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Forum: Sportplatz · Replies: 203
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Robert
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PostPosted: 22.07.2005 10:28 Reply with quoteBack to top

phreek wrote:
Naja wird viel drüber geredet das es angeblich Popovitch machen soll. Ich glaube es aber ehrlich gesagt nicht. Die werden sich bestimmt nen Top-Man angeln ... mal schaun


Klar würden sie gerne. Schließlich würden sie ja am Liebsten auch gleich im ersten Jahr nach Armstrong die Tour wieder gewinnen. Aber so leicht ist das nicht. Es gibt nun zwei Möglichkeiten für sie: Verpflichtung eines Supertalents, das das unter Umständen in den nächsten Jahren könnte oder Verpflichtung eines echten Superstars, der es drauf hat die Tour 06 gewinnen zu können. Ersteres haben sie mit der Verpflichtung von Popovitch bereits getan.

Das Problem für nächstes Jahr ist das keiner der potentiellen Toursiegern für 06 mehr einen auslaufenden Vertrag hat. Außer Vino, der nicht zu Discovery geht, ist da im Moment einfach keiner zu haben. Maximal wenn Discovery Ablöse zahlen würde, aber CSC gibt sicher nicht Basso ab, Ullrich ginge nie zu Discovery, Cunego und Valverde sind auch unverzichtbar bei ihren Teams. Damit wird Johann Bryneel wohl bei Popovitch bleiben müssen, wenn nicht noch ein Wunder geschieht.

mfg Robert

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Robert
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PostPosted: 22.07.2005 10:57 Reply with quoteBack to top

Quote:
Ullrich stagniert, Vinokourov geht
Keine rosa Zeiten für T-Mobile


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MENDE, 21.07.05 (dpa) - Die Zukunft sieht alles andere als rosig aus für die Radsportabteilung von T-Mobile. Jan Ullrich tritt auf der Stelle, Erik Zabels große Zeit ist vorbei, Alexander Vinokourov geht und Andreas Klöden ist kaum ein Garant für konstante Topleistungen: Olaf Ludwig tritt ein schweres Erbe an, wenn der Ex-Profi und Weltcup-Gewinner aus Gera am Ende der Saison die Geschäfte des altgedienten Walter Godefroot auf dem Manager-Posten übernimmt.

So gut es ging, hat Ludwig das Feld für 2006 vorläufig bestellt. Aber ob der zweifache Zeitfahr-Weltmeister Michael Rogers (Australien) und der Deutschland-Tour-Gewinner Patrik Sinkewitz (Fulda) die Lücken schließen können oder gar den höchsten Ansprüchen des mit rund 12 Millionen Euro gesponserten Teams genügen können, ist zweifelhaft. «Wenn unsere Topfahrer gesund bleiben, spielen wir bei der Tour auch im kommenden Jahr eine führende Rolle», sagt Ludwig.

Zur Zeit ist sein Geschick vor allem am Verhandlungstisch gefragt. Vinokourov musste er ziehen lassen, weil der 31-jährige Kasache als Team-Kapitän auf einen Toursieg zusteuern will. Trotz oder wegen der Freundschaft zu Ullrich waren ihm bei T-Mobile diesbezüglich die Hände gebunden. Außerdem soll sich Klöden, der am Donnerstag wegen seiner Handverletzung nach Hause flog, bei der Dauphiné Libéré offen gegen eine Unterstützung des derzeitigen Tour-Siebten ausgesprochen haben.

«Jan ist in einem deutschen Team die Nummer eins, vor den Augen seines Publikums und der Presse - das ist klar. In einer kasachischen Mannschaft wäre das mit mir genauso. Ich will ein Team finden, das hundertprozentig hinter mir steht», sagte der Tour-Dritte von 2003, der vermutlich nicht der einzige prominente Abgänger aus dem T-Mobile-Team sein wird. Matthias Kessler (Nürnberg) wird nachhaltig mit Gerolsteiner in Verbindung gebracht und Zabel werden neuerdings starke Neigungen nachgesagt, bei Phonak in der Schweiz zu unterschreiben.

«Bis Montag soll ich mich entschieden haben», sagte der für die Tour ausgemusterte Vize-Weltmeister, der als Gast-Kommentator bei der ARD seit Mittwoch im Einsatz ist. «Weder Zabel noch Kessler haben bisher ihre Verträge unterzeichnet. Nach der Tour haben wir eine Klärung», sagte Ludwig. Er kündigte zwar noch weitere Neuzugänge an, musste aber gleichzeitig einschränken: «Ein großer Siegfahrer ist nicht auf dem Markt.» Zumindest hat er offensichtlich verpasst, zumindest bei Fabian Cancellara (Schweiz) oder Juan-Antonio Flecha (Spanien) auf dem Transfermarkt zuzuschlagen.

Pevenage fordert "Nachrüstung"

Ullrich-Berater Rudy Pevenage drückte sich am Donnerstag vorsichtig aus: «Rogers und Sinkewitz sind sicher gute Verstärkungen, aber für das kommende Tour-Team um Jan müsste nachgerüstet werden.» Denn auch der Belgier weiß: Die nächste Tour wird auch ohne den zurückgetretenen Lance Armstrong brandgefährlich, besonders für Ullrich, der im kommenden Jahr in den letzten Zügen seiner Karriere liegt. Der zweite Tourerfolg nach 1997 wird für den T-Mobile-Kapitän sicher kein Selbstgänger.

Viele werden einen Sieg des «Jahrhundert-Talents» aus Rostock vielleicht fast zwangsläufig erwarten, aber die hoffnungsvollen Newcomer Ivan Basso (Italien), Yaroslav Popovych (Ukraine), Alejandro Valverde (Spanien) oder der diesmal noch fehlende Damiano Cunego (Italien) vertreten längst die nächste Generation des Radsports. Da dürfte es für T-Mobile und Ullrich schwer werden, Anschluss zu halten.



(www.radsportnews.com)

So sieht's wohl aus! Ob Jan je wieder die Tour gewinnen wird darf stark bezweifelt werden!

mfg Robert

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Robert
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PostPosted: 22.07.2005 18:44 Reply with quoteBack to top

Quote:
92.Tour de France - 19.Etappe
Beppe mit dem Turbo


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LE PUY-EN-VELAY, 22.07.05 (rsn) - Der Italiener Giuseppe Guerini, seit Jahren einer der treuesten und verlässlichsten Helfer von Jan Ullrich, feierte am Freitag sechs Jahre nach einem denkwürdigen Triumph von Alpe d'Huez seinen zweiten Tour de France- Etappensieg. Der 35-Jährige setzte sich kurz vor Schluss der 19.Etappe aus einem Ausreißer-Quartett ab und gewann in Le Puy-en-Velay als Solist. Lance Armstrong verteidigte die Führung im Gesamtklassement ohne Probleme und geht mit dem 81.Gelben Trikot seiner Karriere in das Zeitfahren der vorletzten Etappe am Samstag.

"Turbo-Beppe" attackierte 1500 Meter vor dem Ziel der mit 153,5km kürzesten Etappe der Tour und gewann mit zehn Sekunden Vorsprung vor seinen Mitausreißern, dem Franzosen Sandy Casar, dem Italiener Franco Pellizotti und dem Spanier Oscar Pereiro. Guerini, seit 1993 Profi, feierte seinen zweiten Tour-Etappensieg. 1999 war er in Alpe d'Huez erfolgreich, obwohl er kurz vor Schluss von einem mitten auf der Straße stehenden Zuschauer, der ein Erinnerungsfoto machen wollte, zu Fall gebracht wurde. Guerini holte den zweiten Etappensieg für T-Mobile und sorgte gleichzeitig für den dritten italienischen Erfolg bei dieser Tour nach Lorenzo Bernucci (in Nancy) und Paolo Savoldelli (in Revel).

Das Ausreißer-Quartett hatte sich 30km nach dem Start in Issoire auf dem selektiven Kurs auf dem Loire-Hochplateau abgesetzt. Am Ende führte der Italiener Salvatore Commesso eine zehnköpfige Kontergruppe (Chavanel, Flecha, Da Cruz, Commesso, Weening, Bertolini, Grabsch, Portal, Azevedo, Arvesen) mit drei Minuten Rückstand ins Ziel. Das Peloton mit den Favoriten beendet die dritletzte Etappe mit viereinhalb Minuten Rückstand. Der Spanier Pereiro, der zum wiederholten Mal zu den Ausreißern gehörte, verbesserte sich im Gesamtklassement vom 13. auf den zehnten Platz.

Einen Tag vor dem 55,5 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Saint-Etienne taten sich Armstrong, Ullrich und Co. anders als am Vortag auch am kleinen Schlussanstieg nach Le Puy nicht mehr weh. Am Samstag hat der T-Mobile-Kapitän zwei große Ziele: Zum einen will er auf alle Fälle den 2:12 Minuten vor ihm liegenden Dänen Michael Rasmussen noch vom dritten Platz verdrängen, zum anderen träumt er von einem Prestigeerfolg gegen seinen Dauerbezwinger Armstrong, den er in einem Tour-Zeitfahren nur einmal bezwang: 2003 in Cap Découverte.

Allerdings fehlt dem demnächst siebenfachen Tour-Sieger Armstrong in diesem Jahr noch ein Etappenerfolg als Sahnehäubchen. Deshalb wird der 33-jährige Texaner 24 Stunden vor seinem im April verkündeten Karriere-Ende nach der letzten Tour-Etappe am Sonntagnachmittag alles daransetzten, um mit einem Paukenschlag abzutreten. "Jan ist am Samstag der große Favorit", sagte Armstrong und schob die Bürde von sich, kündigte aber an, "alles zu geben". Armstrong: "Das wird ein großer Tag."

"Ich werde um jede Sekunde kämpfen. Der Rücken tut zwar nach meinem Sturz noch weh, aber ich werde alles versuchen", sagte Ullrich, der Rasmussen beim ersten Zeitfahren über 19 Kilometer auf die Atlantikinsel Noirmoutier 2:06 Minuten abgenommen hatte, obwohl er durch seinen Trainingssturz am Vortag erheblich gehandicapt war. Seine sechsten Toursieg hatte Armstrong 2004 mit sechs Etappensiegen untermauert.

Chancen auf Rang zwei in Paris dürften für Ullrich illusorisch sein, weil der 3:12 Minuten vor ihm liegende Basso enorme Fortschritte im Kampf gegen die Uhr gemacht hat. Der starke Bergfahrer aus Italien gewann das zweite Zeitfahren beim diesjährigen Giro d'Italia in Turin und zählt am Samstag zu den Mitfavoriten. Dagegen hat Ullrich an St. Etienne beste Erinnerungen: Im Jahr seines Toursiegs gewann der dort 1997 den Kampf gegen die Uhr vor dem Franzosen Richard Virenque. Damals überholte er seinen Rivalen.



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PostPosted: 22.07.2005 18:54 Reply with quoteBack to top

Nach der heutigen, etwas ruhigeren Etappe was das Hauptklassement betrifft, geht's morgen ins abschließende Zeitfahren. Hier wird das Podeum gemeißelt. Meine Tipps: Armstrong gewinnt das Zeitfahren, Ullrich überholt Rasmussen in der Gesamtwertung!

Quote:
Nach dem Prolog der Epilog
Armstrong kontra Ullrich im Zeitfahren


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Die Hauptkontrahenten: Armstrong und Ullrich um den Sieg, Ullrich und Rasmussen um das Podium

PUY-EN-VELAY, 22.07.05 (dpa) - Das große Duell gibt es jetzt eine Nummer kleiner. Vor der 92. Tour de France hießen die Top-Favoriten auf den Gesamtsieg Lance Armstrong und Jan Ullrich. Das große Rennen ist zu Gunsten des mutmaßlich siebenfachen Triumphators Armstrong längst gelaufen. Doch kann Ullrich am Samstag beim Zeitfahren in St. Etienne über 55,5 Kilometer seinen achten Tour-Auftritt mit einem Ausrufezeichen beenden: Wenn er wie wie 2003 im Kampf gegen die Uhr in Cap Découverte Armstrong schlägt und noch den dritten Platz auf dem Siegerpodests in Paris schafft. «Dafür gebe ich nochmal alles und kämpfe um jede Sekunde», verspricht Ullrich, dessen Tour durch die Stürze vor Beginn und in den Vogesen beeinträchtigt worden ist.

Für "Tour-Bronze" muss der T-Mobile-Kapitän den vor ihm liegenden Dänen Mickael Rasmussen, dem er am Donnerstag im Zentralmassiv überraschend 37 Sekunden abköpfen konnte, mindestens 2:13 Minuten abnehmen. Beim ersten Kampf gegen die Uhr fuhr Ullrich über flache 19 Kilometer unfallgeschädigt bereits 2:06 Minuten schneller als der Träger des Bergtrikots, der sich trotzdem für den welligen Parcours am Samstag vage Hoffnungen macht.

«Auf einem flachen Zeitfahren dieser Länge hätte ich keine Chance - Jan ist der Spezialist. Aber der Kurs in St. Etienne ist sehr technisch, vielleicht nicht so schlecht für mich», meint Rasmussen. Im Gegensatz zu Ullrich ist der blasse Däne mit seiner Tour bereits hoch zufrieden: «Zwei Ziele habe ich erreicht: Einen Etappensieg und das Bergtrikot. Das ist mehr als die meisten haben.»

Armstrong wartet trotz drückender Dominanz bei dieser Tour weiter auf seinen ersten Etappensieg. Gut möglich, dass er sich am Samstag ein weiteres und zum letzten Mal als seiner Zeit weit voraus präsentieren will. Das letzte Zeitfahren seiner Karriere soll zur weltweit zu besichtigenden Triumphfahrt werden. Daran ändern auch Armstrongs Sprüche nichts: «Für mich ist Jan der große Favorit in St. Etienne.» 24 Stunden später wird der 33-jährige Texaner seine Karriere auf den Champs Elysées in Paris nach dem üblichen Schaulaufen der letzten Etappe beenden.

Die Formkurve spricht für Ullrich, aber das tat sie ja bekanntlich auch angeblich vor der Tour. «Es scheint, dass er mit zunehmender Tour-Dauer wieder stärker wird», sagt Mario Kummer. Im Juni inspizierte der Teamchef mit Ullrich den Kurs, der 15 Kilometer vor dem Ziel eine Steigung der dritten Kategorie aufweist. «Am Samstagvormittag wollen wir ihn nochmal abfahren», kündigt Kummer an.» Der 731 Meter Col de la Gachet bietet eine fast fünfprozentige Steigung auf 5,7 Kilometer. Aber schon vier Kilometer nach dem Start beginnt bis ins Ziel eine Berg- und Talfahrt.




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kevler
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PostPosted: 23.07.2005 13:22 Reply with quoteBack to top

So da bin ich auch mal wieder wink

Zu gestern:
Das war ne sehr geile Etappe wie sich die vier vorne verkauft haben fand ich Klasse und dann noch die Attacke von Guerini ... Ich stand Kopf =).

Zu Heute:
Hoffe das Ulle den dritten Platz auf jedenfall packt und somit noch aufs Podium kommt. Denke das Armstrong das Zeitfahren fast spielerisch nach Hause faehrt und Ullrich sich mit Basso um den 2. Platz schlägt. Und auf was ich immer noch hoffe is das T-Mobile heute nicht noch die Teamwertung vor der Nase weggeschnappt kriegt. Das waere echt Schade fuer das Team. Meiner Meinung nach haben die die Tour erst Spannend gemacht mit den Unzähligen Attacken, die leider nichts gebracht haben aber sie waren die einzigen die es wenigstens Versucht haben wink
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Robert
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PostPosted: 23.07.2005 14:20 Reply with quoteBack to top

kevler wrote:
Und auf was ich immer noch hoffe is das T-Mobile heute nicht noch die Teamwertung vor der Nase weggeschnappt kriegt.


Keine Sorge, die Teamwertung behalten sie! T-Mobile hat über 15 Minuten Vorsprung auf Discovery, das können sie einfach nicht aufholen!

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kevler
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PostPosted: 23.07.2005 19:29 Reply with quoteBack to top

Ein sehr gelungener Abschluss der diesjaehrigen Tour. Nur das mit Rasmussen tut mir doch schon irgendwie Leid ... Der musste heute richtig Leiden und hat richtig drauf gekriegt. Auf der anderen Seite freue ich mich natuerlich fuer Ullrich (denke auch ohne die Stürze und Pannen wär er an ihm vorbeigezogen). Schade das er Basso nicht noch abgefangen hat *g* das waer zu schoen gewesen.

btw: *T-Mobile Faehnchen schwaenk*
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Robert
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PostPosted: 23.07.2005 20:49 Reply with quoteBack to top

Ja, um Rasmussen ist es schade! Aber wie du schon gesagt hast, Ullrich hätte ihn auch ohne Sturz überholt!

Quote:
92.Tour de France - 20.Etappe
Armstrongs Happy End und Ullrichs Trostpreis


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SAINT-ETIENNE, 23.07.05 (rsn) - Einem Tour de France-Sieg ohne Etappenerfolg haftet seit jeher ein kleiner Makel an. Der kühl berechnende Erfolgsmensch Lance Armstrong kümmert sich zwar nicht groß um Weisheiten der Altvorderen, aber als Schönheitsfehler sah er es schon, dass er bei seiner letzten "Großen Schleife" bisher ohne Tagessieg war. Beim Zeitfahren am Samstag krönte er nun seine letzte Tour. Der Discovery-Star verwies in Saint-Etienne beim 55,5km langen Kampf gegen die Uhr Jan Ullrich auf Platz 2 und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung vor dem Italiener Ivan Basso weiter aus.

Das letzte Rennen vor der abschließenden Ehrenrunde in Paris war die 92. Tour in Kurzform, "in a nutshell", wie die Amerikaner sagen. Armstrong dominierte und hatte einmal mehr alles unter Kontrolle in der Disziplin, in der er seit 1999 den Grundstein für alle seine Toursiege legte. Der 33-Jährige, der am Sonntag zum letzten Mal an einem Profi-Radrennen teilnimmt, gewann zum 22. Mal in seiner Karriere eine Tour-Etappe und bekam zum 82.Mal ein Gelbes Trikot. Seinen siebten Gesamtsieg in Folge, an dem schon nach der ersten Etappe kaum ein Zweifel mehr bestand, hat der Texaner nun sicher. Und nach seinem großen Zeitfahrsieg ist auch der letzte Makel beseitigt. Dass Armstrong nicht wie letztes Jahr fünf Etappensiege plus Mannschaftszeitfahren gewann, war nur gut für eine Rundfahrt, deren Spannung sich auch so schon in Grenzen hielt.

Auf dem welligen 55,5km-Kurs durch die Berge des Lyonnais war Armstrong 23 Sekunden schneller als Jan Ullrich. Nur 23 Sekunden, denn der Vorsprung war in den letzten Jahren meist größer. Aber der Abstand kümmerte Armstrong, der 7km vor Schluss 35 Sekunden vorne lag, bei seinem letzten Zeitfahren am Ende überhaupt nicht mehr. Der dritte Platz ging an Alexandre Vinokourov mit 1:16 Minuten Rückstand. Der Italiener Ivan Basso, der schnell gestartet war (s.Zwischenzeiten), belegte am Ende Platz 5 hinter seinem amerikanischen CSC-Teamkollegen Bobby Julich. Die drei dominierenden Teams der 92. Tour - Discovery, CSC und T-Mobile - waren auch beim Zeitfahren eine Klasse für sich. Im Gesamtklassement belegt Armstrong nach 20 von 21 Etappen den ersten Platz mit 4:40 Minuten vor Basso. Ullrich (+ 6:21) rutschte im Gesamtklassement einen Platz nach oben und steht nach dem vierten Rang im letzten Jahr wieder auf dem Podium in Paris.

"Das ist die größte Freude, dass ich es heute trotz meiner zwei Stürze vor und während der Tour noch auf den dritten Platz geschafft habe", sagte Ullrich im Ziel. "Für mich ging es heute um den Etappensieg und Platz drei", so Ullrich, "leider habe ich den Tagessieg um 23 Sekunden verpasst. Ich habe alles gegeben, aber das hat nicht gereicht." Dennoch war er "mit der Tour zufrieden, weil ich mir die ganze Sache nach den beiden Stürzen auch aus dem Krankenhaus hätte ansehen können. Ich hatte großes Glück." Die Überlegenheit des Toursiegers erkannte Ullrich an: "Ich gratuliere Armstrong, er war absolut souverän."

Rasmussens Albtraum

Der große Verlierer war der Däne Michael Rasmussen. Der kletterstarke Rabobank-Profi, alles andere als ein Rouleur, hatte zwar ohnehin wenig Chancen, seine 2:12 Minuten Vorsprung auf Ullrich zu verteidigen, aber auch für seine Verhältnisse war es ein schwarzer Tag. Am Anfang stürzte er an einem Verkehrskreisel, was seinen Rhythmus bereits völlig durcheinander brachte. Es folgte ein wahres Martyrium.

Mehrmals musste er wegen Defekten anhalten und das Rad wechseln. Rasmussen geriet in Panik und war völlig von der Rolle. Er stürzte ein weiteres Mal - diesmal in den Graben. Nicht nur der drei Minuten nach ihm gestartete Basso holte den Träger des Bergtrikots ein, sondern auch der sechs Minuten nach ihm gestartete Lance Armstrong. Rasmussen verlor am Ende als 77. an die acht Minuten und war nur noch froh, dass es vorbei war. Im Gesamtklassement fiel er auf Platz 7, was ja immer noch eine sehr ansprechende Leistung ist. Im vergangenen Jahr war "Chicken", wie er im Peloton wegen seiner hellhäutigen, dünnen Beine genannt wird, Gesamtvierzehnter.

Armstrongs Traum

Lance Armstrong feierte schon, als Rasmussen sich noch auf den letzten Kilometern quälte. Der Amerikaner wurde nach der Zieldurchfahrt von seinen drei Kindern, die Geschenke für ihn hatten, und seiner Partnerin Sheryl Crow in Empfang genommen. Von Armstrong wich die ganze Anspannung. "Das ist ein Traum für mich. Das ist, was ich wollte. Meine Kinder um mich bei meinem letzten Rennen. Letztes Jahr konnten sie leider nicht hier sein", sagte der mutmaßlich siebenfache Toursieger, der am Sonntag nach der Siegerehrung eine Rede halten will. Sein Triumph war nie in Gefahr und wird das schon gar nicht beim letzten Teilstück über 144,5km zwischen Corbeil-Essonnes und den Pariser Champs-Elysées sein.

Spannung verspricht am Sonntag bei der 21. und letzten Etappe nur noch der Kampf um das Grüne Trikot, nachdem auch Bergwertung (Rasmussen), Teamwertung (T-Mobile) und Kämpferwertung (Pereiro) entschieden sind. Der Norweger Thor Hushovd hat mit einer recht komfortablen Führung vor den Australiern Stuart O' Grady (15 zurück) und Robbie McEwen (21) die besten Chancen, die Sprinterwertung zu gewinnen.

Ein bißchen Spannung ist auch noch im Gesamtklassement. Vinokourov, der am Samstag viel an seinen Landsmann und Freund Kivilev dachte, der in Saint-Etienne vor zwei Jahren bei Paris-Nizza ums Leben kam, belegt da Platz 6 mit zwei Sekündchen Rückstand auf Gerolsteiner-Kapitän Levi Leipheimer. Der Kasache könnte am Schlusstag in Versuchung kommen, bei einem Zwischenspurt eine Zeitgutschrift zu holen. "Ich hoffe darauf, dass das Gesetz der Tour Bestand hat (dass am Schlusstag im Gesamtklassement keine Angriffe mehr gefahren werden) und alles beim Alten bleibt. Aber wir sind auf jeden Fall wachsam und werden Levi bestmöglich beschützen und unterstützen", sagte Gerolsteiner-Teamchef Hans Holczer. Lance Armstrong dagegen wird seinen letzten Tag genießen. "Heute beginnen die Feiern", lachte Discovery-Teamchef Johan Bruyneel am Samstag.

Ivan Basso, Fünfter: "Ich bin zufrieden mit meinem Zeitfahren. Am Anfang war Kraft gefragt, da war ich ganz vorne dabei. Danach wollte ich keine Risiken mehr eingehen in der Abfahrt und ich habe da 30 Sekunden verloren. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Tour. Ich habe versucht, sie zu gewinnen. In den Bergen war ich - außer in Courchevel- immer vorne. Aber man darf nicht vergessen, dass ich vom Giro kam und vermutlich habe ich für die Belastung dort bezahlt."

Michael Rogers, 30.: "Das war ein schwerer Kurs. Ich bin sehr müde und froh, dass wir nach Paris kommen. Ich kam ein bißchen fiebrig zur Tour, das ist jetzt besser. Nächstes Jahr komme ich mit einem neuen Team zur Tour. Ich erhoffe mir viel von dem Wechsel zu T-Mobile."

Iban Mayo , 120.: "Ich habe überhaupt nicht meinen Rhythmus gefunden. Es ging hoch und runter. Das war sowieso nicht meine Tour. Aber es kommen noch andere."




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Bleibt mal zu hoffen das Armstrong morgen nicht mit 2,5 Promille zur Schlussfahrt antritt! wink

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PostPosted: 24.07.2005 08:44 Reply with quoteBack to top

Quote:
Lance Armstrong vor siebtem Sieg
"Ganz ohne Tour kann ich nicht leben"


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SAINT-ETIENNE, 23.07.05 (rsn) - Mit einem filmreifen Happy End beendet Lance Armstrong seine letzte Tour. Nun reitet der Texaner in den Sonnenuntergang. "Am Montag fahre ich mit Sheryl, den Kindern und engen Freunden nach Südfrankeich. Dort werde ich es mir am Strand gut gehen lassen", sagte der Amerikaner bei seiner letzten Tour-Pressekonferenz.

Sie sind jetzt im Paradies angekommen sozusagen...?

Armstrong: Das ist nicht der richtige Vergleich. Wir reden hier über Sport. (Lacht) Meine Reise ins Paradies wird vielleicht leichter! Es ist sehr angenehm, die Tour zu beenden mit dem Sieg heute. Bei dieser Tour hatte ich nicht den Druck wie letztes Jahr, den Rekord zu brechen. Dieses Jahr war es mehr eine Herausforderung, die ich mir selbst gestellt habe, die Tour zum siebten Mal zu gewinnen.

Was werden Sie im Juli 2006 machen?

Armstrong: Ich weiß noch nicht. Ich werde teilweise bei der Tour sein in ganz anderer Rolle. Ich werde mit den (Discovery-)Fahrern sprechen, übers Rennen, die Taktik. Ich will aber in den nächsten Jahren keine öffentliche Figur bleiben. Ich brauche Abstand, Raum für mein Privatleben. Aber ganz ohne Tour de France werde ich auch nicht leben können. Ich bin schon gespannt, was 2006 passiert.

Bereuen Sie Ihre Entscheidung, aufzuhören?

Armstrong: Dazu gibt es keinen Grund. Ich hatte eine unglaubliche Karriere. Ich bin glücklich, ja gesegnet, 13 Jahre als Profi erlebt zu haben, an vielen großen Rennen teilgenommen und einige gewonnen zu haben. Ich bin auch gesegnet, dass ich die Zukunft meiner Kinder finanziell absichern kann. Was brauche ich mehr.

Werden Sie nicht den Trubel vermissen?

Armstrong: Das gehörte zu meinem Job und auch an der Tatsache, dass ich Krebs überwunden habe und zurück kam. Aber wenn ich Tischtennis-Weltmeister wäre, wäre der Wirbel um den Bus nicht so groß. Ich hatte viel Glück. Man muss fest auf dem Boden bleiben. Jetzt ist meine Zeit vorbei.

Sie haben dieses Jahr weniger attackiert.

Armstrong: Ja, das stimmt. 2003 konnte ich nicht mehr attackieren und letztes Jahr habe ich durch Attacken mehrere Etappen gewonnen. Wenn ich (Etappen) gewinne, sagen sie, ich sei arrogant. Wenn ich nicht gewinne, heißt es, ich habe keinen Schneid. Mein klares Ziel war dieses Jahr, das Gesamtklassement zu gewinnen. Die einzige Etappe, die mir am Herzen lag, war das Teamzeitfahren. Ich denke, wenn man sieben Tours gewinnt, braucht man seinen Schneid nicht mehr zu beweisen.

Was machen Sie nach dem Sonntag?

Armstrong: Am Montag fahre ich mit Sheryl, den Kindern und engen Freunden nach Südfrankeich. Dort werde ich es mir am Strand gut gehen lassen. Ein bißchen Wein trinken, mich gehen lassen.

Werden Sie wirklich ganz aufhören?

Armstrong: Mit dem Sport höre ich nicht von heute auf morgen auf. Ich brauche Bewegung. 2, 3 Stunden am Tag. Vielleicht fahre ich zuhause mal ein Cross-Rennen oder ein MTB-Rennen. Warum nicht?

Warum hören Sie mit der Zahl sieben auf?

Armstrong: Dafür gibt es keinen besonderen Grund. Ich häte vielleicht mit 6 aufgehört, aber dann kam Discovery Channel und wollte, dass ich noch eine Tour fahre. Ich bin nicht mehr gefahren, um Rekorde aufzustellen. Ich stand beim Sponsor und dem Team im Wort.

In zehn Jahren - wie werden Sie dann auf heute zurückschauen?

Armstrong: Fragen Sie mich das in zehn Jahren. Aber der sechste Sieg war etwas sehr besonders. Das vergesse ich nie.

War die Anwesenheit Ihrer Kinder heute sehr wichtig für Sie?

Armstrong: Das sind die drei wichtigsten Menschen in meinem Leben. Alle Eltern verstehen das. Ich wollte, dass sie mir heute nahe sind. Ich wollte, dass sie ihren Vater noch einmal auf dem Podium sehen im Gelben Trikot.

Wie sieht die Zukunft Ihres Teams aus? Sehen Sie einen neuen amerikanischen Champion?

Armstrong: Man würde sie gerne entdecken, aber das ist nicht leicht. In unserem Team gibt es viele gute Fahrer. Wir haben gesehen, was George Hincapie für außergewöhnliche Dinge tun kann. Wir konzentrieren uns auf Popovych, der das Weiße Trikot gewonnen hat. Ich denke, er wird unsere nächster Leader. Aber damit das amerikanische Publikum am Radsport dranbleibt, brauchen wir einen amerikanischen Top-Fahrer. Wir werden versuchen, einen zu finden.



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Quote:
Bilanz der Organisatoren
"Schönere Tour als 2004"


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SAINT-ETIENNE, 23.07.05 (rsn) - Jean-Marie Leblanc, scheidender Direktor der Tour de France, zog am Samstag eine positive Bilanz der diesjährigen "Großen Schleife". Trotz der ungebrochenen Dominanz von Lance Armstrong, sei es eine schöne Tour gewesen, sagt auch sein Nachfolger Christian Prudhomme.

"Ich war nicht gelangweilt bei dieser Tour", sagt Leblanc. "Vor allem weil Armstrong seine Ambitionen auf das Gelbe Trikot richtet im Gegensatz eines Bernard Hinault und Eddy Merckx, die früher auch Etappen gewinnen wollten und sogar Ehrgeiz in anderen Klassements hatten. Dieses Jahr gab es viele Attacken, es war eine lebhaftere Tour als letztes Jahr. Armstrongs Gegner Vinokourov, Basso und ein bißchen auch Ullrich versuchten es. Nach dem siebten Toursieg Armstrongs kommen wir zufriedener nach Paris als nach seinem sechsten", sagte Leblanc bei einer Pressekonferenz am vorletzten Tag der Tour.

Die Tour müsse auf die Basken zugehen und die baskischen Medien bitten, auf die Fans in der nordspanischen Region mäßigend zu wirken, sagte Jean-Marie Leblanc am Samstag. Der Tourchef regierte damit auf die Zwischenfälle bei der Etappe nach Saint-Lary-Soulan, wo 200 Euskaltel-Fans randalierten und Fahrzeuge mit Steinen bewarfen. "Wenn" man man künftig Bergankünfte in den Pyrenäen an der Grenze zu Spanien im Programm habe, dann nicht mehr sonntags, sagte der Tourchef. Unter der Woche seien weniger Fans an der Strecke. Das Problem sei "ein baskisches", meinte Leblanc: "Euskaltel-Euskadi ist das nationale baskische Team und die Emotionen gehen da manchmal durch. Man muss diese besser kanalisieren."

Leblanc wies zurück, dass der Kurs der Tour auf Armstrong zugeschnitten worden sei. "Der Parcours wurde im wesentlichen schon im Mai 2004 gemacht, bevor Armstrong den sechsten Sieg feierte. Der Kurs wird nie mit dem oder jenem Favoriten im Hinterkopf gemacht. Wir haben gewisse Eckpunkte: Ungefähr sechs oder sieben Bergetappen, zwei, drei Bergankünfte und mehr oder weniger 100 Kilometer Zeitfahren. Wir haben dieses Jahr ein paar neue Dinge gemacht, die auf dem Papier vielversprechend schienen. Dass Armstrong auch diese zu einer Dominanz nutzen würde, wussten wir nicht", sagt Leblanc.

"Man kann nicht sagen, dass diese Tour voller Spannung war. Lance Armstrong war unerbittlich wie eh und je", meinte Christian Prudhomme, der ab nächstem Jahr an der Spitze der Tour stehen wird. "Aber waren deshalb weniger Zuschauer an der Strecke oder vor den Bildschirmen? Nein", so Prudhomme. Dass der Gigantismus der Tour auch die Gefahr birgt, dass das Rennen unter dieser Last leidet, darüber sind sich die Organisatoren bewusst. Doch Prudhomme hat klare Prioritäten: "Bei mythischen Orten der Tour ist es nicht die entscheidende Frage, ob der technische Bereich genug Platz hat oder die ganze Karawane dort hin kann. Wenn eine Ankunft am Ventoux aus sportlicher Sicht gewünscht wird, muss sich der Rest anpassen."

Mit Prognosen, wer Lance Armstorngs Nachfolger wird, hielt sich Prudhomme zurück. "Man muss vorsichtig sein mit solchen Vorhersagen. Nach Merckx, Hinault und Indurain gab es eine Übergangszeit. Wird das diesmal auch so sein? Oder sehen wir sofort den neuen großen Champion? Da ist ein Fragezeichen. Aus sportlicher Sicht steht die Tour allen offen. Jeder Champion wird sagen können: 'Das ist meine Tour.'"



(www.radsportnews.com)

mfg Robert

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Robert
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PostPosted: 24.07.2005 17:27 Reply with quoteBack to top

Hätte mit dem Etappenausgang jemand gerechnet? Erstmals seit 11 Jahren kam es bei der Tour Schlussetappe in Paris zu keinem Massensprint. Der Sieger: Alexandre Vinokourov, der sich gut 2 Kilometer vor Schluss aus dem Feld löste und im Sprint Bradley McGee niederrang!

Die Trikots blieben unverändert:

Gelbes Trikot: Lance Armstrong

Rotes Trikot: Michael Rasmussen

Grünes Trikot: Thor Hushovd

mfg Robert

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PostPosted: 24.07.2005 18:38 Reply with quoteBack to top

Du wirst lachen aber ich hab nem Kumpel heute noch gesagt das Vino das heute nach Hause faehrt. Als Abschiedgeschenk wink Echt Super wie er das gemacht hat und Armstrongsabschiedsrede fand ich auch sehr gelungen... Sein Sohn scheint aber nicht so der Kameratyp zu sein wink Der wollte ja am Anfang vom Podium fluechten ... *g*
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Robert
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PostPosted: 24.07.2005 18:59 Reply with quoteBack to top

Ja, dir Rede war gut und ehrlich sowie emotional recht ergreifend. Er hat es genau richtig gemacht!

Die Ära Armstrong geht zu Ende, mit einem Rekord der für die Ewigkeit halten könnte. Ich persönlich blicke mit einem großen lachenden Auge auf die diesjährige Tour zurück, aber auch mit einem kleinen weinenden. Die Tour ohne Armstrong: An diese Vorstellung werden wir uns alle wohl noch eine Weile gewöhnen müssen!

Quote:
92.Tour de France
S7EBEN


PARIS, 24.07.05 (rsn) - "Es war schön, aber jetzt wurde es auch Zeit, dass es zu Ende ist", hört man allenthalben von den Profis am Ende der letzten Woche der Tour de France vor der Fahrt nach Paris. Dasselbe denken viele über das Ende der Ära Lance Armstrong. Nach dem fünften, spätestens nach dem sechsten Triumph des Jahrhundert-Sportlers war eigentlich alles gesagt, alle Superlative ausgereizt. Inzwischen erscheint es fast als Normalität, wenn Armstrong die Tour gewinnt. Allzu spektakulär war seine letzte "Große Schleife" auch nicht. Da passte es ins Bild, dass sein Sieg am Sonntag dann schon 52km vor der Ziellinie feststand.

Spätes Happyend für Jan Ullrich, perfekter Abschied für den Jahrhundert-Sportler Lance Armstrong und ein überraschender Prestige-Erfolg von Alexander Vinokourov zum Abschluss: Über eine Viertelmillion Zuschauer erwiesen dem siebenfachen Rekordsieger Armstrong, der sich am Samstag vor Ullrich seinen einzigen Etappensieg gesichert hatte, zum Tour-Finale die Ehre. Das Tableau der 92.Tour de France:

Gesamtwertung: Lance Armstrong (USA/Discovery Channel)
Bergwertung: Michael Rasmussen (DAN/Rabobank)
Punktewertung: Thor Hushovd (NOR/Crédit Agricole)
Bester Jungprofi: Yaroslav Popovych (UKR/Discovery)
Teamwertung: T-Mobile (ALL)
Kämpferwertung: Oscar Pereiro (ESP/Phonak)

Der T-Mobile- Kapitän freute sich nach dem Défilée auf dem regennassen Prachtboulevard Champs Elysées über seinen dritten Platz im Gesamtklassement 6:12 Minuten hinter Armstrong. Dessen neue Bestleistung könnte Anspruch auf Ewigkeit haben.

Wegen der Sturzgefahr waren am Sonntag die letzten sieben Runden der Strecke im Herzen von Paris neutralisiert, und die Gesamtwertung stand schon 52 Kilometer vor der eigentlichen Zieldurchfahrt fest. Vor Paris waren bereits drei Armstrong-Helfer zu Fall gekommen und ihr Chef konnte nur mit Mühe einen Sturz verhindern. Die 21. und letzte Etappe der 92. Tour de France gewann überraschend Alexander Vinokourov, der seinen zweiten diesjährigen Tagessieg feierte. Er hatte sich kurz vor dem Ziel abgesetzt. Der Norweger Thor Hushovd sicherte sich das Grüne Trikot des Punktbesten, ohne einen Etappensieg zu landen.

Ivan Basso aus Italien (4:40 zurück) wurde auf Platz zwei im Gesamtklassement zum Kronprinzen des Texaners und scheint damit erster Anwärter auf die Armstrong-Nachfolge 2006. «Ivan ist der Favorit der kommenden Jahre», sagte der 33-jährige Frührentner Armstrong, der am Sonntag wie angekündigt seine einzigartige Karriere beendete. «Eine Ära geht zu Ende», sagte Tour-Direktor Jean-Marie Leblanc zum Armstrong-Abschied, den viele wegen der drückenden Dominanz herbeisehnten.

Jan Ullrich scheiterte zwar auch im fünften Versuch, Armstrong vom Thron zu stoßen, strahlte aber über das ganze Gesicht. «Nach meinen zwei Stürzen bin ich mit dem dritten Platz sehr zufrieden. Ich habe alles gegeben», sagte Ullrich, der den Rekordsieger beim Zeitfahren am Samstag über 55,5 Kilometer in St. Etienne mit 23 Sekunden sehr nah auf den Pelz der Tageswertung gerückt war. Mit seiner starken Leistung im Kampf gegen die Uhr sicherte Ullrich nach Rang vier im Vorjahr diesmal wenigstens das Podium. Dort kam es bei der Siegerehrung zu einer herzlichen Umarmung mit Armstrong, der zuvor seine Kinder mit aufs Podest geholt hatte. "Er ist der Größte im Sport", sagte Ullrich.

Er verdrängte den Dänen Michael Rasmussen, der am Samstag eine unglaubliche Pechsträhne hatte. Der Gewinner des Bergtrikots stürzte zwei Mal und erlitt drei Defekte, geriet in Panik und war so von der Rolle, wie man es wohl noch nie von einem Top 10-Mann der Tour gesehen hat. Im Ziel des anspruchsvollen Parcours, den Armstrong mit einem Stundenmittel von 46,4 zurücklegte, war Rasmussen von Rang drei auf Platz sieben im Gesamtklassement zurückgefallen und hatte von Ullrich 7:24 Minuten kassiert. In Saint-Etienne hatte Ullrich, wie L'Équipe befand, «sein Gesicht gewahrt».

Für die Zukunft gab ihm der scheidende Armstrong, der sich auf der letzten Etappe von Corbeil-Essones nach Paris mit Handschlag von allen sportlichen Leitern in den Team-Fahrzeugen verabschiedete und während der Fahrt auch ein Gläschen Champagner nicht ausschlug, einen Tipp: «Ein bisschen weniger Gewicht und ein wenig mehr Form - dann könnte Jan noch mehr als einmal die Tour gewinnen.» Ullrich dankte für den Ratschlag mit säuerlichem Lächeln und kündigte an: «Ich fahre noch so lange die Tour, bis ich sie noch einmal gewonnen habe.» Er hat noch ein Jahr Vertrag bei T-Mobile.

Von den 16 deutschen Tourstartern erreichten bis auf den gestürzten Andreas Klöden alle das Ziel. Beide deutschen Teams konnten mit ihrem Auftritt zufrieden sein - T-Mobile, gemessen an den hohen Ansprüchen, allerdings nur bedingt. Georg Totschnig holte für Gerolsteiner einen Etappensieg, und der ehemalige Armstrong-Helfer Levi Leipheimer fuhr auf den sechsten Platz vor. Vinokourov verdrängte den Kapitän des anderen deutschen Teams vom fünften Rang aufgrund der Zeitgutschrift für den überaschenden Tagessieg.

Schon beim beim ersten Zwischensprint am Standort des Anti-Doping-Labors Chatenay-Chalabry hatte Vino gezeigt, dass er von der Tradition der "Friedensetappe" nichts wissen wollte. Dem Kasachen fehlten aber entscheidende Zehntelsekunden aus dem Zeitfahren, um mit dem Amerikaner, Zweiter im Zwischensprint, den Platz zu tauschen. T-Mobile gewann wie im Vorjahr die Teamwertung vor Discovery Channel und holte durch Vinokourov und Giuseppe Guerini drei Etappensiege. Dazu durfte Ullrich auf die unterste Stufe des Siegerpodests klettern. 155 von 189 gestarteten Fahrern erreichten Paris.

Armstrongs erste Gratulanten in Paris waren seine drei Kinder und seine Lebensgefährtin, Rocksängerin Sheryl Crow. Zur standesgemäßen Feier im feinen Hotel Ritz wurde Armstrong, dem immer wieder Ambitionen als Politiker nachgesagt werden, vom gescheiterten demokratischen Präsidentschafts-Kandidaten John Kerry begleitet. Auch Ullrich war zur Abschieds-Gala des geheilten Krebspatienten eingeladen, musste aber wegen seines überfüllten Terminkalenders absagen. T-Mobile feierte auf einem Schiff auf der Seine.



(www.radsportnews.com)

Armstrongs Tipp an Ullrich war zwar ein bisschen provokant, aber wo er Recht hat hat er wohl Recht! Auch wenn er es glaube ich nicht ganz ernst gemeint hat!

mfg Robert

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PostPosted: 25.07.2005 12:44 Reply with quoteBack to top

Zum Abschluss der Tour noch mal ein paar Stimmen und 'nette' Geschichten:

Quote:
Die USA und ihr Tour-Star
"Hat er diesen Kerl Pyrenäen eingeholt?"


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PARIS/NEW YORK, 25.07.05 (rsn) - Die USA in ihrer ganzen bunten Pracht - vom Tellerwäscher über den Hollywood-Star bis zum Präsidenten - feierten am Sonntag ihren Tour-Triumphator. Doch auch nach sieben Toursiegen fasziniert Mainstream-Amerika vor allem die menschliche Comeback-Geschichte, nicht der Sport, der ihm fremd geblieben ist.

"Ich möchte Lance gratulieren. Eine really awesome Leistung!", sandte Filmstar Ashley Judd transatlantische Glückwünsche übers Fernsehen aus Milwaukee, wo sie ihrem schottischen Ehemann Dario Franchitti bei einem Indy Car-Autorennen zuschaute. Armstrongs hollywoodreife Lebensgeschichte, nach Überwindung einer lebensgefährlichen Krebserkrankung im härtesten Sport der Welt Geschichte zu schreiben, fasziniert das chronisch optimistische Amerika. "Du kannst es schaffen!", klingt in Europa nach New Economy-Firlefanz, in den USA ist es das Lebensmotto einer ganzen Nation. Ohne seine rührselige Vorgeschichte wäre Armstrong in den USA ein anerkannter Athlet, aber nicht der Superstar, der er heute ist, selbst wenn er 15 Mal die Tour gewonnen hätte.

Solche Superstars können in Amerika auch in der Politik als Seiteneinsteiger große Karriere machen. Und wenn ein österreichischer "Äktschn"-Filmheld Gouverneur von Kalifornien und sogar ein Kirmesringer wie "Jesse Ventura" unter seinem Künstlernamen Gouverneur von Minnesota werden kann, was sollte dagegen sprechen, dass Lance Armstrong Gouverneur von Texas wird? Nichts, sagte Armstrong unlängst dem Outside magazine. Nur 2006 wolle er nicht kandidieren, In Paris hatte der Toursieger bereits einen prominenten Politiker zu Besuch. Während Präsident George W. Bush telefonisch gratulierte, feierte sein letzter demokratischer Herausforderer, der Bostoner Senator John Kerry, im Pariser Ritz mit dem Radstar.

"Er wäre sicherlich eine Kraft, mit der man rechnen muss. Ich hoffe nur für die richtige Partei", scherzte Kerry in Paris. Der Senator aus Massachusetts, der schon im heißen Wahlkampf des letzten Jahres gerne auf dem Rennrad posierte, bewundert nicht nur den Radsportler Lance Armstrong. "Er ist eine großartige Person (terrific person) mit einer unglaublichen persönlichen Geschichte und er versteht die Ernsthaftigkeit einer ganzen Reihe von verschiedenen Fragen und Themen", sagt Kerry, der in Armstrong alle Qualitäten sieht, die ein erfolgreicher Politiker haben sollte. "Was ihn bei der Tour de France und als Athlet so einzigartig gemacht hat, waren seine hohe Konzentrationsfähigkeit, seine Intelligenz, seine strategischen Fähigkeiten und natürlich seine Ausdauer - seine Fähigkeit, einfach (die Herausforderung) aufzunehmen und loszugehen. Das braucht man auch in der Politik."

In Armstrongs Erfolg finden sich alle irgendwie wieder. Football-Star-Coach Mike Ditka, so etwas wie die US-Version von Franz Beckenbauer, war beeindruckt von Lance Armstrong, auch ohne allzu sehr die Details zu kennen. "Schau Dir den Kerl an, der in Frankreich Rad fährt! Ich habe keinen Schimmer, was der da drüben macht, aber man muss sich mal vorstellen, wie hart das ist. Setz' Dich mal 10 Minuten aufs Rad und sag mir wie du Dich fühlst. Und der Junge gewinnt schon wieder und lebt seinen Traum? Unglaublich!", schwärmte Ditka.

Dass Armstrong ein Riesenathlet ist, weiß inzwischen jedes Kind in den USA. Wie die Sache mit der Tour de France nun genau funktioniert, darum kümmern sich die meisten Sportfans, die im Football oder Baseball die kompliziertesten Regeln, gegen die die angeblich so ominöse Abseitsregel im europäischen Fußball ein Kinderspiel ist, in- und auswendig kennen, nicht. Wer Armstrong-Fan ist, muss ja nicht gleich Radsport-Fan sein. Die meisten sind es nicht.

Der Kolumnist des Kansas City Star, Joe Posnanski, geht mit seiner Unwissenheit ganz offensiv um. "Ich habe keine Ahnung, wie das alles funktioniert. Ich verfolge die Tour, seit sie Armstrong gewinnt, aber ich kapiere das immer noch nicht. Etappen? Zeitfahren? Und ich bin nicht der einzige, der das nicht versteht", schrieb er. "Letztens ruft ein Mann an und fragt, ob 'Armstorng denn jetzt diesen Kerl Pyrenäen überholt hat". Ich sage: 'Uh, Pyrenäen ist keine Person, sondern ein Gebirge'. Und er darauf: 'Oh, also hat er ihn eingeholt?'" Posnanskis Moral der Geschichte: "Hey, auch dumme Leute sollten die Tour de France genießen dürfen."

Zu den vielen, für die Armstrong eine Inspiration ist, gehört auch Albert Lucas, ein 45 Jahre alter Jongleur, der am Freitag in South Carolina einen neuen Weltrekord aufgestellt hat: Sieben Ringe jonglierte er mit einer Hand. Und er trug dabei ein Trikot des Discovery-Rennstalls. "Lance ist eine Inspiration für mich", sagte Lucas. "Es ist fabelhaft, was er gemacht hat, die ultimative comeback story. Ich wollte dem meinen kleinen Tribut zollen, was immer das wert ist", so der Jongleur, der Briefe schreibt an das Internationale Olympische Komitee, auf dass diese Jonglieren doch als olympische Disziplin einführt. Seine Ringe waren gelb. Wie das Gelbe Trikot? Nein, wie Armstrongs Bändchen der Aktion "Livestrong". "Im Gegensetz zu Lance höre ich nicht auf. Ich will irgendwann die acht (Ringe) mit einer Hand schaffen", sagt der Artist mit begeisterten Augen. "Lance hat bewiesen, dass nichts unmöglich ist."


(www.radsportnews.com)

biggrin Also ich sag nur noch 'der Kerl Pyrenäen'! lach

mfg Robert

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PostPosted: 25.07.2005 14:03 Reply with quoteBack to top

Lance hat gewonnen (was für ein Zufall wink ) und somit haben 7 von uns richtig getippt! bia

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PostPosted: 25.07.2005 14:19 Reply with quoteBack to top

Fan wrote:
Lance hat gewonnen (was für ein Zufall wink ) und somit haben 7 von uns richtig getippt! bia


Tja, das stimmt wohl! Und ganze 3 von 7 Stimmen hatte er 'schon' bevor die Tour entschieden war! lach

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PostPosted: 26.07.2005 10:55 Reply with quoteBack to top

Quote:
Tour de France - Nachlese
In Vino veritas


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PARIS, 25.07.05 (rsn) - Alexandre Vinokourov ist zwar "nur " Fünfter der Tour de France geworden, doch auf dem Transfermarkt ist der Kasache jetzt der gefragteste Mann. Sein Marktwert ist nach seinem überraschenden Sieg auf den Champs Elysées, wo er seine ganze Angriffslust wie im Brennglas noch einmal unter Beweis stellte, nochmal kräftig gestiegen. "Vino" ist einer der Kandidaten auf die Nachfolge von Lance Armstrong und seinem letzten großen Ziel will der stolze Kasache jetzt in den nächsten zwei Jahren alles unterordnen.

Vinokourov ist nicht wie ein Armstrong besessen von der Tour. "Ein schöner Sieg, aber mein schönster Sieg bleibt Lüttich", sagte er nach seinem diesjährigen Etappensieg in Briançon. Doch er hat inzwischen fast alles gewonnen, was er gewinnen wollte. Das letzte große Ziel des Gesamtdritten von 2003 lautet: Toursieg. "In den nächsten beiden Jahren will ich versuchen, mein großes Ziel zu erreichen", sagt Vinokourov. Er ist auf jeden Fall einer der Fahrer, die das Zeug haben, Lance Armstrong zu beerben. Fünf Mal wird der 31-Jährige die Tour nicht mehr gewinnen, doch als der Mann für die Übergangszeit wäre er der perfekte Kandidat.

"Vino" zeichnet sein stolzer Kampfesmut aus. In Courchevel verlor er "unerklärlich" fünf Minuten und die Chancen auf die erträumte Podiumsplatzierung, einen Tag später gewann er die Etappe in Briançon. Bei T-Mobile war er in einer merkwürdigen Rolle zwischen Helfer, Co-Kapitän und Attackierer. Dem Vernehmen nach soll ihm Andreas Klöden vor der Tour gesagt haben, dass die Mannschaft bestimmt nicht für ihn fahren werde. Vino wird nun die Magentatruppe verlassen, um anderswo Kapitän zu werden. Der Kasache hat Stolz. Vor der Tour reiste er - entgegen der Wünsche seiner Teamleitung - in die ferne zentralasiatische Steppe, um kasachischer Meister zu werden. Im Trikot mit den eher ungewöhnlichen Nationalfarben war er bei der Tour leicht auszumachen. Doch das wäre er auch wegen seiner Leistungen gewesen.

Beim Schaulaufen in Paris zeigte er noch einmal der Welt im allgemeinen und potenziellen neuen Arbeitgebern im speziellen, was für einer er ist. Vinokourov schlug den Sprintern ein Schnippchen und holte sich den Prestige-Sieg auf den Champs Elysées mit drei Metern Vorsprung vor dem jagenden Feld. Darüber hinaus jagte er Levi Leipheimer (USA) vom anderen deutschen Team Gerolsteiner noch Platz fünf im Gesamtklassement dank der Zeitgutschrift ab und sorgte für ein Interpretierungs-Chaos.

Weil das Kopfsteinpflaster der Pariser Prachtstraße durch den Regen gefährlich glatt war, wurden die letzten 52 Kilometer neutralisiert und die Gesamtwertung stand nach der ersten Passage fest. So konnte Lance Armstrong seinen siebten Gesamtsieg schon rund eine Stunde früher als erwartet feiern. Obwohl die Zeit nicht mehr mitlief, zählten aber noch die Gutschriften. Das war selbst so manchen Teamchefs lange nicht klar. Mario Kummer von T-Mobile erfuhr erst am Telefon lange nach der Siegerehrung von der überraschenden Resultatsverbesserung. "Die Jury ist während der Tour schon einige Male durch eigenwillige Entscheidungen hervorgetreten. Aber entscheidend für uns ist sowieso 'Vinos' Etappensieg, womit sich unsere Bilanz auf drei Tagessiege erhöhte", sagte Kummer.

Für Vinokourov, der seinen Traum vom Gelben Trikot in den Alpen ausgeträumt hatte, spielten Emotionen am Wochenende eine große Rolle. "Beim Zeitfahren in Saint-Etienne musste ich immer an Kivi denken. Hier haben wir gewohnt, als wir aus Kasachstan nach Frankreich kamen. Hier ist er gestorben", erzählte Vinokourov, der dem Tod seines Freundes auf besondere Weise gedachte. Andrej Kivilev war bei Paris - Nizza 2003 tödlich verunglückt.

Vinokourov will in den nächsten Wochen entscheiden, zu welchem Team er wechselt. Interesse haben Crédit Agricole, Liberty-Chef Manolo Saiz und die Ag2r-Equipe, dessen Teamchef Vincent Lavenu ihn 1997 entdeckte und 1998 in sein damaliges Casino-Team holte. Ag2r, das als einziges Nicht-ProTour-Team im Feld eine ordentliche Tour de France fuhr, arbeitet gerade an einem neuen Team für 2006 mit einem neuen Sponsor. Vinokourov, der in Frankreich sehr populär ist, käme da gerade recht. "1 : 3" beziffert Ag2r-Teammanager Yvon Breton die Chancen auf eine Verpflichtung. "Ich glaube, Alexandre mag mich. Aber ich weiß nicht, ob das reicht", sagt Lavenu.



(www.radsportnews.com)

Also, ich glaube das Vino wohl zu Credit Agricole gehen wird. Eine französische Mannschaft, sein Landsmann Kashechkin fährt dort und es ist eine renomierte Mannschaft. Diese drei Kriterien dürften, neben dem Gehalt, wohl schlussendlich die entscheidenden Faktoren sein.

Aber egal welches Team ihn schlussendlich bekommen wird, sie werden wohl sehr viel Freude an ihrem neuen Kapitän haben. Auch wenn ich nicht mehr glaube, dass Vino unter einigermaßen normalen Umständen jemals die Tour wird gewinnen können.

mfg Robert

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PostPosted: 26.07.2005 11:02 Reply with quoteBack to top

Quote:
Tour de France - Nachlese
Europäische Presse freut sich auf Armstrongs Erben


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BERLIN, 25.07.05 (rsn) - Die europäische Presse zollte am Montag Lance Armstrong Respekt für den siebten Tour de France-Sieg in Folge. Doch der Blick ging auch schon nach vorne. Wer wird der Nachfolger? Für die deutschen Zeitungen ist es Jan Ullrich, in Mailand und Rom sieht man Ivan Basso als nächsten Toursieger.

"Der Abschied von Armstrong ist wie ein Sonnenuntergang", schrieb der Brüsseler Le Soir leicht poetisch. Nun sei der "Weg frei für seine Nachfolger". Als potenzielle Erben sieht das Blatt Jan Ullrich, den Kasachen Alexandre Vinokourov und die Italiener Ivan Basso und Damiano Cunego. In Deutschland ist der Blick enger. Für die Berliner Welt hat Ullrich es selbst in der Hand, er müsse nur härter arbeiten, "wie es ihm Armstrong geraten hat". Auch die Bild-Zeitung empfahl Ullrich, sich die Worte Armstrongs "zu Herzen zu nehmen." Dann werde es schon klappen.

Dagegen sieht die römische Repubblica den 28 Jahre alten Ivan Basso als den nächsten großen Champion. Der CSC-Star habe sich stark entwickelt und sei nun reif für den Toursieg. Der Abschied von Armstrong sei, schreibt die Zeitung, "mehr Grund zur Erleichterung als Grund zur Trauer", denn nun sei die Tour 2006 "ein offeneres Rennen" und die Fahrer blieben "verschont von einer achten Lektion". "Ohne Armstrong wird die Tour 2006 wieder offen" freute sich auch die belgische Tageszeitung Vers l'Avenir, die bedauerte, dass die letzte Tour nicht allzu spannend war. Am Ende sei es ein wenig "ermüdend" gewesen, befand auch das flämische Blatt Het Laatste Nieuws.

In Spanien feierte man Armstrong noch einmal gebührend. "Armstrong geht als König" (El Pais), lauteten die Schlagzeilen, oder: "Der einzige, der nie verloren hat" (ABC) und "Ein Rekord, der schwer zu schlagen sein wird" (El Periodico). "Der Texaner hat alles überwunden", schrieb El Pais nicht nur im Hinblick auf die Krebserkrankung, sondern auch auf den "Fluch", der Anquetil, Merckx, Hinault und Indurain scheitern ließ, bei ihrem Versuch, die Tour zum sechsten Mal zu gewinnen.

"Er wird einzigartig bleiben", titelte die Pariser Sportzeitung L'Equipe auf Seite 1. Die Pariser Gazzetten erinnerten auch noch einmal an die verschiedenen Gerichtsverfahren, die gegen Armstorng anhängig sind und die France Soir unter der Überschrift "Auf der Anklagebank" auflistete. Etwa eine Verleumdungsklage von Filippo Simeoni oder Armstrongs Klage gegen die Autoren des Dopingbuchs "LA Confidentiel", das im letzten Jahr vor der Tour erschien. Da gibt es auch noch eine Auseinandersetzung mit einer Versicherungsagentur, die Armstorng wegen der darin geäußerten Dopingvorwürfen, die Siegprämie für die Tour nicht zahlen will. Die Zeitung L'Humanité portraitierte Armstrong unter der Überschrift "Licht und Schatten". "Er hat gesagt, was er wollte und er hat es getan" schrieb das Blatt. "Ohne Grenzen, ohne die geringste Gegnerschaft (...). Der Respekt für sein gerettetes Leben und die Leiden sollten ihn von der Kritik und den Zweifel entbinden, doch diese fehlten nie bei allen seinen Leistungen", so L'Humanité.

"Magnificent seventh" (ein Wortspiel auf den berühmten Film "Die Glorreichen Sieben") titelte USA Today ebenso wie Armstrongs Heimatzeitung American Statesman aus Austin/Texas. Die New York Times untertitelte ein Foto auf der ersten Seite nüchtern-ironisch: "One for the road". Die US-Presse beschäftigte sich mehr mit der Zukunft von Lance Armstorng als mit der der Tour de France. In der Politik könnte Armstrongs zweite Karriere liegen. In der populären Show Good Morning America auf ABC sagte Armstrong nur, er werde nächstes Jahr nicht als Gouverneur von Texas kandidieren. Im Frühstücksfernsehen des Networks CBS ließ er offen, ob er in die Politik geht. Zunächst wolle er sich der Öffentlichkeitsarbeit im Kampf gegen Krebs widmen. Aber: "Ich sage nie nie zur Politik. Es steht nur nicht ganz oben auf meiner Liste."



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PostPosted: 28.07.2005 13:13 Reply with quoteBack to top

Quote:
Die Tour de France nach Armstrong
Zwei Kronprinzen und die Meute


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BERLIN, 27.07.05 (rsn) - Im Radsport hat am Sonntag eine neue Zeitrechnung begonnen. Lance Armstrong nahm, weil's so schön war, mal so eben noch einen Tour de France -Triumph mit, "one for the road" (New York Times). Die Frankreich-Rundfahrt 2006 ist schon heute spannender als die letzte jemals war. Jetzt, wo der Patron nicht mehr da ist, träumt ein Dutzend Fahrer vom ganz großen Coup. Die jahrelang gefestigte Hackordnung muss neu gemacht werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die zwei Kronprinzen des scheidenden Königs: "Ivan gehört die Zukunft der Tour. Oder Jan. Das müsst Ihr unter Euch ausmachen", sagte Armstrong bei seiner Abschiedsrede auf dem Podium in Paris.

Jan Ullrich ist der einzige im Feld, der weiß, dass er die Tour gewinnen kann - konnte, bevor Armstrong kam. Aber der erste Toursieg des Deutschen wird neun Jahre her sein, wenn die nächste "Große Schleife" im Juli 2006 in Straßburg beginnt. Ullrich wird 32 Jahre alt sein und die Erfahrung von vielen Niederlagen gegen Armstrong haben. Ullrichs Tour-Bilanz ist beeindruckend. In acht Teilnahmen stand er sieben Mal auf dem Podium. Seine schlechteste Platzierung war ein vierter Platz! Dass er einer der Favoriten bei der nächsten Tour sein wird, ist klar. Ob es zum großen Coup noch einmal reichen wird, ist zweifelhafter. Ullrich fehlt der Biss, den ultimativen Ehrgeiz, den Jahrhundertsportler wie Armstrong auszeichnet, hat er seit Juli 1997 nicht mehr. Ullrich ist stets zufrieden gewesen, gekämpft und eine gute Figur gemacht zu haben; ein guter Gegner gewesen zu sein, reichte ihm. Bei allen seinen Niederlagen gegen Armstrong war er nie enttäuscht. Und heute sagt der phlegmatische Radstar schon, er sehe sich nicht unbedingt als Topfavorit für 2006. Ullrich bräuchte doch mehr Biss, um gegen die hungrigen Jungen zu bestehen, auch wenn sie so nett sind wie ein Ivan Basso, der sich vermutlich halbwegs entschuldigte bei Ullrich, wenn er ihn schlagen würde.

Ivan Basso scheint der logische Nachfolger von Lance Armstrong. Der 27-Jährige verbesserte sich bei der Tour kontinuierlich: vom elften Platz 2002 über den siebten Platz 2003, Dritter 2004, Zweiter 2005. Fast zwangsläufig scheint es auf Platz 1 hinauszulaufen. So wie Greg Lemond vor 20 Jahren nach zwei Podiumsrängen der erste Sieg gelang. "Ich weiß, dass ich Ullrich schlagen kann", so Basso, der schon zwei Mal vor dem Deutschen die Tour beendete, zuletzt mit 1:41 Minuten Vorsprung. "Der Toursieg wird mein großes Ziel nächste Saison", sagt Basso.

Dieses Jahr kam Basso mit dem Giro in den Beinen zur Tour. Bei der Italien-Rundfahrt büßte er alle Siegchancen aufgrund einer Magenerkankung ein, meldete sich dann aber mit zwei Etappensiegen in der letzten Woche zurück. Ob er auch nächstes Jahr wieder die Doppelbelastung auf sich nimmt, ist noch offen. "Ich muss darüber nachdenken", sagt Basso, der nur ungern auf seine Heimatrundfahrt verzichten würde. Der Lombarde aus der Radsport-Hochburg Varese ist kein Tour de France-Fetischist. Im Herbst wird er den Klassiker Lombardei-Rundfahrt fahren - in der Woche danach wird er aber doch schon wieder die Tour im Blick haben. Am 27.Oktober wird die 93.Frankreich-Rundfahrt vorgestellt und die Planung der Strategie kann beginnen.

Ullrich und Basso sind die zwei Kronprinzen - doch auf das Erbe von König Armstrong haben eine ganze Reihe von Fahrern ein Auge geworfen, allen voran Alexandre Vinokourov. Der Kasache sagt klipp und klar: "Ich will innerhalb der nächsten zwei Jahre die Tour gewinnen." Der 31-Jährige ist ein kompletter Fahrer, ein feiner Taktiker und hat (im Rennen) viel Temperament und Angriffslust. Ende der Saison wechselt er von T-Mobile zu Liberty, wo er bei der Tour de France dann alleiniger Kapitän sein wird mit einem starken Team im Rücken. "Vino ist nicht zu ersetzen", sagt T-Mobile-Teammanager Olaf Ludwig. Für Ullrich wiegt der Verlust doppelt schwer: Er verliert seinen stärksten Teamkollegen und bekommt einen neuen gefährlichen Gegner.

Eine ganz neue Erfahrung wird die nächste Tour für die Mannschaft "Discovery Channel". Statt defensiv das Gelbe Trikot zu verteidigen, muss das Team von Johan Bruyneel attackieren. Der US-Rennstall wird mittelfristig einen amerikanischen Star brauchen, um zu überleben. Kurzfristig hofft man, dass der 32 Jahre alte George Hincapie, Etappensieger und Gesamtvierzehnter in diesem Jahr, als Protagonist agieren kann. Kapitän wird voraussichtlich der junge Ukrainer Yaroslav Popovych, der beim Giro schon mit 22 auf dem Podium stand und in diesem Jahr bei seinem Tourdebüt als Helfer Zwölfter wurde.

Neben Popovych ragen noch zwei Fahrer aus der jungen Generation heraus. Der Spanier Alejandro Valverde (25) fuhr in diesem Jahr bis zu seinem verletzungsbedingten Aus eine schöne Tour, er gewann die Etappe in Courchevel, wo er sicherlich das Tour-Virus einfing. In seinem Heimatland träumt man bereits vom Nachfolger Indurains. Und in der anderen großen Radsport-Nation Italien sieht man in dem dem 23 Jahre alten Damiano Cunego die Zukunft. Der Girosieger von 2004 musste wegen einer Erkrankung sein Tour-Debüt verschieben. Ivan Basso glaubt aber, dass die Jungen nächstes Jahr noch nicht soweit sind, ganz vorne mitzufahren. "Es ist sehr, sehr schwer, die Tour zu gewinnen, wenn man noch nicht auf dem Podium stand."



(www.radsportnews.com)

Also ich würde schon sagen, dass dieser Artikel recht treffend ist. Ullrich fehlt wohl der letzte Biss, um ein richtiger Sieger sein zu können, er scheint auch mit Platz 2 oder 3 durchaus zufrieden zu sein. Und das er sich selbst nicht als Favourit für 2006 tituliert, lässt nicht besonders viel Gutes für ihn erhoffen. Wäre aber wirklich schade, wenn er auch nach Armstrong immer noch der ewige Zweite sein würde. Basso scheint für die Armstrongnachfolge predestiniert zu sein. Jung, ergeizig, verbessert sich ständig weiter auch im Zeitfahren und er ist zweifellos ein begnadeter Kletterer. Wenn sich 'Ulle' nächstes Jahr nicht wirklich reinhängt, wird es auch 06 nichts mit dem Toursieg werden. Und er wird ja auch nicht jünger!

mfg Robert

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So, das Ereignis auf das ich das gesamte Jahr warte rückt immer näher. Das Ende einer Dynastie ist mit dem Rücktritt des Tourdominators und siebenfachen Siegers der Grande Boucle Armstrong Realität, der Beginn einer Neuen könnte aber schon direkt vor der Türe stehen. Basso gegen Ullrich, so sehen viele das große Duell zweier absoluter Radsuperstars auf uns zukommen.

Der Italiener Ivan Basso, der heuer schon seine große Heimlandesrundfahrt den Giro in beeindruckender Weise gewinnen konnte, gilt am Berg als vielleicht der absolut Stärkste und hat auch seine Zeitfahrqualitäten wie jedes Jahr zuvor stark verbessert.

Das wird er aber auch zweifellos brauchen denn sein aller erster Herausforderer ist niemand geringerer als der beste Zeitfahrer im Feld und Sieger der Tour 97, Jan Ullrich, der bereits fünfmal zweiter und einmal dritter der Tour gewesen ist. Zweifellos hätte er nun auch bereits fünf Toursiege, wenn da ein gewisser Herr Armstrong nicht gewesen wäre.

Aber Basso gegen Ullrich, dass ist nicht das Einzige was die diesjährige Tour zu bieten hat. Es gibt mehr Mitfavouriten denn je zu Armstrongzeiten, mit den starken Rundfahrern Vinokourov, Lendis, Leipheimer und Valverde stehen schon mindestens vier weitere potentielle Kandidaten auf zumindest einen Stockerlplatz in Paris schlange. Dazu kommen noch die starken Kletterer aber ohne wirkliche Zeitfahrqualitäten Cunego (dessen Tourstart bis dato allerdings noch nicht fest steht) und Totschnig, der schnellste Abfahrer der Welt Paolo Savoldelli, die junge Discovery Superhoffnung Popovic und das wohl größte Fragezeichen der heurigen Tour: George Hincapie. Vom Toursieg bis zum lediglichen in Mittelfeld mitrollen ist ihm nach seiner letztjährigen Vorstellung und seinem heurigen schweren Sturz bei Paris-Roubaix alles zuzutrauen.

Nebenbei sind noch zahlreiche (Sprint)Superstars am Start, die für das Gesamtklassement keine Rolle spielen, aber sich wohl den einen oder anderen Etappensieg holen werden. Nach Petacchis Verletzung sind dennoch eine große Menge Stars am Start, wie zb Tom Boonen, Robbie McEwen, Eric Zabel, Stuart O'Grady und Bernhard Eisel.

So, aber nun kommt meine eigentliche Frage: Wer gewinnt denn nun die Tour 06? Eure Meinung ist gefragt!!! ja

mfg Robert

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PostPosted: 05.06.2006 16:02 Reply with quoteBack to top

Also mein persönlicher Favourit ist Ivan Basso. Die Tour dieses Jahr ist zwar alles andere als gut auf ihn zugeschnitten (kein Teamzeitfahren, 2 extrem lange Einzelzeitfahren, nur 3 Bergankünfte davon eine sehr flach), dennoch glaub ich dass er am Ende die Nase vorne haben wird.

Wenn ich das restliche Podium noch erraten müsste würde ich Jan Ullrich auf 2 schätzen, der Dritte wäre für mich wohl Valverde.

Wäre nett wenn ihr (auch die bereits gevotet haben) hier euch noch kurz zu eurem Vote äußern würdet wink und vor allem der/die ein Anderer gewählt hat sagen würde, wen genau er/sie da im Auge hat. ja

mfg Robert

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PostPosted: 15.06.2006 19:17 Reply with quoteBack to top

93. Tour de France vom 1. bis zum 23. Juli, alle Etappen:

01.07.2006: Prolog
Strasbourg - Strasbourg 7,0 km

02.07.2006: 1. Etappe
Strasbourg - Strasbourg 183,0 km

03.07.2006: 2. Etappe
Obernai - Esch-sur-Alzette 223,0 km

04.07.2006: 3. Etappe
Esch-sur-Alzette - Valkenburg (Niederlande) 216,0 km

05.07.2006: 4. Etappe
Huy (Belgien) - Saint-Quentin 215,0 km

06.07.2006: 5. Etappe
Beauvais - Caen 219,0 km

07.07.2006: 6. Etappe
Lisieux - Vitré 184,0 km

08.07.2006: 7. Etappe
EZF Saint-Grégoire - Rennes 52,0 km

09.07.2006: 8. Etappe
Saint-Méen-le-Grand - Lorient 177,0 km

10.07.2006: Ruhetag
Bordeaux - Bordeaux

11.07.2006: 9. Etappe
Bordeaux - Dax 170,0 km

12.07.2006: 10. Etappe
Cambo-les-Bains - Pau 193,0 km

13.07.2006: 11. Etappe
Tarbes - Val d'Aran - Pla-de-Beret 208,0 km

14.07.2006: 12. Etappe
Luchon - Carcassonne 211,0 km

15.07.2006: 13. Etappe
Béziers - Méditerranée - Montélimar 231,0 km

16.07.2006: 14. Etappe
Montélimar - Gap 181,0 km

17.07.2006: Ruhetag
Gap - Gap

18.07.2006: 15. Etappe
Gap - L'Alpe d'Huez 187,0 km

19.07.2006: 16. Etappe
Bourg d'Oisans - La Toussuire Les Sybelles 182,0 km

20.07.2006: 17. Etappe
Saint-Jean-de-Maurienne - Morzine-Avoriaz 199,0 km

21.07.2006: 18. Etappe
Morzine-Avoriaz - Mâcon 193,0 km

22.07.2006: 19. Etappe
EZF Le Creusot - Montceau-les-Mines 56,0 km

23.07.2006: 20. Etappe
Antony-Parc de Sceaux - Paris Champs-Élysées 152,0 km

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PostPosted: 15.06.2006 19:19 Reply with quoteBack to top

So, hier kommt mal das Tourbergprofil:

http://www.radsport-seite.de/tour/tour2006/berg.html

Etappe 10, 12. Juli: Die erste echte Bergetappe in Pyränen ist wohl noch nicht wirklich bedeutend fürs Gesamtklassement, wenn nicht einer der Favouriten einen rabenschwarzen Tag erwischt. Ne typische Valverde Etappe, wenn es nicht eine Handvoll abmitionierte Ausreißer gibt die das Ding am heutigen Tag heimfahren.

Einen Tag später (13. Juli, Etappe 11) wirds in den Bergen erstmals richtig spannend. Ein Berg der Ehrenkategorie (Tourmalet) und vier Berge der 1ten Kategorie stehen auf dem Programm. Das Ziel ist auf dem letzten Berg dem Puerto de Beret zu finden. 13,5 km bei einer durschnittlichen Steigung von 5,4%. Eigentlich sollte Ullrich aufgrund der geringen Steigung hier keine (oder nur ganz wenig) Zeit auf die Spezialisten für Bergankünfte verlieren. Allerdings wird der Berg gegen Schluss immer steiler, also auf den letzten paar Kilometer ist sicher für Attacken einiges möglich.

Etappe 15, 18 Juli: Es geht in die Alpen. Zuerst steht der Izoard (Ehrenkategorie) und dann noch ein Berg der zweiten Kategorie auf dem Programm. Zum Abschluss gibt es noch den Tourmythos schlechthin, Alpe D'Huez. 2003 hatte Mayo hier Monsterstärke demonstriert, heuer wollen ihm sämtliche Spezialisten diesen Triumph nicht nochmal überlassen. Die 13,9 km mit 7,9% Steigung und massenhaft Rhythmuswechseln sind alles andere als Ullrichs Lieblingsterrain, hier haben wohl Basso und Co die besten Chancen den Toursieger von 97 stehen zu lassen und einige Zeit abzunehmen.

19 Juli, Etappe 16: Diese Etappe führt zu Anfang gleich mal über zwei Berge der Ehrenkategorie, gefolgt von einem Klasse 2 Berg und schlussendlich der Bergankunft (Klasse 1 Berg) in La Toussuire. Der Anstieg ist zwar 18,4 km lang, aber mit 6% Durchschnittsteigung nicht allzu steil.

20 Juli, Etappe 17: Insgesamt 2 Berge der 1ten, und je 1 Berg der 2ten und 3ten Kategorie bevor es im Endspurt über den Col den Joux-Plane geht, einen 8,7% steilen 11,7 km langen Anstieg der Ehrenkategorie. Direkt im Anschluss der Abfahrt befindet sich das Ziel der letzten schweren Alpenetappe der Tour 06.

mfg Robert

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PostPosted: 18.06.2006 13:32 Reply with quoteBack to top

Quote:
Tour de France: Discovery mit einem Amerikaner

AMBRI, 17.06.06 (rsn) - Der amerikanische Discovery Channel-Rennstall gab am Samstag sein Aufgebot für die am 1.Juli beginnende Tour de France bekannt. Im Jahr eins nach dem Rücktritt seines Superstars Lance Armstrong wird das Team kleinere Brötchen backen müssen. Leader ist George Hincapie, der als einziger Amerikaner in Frankreich die Farben des US-Teams vertritt. "Ich bin sicher, dass einer von uns einen Platz ganz oben auf dem Tableau erreichen wird", meinte Teamchef Johan Bruyneel optimistisch. Gegenüber letztem Jahr fehlt neben Armstrong der Spanier Beltran. Wieder bzw. neu dabei sind Routinier Ekimov und der junge Baske Egoi Martinez.

Discovery Channel bei der Tour de France:
José Azevedo (POR), Viatcheslav Ekimov (RUS), George Hincapie (USA), Egoi Martinez, Benjamin Noval und José Luis Rubiera (ESP), Pavel Padrnos (CZE), Yaroslav Popovych (UKR), Paolo Savoldelli (ITA).
Ersatzmänner: Vladimir Gusev (RUS), Michael Barry (CAN).


(www.radsportnews.com)

Ja, schon ziemlich unwahrscheinlich dass George Hincapie dieses Jahr die dominierende Person bei der Tour sein wird, allerdings hatte 99 vor der Tour auch nicht wirklich jemand an einen (Serien)Sieger Armstrong geglaubt. Also George, ich drücke dir die Daumen!

mfg Robert

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PostPosted: 19.06.2006 00:06 Reply with quoteBack to top

Quote:
Schweizer Team stellt Touraufgebot vor
Phonak glaubt an Landis' Siegchance


BERN, 18.06.06 (rsn) - Der Schweizer Phonak- Rennstall gab am Sonntag in Bern sein Touraufgebot bekannt. Kapitän der Mannschaft wird der Amerikaner Floyd Landis, sein, von dem die Teamleitung nicht weniger als den Sieg bei der Großen Schleife erhofft.

"Das Ziel, das wir zu Saisonbeginn ausgegeben haben, hat sich nicht geändert: Floyd geht zur Tour de France, um den Sieg zu holen", sagte der belgische Teammanager John Lelangue bei der Vorstellung seines Tourkaders, bei der Teampatron und Sponsorchef Andy Rihs an seiner Seite war. "Wir hatten einen 13-köpfigen Kreis von Rennfahrern gebildet, aus dem die Tourmannschaft gebildet wurde", schilderte Lelangue den Auswahlprozess. Aus dem waren der spanische Giro-Überraschungszweite Enrique Gutierrez und der Kolumbianer Santiago Botero ausgeschieden. Lelangue suspendierte die beiden Rennfahrer, nachdem es einige Anhaltspunkte gibt, dass sie in die jüngste spanische Dopingaffäre um den früheren Kelme-, ONCE- und Liberty-Arzt Fuentes verwickelt sind. Botero vor allem hatte sich bei der Tour viel vorgenommen. Die sofortige Suspendierung der beiden Verdächtigen brachte dem in dieser Hinsicht vorbelasteten Phonak-Team Lob ein von den Tour de France-Organisatoren.

Der Belgier Axel Merckx und der Spanier Miguel Angel Martin Perdiguero würden bei der Tour die Rollen des capitaine de route, des verlängerten Arms des Teamchefs haben, sagte Lelangue, der eine "gute Balance zwischen Bergfahrern und Tenpomachern" gefunden zu haben glaubt. Im Sprint setzt man auf den Südafrikaner Robert Hunter, dessen Schulterverletzung infolge eines Sturz bei der Katalonien-Rundfahrt laut Lelangue "voll ausgeheilt" ist. In den Bergen werden der Schweizer Alexandre Moos und der Kolumbianer Victor Hugo Pena wichtige Helferaufgaben übernehmen. An Landis Seite wird mit dem Wittenberger Bert Grabsch auch ein Deutscher fahren in der multinationalen Truppe mit neun Fahrern aus neun (!) Ländern.

Bei der Dauphiné-Rundfahrt war von Landis zuletzt gar nichts zu sehen. Das aber sei überhaupt nicht beunruhigend, betonte Lelangue am Sonntag. Der Amerikaner habe nicht vorgehabt, aufs Gesamtklassement zu fahren. Dafür sei ursprünglich Botero vorgesehen gewesen, der dann aus den genannten Gründen ausfiel. Der 30 Jahre alte Landis, Neunter der letzten Tour, hat diese Saison stark begonnen. Er gewann im Februar die Kalifornien-Rundfahrt und im März Paris-Nizza. Bei der großen Schleife hat Landis ein erfahrenes Team an seiner Seite. Zusammen kommen die neun Fahrer auf 32 Tourteilnahmen. Am meisten Tourerfahrung bringt der 33-jährige Franzose Nicolas Jalabert mit, der seit 1997 acht Mal die "Grande Boucle" fuhr.

Phonak bei der Tour de France:
Floyd Landis (USA), Bert Grabsch (GER), Robert Hunter (RSA), Nicolas Jalabert (FRA), Miguel Angel Martin Perdiguero (ESP), Axel Merckx (BEL), Koos Moerenhout (NED), Alexandre Moos (SUI), Victor Hugo Pena (COL).



(www.radsportnews.com)

Also sollte Lendis im Juli wirklich um den Gesamtsieg bei der Tour mitfahren, dann ist er wohl wirklich ein Meister im Bluffen. Natürlich war nach seiner miesen Dauphinee Vorstellung klar dass seine tatsächliche Form besser als seine Leistung sein musste, dennoch ist diese offene Zielsetzung des Teammanagers für mich jetzt etwas überraschend. Wer von beiden nun blufft wird sich wohl erst mal mitte Juli zeigen.

Interessant zu beobachten: Vor letztes Jahr gab es außer Armstrong kaum einen zweiten Amerikaner dem man einen Tourpodestplatz (oder gar einen Toursieg) zugetraut hätte, inzwischen sind es mit Floyd Lendis, Levi Leipheimer und George Hincapie gleich drei. Interessante Entwicklung. Drei potentielle Spitzenfahrer aus dem Amiland, auch wenn Lendis wohl zweifellos das größte Potential der drei besitzt.

mfg Robert

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