Musterprofi gelebt hätte? Dass man diese Frage überhaupt stellen kann, sollte Ullrich traurig machen. Kommt jetzt nach dem Armstrong-Rücktritt noch einmal seine Zeit? "Ein Toursieg ist auch ohne Armstrong viel wert", sagte Ullrich schon vor dieser Tour. Seine beiden Stürze spielte er zunächst aus taktischen Gründen herunter. Die Folgen waren schlimmer, als er zugab und spielten sicherlich eine Rolle dabei, dass er Armstrong beim letzten "Duell" (das schon 2004 keines mehr war) nicht gefährlich werden konnte. Aber nur an Zufällen liegt es nicht, dass Ullrich nicht mehr ganz nach oben kommen kann. Ob er nach der neuerlichen frustrierenden Niederlage wirklich noch einmal in der Lage ist, sich im Training monatelang tagtäglich zu schinden?
Nach dem Rücktritt von Lance Armstrong werden die Karten neu gemischt. Auch Andreas Klöden (30), der letztjährige Gesamtzweite, könnte ebenso wie der Kasache Alexandre Vinokourov (31), dessen Zukunft bei T-Mobile oder Discovery liegt, der große Wurf zugetraut werden. "Vino" enttäuschte bei der diesjährigen Tour sich selbst. Aber vielleicht verlor er sich in der merkwürdigen Doppelrolle zwischen Co-Leader und Attackierer. Es wäre interessant zu sehen, wie er sich als Kapitän eines Discovery-Teams schlägt. Vinokourovs Generation der um die 30-Jährigen, zu der auch die Amerikaner Levi Leipheimer (31) und Floyd Landis (29) und der Spanier Francisco Mancebo (29) gehören, sieht ihre große Chance, das kleine Zeitfenster des "Interregnum" zu nutzen. Die neue Generation steht schon in den Startlöchern.
Der Spanier Alejandro Valverde und der Ukrainer Yaroslav Popovych, beide 25 Jahre alt, haben dieses Jahr ihr Tour de France-Debüt gegeben. Der erste gewann in beeindruckender Manier die Etappe in Courchevel, bevor er wegen einer Knieverletzung aufgeben musste. "Popo", einer der Leutnants von Armstrong, stand schon mit 23 Jahren auf dem Podium des Giro und trägt das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers. Sein Debüt wegen einer Viruserkrankung verschieben musste der 23 Jahre alte Italiener Damiano Cunego. Aber dass der Sensations-Giro-Sieger von 2004 eine große Zukunft bei der Tour hat, scheint festzustehen. Sehr vielversprechende Talente sind auch der Spanier Alberto Contador (22) und der Russe Vladimir Karpets (24). Dass es aber gar nicht leicht ist, solch großen Erwartungen gerecht zu werden, zeigt der 27 Jahre Denis Menchov gerade bei dieser Tour.
Im nächsten Jahr scheint alles möglich, wenn der Tour-Patron die Bühne verlässt. Vielleicht sogar, dass Armstrongs Freund George Hincapie (32), der Überraschungssieger der Pyrenäen-Königsetappe nächstes Jahr Gelb holt für Discovery? "Warum nicht?", antwortete Armstrong grinsend. Er hat gut lachen.
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(www.radsportnews.com)
Naja, der letzte Satz war halt n guter Witz!
mfg Robert |
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Robert
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Tour de France - 16.Etappe
Kaschechkin erhielt Faustschlag von Zuschauer
PAU, 19.07.05 (rsn) - Der Kasache Andrey Kaschechkin (Crédit Agricole) bekam am Dienstag während der 16.Etappe der Tour de France einen Schlag ins Gesicht durch einen Zuschauer. Kaschechkin wurde von einer Faust getroffen, nicht durch ein Transparent, wie es nach den Fernsehbildern den Anschein hatte.
"Er blutet aus der Nase und wir werden nach dem Rennen schauen, ob wir ihn zum Röntgen schicken müssen"; sagte Roger Legeay, der Sportdirektor des Teams im französischen Fernsehen. Der Vorfall ereignete sich am Anstieg des Marie -Blanque, 115km vor dem Ziel der 180,5km langen letzten Hochgebirgsetappe. Kaschechkin gehörte zu einer kleinen Spitzengruppe. Er konnte nach kurzer Behandlung durch den Rennarzt weiterfahren.
Zwischenfälle mit Fans dieser Art sind sehr selten im Radsport. Berühmt wurde der Fall von Eddy Merckx 1975, der am Puy-de-Dome einen Leberhaken abbekam.
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(www.radsportnews.com)
Also ich bin echt froh, dass die Radsportfans im Grunde ein ganz friedliches Volk sind. Ein bisschen verrückt, aber friedlich!
mfg Robert |
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92.Tour de France - 16.Etappe
Pereiros Revanche
PAU, 19.07.05 (rsn) - Am Sonntag verpasste der Spanier Oscar Pereiro knapp den Tagessieg bei der Tour de France, als ihn sein Mitausreißer George Hincapie, der ihm die ganze Tempoarbeit überlassen hatte, am Ende der Pyrenäenetappe übersprintete. Am Dienstag war für Pereiro der Frust vergessen. Der Phonak-Profi gewann das 16.Teilstück zwischen Mourenx und Pau (180,5km), bei dem der letzte große Berg der 92.Frankreich- Rundfahrt im Profil stand. Lance Armstrong (Discovery Channel) verteidigte das Gelbe Trikot ohne Probleme. Den Amerikaner trennen noch fünf Tage und 782 Kilometer von einem Rekord, der vielleicht auf ewig Bestand haben könnte.
Zwei Tage nach seiner unglücklichen Niederlage von Saint-Lary-Soulan, die er wie ein Mann hinnahm ("Normal, dass Hincapie keine Führung macht"), konnte Oscar Pereiro am Dienstag in Pau jubeln. Der Spanier setzte sich durch vor seinen drei Mitausreißern, seinem Landsmann Xabier Zandio, dem Italiener Eddy Mazzoleni und dem Australier Cadel Evans. Das erste Feld mit dem Gelben Trikot überquerte die Ziellinie mit gut drei Minuten Rückstand. Armstrong musste am Dienstag noch einmal einige Angriffsversuche von Jan Ullrich und seinen Teamkollegen kontern. Nach den Pyrenäen belegt der Amerikaner weiterhin Platz 1 des Gesamtklassements mit 2:46 Minuten Vorsprung auf den Italiener Ivan Basso.
Beim Anstieg auf den Aubisque, dem letzten großen Berg der 92. Tour de France, hatte T-Mobile ein letztes Mal versucht, Armstrong aus dem Takt zu bringen. Erst attackierte Alexander Vinokourov, dann Andreas Klöden. Doch der Patron der Tour konterte lässig und fuhr den 16 Kilometer langen Aufstieg auf den Pyrenäen-Riesen in einer neunköpfigen Gruppe. Als Vino angriff, machte Armstrong keine Anstalten zu folgen. Auf Rang neun des Gesamtklassements mit 9:38 Minuten Rückstand stellte der Kasache, der den Wunschtraum vom Gelben Trikot auf der Alpenetappe nach Courchevel ausgeträumt hatte, für Armstorng keine Gefahr dar. Der Etappensieger von Briancon wurde bald von einer Gruppe mit Armstrong, Ullrich, Basso und Rasmussen gestellt.
"Lance und sein Team wirkten souverän, auch Rasmussen war stark. Wir haben heute noch mal alles versucht. Die hohen Berge sind vorbei. Jetzt kommt das Zeitfahren - ich versuche es weiter", erklärte Ullrich, der um eine Podiumsplatzierung noch kämpfen muss. Der Däne Michael Rasmussen (+ 3:09 Minuten) ist weiterhin Dritter hinter Armstorng und Basso. Ullrich folgt auf Rang vier (5:5 .
"Bester Tag"
Armstrong bekam sein 78. Gelbes Trikot - bekommt er am Donnerstag das 79. zieht er mit Bernard Hinault gleich.
Für T-Mobile war es ein schwarzer Tag. Und das nicht wegen der abermals vergeblichen Angriffe. Dem Team von Jan Ullrich droht ein herber Verlust. Der letztjährige Gesamtzweite Andreas Klöden war zusammen mit seinem Teamkollege Matthias Kessler schon nach Kilometer elf in einen Massensturz verwickelt. Klöden wurde nach der Zielankunft mit Verdacht auf einen Handgelenksbruch; Kessler mit einer Wirbelsäulenstauchung und mit Verdacht auf eine leichte Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht. Es besteht die Gefahr, dass die beiden deutschen Radprofis am Mittwoch bei der 17. Etappe von Pau nach Revel nicht mehr mitfahren können (s.Story).
Armstrong streifte in Pau zum 78. Mal in seiner bemerkenswerten Karriere das Gelbe Trikot über. Wenn er es auch am Mittwoch verteidigt, woran niemand zweifelt, wird er mit Bernard Hinault gleichziehen. Dann wird nur der "Kannibale" Eddy Merckx, der beste Rennfahrer aller Zeiten, noch öfter das "Maillot jaune" getragen haben als Armstrong. "Das war heute zweifellos der beste Tag für mich. Ich habe mich perfekt gefühlt auf dem Rad", sagte Armstrong im französischen Fernsehen und bedankte sich für die Arbeit von Hincapie am Aubisque. Auf das Publikum angesprochen meinte er: "Ich bekomme sensationelle Unterstützung. Wenn einige Leute ekelhaft sind, kann man nichts machen. Ich sehe es positiv und will möglichst schöne Erinnerungen mitnehmen von diesen letzten Tagen im Gelben Trikot."
Zu den Gewinnern der Etappe zählte der Australier Evans. Der frühere Mountainbike-Spezialist, verbesserte sich im Gesamtklassement vom elften auf den 7.Rang, u.a. auf Kosten seiner ehemaligen Teamkollegen Vinokourov (jetzt Neunter) und Klöden, der aus den Top 10 herausfiel. Evans gerhörte zu einer elfköpfigen Ausreißergruppe (Vasseur, Ludewig, Zandio, Turpin, Flecha, Pineau, Gilbert, F. Rodriguez, Horner, Geslin)) gehörte, die sich nach 26km formiert hatte. Für den besonderen Aspekt aus deutscher Sicht sorgte darin der Westfale Jörg Ludewig vom italienischen Team Domina Vacanze. Der Profi aus Steinhagen gewann die Bergwertung am Col de Marie-Blanque und belegte am Ende Rang sieben gut eine Minute vor der von Armstrong angeführten, 31-köpfigen Verfolgergruppe mit den Favoriten.
Die Passhöhe des Aubisque 72km vor Schluss überquerte Evans als Erster 4:15 Minuten vor der Favoritengruppe (Basso, Ullrich, Rasmussen, Landis). In der Abfahrt vom letzten Ehrenkategorie-Anstieg dieser Tour kamen Pereiro zurück und auch Mazzoleni, der am Marie-Blanque 120km vor Schluss zunächst reißen ließ. Xandio, der ebenfalls zu den Ausreißern der ersten Stunde gehörte, stieß wenig später auch noch hinzu. Evans vor allem sorgte dafür, dass der Vorsprung des Quartetts nie in Gefahr geriet. Am Ende setzte sich Pereiro im Sprint deutlich durch und konnte schon Meter vor der Ziellinie den Erfolg genießen, den ihm viele schon am Sonntag gegönnt hätten. Der 27-Jährige war Gesamtneunter der Tour de France 2004 und machte auch dieses Jahr als einer der offensivsten Fahrer auf sich aufmerksam.
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Tour de France - 17.Etappe
Klöden gibt auf
PAU, 20.07.05 (rsn) - Andreas Klöden (T-Mobile) ist am Mittwoch bei der 17. Etappe der Tour de France nach 17km ausgestiegen. Der Vorjahres-Zweite hatte sich am Vortag in einem Massensturz eine Fraktur im Handgelenk zugezogen. Die mit 239,5km längste Tour-Etappe hatte Klöden zunächst mit einer Gipsmanschette in Angriff genommen.
Andreas Klöden, gebürtiger Lausitzer mit Schweizer Wohnsitz, hat der Frankreich-Rundfahrt durch seinen zweiten Platz vom Vorjahr einen Millionen- Vertrag zu verdanken, aber er hat hier auch schon bittere Erfahrungen gemacht und die wurden am Dienstag unliebsam aufgefrischt. 2003 musste er die Tour mit einem Steißbeinbruch aufgeben. In diesem Jahr stieg er einen Tag nach seinem Sturz am Mittwoch vom Rad. «Ich konnte nicht bremsen und kaum den Lenker fassen», sagte Klöden.
Der 30-jährige deutsche Meister von 2004 hatte es mit einem Kahnbeinbruch im rechten Handgelenk und einer 20 Zentimeter langen Gipsmanschette zunächst noch versucht. Doch nach 17 der 239,5 Kilometer war Schluss. Die Leiden waren ihm ins schmale Gesicht geschrieben, als er aufgab und in den Begleitwagen stieg.
Klöden war am Vortag auf dem Weg nach Pau in einen Massensturz 15 Kilometer nach dem Start verwickelt. Mit ihm fielen auch der Gesamt- Sechste vom Team Gerolsteiner, Levi Leipheimer (USA), und der Italiener Giuseppe Guerini vom Team T-Mobile. Beide blieben ohne große Verletzungen. Nicht so Klödens Team-Kollege Matthias Kessler: Der Nürnberger, dem hartnäckig mit Gerolsteiner in Verbindung gebracht wird, trat am Mittwoch mit einer Wirbelsäulen-Stauchung und einer leichten Gehirnerschütterung zur 17. Etappe an.
«Erst war es nicht so schlimm. Aber im Laufe der Etappe ist meine Hand dick angeschwollen und ich konnte den Lenker nicht mehr richtig greifen», schilderte Klöden am Dienstag seinen über 165 Kilometer führenden Leidensweg vom Sturz bis ins Ziel der 16. Etappe. Teamarzt Lothar Heinrich musste am Abend Überstunden einlegen. «Wenn Andreas bei Steigungen stark am Lenker ziehen muss, oder es große Erschütterungen durch Straßen-Unebenheiten gibt, kann er Schwierigkeiten bekommen», prophezeite der Mediziner der Uni-Klinik Freiburg in Pau am Start der 17. Etappe. Heinrich hatte sich bei einem Hand-Chirurgen in Freiburg nach der angezeigten Therapie unter erschwerten Bedingungen erkundigt, Klöden eine Spezialschiene angelegt und Schmerzmittel verabreicht.
«Seine Chance, durchzuhalten stehen 50:50. Wäre es in der ersten oder zweiten Woche passiert, wäre er sicher sofort nach Hause gefahren», meinte Heinrich. Klöden und Kessler wollten am Mittwoch auch deshalb unbedingt weiter fahren, um Platz eins in der Mannschaftswertung abzusichern.
Die Prognosen standen vor der Tour für «Hilde», wie Klöden seit Jugendzeiten in Cottbus genannt wird, nicht gut: Falsches Training, die Aufgabe beim Wallonischen Pfeil schienen ihn zu allem anderen als zu einem Trumpf-As in den taktischen Spielen des T-Mobile-Teams zu machen, auch wenn er sich mit einem schönen Sieg bei der Bayern-Rundfahrt im Mai zurückmeldete. Bei der 8.Etappe der Tour mit einem Angriff am Col de la Schlucht im Elsass deutete Klöden an, wie die Magentatruppe geplant hatte, den doch wieder übermächtigen Armstrong zu schlagen. Um acht Millimeter verpasste Klöden den Etappensieg.
Obwohl er eigene Ambitionen zu Gunsten der Unterstützung seines Kapitäns Ullrich - zum Beispiel auf der ersten Alpenetappe nach Courchevel - zurückschraubte, hatte Klöden vor seinem Unfall hervoragende Perspektiven. Beim schwierigen Zeitfahren in St. Etienne hätte er Chancen gehabt, sich noch unter den besten acht des Gesamtklassements zu platzieren. Für das kommende Jahr schätzt der Olympia-Dritte von Sydney sein Potenzial wie gewohnt selbstbewusst ein: «Wenn in der Vorbereitung alles optimal läuft und ich gesund bleibe, traue ich mir auf jeden Fall einen Platz auf dem Podium zu». Die Tour 2005 verließ er auf Platz 11.
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Schade um Klöden, der obwohl zielich schwankender Leistungen dieses Jahr sicher großteils eine postive Überraschung war.
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92.Tour de France - 17.Etappe
Der Giro-Sieger gewinnt die längste Tour-Etappe
REVEL, 20.07.05 (rsn) - Der Italiener Paolo Savoldelli (Discovery Channel) gewann am Mittwoch in Revel die 17.Etappe der Tour de France, das mit 239,5km längste Teilstück der Rundfahrt. Der Edelhelfer von Lance Armstrong holte für seine Mannschaft bereits den dritten Tageserfolg. Der Sieger des diesjährigen Giro d'Italia setzte sich im Sprint durch vor dem Norweger Kurt-Asle Arvesen, mit dem er sich im Finale aus einer Ausreißergruppe abgesetzt hatte. Das Feld mit allen Favoriten hatte am Ende großen Rückstand von über 22 Minuten. Armstrong streifte nach einem weitgehend ruhigen Tag zum 78. Mal das Gelbe Trikot über.
"Das ist ein wunderbares Jahr für mich", freute sich Savoldelli, der er in den letzten beiden Jahren bei Telekom/T-Mobile völlig unterging nach Unfällen, Viruserkrankung und Verletzungen. Nach seinem Wechsel zu Discovery konnte er - zum Verdruss von T-Mobile - wieder da weitermachen, wo er 2002 mit seinem ersten Giro-Sieg aufgehört hatte. "Ich sah meine Chance in der Ausreißergruppe. Keiner war gefährlich im Gesamtklassement und die Gruppe ging. Im Ziel war ich der frischeste", so der Bergamasker.
Savoldelli war der Stärkste in der Spitze, die von einer frühen Ausreißergruppe übrig blieb. Am letzten Anstieg 8km vor dem Ziel attackierte der Mann aus Bergamo. Arvesen kam wieder heran und versuchte seinerseits 1500 Meter vor Schluss einen Antritt. Doch Savoldelli, der in der ersten Woche mit Discovery das Teamzeitfahren gewann, ließ sich seinen ersten (eigenen) Tour de France-Etappensieg im Sprint nicht streitig machen. Nach Hincapie am Sonntag gewann ein zweiter Armstrong-Helfer eine Etappe dieser Tour, während ihr Kapitän beim Zeitfahren am Samstag die Chance hat, den "Makel", die Tour ohne Etappensieg zu gewinnen, zu vermeiden. Discovery verdrängte nach der Aufgabe von Andreas Klöden (s.Story) T-Mobile von der Spitzenposition in der Mannschaftswertung.
Eine Fluchtgruppe mit 17 Rennfahrern (Rubiera, Savoldelli, Sevilla, Arvesen, Dekker, Davis, Hinault, Cioni, Augé, Tankink, Fédrigo, Righi, Da Cruz, Lovkvist, Grivko, Dumoulin, Gerrans) formierte sich bei prächtigem Postkartenwetter in der ersten Stunde (KM 3 der langen Übergangsetappe, die für Ausreißer prädestiniert war. Das Feld ließ die Ausreißer aus 14 der 21 Teams fahren. Der spanische T-Mobile-Profi Oscar Sevilla war der im Gesamtklassement bestplatzierte der Gruppe, aber mit 38 Minuten Rückstand für keinen der ersten Zehn eine Bedrohung. Armstrongs Mannschaft, die zwei Mann (Savoldelli und Jose Rubiera) vorne hatte, dachte gar nicht daran, Tempo zu machen. 50km vor dem Ziel lag der Vorsprung der Spitzengruppe bei 22 Minuten. Spätestens da war klar, das diese den Tagessieg unter sich ausmachen wird.
Der Holländer Erik Dekker, der einzige der Ausreißer, der aus eigenem Erleben wusste, wie sich ein Tour-Etappentriumph anfühlt, eröffnete den Kampf um den Tagessieg, wurde aber bald gekontert. Der Ukrainer Andriy Grivko versuchte sein Glück, doch der 21-jährige Neuprofi kam nicht weiter als 200 Meter weit weg und der australische Tour-Debütant Simon Gerrans fuhr das Loch zu. In der Folge schrumpfte die Spitzengruppe auf acht Mann (Grivko, Arvesen, Savoldelli, Righi, Sevilla, Hinault, Tankink, Gerrans), die nun schwankten zwischen Zusammenarbeit, um den Vorsprung zu halten und gegenseitigem Belauern. Es folgte ein spannendes Finish. 9km vor Schluss attackierte der Holländer Bram Tankink auf dem welligen Kurs.
Der Franzose Sebastian Hinault und Savoldelli konterten an der Côte de Saint-Ferréol (3.Kategorie), Arvesen und Gerrans nicht weit dahinter. Savoldelli ließ 2km vor Schluss Hinault hinter sich. Arvesen heftete sich an das Hinterrad dees Italieners und ging vorbei, doch dem Norweger ging die Puste aus und Savoldelli überquerte schließlich als Erster die Ziellinie.
Im Feld war es mit der Ruhe vorbei, als am letzten Berg Jan Ullrich mit Armstrong am Hinterrad attackierte. Der Kasache Alexandre Vinokourov, der am Mittwoch ankündigte, am Saisonende T-Mobile zu verlassen, verlängerte die Attacke, doch Armstrongs ukrainischer Leutnant Yaroslav Popovych war zur Stelle. Die Aktion ließ das Hauptfeld prompt in mehrere Gruppen aufsplittern. Ein Opfer war der Australier Cadel Evans, der 20 Sekunden einbüßte. Nachdem er sich am Vortag in der Flucht von Rang 11 auf Platz 7 geschoben hatte, rutschte er einen Tag später schon wieder auf Platz 8 ab. Auch der Amerikanwer Floyd Landis kam 20 Sekunden nach der Armstrong-Gruppe ins Ziel. Dadurch rückte Vinokourov im Gesamtklassement zwei Plätze auf Rang sieben vor. Ansonsten änderte sich das Gesamtklassement an der Spitze nicht. Armstrong geht mit beruhigenden 2:46 Minuten Vorsprung auf den Italiener Ivan Basso auf die verbleibenden 543 Kilometer seiner letzten Tour de France und hat den siebten Erfolg in Serie weiter unbeirrt im Auge.
Der Amerikaner bekam sein 78. Gelbes Trikot seiner Karriere. Damit zog er gleich mit dem Franzosen Bernard Hinault. Den großen Belgier Eddy Merckx, der auch nach einem siebten Toursieg in Folge der größte Rennfahrer aller Zeiten bleibt, wird Armstrong aber nicht mehr einholen können.
Für Jan Ullrich gab es trotz des eher ruhigen Renntags genug Turbulenzen. Der T- Mobile-Kapitän hatte den Ausfall seines wertvollen Helfers und Freundes Klöden zu verkraften und wird im nächsten Jahr Vinokourov zum Gegner haben. Der Tour-Dritte von 2003 entschied sich am Mittwoch für einen Wechsel zum Jahresende. Die französische Equipe AG2R gilt als großer Favorit, ab 2006 Winokurow-Arbeitgeber zu sein.
"Sowohl die Aufgabe von Andreas als auch der Weggang von Alexander sind traurige Sachen für mich. Ich fand, wir waren ein gutes Team. Aber bei Andreas war mir heute Morgen schon klar, dass er nicht durchhalten kann, zumal bei der superschlechten Straße heute", sagte Ullrich.
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Robert
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Wechsel nach Frankreich?
Vinokourov verlässt T-Mobile
REVEL, 20.07.05 (dpa) - T-Mobile verliert mit Alexander Vinokourov einen seiner verlässlichsten Fahrer. «Er wird uns zum Saisonende verlassen. Das bedaure ich sehr. Er ist nicht zu ersetzen», bestätigte am Mittwoch T-Mobile- Manager Olaf Ludwig den Weggang des Olympia-Zweiten von Sydney, der in diesem Jahr den Frühjahrs- Klassiker Lüttich- Bastogne- Lüttich und die Tour-Etappe nach Briancon gewann. «Ich will als Kapitän fahren und versuchen, die Tour im Laufe der nächsten zwei, drei Jahren zu gewinnen», nannte Vinokourov einen Grund für seinen wenig überraschenden Wechsel.
Der 31-jährige Kasache, 2003 Dritter der Tour-Gesamtwertung, wird von mehreren Teams umworben. Vor der Tour erklärte der vom ehemaligen Stunden-Weltrekordler Tony Rominger gemanagte Vinokourov, dass es nur eine Mannschaft gebe, für die es sich lohnte, T-Mobile zu verlassen. Er meinte das amerikanische Discovery Channel-Team, dass nach dem Karriereende Lance Armstrongs ab 2006 einen neuen Siegfahrer und potenziellen Tour-Favoriten sucht.
Aber Discovery-Teamchef Johan Bruyneel winkte ab: «Alexander ist sicher einer der intelligentesten und stärksten Fahrer im Peloton. Aber ich glaube nicht, dass er die Möglichkeiten hat, die Tour zu gewinnen.» Damit könnte der Weg frei sein nach Frankreich. Die Mannschaften AG2R (früher Casino), wo er seine Karriere begann, und Crédit Agricole, wo sein Landsmann Andrej Kaschechkin fährt, stehen in der Schlange der Bewerber. Vinokourov, der 2000 vom französischen Team Casino zu den Bonnern wechselte, will sich bis zum Ende der Tour entscheiden.
L'Équipe errechnete am Mittwoch wie folgt seinen Marktwert: Vinokourov verdiene im Jahr «weit weniger» als die Hälfte Armstrongs, hieß es im Blatt. In Zahlen bedeutet das etwa, dass der im Moment Neunplatzierte für nicht unter zwei Millionen Euro pro Saison zu haben sein wird. Über Zahlen reden weder Ludwig noch Rominger. «Von seinem Format ist zur Zeit kein anderer auf dem Markt», meinte sein Manager, der auch Andreas Klöden und Patrik Sinkewitz vertritt.
«Dass er weggeht, macht mich traurig. Er ist ein Freund, und ich glaube zusammen mit Andreas Klöden und den anderen waren wir hier bei der Tour ein gutes Team. Aber 'Vino' ist Profi und will in einem Team, in dem er Kapitän ist, versuchen, die Tour zu gewinnen. Dafür habe ich Verständnis», sagte Ullrich zu dem bevorstehenden Wechsel. «2003 war ich alleiniger Kapitän bei der Tour, weil Jan woanders fuhr. Ich glaube, nur so habe ich eine Chance, die Tour zu gewinnen. Deshalb werde ich wechseln», sagte Vinokourov.
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phreek
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Tja und wiederma eine Tour de Lance. Der Typ ist einfach Unglaublich. Dieser unbändige Wille zum Siegen. Man muss schon sagen "gottseidank" macht dr Schluss .... ansonsten würds die nächsten Jahr so weiter gehen.
Zu Ullrich möcht ich noch sagen -> Geh nach Hause! Wie kann man nur so ein großes Talent einfach so wegschmeißen! Ich kanns echt nicht nachvollziehen wie man sich immer so demütigen lassen kann vom Gegner ... |
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Robert
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| phreek wrote: |
| Zu Ullrich möcht ich noch sagen -> Geh nach Hause! Wie kann man nur so ein großes Talent einfach so wegschmeißen! Ich kanns echt nicht nachvollziehen wie man sich immer so demütigen lassen kann vom Gegner ... |
Tja, mit dem rausgeschmissenen Talent hast du nicht gerade unrecht. Doch eins darf man dabei nicht vergessen: Gäbe es keinen Lance Armstrong wäre Ullrich wohl seit Jahren der große Tourdominator, den es für alle zu schlagen gilt.
Na ja, mal sehen. Vielleicht schlägt Ulle ja nächstes Jahr zu. (Auch wenn ich an Basso glaube und auf Valverde und Popovitch hoffe )
mfg Robert |
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Robert
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92.Tour de France - 18.Etappe
Serrano auf den Spuren von Jalabert
MENDE, 21.07.05 (rsn) - Der Spanier Marcos Serrano (Liberty) gewann am Donnerstag die 18.Etappe der Tour de France über 189km zwischen Albi und Mende, die wie die am Vortag zum erwarteten Ausreißer-Festival wurde. Der 32-Jährige gehörte zu einer zehnköpfigen Fluchtgruppe, die sich nach 46km absetzte. Am Ende gewann Serrano als Solist mit 27 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Cédric Vasseur und dem Belgier Axel Merckx, die er auf den letzten vier Kilometern hinter sich ließ. Lance Armstrong verteidigte seine Gesamtführung und streifte zum 80. Mal das Gelbe Trikot über.
Serrano, der seine Karriere 1993 begann und seit 1999 bei der Mannschaft von Manolo Saiz (ONCE, Liberty) fährt, feierte einen der größten Erfolge seiner Karriere und holte den ersten Etappensieg für Liberty, das bei dieser Tour bisher enttäuschte. In Mende gelang vor zehn Jahren einem anderen Saiz-Schützling ein großer Triumph: Laurent Jalabert gewann 1995 nach einem großen Solo einen bis heute unvergessenen Sieg. Am französischen Nationalfeiertag brachte er damals Miguel Indurain bei seinem letzten Toursieg ins Schwitzen. Sein Nachfolger Lance Armstrong blieb wie immer auch am Donnerstag unantastbar.
Am letzten Anstieg hinauf zum Flugplatz von Mende - ein kleiner Hügel, aber mit 10,1 Prozent giftig steil -, verschärfte im Feld, das mehr als zehn Minuten Rückstand auf die Ausreißer hatte, der Italiener Ivan Basso das Tempo. Armstrong folgte ohne Probleme, ebenso der Australier Cadel Evans und mit Mühe auch Jan Ullrich. Der dänische Gesamtdritte und Träger des Bergtrikots, Michael Rasmussen, musste dagegen ebenso wie Alexandre Vinokourov (fiel im Gesamtklassement wieder hinter Evans auf Platz und Gerolsteiner-Kapitän Levy Leipheimer reißen lassen und verlor 37 Sekunden auf Ullrich, der noch hofft, beim Zeitfahren am Samstag einen Podiumsplatz zu erkämpfen. "Das macht es für Samstag ein bisschen weniger schwer", meinte Ullrich zufrieden. 1:10 Minuten muss er in Saint-Etienne auf Rasmussen gutmachen beim 55,5km langen Kampf gegen die Uhr. Eine lösbare Aufgabe.
Die Chancen aufs Podium stehen für Ullrich jetzt ganz gut. Rasmussen ist zudem angeschlagen. Der Däne hat seit zwei Tagen massive Probleme beim Sitzen. Am Donnerstag war er mit einer extra weich gepolsterten Rennhose ausgestattet worden. Nicht nur wegen dieser akuten Probleme und seines Zeitverlusts in seinem bevorzugten Terrain ist sein Teamchef Erik Breukink skeptisch für Samstag: "Wenn Michael in Paris unter den ersten Fünf ist, sind wir hoch zufrieden. Er ist ein zu schlechter Zeitfahrer, um gegen Ullrich in St. Etienne bestehen zu können." Mehr als ein kleiner Trost für den Kopenhagener: Er hat das Bergtrikot jetzt rechnerisch sicher.
Die 189km lange Etappe am Donnerstag auf einem welligen Kurs im Zentralmassiv war bei sonnigem Wetter von einer Ausreißergruppe geprägt worden, die sich nach 46km formierte. Die Attackierer nahmen die letzten beiden Berge mit 15 Minuten Vorsprung in Angriff. 13,5km vor Schluss vor dem vorletzten Anstieg attackierte der Franzose Carlos Da Cruz aus der Gruppe. Merckx konterte und in der Folge formierte sich ein Sextett (Serrano, Vasseur, Merckx, Zandio, Pellizotti). Am 3,1km langen Schlussanstieg, an dem sich später auch die Favoriten ein Scharmützel lieferten, zerfiel die Spitzengruppe. Serrano, vor vier Jahren Tour-Gesamtneunter, ließ 1400 Meter vor der Höhe Vasseur und Merckx hinter sich. Er fuhr 25 Sekunden heraus, die er auf den letzten 1,5km verteidigte.
"Ich kannte den Anstieg nach Mende nicht. Die Anfeuerung durchs Publikum hat mir geholfen. An einem Punkt dachte ich, ich wäre oben, aber da war noch ein Kilometer zu fahren. Ich musste es allein versuchen, sonst wäre ich geschlagen worden", sagte Serrano, in dessen Team der große Jalabert-Sieg von vor zehn Jahren noch präsent war. "Manolo hat uns in der Teambesprechung an die Episode von 1995 erinnert. Er sagte, wir könnten die Etappe gewinnen. Contador hat es mit einer Flucht versucht und ich hatte dann Glück, in der richtigen Gruppe zu sitzen."
Der Nürnberger Matthias Kessler war unterdessen in der Ausreißergruppe nicht nur durch einen möglichen Etappensieg motiviert. Er sorgte dafür, dass T-Mobile die Spitze in der Mannschaftswertung zurückeroberte, die die Bonner nach dem Ausstieg von Andreas Klöden verloren hatten. Die ersten Drei der Tageswertung sind ausschlaggebend für das Team-Ranking, das T-Mobile auch im Vorjahr gewann. Der nach einem Sturz am Rücken verletzte Kessler wurde Achter. "Es ist sehr schön, dass wir die Führung in der Mannschafts-Wertung zurückerobert haben. Das ist eine kleine Entschädigung für das Team. Es ging heute nur darum, nicht welcher Platz am Ende für mich herausspringt", meinte der Franke. Die Magentas machten in der Teamwertung über elf Minuten auf Discovery Channel gut, das in der Spitzengruppe nicht vertreten war. Mit Gelbem und Weißen Trikot (Yaroslav Popovych), sowie voraussichtlichen Gesamtsieg und drei Etappensiegen kann sich die Armstrong-Truppe aber auch nicht gerade über Mangel an Erfolg beklagen.
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Ullrich auf Vormarsch in Richtung Platz 3! Und ich bin ziemlich sicher, dass er beim Zeitfahren kommenden Sonntag mindestens 2:30 auf Rasmussen gutmachen wird!
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phreek
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Also ich glaub das es eher Basso packen wird (wenn er noch ein bisschen das Zeitfahren trainiert). Der war schon letzte TdF ganz stark! Ulle hat ja schon dieses Jahr größte Schwierigkeiten überhaupt auf das Treppchen zu kommen! Und wenn er so weitermacht wie immer und erstma alles wieder schleifen lässt seh ich schwarz.
Glaub nächstes jahr kommen einige neue Fahrer groß raus ... Valverde hat auf jedenfall gezeigt das er das zeug dazu hätte. Ein gutaufgelegter Mancebo ist auch immer gefährlich. Vino fährt ja auch näxtes Jahr in nem anderen team!
Popovitch ist sciherlich stark .. denk aber das er noch nicht reif ist. Der wird noch paar jahre leergeld zahlen müssen.
Bin schon gespannt wer neuer Kapitän wird bei Discovery. Vino wäre ja denkbar. |
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Robert
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| phreek wrote: |
Also ich glaub das es eher Basso packen wird (wenn er noch ein bisschen das Zeitfahren trainiert). Der war schon letzte TdF ganz stark! Ulle hat ja schon dieses Jahr größte Schwierigkeiten überhaupt auf das Treppchen zu kommen! Und wenn er so weitermacht wie immer und erstma alles wieder schleifen lässt seh ich schwarz.
Glaub nächstes jahr kommen einige neue Fahrer groß raus ... Valverde hat auf jedenfall gezeigt das er das zeug dazu hätte. Ein gutaufgelegter Mancebo ist auch immer gefährlich. Vino fährt ja auch näxtes Jahr in nem anderen team!
Popovitch ist sciherlich stark .. denk aber das er noch nicht reif ist. Der wird noch paar jahre leergeld zahlen müssen.
Bin schon gespannt wer neuer Kapitän wird bei Discovery. Vino wäre ja denkbar. |
Popovitch wird wohl der neue Discovery Kapitän werden! Vino geht defintinv nicht zu Discovery!
Auch Cunego darf man in der Liste der aufstrebenden Fahrer für die nächste Tour nicht vergessen! |
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phreek
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Naja wird viel drüber geredet das es angeblich Popovitch machen soll. Ich glaube es aber ehrlich gesagt nicht. Die werden sich bestimmt nen Top-Man angeln ... mal schaun |
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