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Forum: Sportplatz · Replies: 203
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Robert
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PostPosted: 03.07.2005 12:40 Reply with quoteBack to top

So, heute schlägt wohl zum ersten Mal bei der heurigen Tour die Stunde der Sprinter. Hier mal alles zu den Aussichten und Hoffnungen, die sich die einzelnen Teilnehmer machen können.

Quote:
92.Tour de France
Sprintfinals mit viel Aussie-Power

NOIRMOUTIER, 02.07.05 (rsn) - Am Sonntag schlägt bei der 2.Etappe der Tour de France erstmals die Stunde der Sprinter. Wenn es in Essart zum erwarteten Massenspurt kommt, gehören gleich mehrere Australier zu den Favoriten. Die lockeren "Aussies" sind chronisch gutgelaunt - doch im Sprint kämpfen sie mit harten Bandagen.

Bei der diesjährigen Tour sind zehn Fahrer aus "down under" am Start - soviele wie nie. Besonders die Sprinter unter ihnen entsprechen ziemlich gut dem "Crocodile Dundee"-Klischee des lustigen und rauhbeinigen Gesellen. Während der Etappe, wenn es mal etwas ruhiger zugeht, sind sie die geselligsten im Peloton - aber wehe, die flamme rouge wird erreicht. Dann kennen die Aussie-Sprinter weder Freund noch Feind. Da ist kein Loch zu klein, um nicht noch zu versuchen durchzuschlüpfen. Wer bremst verliert, lieber stürzen, als Platz machen, ist das Motto.

Baden Cooke versuchte es zuletzt beim Giro d'Italia bei der Etappe nach Frosinone mit der Brechstange. Der vor ihm fahrende Paolo Bettini machte die Tür zu - Cooke, der seit März 2004 keinen Sieg mehr feierte, versuchte es trotzdem und machte mit der Ballustrade Bekanntschaft. Schnell ist der "Francaise des Jeux"-Profi auf jeden Fall: Jüngst sprintete er sogar bei knapp 80km/h an dem Motorroller vorbei, hinter dem er trainierte... Und die Rückenschmerzen, an denen er in den letzten Jahren wegen eines Beckenschiefstands laborierte, sind auch überwunden. Beste Voraussetzungen also für den 26 Jahre alten "Cookie" an das Jahr 2003 anzuknüpfen, als er bei der Tour de France eine Etappe gewann und das Grüne Trikot nach Paris brachte. In diesem Jahr werden bei der FdJ-Equipe der Österreicher Bernhard Eisel und der Franzose Carlos Cruz für Cooke die Sprints anfahren. Sein Landsmann und Teamkollege Brad McGee, früher sein Anfahrer, hat inzwischen "umgeschult" auf Klassementfahrer. McGee steht mit Rat zur Seite - schont sich aber ansonsten in den Sprints.

Favoriten auf das Grüne Trikot sind diesmal neben Cooke vor allem seine australischen Landsleute Stuart O' Grady (Cofidis) und Robbie McEwen (Davitamon). McEwen, der zwei Mal (2002 und 2004) die Sprinter-Wertung gewann, will aber gar nichts von der Favoritenrolle wissen. "Letztes Jahr sprach man nur über Petacchi und Cipollini und der Ausgang ist bekannt", sagt der mit einer Belgierin verheiratete und in Flandern lebende 33-Jährige aus Surfers Paradise.
"Ich fühle mich gut", sagt McEwen. "Man kann seine Teamkollegen auch nicht arbeiten lassen, wennn man selbst nicht an sich glaubt. Aber im Sprint geht alles schnell. Morgen sind meine Worte vielleicht schon wieder überholt", so das Sprinter-Rauhbein nachdenklich.

Stuart O'Grady, 31 Jahre alt, war schon mehrmals nahe dran am Grünen Trikot. Er hat andere Stärken als McEwen. "Natürlich denkt man beim Grünen Trikot erst einmal an McEwen, denn technisch ist er absolut fantastisch. Er kommt durch ein Mauseloch durch. Aber ich komme besser über die Berge", sagt der Wahl-Monegasse. Für alle Anwärter auf den Gewinn in der Punktewertung, zu denen auch der Belgier Tom Boonen (zweifacher Etappensieger 2004, Angers und Paris) und der Norweger Thor Hushovd zählen, hat aber zuallererst ein Etappensieg Priorität. "Fürs Grüne muss man eine, eher mehrere Etappen gewinnen", meint O'Grady. No risk, no fun...



(www.radsportnews.com)

Scheint als wären die Leute bei radsportnews.com nicht gut informiert. Nicht Bernhard Eisel wird für Cooke die Sprints anfahren sondern umgekehrt. Dies wurde schon vor einigen Tagen aufgrund Eisels hervorragender Leistungen in der bisherigen Saison beschlossen.
Mal sehen, vielleicht kann sogar ein 'Ösi' den 'Aussies' bei der einen oder anderen Sprintentscheidung die Show stehlen.

mfg Robert

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Robert
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PostPosted: 03.07.2005 17:07 Reply with quoteBack to top

Quote:
92.Tour de France - 2.Etappe
Boonen gewinnt ersten Massensprint
92.Tour de France

LES ESSARTS, 03.07.05 (rsn) - Nach den zahlreichen faustdicken Überraschungen beim Auftaktzeitfahren war bei der ersten Flachetappe der Tour de France am Sonntag die einzige Überraschung, dass im Gegensatz zu den letzten Jahren die zahlreichen Stürze ausblieben. Die Teams der endschnellen Männer holten routiniert-pünktlich die Ausreißer des Tages zurück und am Ende gewann einer der großen Favoriten aufs Grüne Trikot: Der junge Belgier Tom Boonen setzte sich im Massensprint durch und feierte nach seinen Frühjahrserfolgen in Flandern und Roubaix einen weiteren großen Triumph.



War ein netter Schlusssprint. Trotz zahlreicher Attacken im Sprintaufbau sowie einiger dadurch entsehender Hektik endete der Schlusssprint ohne Sturz. Favourit McEwen attackierte ein wenig zu früh, was Sprinterkollege Tom Boonen eiskalt ausnützte. Möglicherweise holt Ullrich auch ein paar Sekunden auf seine Konkurrenten inklusive Armstrong auf, da er mit der Sprintergruppe ins Ziel rollte.

mfg Robert

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PostPosted: 03.07.2005 17:59 Reply with quoteBack to top

Quote:
92.Tour de France - 2.Etappe
Boonen gewinnt ersten Massensprint
92.Tour de France

LES ESSARTS, 03.07.05 (rsn) - Nach den zahlreichen faustdicken Überraschungen beim Auftaktzeitfahren war bei der ersten Flachetappe der Tour de France am Sonntag die einzige Überraschung, dass im Gegensatz zu den letzten Jahren die zahlreichen Stürze im Finale weitgehend ausblieben. Die Teams der endschnellen Männer holten routiniert-pünktlich die Ausreißer des Tages zurück und am Ende gewann einer der großen Favoriten aufs Grüne Trikot: Der junge Belgier Tom Boonen setzte sich im Massensprint durch und feierte nach seinen Frühjahrserfolgen in Flandern und Roubaix einen weiteren großen Triumph. Der Quick Step-Profi setzte sich nach 181,5km vor dem Norweger Thor Hushovd und dem Australier Robbie McEwen durch.

Boonen hatte am Tag vor der Tour starke Zahnschmerzen bekommen und bereits befürchtet, seinen Start absagen zu müssen. Die Ursache, eine Entzündung, war aber bei einem Besuch bei einem Zahnarzt in Nantes schnell ausgemacht, einem Start stand nichts im Wege. Zwei Tage später feierte der 24-Jährige auf der leicht ansteigenden Zielgeraden in Les Essarts den dritten Tour-Etappensieg seiner jungen Karriere. Bei seinem Tour-Debüt 2004 hatte der Jungstar bereits zwei Erfolge, in Angers und auf den Pariser Champs-Elysées gefeiert.

Die 2.Etappe zwischen Challans und Les Essarts hatte lange ein Ausreißer-Quartett bestimmt. Die Franzosen Sylvain Calzati und Thomas Voeckler, der Ungar Laszlo Bodrogi und der Spanier David Canada kamen an der Verpflegungsstelle in Terrière (KM 91) auf einen maximalen Vorsprung von 4:15 Minuten. Bodrogi fuhr da längst im "virtuellen" Gelben Trikot, doch Gesamtleader David Zabriskie und seine CSC-Teamkollegen, die am Ende den Sprinterteams die Verfolgungsarbeit überlassen konnten, hatten das Geschehen jederzeit unter Kontrolle. Der Vorsprung der Ausreißer schwand immer weiter, je näher man dem Ziel kam. An einem kleinen Anstieg 16,5km vor dem Ziel, der ersten Bergwertung der 92.Frankreich-Rundfahrt, holte sich Voeckler die Punkte. Der junge Elsässer, der letztes Jahr zehn Tage im "Maillot jaune" fuhr und die Herzen der Franzosen erobert hatte, geht damit im Bergtrikot in die dritte Etappe am Montag.

Im Finale machten die Sprinterteams im Peloton Tempo und holten die Ausreißer routiniert kurz vor Schluss ein. Bodrogi nahm als erster die Beine hoch und 6km vor dem Ziel wurden auch seine Mitausreißer vom Feld geschluckt, Es folgten letzte Attacken durch Lokalmatador Walter Bénéteau und den Spanier Constantino Zaballa, doch es kam erwartungsgemäß zum Massensprint. In der Anfahrt zum Sprint mischte zunächst der Sachse Robert Förster ganz vorne mit. McEwen versuchte es auf der 280m langen Zielgeraden mit einem frühen Antritt, doch seine größten Rivalen im Kampf ums Grüne Trikot, Boonen und Hushovd, ließen den Australier deutlich hinter sich.

Auf der Zielgeraden ereignete sich dann doch noch ein Sturz, der das Feld in zwei Gruppen zerteilte. Jan Ullrich, der am Samstag eine demütigenden Niederlage hinnehmen musste, war in der ersten Gruppe dabei und machte so fünf Sekündchen auf Lance Armstorng wieder gut. Der T-Mobile-Star rutschte vom zwölften auf den achten Gesamtrang.



(www.radsportnews.com)

mfg Robert

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kevler
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PostPosted: 03.07.2005 19:22 Reply with quoteBack to top

Als langjähriger Vino fan sag ich mal Vino macht das! Aber ich habe Jan auch noch auf der Rechnung. Selbst ein Jens Voigt meint das das schlechte Abschneiden im Zeitfahren wohl auf den Sturz zurueckzufuehren ist.
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Robert
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PostPosted: 03.07.2005 21:12 Reply with quoteBack to top

kevler wrote:
Als langjähriger Vino fan sag ich mal Vino macht das! Aber ich habe Jan auch noch auf der Rechnung. Selbst ein Jens Voigt meint das das schlechte Abschneiden im Zeitfahren wohl auf den Sturz zurueckzufuehren ist.


Beides gut möglich! Vino ist auf jeden Fall ein ganz heißer Kandidat dafür, das gelbe Trikot nach Paris zu bringen. (Auch wenn ich als langjähriger Armstrongfan an ihn glaube wink )

Ich denke auch, dass Ullrich ohne den Sturz schneller gewesen wäre, nur um wieviel ist halt die Frage. Glaube persönlich nicht, dass er mehr als 30 Sekunden schneller gewesen wäre. Aber das ist natürlich alles nur Spekualtion. Wir werden ja noch sehen! Jan hat ja noch genügend Chancen zu beweisen, dass er Armstrong diesmal wirklich schlagen will!

mfg Robert

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PostPosted: 04.07.2005 14:09 Reply with quoteBack to top

Heute gibt's noch ne Flachetappe, bei der eine Sprintankunft sehr wahrscheinlich ist. Doch schon morgen geht's in die nächste Runde im Kampf ums Gesamtklassement. Hier ein kleiner Artikel dazu:

Quote:
Tour de France: Vor dem Teamzeitfahren
Ullrich und T-Mobile unter Druck

LA CHATAIGNERAIE, 04.07.05 (dpa) - Im Kampf gegen Lance Armstrong droht Jan Ullrich ein neuer Rückschlag. Nur drei Tage nach dem aus Sicht der deutschen Tour-Hoffnung ernüchternden Auftakt bittet der schier übermächtige Amerikaner beim Mannschafts- zeitfahren zum nächsten Duell. Verläuft dieser Wettbewerb ähnlich wie in den vergangenen Jahren, als das Armstrong-Team der Konkurrenz auf und davon fuhr, dürfte es bei T-Mobile wie schon am Samstag wieder lange Gesichter geben.

Von solch wenig verheißungsvollen Prognosen will Teamchef Mario Kummer jedoch nichts wissen: «Warum sollen wir an diese Aufgabe so negativ rangehen. Für uns ist es realistisch, unter die ersten sechs zu kommen.» Eine Domäne des Bonner Rennstalls war der kollektive Kampf gegen die Uhr nie. Nur zwei Mal bereiteten sich die neun Fahrer auf die Aufgabe am Dienstag vor: in der Vorwoche auf der 67,5 Kilometer langen Wettkampf-Strecke von Tours nach Blois und Mitte Juni in der Nähe von Bonn.

Ein ähnlich perfektes Zusammenspiel der Fahrer wie im Team Discovery Channel ist das Maß aller Dinge. Auf dem Weg zu seinen letzten Gesamtsiegen war das Mannschaftszeitfahren für Armstrong ein wichtiges Mosaiksteinchen. Der Vorteil: Schon vor den Bergen hatte er sich von den Klassement-Favoriten abgesetzt. Zudem war der psychologische Effekt immens. Der Erfolg im Kollektiv schweißte für die weiteren Aufgaben zusammen.

Einen ähnlichen Rückenwind wünscht sich auch Jan Ullrich. Doch dazu ist eine deutliche Leistungssteigerung vonnöten. Im vergangenen Jahr kam sein Team nach Stürzen und Defekten am Ende einer ähnlich langen Etappe wie in diesem Jahr 1:19 Minuten hinter der Armstrong-Mannschaft ins Ziel, profitierte aber von der neu eingeführten Zeitregel, die den Rückstand auf 40 Sekunden für den Viertplatzierten verkürzte.

Neben dem amerikanischen Team Discovery Channel gilt der dänische Rennstall CSC als Favorit. Beide Mannschaften brillierten bereits beim Einzelzeitfahren zum Tourauftakt am Samstag und gehen deshalb zuletzt auf die Strecke. Das Privileg des letzten Starters hat das Riis-Team. Der gute Auftakt in die 92. Grande Boucle ist für den Berliner Jens Voigt (CSC) jedoch keine Garantie für einen ähnlichen Erfolg am Dienstag: «Im letzten Jahr sind wir einen Super-Prolog gefahren und im Teamzeitfahren nur Fünfter geworden.»

Hans-Michael Holczer teilt diese Skepsis von Voigt nicht: «Discovery Channel und CSC werden das Rennen unter sich ausmachen. Danach folgen acht in etwa gleichwertige Mannschaften.» Liebend gern würde der Manager vom Team Gerolsteiner es sehen, wenn seine Fahrer am Ende des prestigeträchtigen Wettbewerbs vor denen in den Magenta farbenen Trikots in Blois ankämen. Ganz auszuschließen ist das nicht: Beim Mannschaftszeitfahren der Pro-Tour in Eindhoven vor drei Wochen dominierten die Gerolsteiner als Sieger. Allerdings trat damals kein Team in Tour-Besetzung an.

Besonders beliebt ist der Wettbewerb bei den meisten Fahrern nicht. Im Kreise seiner Mitstreiter will sich niemand gern eine Blöße geben und womöglich für einen Rückschlag seines Kapitäns verantwortlich gemacht werden. Zudem drohen folgenschwere Stürze: Im vergangenen Jahr kamen bei schwierigen Bedingungen im Dauerregen nur zwei Teams (US-Postal, Euskaltel) mit allen neun Fahrern ins Ziel.



(www.radsportnews.com)

Egal ob die Profis diese Etappe lieben oder hassen, ich bin ein RIESSIGER Fan vom Mannschaftszeitfahren!!!!!!!!!!

mfg Robert

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PostPosted: 04.07.2005 18:00 Reply with quoteBack to top

Quote:
92.Tour de France - 3.Etappe
Boonen eine Klasse für sich - McEwen deklassiert
TOURS, 04.07.05 (rsn) - Der Belgier Tom Boonen (Quick Step) hat auch die dritte Etappe der Tour de France gewonnen. Einen Tag nach seinem Sieg auf dem zweiten Teilstück setzte sich der 24-jährige Antwerpener am Montag nach 212,5 Kilometer von La Chataigneraie nach Tours in einem Massensprint durch, in dem sich das australische Sprinter-Rauhbein Robbie McEwen mit Landsmann O'Grady beharkte und wegen iregulärem Sprintens deklassiert wurde. Der Amerikaner David Zabriskie vom CSC-Team verteidigte sein Gelbes Trikot. Tour-Favorit Lance Armstrong kam wie sein Rivale Jan Ullrich mit dem Hauptfeld ins Ziel.


(www.radsportnews.com)

Gerolsteiner Anfahrer Paco Wrohlich würde übrigens direkt hinter dem überragenden Tom Boonen zweiter.

mfg Robert

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PostPosted: 05.07.2005 10:03 Reply with quoteBack to top

Quote:
Drei Fragen an Phonak-Teamchef Lelangue
"Unsere Fahrer mögen das Teamzeitfahren"

TOURS, 04.07.05 (rsn) - Nach Armstrongs Discovery Channel und CSC ist die Schweizer Phonak- Formation der dritte Favorit beim Teamzeitfahren der Tour de France am Dienstag zwischen Tours und Blois. Ihr belgischer Teamchef John Lelangue hofft darauf, dass seine drei Kapitäne (Botero, Landis, Pereiro) in einer guten Ausgangssituation in die Berge gehen, wo das Trio attackieren will.

Wie hat sich Ihre Mannschaft vorbereitet auf das Team-Zeitfahren?

Lelangue: Zunächst mal hat die Mannschaft prima funktioniert bei den Teamzeitfahren in Katalonien (Sieg) und in Eindhoven (2.Platz). Wir haben uns letzte Woche den Kurs angeschaut, um ihn genau im Kopf zu haben. Unsere Fahrer mögen das Teamzeitfahren. Sieben von uns sind ziemliche Spezialisten dafür. Moos und Zampieri sind mehr Bergfahrer. Bei dieser Disziplin müssen alle 100 Prozent geben. Wenn es einem nicht gut geht, riskiert er, dass er früh reißen lassen muss. Unser Ziel ist es, das bestmögliche Resultat zu erzielen. Wir starten ohne Druck und mit Selbstvertrauen, denn wir haben schon bewiesen, dass wir bei dieser Art Rennen schnell sind.

Wie sieht die Planung im Detail aus?

Lelangue: Wir nutzen die Erfahrungen aus den Tests. Hunter ist ein guter "Starter", der schnell ist, aber auch ein Blick hat für das, was hinter ihm vorgeht. Wir sprechen auch über Funk. Danach hängt die Reihenfolge (in der Führungsarbeit, die Red.) von der Tagesform ab und man will eine gute Balance haben zwischen den Spezialisten und Nicht-Spezialisten. Was das Material angeht, hat jeder Fahrer spezielle Karbon-Zeitfahrmaschinen. Für Notfälle hat jeder Rennfahrer ein zweites "Chrono"-Rad auf dem Begleitfahrzeug und noch ein Straßenrad in einem anderen Fahrzeug.

Wie steht es um Santiago Botero, der beim Auftaktzeitfahren viel Zeit verloren hat?

Lelangue: Ein bißchen habe ich das sogar erwartet. Er kommt erst schwer rein in eine Rundfahrt. Wenn er einen guten Tag hat, kann er große Dinge tun. Dieses "Chrono" (am Dienstag) ist perfekt für ihn. Nach zwei, drei Tagen Rennen kommt er in Schwung. Wir werden einen anderen Botero sehen beim Teamzeitfahren.



(www.radsportnews.com)

Tja, Phonak ist sicher eines der stärkeren Teams, aber die Favouriten heißen weiterhin Discovery Channel und CSC. Die beiden werden sich an der Spitze sicher stark gegenseitig pushen. Glaube aber dennoch an das starke Kollektiv von Discovery, da alle einfach zu mehr als 100% für Armstrong fahren werden.

Hier noch kurz die Regeln des Teamzeitfahrens:

Quote:
Tour de France
Die Regeln des Teamzeitfahrens

TOURS, 04.07.05 (dpa/rsn) - Das Mannschafts- zeitfahren steht seit 2000 wieder regelmäßig im Programm. Die spektakulären Bilder vom kollektiven Kampf gegen die Uhr wollen die Planer der Tour de France im Medienzeitalter nicht mehr missen. Auf der 67,5 Kilometer langen 4. Etappe von Tours nach Blois ist ein perfektes Zusammenspiel aller neun Fahrer eines Teams gefragt. Maßgeblich für das Ergebnis ist die Zeit des fünften Fahrers. Die Zeit der Zurückfallenden wird individuell angerechnet.

Was das Gesamtklassement betrifft, hat der Wettbewerb jedoch an Bedeutung verloren: Damit etwaige Tour-Favoriten nicht durch die Schwäche ihrer Mitstreiter vorentscheidend ins Hintertreffen geraten, wurden die Abstände auf den Sieger gedeckelt. Die zweitplatzierte Mannschaft kassiert höchstens zwanzig Sekunden, die dritte dreißig und jedes nachfolgende Team bis Platz 15 jeweils zehn Sekunden mehr. Von Platz 16 bis 21 gibt es Abstände von fünf Sekunden. Demnach kann das letzte Team maximal drei Minuten verlieren. Diese nicht unumstrittene Regeländerung wurde letztes Jahr eingeführt und beibehalten.

Abgefallene Rennfahrer bekommen dagegen weiterhin ihre reale Zeit im Gesamtklassement addiert. Eine Neuerung im Reglement ist, dass Fahrer im Falle eines Sturzes oder Defekts auf dem letzten Kilometer mit der Zeit der Teamkollegen gewertet werden, mit denen sie zum Zeitpunkt des Vorfalls fuhren.

Die 21 Mannschaften starten im 5-Minuten-Abstand in umgekehrter Reihenfolge des Stands der Mannschaftswertung nach der 3.Etappe.

Die gedeckelten Zeitabstände: 20 Sekunden (2. Team), 30 Sek (3.), 40 Sek (4.), 50 Sek. (5.), 1:00 Min. (6.), 1:10 Min. (7.), 1:20 Min. (8.), 1:30 Min. (9.), 1:40 Min. (10.), 1:50 Min.(11.), 2 Min.(12.), 2:10 Min. (13.), 2:20 Min. (14.), 2:30 Min. (15.), 2:35 Min. (16.), 2:40 Min. (17.), 2:45 Min. (18.), 2:50 Min. (19.), 2:55 Min. (20.), 3 Min. (21.).


(ebenfalls www.radsportnews.com)

Hier die Startzeiten alle Teams:

14h20: Euskaltel
14h25: Lampre
14h30: AG2R
14h35: Saunier Duval
14h40: Cofidis
14h45: Davitamon
14h50: Liquigas
14h55: Bouygues Telecom
15h00: Française des Jeux
15h05: Domina Vacanze
15h10: Quick Step
15h15: Rabobank
15h20: Baléares
15h25: Crédit Agricole
15h30: Liberty
15h35: Fassa Bortolo
15h40: T-Mobile
15h45: Gerolsteiner
15h50: Phonak
15h55: Discovery Channel
16h00: CSC

Uuuuuuuuuuuuuuuuih!!!!!!! Bin ich schon gespannt! Schnell mal selbst aufs Rad klemmen, um den Enthusiasmus sinnvoll umsetzen zu können! ja

mfg Robert

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PostPosted: 05.07.2005 18:57 Reply with quoteBack to top

Quote:
92.Tour de France - 4.Etappe
Zabriskie-Sturz beschert Armstrong Gelb

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BLOIS, 05.07.05 (rsn) - Mit einem dramatischen Schlusspunkt endete das Teamzeitfahren am vierten Tag der Tour de France. Ein Sturz des im Gelben Trikot fahrenden Amerikaners David Zabriskie kostete ihn die Führung und sein CSC- Team den Sieg im Mannschaftswettbewerb. So war Discovery der doppelte Gewinner und Tour- Patron Lance Armstrong trägt mal wieder sein Maillot jaune. Ullrich und sein T-Mobile-Team fuhren ihr bestes Teamzeitfahren bei der Tour und begrenzten ihren Rückstand mit Platz 3. Von der Wahrung eines Hoffnungsschimmers könnte man sprechen, wenn Armstrong nur nicht so schrecklich unantastbar erschiene.

Die US-amerikanische "Discovery Channel"-Formation fuhr auf dem 67,5km langen Kurs zwischen Tours und Blois die Bestzeit. Die CSC-Mannschaft war auf bestem Wege, die Marke des vor ihr gestarteten Rivalen zu brechen (s.a. Zwischenzeiten). Zwei Kilometer vor Schluss hatten die Männer von Teamchef Bjarne Riis zwei Sekunden Vorsprung. Am Ende fehlten zwei Sekunden, nachdem 1300 Meter vor Schluss der seit dem ersten Tag in Gelb fahrende Zabriskie wegrutschte und in der Ballustrade landete. "Wir sind geknickt, weil es so dumm war, wie wir verloren haben", sagte Jens Voigt.

CSC, das im Gesamtklassement auf Ivan Basso setzt, wartete natürlich nicht auf den 26-jährigen Überraschungssieger des Auftaktzeitfahrens. Zabriskie kam glimpflich davon mit Prellungen. Mit zerrissenem Maillot jaune berappelte er sich und fuhr allein ins Ziel, das er 1:26 Minuten nach seinem Team erreichte. Wäre er 300 Meter weiter gestürzt, hätte er sein Gelbes Trikot vielleicht behalten, da er dann laut Reglement (Sturz auf dem letzten Kilometer) mit der Zeit seiner Teamkollegen gewertet worden wäre.

Jan Ullrichs Magentatruppe, die nicht zu den Favoriten in dem Mannschafts- wettbewerb zählte, schlug sich achtbar und holte nach Platz 4 im Vorjahr nun den dritten Platz mit 35 Sekunden Rückstand, der nach dem Deckelungs- Reglement im Gesamtklassement für Ullrich und Alexandre Vinokourov nur mit 30 Sekunden zu Buche schlägt. Nach 48 Kilometer musste Tobias Steinhauser aus Scheidegg als erster vom T-Mobile-Team abreißen lassen. Da lag T-Mobile noch etwa gleichauf mit Discovery, das dann am Ende aber aufdrehte. Das favorisierte Phonak-Team um Santiago Botero kam nur auf Platz 5 hinter die spanische Liberty-Mannschaft (+ 53 Sekunden) um den kletterstarken Roberto Heras.

"Wir haben alles gegeben. Jeder ist sehr gleichmäßig gefahren, und ich glaube, wir haben eine gute Leistung gebracht. Die Kritik aus der Heimat erreicht mich hier nicht. Die Fans stehen weiter hinter mir - das weiß ich", sagte Ullrich, der gegenüber L'Equipe bereits von der Tour de France 2006 sprach und dass ein Sieg auch wertvoll sei, wenn Armstrong nicht am Start ist. Das Team Gerolsteiner schaffte bei seiner dritten Tour-Teilnahme die erste Platzierung unter den ersten Zehn und fuhr in 1:12:44 Stunden auf Rang acht. Die Mineralwassertruppe hatte sich mehr erhofft.

Der sechsfache Toursieger Lance Armstrong, für den die Schlussetappe nach Paris am 24.Juli das letzte Rennen seiner Karriere sein wird, marschiert derweil weiter Richtung Sieg Nr. 7. Der Texaner führt die Gesamtwertung der 92. Frankreich-Rundfahrt nach 4.Etappen an mit 55 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen George Hincapie. Dritter ist der Berliner CSC-Profi Jens Voigt mit 1:04 Minuten Rückstand. Ullrich ist 14. (+ 1:36 Minuten), bester T-Mobile-Fahrer weiterhin Alexandre Vinokourov auf Platz 7 (1:21 Min).

Armstrong vermisst Ekimov im Dream Team

Armstrong und seine acht Teamkollegen rollten mit einem Schnitt von 57,31 km/h über den welligen Kurs an der Loire. Dies ist ein neuer Rekord. Die alte Bestmarke hielt das italienische Gewiss-Team von 1995, das mit Bjarne Riis 67 km zwischen Mayenne und Alençon mit 54,930 km/h bewältigte. "Wir haben ein Dream Team", strahlte Armstrong unter den Augen seiner Partnerin, Rockstar Sheryl Crow. "Aber ich bin enttäuscht, dass Eki (Viatcheslav Ekimov) nicht hier ist. Dies ist ein Sieg auch für ihn", so der Amerikaner in Richtung seines russischen Freunds und Trainingspartners, der es wegen einer Verletzung im Frühjahr nicht ins Tour-Aufgebot schaffte.

"Das wichtigste ist, unseren Gegnern Zeit abzunehmen. Das Gelbe Trikot ist aber natürlich immer schön zu tragen. Es wird nicht leicht, es zu verteidigen bei den Flachetappen. Vielleicht sind ja die Sprinter daran interessiert", sagte Armstrong, dem die alltägliche Teamarbeit für das Gelbe Trikot jetzt zu diesem frühen Zeitpunkt noch gar nicht willkommen ist.



(www.radsportnews.com)

Schade für Zabriske, er hätte es sich verdient das Trikot zu behalten. Freue mich natürlich auch Armstrong darin zu sehen, aber für's Team ist es nicht unbedingt gut.
Interessant ist auch anzusehen, dass Ivan Basso nun mit einem kleinen Zeitvorsprung auf Ullrich in die Alpen gehen wird. (Nach den kommenden Flachetappen natürlich) Aber hin und her mit solchen Schlagzeilen: 'Armstrongs Vorsprung', 'Armstrong zeigt sich unantastbar' Es wird auf jeden Fall sehr spannend bleiben. Denn Ullrich, Vino und Basso scheinen allesamt in blendender Form zu sein.

mfg Robert

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PostPosted: 06.07.2005 15:46 Reply with quoteBack to top

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Tour de France
Ullrich will sich Tour nicht verderben lassen

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BLOIS, 06.07.05 (dpa) - Der Rückstand auf Lance Armstrong wächst zwar weiter an, doch die Zweifel an der eigenen Form schwinden. Der dritte Platz beim Mannschaftzeitfahren von Tours nach Blois verhalf dem T-Mobile- Team um Kapitän Jan Ullrich aus dem Stimmungstief. Nur vier Tage nach dem enttäuschenden Einzelzeitfahren zum Auftakt der Tour de France hatte Mario Kummer endlich Grund zur Zufriedenheit. Sichtlich erleichtert sprach der Sportliche Leiter von einer Trendwende: «Die Mannschaft hat sich zusammengerauft und eine Jetzt-erst-recht- Mentalität gezeigt. Das wird ihr Auftrieb geben.»

Der Schreck über den Trainingssturz von Ullrich und den schlechten Tour-Start scheint überwunden zu sein. Der von vielen bereits nach der ersten Etappe abgeschriebene Gesamtsieger von 1997 trieb sein Team zum besten Ergebnis seit der Wiedereinführung des Wettbewerbs im Jahr 2000. Dass sein langjähriger Widersacher Armstrong am Ende der 4. Etappe erstmals das Gelbe Trikot überstreifte und seinen Vorsprung auf 1:36 Minuten ausbaute, konnte Ullrich deshalb nicht schocken. Kaum im Ziel wirkte er kämpferischer denn je: «Es wird zwar eine Narbe bleiben, aber meine Wunden sind fast verheilt. Es läuft von Tag zu Tag besser.»

Nicht nur Ullrich schöpfte neuen Mut. Auch der bisher formschwache Andreas Klöden, bisher 28. der Gesamtwertung, wähnt sich auf einem besseren Weg. «Wir sind noch immer angriffslustig und lassen uns die gute Stimmung nicht verderben», sagte er in Bezug auf die Kritik in der Heimat. Das beachtliche Team-Ergebnis wertete auch Manager Olaf Ludwig als Indiz dafür, dass die negativen Schlagzeilen der vergangenen Tage überzogen waren. «Diesen dritten Platz hatte uns nach dem vorigen Samstag wohl niemand mehr zugetraut», kommentierte er trotzig.

Noch rechnen sich Ullrich und Co. Chancen aus, die Alleinherrschaft von Armstrong zu brechen. Aus gutem Grund: Wie schnell den Träger des Gelben Trikots das Glück verlassen kann, bekam David Zabriskie zu spüren. Der in der Gesamtwertung bisher Führende stürzte kurz vor dem Ziel und brachte sein Team CSC damit um den Sieg gegen die nur zwei Sekunden schnellere Mannschaft Discovery Channel. Mit großflächigen Schürfwunden und schmerzenden Rippen quälte sich Zabriskie ins Ziel. Teamgefährte Jens Voigt (Berlin) schwante Stunden später wenig Gutes: «Es geht ihm schlecht. Nun muss er versuchen, die nächsten drei, vier Tage irgendwie zu überstehen.»

Der Sturz seines Landmannes brachte auch Armstrong ins Grübeln. Zwar strotzt er weiterhin vor Selbstvertrauen, schlug aber nachdenkliche Töne an. «Natürlich bin ich nervös und voller Zweifel - so wie sich das für einen Sportler gehört. Für mich ist es besser, nervös und hungrig zu bleiben», sagte der sechsmalige Gesamtsieger. Auf den Flachetappen der kommenden Tage, in denen die Tour auch nach Deutschland führt, will er sich in erster Linie sicher durch das nervöse Fahrerfeld bewegen. An eine Verteidigung der Spitzenposition verschwendet Johan Bruyneel, Sportlicher Leiter bei Discovery Channel, vorerst keinen Gedanken: «Okay, wir haben das Gelbe Trikot. Aber unser Ziel bleibt, es in Paris zu haben. Wenn sich jemand in den nächsten Tagen das Trikot holen will, dann ist das halt so.»



(www.radsportnews.com)

Wird wohl eher nicht geschehen. Die Sprintermannschaften scheinen sich einig zu sein, keine Ausreißer ins Ziel kommen zu lassen. Somit muss Armstrongs Mannschaft auch nicht immer das Tempo machen.

mfg Robert

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92.Tour de France - 5.Etappe
McEwens Revanche und absurdes Theater um Gelb

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MONTARGIS, 06.07.05 (rsn) - Mit einem absurden Theater um das Gelbe Trikot begann die fünfte Etappe der Tour de France. Lance Armstrong wurde erst per Reglement zum Tragen des Gelben Trikots gezwungen und zeigte dann während des 183km langen Teilstücks keine Ambitionen, es zu verteidigen. Die Sprinterteams sorgten dafür, dass der amerikanische Superstar sein (noch ungeliebtes) Maillot jaune nicht an einen Ausreißer verlor. Für Quick Step zahlte sich die viele Tempoarbeit nicht aus, denn am Ende musste sich der bereits zwei Mal erfolgeiche Jungstar Tom Boonen im Massensprint dem australischen Rauhbein Robbie McEwen geschlagen geben.

Der fliegende Start der Etappe am Schloss Chambord verzögerte sich um sechs Minuten, weil der König der Tour sich erst noch umziehen musste. Das Peloton stoppte und wartete auf Armstrong. Der sechsfache Toursieger hatte zunächst sein normales Teamtrikot angezogen, um seinem Landsmann David Zabriskie Respekt zu zollen, der am Vortag im Mannschaftszeitfahren der Pechvogel war. "Ohne den Sturz hätte Zabriskie das Gelbe Trikot noch. Ich habe in den TV-Bildern abends erst gesehen, wieviel Pech er hatte", sagte Armstrong. Die Organisatoren fanden jedoch, dass er Zabriskie zuviel und dem Maillot jaune zuwenig Respekt entgegenbrachte und Tourdirektor Jean-Marie Leblanc machte Armstrong klar, dass er laut einem Artikel im UCI-Reglement nicht im normalen Team-Jersey fahren dürfe. "Es gab da keine Verhandlung, es hieß: Entweder, oder", erzählte Armstrong, der dann doch nicht testen wollte, ob ihn die Organisatoren wegen so etwas wirklich rausgeworfen hätten. Er stoppte in der Neutralisationsphase und zog sich um. Dass er das Gelbe Trikot am Donnerstag wieder tragen wird, ist ihm auch eher unangenehm. Gerne würde er die Verantwortung für die Kontrolle im Feld bis zu den Bergen anderen überlassen. Das taten Armstrong und Co. allerdings auch am Mittwoch - Trikot hin oder her.

London 2012: Armstrong überrascht
"Ich habe während des Rennens von der Entscheidung erfahren. Ich war überrascht", sagte Lance Armstrong zur Vergabe der Olympischen Spiele 2012 an London. "Ich dachte heute morgen nach den TV-Berichten, Paris wird der sichere Sieger." Da auch New York zu den Bewerberstädten gehörte, hatte sich Armstrong einige Male in seinen transatlatischen Bemühungen um die Publikumsgunst verheddert...

Im Vorjahr hatte Armstrong das Trikot auch im Mannschafts-Zeitfahren erobert, war aber froh, es 24 Stunden später gleich wieder an den Franzosen Thomas Voeckler abzugeben, der seine Landsleute dann zehn Tage in Verzückung versetzt hatte. Diesmal hatten die Gastgeber keinen Grund zur Freude, nicht nur wegen der Niederlage von Paris bei der Olympia-Wahl für 2012, deren Nachricht Tourdirektor Jean-Marie Leblanc über Radio Tour sofort mit trauriger Stimme verbreitete. Die "Grande Nation" rechnete fest mit den Spielen.

Als der Spanier Juan Antonio Flecha nach 27 km zu einem Angriff startete, ließ ihn das Peloton ziehen und Discovery zeigte sich auch in der Folge höchstens alibimäßig an der Spitze des Feldes. Drei weitere Rennfahrer, der Finne Kjell Carlstroem, der Süditaliener Salvatore Commesso und der Ungar Laszlo Bodrogi, lösten sich aus dem Feld und gesellten sich nach der Hälfte der Distanz zu Flecha. Bodrogi hatte wie bereits bei der Etappe am Sonntag das "virtuelle" Gelbe Trikot, als die Ausreißer über vier Minuten Vorsprung hatten. Aber das interessierte im Feld an diesem Tag niemanden. Die Sprinterteams machten die Verfolgung und ließen den Vorsprung schmelzen. 50km vor Schluss war bereits klar, dass sie ihr Ziel, einen Massensprint, erreichen würden. 11km vor dem Ziel wurden die Attackierer eingeholt.

Auf der Zielgeraden in Montargis nach schnellen 183km (siebtschnellster Schnitt der Tour!) revanchierte sich der 33 Jahre alte Robbie McEwen bei Boonen für die zwei Niederlagen in den ersten Flachetappen. Dritter wurde der Norweger Thor Hushovd. "Ich habe den Sprint während der Etappe 100 Mal durchgespielt", sagte McEwen, dem diesmal ein perfekter Sprint gelang. wobei er auch davon profitierte, dass Boonen in der Anfahrt auf den letzten fünf Kilometern einige Male aus dem Tritt geriet und Körner ließ. Den australischen Meister ärgerte die Deklassierung vom Montag wegen irregulärem Sprint noch mächtig. McEwen, der am Mittwoch am letzten Verkehrskreisel den Spanier Isaac Galvez ("Robbie war schuld, aber so ist halt Sprint") von der Strecke beförderte, erzählte noch drei Tage nach seiner zweifelhaften Aktion aufgeregt, dass auch Eddy Merckx gemeint habe, da sei nichts irreguläres gewesen. "(Die Deklassierung) war falsch, daran ändert mein Sieg nichts. Es hat mich schon sehr gefrustet. Ich habe heute gezeigt, wer der Schnellste ist. Heute habe ich im Gegensatz zu Sonntag, als ich zu früh angetreten bin, den richtigen Zeitpunkt erwischt. Es war mir eine besondere Genugtuung, Boonen zu schlagen", meinte McEwen nach dem sechsten Tour-Etappensieg seiner Karriere. Das Grüne Trikot, das er zwei Mal nach Paris brachte, behauptete jedoch Boonen. Und der will das auch nicht abgeben - nicht einmal vorübergehend.

"Ich liege schon zu weit hinten im Punkteklassement, ich bräuchte ein kleines Wunder. Ich konzentriere mich auf Etappen", sagte McEwen, der einen Vergleich zu den Massensprints beim Giro zog, bei dem er drei Mal vorne war. "Das ist ungefähr die gleiche Situation: Beim Giro fehlte Boonen, hier fehlt Petacchi. Beide treten früh an, es ist schwer, gegen sie zu fahren. Der Unterschied zwischen Tour und Giro ist, dass hier die Anfahrt viel früher beginnt." Inspiriert hatte McEwen am Mittwoch auch eine Anzeige eines Co-Sponsors von Boonen. Ein Matratzenhersteller hatte mit dem Bild vom Montag, - Boonen jubelt und McEwen liegt auf der Schulter von O'Grady -, geworben: "Augeruht oder müde?" Das sei "fairly funny" gewesen, meinte McEwen und wirkte dabei aber wenig amüsiert.

Die Favoriten auf den Gesamtsieg verlebten einen ruhigen Tag und behielten ihre Positionen im Gesamtklassement. Einzig Ivan Basso musste eine Schrecksekunde überstehen. 80 Kilometer vor dem Ziel wurde der Vorjahresdritte wegen eines harmlos verlaufenen Sturzes im Feld aufgehalten. Sofort waren beim italienischen CSC-Fahrer fünf Helfer und fuhren ihn wieder heran. Bassos Team-Kollege David Zabriskie (USA), der sich beim Mannschaftszeitfahren bei seinem Sturz an der Hüfte und am Knie verletzte, hatte das Rennen am Morgen aufgenommen und erreichte das Ziel trotz seiner Handicaps ohne Zeitverlust.


(www.radsportnews.com)

Finde Armstrongs Idee war nicht lächerlich sondern eine gute und sportliche Geste. Aber klar, dass das die Tourdirektion nicht erlaubt hat. Eine Touretappe ohne das Gelbe Trikot wäre wie Brot ohne Butter.

mfg Robert

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PostPosted: 07.07.2005 20:38 Reply with quoteBack to top

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92.Tour de France - 6.Etappe
Bernucci und Vino Gewinner des turbulenten Finale

NANCY, 07.07.05 (rsn) - Der Italiener Lorenzo Bernucci (Fassa Bortolo) hat am Donnerstag die sechste Etappe der Tour de France über 199 km von Troyes nach Nancy gewonnen. Nach einem turbulenten Finale mit einem Massensturz kurz vor dem Ziel gab es einen Zieleinlauf, den es so auch nie mehr geben dürfte. Bernucci siegte vor dem kasachischen Tourmitfavorit Alexander Vinokourov (T-Mobile), der im Gesamtklassement unverhofft einige Sekunden gutmachte, und dem sächsischen Gerolsteiner- Sprinter Robert Förster. Der Amerikaner Lance Armstrong verteidigte das Gelbe Trikot.

Beim sechsten Teilstück der Tour de France gab es zwei Überraschungsgewinner. Der 25 Jahre alte Lorenzo Bernucci feierte den ersten Sieg seiner Profikarriere, die er vor drei Jahren begann. Der zweitplatzierte Vinokourov, der sicherlich nicht damit gerechnet hatte, bei dieser Etappe im Gesamtklassement Boden gutzumachen, rollte sieben Sekunden vor den anderen Favoriten über die Ziellinie und bekam zusätzlich 12 Sekunden Zeitgutschrift. Im Gesamtklassement liegt er nun nur noch 62 Sekunden hinter Armstrong und vor allem vergrößerte er seinen Vorsprung auf Teamkollegen Jan Ullrich (+ 1:36 Minuten), der mehr und mehr seine Kapitänsrolle verliert. 34 Sekunden liegt Ullrich ("Noch ist alles drin") hinter Vinokourov, der in der Vorbereitung (Sieg bei der Dauphiné am Mont Ventoux) der stärkere Bergfahrer und beim Eröffnungszeitfahren der Tour schneller als Ullrich war. "Es wird für den gefahren, der der Stärkste ist", sagten Ullrich und Vino vor der Tour. Bislang ist das der Kasache. "Ich freue mich für Vinokourov, wie er am Ende gefahren ist. Das ist auch gut fürs Team", meinte Ullrich am Donnerstag.

Das turbulente Finale war durch zahlreiche Stürze in der letzten Kurve 800 Meter vor Schluss überschattet. Der Franzose Christophe Mengin, der zu einer frühen Ausreißergruppe gehörte und auf dem Weg zum Sieg schien, kam als erster zu Fall. Vinokourov und Bernucci, die gerade zu ihm aufgefahren waren, zogen durch und machten die Etappe nach schnellen 199km (47km/h Schnitt) unter sich aus. "Das war am Ende zu heikel, Vinokourov nachzusetzen, wäre zu gefährlich gewesen", sagte Discovery-Sprecher Jörg Müller zu Armstrongs Passivität auf den letzten zwei Kilometern.

"Das war eine sehr nervöse Etappe und bei Regen ist es gefährlich - besonders auf den Zebrastreifen in den Städten", sagte Armstrong, der im Getümmel einen Sturz vermeiden konnte. "Die letzten Kurve war blockiert, da musste man sich irgendwie durchkämpfen ("pick your way through")", so der sechsfache Gesamtsieger, der nicht besonders besorgt schien über den Zeitverlust gegenüber Vinokourov. Ein Temperatursturz auf wenig sommerliche 12 Grad und fast ständiger Regen machten das Rennen schwer. Am letzten Anstieg, eigentlich kurz und nicht sehr schwer, mussten viele der harten Etappe Tribut zollen. Sechzig Fahrer, darunter die Franzosen Patrice Halgand und Thomas Voeckler sowie der Baske Inigo Landaluze, der vor kurzem die Dauhiné-Rundfahrt gewonnen hatte, und der Amerikaner David Zabriskie, der als erster das Gelbe Trikot dieser Tour trug, mussten reißen lassen und kamen mit mehreren Minuten Rückstand ins Ziel.

Attackierer ließen sich von den widrigen Bedingungen nicht entmutigen. Christophe Mengin, der aus der Region stammt und besonders motiviert war, übernahm nach 23km die Initiative, die zur Ausreißergruppe des Tages führen sollte. Der Italiener Mauro Gerosa stieß bei KM 30 zu ihm hinzu, dann der Este Jaan Kirsipuu, der Holländer Karsten Kroon und der Franzose Stéphane Augé (KM 3cool.

Das Quintett harmonierte gut und fuhr einen Vorsprung von bis zu acht Minuten heraus (KM 77). Gerosa, der in seiner Profikarriere seit 99 noch keinen Erfolg verbuchen konnte, fuhr lange Zeit im "virtuellen" Gelben Trikot, das natürlich auch virtuell bleiben sollte. Die Mannschaften der erfolgreichen Sprinter Tom Boonen und Robbie McEwen, die am Ende ihre Chancen in dem Massensturz einbüßten, machten im Feld Tempo. Am letzten Berg hatten die Ausreißer keine anderthalb Minuten Vorsprung mehr. Mengin mobilisierte 14km vor Schluss noch einmal alle Kräfte und versuchte es allein. "Meine Beine waren gar nicht so gut, aber ich war supermotiviert. Ich kannte den Kurs genau und ich wusste, dass es weh tun würde", sagte Mengin. Auf dem rutschigen Kurs in die lothringische Stadt Nancy hielt sich der frühere französische Cross-Meister wacker. 20 Sekunden Vorsprung hatte er noch 5km vor Schluss. Nach einem vergeblichen Vorstoß des Italieners Dario Cioni gelang es Vinokourov und anschließend Bernucci, 2000 Meter vor Schluss zum unglücklichen Mengin aufzuschließen. Als der stürzte, konnte Vinokourov gerade so ausweichen. Der Weg war frei für Bernucci.

Bernucci, der wie der Star seines Teams Alessandro Petacchi aus La Spezia in Ligurien kommt, feierte bei seinem Tour de France-Debüt seinen ersten Profisieg. "Ich habe nie damit gerechnet, aber ich sah heute die Chance und habe sie genutzt Ich war in der gefährlich rutschigen Schlusskurve in einer guten Position. Dann stürzte Mengin, Vinokourov musste abbremsen und ich ging vorbei. Ich habe nochmal alles gegeben auf der Zielgeraden", sagte der glückliche Bernucci. "Wäre ich in der Kurve nicht aus der Pedale gerutscht, hätte ich gewonnen. Aber ich bin auch glücklich über die Zeitgutschrift für den zweiten Platz", meinte Vinokourov.

Geschlagen im doppelten Sinne fühlte sich der tragische Held des Tages, der sich seiner Tränen nicht zu schämen brauchte. "Ich fühle mich mehr wie ein Boxer nach einem KO als wie ein Rennfahrer", sagte der 36 Jahre alte Mengin, der mit einem tiefblauen und geschwollenen Auge ins Ziel kam, nachdem er von einem der vielen über ihn stürzenden Räder getroffen wurde. "Ich glaube, ein Bremsgriff hat mich am Auge getroffen. An der Hüfte tut mir alles weh", stöhnte der Radveteran, der 15km entfernt von Nancy zuhause ist und auf einen Heimsieg gehofft hatte. Doch statt im Hotel mit Champagner auf den Sieg anzustoßen, saß Mengin am Abend traurig im Krankenhaus, wo er sich sicherheitshalber röntgen ließ. Die Tour ist manchmal grausam.



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Bei solchen Stürzen kurz vor Schluss bleibt mir immer der Atem stehen. Gott sei dank ist auch diesmal wohl nichts Schlimmes passiert!

mfg Robert

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PostPosted: 08.07.2005 21:09 Reply with quoteBack to top

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92.Tour de France - 7.Etappe
McEwen gewinnt Etappe - Wegmann die Herzen

KARLSRUHE, 08.07.05 (rsn) - Fabian Wegmann war der gefeierte Mann des Tages bei der deutschen Tour de France-Etappe. 160km lang bestimmte der Gerolsteiner-Youngster das Geschehen als Solist und eroberte als dritter Deutscher das Bergtrikot. Sein langes Solo blieb letztlich aber nur eine Episode, zu heiß waren die Sprinter darauf, ihre vorerst letzte Chance vor den Vogesen und den Alpen zu nutzen. Auf der 4km langen Zielgeraden in Karlsruhe setzte sich nach 228km der Australier Robbie McEwen (Davitamon) in einem packenden Sprintfinale durch.

"Jetzt steht es 2:2 gegen Boonen. Das ist eine schöne sportliche Rivalität zwischen uns. Ich mag ihn. Meine Mannschaft hat heute wieder perfekt gearbeitet. Ich habe auf den letzten 10km zwei Fahrer an meiner Seite, Van Bon und Rodriguez. Auf dem letzten Kilometer habe ich das Hinterrad von Rodriguez genommen", sagte McEwen, der zwei Mal das Grüne Trikot gewann, in diesem Jahr aber nach seiner Deklassierung in Tours kaum noch Hoffnung hat, die Punktewertung zum dritten Mal zu gewinnen. Tom Boonen, zweifacher Etappensieger und Träger des Grünen Trikots, war zu Beginn des Rennen nach 23km gestürzt. Er kam glimpflich davon, konnte aber am Ende nicht (7.) in die Entscheidung eingreifen. "Mir tun die Ellbogen weh, die Hüfte und der Rücken. Im Sprint ging es mir nicht super", sagte Boonen, der trotz allem die Führung im Sprinterklassement verteidigte. McEwen ist Dritter, hat aber bereits 37 Punkte Rückstand. "Das ist zuviel", befand McEwen pessimistisch.

Der australische Meister feierte in Karlsruhe auf der längsten Zielgeraden in der Geschichte der Tour de France den siebten Tour-Etappensieg seiner Karriere. Der 33-Jährige, der bereits am Mittwoch beim fünften Teilstück vorne lag, setzte sich in einem aufregenden Sprintfinale durch vor dem Schweden Magnus Backstedt und den beiden Österreichern Bernhard Eisel und Gerrit Glomser. Bester Deutscher auf Platz 13 war der Sachse Robert Förster (Gerolsteiner), der sich an Tom Boonens Hinterrad orientiert und damit falsch gepokert hatte. Der Spanier Isaac Galvez wurde im Sprint vom Australier Allan Davis (wurde deklassiert auf letzten Platz) behindert, kam zu Fall und riss den Italiener Angelo Furlan mit zu Boden. Die Favoriten auf den Gesamtsieg rollten im Hauptfeld über die Ziellinie. Lance Armstrong verteidigte sein Gelbes Trikot ohne Mühe, war aber froh, nicht zu den zahlreichen Fahrern gehört zu haben, die auf den letzten 30km stürzten. Auch Pechvogel David Zabriskie landete wieder auf dem nassen Asphalt.

"Vinokourovs Aktion wird überbewertet"

"Ich konnte mich aus allen Stürzen heraushalten, auch wenn es manchmal brenzlig war. Ich habe das Gelbe Trikot, aber die Sprinterteams haben uns geholfen, das Rennen zu kontrollieren", war Armstrong zufrieden nach einem für ihn eher ruhigen Tag. Der sechsfache Toursieger zeigt sich weiter sehr entspannt, er sei letztes Jahr mit dem Rekordsieg vor Augen nervöser gewesen. Auch die Aktion seines Rivalen Alexandre Vinokourov am Vortag, als er mit einer Attacke auf dem letzten Kilometer Armstrong kurzerhand 19 Sekunden abnahm, spielte der Amerikaner herunter. "Vino ist ein aggressiver Fahrer, aber die Aktion wird viel zu sehr überbewertet. Die 19 Sekunden sind aus der Rennsituation heraus entstanden", sagte Armstrong. Jan Ullrich, der der sich auf den ab Sonntag beginnenden schweren Bergetappen etwas ausrechnet, freute sich über die Begeisterung beim Heimspiel: "Es gibt nur ein Wort dafür: Gigantisch."

Die deutsche Etappe, bei der viele Zuschauer die Strecke säumten, wenngleich sich die zum Teil maßlosen Erwartungen der örtlichen Organisatoren wegen des schlechten Wetters nicht erfüllten, hatte der Freiburger Fabian Wegmann geprägt. Der 25-Jährige fuhr bei zum Teil heftigen Schauern über 160km lang an der Spitze. Nach 45km - zunächst in Begleitung von McEwen, der sich kurioserweise als Ausreißer zu versuchen schien - hatte sich der Gerolsteiner-Profi abgesetzt. Sein maximaler Vorspring betrug 8:10 Minuten (KM 113). Am Col de Hantz, einem Berg der 3.Kategorie holte sich Wegmann die Punkte und fuhr ins Bergtrikot. Im Peloton machten in der zweiten Rennhälfte die Teams der Sprinter Tempo. Wegmann, der selbstverständlich auch die Kämpfer-Wertung des Tages gewann, hielt sich bis 23km vor Schluss vorne. Als er gestellt wurde, warf er eine Kusshand in die Fernsehkamera. "Das galt meiner Freundin", sagte Wegmann nach der Etappe.

"Das Bergtikot zu tragen, ist ein wunderbares Gefühl. Ich hatte immer damit geliebäugelt. Dass es nun geklappt hat, ist um so schöner", sagte Wegmann nach seinem Coup. Der aus Münster stammende Wegmann, Bruder des früheren Saeco-Profis Christian Wegmann, hatte sich nach dem ersten Zwischensprint mit dem Ziel abgesetzt, die ersten beiden Bergwertungen der vierten und dritten Kategorie nach 45 und 74 Kilometern zu gewinnen. Der Plan ging des Siegers des diesjährigen Schwarzwald-Preises ging auf. Im Ziel bekam er das weiße Trikot mit den roten Punkten übergestreift. Wegmann (10 Punkte) führt die Wertung jetzt mit zwei Zählern Vorsprung an. Er ist nach Jens Voigt und Marcel Wüst, dem bei einem Prolog einmal der Coup gelang, der dritte Deutsche, der die Bergwertung der Tour anführt. Sein westfälischer Landsmann Rolf Aldag hatte 2003 das Bergtrikot getragen stellvertretend für Richard Virenque, der damals auch das Gelbe Trikot erobert hatte.

"Das hatte er schon länger im Kopf, ohne dass wir das bei der Mannschafts-Besprechung am Morgen zum Thema gemacht haben. Als er die Bergwertungen gewann, habe ich Ronny Scholz und Beat Zberg auf die Plätze zwei und drei angesetzt, damit sie (dem zweitplatzierten Holländer) Kroon die Punkte wegnehmen. Das hat hervorragend geklappt", sagte Team-Manager Hans-Michael Holczer, der seinen bergerfahrenen Profi, der im Vorjahr als erster Deutscher beim Giro d'Italia das Bergtrikot überraschenderweise bis ins Ziel nach Mailand gerettet hatte, danach bremsen musste. "Er hat dann an der Spitze langsam Tempo herausgenommen, um sich nicht kaputt zu machen. Vielleicht kann er das Trikot zwei, drei Tage behalten", so Holczer. Bei der Tour zählen in den schweren Bergetappen die Schlussanstiege doppelt, sodass es für Wegmann im Hochgebirge schwer wird, das Trikot mit Schläue zu verteidigen wie beim vorletzten Giro. Doch soweit dachte er am Freitag ohnehin nicht: Wegmann genoss den Augenblick. Und spurtete im Teamhotel am Abend im Gang wieder ausgelassen gegen Zimmergenossen Robert Förster um das bessere Bett. Ein unbeschwerter Sommer eben, auch wenn das Wetter derzeit nicht danach ist.



(www.radsportnews.com)

War n toller Ausreißversuch, hätte es ihm von Herzen gegönnt. Er ist so ein Fahrer, der auch mal Straßenweltmeister werden könnte. Predistiniert für hügelige, leicht bergige lange Eintagesstrecken und ausgerüstet mit einer Menge Kampfgeist. Vielleicht der nächste Paolo Bettini oder Davide Rebellin. Für Raddeutschland nur zu hoffen!

Besonders freut mich natürlich das Abschneiden von Bernhard Eisel und Gerrit Glomser, die beide gezeigt haben das sie die Nummer 1 Sprinter ihres Teams sind.

mfg Robert

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PostPosted: 09.07.2005 19:23 Reply with quoteBack to top

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92.Tour de France - 8.Etappe
T-Mobile im Aufwind: Nur ein Weening Pech für Klöden

GÉRARDMER, 09.07.05 (rsn) - Andreas Klöden (T-Mobile) hat am Samstag bei der 8.Etappe der Tour de France seinen ersten Tagessieg um Zentimeter verpasst. Der letztjährige Gesamtzweite aus Sachsen musste sich in Gerardmer nach 231,5km im Spurt gegen seinen holländischen Mitausreißer Pieter Weening (Rabobank) geschlagen geben, zu dem er nach einer Attacke am Col de la Schlucht wenige Kilometer vor dem Ziel aufschloss. Lance Armstrong bekam am ersten Berg der 92.Frankreich-Rundfahrt einen Vorgeschmack auf den Zangenangriff, den das T-Mobile-Trio mit Jan Ullrich, Alexandre Vinokourov und Klöden im Hochgebirge plant.

Der 24 Jahre alte Pieter Weening, der zu den großen Zukunftshoffnungen der Niederlanden zählt, setzte sich im Foto-Finish vor Klöden durch und feierte den ersten Profisieg seiner Karriere, die er 2002 in den Reihen des erfolgreichen Rabobank-Nachwuchsteams begann. Der dritte Platz mit 27 Sekunden Rückstand ging an den jungen Spanier Alejandro Valverde, der die Verfolgergruppe mit allen Favoriten über die Ziellinie führte. "Das war so eng, ich wusste zunächst nicht, wer gewonnen hat", sagte Weening. Mit bloßem Auge war der Sieger nicht auszumachen. "Der Vorsprung betrug exakt 9,6 Millimeter", erklärte ein Jury-Mitglied.

Am Ende der schnellen Bergetappe durch Schwarzwald und Vogesen (45 km/h Schnitt) war Lance Armstrong überraschend isoliert. Keiner aus seinem Discovery Channel-Team, der theoretisch stärksten Mannschaft im Feld, war im Finale bei dem amerikanischen Superstar. Kein Popvytch, kein Savoldelli, kein Azevedo.

Bei T-Mobile lief es bei der ersten etwas schwereren Etappe dagegen wie am Schnürchen. "Wir haben abgesprochen, am letzten Berg zu attackieren, obwohl die Mannschaft schon am Anfang viel arbeiten musste. Erst sollte (Alexandre) Vinokourov angreifen, dann Andreas (Klöden). Die Taktik hat super funktioniert", sagte Jan Ullrich, dessen Rückstand auf Armstrong gleich blieb bei 1:36 Minuten. Im übersichtlicher gewordenen Gesamtklassement belegt der Deutsche jetzt Platz 6. Armstrong führt mit 1:00 Minuten vor Jens Voigt. Zwei Sekunden dahinter ist Vinokourov Dritter.

Gleich nach dem Start in Pforzheim, wo 70.000 Zuschauer die Fahrer aus Deutschland verabschiedeten, gab es Attacken. Eine illustre fünfköpfige Ausreißergruppe mit dem kletterstarken Dänen Michael Rasmussen, Armstrongs Freund und Helfer George Hincapie, dem Franzosen Sandy Casar und dem kasachischen Super-Talent Andrey Kaschechkin. formierte sich. Dies passte T-Mobile nicht. Die Magentatruppe verschärfte das Tempo im Feld und holte die Ausreißer nach einer Stunde harter Verfolgungsarbeit zurück. Casar versuchte noch einmal alles und bekam Unterstützung durch Cancellara, Sörensen und Hushovd, doch es war vergeblich. Sörensen wollte dennoch nicht die Beine hochnehmen und wurde belohnt. als sechs Fahrer (Flecha, Weening , Commesso, Vasseur, Jalabert, Scholz) zu ihm aufschlossen. Diese Gruppe ließ man fahren. Die Sieben kamen auf sechs Minuten Vorsprung. Liquigas und Valverdes Balearen-Team machten die Verfolgung und führten das Feld wieder näher heran bis auf 2:30 Minuten (KM 200).

Am Fuße des Col de la Schlucht, letzter Berg des Tages und erster 2.Kategorie-Anstieg der Tour, ließ Pieter Weening seine Mitausreißer hinter sich. Dahinter testete rund 30km vor Schluss der Kasache Alexandre Vinokourov mehrmals die Form von Armstrong, der ohne Teamunterstützung in eine gefährliche Situation geriet. Armstrong parierte aber "Vinos" Attacken. Klöden ließ er fahren, als der 3km vor der Passhöhe antrat und zu Weening auffuhr. In der Abfahrt kamen die Verfolger zunächst näher, doch in der Gruppe war man sich nicht einig. Klöden und Weening konnten einen fast 30-sekündigen Vorsprung auf die Zielgerade bringen. Den Sprint fuhr Klöden von vorne. Der Holländer ging kurz vor der Ziellinie an ihm vorbei. Klöden bekam fü seinen zweiten Platz 12 Sekunden Zeitgutschrift. Der letztjährige Gesamtzweite war in diesem Frühjahr ganz schwach gefahren, hatte aber immer beteuert, rechtzeitig zur Tour in Topform zu sein, was man aufgrund seiner Vergangenheit getrost bezweifeln konnte. Aber der 30-Jährige widerlegte seine Kritiker fürs erste. Klöden verbesserte sich im Gesamtklassement auf Platz 9. Von Armstrong trennen ihn 1:50 Minuten. Bei der schweren Vogesen-Etappe am Sonntag mit sechs Bergen muss der Amerikaner auf ein T-Mobile-Trio achten. Auf sich allein gestellt könnte er damit überfordert sein.



(www.radsportnews.com)

Echt interessante Angelegenheit. Das Discovery Team, ausgenommen Armstrong himself, war unerwartet schwach. Klöden stärker als man eigentlich erwarten konnte. Jetzt tauchen natürlich einige große Fragen am diesjährigenn Tourhimmel auf. Was ist los mit dem Discovery-Team? Wie stark ist Lance wirklich? Aber auch: Wieso nicht Ulle?

Frage 1 kommt im nächsten Beitrag. Dazu gibt's nen eigenen Artikel!

Frage 2: Es gibt nicht wirklich Grund daran zu zweifeln, dass Lance (auch in den Bergen) wieder hervorragend in Form ist. Nur allein gegen 3 dürfte es auch für ihn sehr schwer werden.

Frage 3: Tja, das ist wohl die Beste aller Fragen! Warum attackieren Vino und Klöden, aber nicht Ulle? Ja, schon klar sein Stil ist nicht geschaffen für Tempowechsel und plötzliche Antritte, aber dennoch finde ich hätte er es versuchen sollen und nicht Armstrong 'bewachen', wie er es selbst formuliert hat.

Na ja, wie auch immer. Eine hervorragende Leistung von Klöden, ein interessanter Sieger und eine Stärkedemonstration des T-Mobile Teams!

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Tour de France - 8.Etappe
Armstrong fragt Team: "Was war los?"

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GERARDMER, 09.07.05 (rsn) - "Das war ein Scheiss-Tag", sagte Lance Armstrong am Samstag bei der Ankunft im Teamhotel nach der 8.Etappe der Tour de France, bei der er das Gelbe Trikot zwar verteidigte, aber angeschlagen wirkte.

"Das war ein Scheiss-Tag. Eine lange Etappe mit vielen Attacken vom Start weg und einem hohen Tempo Ich habe heute gelitten", sagte der sechsfache Toursieger nach der ersten schwereren Etappe der Tour. Überraschend war der Discovery-Star am Ende völlig ohne Teamunterstützung, als Ullrich seine T-Mobile- Teamkollegen Vinokourov und Klöden abwechselnd attackieren ließ.

"Das darf nicht passieren, was am Schlussanstieg passiert ist. Wir müssen die Dinge überdenken und sicherstellen, dass sich das nicht wiederholt. 35 Mann vorne und kein einziger aus meinem Team", sagte Armstrong im französischen Fernsehen.

"Als ich ins Hotel kam, habe ich gefragt: Was war los? Ich war nicht wütend. Ich wollte verstehen, was passiert ist. Sie arbeiten hart, es tat ihnen leid. Aber was war der Grund? Physisch oder emotional? In jedem Fall müssen wir die Situation analysieren und nachbessern. Der Berg heute wurde schnell gefahren. Er ist nicht vergleichbar mit den Bergen in den Alpen und Pyrenäen. Vielleicht lag er uns einfach nicht", so der Amerikaner ratlos. Armstrong fragte sich aber auch öffentlich, ob seine Teamkollegen nach dem Erfolg der ersten Tagen nicht vielleicht "zu selbstbewusst" geworden seien.

"Man kann nicht allen Attacken folgen. Ich habe mich heute auf Jan (Ullrich) und Vinokourov konzentriert. Man muss ehrlich sein: Ich habe gelitten. Ich war im roten Bereich nach den vielen Attacken. Da kommt man dann nicht mehr heraus. Ich habe versucht, den Schaden zu begrenzen. Man hat immer mal einen schlechten Tag bei der Tour und ich hoffe, das war meiner heute", so Armstrong. Und er schickte lächelnd hinterher: "Wenn das zwei Wochen so weitergeht, habe ich ein Problem."



(www.radsportnews.com)

Tja, da hat er wohl recht! biggrin

Geb ja zu, das war Galgenhumor, auch von mir. Aber ich glaube weiter an Armstrong und sein Team. Der Gedanke darüber, dass der Berg Gott sei dank mit denen in den Alpen und vor allem Pyränen nicht zu vergleichen ist, bringt wieder ein wenig Beruhigung in die Armstrongabteilung. Sehr flach, hohes Tempo, so eine Steigung liegt nicht jedem. Denke mal das Armstrong und Co nach diesem kleinen Schock stärker als zuvor zurückkehren werden.

Morgen geht's mal über vier Berge der 3ten Kategorie, einem der Zweiten und die Krönung kommt dann bei zirka 50 Kilometer vor dem Ziel mit dem 'Le Ballon d'Alsace', einem Anstieg der ersten Kategorie. Aber den ersten richtigen Formtest gibt's für die Rouleure und ihre Teams am Dienstag, bei 2 Bergen der 1ten Kategorie, wobei es in Courchevel sogar eine Bergankunft geben wird. Spätestens dann kann man schon mehr sagen, wie stark die Teams und ihre Stars heuer sind.

mfg Robert

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kevler
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PostPosted: 09.07.2005 20:46 Reply with quoteBack to top

Habe das heutige Rennen ebenfalls ueber weitere Strecken verfolgt. Meiner Meinung nach Pockert Armstrong gewaltig. Vielleicht uebernimmt er sich dabei sogar denn der Moralboost den T-Mobile nach dieser Etappe hat is wohl enorm.

Was zu der Frage warum nicht Jan angegriffen hat. Ich glaube das er Armstrong am Berg vielleicht einige Sekunden abgenommen haette aber so richtig weg waere er bei so einem "kleinen Huegelchen" wohl nicht gekommen. Aber freut mich sehr das T-Mobile mal was gerissen hat. Fand die Etappe auf jedenfall sehenswert. Mal schaun was morgen Sache is.
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Robert
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PostPosted: 09.07.2005 20:52 Reply with quoteBack to top

kevler wrote:
Was zu der Frage warum nicht Jan angegriffen hat. Ich glaube das er Armstrong am Berg vielleicht einige Sekunden abgenommen haette aber so richtig weg waere er bei so einem "kleinen Huegelchen" wohl nicht gekommen. Aber freut mich sehr das T-Mobile mal was gerissen hat. Fand die Etappe auf jedenfall sehenswert. Mal schaun was morgen Sache is.


Klar, die Tour hätte er damit nicht gewonnen. Aber wenn er heuer die Gesamtwertung wirklich wieder gewinnen will, muss er aggressiv sein. Und jede Chance nutzen, da ich sicher bin das Armstrong nicht viele Schwächen zeigen wird. Jede Sekunde zählt also. Sieht man am Beispiel Klöden: 27 Sekunden Vorsprung + 12 Sekunden Zeitbonifikation ergibt 39 Sekunden aufgeholt auf Armstrong. Nicht schlecht, denn bekanntlich macht Kleinvieh auch Mist! ja

PS: Freut mich, dass auch mal jemand auf meine Posts antwortet. Will hier ja nicht Selbstgespräche führen! lach

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KrazyKraut
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PostPosted: 09.07.2005 21:22 Reply with quoteBack to top

Tjoa, dem guten Robert sind sicher die Schweißperlen über die Stirn gerannt, als er mitansehen musste, Armstrong allein, vom Team verlassen und Vino macht ordentlich Wirbel und der gute Armstrong musste beißen, damit er dran blieb und dann die Überraschung, die Wiederauferstehung, Klöden, die T-Mobile Troika ist wieder da und Klöden hat einen Fingerzeig gegeben, wie gut er doch drauf ist. Armstrong muss höllisch aufpassen, denn das was die Jungs um Ulle da zeigten war nur mal ne Andeutung, was gehen könnte und Ulle wird auch noch seine Chance suchen. So perfekt ist Team Discovery vielleicht doch net. Mit Vino, Ulle und Hilde happy da kann alle das Team Magenta wunderbar operieren und Armstrong zermürben, der muss verdammt wachsam sein und auf sein Team muss er zählen können.
Ich hab wieder nen gutes Gefühl, der Übermensch scheint doch angreifbar zu sein, ohne sein Team.


K.K.

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Robert
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PostPosted: 10.07.2005 19:44 Reply with quoteBack to top

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92.Tour de France - 9.Etappe
Voigt mit Krawall ins Gelbe: Armstrong "etwas traurig"

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MULHOUSE, 10.07.05 (rsn) - Es sei sicher nicht verkehrt, in den Vogesen "ein bißchen Krawall" zu machen, hatte Jens Voigt gesagt und der Attackierer vom Dienst hielt Wort. Zwei Kilometer nach dem Start der 9.Etappe eröffnete der Berliner aus dem CSC-Team am Sonntag das Rennen - 169 Kilometer später konnte er in Mulhouse das Gelbe Trikot überstreifen, das er 2001 bereits einmal erobert hatte. Tagessieger nach einem schönen Solo wurde der kletterstarke Däne Michael Rasmussen (Rabobank), der jetzt davon träumt, das Bergtrikot bis nach Paris zu bringen.

"Angriff ist die beste Verteidigung", sagte Rasmussen, der neben Voigt der Mann des Tages war, während sich die Favoriten bei dem schweren Vogesen-Teilstück über sechs Berge zurückhielten nach dem ersten Schlagabtausch zwischen Armstrong und dem Ullrich-Team am Samstag. Der im Bergtrikot fahrende Däne gehörte zu den ersten Aureißern des Tages und gewann mit gut drei Minuten Vorsprung vor dem Duo Jens Voigt und Christophe Moreau, die früher bei Crédit Agricole Teamkollegen waren und die weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis haben. Moreau wartete, als Voigt kurz vor Schluss einen Defekt hatte. Voigt revanchierte sich und spurtete nicht um Platz 2.

"Christophe (Moreau) war heute superstark, Rasmussen auch. Glücklicherweise sind sie im Feld heute nicht zu sehr gefahren, das lief genau für mich", freute sich Voigt, der strahlte vor Glück, als er die Ziellinie überquerte und als er auf dem Podium das Gelbe Trikot überstreifen konnte. Vermutlich wird er auch mit einem breiten Grinsen im Gesicht einschlafen.

Lance Armstrong erreichte das Ziel im Feld der Favoriten mit mehr als sechs Minuten Rückstand. Der Amerikaner, der nach dem Teamzeitfahren die Führung geholt hatte, verlor das "Maillot jaune" an Voigt, der es auch beim letzten Mal vor vier Jahren im Elsass (Colmar) erobert hatte. Der 33-Jährige verlor es damals einen Tag später, als die berühmte Kivilev-Ausreißergruppe in Pontarlier mit einer halben Stunde Vorsprung ankam. Im Gesamtklassement führt Voigt jetzt mit 1:50 Minuten vor Moreau. Armstrong ist vor der Alpenetappe, die nach einem Ruhetag am Dienstag folgt, mit 2:18 Minuten Rückstand Dritter.

"Es hatte heute nicht Priorität, das Gelbe Trikot zu verteidigen. Das Rennen ist noch lang und hart. Aber nach dem Ziel, als ich nicht aufs Podium gerufen wurde, war ich ein bißchen traurig", sagte Armstrong, der noch nie soviel über seine Gefühle sprach wie bei seiner letzten Tour de France. Die Schwäche seines Teams vom Samstag, als Armstrong im Finale isoliert war und ihn T-Mobile in die Zange nahm, sei abgehakt, sagte der Discovery-Star: "Wir haben darüber ohne jede Panik und in Ruhe gesprochen. Wir haben angesprochen, was zu tun ist und alle wurden ermutigt. Wir wissen, dass wir uns verbessern müssen." Armstrong und der Rest des nach mehreren Aufgaben am Sonntag noch 175-köpfigen Pelotons flogen am Abend nach Grenoble, wo die Fahrer am Montag den ersten Ruhetag verbringen, bevor es in die Alpen geht.

Das Bergtrikot bleibt nach einem großartigen Ritt durch die Vogesen auf den Schultern von Rasmussen, der nun der große Favorit ist, das weiße Trikot mit den roten Punkten auch bis nach Paris zu bringen. Schon nach wenigen Kilometern war der frühere MTB-Weltmeister ausgerissen, zunächst in Begleitung des Italieners Dario Cioni, der zur Hälfte des Rennens die Segel streichen musste. Hinter Rasmussen, der den Kurs der Etappe in der Vorbereitung abgefahren war, formierte sich nach 19km eine Kontergruppe (Moreau, Voigt, Zandio, Moos, Vicioso, Landaluze), die am letzten und schwersten Berg des Tages zersplitterte. Den Ballon d'Alsace, der vor hundert Jahren zum ersten Mal im Profil der Tour stand, überquerten Voigt und Moreau, die die anderen der Gruppe hinter sich ließen, gut vier Minuten nach Rasmussen. Das Feld, an dessen Spitze nach dem Debakel am Vortag demonstrativ Armstrongs Discovery-Teamkollegen fuhren, lag an der Passhöhe 9:30 Minuten zurück. 56km war es von dort noch ins Ziel.

"Am Anfang ging es mir nur um die Punkte für die Bergwertung. Aber dann ging es mir immer besser und ich dachte: Warum nicht der Etappensieg?", sagte Rasmussen. "Ich wusste, dass hinter mir zwei Super-Rouleurs fuhren, aber als mein 4 Minuten-Vorsprung konstant blieb, begann ich an meine Chance zu glauben." In der folgenden Abfahrt und in der elsässischen Ebene verteidigte Rasmussen seinen Vorsprung auf seine Verfolger. Der 31-Jährige feierte zum ersten Mal einen Etappensieg bei der Tour de France, bei der er zum zweiten Mal am Start ist. Im vorigen Jahr war der Rabobank-Profi 14. im Gesamtklassement.

"Chicken" im Bergtrikot

"Seit ich Profi bin, träume ich davon, eine Etappe der Tour zu gewinnen und das Bergtrikot zu tragen", freute sich Rasmussen, den sie in seinem Team "Chicken" nennen wegen seiner dünnen Beine. Aufs Gesamtklassement will der Schlaks (59 kg bei 1,75 m) diesmal nicht fahren. "Wir haben Menchov im Team, der unter die ersten Fünf kommen kann. Ich denke, ich konzentriere mich jetzt lieber auf die Bergwertung." Für Rabobank holte Rasmussen den zweiten Tagessieg hintereinander, nachdem am Samstag der junge Pieter Wening erfolgreich war.



(www.radsportnews.com)

Freut mich sehr für Voigt und Rasmussen, dass sie das geschafft haben. Ansonten war es eigentlich wieder eine sehr ruhige Etappe, zumindest was die Tourfavouriten betrifft. Für einen kleinen Schock sorgte ein Sturz Ullrichs auf der ersten Abfahrt. Zuerst hieß es es wären nur leichte Abschürfungen an Oberschenkel und Ellbogen, aber jetzt hab ich gerade das Gerücht gelesen, dass er doch schlimmer verletzt wäre. Artikel kommt noch!

mfg Robert

@KK: Mit den Schweißperlen hast du Recht gehabt! biggrin

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Robert
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PostPosted: 10.07.2005 19:49 Reply with quoteBack to top

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Prellungen und Helm kaputt
Ullrich-Sturz doch schlimmer

MULHOUSE, 10.07.05 (dpa/rsn) - Der Sturz von Jan Ullrich auf der 9. Etappe der Tour des France war schlimmer als angenommen. Der Mitfavorit zog sich mehrere Prellungen zu, als er auf der Abfahrt am Sonntag vom Col de la Grosse Pierre von einer Windböe erfasst wurde, in einen Graben fuhr und sich dort nach eigener Aussage «drei bis vier Mal» überschlug. Dabei brach der Helm des 31-Jährigen und quetschte ihm die Augenbraue. Der T-Mobile-Kapitän, der am linken Oberschenkel Schürfwunden aufwies und am rechten Knie blutete, soll am (morgigen) Montag eingehend untersucht werden, ob er sich nicht auch noch eine Rippe auf der rechten Seite gebrochen hat.

"Es tut weh an der Seit, aber ich kann normal atmen", sagte Ullrich. Der Wahl-Schweizer gab sich gelassen. « Ich hoffe, ich habe eine gute Nacht, dann wird das schon wieder. Ich freue mich nun auf den Ruhetag. Da kann ich den Sturz verkraften», so Ullrich lächelnd, nachdem er die Etappe von Gérardmer nach Mulhouse als 29. beendet hatte - im Gespräch mit Armstrong. «Ich scheine für die spektakulären Sachen zuständig zu sein», meinte Ullrich mit einer Prise Galgenhumor, nachdem er bereits einen Tag vor der Tour bei einem Trainingsunfall in die Heckscheibe eines T-Mobile-Wagens geprallt war und sich dabei eine Schnittwunde am Hals sowie eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen hatte.



(www.radsportnews.com)

Tja, Ullrich fällt diese Tour auf jeden Fall auf. Spektakuläre Fahrweise! wink Nö, hoffe es geht ihm am Dienstag wieder gut, weil wenn er seine Chancen durch ne Verletzung einbüßen würde, wäre das echt besch***en! sad

mfg Robert

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PostPosted: 11.07.2005 19:38 Reply with quoteBack to top

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Tour-Bruchpilot
Jan Ullrich: "Jetzt erst recht"


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VOREPPE, 11.07.05 (dpa) - Bruchpilot Jan Ullrich ist nicht kleinzukriegen. «Ich hatte niemals den Gedanken, die Tour aufzugeben. Jetzt erst recht», sagte der T-Mobile-Kapitän, der am Montag nach seinem zweiten Sturz innerhalb von neun Tagen aussah, wie ein Boxer nach einem harten Kampf. Zwei kleinere Schwellungen über dem linken Auge waren am ersten Tour-Ruhetag die sichtbaren Blessuren des Sturzes vom Vortag, als Ullrich bergab in einer Linkskurve mit «etwa 60 Stundenkilometer» in den Graben stürzte und sich mehrmals überschlug. «Armstrong hat gewartet - dafür Chapeau», lobte Ullrich die Fairness des Titelverteidigers, der am Dienstag auf der ersten Alpenetappe zum großen Angriff blasen könnte.

«Eine Rippenprellung, die ihn beim Atmen behindert, und zahlreiche Prellungen anderer Art am Körper», lautete am Fuß der Alpen in Voreppe die Diagnose von Teamarzt Lothar Heinrich. Am Morgen war durch eine Röntgenaufnahme in einer Privatklinik in Grenoble ausgeschlossen worden, dass der T-Mobile-Pechvogel Brüche davongetragen hat. «Ich habe drei Stunden trainiert. Beim tief Luftholen habe ich Schmerzen, aber ich hoffe, morgen ist es besser», sagte Ullrich auf einer Pressekonferenz vor zehn Kamerateams und rund 100 Journalisten.

«Die Schmerzen bei Rippenprellungen sind die gleichen wie bei einem Bruch», beschrieb Heinrich die Probleme von Ullrich: «Morgen auf der ersten großen Bergetappe nach Courchevel wird es sich zeigen, wie er das unter Belastung verkraftet.» An die 1850 Meter hohe Skistation hat Ullrich beste Erinnerungen. Im Jahr seines Toursieges 1997 gestattete er dort dem Franzosen Richard Virenque großzügig den Sieg und fuhr locker vor der Konkurrenz. Mit Hilfe seiner Physiotherapeutin und eines Akkupunkteurs sollen seine Schmerzen gelindert werden. «Es geht schon», versprühte auch Ullrich-Betreuer Rudy Pevenage Zuversicht, obwohl die Konstellationen alles andere als günstig scheinen.

«Ich bin weiter optimistisch», meinte der im Moment auf Platz acht rangierende Ullrich, der die Sturzstatistik der diesjährigen Tour unangefochten anführt. Einen Tag vor Beginn der Tour am Atlantik war er bei einer Trainingsfahrt durch das Heckfenster seines Begleitwagens gestürzt und hatte dabei eine Schnittwunde am Hals davongetragen. «Ich hoffe, das war's jetzt mit meinen dramatischen Auftritten», sagte Ullrich, der weiter auf das hauseigene, starke Dreier-Team setzt: «Vinokourov, Klöden und ich können Lance attackieren.»

Sein ganzes Augenmerk liegt weiter auf Rekordsieger Armstrong, vor seinem starken Team-Kollegen Alexander Vinokourov fürchtet er sich nicht. «Versuche von außen, uns gegenseitig aufzuhetzen, werden nicht erfolgreich sein», erklärte der T-Mobile-Kapitän. Mehr oder weniger offen vertritt sein Freund Vinokourov, der seinen Vertrag bei T-Mobile noch nicht verlängert hat und ein Angebot vom Armstrong-Team Discovery Channel prüft, eigene Ambitionen.

«Die Absprache in unserem Team ist klar: Für den Stärksten wird gefahren. Als ich 2003 in Paris als Dritter auf dem Treppchen stand, habe ich gemerkt, dass ich es eines Tages noch zwei Stufen höher schaffen kann. In diesem Jahr könnte es soweit sein», hatte Vinokourov, der Olympia-Zweite von Sydney, in einem «L'Équipe»- Interview erklärt. Er hoffe, dass «unsere Freundschaft alles aushält», sagte Vinokourov, der vor dem ersten «Wahrsager» im Hochgebirge nur 62 Sekunden hinter Armstrong liegt und im Augenblick einen 34 Sekunden-Vorteil gegenüber seinem Kapitän hat.



(www.radsportnews.com)

Also, ich glaube nicht, dass es so schlimm ist wie es sich in dem Bericht da anhört. Gestern hatte Ullrich ja noch keine Schmerzen beim Luftholen. Wird also schon nicht so schlimm sein!

mfg Robert

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PostPosted: 11.07.2005 19:47 Reply with quoteBack to top

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Tour de France - Vorschau: 10.Etappe
Erste Bergankunft in den Alpen

GRENOBLE, 11.07.05 (rsn) - Die Tour de France erreicht die Alpen bei der 10.Etappe am Dienstag. In Courchevel steht in 2000 Metern Höhe die erste Bergankunft auf dem Programm.

Nach dem Ruhetag in Grenoble gilt die erste von insgesamt sieben Bergetappen in den Alpen und Pyrenäen als wichtige Standortbestimmung für Lance Armstrong und seine Verfolger. Auch wenn es bei nur drei dieser sieben kräftezehrenden Teilstücke eine Bergankunft gibt - ein in der Tour- Geschichte eher mäßiger Durchschnitt - ist der Respekt der Fahrer groß. «Auf den ersten Blick sehen die Alpen gar nicht so schlimm aus. Aber ich glaube, der Eindruck täuscht», sagte Titelverteidiger Armstrong.

Die Kletterei beginnt am Dienstag nach knapp 80km mit dem 20km langen, 6 Prozent steilen Anstieg zum Cormet de Roselend. Von der 1967m hoch gelegenen Passhöhe geht es in rasender Fahrt ins Tal der Tarentaise. In Moûtiers geht es wieder berghoch. Zunächst auf einem welligen Profil, ab Brides-les-Bains, einem Kurort für Übergewichtige, folgt der Schlussanstieg hinauf nach Courchevel. 22,2km lang, 6,2 Prozent ist der Anstieg der 1.Kategorie bis zum Flugplatz oberhalb des Wintersportortes.

In Courchevel gab es schon denkwürdige Etappenankünfte. 2000 gewann hier der im vorigen Jahr verstorbene Italiener Marco Pantani seine letzte Tour-Etappe. 1997 holte sich Richard Virenque im Bergtrikot den Sieg vor Jan Ullrich, der damals sein Gelbes Trikot verteidigte, das er bis Paris nicht mehr abgeben sollte.

Der Start in Grenoble erfolgt um 12 Uhr. Die Zielankunft in Courchevel wird bei einem Schnitt von 36km/h um 17:21 Uhr erwartet.



(www.radsportnews.com)

Jetzt wird's richtig spannend! Ab jetzt gibt es kein Pokern oder einfach abwarten mehr! Hier werden die Karten aufgedeckt! Und zwar die aller Beteiligter!!!

mfg Robert

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PostPosted: 12.07.2005 12:28 Reply with quoteBack to top

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Tour de France
Startverbot für Petrov

GRENOBLE, 12.07.05 (rsn) - Der Russe Evgeni Petrov (Lampre) wurde am Dienstag vor der 10.Etappe der Tour de France mit einem Startverbot belegt, nachdem er bei einer Blutkontrolle einen auffälligen Wert aufwies, wie von offizieller Seite verlautete.

Petrov war vor der ersten Alpenetappe nach Courchevel 45. im Gesamtklassement mit mehr als 7 Minuten Rückstand auf das Gelbe Trikot. Der 27-Jährige war der einzige von den 31 Fahrern, die sich am Morgen unangekündigten Blutkontrollen unterziehen mussten, der einen auffälligen Befund aufwies, der auf Manipulationen hindeutet. Betroffen war die Mannschaft von Gesamtleader Jens Voigt (CSC), die des Favoriten Lance Armstrong (Discovery Channel) sowie die französische AG2R-Equipe.

Seit dem Start der 92. Tour de France sind bei 129 Fahrern Blutkontrollen durchgeführt worden unter der Ägide des Radsport-Weltverbands UCI in Zusammenarbeit mit dem französischen Ministerium für Sport. Bei diesen Blutkontrollen, üblicherweise früh morgens durchgeführt, werden verschiedene Parameter gemessen, insbesondere der berüchtigte Hämatokritwert, der bei EPO-Doping in die Höhe schnellt. Nach "positiven" Blutkontrollen werden zunächst nur 15-tägige Sperren aus gesundheitlichen Gründen ausgesprochen. Der betroffene Fahrer muss sich zudem einer EPO-Dopingkontrolle (Urintest) unterziehen. Ist auch dieser positiv, so beginnt ein Disziplinarverfahren.

In diesem Jahr gab es bereits mehrere Startverbote infolge Blutkontrollen, wenngleich weniger als in früheren Jahren. Beim Giro d'Italia durfte der Portugiese Nuno Ribeiro nicht antreten.

Petrov, 27 Jahre alt, war 2001 Profi geworden, nachdem er im Herbst zuvor bei den Straßen-Weltmeisteschaften in Plouay bei der U23 den Titel im Zeitfahren und im Straßenrennen gewann. 2002 gewann er die Zukunfts-Tour.



(www.radsportnews.com)

Pech, Zufall oder bewusstes Doping? Keine Ahnung, aber erfreulich ist zumindest das es diesmal vergleichnismäßig wenige Dopingfälle zu geben scheint. Ob das tatsächlich am allgemeinen Verzicht auf illegale Leistungsfördernde Drogen zurückzuführen ist oder ob die Teams und Fahrer einfach gelernt haben, sich nicht mehr dabei erwischen zu lassen, steht aber weiter in den Sternen. naja

mfg Robert

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PostPosted: 12.07.2005 12:33 Reply with quoteBack to top

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Tour de France: Vor den Alpen
Bruyneel erwartet Stunde der Wahrheit

GRENOBLE, 11.07.05 (rsn) - Discovery- Teamchef Johan Bruyneel kam sofort auf den Punkt zu Beginn seiner Pressekonferenz am Montagnachmittag im Teamhotel: "Man wird am Dienstag sehen, ob Lance Armstrong noch immer der Beste der Tour de France ist."

Bruyneel, Teamchef und enger Vertrauer von Lance Armstorng, sieht in der ersten Alpenetappe am Dienstag zwischen Grenoble und Courchevel eine Schlüsseletappe. In einer eigenartigen Mischung aus Gelassenheit und spannnungsvoller Erwartung blickt der Belgier auf die erste Bergankunft der Tour. "Ich weiß nicht, ob Armstrong attackiert", sagt er lächelnd. "Das wird davon abhängen, ob er die Beine hat und davon, was seine Gegner machen. Wenn sie angreifen, wird er folgen."

"Lance ist entspannt und man kann ihm nicht nachsagen, dass er weniger konzentriert ist oder weniger motiviert als in der Vergangenheit. Der Druck von letztem Jahr, als er vor dem Rekord des sechsten Sieges stand, ist nicht mehr da. Aber er will immer noch gewinnen, denn er ist ein echter Champion. Dass er am Start ist, beweist allein schon, dass er gewinnen will", so Bruyneel. In Paris werden Armstrongs Kinder ihn erwarten, sagt der Discovery-Teamchef. "Und Lance will sicherlich nicht, dass ihn seine Kinder ohne das Gelbe Trikot sehen!"

"Vinokourov und die anderen von T-Mobile"

Gespannt ist Bruyneel auch auf die Gegner. "In Courchevel wird man eine Idee davon haben, welches Potenzial in Teams wie Phonak, CSC oder Liberty Seguros steckt. Ich bin überzeugt, dass am Pla d'Adet (15.Teilstück/Pyrenäen-Königsetappe) die Entscheidung gefallen ist. Da steht der Sieger fest, sofern nicht noch etwas unvorhersehbares beim letzten Zeitfahren geschieht." Wer am "Dienstag oder Mittwoch" das Gelbe Trikot hat, der "muss es verteidigen", meint Bruyneel. Erobern könnten es "viele Fahrer". Auf die Frage, wer Armstrongs größte Rivalen sind, sagt Bruyneel: "Vinokourov und die anderen von T-Mobile, CSC, ein, zwei Spanier und Leipheimer."

Bei der dreiviertelstündigen Pressekonferenz wich nur einmal die entspannte Mimik aus dem Gesicht Bruyneels, als er auf den Col de la Schlucht angesprochen wird, wo Discovery am Samstag Armstrong allein ließ. "Ich habe keine Erklärung dafür. Es war ein merkwürdiger Tag. Vielleicht haben die Jungs in der ersten Woche zuviel Energie gelassen. Aber man darf auch nicht vergessen, dass der Kopf im Radsport eine goße Rolle spielt. Am Sonntag fuhren alle wieder wie immer. Das hat mich beruhigt. Ich habe wieder Vertrauen in die Mannschaft."



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"Vinokourov und die anderen von T-Mobile, CSC, ein, zwei Spanier und Leipheimer." Also diese Aussage ist wieder mal echt genial absolut nichts sagend! happy

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PostPosted: 12.07.2005 17:41 Reply with quoteBack to top

musik tanz *laola* tanz musik

Was für eine Etappe! Was für ein Rennen! Da wird heute noch richtig *cheers*

Lance Armstrong hat heute seinen Konkurrenten um den Toursieg wieder eine Lektion erteilt. Zwar wurde er dennoch im Sprint 'nur' Zweiter direkt hinter Alessandro Valverde, konnte aber über eine Minute auf Basso rausfahren, 2 Minuten auf Ullrich und sogar über 5 Minuten auf Vinokourov.

Ullrich und Basso brauchen die Tour noch nicht ganz abschreiben, Vinokourov kann allerdings jegliche Ambitionen auf das Gesamtklassement abschreiben.

Jens Voigt, der bisherige Träger des gelben Trikots verlor wohl zirka um die 15 Minuten nachdem er auch schon fast am ersten Berg hatte abreißen lassen müssen.

Armstrong ließ sein Team schon vor dem entscheidenden Anstieg voll arbeiten und ließ sie auch voll in den Berg hineinfahren. 10 Kilometer vor Schluss war nur mehr eine kleine 10 Mann Gruppe zusammen. Armstrong ließ seinen letzten Helfer Popovich, der zuvor auf der Abfahrt gestürtz war, attackieren weswegen Ullrich 'fliegen' ging. Vino war zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr an der Gruppe dran. Popovich ließ infolge selbst abreißen, dann bestand die Spitzengruppe nur noch aus Armstrong, Basso, Valverde, Rasmussen, Mancebo und Klöden. Klöden ließ infolge selbst abreißen um Ullrich als Zugpferd bergauf zu dienen.
An der Spitze machte Armstrong selbst fast die gesamte Tempoarbeit und zog die Gruppe immer weiter nach vorne, weswegen auch Basso abreißen lassen musste. Zu Schluss attackierte Armstrong für den Schlusssprint, nur der endschnelle Valverde konnte ihm folgen und ihn ein paar Meter vor der Ziellinie noch überspurten.

Ullrich ist über den Ausgang enttäuscht, meint aber dass er auch ohne den Sturz nicht hätte mithalten können.

mfg Robert

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